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27.1.1906 Zweites Blatt
 
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Samstag 37. Januar 1906

JRotanonSbntd und Vertag der Brüh?'ick« £7 UniDerfuäiSöructereL 9L Lauge. G'etz«.

Redaktion. Expedittcm ».Druckerei- GckuMr.A.

9lu 6L Letegr.-SUn.r tta^etger Gretz«.

Nr. 33

Zweites Blatt

trföttnt tRglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieOietzeuer Kamtliendlätter^ werden bem ,Anze'a" otermal rodet)enthd) beifleleqL Der stjch« taaOroUt*4 ericheuu monatiid) einmal.

16Z. Jahrgang

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.

vom Verein für historische Kunst-Berlin das bekannte Ge-

Belgrad, 26. Jan. Eine amtliche Mitteilung wendet

sich gegen das von der österr.-ungar. Negierung erlassene! Verbot der Ein- und Durchfuhr serbischen Viehes. Der

2lnfang.

* In der Gemälde-Ausstellung am Brand sind zu den größtenteils erst seit acht Tagen neu ausgestellten

über die Verfassungs-Revision bat die Abgeordneten­kammer heute nut 52 gegen 34 Stimmen beschlossen, daß außer 75 durch direkte VezirkSwablen zu wählenden Abge­ordneten noch weitere 17 Abgeordnete als Ersatz für die ausscheidenden Privilegierten durch ein allgemeines Landes-Proporz gewählt werden sollen. Die Anträge deS Zentrums und des Bauernbundes, diese 17 Mandate mit berufsständischen Vertretern zu besetzen, wurden ab- gelehnt.

mälde »Hochzeitsschmauß in Hessen" von C. Bantzer-DreSden der hiesigen Ausstellung auf kurze Zeit überlassen worden. Ferner sind noch neu ausgestellt von A. Helberger-Berlin »Sonnenuntergang Bornholm", von R. LippS-starnberg »Varenna am Comersee", von A. Kapvis-Stultgart »Heim» kehr der Bodenseefischer«', von A. Rau-München »Dorsstraße^ »In der Heide^ von P. v. Ravenstem-Karlsruhe. r3fat*. Niederungen bei Tolz* u. s. w. Die Lilte zum Einzeichne« für neueintretenbe Mitglieder zum Kunstverem liegj noch im AusstellungSsaale offen.

Im Programm der Geistlichen Musikauf» führung deS Eoang. Kirchengesangvereins wird anstelle deS Adagio für Viola und Orgel von Bartmuß ein Largo für Violine und Orgel von Franz Tuma treten. Dieser am 2. Oktober 1704 zu Ädlerkosteletz in Böhmen geborene, am 30. Januar 1774 in Wien gestorbene Künstler ist erst seit wenigen Jahren wieder entdeckt und durch die Ausgaben von Otto Schmidt in Dresden in unser musikalisches Leben ein» geführt worden, und seine klare, edle Musik wird sich bald einen festen Platz in unseren Programmen erobern.

" DaS Promenadenkonzert findet am morgige« Sonntag vormittags !!'>/, Uhr in der Südanlage mit folgen­dem Programm statt: 1. Krönungsmarsch von Meyer- beer, 2. Walzer nnd Chor aus der Oper »Fauste, von Äounod, 3. Finale aus der Oper .Rienzi", von Wagner/ 4. Armee-Marsch 206 von Trenkler.

Unsere Regimentsmusik konzertiert am Sonntag nachmittag von 4 Uhr ab im Philosophenwald.

** Bassermann-Ga stspiel am Montag, 29. Januar. Wir wollen nicht versäumen, auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß die Vorstellung mit dem Schlage 8 Uhr beginnen wird. Bei dem starken Andrang, der voraussichtlich zu dem Gostsviel eines so hervorragenden Künstlers und noch in einer Sudermann-Premiöre herrschen wird, dürfte es sich also empfehlen, den Weg zum Theater

Heer und Flotte.

