156. Jahrgang
Erstes Blatt
zul schwere Krankheit zuziehen. Be- schen Bedenken ab: Wenn
Aber sehen wir von hygicnü-
! Gestalten Eure Majestät mir, den herzlickst Füßen legen zu dürfen für die F r e u n d f ch
en Dank
Wenn etwa der greise Kaiser Franz
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Vertrauen an die Menschheit! Denn man ist dann immer in em er undankbaren • i o * * * t w am it rt a f o i tt r>
Gespräch »cs Kaisers mit dem Dichter Gaugyofer. I buenrb malT
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Interessenten, und inzwischen
die Richtigkeit deS Vereingetretene Aenderungen
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rmeister.
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beginnen.
Wir bitten die zeichnisses zu prüfen oorzunehmen.
mchung.
ube Lumda für bas Rechner- S06 an acht Tage lang jinh- neisiers offen gelegt.
Von anderer Seite wird unS aus Berlin geschrieben: In hiesigen Handelskceisen hofft man, daß der Austausch deutsch-dänischer Frcundschaftsversicherungen in der Einleitung von Handelsvertragsoerhandlungen zwischen beiden Ländern förderlich sein wird. Zurzeit verkehren letztere zollpolitisch auf der Grundlage der Meistbegünstigung, bei der sich der Agrarstaat Dänemark recht wohl befindet, während die Interessen der deutschen Industrie bei einem Vertragstarif besser fahren würden. Möglicherweise zögert die dänische Regierung mit dem Beginn dahingehender Verhandlungen, weil sie annimmt, die agrarische Tendenz der deutschen Zollpolitik werde eine Zollerhöhuug auf die landwirtschaftlichen Ausfuhrartikel Dänemarks anstreben.
Vrühl'sche Druckerei
Adreßbuch-Verlag.
diePost Mk.2.— oierlel» fährt, ausschl. Bestellg, Annahme von Anzeige» für die TageSnuininer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12'BL auswärts 20 Big.
Verantwortlich tül den poltL und allgem. Teil: P. Wtktko. füi ,Sladt und fionlr und ,®end)l8|naP; Ernst Heß: für den An» -eigentell: van4 veck.
Aus S.aSt uno Luno.
Gießen, den 20. November 1906.
♦* Volkskunde. Eine ordentliche Hauptversammlung der Vereinigung für Volkskunde für das Großherzogtum Hessen sand am Montag abend im Casö Ebel unter dem Vorsitz des Prof. Wünsch statt. Die Versammlung beschloß, den § 24 der Satzungen dahin zu ändern, daß es auch möglich sei, nicht in Gießen wohnende Mitglieder in den Vorstand wählen zu können. Der betreffende Passus wird in Zukunst heißen: „Mindestens drei Mitglieder des Vorstands müssen am Sitz der Vereinigung, Gießen, wohnen". Bei der anschließenden Vorstandswahl wurden folgende Herren gewählt: sür den bei der letzten Versammlung gewählten Geheimrat Schmidt, der die Wahl
Dienstag 20. November 1806
VezugSprel», monalllch7bPl., otedep jährlich Mk. 2.20; durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 'BL; durch
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Nr. 273
Erscheint tÄgltd) außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mit dem Hessischen Landwirt die Lietzener Kamillen» blätter viermal tn der
Woche beiaelegt. RotationSdrua n. Verlag der Brü h l'schen Unwers.-Buck-n. Stein» druckeret. 0t Lang«. Redaktion, fcvebttion und Druckeret:
Echulftraße 7.
Redaktion 11t vertag u.Lxped.e^^öl Adresse für Teoefchen:
Anzeiger Gießen.
Adreßbuch 1907.
