Nr. 2S8
Mittwoch 19. Dezember 1906
Viertes Blatt.
156. Jahrgang
Brief)ehrt täglich mt! Ausnahme deS bonntagS.
Die „Siebener LamMenblcMer" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt Der »Hessische Landwirt" erscheint monatlich etmnaL
Gießener Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der Brühl leben UnwersilätSdruckerei. R, Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: echnlstr.7.
Del. Nr. 51. Telegr.-Adr.t Anzeiger (Sieben.
General-Anzeiger, Ami;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
J. 1k, Scaulhoi,
17109 Telephon 119.
vollzogen hatte, unterschlagen und das Geld in iusliger Gc- sellschaft im Wirtshaus durchgebracht. Heute war bereits 'die Grvßy. StaatSanwaltjchast von Gießen zwecks Untersuchung der Angelegenheit hier und es wird der Te,ilzcttel für den leichtsinnigen jungen Mann wohl nicht ausblerben.
— Bad-Salzhausen, 17. Dez. Tie internationale Aktien-Bohrgesellschaft zu Erkelenz, die, wie früher an dieser Stelle berichtet wllrde, erst kurze Zeit m Bad-9lauheim ivar, hat jetzt in Bad-Salzhausen einen ca. 23 Dieter hohen, starken eisernen Bohrturm ausgestellt. Die Arbeiten sin^ schon so weit gediehen, daß vor einigen Tagen mit der Tiefbohrung begonnen wurde. Der Bohrturm steht nur 20 'Dieter von der Stelle entfernt, wo vor 5 Jahren eine Tiefbohrung stattfand und in einer Tiefe von 370 Meter die erste und bei 415 Meter Tiefe die zweite warme Coole gesunden wurde. Der Sprudel trieb damals ein Dieter über die Erdoberfläche. Irgend ein Vorkommnis ließ ihn aber wieder verschwinden. Ter Staatskasse gingen dadurch über 100000 Mark verloren, während der für die ganze Gegend bedeutilngsoolle Aufschwung des Badeortes einen jähen Rückschlag erfuhr. Diesmal soll, wenn alles klappt, auf 7oO Dieter Tiefe gebohrt werden. Auf einen Sprudel dürfte mit Sicherheit zu rechnen sein.
? Allertshausen, 17. Tez. Die am 29. Oktober d. I. hier abgehaltene B nrg er meiste r w a h l konnte wegen zu früher Oeffnung der Wahlurne (dreioiertcl Stiinde früher, als die anberaumte Zeit war) nicht bestätigt werden, wes- halb im Januar kommenden Jahres eine nochmalige Wahl in Aussicht steht. Ter Parteihaß zwischen „rot" und „schwarz" wird von Tag zu Tag größer. Hoffentlich wird eS gelingen, einen Mann, der selbständig ist und nur das Wohl dec Ge- meinde im Auge hat, zum Amte zu bringen. — Am zweiten Weihnachtsabend findet in der neuerbauten, mit einem Christbaum geschmückten Kirche Gottesdienst statt, bei welcher Ge- legenheit der hiesigen Schuljugend em von Freifrau von Rordcck zur Rabenau in Londorf gestiftetes Weihnachtsgeschenk übergeben wird.
ln Lauterbach, 18. Dez. In der heutigen Gemein decatSsitzung, der Kreisrat von Bechtold und Kreisarzt Dr. Heinrici beiivohnten, wurde einstimmig beschlossen, die für unsere Stadt projektierte Kanalisation zur Ausführung zu bringen. Die Kosten dürften sich auf etwa 200 000 Mk. belaufen. Im kommenden Frühjahr wird mit den Arbeiten begonnen werden. Mit der Ausführung der Kanalisation wird in unserer Stadt einem langjährigen dringenden Bedürfnis Rechnung getragen. Im vergangenen Sommer waren verschiedene Personen infolge Verivendung von Wasser aus dem unsere Stadt durchfließenden Bach an Typhus erkrankt. Slachdem vom Großh. Kreisgesundheits- amt festgestellt worden war, daß das Wasser infolge dec Einleitung von Abwasser verseucht sei, wurde die Benutzung de§ Bachwassers krelsamtlich verboten.
tzmMliAr Mfljfee j-iaiimrüpe 4.
Aus StaSt und Land.
Gießen, den 19. Dezember 1906.