Dem Daily Expreß zufolge bereiten die von dem englischen Attache bei der japanischen Armee im russisch-japanischen Kriege, General Sir Jan Hamilton, erschienenen Kriegserinnerungen der britischen Regierung ernste Schwierigkeiten, da das Buch in Japan Anstoß erregt habe. Es enthält Kritiken der japanischen Generäle und ihrer Kriegführung, die von den Japanern stark übel genominell wurden

Ausland.

Paris, 26. Jan. Naliol.alislische Blätter bringen aus Sedan eine Meldung, wonach sich dort dreijungeDeutsche zum Einschreiben in die Fremdenlegion gemeldet hätten unter der Angabe, sie seien Sozialdemokraten und wollten nicht im deutschen Heere dienen. (Ein an­genehmer Tausch, dem sie sich da unterziehen. Die Burschen werden in Algier gar bald zu der Einsicht kommen, zu welchem ungeheuer törichten Streiche ihre kindischeVaterlandslosigkeit" sie führte. D. R.)

Calais, 26. Januar. Die Polizei entdeckte in der vergangenen Nacht auf dem Fensterbrett des Sekretariats des Polizeikommissars eine Bombe mit halb abgebrannter Lunte, die mit Nägeln und Eisenstücken gefüllt war.

teresfieren, daß seine Mutter vor ihrer Verheiratung mit dem Grasen Karl Adolf von Hohenthal auf Knauthain in morganatischer Ehe mit dem Vater des letzten Kur- iürsten von Hessen-Kassel, dem 1847 geworbenen Kurfürsten Wilhelm II. vermählt war. Sie war eine Tochter des Frei Herrn von Bergen, des ehemaligen Komman­danten van Kassel.

Karlsruhe, 26. Jan. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer erklärte der Minister des Innern, Tr. Schenkel, in Beantwortung der sozialdemokratischen Interpellation, betreffend die Fleischteuerung, folgendes: Nach den veranstalteten Erhebungen erreichten die Fleisch- vreise, insbesondere für Schweinefleisch, im ganzen Lande, namentlich aber in den Städten, eine ungewöhnliche Höhe. Tie Erwartung, daß diese Erscheinung vorübergehend sein würde, hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Die Regierung ist in Erhebungen darüber eingetreten, was zu einer Verbilligung dec Fletschpreise und zur tunlichsten Verhütung einer künf­tigen ungewöhnlichen Preissteigerung führen könne. Einer befriedigenden Lösung stehen aber um so größere Schwierigkeiten entgegen, als die gleichen Verhältnisse nicht nur in allen anderen Bundesstaaten, sondern auch tei>

Unruhen im Kaukasus.

Tie kaiferst Truppen fangen im Kaukasus an, einen energischen Feldzug gegen die Aufständischen zu führen. Die Eisenbahn ist allmählich wieder erobert und die Truppen brennen die Eisenbahnstationsgebäude nieder, damit sie nicht wieder in die Hände der Rebellen fallen. Ter Schad-en ist enorm. Ganze Dörfer stehen in Flammen und die Ein­wohner sind zu Bettlern geworden. Die Stadt Lutuis steht in Flammen.

Großherzog haben dem Kammerherren KrciSrat Friede, von Hom bergt zu Vach und dem Ministerialrat Max. Frhr. von Biegeleben das Hofdienstehrenzeichen für 25 Dienst- jabre verliehen. S. K. H. der Großherzog haben den proo. Seminarlehrer Gg. Friedr. Muth in Bensheim zum Lehrer an dem Cchullehrerseminar daselbst ernannt.

" Erledigt ist die mit einem eoang. Lehrer zu bc- ictzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lind- beim, Kreis Büdingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode-Gedern steht das Präsentationsrecht zu.

L. U. Landes Universität. Der Assistent am land^ wirtschaftlichen Institut Tr. Wilhelm SH e berg er hält Tienstag 30. Januar 5i/4 Uhr in der kleinen Aula deS Universitätsgebäudes eine Probevorlesung überWander­ungen der Kulturpflanzen", um sich für das Fach der Landwirtschaft zu habilitieren.

Die S chw urge rich t ss i tzun g en der Provinz Oberheffen für das erste Vierteljahr nehmen am 5. März unter dem Vorsitze des Geh. Justizrats Dr. Schäfer ihren

Deutsches Reich.

