Ausgabe 
26.6.1906 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

lnrhWtr,«m

!

o> Sh. onte, bnü0 *nilhqen W« qcbou cn S I

«S fit b' "l,s > Sc> der 6in>n r ^bcn '»rch §u c' ,'u'fl ber «icht. 0 3°9§ mit 3»ni. Dcr (t 3. bs. » S(tl9et, tau

ZM r.J ?.cnn von Ober. ' ivurde biircR 'S* ®'benf. 17 ,U6- 6'9tt sfch »f? JQ,tl9cS!,9tr. A"w«m Ddgiltl lbb" 9,dS*4m.

£ f58" »*t " M F-l. Milbe

Rechlz. b" Hiebe. $tr f8or. taScrjtt omsjtibd MSwteinS unb bann «hi«, bas leibet bitt» ' S UHt geflitt «eine seht halb ab. ,cr doch noch bis in die e»te nachmittag bewegte ie ^rtSstrahen und dann anders jir ihren Rechten, e Feier, die sicher allen cung bleiben wird. . Juni. Ein wollen« vom Taunus her über ie geilem nachmittag in n und störte die in ner- i, Burg-Gräsenrode) an« i|ten sich in den Straßen

dem unter Leitung bei Bohrtürme an bei Wem gehörig, mürbe n bohrte, wie S. Saut. 0 und 500 Meier em )u Bchrnngen werden mb von großem Weck, -eres industrielles Unter«

Der hiesige Kirchen- sen, auch hier künftig rtage nach Cftcrn zum letzten Mal am

22. Juni. Etwa 2lM Wegweiser an her die' Entfernung mit jenen von Eisenbach M nq-br»n ®egnf* chrnwg dortr von n°ch Z näbtenb er con W»

* V], km ** . Distern M*

vorzüglich Hb vor biriclP nocfl R an M <#1!? Lcrf ^ort-' das '^2 'berge- *VJ5«W

;ä. Sun'- ®*j, Dust-' lol-n ®A frinlto. *

zS'-'l

Ä>5*

>*ö>«**. Ddgr? Erd">e^

«?Ä 'S- y'1

Gerichtssaal

GZsenbahn-Zertung

Telefonische Kursberichte

98.60 Hamburg-Amerik. Paketf.

Harpener Bergwerk. .

. 116.90

. 97.20

Prince-H enri-Ei senb ahn . 151.50

. 215.30

Höchste Temperatur am 24.-25. Juni

24.-25.

Niedrigste

33 90

144.75

Kaplan des Hausest eine Messe zu cele-

148.20 130.60

264.00 219.00 160 60 216 00 240.50 126.40 126.50

100.40

100.60

96.05

99.70

88.05

99.75

88 05

. 169.70

. 138.10

. 235.50

. 186.00

. 182.50

. 157.50

. 208.50

Harpener Bergwerk. Laurahütte . . . Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . . .

Türkenlose . . .

= + 19,7° C.

= + 15,7° C.

Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Dentscb-Asiat. Bank Diskonto-K ommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .

69.80

70.70

89.00

95.20

96.20

147.00

54.20

90.70

70.30

327< 3% 3K°/< 3% 3m am

Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Oberscliles. Eisen-Industrie

Türkenlose......

4% Griecb. Monopol-Aul..

4% äussere Argentinier .

3°/0 Mexikaner . . . . 4^% Chinesen . . . .

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: träge.

brieren, sprang ein junger Mann auf das Trittbrett deS Wagens und st test dem Priester einen Dolch sie« b e n m a l in die B r u st. Der Priester war sofort tot. Der Mörder ist ein bekannter Änarch ist. Tas Motiv zu der Tat ist unbekannt.

