Ausgabe 
4.1.1906 Erstes Blatt
 
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N

s

Feuerbach.

den 18. August 1800.

Jena,

an der Schelling'schen

Die scharfe Kritik, die Feuerbach

t

Hockiste Temperatur am 8.-8. Ja,war

Niedrigste 2.-3.

die

Alfr. B.

Philosophie Amt und Einnahmen bringe. Da wandte mich mit raschem, aber festem Entschluß von meiner liebten Philosophie zur abstoßenden Jurisprudenz, wurde mir bald minder unangenehm, weil ich wußte.

Sudelei, Herzen Sie den Sie wohl, geliebt und

braven Minnigerode') innigst geachtet von

mit meiner und leben Ihrem

ich ge- Sie daß

0,9° C.

7,2° C.

Leben der Menschheit nützlich gewesen ist. 7 ») Advokat zu Gießen.

Mitglieder und 9 Pfarrer gewählt. Vorsitzender der Ver­einigung ist Pfarrer D. Euyot in Heppenheim a. d. Bergstr. In einer sich anschließenden öffentlichen Versammlung sprach Professor Nnbergast auS Heidelberg über die Bedeutung des JesuSbildeS in FrensienS Hilligenlci (siehe Feuilleton). An den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion.

die Branntwein-Liebesgabe annehmen, aber gegen direkte Reichssteuern unüberwindliche Abneigung hegen, daS ist eine Frage, die Professor Wagner sich nicht gestellt hat, deren Beantwortung ober wohl auch ihm keinen Zweifel verursachen dürfte.

Die RevslutionSromantlker.

Die Niederlagen, welche die russischen Revo­lutionäre beim bewaffneten Aufstand und beim Maffen- klreik erlitten haben, sind geeignet, Wasser in den brausenden Wein unserer deutschenRevolutionSromantiker* zu gießen. DerVorwärts-, sonst voll Begeisterung über den groß­artigen Fortgang des Befreiungswerkes und mit stammende, Reden um sich werfend, ist merklich stiller geworden. Ma, hatte sich in dem Generalguartier der NevolutionSromantikei daS Vorspiel zu den geplanten Vcrsanimlungs-und wo­möglich Straßen-Demonstrationen", die am 21. Jan in Berlin gegen das preußische Wahlrecht statt- finden sollen, um viele? imposanter und foctreißender gedacht Tie Taten derrussischen Brüder- sollten wie ein leuchtende? Beispiel dastehen. Damit ist es nun nichts. Die Aufständi­schen ergeben sich und dem Befehl des Maffenstreiks wirt keine Folge geleistet. Die Freiheit mit dem Blntgeruch fängt an, den nicht ganz Verrohten zum Ekel zu werden. Und welcher Unterschied besteht darin, ob dieSchergen des Zaren- knuten, oder ob die Führer der Freiheitsbewegung diejenigen höchst exen,plansch traktieren, die nicht blinden Gehorsam leisten? Von mehreren Blättern ist das Verbot der Berliner Temonstrationsversammlungen gefordert worden. Eine solche Maßregel ist unseres Erachtens aus verschiedenen Gründen nicht ratsam und keineswegs erforderlich, schon weil mit Erfolgen in Rußland nicht zu paradieren ,st. Ebenso werben die in Rußland gemachten Erfahrungen schwerlich dazu anreizen, Maffenumzüge zu veranstalten.

Doktorgrad genommen, um als Lehrer der Philosophie auf­zutreten. Aber siehe, da wurde ich mit Deiner Mutter be könnt. Es galt ein Fach zu ergreifen, das schneller als V.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Bersin . Breslau

Dresden Cbemnitz Magdeburg Hamburg Dortmund Franklurt a. TL Stuttgart München Nürnberg Köln

.'Die deutschen Tabakbauern und die Tabaksteuervorlage.

