Ausgabe 
25.6.1906 Erstes Blatt
 
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Vermischte-

von Eßwaren erregen in Amerika großes Aufsehen und

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für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitigt:Diarrhoe, BrechdurchraJJ, Darmkatarrh. |

vrübl'iche AniverNtätr-vruüerei. Sieben.

verletzt.

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* Eine rohe und kaum glaublichePferdekur" ist kürzlich in einem ostpreußischen Orte vorgenommen worden. Ein an Kolik erkranktes Pferd wurde von einem klugen Mann mit Brcnnspiritus cingeriebcn und dieser dann angezündct. Der herbeieilende Besitzer des Pferdes konnte noch rasch das

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vorgenommen.

Der die Ausichtml der beiden Sachverständigen aus- einandergehen, so stellt der Verteidiger, J.-R. Dr. Mmnroth, den Antrag, ein Obergutachten einzuholen.

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Neue Enthüllungen über die Herstellung

gequälte Tier durch Auflegen nasser Tücher retten.Meine Kur hat doch schon öfter geholfen", sagte der sonderbare Doktor. Das Pferd hat große Brandwunden davongetragcn.

* Zu dem Pistolenduell in der Dolauer Heide bei Halle a. S., das, wie wir kürzlich meldeten, zwischen einem Referendar und einem Agronomen ausgefochten roitrbc, wird weiter berichtet, daß der durch einen Brustschuß schwer ver­letzte Agronom sich gegenwärtig noch im Krankenhause in Halle befindet. Sein Zustand ist bedenklich. Die Ursache zu dem blutigen Ehrenhandel war angeblich eine tätliche Be­leidigung. Wie verlautet, sollen die Kontrahenten in Leipzig um Geld gespielt haben, wobei es zu Streitigkeiten kam. Nach einer zweiten Version soll der eine dem anderen Geld geborgt haben, und als jener die Summe zurückforderte, soll sich der Schuldner für beleidigt betrachtet haben. Jur üb­rigen soll der Referendar schon mehrere Duelle ausgefochten und sich vorher auf Pistolen gut eingeschossen haben.

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Schöpfe vermied es, mich auf die vielen Mippen tm Waioe aufmerksam zu machen, sondern versicherte, daß der Wald einen jährlichen Reinertrag von 3000 VLk. ergebe. Durch diese Schlüsselgeschichte, von der gesagt wurde, einen solchen Trick bekommt bloß Schöpfe fertig, bm ich ebenfalls betrogen worden.

Gutachten.

Erne Bestchtigung der Fregeranrage uno ves

- - wertes des Herrn August Gabriel veranstaltete am Samstag eine größere Anzahl der Teilnehmer am diesjährigen Sommerausflug der Sektion Kalk des deutschen Vereins für Ton-, Zement- und Kalk- Industrie. Die Teilnehmer daran trafen um 9 Uhr 44 Mm. von Diez hier ein und fuhren alsdann unter Führung des Herrn Gabriel mit der Biebertalbahn zur Station Abend- unächst in der Restauration ein Gabelfrühstück ein* Herr Gabriel begrüßte hierbei seine

Diensten.

Der Ankauf des Rittergutes Schmoegerle.

v. Zander: Ich bitte, mir aüszuführen zu gestatten, Daß ich infolge eines Meineids den Prozeß verloren Habe. Der Angeklagte sucht den Nachweis zu führen, daß er trotz aller Vorsicht über den Grundsteuer-Rein­ertrag getäuscht worden sei. Er habe dreißig Ma­növer mitgemacht und sich aus diesen Anlässen, oftmals über die Grundsteuerrcinerträge zwecks Entschädigung unter­richten müssen. Er habe sich von seinem Adjutanten die . Güter-Ädreßbücher von Posen und Pommern besorgen lassen. Trotzdem sei er durch einen falschen Ka taste raus- zug betrogen worden. Er sei trotzdem mit seiner Klage abgewiesen worden. Dadurch sei der preußischen Justiz Tein Ruhmesblatt entstanden. Dorf.: Ich muß Sw auffordern, alle solche Bemerkungen zu unterlassen.

