Ausgabe 
24.1.1906 Zweites Blatt
 
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Ein interessanter Lotterieprozeß

scha ftSkonzessioncn und die Stem pclp fl icht hieran.

** Der Verein Gietzener Z i t h e r fr e u n d e

rokkokonfcrenz hörte, glaubte der Krieg sei schon da; er reifte

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gliederbeiträge. 9. Bestimmung des OrteS der nächsten Haupt Versammlung. 10. Sonstiges.

Michelstadt zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Michelstadt.

** Erled igt sind 2 Lehrer stellen an der Ge­meindeschule zu Ober-Hilbersheim, Kreis Oppenheim, je mit einem evang. und einem kathol. Lehrer zu besetzen. Mit den Stellen ist Organistendienst verbunden.

deshalb schleuniast hierher um, wie er sagte, fernen Sohn, der hier in Militärdiensten steht, noch einmal zu sehen.

§ Bondorf, 22. Jan. Der Radfahrerverein Rabenau, Londorf 1902, beschloß, dos' ihm zugeteilte Bundesfest des Lahntal-Radlerbuudes am 8. Juli d. I. zu feiern. Um die Vorarbeiten des Festes zu besorgen, wurde eine Kommission gewählt, welche bemüht sein wird, Ein­richtungen zu treffen, die, wenn der Himmel günstig ist, den Teilnehmern einen genußreichen Tag in Aussicht stellen.

oerbandes Heppenheim: die Gründung einer Sterbefasse

ES starben an:

Tuberkulose llrebs Herzleiden Bronchitis Sevbis Schlagflutz Lebercirrhose Schwäche Selbstmord unbek. Ursache

nommen. Gr gab an dem Gröffmmgsabend einen Neberbllck über die geschichtliche Entivicklung deS Wechsels, und die Teilnehmer folgten mit regem Interesse seinen Ausführungen. Der nächste Vortrag und damit der eigentliche Beginn des Unterrichts ist aus Donnerstag, den 2b. Januar festgelegt. ES wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Unterricht nicht schulmäßig, sondern in Form von allgemein verständlichen Vorträgen gehalten wird, und alle Kreise also nicht nur Kaufleute Nutzen daraus ziehen können. Die Teilnahme ist für Mitglieder deS Kaufmännischen Vereins unentgeltlich und für Nichtmitqlieder gegen die geringe Ge­bühr von nur 6 Mark für den ganzen Kursus zugänglich. Hoffen wir, daß von der segensreichen Einrichtung aus­giebiger Gebrauch gemacht wird.

Der Landesverband der Bürgermeister im Großherzogtum Hessen hält am Montag dem 29. Ian., vormittags 10 Uhr, zu Frankfurt a. M. im Nechneisaal seine Hauptversammlung ab, die folgende Tagesordnung umfaßt: 1. Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden. 2. Vortrag

für die Verbaudsmitglieder. 6. Die Erteilung von Wirt-

Aus Stadt und Land.

Gießen, 24. Januar 1906.

-ftflr die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am nächsten Donnerstag ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Festsetzung des Mietpreises sür die vom Tiefbauaint benutzten Räume im vormals Dr. Rcatzschen Haug. 2. Polizeioerordnung, betr. die Trichinen-' schau. 3. Besetzung von Lehrerslellen an der Volksschule. 4. Ueberlassung der Turnhalle der Stadtknabenschule an die freie Turnerschaft. 5. Rechnung des Realgymnasiums und Ler Realschule für 1904, 6 a. Beschaffung eines Kranken­wagens.

** Der Kaufmännische Verein hat in feinem Be­streben an Belehrung und Unterhaltung reichlich zu bieten u. a die Einrichtung getroffen, daß jährlich ein Vortragskursus in einem kaufmännischen Fache stattsindet. So wurde voriges Jahr eine Vortragsreihe über Buchführung gehalten und jetzt ist eine solche über Wechsellehre eröffnet worden. Lehrer Fischer, der durch eifriges Studium das Wechselrecht be­herrscht, und schon jahrelang lehrt, hat den Kursus übec-

7. Rechnungsablage. 8. Festsetzung der nächstjährigen Mit

Wörf rntlid f Frbrrliill irr MreföHr in hfr Stobt ßiritai

3. Woche. Vom 7. bi? 13. Januar 1906.

Einwohnerzahl : angeiwmwen zu 29 000 linkt. 1600 Mann Militär) Cterblichkeitsüffer: 26,00 nach Abzug von 3 Ortsfremden: 20,41

Personalien. Ernannt wurde Wilh. Heist in

Summe 14 -3) 10 (3) 2 2

. Anm.: Tie klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel ver Lodeswlle m der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

j)otttlsche Tagesschau.

