Ausgabe 
25.1.1906 Zweites Blatt
 
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Jahrgang

Redaktion, Expedition ii.Trurferd. ©cfcufftr t, XoL Nr, 51. Te1egr.-Aür.r

Donnerstag 25. Januar 1906

- . fRotation?brucf und Serfafl der Brübl'kcüen

UnwersnälSdruckeret. 8L Lange, Gießen.

Nr. 21 Zweites Blatt

yrjchetnl Sixkich Ausnahme des Sonntags.

Oie »Wietzener fiamilienbiattcr* werden dem ,Vnreiae7 niermai wöchentlich beigelegt. Der Eyejstjchl CaDboUr* erscheint monaUlch einmal.

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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eießen.

KrNamilmachmig.

SamStag, bcu 27. Januar 1906 bleibt au5 Anlaß 6rr Sebnrt^toqfifcier Sr. Ntajestät des Kaisers da§ Ortsgericht Gießen geschlossen.

Gießen, den 25. Januar 1906.

Großh. OrtSgericht Gießen.

Gross.

Bekanntmachung,

Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers bleibt

Samstag, den 27. d. Mts.

unsere Kaffe geschlossen.

Gießen, den 25. Januar 1906.

Großh. Bezirkskasse I.

Hqnsnlt._______________________________

Bekanntmachung.

Der Bayerischen Dersicherungßbank, Aktiengesellschaft. Vormals Versicherungsanstalten der Bayerischen Hypotheken- unb Wech'elbank in München ist die Erlaubnis zum Ge­schäftsbetriebe

a. für die Todesfall-, Erlebensfall- und Markoersicherung sowie die Leibrentenverslcherung,

b. für die Feuerversicherung,

c. für die Unfall- und Haftpflichtversicherung, d. für die Einbruch- und Diebstahloersicherung, e. für die Kautionsversicherung

' cteilt worden. Auch hat das Uebereinkommen zwischen der bayerischen Hypotheken- und Wechsel bank in München und ter Bayerischen Versicherungsbank, Aktiengesellschaft, vormals Versicherungsanstalten der Bayerischen Hypotheken- und 7bechseldank in München, wonach der Versicherungsbesiand t eS erstgenannten UnterrnhmenS in seiner Gesamtheit mit den darauf bezüglichen Reserven und Prämienuberträgen auf das znveltgenaimte Unternehmen übergeht, die Genehmigung er­halten.

Gießen, den 23. Januar 1906.

Großhcrzogliches Kreisamt Gießen.

________________I V - Peckler_________________

Vckanntmachung.

Mr.: Die Ausführung deS Gesetzes überden Urkundenstempel vom 12. August 1899.

Diejenigen Besitzer von Fahrrädern, Automobilen, Luxuswagen, Luxusreitpferden, Verkaufs- und Wag- aiutomaten, automatischen Kraft,ueffcrn, öffentlich ausgestellten Klavieren oder sonstigen Musikwerken, n> elche die Abgabe für daS Jahr 1906 noch nicht entrichtet hoben, werden hiermit wiederholt an die Entrichtung bev Llbgabe ohne Kosten bis spätestens 15. Februar b, Js. erinnert. Auch können bis 311 diesem Termine Fahrräder unter Rückgabe der Nummerplatte und Nadfahr- fflirte noch abgemeldet werden.

Gießen, den 19. Januar 1906.

Großherzogliches Kretsamt Gießen.

Dr. B r e i kke r t.

Gießen, den 19. Januar 1906. 8 e t r.: wie oben.

Das ßrüfibertoaliibe Kreisamt Gießen am die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir beauftragen Sie, vorstehende Bekanntmachung sofort «imd sodann dreimal in Zwischenpausen von zwei Tagen ortsüblich bekannt machen zu lassen.

___Dr. Breidert.________________________

Bekanntmachung.

Bktr.: Die Ausscheidung der alten Krosdorfer Straße aus dem Kreisstraßennetz.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Kreistag des Kreises Gießen beschlossen hat, die fernere Unter» IChinq. der alten Krofdorfer Straße aufzugeben, nachdem turch die neuerbaute Kreisstraße nach Krofdorf ein vollgiltiger Ersatz für dieselbe geschaffen ist.