Rom, 25 .Juni. Der Mörder des 85jährigen Priesters ist ein Anarchist Namens Desamotis, welcher jedoch nicht diesen, sondern einen anderen Priester erm orden

Automobil angerannt, sodaß Conradi und ferne Frau in großem Bogen auf die Straße geschleudert wurden, glücklicherweise ohne schwere Verletzungen davonzutragen. Als die Droschkeninsasscn den den Automobilisten stellen wollten, wurden sie von dem Wagenführer mit einem Nevolver bedroht. Das Automobil sauste davon, ohne daß Buchstabe und Nummer fcstgestellt werden konnten. "

X Kass el, 24. Juni. Ter Vertrag über den Ankauf deS alten Theatergebäudes durch ein Bankkonsortium ist von den Kommerzienräten Pfeiffer und Plaut, als Ver­tretern deS Konsortiums, in Berlin unterzeichnet worden. Ter Kaufpreis beträgt über 2 Mill. Mark.

Temperatur der Lahn und der Luft

in der Mülle r'scheu Badeanstalt.

Wasser 16° R.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 27. Juni 1906: Meist heiter, nur zeitweise leicht bewölkt, ^.rocken. Temperatur wenig verändert.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

gemeinschaftlich mit der jetzt verstorbenen Frau deS Wirtes Göbel versuchten Giftmordes an dem Ehemann Göbel zu 14 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.

Berlin, 26. Juni. Durch eine merkwürdige Ver­kettung von Umständen kam es gestern Mittag auf dem Telephon - Be rm i t t elun g Sa mt FricdrichSberg zu einem

Aktien

Bochum Guss . . .

Buderus E. W . .

' Zwei b rücken, 23. Juni. Tas Schwurgericht verurteilte heute den Joses Brückel von Badenscheuern lueqen Lustmordes (in der Ehefrau des Dienstknechts Braunert von Landau in der Pfalz, z u m Tode. Ter Angeklagte wurde vor einiger Zeit vom Schwurgericht in Konstanz wegen eines gleichen Lustmorde?, be­gangen an einem jungen Mädchen, zu lebenslänglichem Zuchthaus

Elektriz. Lahmeyer . . , Elektriz. Schuckert . . . Esch weil er Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk .

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

Frankfurter Börse, 26. Juni, 1.15 Ehr.

Karlsruhe, 20. Juni. Minister v. Marschall hat dem preußischen Minister der öffentlichen *2(rbciten mitgeteilt, die Großh. Regierung müsse von dem ihr durch Artikel 7 des Staalsvertrages über die Vereinfachung der Main-Neckarbahn zustehenden Rechte der Festsetzung der Tarife Gebrauch machen und für den

Tendenz: behauptet.

Berliner Börse, 26. Juni. Anfangsknrse.

. . 253.00

. . 129.30

daß er bei lebendigem Leibe eingemauert werden solle. Vorher wurde er eine Zeitlang täglich ausge­peitscht. Die Schlußhandlung der Tragödie fand in voller Oeffentlichkeit statt. Um die Maurer, die Mesfewi ein­mauerten, versammelte sich eine dichte Menschenmenge, die den vor Entsetzen am ganzen Leibe zitternden Verbrecher ver- bedauerlichen Unfall. Drei Telephon t st innen wurden höhnte. Zwei Tage lang hörte man ihn ununterbrochen vom elektrischen Strom verletzt. Eine Telephonleitung war in Todesangst schreien: von draußen antworteten ihm gerissen und auf die Straßenbahn-Oberleitung gefallen, an Spottreden. Am dritten Tage hörte man von dem lebendig der zur gleichen Zeit Neparaturarbeiten vorgenommen wurden. Begrabenen keinen Laut mehr. Die Damen wurden von dem Starkstrom getroffen und brachen

zusammen. Zwei erholten sich bald wieder, bei der dritten machctn sich schwere LähmungS-Erschcinungen be»

gestellt.

Rom, 26. Juni. Ms der 85jährige Doria nach der Dikta Pamfili fuhr, um

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Märkte.

