Ausgabe 
30.8.1906 Zweites Blatt
 
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Voraussichtliche Mitterung in Hessen ffit Freitag, den 31. August: Kräftige südliche Winde, vorwiegend heiter, trocken, etwas wärmer.

Original-Deahtmel-nngen.

Von der Taufe des Kronprinzcnsohnes.

Berlin, 30. 'Aug. Die Galatasel im Marmorsaale war hackenförmig gedeckt mit dem großen weißen Tafel­stiber, zahlreichen ^rmleuchwrn und Schaustücken und einem reichen Blumenflor geschmückt. Weitere Tafeln waren im Muschelsaale gedeckt. Bei der Tafel saß der Kaiser rechts von der Kaiserin. Gegenüber saß der Kronprinz: vom Kaiser rechts folgten zunächst die Grostherzogin-Mutter von Mecklenburg-Schwerin, Großfürst Wladimir, Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Prinz Christian zu Schleswig- Holstein, Fürstin Fürstenberg, Prinz Adalbert, Frau Mi­nister v. Wedel, Fürst zu Hohenzollern, Frau Minister Studt, Prinz Hermann von Sachsen-Weimar, Frau Minister v. Podbielski. Ter Kaiser trug die Uniform des ersten Garderegiments, die Kaiserin eine blaßgelbe Robe mit Spihenübernnrrf und das prachtvolle Kleblattdiadem. Ter Kronprinz die Uniform der Pasewalker Kürassiere. Tie Kron­prinzessin, welche eine weiße geschlossene Robe mit Silber­stickerei trug, Ijuttc mit dem Prinzen-Sohn nach der Cour das neue Palais verlassen. Prinzessin Viktoria Louise trug bei der Tauffeier ein rosafarbenes Kleid.

Tas Patengeschenk König Eduards ist ein kunstvoller silberner vergoldeter Becher. Er trägt die ein­gravierten Wappen der britischen und preußischen königl. Familie. Ter Becher steht am einem schwarzen hölzernen Untersatz.

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R. B. Darmstadt, 30. Aug. Vom Kriegsgericht der 25. Division wurde heute der Musketier Peter Alter vom 117. Infanterie-Regiment wegen Ungehorsams in zwei Fällen und tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Erhalte sich auf der Weisenauer Kirchweihe gegen einen Budenbesitzer renitent benommen lind sollte deshalb von einer Patrouille verhaftet werden. Er widersetzte sich jedoch und riß u. a, dem die Patroliille führenden Obergefreiten den Säbel aus der Scheide und entriß ihm in Gemeinschaft mit Zivilisten die Säbelkoppel,

sd. Darmstadt, 30. Aug. Der Direktor der Hessischen Landesbrandkasse, Geh. Regierungsrat Dr. Wolf, ist heute im 9Uter von 66 Jahren gestorben.

fc. Groß-Umstadt, 30. Äug. Beim Ausrücken der 1. Abteilung des Art-Regis. Nr. 25 heute früh explo­dierte eine Manöverkartusche. Ter Kanonier W a gen b ach aus Burkhardsfelden fand dabei seinen Tod.

fc. Wiesbaden, 30. Aug. Heute morgen 4 Uhr stieß auf Station Curve ein Güterzug auf einige im Einfahrtsgleis stehende Güterwagen. Vierzehn Wagen

entgleisten, der Materialschaden ist bedeutend. DaS Haupt­gleis Curve-Kastel und zwei Nebengleise sind gesperrt.

fc. Kassel, 30. Aug. In dem heute morgen 6 Uhr hier durchfahrenden Schnellzug HamburgFran kfurt hat sich ein Passagier ersch ossen. Man nimmt nach vorgefundenen Briefschaften an, daß der Selbstmörder der Bildhauer Gezaczuth ist.

Kassel, 30. Aug. Der 10jährige Sohn des Beamten Busch aus Elberfeld, der hier zu Besuch weilte, wurde von der Straßenbahn überfahren und getötet.

Berlin, 30. 'Aug. Gerüchte über ein Bomben- Äitten tat auf des Denkmal Kais erWil Helms I. gegenüber dem königlichen Schloß waren gestern abend in Berlin verbreitet. Zwei Fremde sollten die Tat verübt haben und festaenommen worden sein. In Wirk­lichkeit bandelt es sicki um einen harmlosen Vorgang. Zwei fremdartig gekleidete Männer, die das Denkmal be­sichtigt hatten, hielten sich kurze Zeit an der Wasserseite auf. Einer von ihnen warf dann ein-'n Gegenstand in die Spree, worauf das Wasser hoch 'aufspritzte. Ein bomben- f di euer Mann hatte den Vorgang beobachtet und in der Nähe stehende Schutzleute benachrichtigt. Diese brachten die beiden Fremden nach der nächsten Polizeiwache, wo sie sich als harmlose Griechen legitimierten und sofort wieder frei- gelassen wurden.