• • Weihnachtsausstellung der HandarbeitS- schule von Fräulein Land mann. Wie alljährlich, hat auch diesmal die Weihnachtsausitellung der Handarbeitsschule von Frl. Landmann sich eines äußerst regen Besuches und großen Interesses erfreuen dürfen. Und das mit vollem Recht. Alle Zweige weiblicher Handarbeit waren in musterhafter Weise vertreten. Einfache Arbeiten von Anfängerinnen wechselten mit großartigen Erzeugnissen auS allen Gebieten moderner Weißzeug-, Stick-, Klöppel- und Spitzenarbeitern Allen Arbeiten muß peinlich exakte AuSsührung nachgerühmt werden, und die geschmackvolle Anordnung verdiente alles Lob. Daneben waren wiederum die Arbeiten der verschiedenen Schnitzarten vorzüglichvcctreten, darunterbesondcrs ausgezeichnet ein Bücherschrank, ein Likörschrank, Truhen und Spiegel. Auch die getriebene Lcderarbcit war vielfach gut vertreten. Sticht minder reichhaltig war die Abteilung für Dialerei. Porzellan-, Cornet-, Helios-, Plattmalerei (letztere etwas ganz neues) boten manche staunenswerte schöne Leistung. Alles in allem wieder eine wohlgelungene Ausstellung, die Zeugnis gab von dem reichen Können der lehrenden Damen und dem Fleiß der Schülerinnen. Die Liebe und Anhänglichkeit der letzteren kam besonders zum Ausdruck bei einer Feier auf der Lleblgshöhe vor einigen Wochen aus Anlaß des Eintritts der 1000. Schülerin in die Schule. Wir wünschen dem regsamen Institut weitere gedeihliche Entwickelung; möge bald die 2000. Schülerin ihren Einzug darin halten.
• * Erledigt ist die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Ober- Schmitten.
Lebensretter. Der Taglöhner und BootShauS- diener der Offenbacher Rudergesellichaft „Undine", Johann Simon in Offenbach a. Dl., hat am 23. Juni 1906 einen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von Sr. Kgl. Hoh. dem Groß Herzog die Rettungsmedaille verliehen worden.
• • Grober Unfug und Diebereien. Bei der letzten Entleerung der S a m m e l b ü ch s e n des HessischenFecht- vcreins „Waisenschutz" zum Wohl armer, bedürftiger Waisenkinder, wurde die Wahrnehmung gemacht, daß eine Anzahl von Büchsen, die in Wirtschaften aufgestellt waren, beschädigt, erbrochen, des Inhalts beraubt oder ganz verschwunden waren. In einem Fall wurde eine gestohlene Büchse in der Eclengasse gefunden. Es wird zur Vermeidung ähnlicher Vorkommnisse die Bitte an die bete. Wirte, an Polizei, überhaupt an alle ordnungsliebenden Dienschen gerichtet, solche Vorkommnisse unnachsichttlch zur Anzeige zu bringen.
* * Warnung. Aus Dem Louurettruseum in Paris sind zwei wertvolle Altertümer, eine Bronzefigur einer ägyptischen Göttin in sitzender Stellung, etwa 35—40 Zentimeter hoch, auf einem Sockel aus geibem Siena-Marmor und einer Bleifigur einer betenden Frau, etwa 12 Zentimeter hoch, gestohlen worden. Vor Ankauf der beiden Figuren wird gewarnt.
O Llch, 18. Dez. Zu dem Bericht über den Brand in der Rau'sch en Hofr eite wird uns geschrieben, daß sich der Herd des Feuers in dem Winkel zwischen den» Rau'schen Stalle und dem des Hch. Albach befand. Wie das Feuer entstand, ist ein Rätsel; von dem Stalle und Schlachthaus ist nur das Dachwerk beichädlgt, die neue Räucheret ist ein großes
Unerreicht, per '4>iO. l,3ü l,4u l,6u 1,80 Alk.
Altem bei -----
Stück von dec Brandstelle entfernt.