Gießen, den 20. Januar 1906.

Großherz-mliau" >{'-'i5a-mt Gießen.

Dr. Bretdert.

Kiautschou.

Ter Presse sowie dem Reichstage ging die alljährliche Denkschrift über die Entwickelung de? deutschen Kiautschou- geldieteS zu. Sie ist wieder mit einer Anzahl schöner Jllu- sircationen geschmückt:' einem Panorama von Tsingtau, einem selchen vom Annie-Schacht der Schantung-Bergbau-Ges., Ülb'bildungen des großen Hafens rc. Trotzdem sich die Ein- wiikkungen des russisch.japanischen Krieges im größten Teile t>?E Berichtsjahres auch in der deutschen Kolonie für Handel unS> Schiffahrt noch geltend machten, weist die Kolonie auf oll«n Gebieten des wirtschaftlichen Lebens erfreuliche Fortschritte auf. Tie Einnahmen stiegen von 501 946 Dtk. Ulf' 1 001 170 Mk. Der Schiffsverkehr wuchs von 337 auf tlJ Schiffe mit 420517 Registertons an. Auf der Schan­is-Bahn steigerte sich der Verkehr von 195 905 auf 780)228 Personen und von 125 303 auf 279 740 Tonnen Fcaochtgüter. Die Einkünfte des chinesischen Zollamtes Tsingtau «Muchrten sich von 618 000 auf 796 000 Dollars. Der Berit des Durchgangshandels betrug 32 426 596 Dollars 6i9e,n 24 861 262 Dollars im Vorjahre. Den Bedürfniffen dcS wachs, üben Handels entsprechend wurde die Angliederung M deutschen Kiautschougebieles an das chinesische Zollgebiet

zum 1. Januar 1906 vereinbart. Von der neuen Regelung deS ZollivesenS wird eine Erleichtening deS Handelsverkehrs, namentlich ein Aufschwung der industriellen Entwickelung der Kolonie erwartet. Das Freihafengebiet, welches bisher daS ganze Schutzgebiet umfaßte, wurde auf den Hafen selbst und daS anstoßende Gelände beschränkt. Als Ersatz für die Mehreinnahmen anö dem Zollanschluffe führt das chin. Seezollamt jährl. 20% der Einnahmen aus den Einfuhrzöllen an das Gouvernement ab. Die Gcsundhe'tsverhältniffe sind die besten an der ganzen ost­asiatischen Küste. Infolge der zunehmenden Bedeutung Tsing­taus als Handelsplatz wurde eme einheitliche, die gesamte Kaufmannschaft umfaffende Handelskammer gebildet. Die Nachfrage nach Land war lebhaft, die private Bautätigkeit rege. Ein großes, Schiffe bis 16 000 TonS ausnehmendes Schwimmdock wurde bereits in Benutzung genommen. Ein großer Kran von 150 Tons Tragfähigkeit wurde aufgestellt Zum ersten Mal wurden Schantung-Kohlen in größeren Mengen nach Tschisil, Tientsin, Schanghai und Hongkong ausgeführt. Die Denlschrist macht ferner Mitteilungen über die mit den Laienbeisitzern de? Gerichtes des Schutzgebietes in Zivil- und Strafsachen gemachten Erfahrungen, die als durchaus günstig bezeichnet werden. Die Denkschrift betont, daß die Mit- Wirkung des Laienelements, insbesondere von Männern in der Praxis des wirtschaftlichen Lebens, nicht nur für die Rechtsprechung aus Grund des geltenden Kolonialrechts erwünscht sei, sondern auch für dessen innere Fortbildung; dies bezieht sich sowohl aus den Ausbau eines Handelsgewohnheitsrechtes als auch auf die bedeutsamen Aufgaben, die der Gesetzgebung aus kolonialrechtlichem Gebiete noch gestellt sein werden. An der deutschen Gouvernemcnt- schule wurde der Lehrplan des Reform-Realgymnasiums ein» geführt.

Tie Denkschrift ist zu beziehen durch die Verlagsbuch­handlung von Dietrich Reimer in Berlin SW., Wilhelmsir. 29, zum Preise von 3 Mark.