Z In einer vorige Woche in Mannheim unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrates tz a a s in Darmstadt statt- nchabten Sitzung hat die Deutsche Tabakbaukommis- sion, die Vertretung der deutschen Tabakbauinteressenten, zur Tabaksteuervorlage Stellung genommen. Einmütig hat sie der nachstehenden Erklärung zugestimmt:

Die dem Reichstag vorliegende Tabaksteuervorlage erscheim den deutschen Tabakostanzern nur dann annehmbar, wenn 1. an i»er im Interesse des heimischen Tabakbaues unbedingt erforderlichen Zollerhöhung von 125 Mark pro Doppelzentner für un­bearbeitete Tabakblätter festgehalten wird. 2. Die Begünstigung der zur Herstellung von Rauch-, Lau- und Schnupi- tabak dienenden Tabakblätter durch einen Zollsatz von nur 110 Ml

Lransscendentalphilosophie übt, begreift man, wenn man jweiß, daß ihm Fichte und seine Lehre verhaßt waren; -konsequenterweise stand er auch der Schelling'schen Philo- sophie, die aus der Fichte'schen hervorgegangen war, feindlich gegenüber.

Heber die seltsame Wandlung, die der Begründer der -deutschen Strafrechtswiffenschaft damals in seinen Anschau-. otngtn durchlebte, gibt ein Brief Aufschluß, den er später einmal an seinen Sohn Anselm, den Verfaffer des Vatica- nischen Apollo, gerichtet hat:Wie der Gedanke an Pflicht und Notwendigkeit selbst gegen innere Neigung zu begeistern vermag, wie man selbst in einem unsrer Lust gar nicht zu­sagenden Fache ausgezeichnet werden kann, wenn man nur ernstlich will und es sich etwas Mühe kosten läßt, wenn man nicht bloß den Gelüsten nachgeht, sondern vor allem auch durch die ernste Pflicht sich führen läßt, die bald freundlich unS lächelt und für unfern Schweiß uns lohnt dafür kann ich Dir mein eigenes Beispiel nennen. Die (Jurisprudenz war mir von meiner frühesten Jugend an in der Seele zuwider; und auch jetzt noch bin ich von ihr als Wissenschaft nicht angezogen. Auf Geschichte und besonders Philosophie war ausschließend meine Liebe gerichtet. Meine ganze erste Universitätszeit war allein diesen Lieblingen gewidmet. Ich dachte nichts als sie, glaubte nicht leben zu können ohne sie. Ich hatte schon den philosophischen

ifch sie liebgewinnen müße: und so gelang e§ meiner Unvet- Drossenheit, meinen durch die bloße Pflicht begeisterten Mut Lei verhältnismäßig beschränkten Talenten daß ich schon pach zwei Jahren den Lehrstuhl besteigen, meine Zwangs-, Mot- und Brotwiffenschast durch Schriften bereichern und so 'einen Standpunkt fasten konnte, von welchem ich rasch zu Ruhm und äußerem Glück mich emporgeschwungen und von der Mitwelt das laute Zeugnis gewonnen habe, daß mein

Kirche und 5dhtfe.

Diefreie landeskirchliche Vereinigung für das Großherzogtum Hessen- hielt am 2. Januar im Hotel-Restaurant Taunus zu Frankfurt ihre erste Hauptversammlung ab. Nach den von ihr angenom-- menen Satzungen will die Vereinigung, welche aus Gemeinde- gliederir und Geistlichen besteht, durch freien Zusammenschluß Mnb tatkräftige Arbeit die hessische evangelische Landeskirche itftrfen. Das soll im Gerste freier Frömmigkeit, wie sie allein der Geschichte unserer Kirche enlspricht, geschrlM. Sie will die Kirche mit Wiffenschaft und Bildung, wie mit dein modernen Volksleben im geistigen Austausch halten, und Kirche, Schule und Hochschule vor Eingriffen in ihre Freiheit bewahren helfen. . Mitglied kann jeder evangelische Mann und jede evangelische Frau werden, die mit diesen Zielen einverstanden sind. In den Vorstand warben 9 Gemeinde-

Hagelschäden her Taboktulkurkn enOprcdienbe _

* 9 Sie Deutsche Tabarbaukommissron wird diese Stellung­nahme in Kürze in einer Denkschrift begründen.

