Ausgabe 
4.7.1906 Erstes Blatt
 
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Major v. Zauder und Genossen vor den Geschworenen.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

H. F. BrcSlau, 2. Juli 1906. (Dreizehnter Tag der Verhandlung.)

Der geistige Zustand der Frau v. Zander.

ES erscheint als Zengin Kammerjungfer Moses: Sie sei längere Zeit bei v. Zander in Stellung gewesen. Frau p. Zander sei sehr gut, bisweilen jedoch ohne jede Ursache furchtbar aufbrausend und jähzornig gewesen. Herr v. Zander sei nur aNe acht Tage einmal 311 Hause gewesen. Sachver­ständiger Prof. Dr. Lester: Machte Frau v. Zander den Ein­druck, daß sie nicht normal war? Zeugin: Nein. Staats­anwalt: Hatte Frau v. Zander einen Befehl gegeben, die ankommenden Pakete vor Herrn v. Zander zu verheimlichen? Zeugin: Nein.

Eine weitere Zeugin ist Dienstmädchen Knocrke: Sie sei seit Januar 1905 bei v. Zander in Stellung gewesen. Frau v. Zander war oftmals sehr heftig, sie zankte sich auch oftmals mit ihrem Mann. Letzterer war nur selten 311 Hause. ES wurde sehr gut gespeist. Einige Male habe sie der Frau v. Zander Geld geliehen und diese habe ihr schließlich eine goldene Uhr zur Sicherheit gegeben. Frau v. Zander habe, sehr viel Wein, Rum und Kognak getrunken, sie sei auch bisweilen betrunken gewesen. Als einmal ein Gerichtsvollzieher einen Schmuck­kasten gepfändet hatte, da erzählte ihr Frau v. Zander, sie habe sich ein paar Schachteln in die Tasche gesteckt. Was in den Schachteln enthalten war, wisse sie nicht. Angeklagter v. Zander: Ich kann unter Beweis stellen, daß ich der Zeugin allmonatlich 50 Mark und zwar 20 Mark für Lohn und 30 Mark für Lebensunterhalt aus der Untersuchungshaft ge­schickt habe.

Auf Antrag des Staatsanwalts wird ein Bries verlesen, den Frau v. Zander an ihren Gatten gerichtet hatte. In diesem heißt es:Das Leben ist doch ganz furchtbar. Am l i e b st e n wäre e § mir, wenn ich meine Sünden im Gesang- n i s a b b ü ß e n konnte. Du hast einen großen Fehler be­gangen, daß Du Schmoegerle gekauft hast, ebenso daß Du Deinen Abschied genommen hast. Hättest Du das Geld von Dyes zur Be­zahlung unserer Schulden verwendet, dann könnte mich als Frau eines Stabsoffiziers niemand mehr beschimvsen. Es ist ein großer Jammer, wir müssen uns aber mit Rücklicht aus unsere Kinder trösten, und, so schwer es auch ist, weiter zu leben versuchen." Frau v. Zander: Ich wurde von meiner Schwägerin V e r s ch w e n d c r i n und H 0 ch st a p l e r i n beschimpft; die vielen Klatschereien in der Familie hatte ich satt.

Der Vorsitzende hält den Angeklagten weiter vor, daß eine große Anzahl Bäcker , Schuhmacher , Schneider Rechnungen, nicht bezahlt seien. Im weiteren hat die Angeklagte geliehen: einen sehr großen Posten Tapeten, Kokoslaüfer, Teppiche usw. Bücher, Blumentische, Teeserviee, für 460 Mark Boas, Damen- velze usw.