London, 30. Aug. Die Schiffahrtsgesellschaft des Stillen Ozean hat aus Valparaiso die Nachricht erhalten, daß die Erdstöße wieder begonnen haben.

Paris,. 30. 'Aug. In Longwy versuchte der deutsche Kohlenarbeiter Mrbegast seinen vom Tanzboden weg als Ruhestörer verhafteten Landsmann und Arbeits- genossen Armbruster dadurch zu befreien, daß er gegen den ihn führenden Gendarm Galguet 3 Schüsse abgab. Dieser wurde außerdem von mehreren deutschen Arbeitern mit Steinen beworfen. Galguet traf mit sechs Verhafteten in Nancy ein, wo vor dem Justizpalaste eine den Verhafteten feindliche Kundgebung veranstaltet wurde.

Karlsbad, 30. Aug. König Eduard ist heute hier eingetroffen.

Wien, 30. Aug. Der hiesige russische Gesandte v. Giers, deffen einziger Sohn in der Seeschlacht von Tschnschima gefallen ist, erhielt ein Telegramm, wonach sein Schwager beim Attentat gegen Stolypin ums Leben gekommen ist. Darauf äußerste Giers zu einem Diplomaten:Die Situation ist verzweifelt, nur ein Wunder kann uns retten."

Petersburg, 30. Aug. Von den bei dem Attentat auf Stolypin ums Leben gekommenen wurden nunmehr auch die Fürstin Katacuzene sowie Frau v. Jvtomin und ihr 8 jähriger Sohn agnosziert.

Newyork, 29. !20ug. Greulich e Szenen spielten sich vor dem Gebäude der falliten Real Estate Trust Company in Philadelphia ab. Eine wütende Menge umlagerte das Gebäude. Als der Sohn des durch Selbstmord geendeten Präsidenten Wharton Hipple heraustrat, tourbe er von der Menge angegriffen, welche schrie:Hier kommt

der Sohn des Verbrechers, der uns FerauVt Ij a t." Hipple wurde zu Boden geworfen und mit Füßen! getreten. Die Polizei entriß ihn der Menge und ent« führte ihn in einem Wagen. Die Menge schrie und tobte weiter, bis sie von der Polizei mit Knütteln versagt toUrbe.

Havanna, 29. Aug. Die Tabakpflanzer sind mit dem Jnsurgentenchef Guerra in Verhandlungen getreten, um ihn zu veranlaffen, die Feindseligkeiten einzustellen.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitg< nnd Indnsti

Frnnkfnrter Börs 3%°/0 Beichsanleihe . . 98.75 3% do. . . 86.70 3K°/0 Konsols .... 98.90 3% do 86 85 3^°/0 Hessen 97.40 3%°/n Oberhessen . . .. 4% Oesterr. Goldrente. . 100.00 4*/6% Oesterr. Silberrente 100.25 4% TTns-ar. Goldrente . . 95.10 4% Italien. Rente . . . 108.30 3% Portugiesen Serie I . 70.10 3-6 Portugiesen III 70 70 4X°/0 rnss.Staatsanl. 1905 86 50 4^°/n japan. Staatsanleihe 94.40 4 % Conv. Türken von 1903 96.30 Türkenlose 147.00 4% Griech. Monopol-Anl. 54.80 4% äussere Argentinier . 89.75 3°/0 Mexikaner .... 69.00 4^°/0 Chinesen .... 98.00

Aktien:

Bochum Guss 249.00 Buderus E. W .... 126.60 Tendenz: schwächer.

Berliner Börse, 2

Canada E. B 177.60 Darmstädter Bank . . . 141.50 Deutsche Bank .... 241.70 Dortmunder-Union C. . . 85 30 Dresdner Bank .... 161.00 Tendenz : sehr fest.

teilt von der Bank für Handel ie, Giessen.