Lcrrlameirtcrri scher.

Berlin, 24. Jan. Die Budgetkommission des Reichstages setzte heute die Beratung des JnoalidenfondS fort. Der Staatssekretär des ReichSschatzamtes Frhr. von Stengel erklärt, eine Erwägung über die Vorschläge den Kriegsfonds betreffend, werde stattfinden, er glaube aber nicht, daß eine Aenderung erfolgen werde. Nachdem der Abg. Dr. Arendt (Rp.) noch als einzige und beste Hilfe für den JnoalidenfondS die Wehrsteuer befürwortet hat, wird das Gesetz betr. die Stärkung des JnoalidenfondS ange­nommen und der Etat des JnoalidenfondS genehmigt. Die Budgetkominission bewilligte im weiteren Verlaufe der Sitzung den Etat deS ReichSschatzamtes bei dessen Titel 8, der eine Erhöhung des Fonds zu Beihilfen an hilfs­bedürftige Kriegsteilnehmer aus den Jahren 1870 71 von 14 auf 16 Mill. Mark vorsieht. Erzberger (Ztr.) regt die Einbringung eines Nachtragsetats zur Er­höhung des Fonds für Kriegsteitnehmer an, um alle aner­kannten Bedürfnisse zu befriedigen. Graf Oriola beantragt Vorlegung eines solchen Nachtragsetats, worauf Staats­sekretär Frhr. v. Stengel erklärt, er stehe dem Antrag sym­pathisch gegenüber. Der Antrag Oriola wird einstimmig angenommen.

Die erste Abstimmung über dieBrausteuer. In der Mittwoch-Sitzung der Steuerkommission des Reichs­tages wurden die. Verhandlungen über die Brausteuer fort­gesetzt. Bei der Abstimmung wird der Antrag Müller- Sagan-Lenzmann, nach welchem eine Erhöhung der Brau­steuer überhaupt nicht eintreten soll, gegen die Freisinnigen und Sozialdemokraten abgelehnt, ebenso der Eventualantrag Müller-Sagan-Lenzmann. Auch die grundlegende Bestimm­ung betr. die Staffelung in der Regierungsvorlage wird einstimmig abgelehnt. Der Antrag Speck wird sodann mit 15 gegen 12 Stimmen angenommen. Dieser Antrag schreibt vor, daß eine Kontingentierung auf Grund der letzten drei Jahre vorzunehmen ist; als Staffel wird vorgeschlagen: 500 dz 4 Mk., 1000 dz 4.50 Mk., 2000 dz 5 Mk., 3000 dz 5.50 Mk., 4000 dz 6 Mk., 5000 dz 6.50 Mk , 7500 dz 7 Mk., 10 000 dz 7.50 Mk., über 10 000 dz 8 Mk.

Graf Fincken stein hat im Herrenhause folgende Interpellation eingebracht: ,Erscheint es der Staats­regierung möglich, die vaterlandsfeindlichen Unternehmungen der Sozialdemokratie mit den Mitteln der bestehen­den Gesetzgebung erfolgreich zu bekämpfen?"

Eine Jnseratensteucr in Sicht.

IN Anbetracht des Widerstandes, den die bei der Reichs- finanzresorm emgebraebten neuen Stcuerprojekte in nniten Streif m finden, ist, wie uns von glaubwürdiger Seite mitgctcilt wird, von verschiedenen Ncichstagsabgeordneten der Gedanke in ernst­liche Erwägung gezogen worden, eine Jnseratensteuer in Vorschlag zu bringen. Soweit über ihre Ausgestaltung etwas verlautet, soll die Jnseratensteuer von dem Verleger der betreffenden Druckschrift erhoben werden, der sie aber zweifellos, um überhaupt zu einem Profit zu gelangen, auf die Inserenten ab­wälzen müßte. Sie wäre ferner nach einem bestimmten Satze für eine gewisse mit Inseraten bedruckte Raum fläche zu ent­richten und dabei in Abstufungen nach der Höhe der Auflage der Druckschrift, bezw. auch nach der .Größe des Ortes, wo sie erscheiM, zu berechnen. Schwierig, ja. fast unmöglich würde es sein, die unter der Verschleierung einer geschickten Reklame im redaktionellen Teil einer Zeitung ober Druckschrift austretcndcn Inserate mit der Steuer zu fassen._______________

'Aus S.adt und Lau-.

