Ardertsvergebung.
Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Neubau deö GtadttheaterS in Gießen sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden.
1. Kuustverglasuugeu.
2. Marmorarbetten. (Treppen, Bodenbelag, Kamine rc.)
3. Bestuhlung, (ca. 800 Sitze)
4. Keuerfichcre Metalltüren.
Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Angebotsformulare liegen im Bureau des Architekteu Haus Meyer, West-Anlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden.
Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 1. Dezember, vorm. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen.
Gießen, den 1. November 1906. B’/1J
GroßherzogUche Bürgermeisterei Gießen.
_________________Mecum.__________
Arbeitsvergebnng.
Die nachstehenden bei der Erbauung der Badehäuser IX und X vorkommenden Arbeiten werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 zur Vergebung öffentlich ausgeschrieben:
1. Betonarbeiten. LosI: 1650 qm Eisenbetondecken, 450 qm Monierwättde, 320 qm Rabitzgewölbe 2c. Los II: 1800 qm Eisenbeton, 400 qm Monierwände, 260 qm Ra- bitzZewölbe rc. 2. Zimmerarbeiten. Los I: 85 cbm Tannenholz zu liefern, 1700 m Holz zu bearbeiten, etwa 65 lfd. m Hauptgesims, 130 qm Dachschalung, ferner kleinere Gesimse, Gauben u. a. m. Los II: 290 cbm Tannenholz zu liefern, 14500 m Holz zu bearbeiten, ferner Gesimse, Dachgauben, Dachraiter u.a. m. Los III: 300 cbm Tannenholz zu liefern, 15000 m Holz zu bearbeiten, sonst wie Los II. 3. Eisenlieserung." Los I: 24700 kg Profileisen zu liefern. Los II: 38000 kg wie vor. 4. Dachdeckerarbeiten. Los I: 450 qm Ziegeldeckung (Kronendach) mit Nebenarbeiten. Los II: 2900 qm Dachdeckung wie vor. Los III: 2400 qm wie vor. 5. Grobschlosser- arbeit. Los I: 3400 kg vernietete Stützen, 1700 kg Kleineisenzeug, 6000 kg Träger zu bearbeiten. Los II: 3100 kg vernietete Stützen, 1700 kg Kleineisenzeug. 6. Spenglerarbeiten. Los I: 480 m Rinnen aus Kupfer, 65 m desgl. in Zink, 210 m Abfallrohre in Kupfer, 35 m in Zink u. a. m., ferner 3 Dachreiter in Kupfer. Los II: 325 m Rinnen in Kupfer, 90 m desgl. in Zink, 180 m Abfallrohre in Kupfer, 30 m desgl. in Zink, sonst wie Los I. 7. Blitzableiteranlage. Los I: 5 Auffangstangen, 25 Spitzen, 400 m Leitungsdraht rc. Los II: 4 Auffangstangen, 24 Spitzen, 350 m Leitungsdraht rc. 8. Weitzbinderarbeit. LosI: 500 m Gesimse zu streichen. Los II: 550 m wie vor.
Zeichnungen, Bedingungen und sonstige Unterlagen sind auf unserm Amt zur Einsicht aufgelegt. Anaebots- vordrucke werden zum Selbstkostenpreis (soweit der Vorrat reicht) abgegeben. Zeichnungen können nicht verschickt werden, ausgenommen diejenigen für die Betonarbeiten.
Die Angebote sind verschlofsen, porto- und bestellgeldfrei und mit der Aufschrift „Verdingung Badehaus IX und X Angebot auf . . . Los ..." an die unterzeichnete Behörde bis spätestens Dienstag, den 4. Dez., vormittags 11 Uhr einzureicheu. Eröffnung der Angebote erfolgt zur selben Zeit in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber.
Zuschlagsfrist 4 Wochen, für die Eisenlieferung 8 Tage.
Der Zuschlag soll möglichst nach Losen getrennt, kann aber auch auf mehrere Lose eines Gewerkes erteilt werden.
Bad-Nauheim, 10. November 1906.
Großh. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim. _________________3ojL_______________
Aufgebot.
Die Fräulein Luise Wortmann zu Gießen, vertreten durch Rechtsanwälte Justizrat Hirschhorn und Meudelsohn, hat als Vorerbin des am 6. Juli 1906 in Gießen verstorbenen Kaufmanns Karl Wortman» das Aufgebotsoerfahren zum Zwecke der Ausschließung von Nachlaßgläubigern beantragt.
Die Nachlaßgläubiger werden daher ausgefordert, ihre Forderungen gegen den Nachlaß des verstorbenen Karl Wortmann zu Gießen spätestens in dem auf
den 21. Januar 1907, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht (Zimmer dir. 12) anberaumten Aufgebotstermine bei diesem Gericht anzumelden.
Die Anmeldung hat die Angabe des Gegenstandes und des Grundes der Forderung zu enthalten. Urkundliche Beweisstücke sind in Urschrift oder in Abschrift beizufügen.