Es gelangt danach ein Brief des Majors v. Zander an seine Frau zur Verlesung. In diesem heißt es: Ich muß noch heute einer Aufsichtsratssitzung der Nationalbank beiwohnen. Luettig ist sehr häßlich zu mir gewesen, ich kwfsc, es wird mir gelingen, den Mann ned) in diesem Jahre abzuschüttclu. Staatsvnw.: Ich ersuche den Angeklagten v. Zander sy fragen, weshalb er nie­mals die Wahrheit geschrieben hat: -^>eine Briefe zwecks Ver­tröstung an seine Gläubiger lauteten immer: Ich l>abe den Prozeß, dessen Objekt 300 000 Mark betrügt, auch in der zweiten Instanz gewonnen und werde ihn auch sicherlich in der dritten Instanz gewinnen. Wenn er die Wahrheit schreiben wollte, bann hätte er dock schreiben müssen: Ich habe ben Prozeß in erster Instanz verloren, in zweiter Instanz gewonnen und hoffe, ibn auch in dritter Instanz zu gewinnen. Das Objekt beträgt 120 000 Mark. Angekl. v. Zander (erregt : Es ioor furchtbar schwer, den sicheren Gewinn herauszurechnen. Ich bemerke wiederholt, ich habe wissentlich in meinem ganzen Leben noch nickst die Un­wahrheit gesagt. Bors.: Ich werde Sie auf diese Worte festnageln.

Aus Befragen des Sachverständigen Prof. Tr. Bonhoeffer be­merkt Slngekl. v. Zander: Der anormale Zustand seiner Frau datiere seit der 1899 erfolgten letzten Entbindung. Ganz be­sonders während der Schwangerschaft trat immer der abnorme Zustand ein. Seine Frau sei in normalem Zustande die beste, -idealste Frau und Mutter, wenn sie aber in ihre Abnormität verfalle, dann sei es ungemein schwer, mit ihr auszukommen. Mit Not und Mühe habe er einmal eines seiner Kinder vor der Mutter gerettet, die mit gezücktem Messer auf das Kind zugekommen sei. Rach der letzten Schwangerschaft sei es vorgekommen, daß seine Frau laut schreiend auf die Straße, gelaufen sei. Er habe sie deslwlb in der maison de saute in Schöneberg bei Berlin unterbringen wollen. Meine Frau beherrscht vollkommen die französische, englische und deutsche Sprache, sie spricht auch russisch und italienisch. Sie ist eine große Kennerin der Literatur. Sie ist in hohem Grade musikalisch veranlagt. Sic singt bei jeder ihr bekannten oder unbekaimten Melodie die zweite Stimme mit voller Sicherheit. Sie ist aber nie imstande gewesen, Roten zu lernen und eben­sowenig das Einmaleins zu begreife:'. Mit Zahlen versteht sie nicht zu rechnen. Ich konnte schließlich nickst mehr tun, als aufs Amtsgericht zu gehen und die Entmündigung meiner Frau wegen Geistesgestörtheit beantragen. Wenn diesem Anträge nicht statt gegeben wurde, daun war es nicht meine Schuld. Das Schlüssel- recht hatte ich meiner Frau längst entzogen. Bors.: Frau von Zander, wußten Sie. was die Entziehnna des Schlüssclrechtes bedeutete? Angell. Frau v. Zander: Rein.

Professor Dr. Bonhoesier äußert ben Wunsch, Frau v. Zander noch einmal im Gefängnis untersuchen zu dürfen.

Vermischter.

* Salzburg, 4. Juli. Der in alpinistischen Kreisen sehr bekannte Bergführer Johann Lamprecht, der im Winter Offiziere und Mannschaften des Kaiser-Jäger-Regiments im Sli-

fahren unterrichtet, hat die^Llocken wirt in Cecilie An­zinger in der Wirtssst'^» Ist och en. Lamprecht flüchtete nach der Tat, wurde ab' " 4r in der Nähe des Truppeu- Spitals in einem Gebüsck, ..er verletzt aufgefunden. Er batte sich selbst 9 Stichwunden beigebracht. Die Wirtin war verheiratet und Mutter dreier Kinder. Sie hatte mit Lamprecht ein Liebesverhältnis, das sie jetzt lösen wollte. In der Eifersucht verübte Lamprecht den Mord.

Arbeiterbewegung.

Charleroi 'Belgien!, 3. Juli. In Jumet sind 7000 Arbeiter ausständig. Bei einer Haussuchung auf einem Neu­bau wurden mehrere D h n a m i t b 0 m b e n und andere Explosiv- stost'e gefunden.

Universitäts-Nachrichten.

Freiburg im Breisgau, 3. Jul'. In Anwesenheit des Großherzogspaares, der Minister von Busch, Decker und von Marschall, von Vertretern der Landstände und der Spitzen der staatlichen und kirchlichen Behörden fand heute die feierliche Grundsteinlegung zum neuen Kvllegiengebäudc der Uni­versität statt.

