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dem die auswärtige Konkurrenz Mm zum Muster gegeben wird
Welches Interesse vertritt nun unsere Behörde, wenn sic die einfackuen Rücksichten, welche ne dem steuer zahlenden Bürger schuldig ist, einfach unbeachtet läßt und mit ihren Arbeiten hausieren geht?
Wenn auch jeder Mensch sagen must, dast in einer Stadtverwaltung keine Betternschaft aufkommen dar', so must man sich aber aus der andern Seite beguemen, den hiesigen Bürgern etwas kulanter entgegen zu kommen, und ihnen nicht bei jeder Gelegenheit den Lebensfaden abzuschnciden, lediglich nur aus dem Grunde, weil er das zweiselhaste Glück hat, Giestcner Gc- werbetreibender zu sein.
Es wäre angebracht, wenn man sich dann auch dieSteucr- zahler von auswärts kommen lieste. Der richtigste und einfachste Weg für die, Behörde wäre aus jeden Fall der gewesen, die bei der ersten Sirbmission mindestsorderndeu Firmen noch einmal in engerer Konkurrenz zu befragen: „Wie hoch kommen die Arbeiten im Preise, wenn sie einfacher werden? Unser Voranschlag reicht nicht." Man wäre dann jedenfalls besser gefahren und hätte nicht wieder Grund zur Unzufriedenheit in allen Handwerkerkreiscn gegeben.
Wir haben hiermit den Weg der Oeffentlichkeit auf die gestrige Notiz im Giestener Anzeiger betreten und geben uns der .Hoffnung hin, dast von den Behörden wie auch von den Bürgern solchem Submissionswesen in Zukunft gesteuert wird und dast man fich an mastgebender Stelle darüber klar wird, dast man dem steuerzahlenden Bürger gegenüber auch Verpflichtungen hat.
Die Freie Schreinervereinigung Giesten. Geschäfts-Empfehlungen heteit billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei, Greben.
anderen kleineren Firmen, den Voranschlag um nur 25 Proz. überschritten hatte. Statt nun dieser Firma, welche durch vor jährige viel billigere Holzem laufe in den Stand gesetzt war, so billig zu offerieren, den Zuschlag zu erteilen, wurde die Arbeit nochmals ausgeschrieben, und dann die auswärtige Konkurrenz sozusagen mit den Haaren herbeigezo- a e n. Vorher wurden aber an den Arbeiten sehr zweckmästige und sehr verbilligende Aendernngen gemacht. Bei der Submission am 7. Juli war von verschiedenen auswärtigen Firmen nur eine einzige billiger als die Frma E. H. Müller. Eine weitere billigere hiesige Firma konnte bei einer so großen Arbeit nicht in Betracht kommen.
Den Zuschlag erhielt aus die Lose 3, 4, 5 eine kleine Hornberger Firma, welche mit zwei Gehülfen arbeitet, lohne Maschinen'. Llbgesehen davon, k>ag bei einer solchen Arbeit unbedingt die nötigen trockenen Holzvorräte da sein sollten, (der Staat überzeugt sich auch bei viel größeren,Firmen, erst, ob diese vorhanden sind), ist es wohl undenkbar, dast die Firma ohne fremde Hilfe, die Arbeit in der kurzen Zeit fertig stellen kann, hatten doch sämtliche hiesigen Firmen Hyre Last, die Arbeiten zum bestimmten Termin zu liefern. Wir können unserer Behörde den Hinweis nicht ersparen, nachdem sie überzeugt war, dast die Arbeitslast für das hiesige städt. Hochbauamt zu groß war, nicht den anderen Herrn Architekten, wie die Handwerker sich bei hoher Konventionalstrafe verpflichten müssen, rechtzeitig ihre Arbeiten zu beginnen und zu vollenden, ebenso verpflichtet hat. Es wäre dann, wenn die Arbeiten rechtzeitig ausgeschrieben wären, den kleineren Handwerkern Gelegenheit gegeben worden, sich an den Arbeiten zu beteiligen. So mußte aber, nachdem erwiesen war, dast der Voranschlag viel zu niedrig gegriffen war, die Arbeit noch einmal ausgeschrieben werden, und zum Schlüsse der hiesige Gk- werbetreibende, welcher sehr zu den Kosten der Schule herangezogen wird, leer ausgehen, mit der Ueberzeugung, dast er Zeit und Mühe wieder einmal umsonst geopfert, und auster-
oom Portale des neuen Friedhofs aus statt.