Berlin, 23. Januar. Amt?müde?

Zinn Nachfolger des früheren Staatssekretärs Dr. son Boetticher im Oberpräsidium der Provinz Sachsen soll nach derNat.-Korresp." ein aktiver preußischer Staatsminister in Aussicht genommen sein. Um Herrn von PodbielSki, den Landwirtschaftsminister, handelt es sich hierbei sicherlich nicht, toenn auch zunächst auf ihn geraten werden dürste. Wir wiffcn aus bester Qilelle, daß der Minister keine 'Neigung hat nach anderweiter Betätigung im Verwaltungs­dienst. Er will später in Ruhe seine Scholle bebauen. Es können also nur in Betracht kommen die Minister der Finanzen mnd des Unterrichts, Freiherr von Rhein haben und Dr. Studt. Von ersterem hieß es schon vor einiger Zeit, daß 'ihm die .Berliner Lust" nicht mehr zufage. Doch in höherem Maße gilt daS wohl vom preußischen Kultusminister, dem die Freude am Amt beeinträchtigt wird durch den Mangel an Beredsamkeit. Er sehnt sich, wie eS heißt, zurück nach der Tätigkeit im Oberpräsidium, und man rechnet in parlamen­tarischen Kreisen damit, daß er nach Erledigung deS Schul- unterhaltungsgesetzeS um Enthebung von seinem Amt nach­suchen wird. BiS zum 1. April dürfte die Entscheidung über diese Vorlage gefallen fein.

Laubach, 21. Ian. Nächsten Donnerstag, den 25. d. Mts., wird Landtagsabg. Dr. Weber hier und in Wetterfeld verweilen, um sich wegen verschiedener Wünsche mit den Gemeindevorständen ins Benehmen zu setzen. Für Metterfeld handelt eS sich um Errichtung eines Bahnhofs in Nähe der jetzt bestehenden Haltestelle, sowie Entgegennahme der Klagen der Mühlenbesitzer im Lautertale, entstanden durch die projektierte staatliche Wasserleitung von der Bingmühle nach Bad-Nauheim.

Kassel, 23. Ian. Daß ein Wechsel in der Inten­dantur des König!. Theaters bevorsteht, ist nunmehr sicher. Der Intendant der Kgl. Schauspiele, Baron v. Gilsa, hat sich auS Gesundheitsrücksichten veranlaßt gesehen, sein Abschieds­gesuch einzureichen. Auch Hofrat Zulauf, der zurzeit in seiner Vertretung die Geschäfte leitet, hat seinen Abschied eingereicht Betreffs des Nachfolgers des Herrn v. Gilsa erhält sich bie Annahme, daß Graf Bylandt-Rheydt in Aussicht ge-! nommen sei.

ölS LandwirtschaftSportefeuilleS von PodbielSki, geboren 1844, !ynb Graf PosadowSky mit 60 Jahren. Nach ihm kommen wir, vcnologisch gesprochen, zu den 50er Jahrgängen. Hier sieht der Leiter des ReichS-Marine-AmtS Exzellenz von Tirpitz >10. März 1849), obenan, und ihm schließt sich der Reichs­kanzler Fürst Bülow, geboren am 3. Mai 1849, an. Herr «on Budde folgt mit 54 Jahren; 53 Jahre ist der KriegS- minister von Einem, 50 der Verwalter der preußischen Finanzen Freiherr von Nheinbaben, und knapp 50 Herr Clemens Delbrück, der Handelsminister. Die 50 wird auch fr er Minister deS Innern von Bethmann-Hollweg, noch in diesem Jahre erreichen. Der neue Staatssekretär deS Aus­wärtigen Amtes ist übrigens auch der einzige Junggeselle unter'den preußischen Ministern. Alle übrigen sind verheiratet, Dr. Beseler Witwer.