Gerichtssaal.

Leoben, 3. Juli. In der Sck)wurgerichtsverhandlung gegen die Schwestern Friederike und Marie Zeller, die be­schuldigt werden, hie Köchin Marie Ma her am 25. Jan. im Raxgraben bei Mürzzuschlag ermordet zu haben, hat heute Friederike Zeller eingestanden, den Mord vollführt zu haben.

Magdeburg, 3. Juli. Das Sckuvurgericht verhandelte heute gegen ben Steindrucker Ernst Wilde, der am 23. März dieses Jahres den pensionierten Eisenbahnwärter Hennig in Groß- Wusterwitz überfallen, beraubt und ermordet hatte. Die Sachverständigen erkannten zwar an, daß Wilde ein Trinker sei, verneinten aber, daß et ben Mord im Dämmerzustände verübt habe. Dem entsprechend bejahten die Geschworenen die ihnen vorgelegte Sckmldfrage auf Mord. Wilde itnirbc zum Tode und zum dauernden Verluste der Ehrenrechte verurteilt.

(sdl Betrügerin inc Kleid der Krankenschwester. Wie ein Roman muten die Erlebnisse der 34 jährigen Kranken­pflegerin Emma Fellien aus Charlottenburg an, die am Dienstag unter der Anklage des Betrugs vor der Darm­städter Strafkammer stand. Die Angellagte widnrete sich ursprünglich mit Eifer ihrem Berufe und lernte eines Tages, als sie als Psiegerin in einem Berliner Krankenhause wirkte, im Jahre 1899 einen jungen Offizier aus einer süddeutschen Garnison kennen, der in die Reichshauptstadt fonrmanbiert war. Der junge Leutnant verliebte sich bald in das interessante junge Mädchen und sie traten bald in Beziehungen zu einander. Die Fellien legte sich, um einen früheren Fehltritt zu verbergen, einen falschen Namen bei und gab sich auch, als der Offizier von Heiraten sprach, als^ reiche Erbin aus. Als der Offizier in seine Garnison in Süddeutschland zurückkehrte, veranlaßte er seine Geliebte, in einer Pension in Baden-Baden Wohnung zu nehmen, deren Inhaberin von der Fellien um mehrere Tausend Mark geschädigt wurde. Mit dieser Pensionsinhaberiu reift: die Fellien auch nach Darmstadt und kaufte Ijier bei der Firma Trier fiir etwa 20 000 Mark Möbel. Sie machte jedoch später briesiich die Bestellung wieder rückgängig, wodurch die Firma vor größeren! Schaden bewahrt blieb. Immerhin hat sie, da einige Möbel speziell angeferrigt worden waren, einen Verlust von 2 bis 3000 Mark erlitten. Bei der Seidenfirma Stabe in Darmstadt bestellte di>' Angellagte für einige Tausend Mark Kostüme usw., die Firma Hal einen Schaden in dieser Höh: er­litten. Der Offizier erfuhr eines Tages alle diese Dinge, und es war danach ausgeschlossen, daß er die Fellien heiratete. Immerhin blieb er^ noch ein Jahr mit ihr in Beziehungen. Dadurch blieb die Fellien den Behörden verborgen. Schließlich wurde sie dock gefaßt, und der Offizier erschoß sich, um nicht öffentlich in den Prozessen bloßgestellt zu roerben. Die Fellien büßt gegenwärtig eine Gefängnisstrafe von 1 Jabr 5 Wochen wegen der Betrügereien in Baden-Baden ab, die Darmstädter Strafkammer verurteilte sie zu weiteren sechs Mo­naten Gefängnis.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voransstchtliche Witterung tu Hessen für Donnerstag den 5. Juli 1906: Meist heiter, nachmittags vorübergehend Trübung. Trocken. Temperatur meuig verändert.

Näheres durch die ßMeheuev Wetterkarte.

Temperatur der Lahn und der Luft

in der M ü l l e r'schen Badeanstalt. Wasser 17 R.

Briefkasten der ^Le-nktron.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt).

