aus
die alsdann an dem Limchcon teilnahmen.
(D. Z.)
Frankfurter Börse. 21. März, 1.15 Uhr.
W!t
Peichsanleihe
110.50
239.00
Berliner Börse
bau des Verletzten au verdanken
den den
I . III
Die ge-
Uijaar. Goldrente Italien. Rente . Portugiesen Serie Portugiesen
4%
3?oz
Harpener Bergwerk .
Lanrahütte . . . .
Nordd. Lloyd .
. 215 00
. 247.00
. 131.00
Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn .
Gotthardbahn.....
Lombard Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eiseu b ahn .
. 100.70
. «8.70
. 100.65
. 88 85
. 99.50
do.
Konsols . . .
do. . . .
Hessen . . . .
Oberhessen . .
3M0', 3% 3^°/c ■VA
Gunsten berücksichtigen: im übrigen lagen nur straferfchwevcnde Momente vor, weshalb da? Gericht über den Antrag de? Staatsanwalts,, der zwei Jahre Gefängnis beantragt hatte, hinausging und auf 3 I a hr e erkannte. TaS zur Tat benutzte Messer wurde eingezogcn.
r. versetzte, so daß dieser ohnmächtig Y? t ies merkte, machte er vor Freude • ■ nochmals auf sein Opfer, indem ’-hHi ganz kachut \" Zwei beherzten "den. der um sich stach, zu ent-
inem Stuhl niedergeschlagen hatten. 1 * bereit^ zweimal wegen schwerer rcc festgestellt, daß er bei dem äieiV lind Drohungen ausstößt. . ivolrl mit dem außerordentlich
noch die einzelnen Mitglieder des Ensembles, deren Beriefizabends durch die überflüssigen Zusatzvorstcllungen nur Abbruch eileiden.
Hochachtungsvoll S t
Giestener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Boranssichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag 22. März 1906: Trüb und windig, sehr trüb; Negen, aus Bergen vielfach Schnee.
Näheres biivch die 61 ienencr Wetterkarte.
. 148.00
. 245.20
. 82.20
. 165.00
128.70
174.75
117.90
245 10
182.50
190.20
165.20
210.90
215.80
247.25
2380
131.00
119.00
QuakerOats
Ergiebigkeit ist eine Haupteigenschaft von Quaker Oats; aber auch überlegene Qualität, Reinheit und Wohlgeschmack 6 unterscheiden die Waare von allen anderen Haferpräparaten.
Nur in Packeten.
einen Lnftsprnng und ftü- • I er schrie: „Ich mach' il; Männern gelang es, den waffnen, nachdem sie ibn m Nach seiner eigenen Ana'.l ' AHrtzervcrleKung bestraft ' geringsten Anlaß das Me 3m vorliegenden Fall ) ■
21. März. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Lanrahütte . . . , Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . . .
23 90 144.30 135.00
kräftigen und gesunden K -bau des Verletzten zu verdanken, daß der Tod nicht eintrat. Wie der Angeuschein lehrte, verbog fick die Spitze des bei der Tat gebrauchten Messers bei dem Ausstößen auf den Schädelknochen. Lediglich den Umstand, daß -ie Folgen nickt allzu schwer waren, konnte das! Gericht zu seinen
An einem arbeitsfreien Tage lnclt sich der Maurergeselle E. S. aus Stettin in einer Wirtschaft zu Ober-Rosbach auf. Er zeigte sich sehr rauflustig und äußerte wiederholt, daß er Luft habe einen tot zu stechen. Als er sich gegen die weiblichen Angehörigen des Wirts ungebührlich benahm, wurde ihm dieses verwiesen. Dieses brachte ihn in solche Wut, daß er den Sohn des Wirts von hinten nbcriiel und ihm drei erhebliche Messerstiche in den Kvpf und Nach'*' r«
niedersank. Als der Angel-
Handel nnd Vev-ehr, Volkswirtschaft.