Kießen, 26. Juni. Marktbericht. Auf heutigemWockenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.001.10 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Mq., 2 Stck. 00-00 Pfg., Gänseeier 0000 Pfg., Enteneier 7 Piq., Käse vr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Pfg. Erbsen v. Mund 22Pfg., Linsen p. Pfund 32Psg., Tatlben vr. Paar 0,80-1,00 Mk., Hühner pr.St. 1 001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück I',802^20 Mk., Gänse vr. Pfd. 0000 Pfg., Ocbscnfleisch pr. Md. 7684 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 7072 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 80-86 Pfg., Schweinesieisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 8084 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 6080 Pfg. Welsche per Pfund. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,000,00 Mk., Zwiebeln vr. Ztr. 6,008,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel^ ver Pfund 35 bis 50 Pfg., in Körben 00 Pia., Nüsse 100 Stück 5000 Pfg., Birnen per Pid. Mk. 0.000.00, Kirschen per Pid. 2530 Pfg.. Weißkraut per Stück 00 Pfg., per gentner Mk. 0.00-0.00. Marktzeit 71 Uhr.

. 159.50

. 137.70

. 235.10

. 82.70

. 157.30

Original-Drahtmel-nngen.

Kassel, 26. Juni. Durch den Altenbeker Tunnel ist nach elfmonatlicher Sperrung der erste Eisen­bahnzug, ein sogenannter RevisionSzug, gefahren. Die Kasseler Eisenbahn-Direktion macht bekannt, daß die völlige Wiederinbetriebsetzung am 1. Juli, morgen?, erfolgt.

Hannover, 26. Juni. Die bürgerlichen Parteien verzichteten auf die Einlegung eines Wahlprotestes gegen das Ergebnis der Neichstagswahl.

Elberfeld, 26. Juni. DaS Schwurgericht verurteilte den städtischen Oberassistenten Fuhrmann wegen deS

. 33.60

. 126.50

. 146.10

verurteilt.

Neisse, 28. Juni. Das Kriegsgericht der 7. Division ver- urteilte den W a ch t m e i st e r T o l k tn i 11 vom 6. Husarenreqimeiit wegen Betruges und Unterschlagung von 2700 Mark R e g i m e n t s g e l d e rn zu 2*/? Jahren Gefängnis, Degradation und Versetzung in die zweite Klaffe des Toldatenstandes.

wattigen und nach der Polizeiwache zu bringen. In dem I Kampfe hatte sie ihr Haupthaar, eine schöne goldhaarige Perücke, verloren und auch ihr Seidenkleid war in Stücke | zerrissen worden, wobei es sich herausstellte, daß man cd | nicht mit einem Mtglied des zarten Geschlechts, sondern mit einem herkulisch gebauten Mann zu tun, hatte. Es war ein Matrose, der, von seinem Kriegsschiff auf einige Tage beurlaubt, nach London gekommen war, um sich zu amüsieren, wozu er jetzt bei dreimonatiger Zwangshaft ausreichend Zeit sinden wird.

* Lebendig begraben. Ter marokkanische Blau­bari Mesfewi, der gegen dreißig Frauen und Mädchen u mb rächte, hat in Marrakesch sein Ver­brechen mit seinem Leben gesühnt. Mesfewi, ein Schuh­macher, der seine Opfer in seinen Laden lockte, ihnen dort Gewalt antat und sie dann tötete und im Keller seines Hauses vergrub, sollte zuerst gekreuzigt werden. Später jedoch entschieden die marokkanischen Gerichte,

Beichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . .

Oberhessen

Ter Dreyfus-Prozetz.

Paris, 25. Juni.

Der heutigen Verhandlung wohnten zahlreiche Zuhörer bei, darunter Madame Dreyfus, Mathieu Dreyfus, Oberst Picquart, Madame Zola.

Der Generalstaatsanwalt Baudouin führte zunächst aus, die Revisionsrichter befänden sich durchaus nicht in Verlegenheit, wie man behauptete, denn es seien nicht nur zahlreiche Fälschungen im Dossier des Nachrichten­bureaus entdeckt worden, sondern man kenne auch be­stimmt die Urheber dieser Fälschungen. Er sei, wie der Berichterstatter, von der U n s ch u l d D r e si f u s' über« eu g t und der Ansicht, daß keines der gegen Drevfus ins Feld geführten angeblichen Beweisstücke eine nähere Prüfung vertrage. Die Revision sei auf Grund von drei neuen Tatsachen erforderlich, entgegen der Ansicht des Be­rich terstattcws seien aber außer diesen drei noch andere Tat­sachen vorhanden. Der Staatsanwalt weist nach, daß Esterhazv unzweifelhaft der Urheber des Bordereaus sei Der Generalstaatsanwalt schildert die Rolle des Obersten Sandherr bei der Anfertigung des Bordereaus und führt weiter aus, wenn das Bordereau Esterhazys und nicht Dreyfus' Werk sei, so könne dieser kein Ver­rät er sein: endererseits sei aber auch Esterhazy kein Ver­räter, da er ja lediglich der G e g e n s p i o n gewesen sei.

