Ausgabe 
20.10.1906 Erstes Blatt
 
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Fleck in Rastatt.

Geborene.

Bäck

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Ausland

Handel

Börse. 20. Oktober, 1.15 TJhr.

Oesterr. Goldrente.

Oherschles. Eisen-Tndnstrie 126.75

Italien. Bente .

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Börse, 20. Oktober. Anfangsknrse.

Tendenz: beruhigt.

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Pentsch-Asiat. Bank Piskonto-Konunandit. . Presdner Bank . .

Kreditaktien . .

Baltimore- und Ohio-

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Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatshahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

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noch größeren Umfang erreicht haben, wenn daS Herannahen detz Sturmes nicht zeitig vorher gemeldet worden wäre.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 20. Oktober

Ein Rechtsanwalt wegen Beleidigung freigesprochen.

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Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harnener Bergwerk. . . Laurah litte......

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ICuttfi und rvissenschaft.

Das Bovovaccin Debrings. Professor Dall^ von der Pariser Tiorarzneischute erklärte, daß der Inhalt eines ihm von Behring gesandten Fläschchens Bovovacci n viru­lente Bazillen enthielt, sodaß alle D ersuchst: er e (Meer­schweinchen) an Tuberkulose erkrankten. Ballä fugte hinzu, er betrachte es als ein wahres Gluck, das Rovovacem nicht sofort bei den Kälbern angewandt zu Haben, für deren Impfung gegen Tuberkulose es eigentlich bestimmt war. Die Tiere waren unzweifelhaft verloren -gewesen. Zu diesen Bemerkungen Vallös wird von Professor v. B e H r i n g erklärt:Es gehört zum Wesen des Bovovaccin, daß es lebende Tuberkelbazillen enthalt und solche Versuchstiere wie Meerschweinchen tötet, ebenso wie es zum Wesen des Pasteurschen Milzbrand-Vaccins gehört, daß es lebende Milz­brandbazillen enthält und Versuchsmäuse tötet."

-Rembrandts kurzes Lebensgluck m i t S a s k i a von Uvlen durch behandeln die Lieferungen 1012 vonRem­brandt in Bild und Wort" von Wilhelm Bode und Wilhelm Valent,ner (Richard Bong, Kunstverlag, Berlin W. 57, Preis pro Lieferung Mk. 1.50). In feinsinniger Weise tragen die Verfasser alle Mo- meiite zusammen, um an der Hand der danmls entstandeiien Ge­mälde, Zeichnungen und Radierungen zu zeigen, wie glücklich er in seinem Besitz und wie stolz er auf das Errungene gewesen ist. Brach doch mit Saskias Tod der Wohlstand zusammen, begannen doch kurz nach ihrem Hinscheiden die Jahre der Sorgen und des Elendes, von denen erst der Tod ihn erlöste. Unterstützt ist der Tert durch in technisch vollendeter Wiedergabe ansgesi'ihrte Ra- diernngen und Handzeichnunqen des Meisters, von denen wir nur nennen: Hundertguldenblatt Rembrandt zeichnet Akt Rem­brandt im Halisgewand Sterbender Goliath P^aunkuchen- bäckerin David svielt vor Saul Ian Six Tie drei ©litten u. a. m. Auch die Kupferdruck-Kunstblätter geben m ihrem für Rembrandtbilder charakteristischen Verfahren einige seiner Haupt­werke wieder, darunter: Menonitenvrediger Anslo (Berlin) Badende Frau (London) Bildnis eines Polen (St. Petersburg) Rembrandts Mutter (Wien) Rembrandt und Saskia (London) usw. Auch diese Lieferungen erbringen von neuern den Beweis, daß sie für einen wohlfeilen Preis Vorzügliches und Gediegenes in Ausstattung und Inhalt bieten : wohl die vornehmste Erinne­rungsgabe aus Rembrandts Jubeljahr.

4/R?tf Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . .

Sandei und verkehr, voik»w?rt?chaft.

Märkte.