— Süddeutsche Bank in Mannheim. Der dem Aufsichtsrat vorgelegte Abschluß pro 1905 eraiebt einen Bruttogewinn von 876 359 Mk. Ci. V. 675 225 Mk.'. Rach Abzug der Speien, Steuern und Gehälter verbleiben 641 904 Mk. (i. V. 433 818 Mk.s. Für die Reserve sollen 32 095 Mk. verwendet werden, zu weiteren Rückstellungen 100 000 Mk. Es wird eine Dividende von 6 Proz. (5 Proz.) verteilt und 18 950 Mk. werden aus neue Rechnung vorgetragen.
— Tie Berliner Börse ist zu Beginn wie in den letzten Tagen recht still gewesen. Einzig für Kohlenaktien herrschte lebhafterer Verkehr infolge der französischen Kohlennach'rage. In Lüttenaktien war große Zurückhaltung zu bemerken. Die Ver- stimmung für Eisenwerte wird nun auf die wachsende Mißstimmung über unklare Vorkommnisse bei der Kyfshäuser-.bütte zurückgeführt. Die Aktien werden zu ea. 236 offeriert. Am Montag schloffen ie 251.75. Für Phönir hatte man auch bessere Meinung, als sich fetzt im Kurs zeigt. Banken lagen ziemlich still, aber fest. Für Amerikaner wird eine neue Lawson-Kampagne befürchtet. Das kann unter Umständen wieder recht nett werden, zumal der Amerikaner-Markt sowieso recht schwach ist. In ziemlich fester Haltung schloß die Börse bei einem Privatdiskont von 4’/s Proz.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 21.-März. lOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") V i e h m a r k t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Sammel, 1125 Schweine: 1. Qual. 79—00 Pfg. Lebendgewicht 61.50—00.00 Pf., 2. Qual. 78—00 Pf., Lebendgewicht 61.00—00 Pfg., 3. Qual. 71—73 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgeivicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewich: 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Psg, Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Psg. Geschäft: gedrückt, Ucberstand unbedeutend.
fr. Frankfurt a. M., 20. März, öeu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.90 bis Mk. 4.10, Stroh Ml. 3.10.—O.Oi) Alles ver 50 Kilo. Tendenz: feft.
A 11 am vnrin die an Milde, Feinheit und Ausgiebig- ‘ 11 feit seit vielen Jahren glänzend bewährt»
X® Myrrholinseife. n
100.45
100.60
95.30
106.20 68.60
70.40 92.30
94.60 94 —
148.90 53.80 92.10
68 60 97.70
Konferenz praktisch beendet sei.
Paris, 21. März. Ministerpräsident Bourgeois erklärte dem österr. Botschafter in Bezug auf die Posizei- frage Frankreichs entschiedenen Willen, die Zuteilung Casablancas an den Gcncralinspektor ab zulehn en. Deshalb wird anscheinend ein neues österreichisches Projekt ausgearbeitet, das die Ueberwachnng des 8. Hafens durch eine dritte Macht neben Frankreich und Spanien fallen läßt, dafür aber eine Kontrolle über die Gesamt-Polizei verlangt und zur Befriedigung Deutschlands die Verteilung der acht Häfen an Frankreich und Spanien direkt durch den Sultan von Marokko erfolgen läßt. Vermutlich wird eine Einigung auf dieser Basis entgegen allen pessimistischen Ausstreuungen und der nervösen Stimmung in Algeciras gelingen.
Algeciras, 21. März. Schärfer als durch den Ver- lauf der gestrigen Kommissionssitzung konnte der materielle S t i t l st a n d der K o n f e r e n z v e r h a n d l u n g e n nicht beleuchtet werden. Tas General-Inspektorat wurde, von Rcgnault namens Frankreichs ausdrücklich akzeptiert.. Dieser anscheinende Schritt vorwärts wurde aber durch die prinzipielle Auffassung der Poli^norgani- sation, die die Franzosen weiterhin an den Tag legten, belanglos, da sic offenbar nach wie vor an eine Art Mandat an den Sultan denken, die Franzosen und Spanier mit der int wesentlichen souveränen Einrichtung eines Gendarmeriekorps in Marokko zu betrauen. Tiefe Auffassung wurde von den Marokkanern rundweg abgclehnt.