_ , Kinder

Zusammen: Erwachsene: im vom

Gießener Strafkammer.

X Gießen, 23. Januar.

Ito verflossenen Sommer erschien der Maurer K. H. aus Neustadt a. d. Reiße in dem Geschäft eines hiesigen Bauuntev- nebmer« und erhob auf Grund eines von ihm gefälschten Zettels einen Vorschuß von 15 Mark. Der Verdacht, daß die Urkunde nicht, wie er angab, von dem Parlier herrühre, wußte er zu bescitigen, indem er behauptete, der Sohn des Parliers habe das Schriftstück im Auftrag seines Vaters angefertigt. Er ent­fernte sich mit dem Gelde und wurde kürzlich auf Grund eines Steckbriefs in Westfalen verhaftet. In der Verhandlung gab i er die Urkundenfälschung zu, ein Betrug habe ihm aber ferngelegeu, da er noch weit mehr a5 den erhobenen Betrag an die Firma zu fordern hatte. Diese Angaben tvurden aber durch Zeugen wider­legt. Weaen Urkundenfälschung und Betrugs wurde 7 8u 4 Wochen Gefängnis verurteilt, drei Wochen davon lud durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt anzusehcn. Durch W Schöffengericht Bad-Nauheim wurde der Wciß- bmdergeselle F. H. H. aus Schwalheim wegen Beleidigung L . dortigen Polizeidieners zu einer Woche Gefängnis verurteilt, seine Berufung wurde verworfen. Wegen einer Reihe unzüchtiger, Handlungen die öffentliches Aergernis errenfen und

«m tätlicher Beleidigung einer Frau wurde durch das Schöffen- §^ü>er H. K. zu Alsfeld zu 6 Wochen ^fängnis verurteilt. Seiner B er u fu n g wurde teilweise stattgc- da das Gericht die zuerstgenannten Handlungen als 183 ^llend erachtete, und somit mir noch

Anwendung kommen konnte. Rach Ansicht des Gerichts ist die Anzeige verspätet euigelaufen, sodaß!

^rtTfotticnlanfcfirs ans Hessen.

Bei der Beratung der großen Vorlage über die Er- ckoeiterung der Badeanlagen und die Neuschaffung mehrerer staatlicher Betriebe in Va d-Nau heim hatte die 2. Kam­mer an der für den Neubau des Elektrizitäts­werks geforderten Summe den zur Beschaffung einer Maschine notwendigen Betrag gestrichen, weil ein Punkt des zwischen der Großh. Badedirektion und der Stadt Bad- Nauheim über den Anschluß der Steckt an das Elektrizitäts­werk abgeschlossenen Vertrags Bedenken erregte. Tie Stadt hatte sich nämlich Vorbehalten, daß ohne ihre Einwilligung aus der neuen staatlichen Zentrale keine Kraft für eine elektrische Bahn abgegeben werden dürfe, und es bestand das Bedenken, daß dadurch die Herstellung eines wichtigen Verkehrsmtitels, wie z. B. einer elektrischen Bahn Fried­bergBad-Nauheim, auf eine Reihe von Jahren verhin­dert werden könne. Tie 1. Kammer war diesem Beschluß Leigetreten. Inzwischen hat die Stadt Bad-Nauheim auf die Bestimmung verzichtet und die Großh. Regierung hat nunmehr zunächst an die 2. Kammer eine dringl. Nach­tragsforderung gerichtet, worin außer den für die Maschinenzentrale bereits bewilligten 924 400 Mk. für den nach Maßgabe des Vertrages für beide Teile vorteilhaften .Anschluß der Stadt Bad-Nauheim noch 75600 Mk. gefordert werden.

Wird diese Vorlage von den Standen in Bälde ge­nehmigt, so kann die so sehr erwünschte Einführung des elektrischen Lichts in der Stadt Bad-Nauheim noch bis zur Eröffnung der diesjährigen Kurzeit erfolgen.