() Ulfa, 11. Dez. Endlich ist die Spannung, die schon über 14 Tage die Gemüter der hiesigen Einwohnerschaft in größter Anregung erhält, gewichen, und das rätselhafte Verschwinden des Schweineyäntners Georg H o s m a n>n von hier aufgeklärt. Waldarbeiter fanden heute nachmittag, wie bereits gemeldet wurde, den so lange Gesuchten im Har.- walde, zwifchen hier und BorSdors erhängt in einem Fichtendickicht nicht weit von der ©trage Hungeii-RiDda. nachdem das zu,tändige Amtsgericht Rckwa benack)richtigt woroen war, sand sofort die Befichugung am Tatorte stau. Die Letche berührte mit den Beinen den Boden, |ie war graß- lich entstellt. Ge.icht und Hals auf einer Seite von Bogern ^erfreuen. Man sand bei oer Leiche noch die Uhr und in per Taiche 31 Mark. Notizbuch und Vrieftajche wurden von dem Gericht auf die Bürgermeisterei Borsoorf mitgenommen, doch wuroe kein Anhaltspunkt gefunden, der über die un,elige Tat Auffchlug geben fonme. Auch von ^eto wurde aupur jenen 31 ha ar t nichts mehr entdeckt, weder in der Briestaiche noch in dem au, dem Hemd getragenen Täschchen, oowvhl nach gewißen i|t, daß Hofmann ui Frant- furt einige tau,end Dtatk euitcii,ieet hat. Trotzdem liegt sicherlich «selb st mord vor; der Bedauernswerte hat ihn wohl in einem Anfall von Schwermut begangen, wovon smon längst Spuren an ihm beooachtet woroen sind. Die '-eiche muiue auf einem Wagen ijicrijer gcoracht und wird morgen beerdigt. Ter Ungtucuiche hat sich — wie bis jetzt fcitaeiteut ist — durchaus temer Vetulureuungeii scyuwrg aemacht, wie vielfach vermutet wurde. Wohl hat sich bn> lebt bereits eine bedeutende Schulden,umme herauvge,teilt, doch steht die,er ein noch größeres unbelastetes Vermögen in Grunosluaen und AuSstänoen gegenüber. Hojmann war bei jedermann auperoroentlich ucuebt und em fieip.ger uiib ta.ig-r Mann; er «oll hauptsächlich durch Bürgschaften jur aumre Schweine.,anoler m Schuwen gera.cn sein.
A. da, 18. Dez. Mit Wehmut werden die Mitglieder'eines der hierjelbsi mehrfach beuchenden WeihnachtS- iparvereine gewiß noch lange Jahre an das diessährige Welynachtsfeu zurückdenten. Anstatt daß denselben jetzt die das Jahr über sauer ersparten Groschen zum Ankauf der Weihnachtsgeschenke ansbezahll werden können, haben sie das Nachsehen u.id die Gewißheit, das; ihre Ersparnisse verloren sind Dec Rechner des WeihnachlS-Sparverems, em bei 'em hiesigen Rechtsanwalt seither bedienslet gewesener Schreibaehilse, hat fast die ganzen Ersparnisse in Hohe von etwa 1000 Dik., nachdem er m den Buchern salschc Emliage
Hotel Grossherzog von Hessen i empfiehlt seine Säle für grössere und kleinere === Festlichkeiten. —
+ Rodheim a. d. Bieber, 18. Tez. Am vorigen Sonntag nachmillag land m der hiesigen Kirche Die gut besuchle Jahres- versa mm lang der Ortsgruppe Biebertal des Vater l. Frauenvereins statt. Im Anschluß an Matth. 20, 1—7 mahnte der Schrlstiührer Pir. B ömcl nicht „müßig zu stehen' gegenüber den verschiedenen Au'gabeu barmherziger Vlächsteultebe. Der alsdann ersiauete Jahresbericht teilte nut, daß au den hi diesem Sommer abgehaltenen Bügelkursen sich im Ganzen 32 Mädchen beteiligten. Erireulicherweise ist tu nächster Zeit zu erwarten, daß nach dem Beispiel anderer Kreise auch der Kreis Biedenkopi die Auslellung einer Haushallungölehrerm beschließen wird; hosscntlich wird unsere Gegend bald mit einem Haushaltungskurjus bedacht werden. — Tie Tätigkeit unserer Gemeindeschwester erweist sich immer mehr als em großer Segen iür unsere Kranken. Pir. B ö m e l ermunterte die Dlitglieder des Vereins zu freiwilliger Dtitarbeit in der Fürsorge und Pflege der alleinstehenden Kranken. Zum Schluß gab er ein kurzes Lebensbild Der Elisabeth Fry. jener Engländerin, welche auch m der Fürsorge für Arme, Verwahrloste und Geiangene Nicht „müßig- sein fomrtc. —
(a) Rodheim a. d. Bteuer, 15. Dez. Tie hiesige Spar-undDarleynskajse, erweist sich immer mehr als ein höchst segensreiches Institut. In der in diesen Tagen abgehaltenen Generalversammlung wurde u. a. beschlossen, dem Gewerbeverein einen erneuten Zuschuß von 200 Mark, zur Unterstützung un.erer Kranrenschwester 100 Mark und oer freiwilligen Feuerwehr eine Beihülse von 150 Mark zu gewähren. Die aus dem Vorstände aus.cheivendcn Dtitglie- oer, Ortsgerichtsvorste.,er Loili-eim Schlierbach und Zimmer- meister Ludwig Krauskopf wurden wiedergewählt.