Petersburg, 21. März. Tic Port Arthur y-mnmis- ion stellte fest, das; die Generale Fo k und K o n d r a t e n ko den G e n c r a l S t ö s s e l in Port Arthur arretieren; wollten: nur der Tod Kondratenkos vereitelte beit Be- chluß.
Grlginal-Drahttneldungen.
Berlin, 21. März. Zum Nachfolger des von der Leitung des Großlichterfelder Krankenhauses zurückgetretenen Geheimerats Prof. Schweninger wurde Prof. Johannes Müller in Würzburg ernannt.
Berlin, 21. März. Der Kaiser tritt die Mittel- meerreise von Kiel aus an. Der Damvfer Hamburg verläßt den Hamburger Hafen am 3. April und geht nach Kiel ab, tuo dann die Einschiffung erfolgt.
Berlin, 21. März. Tic von der Steucrkommission des Reichstages eingesetzte S n b k o m m i s s i o n konnte sich über die Frage nicht einigen, ob bei der Zigarette n- steuer das Banderole-Svstem dem Steucrzuschlage für verwendete Tabake vorzuziehen sei. 'Tie Subkommission: wird die Lösung der Frage also der heute tagenden Boll« kommission überlassen.
Berlin, 21. März. Sicherem Vernehmen der „B. *9L R." zufolge haben sich die verbündeten Regierungen bereit gefunden, deut Wunsche der Mehrheitspartcien des Reichstages, die Einnahmen aus dem Personenverkehr für die Reichskasse nutzbar zu machen, weit entgegenzukommcn. Sie sind bereit, den von ihnen vorgeschlagenen Fixstempel in einen Zonenste m p e t von solcher Höhe umzuwandcln, daß davon eine Einnahme von 2 4 Millionen zu erwarten ist.
Kassel, 21. März. 250 Arbeiter und Arbeiterinnen
Telefonisch© ICursberic-Me
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande) und Industrie, Giessen.
der Firma Fröhlich u. Wolf wurden ausgcsperrt. Ursache des Konfliktes liegt in der Zurücknahme der lcgentlich des letzten Streikes gemachten Zugeständnisse.
London, 21. März. „Evening News" meldet Algeciras angeblich aus autoritativer Quelle,
<o große Mühe für die int hessischen Staatsdienste beschäftigten Nfamcrabcit gäben, und führte aus, daß man in den Gesetzen über die Besoldung und Pensionen der Staatsbeamten, die Mili- ^franwärter überhaupt nicht kenne, und gesetzliche Vorschriften, die zu Gunsten der Militäranwärter beständen, zu ihren Un- Dunften ausgelegt wurden. (?) Er meine, die Anrechnung der pflicktmäßig geleisteten Milltardimftzeit als pensionssähigc Dienstzeit. Weiteres wollte er nickt ausfuhren, um die Rotwendig- keck eines Militäranwärtervereins in unserem engeren Vaterlande zu begründen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung fanden schnelle und glatte Erledigung. Der seitherige Vorstand wurde wieder gewählt.
Klein-Linden, 20. März. Ein vor einigen Tagen hier gestorbener Schulknabe ist nicht an den Folgen einer ihm von einem Lehrer gegebenen Ohrfeige, sondern, rote die ärztliche Untersuchung ergeben hat, an Gehirntuberkulose gestorben. Es ist dies eine Mahnung, bei Anzeigen wegen Schülermißhandlungen und Ueberschreit- itngen des Züchtigungsrechts recht vorsichtig zu sein, da solche Vorfälle nicht dazu beitragen, die Erziehungsarbeit der Schule ZU erleichtern.
X Leihgestern, 20. März. Einem in der ganzen Umgegend bekannten Schweinehändler wurde an drei Markttagen in Gießen jedesmal ein Ferkel aus seinem Wagen entwendet. Obwohl er über das sonderbare Verschwinden seiner kleinen Borstentiere keine Ahnung hatte, soll es beim drittenmal gelungen sein, den Täter zu ermitteln und zwar in der Person eines Kollegen. Dieser hat da? Ferkel aus dem Wagen des Ersteren entnommen und seinem Wagen einverleibt. Die Sache ist zur Anzeige gebracht und der Dieb wird sich vor Gericht zu verantworten haben.
