Ausgabe 
30.6.1906 Erstes Blatt
 
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w,. ^Erstes Blatt ISS. Jahrgang Tamsta« so. J»ni l»os

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SW Meyener Änzelger

und Druckerei: General-Ameiaer tSSK

MM' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen

IPtiMflthi»,u, ,ii j. l , xetqenteil: Hans Beck.

Are Heutige Yummer umfaßt 16 Seiten.

Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.

In einem Gehöfte zu Eifa, Kreis Alsfeld, ist die Schw einero tlaufseuche festgestellt und über dieses Ge­höfte d,e Sperre verhängt worden.

Unter der Schafherde des Schäfers Otto Werner zu trİ V' Alsfeld, ist die Räude festgestellt worden.

Es üt^über diese Herde Gemarkungssperre verhängt.

^politische Tagesschau.

Büchseufleisch fut die ttoloaialsoldalen.

unter ben (Strapazen, denen die in Südwest- KfrUa kämpfenden Truppcii audgcsetzt sind, steht die ^rage der Ernährung bekanntlich nicht an letzter Stelle. Xie Schwierigkeiten der Zuführung von Lebensmitteln an die auf unwegsamem Terrain getrennt operierenden Ab­teilungen müssen mut freilich hingenvmmen werden, aber dafür laßt sich Sorge tragen, daß nur Mundvorräte von tadelloser Beschaffenheit zur Ablieferung gelangen. In dieser Beziehung und zumal im Hinblick aus die zahlreichen Todesfälle unter den Soldaten an Erkrankungen der Verdauungsorgane erregt Beunruhigung eine bisher noch nicht zurückgewiesene Behauvtung der national« liberalenDortmunder Ztg", des Inhalts, den .Haupt­bestandteil der Verpflegung der deutschen kolonial- truppen bilde seit vielen Monaten regelmäßig das berüch­tigte amerikanische B üch sen fleisch. Ls seien so- gär iioch im Mai, nach den Chieagoer Enthüllungen, mehrere tausend Kisten solcherLeckerbissen" nach Lüderitzbucht verschifft worden. Die Regierung sorge durch beschleunigte hoffentlich beruhigende Aufklärung dafür, daß die Zweifel sich als gerechtfertigt erweisen, mit denen wohl das ganze deutsche Volk einstweilen dieser Mitteil­ung gegenübersteht. Den in Südwestafrika sich aufopfern­den Soldaten, die ohnehin zu leiden haben infolge Knapp­heit und Minderwertigkeit des Trinkwassers, kann unmög­lich eine Fleischkost zugemutet werden, die der preußische Landwirtschaftsminister alsGefahr für Leben und Ge- iundheit" bezeichnet ha.t.

*

Die Deutsche Afrikabank.

Der mehrfachen (Gründung deutscher' Äuslandsbänken reiht sich jetzt als erstes ans die Schutzgebiete bezügliches Unternehmen die Errichtung der Deutschen Afrikabank in Hamburg an. Daß die in überseeischen Transaktionen sehr vorsichtige Diskontogesellschaft in Berlin sich an der Sache beteiligt, eröffnet gute Aussichten für die Entwick­lung des kolonialen Finanzinstituts, dessen Wirksamkeit dem beut|d]cn Südwestafrika zugute kommen wird. Es ist erfreulich, daß gerade diesem wirtschaftlich so schwer ge­troffenen Lande eine finanzielle Hilfsquelle sich erschließt. Dadurch wird das Reich einigermaßen entlastet. Tie Afrika­bank könnte sich an Ort und Stelle auf das verdienstlichste einführen, wenn sie zur Wiederaufnahme des Farmbetriebes hilfreiche Hand böte. 2tuf finanzielle Unterstützung durch daS Reich dürfen die Farmer in dem von ihnen gewünschten Umfange kaum noch rechnen. Ter Reichstag wird hierin auf seinem ablehnenden Standpunkt wohl auch im Herbst verharren. Ta die in Südwestafrika gründlich bekannte Firma Woerntann an der Deutschen Afrikabauk beteiligt ist, würde sich eine Hilfsaktion der letzteren für die Farmer unschwer durchführen lassen.