Ter 2. Kammer ist nunmehr, wie in früheren Land­tagsperioden, eine Vorlage über die Veräußerung zer­streut liegender ka m e r a l-fi s ka l i sch e r Grund­stücke zugegangen. Tie Vorlage bezweckt die Zustimmung des Landtags zur Fortsetzung der Veräußerung des landw. Hausdomänenbesitzes, soweit er in Einzclparzellen besteht, ernzuholen. Es liegt in der Natur der Sache, daß diese, ihn Interesse der hessischen Landwirtschaft und des Bauern­standes erfolgende Maßnahme, die schon bei den letzten drei Landtagen die einstimmige Billigung beider Kammern «gefunden hat, nur al!mählich im Laufe längerer Jahre zur Lurchführung gelangen kann.

Eine weitere besondere Vorlage betrifft die Muf- rösung des fiskalischen Hofgutes Merlau und die Veräußerung eines Teils der Grundstücke, die zu diesem Hofgut gehören. Tie Vorlage bezweckt die Erfüllung eines Wunsches der Gemeinde Merlau, in deren Eigentum die abzutretenden Grundstücke übergehen sollen. Vom Stand- Mnkt der Tomänenverwaltung aus spricht für die Auf- lösung dieses Hofg-utes auch der Umstand, daß es bei der zersplitterten Lage der Felder sich zu einer einheitlichen Bewirtschaftung weniger eignete und nur eine geringe Rente abwars. Taber besteht in der Gemeinde Merlan, deren Be­völkerung eine nicht unerhebliche Zunahme aufweist: 485 am ^ahre 190a gegen 439 tm Jahre 1900, ein Bedürfnis "ach Vergrößerung des bäuerlichen landw. Eigenbesitzes, zumal der Bergwerksbetrieb in der bortiacn Gemarkung amen nennenswerten Teil der Feld gründ stücke für sich bean­sprucht.

Tie Entwürfe der revidierten dermal* tungsgesetze sind der 2. Kammer erneut zugegangen.

Einstellung deS Verfahrens ivegen Verjährung erfolgen mußte.: Die Strafe wegen tätlicher Beleidigung wurde auf 3 Wochen Ge- sängnis festgesetzt. Der Witwe E. L. von Bad-Nauheims gingen im verflossenen Herbst 28 Strafbefehle zu, weil sie die bei ihr wohnenden Ku rfr em den nicht a n g e m e l de t hatte. Gegen das die Einsprüche zurückweiscude Erkenntnis des Schöffen­gerichts erhob sie Verilsimg, da sie der Ansicht war, die Straf-, taten seien verjährt, weil die ZustclliMg der Strafbefehle erst nach Mlauf von drei Monaten nach Unterlassung' der Anmeldung erfolgte. Als ihr klar gemacht wurde, daß die rechtzeitig vov- geuommene richterliche Handlung die Verjährung unterbrochen hat, zog sie ihre Berufung zurück. Die NachmittagS-

-- Frankfurt a. M., 23. Januar.

Ato 10. Juni 1905 brachten die Franks. Neueste Nachrichten einen Artikel überschriebenO Fortuna . . . Sind es Launen der Glücksgöttin?", in dem von einem Herrn berichtet wurde, der in der 5. Ziehung der hessisch-thüringischen Staatslotterie für etwa 2600 Mark Lose gekauft hatte, ohne einen einzigen Gewinn zu erzielen. . Der Herr wollte nach einem bestimmten Thstem spielen und bestellte sich deshalb bei einem Offenbacher Lotterie-Kollekteur 228 Lose in fortlaufenden 12 Suiten. Den betreffende Kollekteur konnte ihm aber nicht die ganzen Suiten liefern, sondern nur 140 Lose, 88 Lose aus diesen Suiten besaß der Kollekteur nicht. Die 140 Lose lieferte der Kollekteur zu einem erheblich billigeren Preis. Auf sämtliche 88 Lose, die , der Käufer nicht erhalten konnte, fielen mehr oder weniger hohe

feierte am 20. und 21. Jan. sein 4. Stiftungsfest.! Gewinne, während die 140 Nummern, die der Herr erhalten Ter am Samstag abend im Vereinslokale abgehaltene h'llte, Nieten blieben. In dein Artikel wurde dann weiter auS- Kommers kann als gut gelungen bezeichnet werden. Be- ?^hrt, d-ß sich die Kriminalpolizei bereits mit der Angelegen- sonders erregte an btefem Abend der Vortrag des Herrn "no m einem später erschienenen Artikel wurde

