Nr. 133 Zweites Blatt IS«.Jahrgang
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Die »Siehe«« ZamMrnblStter» werden dem i fiZSXBxITI ÖZ 9 O S0 X .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Wr W RL - 91 ® ffl 8k B Q S M Sä H Hk
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Montag 38. Mai 1906
Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'sche» UniversitätSdruckerei. R. Lang«, Gtetz«,
Redaktion. Expedition u.Druckeret: Schulftr.^
Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieße».
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.
Bekanntmachung.
Betr.: Rotlaufsenche zu Lang-GönS.
Unter dem Schweinebestand des Konrad Johannes Frey zu Lang-GönS i|t ein Fall von Rotlausseuche festgestellt worden.
Gehöftsperre ist verhängt.
Gießen, den 25. Mai 1906.
Großherzogliches ilTeidamt Gießen.
I. V.: Dr. Wörner.
politische Tagesschau.
Die Abrüstuugsfrage
ist wieder einmal Gegenstand von Verhandlungen im englischen Parlament gewesen und zwar zur Abwechselung diesmal im Oberhause, wo Lord Avebury, der bekannte Förderer der auf eine Besserung der deutsch-englischen Beziehungen abzielenden Bestrebungen, an jene aufsehenerregende Erklärung Campbell-Bannermans über die Einschränkung der Rüstungen anknüpfte und den Zeitpunkt als günstig erklärte, nach dieser Richtung hin etwas zu tun. Hierbei berührte er auch das Verhältnis zu Deutschland und fügte hinzu, daß man speziell in Handelskreisen beider Länder dem Gedanken Ausdruck gebe, daß die beiderseitigen Interessen meist dieselben seien und daß Friede für beide Teile das wichtigste wäre. Die Antwort des Unterstaatssekretärs des Auswärtigen Lord Fitzmaurice war im allgemeinen ziemlich objektiv gehalten, indem er die Anschauung vertrat, daß die großen Rüstungen Deutschlands geschichtlich und politisch erklärlich seien, indessen wolle er der Anschauung entgegentreten, als ob derartige Rüstungen im Hinblick auf England notwendig seien, denn der britischen Politik lägen agressive Tendenzen völlig fern. Indessen konnte auch der sonst so gemäßigte Lord Fitzmaurice den Engländer in sich doch nicht ganz unterdrücken, indem er behauptete, England müsse Einspruch erheben gegen jede Vermehrung von Flottenrüst ungen, welche als Gegenmaßregel gegen angeblich geplante Flottenangriffe seitens Englands gedacht seien. Das ist eine Anmaßung, welche auf das entschiedenste zurückgewiesen werden muß, denn jede Macht kann ihre Wehrkraft so verstärken, wie sie es im Interesse des Landesschutzes für notwendig erachtet. England kann sehr wohl den Rat erteilen, mit den Flottenrüstungen aufzuhören, denn seine Kriegsmarine ist so stark, daß eine weitere Vermehrung nicht erforderlich erscheint. Hat doch England 61 Linienschiffe, das heißt die doppolte Anzahl derjenigen Deutschlands, Frankreich hat nach einem eben ausgegebenen englischen Weißbuche nur 29, Rußland sogar nur 12 und Italien 16. An Kreuzern besitzt England 114, Frankreich 57 und Deutschland 47. Gewaltig ist auch der Unterschied inbezug auf Torpedoboote, deren England 251, Deutschland nur 128 besitzt. Viel Erfolg mit derartigen utopistischen Gedanken dürfte die englische Regierung kaum haben, sie müßte denn selber den Anfang machen, namentlich nach )er Richtung hin, daß sie eine völlig aufrichtige und klare, Surchfichtige in jeder Beziehung friedensfreundliche Politik ireibt, welche auf die übrigen Mächte so überzeugend wirkt, daß auch diese ihrerseits den gleichen Weg einschlagen. Im nächsten Jahre findet ja wieder eine große Friedenskonferenz in Haag statt und dort wird man England zurufen können: „Hie Rhodus hic salta!" War es doch auf der ersten Konferenz gerade Albion, welches bei jeder Gelegenheit den Hemmschuh bildete und vor allem eine Ausdehnung der Völkerrechtsbestimmungen auf das Seekriegsgericht nicht wollte. Vielleicht wird England jetzt dort eine andere Haltung einnehmen, aber man wird die Folgezeit abwartcn müssen, ob die Besserung eine wirklich aufrichtige ist. Was aber die Abrüstungssrage anbetrifft, so gilt für England der volkstümliche Spruch: „Hannemann geh du voran."