d. Dudenhofen, 18. Tez. Am SamSlag fand unter zahlreicher Beteiligung von Jung und Alt in unserem neuen Gotte-Hause die Weihnachtsbescherung unserer Klein- kl ndersch ule statt. Um 4 Uhr versammelten sich die Kleinen in der dritten VolkSschulklasse und zogen von hier auS unter Glockengeläut mit ihrer Lehrerin in die hell er» erleuchtete und festlich geschmückle Kirche, um ihre Plätze vor den beiden prächtig geschmückten Weihnachtsbäuinen cm» zunehmen und vor ihren Eltern und Anwesenden Zeugnis abzulegen von dem, waS sie gelernt. Ta Die Gaben in diesem Jahre wieder reichlich geflossen, konnte den Kleinen auch eine recht hübsche Weihnachlsfreude gemacht werden.
fc. Dillenburg, 18. Tez. Am 16. Dezember wurde am ehemaligen Wohnhause des Obeilandforstmeislers Georg Ludwig H a r t l g eine Gedenktafel feierlich enthüllt. Hanig hatte als Forstmeister des Fürsten zu SolmS-BraunfelS in Hungen ein Forillehrinsiitut begründet, das ec 1797, als er Landsorstmcistec bei dem Fürsten von Oranten-Rassan wurde, nach Dillenburg verlegte. Später war er in württcmb. und dann in preußischen Diensten. Durch zahlreiche Schrntcn Hal er sich um die Foruwissenschafl verdient gemacht, war ,chon früher durch Tenlmäler im Kranichsteiner Park bei Darm- iiaöt, bei Gladenbach und bei Hohenheim (Württemberg) anerkannt wurde.
ks.) A u s dern Kreise Biedenkopf, 17. Dez. Tas Ergeotirs ter Viehzählung am 1. ^.ezemöer ist im hie.igen Krcrje: 123- ^,rv^e gegen 1531 im Jay re iuu4,
27 222 biinoer (26 246), 88^4 öu;afe uno 2u 190
Scknverne (18 376). Während bei Pferden und Schafen em Rückgang von 99 bezw. 403 Stück zu verzeichnen ist, hat ,rch die Rindvieh- und Schweinezucht in erfreulicher Weise bedeutend gehoben. /
* Brande. Ein jujiveee» ^-^anönnglück, dem vier Personen zum Opfer gefallen süiv, ereignete sich am Dienstag inBerlin. In der Reuiiaendorser^aße tarn aus noch nicht ermittelter llr.ache ein an sich nur unbedeutender Brand im erfreu Stock des Ouergevaudes in der Wohnung einer Frau Baby zum Ausdrurr). Tas Feuer wuroe erst bemerkt, als die Rammen bereits aus dem Fenster schlugen, und das vierstöccige Geoäuoe, in dem viele kleine Mieter wohnen, völlig verqualmt war. Als oie Feuerwehr erschien, herrschte eine unochchreibliche Panik; Frauen, Kinder und ^Jdännec schrien um Hilfe. Tie Mann- ,ck>asten drangen sofort in das Ouergebäuve ein und sanden Dort in der orennenben Wohnung die Wohnungsinhaberin Fran Baby völlig verbrannt auf dem brennenden ü-ujjboden liegend. Im Weiten Stock lagen auf dem Treppenpodest die b eiben Schwestern Eorduan und eine Frau Betzkow aus dem dritten Stock aiS Leichen, oie waren erstickt; Wiederbettbungsver,uche blieben er- jolglos. T4e drei Leichen zeigten Brandwunden, die von ssiiuji lammen herrühnen. Im vierten Stock wurde ein ü-ramein Smith bewustlos aufgefunden und sofort ins oreie gebracht. Stachoein mit Eiivig Wiederbeleoungsver- |Uaje a.ige,teilt waren, wurde die Dauie von der Feuerwehr nach dem nächsten KranieichQUse gesahren; mau hofst, sie am Leben zu erbauen. Die Kinder oer un .^au,e besrnottchen Familien waren enüueder durch Dtänner vor Gintressen uer Feuerwehr ins Freie gebracht oder in den verschlossenen ^uoyuungen zuruabehaiteu woroen. Die F.ammeu tonnten von der Feuerwehr mit einer Schlauchleitung ohne große Muhe ge^o,cht werden. Ueoer den Ursprung des Brandes nimmt man an, Lag Frau Baby irüy au,ge,tanoen i|t und ^icht angezünoet ijai und oag oaoei ihre Äieioer Feuer gelangen i,aoeu. Sie ist oanit wohl vor Schrecken ohiimuchtig geiüoiven uno nicht tmn-aaoe gewesen, um ^ui|e zu ru,en. — on Lille richtete eine Feuersbrunst großen Schaden am ^0 Familien sind obdachlos.