Nicki Sckmalr über cr-nhnirFTimn har imh ,od) konstatiert, daß der Kollekteur dem Kunden ent Los zu.

der ihr verwandten Saitentnst^mente" Tnter ffe Ter Insten 140 zugeschenkt hatte und daß dieses Los mit einem Tlen-!r ^"kerelle. kleinen Eewann gezogen wurde. Das Blatt verlangt nun eine Vortragende wußte an der Hand gezeichneter SkiMN die Aufklärung über dieses Sv'el des Zufalls. Auf Grund diesep Geschichte der Saiteninstrumente von ihrem ältesten Ur- Artikel stellte die hessische Regieriing Strafantrag gegen den da- sprung an bis in unsere Zeit zu behandeln. Auch der maligen verantw. Lvkal-Rcdakteur der Franks. "Neuesten Nach- musikalische Teil bot den eir.geladenen Gästen einen recht richten Fred Heiman. Am 20. Juni schied Redakteur Heiman: angenehmen Abend. Auf dem Ausflüge nach demWind- Nr. 149 des Blattes erschien ein weiterer Artikel, der

Hof", an dem sich auch der Verein "Contentia" beteiligt ^Nviderung auf eine offiziöse AuAaffung darstellte. Wegen hatte, unterhielt der Verein seine Giiste durch ein wohl- ffGgcit etncn 2- Redakteur des Blattes

gelungenes Konzert unter der Leitung des 5>errn Hans " Heute vorrnitaa verbandelte nun die S m ^omer. Ein darauf folgendes Tänzchen erhielt die Au- die Altgelegenheit. Es ist heute das zweite Mal, daß die Straf- §osenden m der fröhlichsten Stimmung, sodaß ein großer fammer sich damit befaßt, denn am 4. Januar konnte nickt ver­teil Gaste sich nach der Heimfahrt bewogen fühlte, im bandelt werden, da der Spieler, Herr Kolb, nicht erscheinen Kreise der Zitherfreunde noch einige gemütliche Stunden konnte. Mittlerweile hat er, der immer noch krank ist, sein in deren Vereinslokal zu verbringen. I Zeugnis verweigert, sodaß er aus dem Prozeß ausscheidet Die

** D i e Hessische Vereint für ^'ben Angell^gten erllären, daß sie lediglich die Absicht hatten,

k..nd- (Drt^, e£ 'ÄÄÄ ?* olwlchs ? ,4 Uhr iM unteren Saale des Cafö Ebel I erheben. Allerdings sei es mehr wie merkwürdig, daß alle die ihren 3. Mttgltederabend. Prof. Dr. Sauer wird Lose, die der Käufer nicht erhalten konnte, gezogen wurden, erneu VortragU e b e r o b e r h e s s i s ch e D o r f k i r ch e n" sei allerdings nachträglich festgestellt worden, daß die meisten halten. I dieser Lose schon vor der Ziehung aus dem Glücksrade heraus-

ysi.ch »fmfia inr «fflnrnff I gewesen seien: insofern sei ein Jrrttrm unterlaufen, t>er abed

. ctroö5 -l"r M a r o kk o ko n ferenz. Ern ^uf den Gewährsmann zurückzuführen sei, der -'s der Redaktion vandelsinann m einem benachbarten Dors, der von der Ma- verschwiegen habe. Die Verhandlung gestaltet sich recht einfach, da nur zwei Zeugen geladen sind, von denen H-'Uptkollekteuv Fnld in Offenbach aussaqt, daß er Kvlb einen Tag vor betrt Scklilßtag alle die Lose verkauft habe, die er noch besaß; er habe wissentlich kein Los zurückbehalten: es sei auch von einem (Suiten* fauf nicht die Rede gewesen. Zugeben aber muß der Zeuge, daß er die Lose unter Preis abgab.