Gießen, 20.CH. Marktbericht. Auf heutigemWochenmaikte kosteten: Butter vr.Pfd. 1.00-1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 9-10 Vfg, 2 et ff. 00-00 Psg., Gänfceier 00-00 Vfg., Enteneier 0 Pfg., Base nr Stck.68Pf., Kasematte2Stck.'5-6Pfa., Erbfeilv.Pfd. 18-24Pfg-, Linsenp.Md.25-40Pfg., Tauben vr.Pr.0,80-l,00Mk., Hi,hnerpr St. 1 001 60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stuck 1 80-2,20 Mk., Gänfe vr. Pfd. 70-75 Psg., Ochsenfleisch pr. Pid. 8288 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 8082 Psg., Schweine-'

Am 6. Okt. Dem Maurer Louis Fflcher eine Tochter, Anna. Am 9. Okt. Dem Metaflgießer Georg Graf ein Sohn. Am 10. Ok­tober. Dem Südfrücbtehändler Pietro Toscani ein Sohn, Gniseppe Giovailni Battista. Am 11. Okt. Dem Geometer 2. Kl. Karl Steuer- nagcl eilt Sohn, Paul. Dem Schlosser Otto Walz eine Tochter, Cttilie. Dem Hilfsbahnwärter Wilhelm Koch ein Sohn, Albert Wilhelm Heinrich. Am 12. Okt. Dem Schlosser Georg Friedrich Simon ein Sohu, Friedrich. Dem Bahnarbeiter Adam Weiß­mann ein (Sohn, Oskar. Dem Bankbeamten Adam Alfred Hofmann eine Tochter. Am 13. Okt. Dem Rechtsanwalt Dr. Lud- wig Jung ein Sohn, Kurt. Dem Brauer Hermann Grob eine Tochter. Dem Taglöhner Johannes Döring eine Tochter, Elisa­beth Katharine. Am' 14. Okt. Dem Aufseher Heinrich Janz eine Tochter, Maria Katharina. Am 16. Okt. Dem Techniker Valentin ^ern eute Tochter, Katharina Anna Helene. Am 17. Okt. Dem Schlosser Emil Werther eine Tochter, Anna Katharine. Dem Fuhrmann Jakob Zimmermann ein Sohn, Florian. Dem Schlossermeister Karl Schmidt eine Tochter. Dem Maschinisten Heinrich Eckhardt eine Tochter, Margarete Georgine Marie.

Gestorbene.

Am 12. Okt. Hofmann (noch ohne Vorname), 4 St., Land­grafenstr. 2. Vclte, Anna Marie Katharine, 22 I., Bahnhofstr. 8. Am 13. Okt. Schmidt, Katharine, geb. Müller, 88 I Sonnenstraße 13. Am 17. Okt. Pröfcher, Heinrich Ludwig, 65 I., Rentner, Licber- straße 21. Henn, Heinrich Emil, 3 Mte., Kirchenvl. 2. Flett, Georg Karl, 7 Mte., HiNebrandstr. 6. Pannecke, Richard, 15 I., Ausläufer, Seltersweg. 9.

Vermischtes.

* Paris, 19. Okt. Nach Meldungen aus Biserta ist e§ dänischen Tauchern heute vormittag gelungen, zwei Hebe- kctten an dem auf dem Meeresgründe liegenden Untersee­booteSutin- zu befestigen. Um die Ketten unter das Fahrzeug zu bringen, müssen Löcher gegraben werden, was ziemlich schwierig sein wird, da das Hinterteil 80 Ztm. tief im Grund fteeft Nach einer beim Marineministerium ein- gelaufenen Depesche des bei den Bergungsarbeiten anwesenden Admirals BellnL haben die Taucher die Turmdeckel des Sulin* ganz offen vorgefnnden. Marineminister Thomson ist heute mittag mit dem KreuzerJeanne d'Arc" in Biserta eingetroffen.

Ein Zyklon aus Euba. Nachrichten aus Havanna besagen, daß ein dieser Tage über Euba hinweggegangener Zyklon der schlimmste gewesen ist, der je die Insel betroffen hat. ES sollen 96 Eingeborene und 16 Ausländer ums Leben gekommen sein. Der KreuzerBrooklyn" wurde auf den Strand getrieben. Ueber tausend Lagerzclte wurden vom Winde in Stücke zerrissen und viele Häuser um geweht, bezw. abgedeckt. Die pekuniären Verluste sind sehr bedeutend, ebenso der unter den Schiffen angerichtete Schaden. Die Verluste an Gut und Leben würden einen

Telefomsche KursbericMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für nnd Industrie, Glessen.