[5153
Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dast meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Auguste Michaelis gestern abend nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Der trauernde Gatte nebst Kindern.
Gießen, Stephanstraste 31, den 28. August 1906.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 5 Uhr
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß gestern nachmittag 4 Uhr unser lieber Vacer, Großvater und Schwiegervater
Herr Wiih. Jünger
Ltrastenwart
nach kurzem Leiden verschieden ist.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Annerod, den 28. August 1906.
Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause 21 aus statt. 06246
Joseph Herz
23 Neuen ßäue Giessen Neuen Baue 23
FanrMcrr-Nacyrichterr.
Gestorben. Frau Antonie Schäler, geb. Dieffenbach, Witwe des Grostherzoglicheu Oberkonsistorialrats und Superintendenten Pr. D. Karl Köhler, Darmstadt.
Vermischtes.
London, 27. Ang In Ma tl 0 ck in der Grafschaft Derby wurden heute morgen Erdstöße verspürt, durch die die Einwohner und die dort bebenden Fremden in lebhafte Beunruhigung verseht wurden.
Parma, 27. Äug. In C a s atm a g g i 0 r e sind heftige Erdstöße verspürt worden. Die Bevölkerung und die zahlreichen zurzeit dort weitenden Fremden flüchteten aus ihren Wohnungen und tagern au fden Straßen und auf freiem Felde.
Eingesau-t.
(Für Form und Inhalt aller unter '1 r~ .Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Ncdakt >" dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die Schrcincrarbcitcn an der höheren Mädchenschule.
Giesten, 28. Aua.
Die Arbeiten waren in sechs Lose eingeteilt und nur hiesige Firmen hatten Offerten eingereicht, mit Ausnahme von Los 1, Pargnetbödcn, ans welche Buderus aus Hirzenhain den Zuschlag erhielt. Die hiesige Freie Schreincrvcreinigung hatte, nachdem die Arbeiten ausgeschrieben waren, soweit cs in der Kurze der Zeit möglich war, sich mit dein Material besaßt und beschlossen, jeder solle sich so weit beteiligen, als ihm seine Leistungsfähigkeit gestatte, damit die Arbeit am Platze bliebe. Bei der Submission stellte sich im Juni heraus, dast, trotzdem die hiesige Firma E. H. Müller, welche ca. 5000 Mark billiger offerierte, als die
Heute morgen 6 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel p28/.
Jakob Gerhard
Eröffnung von laufenden Rechnungen
Gewährung von Krediten
Vorschüsse auf Wertpapiere
unter günstigsten Bedingungen
Check-Verkehr franco Provision
Einlösung von Zins- und Dividendenscheinen und verlosten Stücken
An- und Verkauf von Wertpapieren
an allen in- und ausländischen Börsen
Annahme von Geldeinlagen zur Verzinsung je nach Kündigung bis 4°/0 fürs Jahr
Verwaltung von offenen and geschlossenen Depots
Königl. Bahnmeister i. P.
im 81. Lebensjahre.
trauernden Hinterbliebenen:
Die
Friedberg, Giessen, Oppenheim a. Rh., den 28. August 1906.
Marie Gerhard, geb. Arnold,
Frau Kreisveterinärarzt Gerhard Wwe.
geb. Schiermann,
August Müller, Prokurist, Lina Gerhard, geb. May.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 ühr in Friedberg vom Sterbehause, Kaiserstrasse 81, aus statt.
Georg Gerhard, Zeichenlehrer,
Anna Gerhard,
Käthchen Müller, geb. Gerhard,
Dr. Karl Gerhard,
Grossherzogi. Kreisveterinärarzt,
Bekanntmachung.