sä. Darmstadt, 21. März. (Tel.) An dem Besuch der Domanialweinkellereien in Mainz und Nackenheim und der damit verbundenen Weinprobe nahmen Finanzminister Gnauth, Geheimerat Wilbrand, die Ministe- sterialräte Dr. Becker und Süffert und etwa 30 Abgeordnete teil. In Mainz kamen die Teilnehmer um 2V4 Uhr an und wurden von Domänsnrat Meyer empfangen. Man fuhr sofort mit Sonderzug nach Nackenheim weiter, wo eine Kellerprobe vorgenommen wurde, bei der 9 Sorten Nackenheimer, Niersteiner von 1903, 1904 und 1905 geprobt wurden. Nach einem Gang durch die Weinberge wurde um j/26 Uhr nach Mainz zurückqefahren und dort im Dorna - nialkeller de§ Großh. Schlosses Oppenheimer, Boden- Heimer und Büdesheimer von 1903 und 1904 geprobt. Sämtliche Proben wurden vorzüglich gefunden und die Stimmung wurde bald sehr animiert. Es wurden verschiedene Ansprachen gehalten und Abg. Ulrich soll sich sogar am Gesang der Nationalhymne beteiligt haben, allerdings hat er dabei einen anderen Text gesungen. Um 8 Uhr trat die Mehrzahl der Teilnehmer die Rückfahrt nach Darmstadt an.
Darmstadt, 20. März. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin empfingen heute vormittag den Ministerialpräsidenten Braun und Gemahlin,
Vermischtes.
München, 20. März. Sonntag unternahmen 3 Herren und eine Dame ans München eine Partie nach der Pyramide n s p i tz e im K a i s er g e b i r a e bei Kufstein. Sie wurden dort von einem Schneestur m überrascht. Ter Prokurist Stan- dacher stürzte ab und wurde erst gestern abend um halb sieben Nhr von einer Rettungserpedition tot aufgefunden. Die Dame, eine Buchhalterin, gebürtig au§ Landshut starb vor Erschövfnng, als man sie in eine Unterkunftshütte verbracht hatte. Von den beiden anderen Teilnehmern an der Partie ist ein Herr Palmberger, Inhaber einer Druckerei in München, unversehrt geblieben, während man den Kunstmaler Splittgerber mit erfrorenen Füße n auffand. ,
* Böse Fo lgen des Leichtsinns eines Offiziers. Vom Kriegsgericht ist, wie wir bereits kurz meldeten, der frühere Leutnant K>-rt v. Schierstaedt wegen Fahnenflucht zu einer Strafe voi. sieben Monaten G e f ä n a n i verurteilt worden. Als de. Leutnant vor Jahren eine Spritzfahrt nach Berlin unternommen hatte, borgte er sich vom Stammtischkellner eines Bräus ein Zwanzigmarkstück. Er beantwortete feine Mahnung, bis sich der Kellner bei dem stellvertretenden Sommanbcur seines Regiments beschwerte. Diesem gab der Leutnant die dienstliche Versicherung, die zwanzig Mark bereits zurückgezahlt zu haben — wohl in der Absicht, es nun auch wirklich zu hm, und so die Affäre aus der Welt zu schaffen. Aber auch dies vergaß er. Der Kellner meldete sich abermals beim Regimentskommando, der Sachverhalt wurde aufgeklärt, und nachdem das Ehrengericht auf Grund jener falschen Dienstmeldung erst zu einem Freispruche gekommen war, der Fall bem Kriegsgericht übergeben. Auf dem vorgeschriebenen Wege war die Angelegenheit bis an den Kaiser gelangt, und dieser zeigte sich mit ihrer Behandlung derart unzufrieden, daß er allein Frage kommenden Vorgesetzten des leichtsinnigen jungen Leutnants z u r E i n r e i ch u n g i h r e s A b s ch i e d s g e s u ch e s v e r a n l a ß t e : den K o m in a n b c u r, der seinen Urlaub ber Affäre wegen nicht unterbrochen hatte, den Major vom Stabe, der die Untersuchung geleitet hatte und den Divisionskommandeur, der als Gerichtsherr fungirt hatte. Der Offizier selbst aber entzog sich der Aburteilung durch die Flucht nach England. Einer seiner Brüder, mccfl. Dragoneroffizier, kaufte ihm ein Billet nach London und mußte in Folge dessen gleichfalls den bunten Rock ausziehen. Seitdem sind Fahre vergangen, die der ehemalige Leutnant in Amerika und Afrika zubrachte. Fetzt war et^ zurückqekehrt und hatte sich dem Militärgericht gestellt. Welche Folgen hat das von einem Kellner entliehene Zwanzigmark- stück bis in die obersten Reihen dcS preußischen Ofsizierkorps geübt!