Berlin, 26. Jan. Der Kaiser begab sich heute nach bem Königl. Opernhaus, um der Generalprobe zu der morgigen Vorstellung der Oper »Der lange Kerl" beizu- wohnen und nahm danach das Frühstück bei dem General­intendanten von Hülsen ein. Später begab sich der Monarch nach dem Anhalter Bahnhof, um dort den König von Sachsen zu empfangen. Mit diesem traf Prinz Johann Georg ein. Der Kaiser geleitete den König im Automobil nach dem Königlichen Schloß. Außerdem trafen anläßlich des Gebiirtsfestes des Kaisers heute hier ein: Prinz und Prinzessin Heinrich, der Herzog von Sachsen- üodurg und Gotha und der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg, welche ebenfalls im Königlichen Schloß abstiegen. Unter den angekündigten Ge- durtstagsgästen befinden sich ferner die G ro ß h erzö g e von .Hessen und Oldenburg, sowie die Herzogin Sophie »Lharlotte, die Braut des Prinzen Eitel Friedrich.

Dresden, 26. Jan. Mit Bezug auf den neuen Minister Grafen Hohenthal dürfte die Mitteilung in*

recht frühzeitig anzutreten.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Morgen} (Sonntag) abend findet eine Wiederholung der PosseLumpacr- voigabu ndu s" oderDas luftige Kleeblatt" statt, ut der Herr Lutter-Reimer einige neue heitere Einladen singen wird. Die drei lustigen Vagabunden hatten bekanntlich einen durch­schlagenden Heiterkeits- rsolg, nicht zuletzt Herr Reimer, der einige neue Lokalverse zum besten geben ivird. Am Nachmittags geht als Jremdenvorstetlung zum letzte Male Anton Ohorns Lchausprel Die Bruder von St. B e r n h a r b" in Szene, worauf I alle Interessenten b-sonders hingennesen seien.

** Der Gern ha r d t'sche Zither- und Mandolinen- Chor Gießen gibt, tote aus dem Inseratenteil ersichtlich, morgen, Sonntag abend, im Hotel Einhorn einen Z i t he r - Mu­si k-'Abend. Das Programm enthält Werke für Zithern trt Verbindung mit Violinen, Mandolinen, Flöte usw. und ist durch Gesangsst-Vor trage mit Zithcrbegleittmg, ein Duett für Violine und Zymbel, sowie durch die Mitwirkung des Stteicherchors des GesangvereinsLiedertafel" zu Lollar für reiche Abwechselung Sorge getragen. Die Leitung liegt in den Händen des MusiklehrerS Wigand Gernhardt. Alle Fneunde der nom tzkrnhardt'schen Zither- und Mandolinenchor gepflegten Musik-Richtung seien daher nochmals auf die Veranstaltung! aufmerksam gemacht.

** Unfall. Ein etwa löjähriger Junge verunglückte heute morgen an der Ecke der Wallthorstraße und AsterweA, indem er auf dem in der Gosse befindlichen Eise Schleif- Versuche machte, dabei aber so unglücklich zu Boden fiel, daß er die linke .Hand brach. Ter Verunglückte begab sich sofort in ärztliche Behandlung.

** Ter deutsche Verein hatte am Donnerstag abend eine gut besuchte Versammlung im Saale des Hotels Einhorn veranstaltet, in der Generalsekretär I. Hen­ri in gs en-Hamburg einen Vortrag über das Thema: Warum ist es unvcrständig, im Warenhaus zu kaufend hielt. Ter Redner zeigte zunächst im allgemeinen die Gefahren, die dem Mittelstand durch die Warenhäuser entstanden seien; er wies dabei darauf hin, daß namentlich die Spezialgeschäfte sehr geschädigt würden, und erklärte es als Schuld der Handwerker und der Kaufleute, wenn die Warenhäuser so sehr in die Höhe gekommen seien. Es sei namentlich von den letzteren bis jetzt versäumt worden, die Konsumenten auf die vielfache Übervorteilung durch die Warenhäuser aufmerksam zu machen. Hauptsächlich müsse den Konsumenten klar gemacht werden, daß die Warenhäuser mit großen Geschäftsunkosten (bis 25 Prozent) arbeiteten, und daß sie deshalb auch mit der gerissensten Reklame das Publikum herbeiziehen würden. Durch Vorführung einer Reihe sogenannter Gratisartikcl zeigte der Vort'agende fo« dann, wie das Publikum getäuscht loürde (z. B. papierue Markttasche, papierue Pantoffel, Lederschuhe usw.). Unter l anderem wies er auch auf die große marktschreierisch^