Am Mittwoch, dem 21. November liegt in unserer Geschäftsstelle daS nach den Hauslisten abgeänderte alphabetische
Namens-Verzeichnis
derjenigen Bewohner und Firmen auf, deren Name oder Firmenbezeichnung mit den Buchstaben
Lage, weil man uns keine Selbständigkeit zubillt gt. Gelingt mir etwas, so fragt alle Welt: „Wer hat ihm das geraten?" Und mißlingt mir etwas, so heißt es: „Er hat es nicht verstanden." Was man bei den anderen Fürsten als selbstverständlich betrachtet, da fragt man bei mir immer: Worum? Uni) die einzige Antwort kann doch nur sein: W eil ichfürdasDeutsche Reich und sür das deutsche Volk das Gute will." Das Gespräch ging dann noch über verschiedene Fragen der Literatur und der Politik aus die Münchener Festtage. In ganz besonders herzlicher Weise sprach dann der Kaiser über den bayr. Regenten, dessen Rüstigkeit und Aufopferung bei den so anstrengenden Tagen er rühmte, und wobei er den Wunsch aussprach, daß der Fürst noch
recht lange erhalten bleiben möge.
lieber die Persönlichkeit des Kaisers äußert Dr. Ganghofer, daß das lebhafte Naturell, mit dem der Kaiser sich äußerte, die frisch eundgerade Art feines manchmal sogar sehr kräftigen Ausdrucks, die geistige Frische nach so anstrengenden Tagen geradezu erstaunlich waren. Das lebhafte Interesse an allen Fragen vereinigt sich zu dem Ausdruck einer starken Persönlichkeit, vor allem in der vollendeten Form, wie er die Konversation führt, und wie er jeden neuen Anschlag des Ge präches benutzt, um aus eine neue Frage, aus einen neuen Gegenstand seines Interesses zu kommen, wie er sich bei Behandlung von ernsten Dingen stark und leiden- schastlich erregen kann und dann gleich wieder einen weiteren llebergang findet zu einer ruhigen und klaren Auseinandersetzung. , „ , .
Aachen, 19. Rov. Die dem Kaiser Karl-Schrein im hiesigen Münster entnommenen kostbaren Gewänder, die die Gebeine Karls des Großen bedeckten und die zu Studienzwecken nach Berlin gebracht und dort auch dem Kaiser vorgelegt worden waren, wurden heute in feier* tiefer Weise wieder in den ^ch^ant zurück gelegt.
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„n das Leben herantreten." Jrn weiteren Verlause des Gesprächs sagte der Kaiser: „Man kommt doch mit einem Stück Optimismus und mit einer helleren, vertrauensvolleren Lebensauff as- sung sowohl im eigenen Leben wie bei den Berufsarbeiten viel weiter, als wenn man alle Dinge mit pessimistischen Augen ansieht." Und in der Politik sei das auch nicht anders. Das de ut s ch e Vo l k habe doch eine Zukun ft, und da sei es ein Wort, das ihn immer kränke, so ost ers höre, das sei das Wort „Reich sverdrossenh eit". Der Kaiser habe hrnzu- gesetzt: Was hat man von der Verdrossenheit Über Arbeiten und Vorwärtsschauen? Ich arbeite ja auch unverdrossen, und ich glaube, daß ich dabei doch vorwärts komme. Der Kaiser sprach ferner von der Fülle und Schwere der Pflichten und Arbeiten, die aus ihn heranstürmen, und von der N o t w e n d i g k e i t, sich durch Reisen speziell Nordlandsreisen zu erholen. „Alles, was mich drückt, ist dann aus einige Wochen von mir abgelöst und das, was mich so freut, das verübeln mir vielfach die Leute. Ich weiß, daß man mich den Reisekaiser nennt, aber das habe ich immer nur h eiter ausgenommen. Ich lasse mir dadurch die Freude an der Welt nicht nehmen. Das Reisen macht auch Freude, und gerade auch innerhalb der eigenen Heimat. Ich glaube, dadurch wird dasGesuhl derZusammengehörigkeit nochge- stärkt, und, so habe der Kaiser hinzugesügt, ,chie Deut- schen wissen gar nicht, wie schön unsere He i» mat ist, und wie v iel es da zu sehen gibt. freue mich immer, wenn ich em neues Stuck Deutschland rennen lerne." Nachdem dec Kaiser uod) besonders 1 einer Reisen in Süddeu tschla nd gedacht hatte, sagte er roeiier: „Ich möchte mich jetzt am liebsten in ein Automod il setzen und ein paar Tage flott hinaus fahren und au।rieben und arbeitssroh wieder nach Hause kommen. Uno solche Erfrischungen hat man gerade in meinem ernsten Bernie sehr notwendig, doppelt notwendig, weil man gegen viele Mißverständnisse zu tarnten hat.