In seinen Ausführungen griff der Generalstaatsamvalt insbesondere den früheren ?rieqsminister Senator Mer­cier an, dem er vorwarf Verbrechen auf Verbrechen ge­häuft zu haben, um die Verurteilung von Dreyfus durch­zusetzen.

Der Generalstaatsanwalt erinnert dann daran, daß der Antisemitismus in der Dreyfusaffäre eine be­trächtliche Rolle gespielt habe, und kommt nach eingehender Darlegung der Verhandlungen vom Jahre 1894 zu dem Schluß, btc Verurteilung Dreyfus sei damals nur mittelst ausgesprochenster Verbrechen durchgesetzt worden.

Vcrmiidytak

* Neues Erdbeben in Amerika. Wie ein Telegramm aus New Port berichtet, wurden in Santiago ^wei' Erdstöße verspürt. Viele Gebäude wurden leicht beschädigt, und eine große Menge zerbrechlicher Sachen ist zertrümmert worden. Einige Personen sind durch fallende Gegenstände verletzt. Tausende von den Ein­wohnern blieben während der folgenden Nacht tm Freien, aus Furcht in ihren Wohnungen begraben zu werden.

* Die boxendeDame". Kürzlich bemerkte ein Schutzmann bei der Eisenbahnstation von West Croydon (Qonbon) eine sehr fashionabel angezogene Dame, deren auffälliges Benehmen ihn veranlaßte, an sie heranzutreten und sie zu ersuchen, sich zu entfernen Sie Dame ant­wortete mit rauher Stimme, wobei sie sich emer mchts weniger als salonfähigen Sprache bediente. Der Schutz­mann drohte ihr mit der Mrhastung und erhielt als Antwort einen Faustschlag ins Gesich : er versuchte dann die Dame zu fassen, die ihn, aber alsbald mit emem an­deren Schlage zu Boden streckte. Andere Schutzleute kamen herbeigeeilt und versuchten, sich der Dame zu ver­sichern die aber alle Versuche höchst ersolgreich abwehrte und sich durch deii Beifallsjubel einer rasch zusammen- aestromten Menschenmenge in ihrem Widerstande ermutigt sab Zwei Polizisten wurden mit blutenden Nasen und verschwollenen Augen außer Gefecht gesetzt und es be­durfte sieben Schutzleute, um die Dame endlich zu über-

4?; Oesterr. Goldrente. . 4'/,°» Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4)4% rass. Staatsanl. 1905 4K0'» japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903

G Das Ende einer italienischen S k a n d a 1 a s s ä r c- inerkbar. .

Nach etwa zweimonatlichen Verhandlungen endete, der Schwur- Kissing en, 26. Juni. Der preußyche Kultu8-Mlm- gerichtsprozeß gegen den Kavallerieleutnant Ettore, ftcrialdircktor Alt hoff liegt hier schwer krank darnieder, der seinen Reannentskameraden und intimen Freund, den Ober- Lüttich, 26. Juni. Hier hat sich eine Familien- «eutnant Matter, rnr Sabelduell getötet hatte. I . .

Ettore batte ftch von der pervers veranlagten Gattin Matteis ver-1 ra g o dr e abgeipiclt. Eine junge Jüivc, bie UN tröst sichren lassen. Daraus kam es zu einenr Pistolendliell init zehn- lich über den Tod ihres Gatten war, tötete ihr nraligenr Kuqelwechsel. Als dies unblutig verlief und die beidenI vierjähriges Kind und sich selbst durch Revolverschüsse.