London, 19. Okt. Der Marineminister Lord Tweedmouth hielt oestern in Shefield eine Rede, m welcher er ausführte, daß die Alarm-Mcldungen des Standard über bic angebliche Schwächung der englischen Kriegsmarine ganz gründ- , los seien. Die e n g lisch e Kr i e g sm a r i n e sei b e d eut en d stärker als die irgend einer anderen Macht nnd es sei kein Grund vorhanben.-giniznehmem/daß dieses Verhält­nis sich zu Englands Ungunsten änvern.-werbe. Weiter erklärte - Loch AMdlNssM.. d^-Uchicßvcrsuä^ mit dem Dreadnought chatten ein sehr annfttaes Resultat ergeben Dte Zukunft ge­höre den großen Schlachtschiffen mit großen Kanonen.

Die englische und die r u s s i, ch e (! 9 Regierung smd übereingekommen, Persien untergewissen Ved'ngunoen ge­meinsam ein Darlehen zu gewahren h

400 000 Pfund betragen, wovon die Hälfte sofort durch Engl-md und Rußsnnd -n gleichen Teilen von je ^00000 Pfund St. zahlbar ist. Soweit sestzustellcn, ist dieser erste TerGetrag aber noch nicht bezahlt. Der Betrag von, 400000 Pl- St. soll zur Deckung einiger dringenderer Bedürimsse Persiens dienen. .

Paris 19 Okt Bourgeois erklärte heute Mittag cmem seiner Freunde:'Ich bin in das Kabinett eingetreten, m dem Augenblicke, wo es mir die Regelung der m a r o k k an ifch en Anacleacnheit -ur Pflicht machte, das Ministerium,des Aeuheren anzunebmen. Das Werk ist heute beendet: die auswär­tige Situation ist fern davon, noch cbensc> g espannt zu sein. Ich wünsche daher, Sarrmn in den Ruhestand z folgen und auch meinerseits etwas Ruhe zu suchen.

Im heutigen Ministcrrat teilte S art i e n semen Entschluß mit, zur i'i ck z n t r c t e n. .Weil cs sich bei fernem Rücktritt nicht nm volitischc Motive handle, so bitte er, semen Nachfolger aus der Mitte des Kabinetts zu wählen

Baron von Mohr en beim, russischer Botschafter m Paris, ist in Pau aestorben. Es verlautet, daß der Baron Me­moiren schrieb, über deren Veröffentlichung die Witwe und deren Schwiegersohn Söze zu verfügen haben. ,

Madrid 19 Okt. In Valencia, wo Erzßiichof Gifa- sola erklärt, daß die Z i v i l e b c ein Ko n kub in a t fei, herricht ungeheure Aufhebung. Die Volksmassen wollten sich an dem Erzbischof vergreifen. Im benachbarten Alcoh wurde der Erz­bischof anSoepfisfen und mit Steinen beworfen, sodaß er durch Militär beschuht werden mußte

Rom, 19. Okt. (Sonte di Ecllere, KabinetrSchef des Mi­nisters des Aeußeren. hat beute dem Staatssekretär v T s cb i r s ch- kh einen Besuch abgestattet, um ihn im Namen des Ministers willkommen zu heißen. , . . -. . »

Zürich, 19. Okt. Der Staatskanzlei wurde die von fast 22 000 Unterschriften b'deckte Initiative für die Verschärf­ung des Strafgesetzes gegen S t r e i knn r u h e ndie sog Ant'streik-Jnitiotive, ^'naerrickst. D"- "ir Veranlassung emer Volksabstimmung nötige Zahl beträgt 5000.

widerung ans die Vorlage der Regierung betreffend dm Reil- 1 wähl eines Regenten feftgcstellt nnd genehmigt worden. Wie ; verlautet, ist eine n a h e z u v ö l l ig e EiNi g un g im Landtage . Erzielt worden, und zwar dahin, daß man zwar gng der Regierungsvorlage zustimmc, daß aber voraussichtlich die Neuwahl eines Regenten noch etwas auf gescho­ben werde. Das genannte Blatt fügt hmzu, man gehe wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß vorher noch versucht werden soll, die Sachlage derart zu klären, daß es möglich wird, m av- sehbarer Zeit die Regierungsvcrhältnisse des Herzogtums tn ir­gend einer Richtung definitiv zu regeln. ..