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suches. Ich ersehe darin die Fortsetzung der guten und innigen Bezieh ungen der beiden Länder zu einander, welche schon durch seine hochselige Majestät, Eur. Maiestät von mir so hochverehrten Vater, zu mir gepflogen worden sind, und ich betrachte es als eine Pflicht der Dankbarkeit, wenn ich hier besonders von ganzem Herzen meinen Tank ausspreche für die innige und warme Art und Weise, in der ich im Familienkreise und im Lande Eur. Majestät ausgenommen worden bin. Ich hege die feste Ueberzeugung, daß die innigen und guten Beziehungen, welche zwischen unseren Häusern und Ländern befestigt und hcrgestellt sind, auch fürderhin zum Heil und Segen beider Völker fortleben und sortdauern werden, und daß der Segen Gottes auf ihnen ruhen werde, ebenso wie ich ihn herbeiflehe auf Eur. Majesiät Haupt, aus das Haupt I. Ai. der Königin und auf Eur. Majestät gesamtes erlauchtes Haus. Ich trinke auf das Wohl I. 5)1 des Königs und der Königin von Dänemark.
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6915
Ile heutige Yummer umfaßt 10 Seiten«
Jas dänische Königspaar in Berlin.
Berlin, 19. November.
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Tie „Münch. Neueft. Nachr." bringen einen längeren Bericht über eine Unterredung des Kaisers mit dem Schriftsteller Dr. Ganghofer nach der Festvorstellung im DJiun- diener Hoftheater am 12. November, die sich über is,4 ©ti>. ausdehnte. Der Kaiser unterhielt sich mit Ganghoser außerordentlich lebhaft, zunächst über die Aroeiten deS Dichters. In dem Bericht darüber heißt es. .Was ihm an dem Werke „Hoher Schein" besonders gefallen hat, das ist, wie der Kaiser sich ausdruckte, der daraus bei» vortönende optimistisch e Klang, die r e b i g t, b i e ben Glaub en an bas Leben und die Aussohn- ung mit d en Schatten des Daseins, das Ver- trauen ans d ie Znknnft nnd das Bertranen ans die Menschhert fordert, ,^>as macht ans mich, so agte ber Kaise r, „einen solchen Eindruck, weil ich ein Optimist durch und durch bin und mich durch nichts abbalteii lassen werde, dies bis an mein Lebensende zu bleiben". Der Kaiser nannte sich selbst einen Mann, der von Arbei t erfüllt ist und ansemeArbeit glaubt. Er fügte hinzu: „Ich will vorwärts kommen- ich würde mich sehr freuen, wenn man das, was ich will, richtig verstehen wollte und mich habet unterstützen würde" Im Anschluß hieran sprach ber Kaiser auch über bie schwierige Stellung, bie man bei zeber Arbeit dem Mißtrauen gegenüber habe, und er berief sich dabei wieder auf eine Stelle aus Ganghofers „Lchweigen im Walde", die auf seine Empfindung besonders Einfluß babe weil sie seine eigene Anschauung dem Leben gegenüber wiedergebe. Die Stelle lautet: „Wer mißtrauisch ist, begebt ein Unrecht an anderen und schädigt, sich selbst. Wir haben bie Pflicht, jeden Menschen für gut äu halten, solange er uns nicht das Gegenteil beweist." — Nach diesen! Grundsatz", so sagte der Kaiser dem Bericht zufolge, „habe ich von jeher jeden Menschen genommen, mit dem ich zu lun hatte. Man macht manchmal ja auaj schlechte Erfahrungen- aber dadurch darf man sich nicht Abschrecken lassen, Man mu^ immer wie-
Die Musik spielte die dänische Hymne. König Frederik antwortete:
Ew. Kaiser!. Majestät wollen mir g n ä d i g st gestatten, g e - rührte st en Herzens meinen und der Königin wärmsten und innigsten Tank auszusprechen für die und gewidmeten so gnädigen und gütigen und so schönen Begrüßungsworle, die »ins tief gerührt haben, und nicht weniger sür den so schönen und glänzenden Empfang, der uns hier in Ew. Majestät Haupt- und Residenzstadt zuteil geworden ist. Die Verhältnisje gestatteten mir leider nicht, schon früher hierher zu eilen, desto mehr drängt es mich, nun heute die Gelegenheit gu benutzen, um Ew. Majestät nochmals aus der Fülle memes HerzenS den wärmste,i Tank darzubieten für die warme und herzliche Teilnahme, mit der in den schmerzlichen Tagen des vorigen Winters Ew. 'Majestät zu uns eilten, um sich den Memigen anzuichlietzen, um uujerem unvergeßlichen Vater die legte Ehre zu erweisen. Wie von mir und meinen Haufe, so auch von dem dänischen Volle sind Ew. Majestät mit inmgem Tanke begrüut worden. Ich knüpie hieran die freudige Hoffnung. daß Ew. Majestät einem Teile der meinem in Golt ruhenden Vater dargebrachten Freundschaft auch auf mich übertragen möchten und daß damit auch die freundschaftlichen Beziehungen u n s e r e r V ö l! e r j i d) i m m er h erzlich er gestalten mochten. Mit diesem heißen Wunsche erhebe ich mein Glas, in dem id) nochmals von ganzem Herzen danke für ben gütigen und gnädigen Empfang, und irmte auf das Wohl Se. 'M. des Kaijcrs und Ihrer 'M. der Kaiserin und des ganzen kaiserlichen und tönlglichen Hauses.
Der Kaiser verlieh oem König von Dänemark bie Kette zum Schwarzen Ablerorben und ber Königin von Dänemark ben Luisenorben mit ber Jahreszahl 1813/14/15.
Vom König von Dänemark erhielt ber Reichskanzler Fürst von Bülow den Elefmstenocden, der Generalstabschef Gras Moltke bie Brillanten zum Großkreuz des Sanebrog- ordens. Der bänische Minister des Aeußern, Graf Raben- Levetzau, erhielt vom Kaiser den Roten Ablerorben erster Klasse mit Brillanten.
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Unser Berliner H.-Mitarbeiter fdjreibt uns:
Das bänische Königspaar, bas heute in Berlin feierlich einzog, um nach feiner Thronbesteigung unferm Kaiser bie übliche Höflichkeitsvisite zu machen, würbe mit bem ganzen Pomp empfangen, ber bei solchen Gelegenheiten aufgetoenbet zu werben Pflegt. Das ist ein höfischer Braud), ber in ben monarchischen Staaten allgemein üblich ist. Dagegen ist also nicht bas geringste einzu- wenben. Dock) bürgert sich immer mehr ber Brauch ein, bei jebem fremdländischen Potentaten einen übertriebenen Kultus an äußerlichen Ehrenbezeugungen zur Schau zu tragen. So läßt sich schlechterbings nicht einsehen, warum man ben Schulkiuberu einen freien Tag gibt, bannt sie sich an Spalierbildungen beteiligen. Der November ist einer ber un g e f ünb e ft en Monate, ein naßkalter Winb fegt burch Die Straßen, unb wie leicht können sich Kiuber bei bem langen Stehen im Freien eine
Unter feierlichem Gepränge erfolgte heute vormittag ber Einzug bes dänischen Königspaares. Um 9.50 Uhr traf bet Souberzug mit dem Königspaare ein. Der Köniy, welcher deutsche Admiralsuniform trug, begrüßte den in Generalsuniform erschienenen Kaiser auf bas herzlichste burch Hänbebruck unb mehrfachen Kuß. Die Kaiserin unb bie Königin begrüßten sich auf bie gleiche Weise. Nach Vorstellung beS beiberseitigen Gefolges sowie Abschreiten ber Front ber Ehrenkompagnie unb Parabemarsch erfolgte ber Einzug. Aus bem Pariser Platz hielt der Zug.