Kirchturm-Kolonialpolitik.
Ob es opportun war, daß das Deutsche Reich nach seiner allzu späten glanzvollen Wiedererstehung eine allzu späte Kolonialpolitik maugurierte, das ist eine Doktorfrage; Tatsache aber bleibt es, daß luir jetzt Kolonien haben und diese nicht verlieren können, ohne daß unser politisches Prestige eme unheilbare Schlappe erleiden würde. Daher kann es für uns nur eine Parole geben: Unser überseeischer Besitz muß behauptet und dafür gesorgt werden, daß er so gut als möglich prosperiert. Aber bei der Ausbeutung von Kolonien pflegt cs genau zu gehen wie beim Gründen jedes größeren industriellen oder gewerblichen Unternehmens: Man darf nicht darauf rechnen, daß die ersten Bilanzen mit einem Gewinn abschlicßen. Unsere ReichSboten scheinen anderer Anlicht zu sein, denn sonst hätten sie nicht die Forderung von 10V2 Millionen zur Entschädigung für die Farmer "in Südwestafrika, ferner die Mittel für die Weiterführung der Bahn Lüderitz-Bucht-Kubub nach Keetmanshoop und endlich für die Verstärkung unserer Schutztruppe in Ostafrika um vier schwarze Kompagnieen glattweg abgelehnt. Diese Knauserei wird sich noch bitter rächen. Wie können wir unseren deutschen Auswanderlustigen zumuten, sich in unseren eigenen afrika- Nischen Kolonien anzufiedeln, wenn wir ihnen nicht die Garantie bieten wollen, daß das Reich mit allen seinen Macht- und Finanzmitteln hinter ihnen steht? Da darf man es den deutschen Emigranten nicht verargen, wenn sie sich lieber in Amerika eine neue Heimat schaffen, wo ihr Leben und Eigentum entschieden gesicherter erscheint als in Deutsch-Afrika. Und wie kindisch erscheint die Motivierung von sozialistischer Seite, den Bahnbau deshalb nicht zu konzedieren, weil nach seiner Fertigstellung der Aufstand in Dcutsch-Südwestafrika ohnehin schon niedergeschlagen sein werde! Wenn aber in
ein paar Jahren eine neue Revolte ausbricht, was dann? Wenn der Reichstag Kolonialpolitik von der Kirchturmperspektive aus betreiben will, dann ist es gescheiter, wir versteigern unsere überseeischen Besitzungen beizeiten an die Meistbietenden, wie einst Hannibal Fffcher unseligen Angedenkens die erste deutsche Flotte versteigerte.
Preuß. Abgeordnetenhaus.
Berlin, 26. Mai.
Die zweite Lesung des Volksschuluntcrhal- tungsgesebes wird fortgesetzt. Hierzu liegen die bekannten Anträge der Nationalliberal.u auf Beibehaltung des Status quo und der Freisinnigen betr. Aufhebung der Ortsschulinspeklionen und Uebertragmig der KreisscknUinspettionen an Fachmänner im Hauptamte vor. Kultusminister Dr. Stu dt erklärt einer gestrigen Aeußerung des Abg. Kvysch gegenüber, er, der Minister, habe gesagt, die Berliner Lehrer seien sozialistisch durchs seucht und Atheisten, daß er niemals eine solche oder ähnliche Aeußerung getan habe. Die Abstimmung über den national- liberalen Antrag bleibt zweifelhaft, es sindet deshalb Auszählung statt, bei der der Anttag mit 150 gegen 111 Stimmen abge - lehnt wird. Die Anträge Eassel werden ab gelehnt und die Kommissionsbeschlüsie angenommen.