Gegner btc Sacl^ für erledigt erklärten beiahl der Oberst des Warschau, 26. Juni. In der Czystevorstadt wurden

Regunents, das Duell auf Sabel fortulsetzen. Schon im erstens . ' . ' qir> <

Gang spießte sich der Ehemann int Säbel des Galans auf. Tas drei als Spitzel bekannte Manner erschossen. Als die

Schwurgericht verurteilte Ettore zil f echs^Jahren Gefängnis. Leichen nach dem jüdischen Hospital gebracht werden follten, ~ ~ wurden auf den Transport Revoloerschüsse aus den Fenstern

abgegeben. Ausmarschierende Infanterie beschoß diese Häuser. Durch die gewechselten Schüsse wurden sechs Personen getötet. Die Zahl der Verwundeten ist noch nicht fest-

Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Aus­stattung, stilrein und preiswert die

Brühische Universitäts - Druckerei, Schulstr* 1

wollte.

uuu/lv vv. ............ _______ _ , Mailand, 26. Juni. Auf der Linie Venedig-Udine

Fall des Zilstandekonunens der Tarifreform den Fahrpreis der foec ÜOn Venedig kommende Personenzug auf Bahn- 3. Klaffe in den Personenzugen für die auf badüchem Gebiete ge- ' ? ra?;fprinn <^er

leqene Strecke dieser Bahn aus 2 Pfennig per Kilometerfesyehen. Hof ^sisarsa auf einen dort haltenden Outerjug. ~cc _ in !__________ _______ui; _______ IMaterialschaden ist sehr groß. Vierzehn Personen

Handel nnd verkehr, Volkswirtschaft. wurden leicht verletzt.

** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Wien, 26. Juni. Ein Aufsehen erregendes Nr teil) Georg Michael Jaeger, früher Zigarrenbändlcr, und d.'ssen hat hier ein aus Reserveoffizieren gebildeter Ehr en rat Eheftau, geborene Dein, beide in Mainz, wurde am 6. Ium, aefällt. Das .Kriegsgericht erkannte gegen Mitglieder nachm 5i/i Uhr, daS Konkursverfahren cröfsiiet. Rechtsanwalt Anti-Duell-Liga, die eilt Duell verweigern, dazu SS5ÖÄS WM ÖÄWsraS ttf«L-LLÄA ifiÄ «VS US s*ä."sss

Ehegatten^ lieber das Vermögen der Jnrma L. Wurthele, , Moskau, 26. Ium. letzter Ze^.t erhalten zayl. Koloniastvarenhandlung, sowie deren Inhabers K'auw'ann Leon- reiche htestge Dumaabgeordnete täglich ^rohbrrese, veson. Hard Würtbele in Darmstadt, wurde am 7. Ium, btrnit. berd Madjin und der fortschrittliche Priester Asanaßiew, 11 llfjr das Konkursverfahren eröffnet, da Zahlmigsunfälsigkest für ihr Verhalten in der Duma her Tod ange»

besteht. Kaufmann Dechcrt in Darmstadt wurde zum^Konkur^ K r 0 t asird. In einer Versammlung der Monarchisten vermalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1- ^lr 190b a>urde die Resolution gefaßt, die Verhängung des großen bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 anzumelden. lieber basl sisi^r die aenannten Deputierten, sowie die

Ä iMÄ 1 m, «SSÄHriS? ÄriH9belÄ »u 'v°r<ml°1i«n

das Konkursverfahren cröfnirt, da mehrere Gläubiger die Kon- Außerdem soll an den Eiligen Synod ein Kvllek tivgesuch kurseröfstning beantragt, ihre Forderrmgen imb die Zahlungs-- gerichtet iverden, den Priester Äfanaiew feiner Unfähigkeit des Gemeinichuldners gehörig glaubh.rft gemacht haben. W ü r d e zu entkleid en, weil er sich über die Dersug-- Rcchtsvraktikant Eduard Albrecht in Lber-Jngelheim wurde ungen des Synods ungebührlich geäußert habe.