30. Antmst, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahmeyer . . .141.73 Elektriz. Schnckert . . . 127.50 Eschweiler Bergwerk . . 256.75 Gelsenkirchen Bergwerk . 229.50 Hamburg-Amerik. Paketf. 162 00 Harpener Bergwerk. . . 216 50 Baurn hütte 245.75 Nordd. Lloyd 132.00 Oberschles. Eisen-Industrie 132.10

Berliner Handelsges . . 173.25 Darmstädter Bank . . . 141.40 Deutsche Bank . . . 241.80

Deutsch-Asiat. Bank . . 145.40 Diskonto-Kommandit. . . 184.40 Dresdner Bank . . . 160.60 Kreditaktien 212.20 Baltimore- nnd Ohio-

Eisenbahn . . . 119.76

Gotthardbahn. Lombard. Eisenbahn . . 33.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.10 Prince-Eenri-Eisenbahn . 147.30

). August. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 217.00 Laurahiitte ..... 246.40

Lombarden E. B. ... 34.10

Nordd. Lloyd 131.60

Türkenlose 146.20

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in Jeder Ausführung zu billigsten Preisen

Brühlsche Univ.-Buch- und Steindruckerei

Erklärung.

Das Submissionswesen ist schon öfters in dieser Zeitung erwähnt worden und ist in der Tat derart wichtig, daß eS nicht bloS für die bezüglichen Gewerbetreibenden und Behörden, sondern für das gesamte Publikum Interesse hat. Erst in der gestrigen Nummer war eine Submissionsangelegenheit aus dein Schreinergewerbe besprochen und war daraus zu entnehmen, daß bedauerlicher Weise die hiesigen Meister nur einen ganz kleinen Teil der ausgeschriebenen Arbeit erlangen konnten.

Das SubmissionSwesen hat sich zu einer Art Kalamität entwickelt; der reelle Ge­schäftsmann ist vielfach zur Konkurrenz mit unreellen Elementen genötigt, die ohne standes- mäßigen Ehrbegriff und unbekümmert um Blamage und Insolvenz den reellen Konkurrenten unterbieten, und Arbeiten zu solchen Preisen übernehmen bezw. akkordieren, daß ein Geschäfts­mann dabei nicht bestehen kann. Dabei ist es bedauerlich, daß nicht blos Privatleute, sondern auch Behörden und kommunale Körperschaften von solchem unsoliden Geschäftsgebahren Gebrauch machen.

Es ist neuerdings, wie auf anderen Gebieten, so auch hier versucht worden, durch Assoziation Abhülfe zu schaffen; vielfach haben sich die Gewerbegcnossen zusammengeschlossen, und die von der Gesetzgebung begünstigte Form des Jnnungsverbandes kann bei richtiger Gesinnung der Jnnungsgenoffen manchen Ungehörigkeiten und Nachteilen vorbeugen. Wenn aber ein Jnnungsgenoffe trotz Unterschrift und Manneswort die Vertragstreue nicht hält und dadurch seine Genossen schädigt, so fragt es sich, was eine Innung tun kann und soll.

Diese Erwägungen haben die unterzeichneten Jnnungsmeister der Gießener Maler- nnd Weißbinderinnung veranlaßt, den Weg der Oeffentlichkeit für ihre Angelegenheiten in Anspruch zu nehmen. Damit, daß die Innung einen Genoffen, der Zusage und Vertrags­treue bricht, aus der Innung ausschließt, ist nicht viel erreicht; wer die kameradschaftliche Reputation bei den Standesgenoffen preisgibt, wird sich auch darüber leicht hinaussetzen. Der Weg gerichtlicher Klage, um Schadenersatz oder Unterlassung herbeizuführen, ist auch nicht empfehlenswert, abgesehen davon, daß dies kostspielig, zeitraubend und im Erfolg unsicher ist. Deshalb erschien den Unterzeichneten der Weg der Oeffentlichkeit am ange­messensten; es sollen durch die nachfolgenden, objektiv dargestellten, voll erweislichen, tat- sachlichen Angaben die interessierten Kreise: Private, welche auf Bauhandwerker reflektieren, Ballunternehmer und namentlich städtische und staatliche Behörden, aufgeklärt und dadurch veranlaßt werden, ihre Aufträge der loyalen Bewerbung und nicht einer auf Vertragsbruch beruhenden Unterbietung zuzuwenden. Die Unterzeichneten halten sich zur Wahrung der Geschäftsehre und der Geschäftsinteressen zur Bekanntgebung nachfolgender Tatsachen für veranlaßt und berechtigt.