Bei § 57 begründet Abg. Pallaske (Kons.) einen Antrag, loonach der Entwurf erst am 1. April 1908 und nicht, wie die Vorlage fordert, schon am 1. April 1907 in Straft treten soll. Der Anttag wird angenommen. Es folgt die Beratung der vorliegenden Resolutionen. Abg. Frhr. v. Zedlitz (ft.) tritt für eine von seinen Freunden und den Natwnalliberalen ein- gcbrachte Resolution ein, die die Umgestaltung der staatlichen Schulverwaltung nach den für die Organisation der allgemeinen Landesverwaltung maßgebenden Grundsätzen möglichster Dezen- tralifierung und Mitwirkung von Organen der Selbstverwaltung sowie wirksamer Rechtsanwälte fordert. Ein Antrag des Abg. Winckler unb Dr. v. Heydcbrand (Kons.) will diese Rc- vffion des Lehrerbesolduugsgeseßes unmittelbar nach dem Erlaß des Volksschulunterhaltungsgesetzes durcygcsührt wissen. Eine ähnliche Resolution liegt endlich von den Abgg. Dr. Po r sch (Ztt.) und Gen. vor, die bei der Neuordnung bet der Lehrcrbiffoldung auch Berücksichtigung der besonderen Berhälmisse der einzelnen Landesteile verlangt. Nach kurzer Debatte wird die Resolution Zedlitz mit dem Antrag Winckler-Heydebrand angenommen. Die gleichlautende Resolution des Zeuttums wurde abgelehnt. Damit ist die zweite Lesung des Schulunterhaltungsgesetzes erledigt.
Es rolgt die einmalige Beratung des Staatsvcrtvages zwischen Preußen, Bayern, Baden und Hessen, iDcgen, Kanalisierung des Mains von Offenbach bis Aschaffenburg vom 21. April 1906. Nach kurzer weiterer Beratung geht der CiUttrnrf an eine Kommission von 21 Mitgliedern.
Die Einkommensteuer vor dem preuß. Herrenhause.
Berlin, 26. Mai. Nach Erledigung einiger Petitionen nimmt das Haus einen Initiativantrag des Abg. Grafen Port von Wartenberg an, der die bei den §§ 7, 20 und 27 des Gesetzentwurfes zur Deklarierung des Kommunalabgabenaesetzes vom 14. Juli 1893 zwischen Verwaltung und Rechtsprechung hervorgetretenen Widersprüche beseitigen und eine Klarstellung des geltenden Rechtszustandes herbeiführcn will. Es folgt die Beratung der vom Abgeordnetenhause unter Abänderung der Regierungsvorlage angenommenen Novelle zum Einkommensteuergesetz und Ergänzungssteuergesetz
Obergcrbürgermeister Struckmann-Hildesheimbittet den Minister möglichst Klarheit darüber zu schaffen, was die Steuerpflichtigen an Realsteuern abziehen könnten.
Finanzminister Frhr. v. Rh einhab en erklärt, daß abzugsfähig die v. Staate veranlagte Grund- und Gebäudesteuer, aber nicht die von Gemeinden erhobenen Grundsteuern seien. § 18 handelt von der Ermäßigung der Einkommensteuer mit Rücksicht auf die Kinderzahl oder anderer ■ Familienangehörigen der Zenfiten. Bei der Feststellung der Personenzahl werden nicht mitgerechnet die Ehefrau des Steuerpflichtigen und diejenigen Angehörigen, welche das 14. Lebensjahr überschritten haben und in landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben dauernd tätig sind. Die Kommission hat hinter die Worte „Betriebe des Steuerpflichtigen" eingeschaltet die Worte „oder in dessen Hauswirtschaft".