Ter König von Serbien beginnt sich interessant zu machen. Zn diesem Behnse genügt ihm anscheinend nicht die Ankündigung, er werde den Ge­sandtenposten in Berlin unbesetzt lassen, weil sein hierfür in Aussicht genommener Vetter nicht genehm sei am Berliner Hofe. DerVoss. Ztg." wird aus Serbien gemeldet, daß Vorbereitungen getroffen werden für Reisen des Königs Peter nach Petersburg und Rom, was als Beginn der Besuche an den europäischen Höfen gelten könne. Berlin und London durften dann wohl der Ehre verlustig gehen, den Serbenkönig in ihren Mauern zu beherbergen, denn in diesen beiden ReichScentren hält man mit einer dem slawischen Empfinden unverständlichen Treue die Erinnerung an den Meuchelmord im Belgrader Königsschloß fest. Ten Zarenhof besuchen zu dürfen, war bekanntlich der lebhafte, aber unerfüllt gebliebene Wunsch des letzten Regenten ans dem Stamm der Obreno- witsch. Tas Zarenpaar konnte die Abneigung g e g e n b i c Königin in Draga nicht überwinden. Die Reisen des Königs Peter nach Petersburg und Rom sollen zwar als Privatbesuche gelten, sie hätten aber naturgemäßig auch politische Bedeutung. Neues besagen sie freilich nicht. Es ist bekannt von den verwandtschaftlichen Beziehungen des Königs zu den beiderseitigen Höfen abgesehen daß Rußland und Italien mit Serbien sympathisieren. Interessanter wird es sein, zu erfahren, bei welchen anderen europäischen Höfen der Serbenkönig vorzusprechen beabsichtigt, namentlich, ob Wien auf der Liste steht. Bei der Neigung gewisser ungar. .Patrioten", mit den Serben sich zu ver- brüdern Bosnien und die Herzegoivina wollen die Magyaren großmütig an Serbien abtreten würde ein Empfang König Peters durch Kaiser Franz Josef einer Rücksichtnahme auf ungarische Sonderbestrebungen gleichkommen, jedenfalls in diesem Sinne von den Chauvinisten in Pest auSgelegt werden.

Deutsches Reich.

Kiel, 29. Ium. Tie Kaiserflottille kehrt am Sonntag hierher zurück. Tann werben die Vorbereitunaen

zur Nordlandfahrt schleunigst beendet. Die Abfahrt des Kaisers nach Drontheim ist auf Dienstag angesetzt.

Travemünde, 29. Juni. Die Jach:Meteor« mit dem Kaiser an Bord, passierte um etwa 4,30 Uhr das Ziel vor Travemünde, kurz hinter dem Schoner-Kreuzer Hamburg«.

Berlin, 29. Juni. DerReichSanz.« veröffentlicht die Verleihung der Brillanten zum Schwarzen Adlerorden an den bisherigen Oberpräsidenten Dr. v. Bötticher.

DieNordd. Allg. Ztg.' schreibt offiziös: Ein Provinzblatt wiederholt die Behauptung, daß der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg außer dem Gehalt des Kolo- nialdirektors 44 000 Mk., nämlich 24 000 Mk. als Zulage und 20 000 Mk. als Mietsentschädigung, aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds erhalten habe. Wir stellen nochmals feit, daß an diesen Angaben kein wahres Wort ist. Dem Erb­prinzen zu Hohenlohe werden lediglich Bezüge in Höhe des etatsmäßigen Tieusleinkommens des Kolonialbirektors bezahlt und E bei den betreffenden Titeln des Etats der Kolomal- abteilung verrechnet.

Tie Beamten bet Kolonialabteiluug, Geh. expedieren­den Sekretäre Götz und Schneider, gegen die auf Ver­anlassung des Reichskanzlers ein Strafverfahren (wegen Indiskretionen?) eingeleitet worden ist, sind von ihrem Amt vorläufig suspendiert worden.

Ter frühere Chefredakteur derKreuzztg.«, Profeffor Kropatscheck, ist in der vergangenen Nacht gestorben.

Der preußischeStaalSanjeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend die Abänderung des siebenten Titels im allgemeinen Berggesetz vom 24. Juni 1865.

DerReichsauz." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichskanzler, wonach zur Erleichterung des Uebergangs für alle im Monat Juli eingelieferten Postkarten, Druck­sachen, Geschäftspapiere und Warenproben, sowie für zusammengepackte Drucksachen, Geschästspaviere, Waren­proben im Orts- und Nachbarortsoerkehr, die von den Ab­sendern irrtümlich nach den alten Tarifsätzen fran­kiert sind, lediglich der -fy?glen - e einfache Portobetrag 5u erheben ist.

Erfurt, 29. Juni. Die Stadtverordneten beschloffeu, von jetzt ab alljährlich in dem SiadthauShaltSetat eine Summe (und zwar in den diesjährigen Etat 75 000 Mk.) zur Unter- Itützung für alte Veteranen und deren Witwen und Waisen auszusetzeu. Außerdem wurde bekanntgegebeu, daß Erfurt gegenwärtig 100 06 5 Einwohner hat.

Ausland.

London, 29. 5uni. Unter sechs soeben vom König ins Lberhaus berufenen Politikern befindet sich Lord Courtney, der dem Minister in einer Rede engere Freundschaft mit Deutschland befürwortet hat. Den Barontitel erhielten u. a. die Bankherren Felix 2 ch u ft e r und ksbgar Speyer. Unter den neuen Rittern befindet sich auch der Zeichner Gonld, dessen Karikaturen viel zum letzten Wahlsiege der Liberalen bei­trugen.