Nr. 100. Ob Ihnen nunmehr ein erhöhter Ruhegehalt gezahlt werden muß, können wir, da uns daS betreffende preußische Gesetz nicht zugängig ist, nicht beurteilen. Jedenfalls sind in dem Gesetz besondere Bestimmungen hierüber getroffen. Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit einer Anfrage an die Königliche Regierung zu wenden, dort werden Sie wohl Antwort bekommen. Sie können ja außerdem bis zur nächsten fälligen PensionSrate abwarten, ob Sie eine höhere Pension bekommen.

Orrginal-DrahtnielLuirgen.

Berlin, 4. Juli. DerVorwärts" bestätigt, daß Rosa Luxemburg gegen eine Kaittion von 3 0 00 Rubel auf freien Fuß gesetzt worden ist, und zwar unter der Bedingung, daß sie Warschau nicht verlassen darf.

.Hamburg, 4. Juli. Der Brand derMichaclis- kirche muß bei den Neparaturarbeiten entstanden sein. Einer der Uhrzeiger sollte neu vergoldet werdeit. Bei diesen Arbeiten wurde Feuer verwendet ilnd es muß angenommen werden, daß dabei das Balkenwerk des Turnies in Flam­men geriet. Der Turnier Beule, der 30 Jahre sein Amt verwaltet, hat das Feuer noch nach der Feuerwache ge­meldet, ist dann aber in den Flammen umgekommen.

ellen statt, wobei

handel und Verkehr, Volks

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ein usancemaßiger

Rechnung zu ziehen. Unter Berechtigung dieser rerf)«: lenderungen hat sich eine zieml erhebliche Preis-

nungSmäßigen Aenderungen hat sich eine ziem

abschwächung am Montag gezeigt, besonders bei Deuch-Luremburger und

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Geschäftsjahr mit dem 30. Juni schloß. Dies wurde

zurückgeführt, daß das Publikum, nachdem es in de gesitz der Dividende

größere Posten von

clegr. bc5Gieß.

00 Kälber,

55.5056 Psg., 3. Qual. 6062 Pfg. Kälber 1.

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Schlachtgewicht 0000 Psg., 2. Qualität 00

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Telefonische KursbeicMe

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Frankfurter Ttörse. 4. Juli, 1> Uhr.

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Börse, 4 Juli. Anfang rse.

Lebendgewicht 0000 Psg., 2. Qual. 0000 00 00 Psg., Schlachtgewicht 0000 Psg.

Elektriz. Lahm

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zurückgingen, deren n der Börse darauf

., Lebendgewicht IttoL 0000 Pf.,.

ben Aktien des Bochumer Bergwerksvereins. Weite v wert zu konstatieren, daß diejenigen Aktien hauptsächl

4^6/0 russ.Staatsanl. 1905

4y°n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903

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englischen Truppen und eingeborenen Re die letzteren 3 50 Tote hatten.

4% Öesterr. Goldrente. . 4V6 o.< Oesterr. Silberrente 4% TJn<rar. Goldrente . . 4°o Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I .

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Reichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . . Oberhessen

4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 4°/ Mexikaner . . .

3^% Chinesen . . .

auf seine Aknen für das abgelaufene Jahr getreten i Aktien zum Verkauf gestellt hat.

Märkte.

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der und Industrie. Giessen.

2 Polizeikommissare und 12 Polizisten weg bei den dortigen Judenmasiakrcs verhaft

Pietermaritzburg, 3. Juli. N gramnr des Generals Mackenzie fand eir

Berliner Handecs Darmstädter Bj . Deutsche Bank Deutsch-Asiat, k Diskonto-Komn lit. Dresdner Bank . Kreditaktien . . Baltimore- und io-

Eisentahn . . Gotthardbahn . . Lombard. Eisei n Oesterr. Staatsh .

Aktien:

Bochum Guss . . . .

Buderus E. W . . .

Tendenz: fest.

Berliner

Canada E. B.....

Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . . Dortmnnder-Ünion C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: fest.

. 158.60

. 138.20

. 235.30

. 82.60

. 158.00

Kleine Finanzchronik. Bei der Darmstdtcr Bank wird zur Zeit die Errichtung einer Amerikabank, die den Na^nDeutsch.Amerika- Bank" führt, vorbereitet.