Dr. Graf Pork v. Wartenberg beantragt, die Fassung des Abgeordnetenhauses wieder herzuftcllen. Nach längerer Debatte wird dieser Antrag angenommen, die Fassung des Abgeordnetenhauses also wieder heraestellt.
Zu § 11 des Ergänzungssteuergesetzes liegt ein Antrag des Graf v. Mirbach vor, bei Grundstücken, die dauernd dem land- oder forstwirtschaftlichen Betriebe dienen, den Ertragswert dem steuerbaren Wert zu Grunde zu legen.
Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben weist darauf hin, daß es ein Jrtum sei zu glauben, daß das fundierte Vermögen die meisten Steuern einbringe. Das mobile Kapital ergebe 32 Millonen an Ergänzungsstenern, das immobilie nur 14 Millionen.
Graf v. Mirbach zieht seinen Antrag zurück. Tie Novelle zum Einkommensteuergesetz und Ergänzungssteuergesetz wird angenommen.
Deutsches Neieh.
Berlin, 27. Mai. Der Kaiser wird in Cuxhaven der Unterelbe-Regatta beiwohnen.
— Generalleutnant Generaladjutant von Mackensen- Langfuhr folgte gestern einer Einladung nach Prökel- witz zum Kaiser.
— Wie der „Lok.-Anz." erfährt, sollten heute Graf Posadowsky, Erbprinz zu Hohenlohe, der Chef der Reichskanzlei von Löbell und Unterstaatssekretär Twele zu einer Besprechung der -durch die gestern erfolgte Ablehnung des Reichs ko lonialamtes geschaffenen Situation zusammen treten. Daran schließt sich eine Beratung der genannten Herren ohne den Erbprinzen mit den Hentrums- abgeordneten Gröber und Erzberger und dem Geheimrat Seitz, der es übernommen hat, den Plan zur Wieder
einfügung der Kolonialabteilung m den Etat des Auswärtigen Amtes vorzuberetten.
— Die Witwe Eugen Richters ist in Kreuznach, wo sie bei ihrem Sohne Parifius wellte, am Typhus geworben.
— Zu Ehrenbürgern der Stadt Münster t W. wurden Kultusminister Dr. Studt und Rllnisterialdirektor Althoff durch einstimmigen Beschluß des Stadtverordneten- kollegiums ernannt. Die Ehrung wird begründet mit der Ausgestaltung der Universität durch Angliederung der medizinischen Fakultät. Außerdem wurde ein Kredit für em Silbergeschenk an Ministerialdirektor Althoff bereitgestellt. (Daß die stockkatholische Hauptstadt der Provinz Westfalen den beiden obersten Spitzen des preuß. Ministeriums für geistliche und Unterrichtsangelegenhelten ihre höchste Würde verliehen hat unmittelbar nach Annahme des reaktionären Schulgesetzes, ist recht charakteristisch für die heutigen preußischen Zustände und die führende Stellung des Katholizismus im größten deutschen Bundesstaate. D. Red.)
Essen (Ruhr), 27. Mai. Der Oberbürgermeister Zwcigert ist heute früh nach längerem Leiden gestorben.
Köln, 27. Mai. Nachdem die Entfestigung und der Ankauf des Festungsrayons durch die Stadt für 25 Millionen Mark genehmigt worden, sind die Verhandlungen zwecks Gingetneinbnng der Vororte Kalk, Mühlheim, Vingst eingeleitet. Köln erhalte dadurch einen Bevölkerungszuwachs von rund 100 000 Einwohnern.
Stuttgart, 26. Mai. Rach viertägiger Debatte ist die Kammer der Standesherren heute mit der Beratung der Verfassungs-Vorlage zu Ende gekommen. Sie hat trotz eindringlicher Ermahnung der Regierung, den Abgeordneten der Abgeordnetenkanimer ein gewisses Entgegenkommen zu zeigen, sich darauf beschränkt, ihren Kommissionsantrag anzunehmen, der in einigen Punkten den Kelln zu Konflikten zwischen den beiden Häusern des Landes in sich birgt und eventuell auch das Scheitern des neuesten Versuches einer Verfassungsreoision herbeizuführen als nicht unwahrscheinlich erscheinen läßt.