Essen, 19. Okt. In der heutigen Sitzung der Siebener- Kommission wurde festgeftellt, daß abgesehen von einigen Draunkohlenwerken von den bergbaulichen Vereinen noch keine Antwort auf die bekannte Forderung der Berg- v r b e i t e r eingegangen sei nnd auch schwerlich vor dem -5. iJtt eintreffen dürfte. Nach Eingang der Antwort der bergbaulichen Vereine werden die Oraanisationsvertrcicr und die Liebener-Kom- Mission zur Beschlußfassung zusammentreten

Dresden, 19. Okt. DasDr. I." meldet:,, Nach dem Vertrage, der am 5. Mai 1905 abgeschlossen ist, wäre,im Mai dieses Jahres die P r i n z e s s i n Anna Monika P i a d e m Könige auszuantworten gewesen, wmauf eut Wieder­sehen der Gräfin Montignoio mit ioren Kindern stattfinden sollte. In vollster Uebereinstimmung zwischen dem Komg und der Gräfin Montignoso soll schon tu der nächsten Woche das W i e d e r se b c n d c r G r ä f i n Mit den bciden al testen Prinzen stattfinden und die Ansantwortiing der Prinzessin Anna Monika Pia erst später erfolgen, nachdem sich die Pnn- zessin an die ihr zuzuteilende neue Pflegerin gewohnt haben

Wie das amtlicheDr I." ferner im Hinblick auf die Fleis chten ernng mitteilt, hat das Ministerium des Innern Anfang dieses Mlonats die Kreishanvtmannschastcn veranlaßt, zu berichten, wie viel Rinder und Schweine in den Schlacht­häusern und nach den Viehmärkten wahrend der einzelnen Mo­nate dieses Jahres int Vergleich mit den entsprechenden Mo­naten des Vorjahres aufgetrteben nnd geschlachtet worden feien und auf welche Ursachen in den einzelnen Bezirken die F-leisch- tcueruna zurückzuführen sei. Auch der Landeskulturrat ist zu einem Bericht über diese Angelegenheit onfgerorbert worden

Karlsruhe, 19. Okt. Der hiesige Stadtrat beschloß, an­gesichts der fortgesetzten Verschlechterung des fleisch - marktes und der Unterernährung der städtisch en Bevölkern ng, einmütig wiederholt sowohl bet der badischen, als auch bei der Reichsregierung wegen Erleichterung der V i e b e i n f u h r aus dem Auslande m dte städtischen Schlacht­viehhöfe vorstellig zu werden, und sowohl bei den badnchen Städten der 'Städteordnung wie auch beim deutfchen Stadtetag ein Vorgehen in gleicher Richtung in Anregting zu bringen. -- Die Vollversammlung der Handelskammer Konstanz erklärte sich ein­stimmig mit ber von der Mannheimer Handelskammer vorge­schlagenen Eingabe des Handelstages an das Ministerium des Innern bei der Reichsregierung auf baldige Beseitigung der Grenzsperre zu bringen, einverstanben.

Die ortsanwesende Bevölkerung des Großher­zogtums Baden belief sich nach endgiltiger FesMeNimg am 1. Dezember 1905 auf 2 010 728 Seelen Die Bevölkerung bat sich somit im Laufe des letzten Jahrfünfts um 141870 Personen oder um 7,59 Prozent vermehrt.

fleisch vr. Pfund 90100 Pfg., Vchweineflessch, gesa zen, pr. P und 104 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 84-90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfimd 60-80'Pfg. Welsche per Psund Stösseln pr. 100 Kg.

6 007,00 Mk., Ziviebeln pr. Ztr. 4,00-5,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg Aevfel per Zentner 15 bis 24 Mk., in Korben 00 Pfd., Nüsse'100 Stück 30 Pig., Birnen per W Mk. 0.10O.lo per Itr. 915 Mk., Zwetschen per Ztr. 4,004.50 Mk., Wemkrant per Stück 1015 Pfg., per Zentner Mk. 0.000.00. Marktzeit 82 Uhr._________

AlisM SN8 den Sisndevawssremstern der Stadt kteftv.

2lnsgebotc.

Am 13. Okt. Eugen Hechler, Schweinemeister dahier mit Eugenic Voigt in Neudamm. Adolf Kahn, Kaufmann, mit Paula Keßler beide dahier. Am 15. Okt. Wilhelm Renfch, Lokomotw- heizer, mit Auguste Merkel, beide dahier. Wilhelm Leinweber, Photograph, mit Kästchen Franz, beide dahier. Friedrich Möller, Erdarbeiter, mit Johanna Fink, beide dahier. Christian Knig, Kutscher, mit Margarete Ebert, beide dahier. Am 15. Okt. Heinrich Röder Weißbinder dahier mit 9(mm Vouderbeid in Haufen. Am 16 Okt Adam Steinbach, Goldarbeiter in Bieber mit Elfabethe Miifler dahier. Am 17. Okt. Karl Wassenfchmidt, Tapezier, mit Auguste, gen. Luise Frank, beide dahier. Am 18. Okt. Wilhelm Reuter, Lokomotivheizer dahier mit Mathilde Langsdorf hierfelbst.