*ic Offenlegung der Wählerlisten für die Wahl zur Land- wirtfchaftslammer betreffend. (§ 3 der Wahlordnung.)
Während der Woche vom 29. August 1906 bis einschließlich t>. September 1906, vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags voii 2 bis 6 Uhr liegt die Liste der in der Gemeiiide Gießen und in der Gemarkung Schiffenberg gur Verlranensmännerwahl wahlberechtigten Verbandsangehörigen, die zugleich die Angaben über die Wählbarkeit der Verbandsangehörigen enthält, <h dem Bürgermeistereigebäude — Zimmer Nr. 15 zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist können Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste schriftlich oder zu Protokoll der Bürgermeisterei erhoben werden. [B38/^
Gießen, den 28. Auaust 1906.
Grvßherz-oglichc Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
Beiin unterzeichneten Postamt soll am 8. September, -vormittags 10 Uhr, ein ausgemusterter 6sitziger Personcn- postwagen unter den bei der Versteigerung bekannt zu machenden Bedingungen meistbietend verkauft werden.
Gießen, 27. August 1906. p=«/s
Kaiserliches Postamt 1.
Schäfer.
Schutzrnannftelle
in Bad-Nauheim alsbald zu besetzen. Anfangsgehalt rund 1400 Mk., Anstellungs- und Pensionsverhältnissc wie bei Staatsbeamten. Bewerber sollen mindestens 3 Jahre als Unteroffizier aktiv gedient haben. Anmeldungen sind an das Äroßhcrzogl. Polizeiamt Bad-Nauheim zu richten. p«/8
Bekanntmachung.
Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel in der Schulstraße am 29. August nachmittags von 2 Uhr ab ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen.
Gießen, den 28. August 1906.
Städt. Elektrizitäts-Werk Gießen.
B28/s Stolte.
Das Sammeln von Beeren in der hiesigen Gemarkung ist nur gegen Lösung eines Berechtigungsscheines bei dem Unterzeichneten und unter Beachtung der feld- und forstpolizeilichen Bestimmungen erlaubt.
Wißmar, den 27. August 1906.
Der Gemeinde-Vorsteher
5155 Pausch.
Grnmmetgrasversteigernng.
Dienstag, den *4. September 1906, vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den dem Marienstist Lieh zustehendcn etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder-Bessingen und Ober- Bessingen an Ort und Stelle versteigert werden.
Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg.
Lich, den'27. August 1906.
5154 Büchsenschütz.
Liebigshöhe
täglich frischen >5164
Allerfcinste
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per Pfund 35 Pfg.
per Kistchen (ca. 10 Pfund) Akk. 3.—
Gebrüder BcrdUX
Bahnhofstraße 27
Lindenplatz 12 faw/fl
Stahlkammer
mit Schrankfächern unter Selbstverschluss der Mieter p»/,
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Prima gesunde Speise-
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per Zentner Mark 3.— bei größerer Abnahme billiger emvfiehlt [5142
J. Weisel
Telephon 235 Sonnenstraße 6
ßm» Karl Reuter III.
Der Borstand.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere verehrlichen Mitglieder von dem Ableben unseres
Kameraden
Wilhelm Frieheä
geziemend in Kenntnis zu sehen.
Danksagung
szür die vielen Beweise mniger Teilnahme bei dem so schweren Verluste meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, Groß" und Schwiegervaters
besonders für die tröstenden Hellwig und die Ehrung des die vielen Kranzspenden sagen fühltesten Dank.
Worte des Herrn Pfarrer Kriegervereins, sowie für wir hiermit rmsern tiefge- 5149
Kath. Reuter, geb. Seuling
Familie Kirchner.
Die deutsche Flottenausstellung Neustadt 55, ist noch geöffnet bis einschließlich 29. ds. Mts. Der Eintrittspreis für Mitglieder beträgt 20 Pfg. ä, Person und kann jeher Erwachsene, der mit abgestempeltem Billet versehen ist, ein Kind frei einführen. Die Billets sind an der Kasse zu haben,