— Die Kammer lehnte das von der Kammer der Abgeordneten beschlossene Erfordernis des Wohnsitzes der Standesherren im Lande ab.
Erlangen, 27. Mai. Der bayerische Binnen- schiffahrtsverein hielt heute hier unter Vorsitz des Bürgermeisters von Nürnberg Dr. v. Schuh seine Jahresversammlung ab. Während der Verhandlungen hielt Universllätsprofessor Dr. Eheberg aus Erlangen einen Vortrag über „Finanzpolitik im Wasferstraßenwesen", in dem er gegen die geplanten Flußschiffahrtsabgaben Stellung nahm. Bei dem Festessen kam Prinz Ludwig von Bayern auf diese Rede zurück und betonte, daß auch er kein Freund von Abgaben auf den natürlichen Wasserstraßen sei; aber man dürfe jetzt dem Vertrage zwischen Preußen und Bayern keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn die Fortsetzung der Main-Kanalisation bis Aschaffenburg absolut nicht anders zu erreichen sei, als dadurch, daß Bayern seine Zustimmung zur Erhebung von Abgaben auf den Wasserstraßen gebe, müsse Bayern zustiinmen, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß die Abgaben nicht zu hoch seien.
Ausland.
London, 26. Mai. Der Standard tritt heute einen Rückzug an, in dem die gestrigen und vorgestrigen Angaben über eine agressive Politik der deutschen Regierung inKleinasien und Mittelasien bedeutend abgeschwächt und teilweise zurückgenommen werden.
— Dem Reuterschcn Bureau wird aus Tokio gemeldet: In einem vor kurzem abgehaltenen Staatsrate ist, wie man glaubt, beschlossen worden, daß die mandschurischen Eisenbahnen von der Regierimg dauernd übernommen werden sollen. Dies würde die Aufnahme einer neuen großen Anleihe nötig machen.
Paris, 26. Mai. Die Agence Havas meldet aus Peking: Der Kaiser von China ist erkrankt. Es geht sogar das Gerücht, er sei gestorben.
9tom, 27. Mai. Giolitti wurde durch königliches Dekret mit der Kabinetsbildung beauftragt.
Rew - Pork, 26. Mai. Infolge von Enthüllungen über Unreinlichkelten bei Herstellung von für den inländischen Konsum bestimmten Fleischkonserven nahm der Senat eine strenge Jnspektionsbill an. Die Enthüllungen zeigten, daß erkrankte Tiere im Geheimen geschlachtet und verarbeitet wurden, die Arbeiter höchst unreinlich und manche schwindsüchtig waren, sowie daß tausende von 9iatten, von denen viele in die RMaschinerie gerieten, mit in die Konserven verarbeitet wurden.
— Rach einer Meldung des „Rew-Pork Herald" kündigte Präsident Castro seinen definitiven Rücktritt an, indessen suchen seine Freunde ein Plebiszit für ihn zu organisieren.
Washington, 26. Mai. Das Landwirtschaftsgesetz wurde mit verschiedenen Amendements im Senate angenommen. Durch die Amendements wird unter anderem Vorsorge getroffen für eine strenge Fleischbeschau, und zwar sowohl für den Export nach dem Auslande wie für den Handel zwischen den Einzelstaaten. Zugestandenermaßen geht diese Vorlage in Bezug auf die staatliche Überwachung der Privatindustrie weiter, als dies jemals vorher im Wege der Gesetzgebung gescheben ist.____________________
Deutsch-Afrikanisches.
Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 19. Mai auf Patrouille nördlich von Kanus gefallen: Leutnant Kurt Engler, geboren zu Taucha, früher Infanterie-