Fürst Bruno von Büdingen t»

Wie uns bereits gestern telegraphisch gemeldet wurde, berschied am 26. d. M. früh um 9 Uhr Fürst Bruno zu ' Isenburg und Büdingen plötzlich an einem Schlag- 1 an falt Er hatte, so wird uns heute aus Büdingen gesck)rie- ben am Donnerstag abend noch seinen gewohnten Abend- schoppen in verhältnismäßig gutem Wohlfein in der Wal­halla eingenommen. Der Fürst war seit dem im Sommer 1904 auf einer Schweizerreise erfolgten Schlaganfall sehr hinfällig geworden. Er nahm s. Zt. an dem itanenismen Feldzug 1859 teil. Damals wurde er schon einmal totgesagt und Trauer in der ganzen Standcsherrschaft angeoronet. Nun nach fast einem halben Jahrhundert ertönen dte Trauer- qloefen zum zweiten Mal um ihn. Tie Trauer tft m Bü­dingen und in der Umgegend allgemein, da er äußerst beliebt war. Er war ein großer Jagdfreund und huldigte noch bis vor seinem Tode diesem Sport. Die Beerdigung findet Tienstag nachm. 3 Uhr statt.

Herr Hofrat Kayser-Günther in Frankfurt schreibt uns u. a. noch folgendes: m r

Erbprinz Bruno bezog nach sorgfältiger Vorbereitung die Universität Göttingen, trat als Leutnant in das -Lirofer JägerregimentKaiser Franz Josef" ein und kämpfte mit Bravour und Auszeichnung in zahlreichen (^fechten und Schlachten des österreichisch-ital. Krieges 1859. Bei Sol- l«-rino wurde er schwer verwundet. Nach dem Tode seines Vaters 1861 quittierte er den Militärdienst und fucccbierte in die Standesherrschaft. Fortan widmete er sich der Ver­waltung seiner bedeutenden Güter und ausgedehnten Wal­dungen und tat viel zur Hebung der Lage der Bewohner fron Tübingen und Umgebung. Unter seinem Regime wurden die großen Gerechtsamen, die die Bewohner zalflreichcr, im ehemaligen kaiserl. ding er Bannsorste gelegenen Orte Bjattcn, abgelüst. In politischer Beziehung huldigte der ver- Torbene Fürst liberalen Anschauungen. Als Student in G öttingen ist er sogar seinerzeit zusammen mit seinem Bruder Adalbert alsverdächtigerLiberalerrele- .Bert worden. Tas Sck)ulgeseH von 1874 im Großh. Hessen st mit sein Werk. Jahre lang präsidierte er der 1. Kammer. Obwohl er österreichisck)er Offizier gewesen und als persona gratissima bei Großherzog Ludwig in. §alt, waren seine Sympathien doch Preußen zugewandt. Bei den Großherzögen Ludwig IV. und Ernst Ludwig stand Fürst Bruno in hohen Ehren, und gar ost wurde sowohl Tin wichtigen Regierungsanaelegenheiten wie in besonderen Angelegenheiten des Großh. Hauses sein Rat gehört und Idefolgt.

Von der Marokko-Konferenz.

In der letzten Sitzung der Konferenz erneuert Revoil seine ErNärung, daß Frankreich für das Prinzip der offenen Tür eintrete.

Am 25. hat im Hotel Raina Cristina eine Aussprache - wischen Herrn v. Radowitz und Revoil stattgefunden. Diese erste Zusammenkunft ist von Viskonti Venosta und Dem amerikanischen Gesandten White zustande^ gebracht worben. Tic Unterredung betraf mrsschli«'ßlich die Polizci- trage. Wenn auch nichts Bestimmtes über das Ergebnis !öer Unterredung in Erfahrung zu bringen war, so ver­bargen White und Visk. Venosta doch nicht ihre Freude über das Zustandekommen dieser erftvn Aussprache, der bald .weitere Besprechungen folgen dürften.