Die Nachlaßgläubiger, welche sich nicht melden, können, unbeschadet des Rechtes, vor den Verbindlichkeiten aus Pflicht- teilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen berücksichtigt zu werden, von den Erben nur insoweit Befriedigung verlangen, als sich nach Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger noch em Ueberschuß ergibt. Auch haftet ihnen jeder Erbe nach der Teilung des Nachlasses nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit.
Für die Gläubiger aus Pflichtteilsrechten, Verinächtnissen und Auflagen sowie für die Gläubiger, denen die Erben unbeschränkt haften, tritt, wenn sie sich nicht melden, nur der Rechtsnachteil em, daß jeder Erbe ihnen nach der Teilung des Nachlasses nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit haftet.
Gießen, den 6. November 1906.
_________ Großherzogliches Amtsgericht._______[B,0/n
MilMH non A'MlM'beiten.-
Für die Feldbereiuignug Hungen soll die Herstellung verschiedener Graden, veranschlagt zu 2530 Mk., in mehreren Losen öiü dem Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden.
Tic Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Hungen zur Einsicht offen. Die Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu ersolgen und sind verschlossen, post- frei und mit entsprechend. Aufschrift versehen bei Großh. Bürgermeisterei Hungen eiiiziirelchen, woselbst deren Eröffnung am Montag, den 19. d. Mts., nachm. 3 Uhr in Gegenwart erschienener Bieter stattfindet.
Gießen, den 12. November 1906.
Großh. ttulturiuspettiou Gießen.
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Das Engelgeläut „Pofauneuchor mit der Geburt Christi" besitzt einen sich um sich selbst drehenden Posaunenengel als Spitze und vier die Baumspitze wirklich umschwebende Engel; außerdem ist am Fuße des Geläutes ein Stern mit vergoldeten Sacken angebracht, auf welchem in neunfarbiger Emaille-klussührung die Geburt Lhristt zur Darstellung gebracht ist, wodurch ein ganz herrlicher Effekt hervorgerufen wird.
Die Dülle und Turbine sind fein grün lackiert, Engel und Glockensternchen gold lackiert, Glocken, Glockenhalter und llerzenhalter vernickelt.
Sofort nach dem flnjünöen der «erzen dreht sich der Posaunenengel, gleichzeitig umschwebt alsdann die ganze Engelschar die Baumspitze und laßt die Glocken in drei harmonisch abgesttmmten Tönen erfiingen, gleichsam der Welt die auf dem Stern zur Darstellung gebrachte Gebürt Thrisll verkündend. Die die Baumspitze umschwebende Engelschar in Verbindung mit Öen leise erklingenden Glocken versetzt ,eöen in eine weihevolle Stimmung, und glaubt man unwillkürlich ein aus weiter Lerne herübcrtönendes Glockengeläut zu vernehmen.
Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß unser (Engelgeläut infolge seiner sinn- reichen und stabilen «onstruktion auch beliebig auf den Tisch gestellt werden und so in reizender Weise zur Ausschmückung des Weihnachtstisches dienen kann.
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Dritter Jahrgang. Mit 4 Apuarell- und vielen Textbildern, Prachtband Mk. 4.— (broschiert Mk. 3.—). Inhalt: Der Lenz ist angckommen. 2. Trarira, nun ist der Sommer da. 3. Nun steigt der Herbst frisch von den Bergen nieder. 4. Der Winter brach mit Macht ins Land.
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Im Forsthaus Falkenhorst.
Herr Schulrat F. Polack urteilt in den Pädagog. Brosamenr Das ist gesunde Lebens- kunst, anmutige Wissensbereiche, rung und bildende Geistes- und Herzenskost. Durch das Buch weht frische Bergesluft und gesunder Waldesduft; Wahrheit und Schönheit gehen Hand in Hand. Nichts von spannenden Abenteuern und doch spannend, nichts von fremdländischem Gewürz, aber heimatwürzig, nichts von unglaublichen Heldentaten und doch anfeuernd zu rechtem Tun und Leben.
Schulbote für Hessen! Es sind fürwahr köstliche Bilder, wie sie in dem Forstbaus zu Falkenhorst uns entgegentreten; nicht sentimales, schwärmen, schcs, sondern wirkliches, mar- liges Leben rauscht hier an uns vorüber. . . .
Herr Forstrat Dr. Tieffenbach, Lich, schreibt: Das Buch ist für Knaben von 10—14 Jahren bestimmt, als Ersatz für die sogen. Jndiancrgeschichten. In das Gemüt des Knaben solchen Alters bringt es in äußerst anregender und spannender Weise Bilder auS dem deutschen Forst» und Jägerleben ohne Uebertreibung, doch die zur Schilderung passenden Ereignisse in den Zeitraum eines einzigen Jahres zusammendrängend. Bei voller Frische im Ausdruck hält sich die Sprache des Verfassers frei von phantastischen Sprüngen und bleibt korrekt und prägnant. Er fesselt die Knaben an seruen Stoff, regt ihr Gemüt an und begeistert sie zu tüchtigem und edlem Tun.
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