Mangel an Pflicht-eM-

Ein deutscher Hochschullehrer von der ^rnner Nationalökonom Adolf Wagner erhebt m einer Zu­schrift au dieTägl. Rundfch." bittere Klage über den Mangel an Pflichtgefühl" aller Schichten deS deutschen Volkes der sich in der Protestbewegung gegen die neuen Steuer for d erun gen bekunde. Mmi könne verzweifeln am deutschen Volke, 'wenn man das Gejammere und das Gestöhn hört? während doch alle Bevolkerungö kl assen sich mehr Genüsse erlaubten, als irgend eine andere Naftom

Prof Wagner stellt sich damit auf den Standpunkt des preußischen Finanzministers, der im Reichstag erstaunt fragte, ob es in Deutschland denn nur noch Interessenten­kreise gebe'!' Was das Bedürfnis nach besserer Lebenshaltung anlannt, so findet es sich wohll in allen Kulturstaaten, venu es ist eine unausbleibliche Begleiterscheinung des allgemeinen Kulturfortschrittes. Tie Behauptung, daß das deutsche Volk besonders genußsüchtig sei, wird so leicht nicht bewiesen werden können. Auf der anderen Seite darf das rhöhte Maß von Arbeit nicht vergessen werden, das der Kampf ums Dasein allen Erwerbstätigen auferlegt. Daraus ?r!lärt sich nicht zuletzt das gesteigerte Verlangen nach Erholung. Im allgemeinen sträubt sich das deutsche Volk gegen neue Steuern durchaus nicht mehr, als andere Na­tionen auch. Wogegen es sich mit Recht wendet, t, daß einzelne Erwerbsklassen, und zwar solche, ie ohnehin ein gerütteltes Maß von Steuern aufzubringcn haben, willkürlich herausgegriffen werden, um neue Lasten zugunsten der Allgemeinheit zu Übernehmen. Muß denn immer und immer wieder der Massenverbrauch besteuert werden? Und ist es denn Pro­fessor Wagner unbekannt, daß die Erhöhung der Tabak- und Bier steuer zahlreichen kleinen und inittelständischen Existenzen geradezu verhängnisvoll wer­den kann? Magner meint, der Quittunasstempcl iverde ebenso wenig wie die Briefmarke ,chen Verkehr ruinieren". Von dieser Besorgnis sind mich wir frei. In­dessen sehen wir mit Tausenden und Abertausenden im öffentlichen Leben stechenden Leuten voraus, daß in brr Praxis diese Steuer zweifellos belästigend wirken müßte, wie das auch hn Auslande, da, wo eine solche Steuer .-xistiert, als Last empfunocu wird, die man freilich nach- gerade gewohnheitsmäßig ans sich genommen hat. Welchen Umfang die Steigerung der Geschäftsunkosten annchmen würde, ist in den an den Reichstag gerichteten kaufmännischen Petitionen nachgewiesen. Ter Erkenntnis verschließt sich keine Partei, daß dem Reiche neue Ein­nahmen verschafft werden müssen; aber die große Mehrheit der Volksvertretung sieht in diesen Steuervorlagen nicht den richtigen Weg zur Erreichung des Zieles. 53 ist anzuerkcnnen, daß Professor Wagner die ablehnende Haltung seiner Freunde gegenüber der Reich setb- s ch a f t s st e u e r ebenfalls verurteilt. Wenn er aber derart nach allen Seiten hin Kritik übt, warum kann er sich dann nicht entschließen zur Vesürwortungg eines Verzichtes auf jD'ie Branntwein-,^Liebesgabe"? Gerade diese stellt doch eine Zuwendung an eine bestimmte Devölkerunas- gruppe aus Reichsmitteln dar, die vom Standpunkt der Gerechtigkeit nicht gebilligt'werden kann. Ob also der Vor­wurf mangelnden Pflichtgefühls ebenso zutreffend ist bc der großen Masse des Volkes, daS gegen die Vermehrung der indirekten Steuern protestiert, als bei denen, die zwar

«au qeqen November qesunken. Es wurd-n vqmllck, 451 LM rnrrcfDonbicrcnbcn Markttagen tm Dezember 190b Ä7M «Heben geqen 34 717 im November, 1904 watTbev Porollelze.t der Auftrieb um SlOO Stuck aeftieqen. Nock, deutlicher spricht em Ver«lr,ch mit Ottobkl des Fabres 19G5. An dem entsprechenden MqrMvq- wurden J7 851 Stück zuqetri-ben, also sogar 21 tk mebr a im De ember Trotzdem war der Pre.sstond für Schwe.ne m, Dezember in allen wichtigen Plätzen mit Ausnahme van Dresden und München niedriger als nn Oktober Sie Spannung der Preis-, d,° im Oktober 1905 A' enüber Oktober 1904 schon äußerft stark war, verschärft- Ich im November noch weiter, um dann >rn Dezember auf. -fallend nachjiilafsen. Stellt- sich doch m, Nav-mb-r 1906 bei ll; « h r i n ft e VreiS für Schweine auf 60 M k. pro 50 Kilo gegen 44 im November 1904, ber Preis