v. Zander: Der Vorbesitzer Schöpfe trat mir als Offizier der Landwehr-Kavallerie gegenüber. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß unter Offizieren das Wort gift. Wenn mir ein Offizier die Versicherung gibt: die Waldung bringt i jährlich 5000 Mk., die Anker soviel und so weiter, dann ; hat das für mich, der ich nicht Kaufmann bür, einen be­deutend größeren Wert als Bücher, deren Richtigkeit ich rricht kontrollieren kann. Inspektor Pinkwardt beauftragte ihn, sich über die Richtigkeit des nrir von Schöpfe ange­gebenen Reinertrages zu unterrichten. Da ersah mein In­spektor, daß durch Ministerialerlaß der Grundsteuerrein­ertrag um 800 Mk. herabgesetzt und mir ein falscher Ka­iasterauszug vorgelegt worden sei. Es erstand mir dadurch ein Schaden von 60 000 Mk. Wenige Tage darauf hatte ich Gelegenheit, meinen kommend. General zu sprechen. Ich sagte diesem: Ich habe mein Mschiedsgesuch eingereicht, weil ich ein ®ait gekauft habe, ich bin aber bei dem Kauf in ärgster Weise betrogen worden. Ich möchte daher das Mschiedsgesuch gern wieder rückgängig machen. Der kommandierende General versetzte: Ich will das sofort veranlassen. Ich habe die Angelegenheit den ver­schiedensten Fachleuten und Juristen mitgeteilt, von allen diesen wurde mir gesagt: Dieser Prozeß würde in der Türkei gewonnen werden. Ich wurde aber trotzdem abgewiesen, weil Schöpke beschwor: Er habe mir allerdings einen falschen Katastcrauszug vorgelegt, gleichzeitig habe er mir aber auch denn ichtigen vorgelegt. Wäre das wahr gewesen, dann hatte er doch zum mindesten den Inspektor, der sich über die Bodenklassen unterrichten sollte, den richtigen vorgelegt, er hat ihm aber auch nur den falschen vorgelegt. Zur Charakteristik dieses Offiziers der Landwehr-Kavallerie will ich noch anführen, daß er die 'Dreistigkeit hatte, auf meinem Jagdgrund wiederholt Fasanen, Rehe, Rebhühner usw. mit Leuten zu schießen und die Beute mitzune'hMen. Er hat ferner meine Leute verführt, für ihn in großen Mengen Holz zu fällen und dies sowie eine große Anzahl anderer Mir gehörenden Sachen nach Winzig schaffen lassen. In Lieser Weise habe ich das Gut gekauft. In der Anklageschrift wird dieser Kauf als frivol bezeichnet. Die Gerichte gaben trotz alledem Schöpke Recht und haben mich kostenpflichtig abgewiesen. Ich hätte niemals geglaubt, daß im deutschen MichL nicht Recht Recht bleiben soll.

Bei der Waldbesichtigung machte Schöpke einen Trick, wie er wohl noch niemals vorgekommen ift, Als wir an der Hand einer Fußkarte einige Kilometer gefahren waren, sagte Schöpke plötzlich, indem er ganz verlegen tat:Ich bemerke soeben, daß ich den Schlüssel zum Futterkasten zu Mir gesteckt habe. Da kann das gesamte Vieh kein Futter bekommen. Ochsen, Kühe, Pferde, Schweine usw. werden sich halb tot brüllen und von ihren Ketten losreißen: der Schlüssel muß schleunigst per Wagen an Ort und Stelle gesandt werden." Ich traue niemandem, am allerwenigsten einem Offizier eine Unanständigkeit zu. Ich bezweifelte nicht 'einen Mgenblick die Richtigkeit der Schlüsselgeschichte und erklärte mich sofort damit einverstanden, daß die Leute im Wagen den Schlüssel an Ort und Stelle brachten. Ich durchwanderte unter Führung Schöpkes zu Fuß, den Wald.

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Major v. Zander und Genossen vor den Geschworenen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.)

H.F. Breslau, 22. Juni.

(Fünfter Tag der Verhandlung.) Bestellung von Pelzsachen.

Der Vorsitzende hält der Angeklagten v. Zander vor, ^ sie im Dezember 1903 und Januar 1904 bei G. S- Her­pich Söhne in Berlin für 3 5 5 M k. P e lz s ach e n bestellt habe. Major v. Zander: Mir ist von der Bestellung nicht das Mindeste bekannt; ich habe die Pelzsachen nie ge­sehen. Vorsitzender: Frau v. Zander, Sie haben die Bestellung gemacht, nachdem Sie kurz vorher den Offenbarungseid geleistet hatten? Frau v. Zander: Meine Leute wünschten sich zu Weihnachten Pelzsachen, mußte doch meinen Leuten Weihnachtsgeschenke machen. Mein Mann schrieb mir damals aus England: Er habe ein Geschäft in sicherer Aussicht, das noch viel bedeutender sei, als das mit derTeutonia", v. Zander: Ich hatte !den Auftrag, das Kaliwerk Aarlsbrunn an eine amerikanische Gesellschaft zu verkaufen. Das Geschäft wäre auch zustande gekommen, wenn nicht gaii; urplötzlich zum großen Schaden der deutschen Kaliindustrie das Kalisyndikat ent­standen wäre. Die Entstehung des Kalisvndikats konnte ich nicht voraussehen. Der Vorsitzende stellt fest, daß unter den bestellten Sachen sich ein Pelzm an tel für 80 Mk., zwei Pelzhüte für 25 und 85 M k. befunden haben. Der Zeuge bekundet, daß die Sachen heute noch nicht be­zahlt seien. ,