Gießen, den 25. Januar 1906.

In Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Groß Herzog am Mittwoch u. a. Hauptmann z. D. von Altrock, Bezirksosfizier beim Landwehrbezirk Friedberg und Hofjunker von Zangen von Friedberg.

Da? Ehrenzeichen für Mitglieder frei­williger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließ­ung S. K. H. des Groß Herzog 8 dem Mitglied der frei­willigen Feuerwehr zu Schlitz Paul Hoffmann.

**Eine interessante Hofnotiz. Nach der .Darmst. Ztg.E empfing S. K. H. der Groß Herzog am gestrigen Mittwoch auch eine Deputation der Garten-Vorstadt-Vereinigung am Hoblen Weg zu Darmstadt, bestehend au5 dem Pro­fessor Olbrich, dem Mitglied des Reichstags Cramer, dem Metzgermeister Hechler und dem Kaufmann Scheuermann. Cramer ist bekanntlich der so z ia l d e m 0kr. Vertreter deS Wahlkreises Darmsladt-Groß-Gerau. Man darf darauf ge­spannt sein, was die Berliner und andere Genoffen zu diesem neuesten Schritt vom Wege eines süddeutschen Revisionisten lagen werden. Nach Ulrichs zweistündiger Unterredung mit dem Großherzog und Dr. Davids Disziplinlosigkeit, im bürgerlichen" Goethebund zu Bremen aufzutreten, ist setzt ein leibhaftiger sozialdemokratischer ^Abgeordneter freiwillig zu Hofe gegangen. Rosa, verhülle trauernd über die un­geratenen hessischen Genossen dein parteipriesterliches Haupt.

* Zu Mitgliedern des ReichSgesundheitS- rateS wurden vom Biindesrat am 11. Januar d. Js. für die Zeit bis zum 91 bl auf des Jahres 1910 u. a. gewählt: Dr. H. Kassel, Direktor des Hygienischen Instituts, ordent­licher Profeffor an der Universität G ießen; Profeffor Dr. I. Mayrhofer, Vorsteher deS Chemischen UntersuchungS- amts, Mainz; Geheimer Kommerzienrat Dr. LouiS Merck, Fabrikbesitzer, Darmstadt; Geh. Ober-Medizinalrat Dr. Neid­hart, vortragender Rat in der 9lbteilung für öffentliche Ge­sundheitspflege im Ministerium des Innern, Darmstadt; Me­dizinalrat Dr. Vogt, Butzbach.

** Kranbauer 'scher Quartett-Verein. Ain Sonn­tags 11. Februar, findet im Saale des GesellsckrnftsvereinS daS "'jährlich veranstaltete Wohltätigkeits-Konzert statt. Ter Ertrag wird auch diesmal den fttnbevn unserer unbemittelten Mitbürger zugute kommen. Bisher hat der Verein noch stets mit vollem Erfolge sein Unternehmen abgeschloffen, so daß wohl zu erhoffen ist, daß auch diesmal ein namhafter Detrag erzielt »verden wird. Universitäts-Musikdirektor T r a u t m a n n , der seit kurzem den Verein leitet, w-ird am 11. Februar zum ersten Male mit der saugeSfrohen Körperschaft in die Oeffentlichkeit treten, was gewiß in musikalischen Kreisen ein größeres Jntereffe er­regen wird; außerdem wird der Verein selbst nur den chorischen Teil übem-'bmen, die Soli usw. sind ausschließlich von BerrifS- kräften gütigst Übernommen worden. Trotzdem wird an den biS- berigen bescheidenen Eintrittspreisen festgehalten werden, um eS jedem zu ermöglichen, sein Scherffein mit beizutragen.