auf 88 &?. gegen 65 Mk. im Jahre 1904 Im Dezember nahm die Spannung bann ganz erheblich ab; der n.edr.g le Preis, ber in München bezahlt wurde, betrug 1905 56 M aeaen 44 Mk. 1904, ber höchste, d-r in Dresden erziell würbe 80 Mk. gegen 68 im Dezember 1904. Auf bic ein­zelnen' Marktorte verteilten sich die Preisschwankungen ganz anders als im Vorjahre. Ende 1904 wurden bie höchsten Preise in Stuttgart und Nürnberg bezahlt, verhaltmSmaßw am billigsten waren die Schweine in Mittel- und West- Deutschland; Hamburg, Berlin, Dortmund hatten relativ niedrige Preise. Im Dezember 1905 war zwar auch w.edei in Süddeutschland der Preisstand noch sehr hoch, fast ebenso hoch waren aber die Schweinepreise an sachuschen Marktorten. An den wichtigsten deutschen Plätzen stellten sick die Preise für 50 Kilogramm Schweine Lebendgewicht aus Mark:

und Verkesir. Volkswirtschaft.

Die Hausse tm Neuen Jahr. Seit Ende des tret- (t*Äflcxen Jahres ift *n den deutschen Börsenplätzen wieder eine SSteiotruifg d'r Jnditstriewette, sp'tiell Monl^nakticn em getreten, die wir als nich4 nnbedenllich bezeichnen müssen. Schon m den letzten Börsent-sen des vergangenen Jahres waren für eine ganz Anzahl J«dnflrieaktien SbirSHetgcnmgen voii 310 Prozent zu »eichnen imb diesen Dienstag, am Tage des. uscmcemaßigen K-nr».^«AageS, gnfc er weitere Steifferunqen. Bei Gelsenkirchener BergwrrkS.iktien ttnrrbe infolge der Schatzimg der Dividende aus 10 Prozent ein usancemäßiger Kursabschlag von 6 Prozent vorgensmmcn. Die Aktien wurden unter 93crüaj:.nytigunn dieses Schlages nm 3V? Prozcirt höher gehandelt. Die Aktien des Bergwerks Konsolidation wurden an der Berliner Börse in der ersten Stunde nickt notiert, sodaß die Wirknug des Abschlages von 18 Prozent (Dividendenschätzungen 22 Proz.) im Kurse zu- nächst nickt zum Ausdruck kam. Tie Aktien des Bochumer Guß- 'tahlvcreins festen um 41/2 Prozent höher ein, btc des Dörpener Bergwerkes um ca. 3 Prozent, die der Laurahütte um co. d,7o Prozent Dabei war es wieder das Provinzpublikum, das Mit reicken Ordres am Markte war. Nicht zum mindesten, auch in russischen Prioritäten. Es wird uns eben so wundern wie freuen, wenn es nicht wieder zu einer Enttäuschung kommt.

Die letzte Diskonterhöhung der Neichsbank kommt in dem gestern bekannt gegebenen Ausweis günstig zum Ausdruck. Die Änsprück)e w-ren, wie stets in den ersten Januar- tngrn. sehr groß Die Goldzuflüssc aus Rußland und Landon, die im gmtsen 100 Mill. Mark betrugen, dürften jetzt wohl aufharen. Der Eingang wurde ausgeglick?en durch starken Golv- Inlandsbedarf. In den letzten Tagen des Dezember sind auch, wie die ,.F. Z." bei dieser Gelegenheit mitteilt, die früher am offenen Markt begebenen Sckatzsckeine an die Neichsbank zurück diskontiert worden. Das gen. Blatt ist auch der Ansicht, daß die Neickisl' nk demnächst wieder Schatzsckicine an den Markt bringen wird, aber die Auswahl der für die Börse genehmen Fälligkeiten bereitet einige Schwierigkeiten. Jedenfalls dürfte die Bmk erst den nächsten Ausweis abwarten, um eine Diskont- ermäßig"ng in Env'äguna zu ziehen. Es wird geglaubt, daß ber 10. d. M. der Tag wird, an dem eine solck^e und gleich um ein volles Prozent, vorgeschlagen werden kann.