Als die Innung des Maler- und Weißbindergewerbes gegründet wurde, ist aud) Karl Nikolaus zu Gießen derselben als Jnnungsmeister beigetrcten. Die Innung hat, um das Sub­missionswesen im obigen Sinn einzllschränken, beschlossen, bei Vergebung größerer Arbeiten insge­samt, unter Ausschluß der Einzelnen, zu submittieren und es wurde ein umfaffender Mindesttarif als Grundlage ausgearbeitet, den kein Jnnungsmeister unterbieten sollte. Auch dieses Abkommen ist von Karl Nikolaus unterschrieben worden. Als aber demnächst die Weiß­binderarbeit an der Töchterschule vergeben wurde, hat Karl Nikolaus entgegen ausdrück­licher Zusage und Beteuerung diese Arbeit zum Schaden der Jnnungsmeister übernommen; seine Begründung und die Einschiebung einer Mittelsperson sind von der Innung für unrichtig und sein Verhalten als vertragsbrüchig allgemein erachtet und ihm dieses durch einen Jnnungsgenoffen unverhohlen zum Ausdruck gebracht worden.

Die nämliche Erfahrung wiederholte sich bei der Vergebung der Arbeiten der Real­schule und in verstärkter Weise bei den neuen Kliniken und dem Bibliotheksgebäude auf dem Brand; trotz bestimmter Zusage, mit der Innung gemeinsam die Bewerbung einzureichen, hat Karl Nikolaus für sich allein zum Schaden derer, die seinem Wort Glauben schenkten, die Submission eingereicht und alle Anderen geschädigt. Dabei soll der Umstand, daß seine Zusage in eine Form gekleidet war, welche man besonders sorgfältig respektiert, nicht weiter hervorgehoben werden.

Wir richten hiernach an Behörden und Private das Ersuchen, das Submissions­wesen nicht zu Ungunsten des reellen Gewerbestandes auszubeuten und die Bestrebungen der Innung im obigen Sinn zu unterstützen.

Die obige Bekanntmachung erfolgt auf Grund des § 59 unseres Jnnungsstatuts. Gießen, den 29. August 1906.

5202 Die Maler- und Weistbinder-Jnmmg.

Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.

Bei einem verendeten Schweine des Jakob Becker zu Frechenhausen (Kreis Biedenkopf) ist Rotlaufseuche (Back­steinblattern) amtlich festgestellt worden. Es ist Gehöft­sperre angeordnet.

Nachdem die in zwei Gehöften zu Alsfeld aus- gebrochene Schweinerotlaufseuche erloschen ist, ist die über diese Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben.

Nachdem die in einem Gehöft zu Bleidenrod (Kreis Alsfeld) unter den Schweinen ausgebrochenen Backsteinblattern (Rotlaufseuche) wieder erloschen sind, ist die über dieses Ge­höft verhängte Sperre wieder aufgehoben.

Bekanntmachung.

Großh. Ministerium des Innern hat dem Direktorium der deiltschen Kunst-Ausstellung 1906 zu Cöln die Erlaubnis erteilt, 10 000 Lose einer am 31. Oktober 1906 zu ver­anstaltenden Verlosung von Werken bildender Kunst und Reproduktionen innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.

Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlosungsplan dürfen 150 000 Lose ä 2 Mk. ausgegeben werden.

Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulaffungsstempel versehene Lose gelangen.

Gießen, den 24. August 1906.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

______________Dr. Breidert._________________

Bekanntmachung.

Unter dem Schweinebestand des Philipp Sommer- lad VII. zu Beuern ist ein Fall von Rotlaufseuche fest- gestellt worden.

Gehöftsperre ist verhängt.

Gießen, den 27. August 1906.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. W ö r n e r.

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Gust. Walter

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Bekanntmachung-

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Walltor st raße zwischen Brandgaffe und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt.

Gießen, den 29. August 1906.

Großh. Polizeiamt Gießen.

__________________Herberg.__

Verdingung.

Für den Neubau des ArntSgericbtsgebäudes in Gladenbach soll in öffentlicher Ausschreibung die Ausführung der Zimmerarbeiten einschl. Baustoffe vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen Wochentags in den Dlenststunden im Bureau der diesigen Kreisbauiuspektion, Kratzeuberg Nr. 3 und im Bauburcan für den Neubau des Amtsgerichtsgebäudes zu Gladenbach, Gießener Straße 13, zur Einsicht aus und sind von dort, solange der Vorrat reicht, gegen posi- und bestellgeldfreie Emsendung von 0,50 Mark zu beziehen.

Die Angebote sind versiegelt und gebührenfrei mit kennzeichnender Aufschrift versehen bis zu dem Eröffnungstermin, welcher Sonnabend, den 8. September 1906, vormittags 12 Uhr im Baubureau für den Amtsgerichtsneubau in Gladenbach, Gießener Straße 13, in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter abgchalten wird, an das genannte Baubureau einzureichen

Zuschlagsfrist 3 Wochen. B2T/8

Biedenkopf, den 23. August 1906.

Der Königl. Kreisbauinspektor

gez.: Büchner, Baurat.

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