Bors.: Frau v. Zander, wie viel Dienstboten hatten Sie damals? Angell.: Sieben. Wir wohnten doch auf Lern Lande und hatten eine große, ausgedehnte Besitzung. Angekl. v. Zander: Das Gut gehörte uns damals ja gar nicht mehr, wir waren daher gar nicht verpflichtet, den Leuten Weihnachtsgeschenke zu machen. Frau v. Zander (heftig): Sieben Leute standen doch noch in unseren

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Entrüstung. Die neuesten Mitteilungen über haarsträu­

bende Zustände wurden im Senat zu Washington gemacht. I das dann von hier aus durch direkten Geleisanschluß mit der Auf dem Tisch des Hauses lagen viele Proben unreiner- LollarWetzlarer Bahn oder der Biebertalbahn hinausgeht waren. Der Abg. Mann bewies an der Hand dieser Proben, an seinen Bestimmungsort. Die Anlage ist verblüffend einfach, daß Pfeffer aus Mehl, Sägespühnen, Brotkrumen ?c. her-daS reinste Ei des Kotzunbus", meinte eine der anwesenden gestellt wird. Auch Kaffee wird vielfach gefälscht. Ob- Fachautoritäten. Das Werk ist in der glücklichen Lage, wohl der gesamte Kaffee-Import nur 13 Millionen Pfund j sozusagen ständig auf Bestellung produzieren zu können und beträgt, werden in den Vereinigten Staaten 250 Millionen die vorhandenen großen Lagerplätze sind zur Zeit völlig leer. Pfund verkauft. Die Differenz, also 237 Millionen Pfund, Neben dem neuen Ringofen ist eine Lufttrockeneinrichtung wird gefälscht. älteren Datums und wieder einige Schritte weiter gelangt

* Ein Engländer über die Mensuren ber man zu den beiden Kalk-Ringöfen, von denen der eine deutschen Studenten. Ein Bewunderer ist dem seit seiner Inbetriebnahme im Jahre 1888 noch nicht aus­deutschen Studentenleben mit seiner Kneipe und seinen gegangen ist. Hier werden aus den vorzüglichen, in den Mensuren in dem englischen Schriftsteller Bart Kennedy etwa % Stunden entfernten Marmor- und Kalkbrüchen bei entstanden. In einem Reisebrief aus Heidelberg be- Bieber gewonnenen Marmor- und Dolomitkalksteinen Bau- und schreibt er einige Mensuren, denen er imHirschen" bei- Düngerkalk, Terazzosteine und Steinmehle für künstliche Stein- wohnte. Er sagt u. a.:Persönlich bin ich für das fabrikation in den verschiedensten Farben und Körnungen Duell. Auf meinen Wanderungen habe ich die Wahrheit hergestellt. Auch diese Fabrikation ist sehr interessant und erkannt, daß Männer, die mit ihrer Person für ihr Ver- wir behalten uns vor, später eingehendere Mitteilungen hier- f)alten einstehen müssen, viel größere Rücksicht auf die über zu machen.