Die Zukunft der russischen Finanzen Der bei- gische Nationalökonom George be Lavelcye bespricht bte Möglichkeit für Rußland, sich finanziell wieder zu erholen und habet bte Interessen bet Rentenbesitzer zu wahren. Er sagt, man btmiche d'sür nickts neues zu schaffen, fonbern nur auf bas ©cfenta des argentinischen und brasilianischen Moratoriums zutückzu- greifen. die sich seinerzeit so sehr bewährt hatten. Für Rußland wäre die Sack-e um so einfacher, als es keine äußere Rente gibt, welche durch Monbere Privilegien ober Spezialgaranticn gedeckt ist. Der Verfaffer setzt voraus, baß Rußland ein Moratoriunt 'us folgender Basis Vorschlägen würbe: 1) An Hebung während 5 Jahren der Amortisation der äußeren und inneren Schuld;

Zahlung während dieser 5 Jahren der Kupons ber äußeren Schuld in Titres einer noch zu schaffenden Funding-Anleihe, beten 4r/, Proz. Zinskupons in Rußland in Gold zahlbar wären; 3) diese Anleihe würde ein absolutes Vorrecht vor allen anderen Schulden, wie sie auch seien, haben und würde z. B. durch ihre Staatsb^hnen ga-rantiert sein; 4) die Regierung würde autori­siert werden, Oblig'tionen ber Fiinding-Auleihe bis zum Betrag des Zinserforbernisses für bte ausivärtige Schuld während der 5 Iahte des Moratoriums auszugeben. Wit zweifeln noch seht, daß die baute sinance sich mit einem derartigen Plan ein­verstanden erklären würde.

Berlin, 3. Jan. Gegenüber einer ZeitungSmcldung, daß ein Pariser Konsortium unter Führung ber Danaue be ('Union Parisienne von ber Internationalen Vohtgesellsclmst eine größere Anzahl K'0hlenfeldet in Lothringen übernehme, wird von zuständiger Seite mitgeteilt: .Die Nach­richt ist in dieser Form unrichtig. ES wird allerdings beerte sichtigt, zur Ausbeutung einet gtösteten Anzahl der von ber internationalen Bohtgesellsckwft in Lotbringen ausgeschloffenen K'-hlenselb-t eine EienpeseNschast zu bilden, an bet sich auch französisches K'apital in starkem Umfange be­teiligen wirb. Die Aktiengesellschaft selbst aber wirb ihren Sitz tn eu tsckl anb haben und unter beutfckem Rechte stehen. Die Führung bet Geschäfte liegt in ben Händen deS A. Schaaffhausenschen Bankvereins und an der Blldung bet Gesell- schest werden sich mehrere unserer ersten deutschen Banken be- teiliaen. NüheteS kann zur Zeit nicht mitgeteilt werden, weil bie Bet Handlungen noch nickt in allen Einzelheiten abgeschloffeo sind^

Die Marktpreise für Dieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 8 Januar 1906.

Deiember

November Dezembe

1904

1905

45-53

6776

6570

4958

6673

6371

52-60

72-83

70-80

51-58

73-81

7479

4456

67-77

6270

4653

7075

63-68

48-55

6473

6872

5060

73-80

6774

5568

73-81

68-75

5060

6080

56-79

5660

7477

68-74

46-56

6474

62-72

A

1

Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k i u r t a. M.

Fleischpteise in Gießen

r

Ochsen

Kälber

5 Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 8284 Mk.

1, Kg. Schlachtgew. 86 90 Pst

'/, , 76-00 ,,

V, Kg. 72-82 Pfg.

7. » 70-80 , 76 86 ,

g Getreidepreise in Mannheim

Arotpreise in Gießen

- Weizen 100 Kg. 00.00 'M

b Roggen lOO Kg 00 00-00.00 Mk.

Weißbrot 2 Kg. 54 litg.

Schwarzbrot 2 Kg. 50 Ptg.

Januar

1906.

Barometer aui 0° reduziert

Temperatur ber Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Winbrichtung

Windstärke

Wetter

3. 2

746,8

-1.6

3,5

86

SSE

4

Vew. Himmet

3. 9"

749 0

-1,1

4.0

94

SW

4

4. 7"

749,9

0,7

4,3

98

SSW

2

Sprühregen