Einen Aufruf an bi e deutsche Studenten- schäft richtete die Darmstädter Burschenschaft .German ia\ mit dem sie zu Sammlungen für die balti­schen Flüchtlinge auffordert. In dem Aufruf heißt e§:

Mötzlich und unaushaltfam ist ba§ Verderben über sie heretn- gebrochen. Und wir, die Volksgenossen l Sollen wir ruhig und untätig zufehen, wie dieses Jahrhunderte alte baltische Deutschtum von einem verhetzten und verdorbenen lettischen und esthinschen Pöbel ausaerottet, von den alten Edelsitzen und ans den deutschen Städten vertrieben wird? Viel ist verloren an Leben und Gut. 'N her schon beginnt die baltische Ritterschaft noch mitten im Kamp' darüber nachzusinnen, wie das Zerstörte wieder aufyu- bauen ist, wie ohne Unterschied des Standes allen jenen geholfen werden kann, die während des Bürgerkrieges ihres Vermögens und ihrer Einkünfte beraubt wurden . . . Deutsche Studenten! Wenn die sozialistischen Arbeiter Deutschland? sammeln, um die russische Revolution durch Geldbeträge zu unterstützen, jene Revolution, die sich gegen Deutsche richtet unb deren mühsam Errungenes in daß und Habgier zerstört, so ist eS Zeit, daß alle nationalen Kräfte Deiitschlands ans Werk gehen, um diese Schande des beut- chen Namens auszngleichen/

* Gesamtsitznng beS Hessischen Lanbwirt- chaftsratS. Der Hessische Landwirtschaftsrat hält Montag, 29. Jan. vorntittags im Hause der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe zu Darmstadt eine Gefamtsitzung ab. Auf der Tagesordnung stehen u.a.: Stellungnahme zum Ent­wurf des Haltptstaatsvorauschlags für 1906. Antrag des Geh. Regiermigsrats Reich-Meyken, betr zeitliche Verlegung der alljährlichen Butterkonkurrenz der Deutschen Landwirtschafts­gesellschaft. Anfrage der Königl. Eisenbahndirektion Frank­furt a. M., betr. Detarifierung von Stangenhölzern. Anfrage des Deittschen Landwirtschaftsrats, betr. Beteiligung deS Groß- herzogtitmS Heffen an der Kartoffelerntesehätzung. Beschickung der Wanderausstellung der Deutschen Landwirischaftsgesell- chaft zu Berlin. Festsetzung eines einheitliehen TypS für die hessische Edelschweinzüchtimg. Anfrage des Großh. Mmisteriums, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, betr. Ab- änbentng der Obstbaustatistik. Die Unsallverhütungsoorschriften der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft. Ver- etzung von ainerikanischen Hölzern aus dem Spezialtarif I in Spezialtarif II.

Ftnsternisse im Jahre 1906. Im Jahre 1906 werden drei Sonnenfinsternisse und zwei Mondfinsternisse statt- inben, doch wird in unseren Gegenden nur die erste Mond- 'insternis sichtbar sein, und auch diese nur zum Teil. Diese Finsternis ist eine totale und ereignet sich in den Vormittags­stunden des 9. Februar. Sie beginnt um 6 Uhr 57 Minuten und endet um 10 Uhr 37 Minuten, und wird in der west­lichen Hälfte Eltropas, tin nordwestlichen Teile Afrikas, im Atlantischen Ozean, in Amerika, im Großen Ozean und auf der Ostküste Australiens sichtbar sein. In unseren Gegenden geht der Mond schon vor dem Beginn der Totalität unter.

Bad-Nauheim, 24. Januar. In ihrer heutigen Litzung übertrug die Stadtverordnetenversammlung die als­baldige Lieferung und Fertigstellung der Kabel für die elek­trische Anlage auf die Siemens & Schuckert-Werke in Berlin.

Kassel, 24. Jan. Neichstagsaba. Lattmann erstattete hier einen Rechenschaftsbericht über seine Tätigkeit im Reiehs- tage. Im Laufe der Verhandliingen kam Sattmann auch auf den Vorwurf zu sprechen, den man ihm kürzlich in Mar­burg von national-sozialer Seite gemacht hat, daß er dort eine Agitationsoersammlung halte,' anstatt im Reichstage 3tt