Gefühle anderer Menschen nehmen. Sie sehen, daß sie Ein Sonderzug führte die von dem Gesehenen hoch be- nicht ungestraft roh fein dürfen. Und so geht ihnen die friedigtenKalkleute" nach Gießen zurück, wo im Hotel Schönheit der Höflichkeit auf. Ich habe am besten ge-Großherzog von Hessen" ein vorzügliches Mittagsmahl sie lebt, wo jeder Mann vor der Alternative stand, für eine erwartete. Im Verlause des Effens sprach Herr Gabriel Beleidigung getötet zu werden oder feinen Gegner zu seinen Dank für den liebenswürdigen Besuch aus und trank töten, und ich muß bekennen, daß ich liebenswürdigere auf die gute Kameradschaft der Kalkindustriellen Deutschlands, und höflichere Menschen nie getroffen habe, obgleich sie Herr Kl ehe-Berlin sprach Herrn Gabriel nochmals den Dank durch die Bank nach landläufiger Ansicht rauhe und der Gäste aus und leerte sein Gla§ zu dessen Ehren, während desperate Kerle waren. Der Grund, weshalb wir Eng- Direktor Sobirey in herzlichen Worten der Damen gedachte, länder so schlechte Manieren haben, ist der, daß wir un- Negierungsbaumeister Schäfer-Diez brachte cineu Toast auf ^straft gegeneinander unhöflich sein können. Außerdem die beiden Gießener Kalkwerkbesitzer Gabriel und Haas aus, beseitigt das Duell die Sentimentalität im Manne. Und deren Entgegenkommen dem dreitägigen Kalkausflug einen so diese Weichheit wird den Untergang Englands herbeiführen, schönen Abschluß gegeben habe. Während des Effens kon- wie es auch mit Rom der Fall war. Nein, meine lustigen vertierte ein Teil unserer Regimentsmusik. Ein Sonderzug Studenten in Heidelberg, kehrt euch nicht an die Schwäch- der Biebertalbahn brachte hierauf einen Teil der Gäste zur linge und Weichlinge, die gegen eure Mensuren reden Station Krofdorf-Gleiberg und ein gemeinsamer Kaffeetisch unb schreiben. Schlagt euch tapfer, und dabei wünsche auf der Burg Gleiberg bildete den Abschluß der Ber­ich euch Glück. Ihr seid die prächtigsten jungen Burschen, anstaltung, die den teilweise aus sehr weiter Ferne ge- die ich je getroffen habe. Besucht eure Kneipen und schlagt konunenen Gasten selbst Kopenhagen war vertreten- in eure Mensuren und laßt Bücher Bücher sein. Alles, angenehmster Erinnerung bleiben wird.

was ich euch sagen kann, ist, daß wir nicht auch ein ---iLF~i » Mi Ji wilIIHlli---

Heidelberg in England haben. Und hier möchte ich rWpFXrf® meinen englischen Landsleuten ein Wort zuflüstern, näm- gj kJ & -1 kP

lich: Ein' tüchtiger, gesunder athletischer Junge ist für 8 sein Land mehr wert als fünfzig bleiche Bücherwürmer/

* Kleine T a g e s cb ro n i k. In Budapest erregt die : Verhaftung des Großgrundbesitzers und ehemaligen Direktors ' derVankf ü r .tz a n d e l n n d I n d u st r i e , Gasztony, Aussehen. - Er wird beschuldigt, betrügerische Schulden m oronein Maßstäbe ' gewacht zu haben. Der S ch n e l l z u g von ?( b c r b e c n nach Glasgow e n t g l e i fr e bei Baillieston. Em Wagen 1. Klane rannte gegen eine Brücke. Ein Reisender wurde getötet, mehrere schwer

Darauf wird Oberförster Engler- Breslau, als Sach­verständiger vernommen. Vor etma vier Jahren sei schöpke

Er y°be den WÄdertrag einschließlich des Weidelandes, Schäfer-Diez mit warmen DankeSwarten erwidere Nach auf jährlich 1450 Mk. geschätzt. Wenn er nun das Gehalt Beendigung des Frühstücks schritt man alsbald zur Besichtigung eines Försters von 1000 Mk. in 'Abzug bringe, dann fomme bec äußerst interessanten Anlage, auf der z. Zt. 75 Arbeiter ein erheblicher Unterbetrag heraus. Er gewann auch«die beschäftigt werden. Zunächst zeigte Herr Gabriel, der uij Ueberzeugung, daß Raubbau getrieben worden i)t, denn liebenswürdigster Weise überall die nötigen Erläuterungen es war Holz abgeschlagen, aber durch keinerlei neue Kul- einige der von ihm eingerichteten Arbeiter-Wohlfahrts-, turen ergäbt. TO id) ben,S&iIb aBfd&afcte,Jagte ü-3unöei { J . cin s^r zweckmäßig eingerichtetes Arbeiter- er I WrnTbie Wasch-, Wannen-und Brausebadeeinrichtung

Sie hätten^ einen Sachverständigen hinzuziehen sollen, wenn usw Sodann schritt man zur Besichtigung des erst sell wenigen Sie von solchen Dingen nichts verstelpn, antwortete von Wochen m Betrieb genommenen größeren 9hngofen§ Banbcr: Ich habe doch das Gut von einem altenfür Ziegelbereitung, der in inehrfacher Richtung neue Kameraden gekauft. I eigenartige und interessante Konstruktionen aufroeift, die zum

Sachverständiger Oberförster v. Walther: Er habe nach Angaben des Besitzers hier zum erstenmale an- keinerlei Raubbau wahrgenommen. Ware das ge- wurden und nach dem übereinstimmenden Urteil

schehen, dann würde er es für seine Pflicht ^gehalten haben, h § arößtenteilS aus Fachmännern bestehenden Publikums ni4t.