* Erdbeben, ^n Ouzons, einem Orte in den französ. Pr-renuen, touroeii yesttge Erdstöße beobachtet. 10 Häuser stürzten ein. Ü Personen wurden unter den Trümmern begraben. — In Be Itani in Australien find gieichsoiis starte Erdstöße too^rgenommen worden.
Universitäts-Nachrichten.
— Der Personalbestand unserer irandesuni- v e r s i t ä t, der nunmehr vorliegt, verzeichnet einen Besiand von 1097 Studierenden, 10 Hospitantinnen, öu Hörer und 9ä Horerinneiu sodaß die Gesamtirequenz 12öö beträgt. Es studierten Theologie 66 idarunler 59 Hessen«, RechtswisjenjchaU 166 (133), Medizm 160 (.60), Llerheilkunde 110 (24), Zahnhelitunde 16 (10), Philosophie 24 («), PaDagogU 6 (6), Mathematik 112 (92), Aaturwißenjchanen 57 (43), (Sijcmte 71 (20), Pharmazie 27 (13), Forstwisjenschait 47 (40), Land- wirtichast 46 (2b), Geschichte 14 (11), klassische Philologie 58 (öl) und nettere Philologie 117 (106). Von den Studierenden waren 661 mit Ret'ezeugms von Gymnasien, 195 von Realgymnasien und 80 von Lber-Realschnlen vcisehen, 124 hallen em Zeugnis iür Das Fach und 37 sonstige Zeugnisse. Ter theologischen FalultäL gehörten 66, der litristychen 166, der medizinischen 286 und der philosophischen 579 Studierende an. Hessische Staatsangehörige sludierten 7o9, davon sind Angehörige der theologischen Fatultat 59, der juristischen 123, Der meDiztntjchen 94 und Der philosophischen 423 StuDierende. Angehörige aiiverer deutscher Staateii ivaren 304 eingeschrieben, davo»t waren 212 aus Preußen (119 Mediziner, 70 Philosophen. 19 Juristen und 4 Theologen-, 32 aus Vayern (darunter 26 Dtedtzmer), 17 aus Baden, 10 aus Hamburg, 5 aus Sachsen, je 4 aus rwürtiembcrg, Oldenburg und Sachsen-Koburg- Gotha, je 3 aus Eljaß-Lothringen und Waldeck, je 2 aus Sachjen- Wennar, Aiihall und Lippe-Tetmold, je einer aus Mecklenburg- Schiverin, Schwarzburg-^ondershausen, Schwarzburg-Rudolstadt und Bremen. Aus den anderen europäischen Staaten sind 79 und aus außereuropäischen Ländern 5 Studenten eingeschrieben. Davon lianunen 63 aus Rußland (40 davon gehören Der philosophischen, 15 Der medizinischen und 8 der juristischen Fakultät an), 6 aus Oesterreich-Ungarn, 4 aus Japan, je 2 aus Rumänien und Luxemburg, je einer aus Großbritannien, den Atederlanden, der Schweiz, Sazivederi, Serbien und Tiirkeu
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