Der 2. Zeuge ist Ingenieur Wehner, der als Mathematiker sich tür Wahrsckeinlichkeitsberecknnngen interessiert. Er hörte ! von dem Pech des Herrn und stellte eine Tabelle auf, um fest- ^u-ellen, inwieweit die Chancen dieses Spielers sich mit den Chancen deckten, die die Lotteriekollekteure mit ihren ?knvreisunaen anzugeben pflegten. Auch Herr Wehner wußte nicht, daß die Lose erst zwei Tage vor der Z'ehuug gekauft wurden, und interpellierte den Kriminalkommissar Wilberg, da eS ihm ansfiel, daß unter fd vwlen Losen fein E-ewrnn zu erzielen war. Wilberg fand nichts Anffa tig--s an der Sache und verwies auf die Lottericdirektivn, br'foßte sich aber nickt weiter mit der Angelegenheit, gibt aber zu, daß er, toenn die Nachrichten die Sache nicht an die Oeffentlich- kert gebracht hätten, sich jedenfalls bewogen gefühlt hätte, der Ltaatsanwaltsckaft dos Material zu unterbreiten, um diese auf dre Saunen des Zufalls aufmerksam zu machen. Damit ist die Beweisauftrahme geschlossen. Der Staatsanwalt balt den Artikel für belerdigend, namentlrch durck ironisch-sarkastischen Ton

und beantragt gegen Heiman 500 Mark Geldstrafe und gegen Jurinek eine solche von 300 Mark. Rechtsanwalt Bruck ist der Ansicht, daß die Redakteure in g-.tcm Glauben gehandelt biben: sie seien durch ihren Gewährsmann getauscht worden; sie hatten aber im öffentlichen Interesse die Sacke bcspreckeN müßen, umsomehr-acks die N. N. in Heften außerordentlich star- verbreitet sind. Man habe die Sache nicht aus Sensationslust oesprocken, sondern man habe cs für Pflicht gehalten, einen außer- ordentlrchen Zufall festzustellen. Er beantragt eine wesentlich mildere eträfe, toenn man nicht durch die Objektivität des Artikels zur Straffreiheit gelangen könne.

Das Urteil lautete gegen Redakteur H e i m a n auf 500 Mk, und geaen den Redakteur Jurinek aus 100 Mk. Geldstrafe.

K i r lsi l i tsi e tt di r i t en.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, im Markus- saal, Kirchstraße 9: B i b e l st u n d e. 2. Kor., Kam 4

_ __________T4 nrrcr S ch wöbe.

1. Lebensjahr: 2.16. Iah, 21

Verhandlung galt dem Prozeß des Primararztes Dr. H. K. -u Warnsdorf in Böhmen gegen den Oberst a. D. Sp. hier, wegen Beleidigung. Die Parteien, von denen Kläger die Jntereffen der medlZinischen Heilkunde i.'nd der Angeklagte die der Natur- beilknnde vertritt, bekämpfen sich seit einiger Zeit in Zeitschriften. Der Kläger hatte sich in einem Artikel mit der Person des An­geklagten beschäftigt, daß sich dieser genötigt sah. eine Zurück­nahme bezw. eine Berichtigung zu verlangen. Ms diesem An­sinnen nicht stattgcgcben wurde, ließ er einen Artikel erscheinen, der zur Klage führte und mit seiner Verurteilung zu einer Geld­strafe Vvn 250 Mark am hiesigen Schöffengericht endiate, auch dem Beleidigten die Beftignis zugesprocken wurde, die Entscheidung des Rechtsanwalts Sandmann in Hungen über die Entwürfe in den von dmr Parteien benutzten Zeitschriften zu veröffentlichen, der revidierten Hessischen VerwaltunqSgesetze. insbesondere der Infolge von VAveis'nträgen der Parteien, kirn das Berufungs- Qnnbnemeinhpnrhniinn 3 Dip Rk-ntokollicrunn dcr 2,orlcht zur Vertaau ng der Verhandlung. Bevor neue uno mein_ö orönunf|; d. Wie 4>cototoUlerung der stattsindet, sollen eine Anzahl östreichischer Aerzte

ImmobiliarveraiißerungSvertraqe. 4. Benutzung der Hesftlchen ein von dem Kläger behandelter Patient, sowie ein Re- Beamtenzeitimg als VerbandSoraan. 5. Antrag deS Kreis-1 dikteur vernommen werden, mich sollen zum neuen Termin verschiedene Proraü-kkcn ans Böhmen berb-iaeschnfst werden.

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