Eheschließungen.

Am 13. Okt. Heinrich Schmitt, Maurer, mit Christine Stein, beide dahier. Am 17. Okt. Franz Knigmann, fiaiümonn in Heidel­berg, mit Hedwig Scbmalcalder dahier. Am 18. Okt. Julius Schimpf, Großh. Negierungsbaumeister dahier, mit Anna Eharlotte

Die Strafkammer verhandelte gcsterii über die Berufung des Rechtsanwalts Justizrat W., hier, d".c vom Schöffengericht wegen Beleidigung eines Gerichtsvoll.v.ehers zu 3 Mark Geld- trafe verurteilt worden war. Nach dem SÄöffengerichtsiirteil hatte er von dem Gerichtsvollzieher irrtümlich ein Schrittstuck bekommen, das dieser durch seinen Gehilfen wieder abholm lassen wollte. Als der Gehilfe unverrichteter Dinge wied-r zuriick- kam, begab sich bet Gerichtsvollzieher selbst zu ihm. Nach emigem Hin- unb Herreden rief W. dem Gerichtsvollzieher zu. er solle machen, daß er hinauskomme. Der Gerichtsvollzieher stellte die Sache seiner vorgesetzten Behörde vor, die Strafantrag stellte. Das Schöffengericht erachtete dieses Derhatten als eine Beleidigung eines in Ausübung seines Berufes befindlichen Beamten. Es bemaß die Strafe um deswillen so niedrig, weil es das allgemeine Wohlverhalten des in Ehren ergrauten Angeklagten und das ihm eigene, auch in der Verhandliing zutage getretene laute und barsche Wesen gebührend berücksichtigte. Seine Verteidigung ging dahin, er habe angenommen, der Gerichtsvollzieher sei wider­rechtlich in seinem Bureau geblieben, ^weshalb er ihn wiederholt zum Fortgehen ausgefordert habe. Daß dies im lauten Tone ge­schehen ist, bestreitet er nicht: er habe 16 Jahre lang die^Feuer­wehr kommandiert und sei deshalb an ein lautes Sprechen ge­wöhnt Das Bemfiings .erickit war nicht in der Lage,, den Fest­stellungen des Schöflengerichts beizupflichten. Es hielt weder für erwiesen, daß W. den Gerichtsvollzieher angefchneen noch angegriffen bat, letzteres wurde selbst von dem Zeugen nicht behauptet. Wenn er auch die Hand, wohl beschwicht'gend, auf .

die Schulter des Zeugen gelegt bat, so sch darin noch keme Germg- 3^^0^'1^16561! , schätzung zu erblicken. Aus der auch dem Gericht bekannten 4 y2 fn rnss.^taatsani. 1. lauten und barschen Ausdrucksweise kamr eine beleidigende Kund- 4L gebung nicht geschlossen werden. D«: Straskammer hob deshalb 4^«von 34500 das Urteil auf und erkannte E koste'flose Fr^ i, p r e ch und Tonlose

/US*«*/* I 4% äussere Argentinier . 87.75

Glseirvttpri-«SeStung. 30^ ^exn<aner .

Von der Friedberg Nidda -Bahn. Von 4)^o/° Odinesen . . Finanzminister Gnanth, Exz., wurde, wie wir derNeuen Aktien:

Friedb. Ztg." entnehmen, dem LandtagSabg. Damm fo[genbe§ Bochum ^iss^. . . Schreiben zugesandt: n Tendenz: mhig.

Euer Hochwohlgeboren beehren wir uns mitBezug auf me I Berliner

in der 12. Sitzung der 2. Kammer der Landstände am 7. Mürz d. I. bezüglich der Fahrgeschwindigkeit auf der Linie Friedberg- Canada £ j Nidda gemachten Ausstellungen die aus unser ^Xbe Bank

7. April d. I. uns gewordene Erklärung der Königlichen Eisen- veut^Ban^^ bahndireflion Frankfurt a. M. zur gefälligen Kenntnisnahme I ^ank

: abschriftlich mitzuteilen: y .