L o n d on , 29. Juni. Die Mehrzahl der deutschen Re­dakteure ist heute morgen nach Plymouth a b g e r e i ft, um auf dem DampferBremen" des Norddeutschen Lloyd die Heim­reise anzutreten. U.n 2 Uhr nachmittags kamen sie in Plymouth an, ivo sie von dem Bürgermeister begrüßt wurden. Dieser er­innerte die Gäste dringend an ihre Pflicht, ihr möglichstes zu tun, die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu befestigen. Redakteur Grunwald von derVoss. Ztg." antwortete, die deut­schen Redakteure verließen die Küsten Englands mit den leb­haftesten Gefüllen der Freundschaft gegen England, und sie hofften, daß diese Gefühle alle Zeit - esteh.n bleiben mochten. Zum Schluß brachte der Redner ein Hoch auf England ans.

Wie dieDaily Tribuna" _ aus Pen an g meldet, hat man in Sarawak einen große?, chinesischen OkOeimbunb entdeckt, der den Zweck hatte, bie chinisi s ch e Regierung z n ft ü r - 5 c n. Dieses Ziel verfolgte der Bund mit unmenschlicher Grausamkeit. Wer ablebntc, Mitglied des Bundes zu iuerbei! oder Geld beizusteuern sich weigerte, büßte seinen Wider­stand mit dem Leben.

Rom, 29. Juni. Dem der Kammer heute vorgc-legten Entwurf betr. bie Renten kon Version ist eine Begründung beigegeben, in der es heißt: Da auswärtige Ereignisse den Markt der italienischen Werte beeinflußten, so verbot sich bisher die Konversion. Ta die Gc s a m t s ch u l d 8 Milliarden beträgt, so kann man in der ersten Periode bis 1912 auf 20, in der zweiten auf 40 Millionen c!5 Gewinn für den Staats­schatz rechnen. Der solide Znstand unseres Budgets, das hohe Ansehen unseres Kredits, der ständig günstige Wechselkurs und die starken Mittel des Schatzes, das Zusammenwirken der italie­nischen Institute unter Leitung der Bank von Italien und die großen ausländischen Banken, die sich um das Haus Gebrüder Rotschild gruppieren, werden zu dem Erfolge der großen Ope­ration beitrage«. Tie Regierung bittet schließlich um sofortig? Annahme des Entwurfes.^ Diese ist denn auch bereits heute in der Kammer und dem Senat erfolgt.

Wien, 29. Juni. Tie geplante Erhöhung der Post-, Telegraphen- und Telephon-Gebühren wurde in» olge der allgemeinen Protestbewegung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

2lus Stadt rind Land.

Gießen, den 30. Juni 1906.

Das IahreSfest der Landesuniversität wurde heute morgen in der Aula der Universität in üblicher Weise gefeiert Tie Festrede hielt der Rektor der Uni­versität, Geh. Hofrat Prof. Tr. Behaghel. Sie handelte vom Bewußten und Unbewußten im Schaffen des Tichlers. Im Anschluß daran verlas der Rektor die Chronik der

Universität für das abgelaufenc Jahr und verkündigte daS Ergebnis der PreiSaufga den für 1905/06. Bon den gestellten 9 Preisaufgaben haben 7 je eine Bearbeitung ge­funden. (Tic Namen bei Verfasser werben wir Montag mitteilen.) Für baS Jahr 1906/07 werben folgende Preisaufgaben ge­stellt: Das Thema der theologischen Fakultät lautet: .Die ursprüngliche Form deS Herrngebets soll unter Heran­ziehung der altjüdischen, der anderen neutestamentlichen und der altkirchlichen Gebete festgestellt werden.« Die luristische Fakultät stellt als Preisaufgabe: ,66 sollen die internationalen Verträge zum Schutze deS Urheberrechts aus ihren strafrechtlichen Inhalt geprüft, und soll dieser syste­matisch verarbeitet werden." Die Themata der medizi­nischen Fakultät lauten: 1) Für den akademischen Preis: ,(£§ ist durch experimentelle Untersuchung festzustcllen, worauf bie nach Rückeumarksanäslhesie beobachteten seltenen Fälle von Lähmungen zurückzuführen finb/ 2) Für den Baiserpreis:Wesen und Behandlung beß Nachstarß mit Benutzung ber Literatur und beß Matcrialß ber Augenklinik.« Die philosophische Fakultät stellt folgende PreiS- anfgabcn: 1) Geographische Aufgabe:Auf Grund einer Untersuchung beß Bauß bcr Stromsysteme, also von morpho- logisch-orographlschen Gesichtßpunkten aus, soll eine neue Einteilung ber Flüsse versucht werden." 2) Aufgabe aus der Forstwissenschaft:Entwurf und Rentabilitätsberechnung einer Waldeisenbahn im Gießener Stadt- und Schiffenberger Dorna- ntaüvalb.« 3) Aufgabe auS dec Geologie:Welche Bezieh­ungen bestehen zwischen den jungtertiären sowie diluvialen Ablagerungen der unteren Lahn und des Niederrhein?« 4) Aufgabe aus der romanischen Philologie:Lat. lupus im GaUoromanischen.« 5) Ausgabe auß der alten Geschichte: Alexander der Große im Urteil der Griechen und Römer biß zur Zeit Konstantins des Großen.« Heute nachmittag l/2 Uhr findet für bie Dozenten, Assistenten und Beamten ber LanbeSuniversität im Sieuen Saalbau ein Festmahl statt. Von 4 Uhr ab ist großes Konzert im Garten bes Neuen Saalbaues.