* Das Erdbeben auf Formosa. Aus Tokio wird gemeldet, daß 1014 Personen durch das Erdbeben auf Formofa umtflmc n. Außerdem erlitten 695 Personen schwere Verletzungen. Die Hälfte der Stadt Kaji wttrde vernichtet, anßerdein 1400 Häuser an anderen Stellen der Fnsel.
* Kleine T a g e s ch r o n i k. Gegen den Direktor der ländlichen Spar- und Vorschußkasse in Oe der an (Königreich Sachsen) S t a d t r a t Emil Greif ist ein Strafverfahren eingeleitet. Greif wttrde als Stadtrat dispensiert. Er hat sich iu nicht einwandfreie Geschäfte eingelassen, u. a. Bankgelder gegen ungenügende Sicherheit ausgeliehett und hat mit den Mitteln ber Bank Prwatspekulation betrieben. — In Pabianice (Polen) st a r b c n vier Personen, die Branntwein genossen hatten, der aus einer Geheimbrennerei ftammte. Fünf andere Personen sind infolge des Schnapsqenusses tätlich crfranft. — In Z ü r i ch wurde nachts in zwei kathol. Kirchen e i n g e b r o ch e n, das Taberttakel gesprengt und die heiligen Gefäße geraubt. — Große Schneest ü r m e haben den Eisenbahnverkehr iit Nordamerika unterbrochen. Im Staate Colorado kamen 20 M en- ch en im Schnee um.
______ . daß hinsichtlich der Polizeifrage und der Bankanteile ein vollständiges Einvernehmen z w i s ch e n Deutsch- land und England erzielt worden sei und damit die
4 ?o Oesterr. Goldrente. .
4V6 Oesterr. Silberrente
russ.Staatsanl. 1905 4>2° n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose ... . .
4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . 3°/n Mexikaner . . . 4^% Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . . .
Tendenz : fest.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt ober unter bierr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publilum gegenüber keinerlei Verantmortung.)
Der gestrige TheatervereinSabcud
gehörte wieder einmal — nach dem „Grafen von Eharolais", den „Schauspielern des Kaisers" nsw. — zu den m i ß glückten.
Der Benedi^'sche Schwank — ein Lustspiel bezeichnet es sich zu Unrecht — ging noch hin; er will jedenfalls nicht mehr, als er ist. Aber bann langweilte man uns burch drei Akte mit Bär- beißereien, mäßigen Spässen, langen Reden und — im letzten Akt — mit einer Anzahl Unmöglichkeiten, die wenig Witz und viel Behagen verrieten. Selbst die beiden nicht üblen Figuren des fal- staff'schen Kapitäns und des Funkers non ber traurigen Gestalt konnten dem Ganzen fein Leben einflößen. Schade für die Arbeit, die Darsteller und Regie auf das Stück verwendet haben.!