Nach den diesseits angestellten Erhebungen kann auf der Streck^' NiddaF-ricd'''-"m bp? hen a^flfchten Zssaen 1150, 1151,.--

1152, 1154, 1155, 1157, 1158, 1159, 1160, 1161 und 1163 Vermögen deutscher BcrfichernngSgeserlschaftcn. Die die H ö ch st g e s ch w i n d ' a k e i t v o n 30 a u f 40 Ki lo m et er Bedeutung der Privaten VersicheriinasgefeNfchaften fiir unser erhöht werden, weil diese Züge als hauptsächlich dem Per- meberne? Wirtschaftsleben wird u. a. auch sonenverkehr dienend bezeichnet werden können beleuchtet, die ße zur^Deckung ihrer ^che^ngsve^fl'chtirn^^^^^

Die gemischten Züge 1153 und 1156 müssen dagegen ihre migefammelt haben und anfammeln mußten. vermögen nuer jetziaen Fahrzeiten behalten, weil dieselben zur Bewältigung deutschen privaten Versichenmgsgeieflschaften bekrua ult>mo l886 des Wagenumlaufs und insbesondere der Zug 1156 der Wetter- r/?, ultimo 1900 37, und ultimo 1905 Juit a MiN'aiden Mark ist besörderung der mit den Gütcrzügen 7202 und .203 der Strecken «flo in den letzten 5 Jahren um weit über 1 ^'^rde.^Nark ae . ZiehenGelnhausen sowie der mit Zug 1084 von Schotten in stiegen. Von dem gesamten Vermögen aller Ge ellschaften ennaut Nidda eingehenden Wagen dienen. ..... r auf die größte von ifmen, auf die Viktoria, und vom Ve^

Eine weitere Erhöhung ber Fahrgeschwindigkeit ist wegen mögensziiwachs des letzten Jahres lM Die beutkhen ^esellfchaften, ber auf der Strecke zahlreichen und vielfach unüberiichtlichen! erster Liiiie die Lebensversicherungs - GeseNfchatten, legen wre Wegeübergängen, welche mit Schranken nicht versehen sind, nichts Kapitalien der Hauptsache nach in mnnbemeheren ersten yy po- möglich. auch wegen der aflzudichten S^tionsfolge ohne wesent- theken nn. So kommt es, daß der -'önnothekenbefitz einer einzigen licken Einfluß aus die Abkürzung der Fahrzeit. Gesellschaft, ber Viktoria, mit 466 Millionen Mark noch um

Die Verkürzung der Fahrzeit bei den Zügen der Strecke 101 Millionen Mark größer ist als der Besitz an Wertpapieren bet Friedberg-Nidda würde mtcr Berücksichtigung der Zngkreuz- allen Gefeflfchaften aller Branchen zusammen. Die ^.ebensver- ungen zwischen 4 unb 9 Minuten schwanken: wir bemerken sicherungs-Gesellschaften hoben die größten Rucklagen zu mamen, schon setzt, daß durch die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit bei ihnen finden sich daher die größten Vermöaenszahlen. Von die Ueb6rgangS'eiteii in Friedberg beiw. Nidda, je nach Sage dem Gesaintverinögen aller Gefeflfchaften von 4,9 Milliarden Marc des Anfchliiß'u'aes gegen setzt entflwechend verlängert werden, entfallen 3,8 Milliarden auf die Lehensperftchernngs-GeseMcpaiten,

Da der Winterfahrvlan nunmehr schon seftgeseht ist. und davon über Vo Milliarde auf die Viktoria. Im^Zabre 1905 stieg derartig umfangreiche Zugverlegungen daher nicht mehr vor- das Vermögen bei der Victoria um 59,7 auf c>44,3 Millionen ^carr, genommen werden können, so werden wir zum 1. Mai näch - bei der Germania um 13,0 auf 322,1, bei ber ©otbaer mn 10,1 sten Iah r e s -die Beschleunigung der Züge in Aussicht auf 309,3, bei der Leipziger um 16,5 auf 272,1, ber ber Shttt^rter nebmen " um 16,6 auf 260,1 u. s. f. Der Vermogenszuwachs bei ber Viktoria

-------- ~ I war also größer als bei den vier angeführten Gesellschaften zu- lammen. Tie Vermögensverwaltung kann bei ben deittschen Gefell-

I schäften fast durchweg als mustergültig bezeichnet werden. c /10 0 Marburg, 19. Okt. Wegen S111 l i ch k e 11s v e r - I'--:----------------------------------

gehens, begangen an Schulinädchen, wurde von der hiestgen Strafkammer der Lehrer Helm aus Heskem (früher m ANen- dor' bei Frankeuberg» zii zwei Jahren Gefängnis ver-