** Iustizv sonalien. Durch Entschließung bcS Grvßh. Mir,"' _.unß der Justiz würben die Referendare Hch. 2(u 11. von Mainz, Dr. Karl Brücher von Groß- Zimmern, Jos. Hirsch von Mainz, Dr. Otto Keller voir Mainz, Aug. Nodnagel von Darmstadt, Ferd. Schar­mann von Darmstadt, Dr. Rub. Schlüßmann von Mainz, Wilh. Schmib von Reichelsheim i. b. W., Karl Sch übler von Darmslabt, Karl Schüler von Darmstabt, Rich. Scriba von Dieburg, Phil. Vogt von Mainz imb Dr. Herrn. Wols! von Alzey zu GerichtSaffessoren ernannt.

* Ordensverleihung. S. K. H. ber Groß Herzog haben bem Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann zu Herborn das Nitterkreuz 2. Klasse bes Verbienstorbens Philipps bes Großmütigen mit ber Krone verliehen. (Hofmann ist der Er­bauer ber neuen Nauheimer Kirche.)

* Erledigt sind: Eine mit einem cvang. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeinbeschule zu Zwingen- berg; bie mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Orleshausen. (Mit ber Stelle ist Organisten- und Lektorbienst verbunden. Dem Fürsten zu Pseuburg und Büdingen in Büdingen steht daß PräsentationS- recht zu ihr zu); eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehierstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ohmen. (Mit ber Stelle ist Organisten- unb Lektorbienst oerbunben), sowie bie Stelle bes ForslwartS ber Forstwartei Sp renblingen III (Oberförsterei Isenburg).

"In ber Sache Carlö hat der Verurteilte, nachbem er mit feinem Verteibiger Rechtsanwalt Dr. Jung unb mit Justizrat Dr. Gutfleisch sich beraten hatte, bas gegen ihn ergangene Urteil anerkannt. Garte wirb schon in ben nächsten Tagen zur Verbüßung feiner Strafe nach Rocken­berg verbracht werben.

*'Die Verhanblung gegen ben Sparkassen- rechner Heinzerling von Butzbach, bie heute vor ber Strafkammer anftanb, enbigte bereits nach kurzer Dauer, aller- bingß jebenfalls nur vorläufig. Heinzerling behauptete nämlich bei seiner Vernehmung, bie von ihm begangenen Unterschlag­ungen seien vor 1900 begangen worben, also verjährt. Die ihm zur Last gelegten Verfehlungen in ben letzten fünf Jahren seien in ber Absicht begangen worben, bas unter­schlagene Gelb nüeber ber Kaffe zuzuführen. Tas Gericht beschloß die Vertagung der Verhandlung, damit die Staats­anwaltschaft über diese Behauptungen Ermittelungen anfteüen kann.

Das Promenabenkonzert findet Sonntag Vor­mittag 11V, Uhr in ber Sübanlage mit folgenbem Programm statt: 1. Ouvertüre zur OperNorma. 2.Ballsirenen", Walzer von Lehar. 3. Finale ausAiba«, von Verbi. 4. Älrmeeinarsch Nr. 105.

* * Eine falsche Sensationsmeldung. Das Depeschen-BureauHerold« verbreitet folgende aus der Verliner Zeitung" flammende Meldung:

F r a n t i u r t, 28. Juni. Ter G e m c i n d c k as s i er e r ber oberhessischeu Stadt Alsfeld wurde wegen großer Unterschlagungen verhaftet.

Wir können hierzu mitteilen, baß bie Nachricht gänzlich unrichtig ist. Es sind bei der Stabtkaffe Alsfeld weder Unterschlaguugen vorgekouuuen, noch liegen sonstige Unregel­mäßigkeiten vor. Von einer Verhaftung des Gemeinde-