Sunt Konkursverwalter ernannt. Koukursforderungen sind bis' zum 10 Juli 1906 bei dem Amtsgericht Lber-Jngelhctm anzu- melden - - lieber das Vermögen des Heinrich Wilhelm Pfeiffer jr., Schneidermeister zu Lsienbach a. M., Bteberer- straßc, wurde am 18. Juni, vorm. 1 Uhr, das Konkiirsvcrfahren eröffnet Rechtsanwalt Dr. Katz zu Offenbach wurde zum Kon­kursverwalter ernannt. Konkursfordcrungen sind bis zum 25. Juli 1906 bei dem Amtsigericht Offenbach anzumelden.

ICuttfi und Wissenschaft.

Eine a l l g e in e i n c U m >v ä l z u n g in b c r 93 er- Wertung der Elektrizität steht nach einer Ankündigung des Erfinders Edison bevor. In einer Unterredung mit einem Pressevertreter versicherte er, seine Erfindung bestehe in der Ver­wendung von Kobalt für ?l k k u m u l a t 0 r e n - B a t t e r i e n. Dadurch werde die Herstellung d e r A u t 0 m o b 11 e nm die Hälfte verbilligt. Edison gedenkt die großen Kobalt- Lager im Staate Nord-Karolina anszubeuten. Er habe selbst das Mineral an verschiedenen Stellen analysiert und gefunden, daß es für seine Zwecke vorzüglich verwendbar sei. Der Kobalt wird nur das halbe^Gewicht der bisher verwendeten Batterien haben, so- daß es möglich sein wird, bedeutend leichtere Wagen als bisher zu bauen.

Kopenhagen, 24. Juni. Die Nordostgronland- Expedition unter Leitung des Polarforschers Mylrus- Erichsen ist heute von hier auf dem ExpeditionsschiffDannuirk" abgeganqen. Tausende von Menschen waren anwesend und winkieu den Teilnehmern der Expedition herzliche Abschiedsgrüße zu. Kurz vor der Abreise liefen zahlreiche Telegramme cm, darunter cm solches vom König Friedrich, in welchem er die besten Wünsche für ein glückliches Resultat, sowie für das Wohl der Mitglieder auS- spricht.

Uttiversitäts-riachrlchten.

Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Heinrich E u r s ch in an», Ordinarius der speziellen Pathologie und Therapie und Direktor der medipuischen Klinik der L e i v z i g e r Universität, vollendet ain 28. ds. M. sein 60. Lebensjahr. E. ist geboren mit 28. Juni 1846 zu Gießen, genoß hier seine Vorbildung und widmete sich an der hicfiqcn Universität deut medizinischen Studiiim von 1863 bis 1868. Unter des Physiologen Eckhard und des Zoologen Leuckart Leitung lieferte er schon in seinen jungen Studentenjahren ärund- ?eaende Arbeiten. (.Zur Histologie des Muskelinagens der Vogel , .Beiträge zrir Phussologie und Pathologie der Klkinhirnschenkel. ) Nach Vollendung seiner Studieit war er drei Jahre als Assistenz­arzt am St. Rochusspitale in Mainz tätig. Im Jahre 1871 siedelte cr nach Berlin über, wo er sich vor allem an den Be­gründer der pathologischen Physiologie L. Traube auschloß. 1874 habilitierte er sich als Privatdozent in Berlin Schon 187o wurde ihm die Direktion des städtischen Krankenhaiises Moabit übertragen, welche Stellung er bis zii feiner Ernennung zum Direktor des städtischen Krankenhauses zu Hambl.rg (18791imne hatte. Die Berufung als ordenll. Prof., Direktor der Medizin. Klinik und städtischer Dberarzt nach Leipzig erfolgte 1888, 1892 erfntil er den Titel eines Geh. Medizinalrats. Seine wisseiischastlichen Arbeitcii, kennzeichnen ihn als eine Autorität.

Juni 1906

Barometer auf 0° reduziert

Teinpcratiir der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

25.

0

18,7

12,9

81

W

9

Bed. Himmel

25.

752,3

16,6

13,0

93

still

still

Klarer Himmel

26.

7

753,1

15,1

11,8

92

SW

2

Beo. Himmel