99.90

88.30

99.85

88.30

98.55

. 169.20 . 138.70 . 235 60 . 177.50 . 182.20

. 158.30 . 210.00

00 Schafe und Hammel, 1016 Schweine: 1. 5 al. 7374 Psg. Lebendgewicht 57.00-57.50 Pf., 2. Qual. 71-72 " ' '

Kuponabschlag von 1,56 Prozent ein; bei der Merilmalbabn der gleiche' Satz, bei dem Bochumer Verein (Dividendenschätzung r Börse 15 Prozent

kc. Frankfurt a. M., 4. Juli. lOrig. uci Anz/9 Viel; inark t. Zum Verkaufe stc >en

Die ^Kirche hatte bereits an vielen Stellen Feuer gefangen Trotzdem versuchte Professor Dr. Brinkmann 'der Direktor des Kunstgewerbe-Museums, zusammen mit den Kirchen-Angestellten die Kunstschätze an Gold und Silber- sachcn der Kirche zu bergen. Aber nur ein Teil tvurde gerettet , der größte Teil ging in den Flammen ltnter.

München, 4. Juli. In Jngolsing ermordete ein Stiefvater seine 18jährige Tochter auf der Heimkehr von einer Hochzeit durch unzählige Messerstiche.

Strastchurg i. E., 4. Juli. In Colmar tötete die Ehefrau Wei^enäcker ihren Ehemann durch einen Mester- stich. In Liedenhofen verwundete der Anstreicher Rhein die Frau und die Tochter des Polizeiwacht­ine ist erS Klaine durch Revolverschüsse schwer, weil die Mutter sein Verhältnis zu der Tochter Hintertrieben hatte. Er tötete sich hierauf selbst durch einen Schuß in den Kopf.

Paris, 4. Juli. DemTemps" zu'olge wurde die Kreuzfahrt des Zaren aufgehobcn.

Petersburg, 4. Juli. Die russische Negierung wurde aus Helgoland benachrichtigt, daß g r 0 ß e B' st e l lu n g e n von Dynamit und Waffen seitens der russischen Revo­lutionäre erfolgt seien. Infolgedessen wurde die Kontrolle, in den heimischen Gewässern bedeutend verschärft, um die Einführung diestr Kontrebande zu verhindern.

Stahlwerke 8 Prozent Abschlag: Deutsch-Luxemburgeztzergwerk 4 Prozent, Allg. Elcktrizitätsgesellschaft 7 Prozent. Bei Townnder Aktien sind l1/} Zuschlag in Rechnung zu ziehen Unter Berechtigung dieser rerf)«:

gut, Ueberstand unbedeutend.

fc. Frankfurt a. M., 3. Juli, ö c

marF t. Man notierte: Heu Mk. 3.40 bi? blk. 3.70, Stroh, Mk. 3.00 bis Mk. 0.00. Alles ver 50 Kilo. Tet >,z: Fest

Harpener Berg frk.

Laurahütte .

Nordd. Lloyd . . . \ Oherschles. Eis<ndustrie 126^

Petersburg, 4. Juli. Aus direkten Mesehl de? Zaren wurden der Gouverneur von Bjelofiok, GenetalPopowski, ?n ihrer Haltung t.

ch einem Tele- Gefecht zwischen

Kursabschläge. Die Knponabtrennung ZUmScmestralwechsel hat> an der Montagsbörse manche Unsicherheit im Effeklnhandel mit sich ge«? bracht. Es trat bei der Oesterreichischcn Staatsbab <' r 1

r Börse 15 Prozent mithin 11 Prozent Abschlag, die Laurahütte hat eine Dividcndenabschlag von 7 Prozent, die Harpener Bergbau-Gesellschaft dg Gleiche, Rheinische.

Geschäfts-Verlegung.

Teu geehrten Einwohnern von Gießen und Umgaßenb, besonders meiner werten Kundschaft zur gefl.: ntni§, daß ich mein

Tiefbaugeschäft mit Spezial-Betriö

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nach dem von mit erworbenen Hause Bleichftraße 3 (an der Südanlage) verlegt habe.

Gleichzeitig empfehle ich mich zur Ansführuitg aller in mein Fach einschlagcnden Arbeiten, spez. zur Herste!

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Durch meine langjährige Tätigkeit in dieser Branche bin ich in der Lage, jeden Anschluß durch, > mannisch, in kürzester Zeit und unter Garantie auszuführen.

Hochachtend

Hermann Bender

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