Oberbürgermeister Kirschner trat an ben Wagen heran unb richtete eine Begrüßungsansprache an ben König, in welcher er ben Besuch bes Königs als ein Unterpfanb bes Friede ns feierte. „Möchten alle bie Erwartungen unb Hoffnungen, welche in biefer festlichen Stunbe bie Herzen bewegen, rasch in Erfüllung gehen zur Freube unb zum Segen beider Fürstenhäuser unb ihrer Völker.*-
Der Röntg, weicyer aufmerksam zu gehört hatte, nahm hierauf feinen Dreispitz ab unb sprach entblößten Hauptes: „Ich baute Ihnen herzlich für bie Worte, welche Sie mir soeben gemibmet haben. Es ist mir nicht nur eine angenehme, fonbem auch her zliche Pflicht gewesen, nicht allein als Nachbar, fonbern als ein treuer Fr eunb bes von mir so geliebten Kaisers nach Berlin zu kommen. Der Empfang hat mich tief gerührt unb erfreut. Es ist mein höchster Wunsch, daß bas große beutsche Reich unb mein liebes Vaterland als nächste Nachbarn in gutem und herzlichem Eiii- vernehmen bleiben mögen. Die Wünsche, denen Sie soeben durch so beredte Worte Ausdruck gegeben haben, mögen alle in Erfüllung gehen. Nochmals meinen herzlichsten Dank für ben mir unvergeßlichen Empfang."
Mährenb biefer Begrüßung war Bürgermeister Dr. Reick e mit Ehrenjungfrauen an ben Wagen ber Fürstinnen herangetreten. Die Königin bankte herzlich für bas durch Fräul. Kirschner überreichte Bouquet mit ben Worten' fielen Dank, meine Damen. Ich habe gar nicht geglaubt, jetzt so viel Frühling in Berlin zu finden." Nachbem noch Oberbürgermeister Kirschner ein ‘öodj ausgebracht hatte, setzte sich ber Zug nach bem Schloß in Bewegung. Vor bem Schloß fanb noch ein Parademarsch der Spalier bilbenben Truppen statt, worauf sich bie Herrschaften in bas Innere bes Schlosses begaben.
Heute mittag fanb bei ben Majestäten Familienfrühstücks- tafel statt, an welcher außer den dänischen Majestäten teil» nahmen: der Kronprinz unb bie Kronprinzessin und mehrere Prinzen unb Prinzessinnen. .
Am Nachmittag stattete ber König bem Kronprinzen, Prinzen Friebrich Leopold unb bem Prinzen Albert von Holstein-Glücksburg Besuche ab. Die Kaiserin unb die Königin besuchten bas Augustahospital unb sahen auf ber Fahrt das Kaiser Friedrich-Museum mit bem Denkmal bes Kaisers. Später suhr bie Königin allem zur Abstattung von Visiten.
Am Abend war wakatasel. Den Majestäten gegenüber saßen Fürst Bülow und Gras Raben. .
Bei der Tafel brachte der Kaiser folgenden Trink. ^Leuchtende Augen und freudiger Widerhall in der Bevölkerung, der Tanebrog am Brandenburger Tor und auf den Zinnen von Berlin, fo begrüßt Berlin und jo begrüßt mein Volk Eitre Majesiat.
Josef, ber bem beillschen Reiche seit fast brei Jahrzehnten in Freub unb Leid als treuer Freund unb Bunbesgenosse zur Seite steht, so hätten wir gegen eine Spalierbilbung der Schulkinder weniger einzuwenden. Aber bas bänische Königspaar . . . Wir schützen selbst ein angenehmes sreiinbnachbarliches Verhältnis zu bem kleinen Dänemark, beim man kann nie aufrichtige Freunde genug haben. Aber der großartige Empfang, ber ben bämschen Herrschaften in Berlin bereitet wirb, sieht so aus, als ob wir um bie Gunst Dänemarks gerabezu buhlen müßten. Unb solchen Anschein sollte man boch vermeiden.
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»achring.
icfuuöcue Betrachtung bott r Encbdiertel in Äcwanu 7 t 6lc ö. November statt- mde auf dem Nahruugsbera, lb bei der Maraarcteuhütu
8 Tagen für Bürgschaft jb an den Ratsdiener Dörr in ! und 2 Uhr mittags und'/,?
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