Aber war es notwendig, den sechs Theatewereinsabenden weitere drei Abende anzuhängen, d. h. drei gute Besuchsabende der Verfügung der Direktion zu entziehen, um sie mit solchen Richtigkeiten anszufüllen? In anerkennenswerter Weise bestrebt der Verein die Ermöglichung von Musteraufführmtgen und die Wiedergabe ber bramatischen Neuerscheinungen — wirklich be- bentcnde kommen übrigens höchstens eine auf jede Saison; aber muß man nun gewaltsam Abende veranstalten, nur damit sie veranstaltet sind, und dadurch dem Theater im übrigen die Frequenz untergraben ? Das Publikum hat davon keinen Genuß, die Kunst keinen Gewinn, das Theater aber den Schaden, diesmal auch wohl
Elektriz. Lahmeyer . . . 141.50
Elektriz. Schnckert . . . 129.50
Esch weil er Bergwerk . 258.10
Gelsenkirchen Bergwerk . 224 60
Hamburg - Amerik. Paketf. 168 50
Pfungstadt, 20. März. Heute vormittag wurde der Verlauf des Mord Überfalls Steinmetz durch Augen- scheinsnahme und Vernehmung des Mörders am Tatort durch den Großh. Untersuchungsrichter Weissenbach im Beisein deS Großh. Oberstaatsanwalts v. Hessert nochmals f e stg e sie l lt. Der Mörder war zu diesem Zweck in einem geschlossenen Wagen aus dein ProvinzralarresthauS nach Pfungstadt gebracht worden und der Termin blieb natürlich nicht unbekannt, sodaß sich wieder Ansammlungen der Einwohner bildeten. Zu Tätlichkeiten, wie am SamStag, wo die begleitende Gendarmerie ihre große Mühe mit dem Schutz des Verbrechers hatte und manchen Schlag unbeabsichtigt selbst davontrtlg, kam es diesmal nicht. (D. T. A.)
* K' leine 9JZ111 e ir n n n c o u ° L essc " und den R a ck b a r st a a t e n. Fn L o l l a r ist zu ber am 22. statinnben- den Beigeorbnetenwahl der Landwirt, Wagnermeister und Rechner des Spar- und Borschlrßvercins Karl S ch w a l m ausgestellt worden, der das Vertrauen weiter Kreise der Bewohnerschaft besitzt.— In O i ch wurde Bürgermeister D ö r m c r in fein Amt eingeführt und vereidigt. _____________________________
Gießener Strafkammer.
X Gießen, 20. März.
Die Strafkammer verurteilte die 15 jähr. M. K'. aus Botz- Lack wegen ^schwer en Diebstahls zu 10 Tagen G e - sängnis. Sie war bei einer Dame in der Löberftraße hier als Dienftmädcken beschäftigt und ntuftfe wegen verschiedener Uv redlich- feiten, die aber mangels* Strafantrags nicht zur Verfolgung gelangten, ihren Dienst verlassen. Bei dieser Gelegenheit stellte es sick heraus, daß sie aus dem Mansarden Ummer einer im namlicken .Hause wohnenden Witwe, verschiedene Gegenstände, Spitzen^ und dergl. entwendet hat. Zum Ceffnen des Zimmers hatte sie ihren Stubenschlüssel, der zufällig auf diese Türe schloß, benutzt. Das Gericht fand in ihrer Fugend, in dem sofortigen Geständnis und in dem unerhebsscken Wert des Gestohlenen mildernde Umstände: auch zog es ihre ntangelffafte Erziehung, die außerhalb ihres Elternhauses erfolgte, in Betrackt: ebenso den Umstand, daß der Sckaden durch Rückgabe des Gestohlenen alsbald wieder ausgeglichen wurde. Daß sie die zur Erkenntnis der Strafbarkeit ihrer Handlung erforderliche Einsicht besessen hat, konnte aus ihrer Intelligenz geschlossen werden.
Der Dienstknecht R. St. aus Neustrelitz hat auf dem II- benftädter Hvf j^roei Ktieckten, wahrend sie auf dem Feld,' waren, die Zimmerküren anfgebrockm und ihnen Kleider und Legitimatwnsptvier mitgenvmmen. Als einer der Knechte ihm unterweg? begegnete und sah, daß er seinen Regenschirm bei sich hatte, veranlaßte er seine Festnahme. Wenn das Gericht auch nickt verkannte, daß der Angcllagte durch seine Tat. feine Mit- Tnedyte in große Verlegenheit brachte, fo billigte es ihm mit Rücksicht auf feine Trunkenheit und die Tatsache, daß er das erste Mal wegen Eigentumsvergehens unter Anklage steht, mildernde Umstande zu und erkannte aus 5 M o n a t e G e f a n g n i Ä, worauf ein Monat Untersuckungslwsi angerechnet wird.