Ter PariserEclair meldet aus Vgeciras über die Beschlüsse der Marokko ko nferenz über die Frage des Äaffenschmuggels: Der Herzog von Mmodovar sprach Viskonti Venosta seinen Tynk für die getroffenen Ab­änderungen aus, welche er als einen glücklichen Abschluß bezeichnete. Tie neuen Bestimmungen, welche hinsichtlich des Waffenschmuggels angenommen sind, erkennen das Durchsuchungsrecht für Schiffe in den Häfen an, sobald genügende Verdachtsmomente vorhmrden sinch untersagen aber eine Turchsuchung auf hoher See. Die Ärafbestimm- ungen, welche in Anwendung gelangen sollen,, sind nicht ausschließlich den englischen Ersetzen, sondern teilweise auch dem italienischen Gesetzbucy und den anglo-egyptischen Be­stimmungen entnommen. In gewissen Fällen treten Strafen bis 5000 Pesetas oder 2 Jahre Gefängnis ein.

Wie derselbe Korrespondent erfahren haben will, soll die Unionsregierung den Sehutz der Juden in Marokko beanspruchen. Eine solche Einrichtung wäre geeignet, den Fanatismus der Muselmanen anzustacheln.

weise im AnSlande eingetreten sind. Die Regierung wird, ®cniQ(bcn wieder einige neue hinzugekommen, und zwar ist nunmehr unverzüglich die Durchführung von Maßnahmen, da- 'ich hauptsächlich auf Hebung der Viehzucht, sowie auf die Anbahnung näherer Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten und auf die Be­eil i g n n g der Auswüchse deS Zwischenhandels beziehen, einer Prüfung unterziehen und nach deren Ergebnis ihre weiteren Anordnungen treffen.

Stuttgart, 26. Jan. Nach einer dreitägigen Debatte

Gesundheitszustand des serbischen Viehes sei zum mindesten ebenso gut wie der des österreich-un­garischen. Der Milzbrand sei seiner Natur nach keine Krankheit, welche die Anwendung so scharfer, vertragswidriger Maßnahmen rechtfertigen wurde; noch weniger verständlich sei daS Verbot der Ein- und Durchfuhr serbischen Geflügels. Infolgedessen habe die serbische Regierung wegen dieser Maß­nahmen in Wien Einspruch erhoben.

Das Organ des Finanzministers meldet: Falls Oester­reich-Ungarn den Zollkrieg, der durch die Grenzsperre be­gonnen hat, länger fortsetzen sollte, werde Serbien alle kom­merziellen und finanziellen Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn abbrechen und b:e neue Anleihevorlage wegen der Beteiligung der Wiener Unionbank gamicht erst der Skuptschina unterbreiten.

Um das Land auS der gegenwärtig schwierigen Lage zu bringen, beabsichtigt die Regierung, bei allen Privat­banken Serbiens Kredite aufzuiiehmen. Jnfolgedeffen werden Kredite an Private vorläufig eingeschränkt. Ntan glaubt, daß ein neues, aus allen Fraktionen gebildetes Mini­sterium eher im Stande sein wird, den Konflikt mit Oester­reich zu beseitigen. Mehrere Blätter fordern die Regierung auf, alle in Serbien lebenden österreichischen Untertanen aus- zuweifen.

New-Po rk, 26. Jan. Chicago meldet eine außer­ordentlich höbe Flei > chausfnbr na eh D e uti ch laut.

Ans S.aöt und Ccrn-.

Gießen, 27. Januar 1906.

* Personalien. Durch Kabinetts-Ordre vom 24. ds, ist der überzähl. Major Frhr. von Ungern-Sternbcrg, aggregiert bem 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, unter Einreihung in das Regiment vom 1. Februar d. I. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung bei S. K. H. dem Großherzog kommandiert worden. (Wie seiner­zeit gemeldet, ist Frhr. o. Ungern-Sternberg als zukünftiger Hofmarschall in Aussicht genommen. Red.) S. K. H. der