1200 -morgen'mniä^raben Wald^^M^eu'"Oberförster findet sich in einer Mächtigkeit een 30 Meter direkt an Ort

En gler- Er hatte nicht den Aufti'ag, eine amtliche Taxe und Stelle vor, das zum Werk gehörige Terrain ist so groß,

auszunehmen. Die 120 Morgen Blößen konnte jeder sehen, daß es auf 5060 Jahre eine Jahresproduktion von 5 bis

denn eS standen überhaupt keine Kulturen; er bedurfte g Steinen ermöglicht. Zur Zeit werden die gröberen

jedenfalls zur Ausführung seines Auftrages nicht länger hm schichten zu Klinkersteinen verarbeitet, während später die als zwei ©tunben. Er habe die Waldbesichtigung 1902 untecen Schichten die Herstellung eines feineren Produkts er- "glichen. Der von der Firma Eckardt & H at op in Köln gebaute Ringofen, dessen Schornstein die respektable Höhe von 49 Meter aufweift, wird durch eine Dampfmaschine von 130 Pferdekräften aus der Stesse n'schen Fabrik in Weidenau (die sehr interessante Wasseroerteilungsanlage entstammt der Schaff st ä d t'schen Fabrik zu Gießen) betrieben,, feine garantierte Tagesleistung von 12 500 Steinen wirb jetzt schon um 2500 Stück überschritten und der Ösen ist so angelegt, daß mit Leichtigkeit die Produktion auf das doppelte gesteigert werden kann. Eine Feldbahn bringt das zu ver­arbeitende Material zunächst zum Kollergen, einem riesigen Verkleinerungsapparat, wo 2 massive Eisenräder von je 110 Zentner Gewicht, die in der Tonerde befindlichen Steine usw. mit Leichtigkeit zerkleinern. Die Erde geht dann durch ein Walz­werk, das nochmals eine Zerkleinerung oornimmt, zur Ziegel­presse, wo die Ziegel in einen langen Streifen gepreßt werden. Sie werden sodann mit der Hand zugeschnitten und aus f[eine Etage-Wagen gesetzt, worauf sie mittelst einer weiteren Feldbahneinrichtung dem künstlichen Trockenraum zugeführt werden. Hier werden die Steine in 48 Stunden getrocknet, während die sonst übliche Lufttrocknung etwa drei Wocheii erfordert. Ziir Trocknung wird zunächst der Ab­dampf der Dampfmaschine verwendet, der sonst nutzlos ent* weichen würde. BloS des Nachts tritt an seine Stelle eine besondere Heizeinrichtung. Langsam iind gleichmäßig rücken die steiubeladenen Wagen vor, und je weiter sie gelangen; desto höher wird die Temperatur. Wenn der Trockenprozeß^ beendigt ist, gelangen die Steine zi,m Brennofen, wo sie in mächtigen Kammern Aufnahme finden. Hier werden sie bei 11001200 Grad Hitze in kurzer Zeit steinhart gebrannt. | Es ist ein ganz vorzügliches, widerstandsfähiges Material>

in ben bisher von ihm alb ^Schrittmacher der Konservativen" heftig bekämpften Deutschsozialen bekundet, droht zwar mit ^^^Wehe^dem Antisemiten, den einen Bruder ans dem Sattel hebt! Eine Partei, die das gutheißt, laust Gefahr, sich die Zu­neigung und Treue ihrer eigenen Anhänger zu verscherzen.

Die Aufforderung des Blattes, daß dieverständigen Führer der Reformpartei jetzt ein Machtwort sprechen und Lern unwürdigen Treiben ein Ende machen" sollen, wirb schwerlich von Erfolg begleitet fein, selbst dann nicht, wenn i>ie Deutschsozialen sich dem Vermittlungsvorschlag der ,Sachsen- Eschau^ geneigt zeigen sollten, welche dafür plädiert, ,daß die Deutschsozialen nach ihrem ungerechtfertigten Ein­bruch in Marburg ihren Kandidaten dort zurückziehen möchten. DieDeutsche Hochwacht" beschwört denwackeren Werner-, sich ins Mittel zu legen. Da wird das ob des ^Bruderzwistes" betrübte antisemitische Blatt aber lange warten können. ___-

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