Nr. 258 Zweites Blatt 156. Jahrgang
Freitan 2. November 1806
Erscheint Lglich mit VuSnahme deS SomttagL.
Die „Gießener $amilienbl3tterw werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -hrsstlch« Canbolrt4* erscheint monatlich einmal.
Gießener Anzeiger
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General-Anzeiger, Amts- und AnzeigeblatS für den Ureis Gietzen.
LagesjchcrrL
zwei Jahre zurückgehen, um eine derart geringe Steigerung
zu
Steuer suchen und
scheinen die National-
Blatt fährt fort:
Einen bedenklichen Charakter nahm der Schulstreik an, als der Erzbischof unmittelbar nach den Ferien von allen Kanzeln einen Hirtenbrief.-in polnischer Sprache verlesen ließ, in welchem er über den unzureichenden Religionsunter- richt in der Volksschule klagte und seine Diözesanen zur Ergänzung desselben durch einen solchen in Haus und Kirche aufforderte. Selbst in Ortschaften, wo seit mehr als zehn Jahren die deutsche Unterrichtssprache eingcführt war, ja sogar in Orten, wo die Kinder schpn vor ihrem Eintritt in die Schule völliges Verständnis für die deutsche Sprache besitzen, kam es zu Schülerausständen.
Die Schulverwaltung hat der bedauerlichen Be- s wegung gegenüber ihre Ruhe und Besonnenheit be-
Hetzblattes im Anfang Juli, wobei dieses das Muster deutliche Erklärung; es ist lange her, daß in Preußen einer Eingabe an den Unterrichtsminister mitteilte, hat der Schulstreik weiter um sich gegriffen. Wie maßgebend dabei der von außen in die einzelnen Gemeinden hmeingedrungene Einfluß war, zeigte Die Uebereinstimmung der Beschwerden bei der größten lokalen Verschiedenheit. .Das
erreicht werden. Man wird auch ferner tunlichst vermeiden, die Kinder zu Märtyrern für die Schuld anderer zu machen. Dagegen wird die Schul zücht nachdrücklich aufrecht e r h a l t e n. Ist die Zahl der widerspenstigen Kinder in einer Schule erheblich und ergeben sich Schwierigkeiten ür die Wahrung der Disziplin, so werden jene von den willigen Kindern abgesondert behufs eingehenderer erziehlicher Beeinflussung. Die dadurch vielfach notwendig werdende Neuanstellung von Lehrern iptb die Beschaffung weiterer Schulräume erfolgt auf Kosten der Gemeinden. Der Widerstand der streikenden Kinder wird durch Nachsitzen geahndet. Gegen die Eltern, welche ihre Kinder von dem Schulbesuch überhaupt oder von diesen Mehrstunden
ßinen KetzarLiLel gegen unseren Iinavzmmister Knauih
Portotarif stehende Monat Juli brachte noch eine Mehreinnahme von 4,06 Millionen Mark oder 8,25 v. H., vermutlich, weil in ihm noch ein großer Teil der im Monat Juni vereinnahmten Beträge zur Abrechnung und damit zur zahlenmäßigen Darstellung kam. Im August ging der Ueber- schuß über das Vorjahr auf 2,33 Millionen Mark oder 6,36 v. H. zurück und im September betrug er nur noch 1,57 Millionen Mark oder 3,86 v. H. Man muß um mehr als
zu veröffentlichen gibt sich die „Nationallib. Korr.* her. Das Pamphlet, dessen Ursprung aus der seit der Nibelunge Zeiten als intrigant berüchtigten Stadt am Rhein keine Zeile ver-
Die Nachricht, daß der Kultusminister v. Studt sich in den nächsten Tagen nach Posen begeben werde, ist irr»
Die Wirkungen der Portoerhöhung.
Die am 1. Juli eingetretcne Erhöhung des Portos hat bereits ihre Wirkung anSgeübt. Die gewohnte Steigerung der Einnahmen der Reichspostverwaltung hat in den letzten Monaten, vor allem im September dieses Jahres, erheblich nachgelassen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hatte der Ueberschuß über die entsprechende Zeit des Vorjahres 12,59 Millionen Mark oder 10,2 v. H. betragen; im zweiten Vierteljahr belief er sich auf 7,84 Millionen Mark oder 6,5 v. H. Der erste unter dem neuen
Heer und Llotte.
— Der in Hochheim im Ruhestand lebende Generalleutnant z.D. Eduard v. Daoidsohn konnte am 1. November den 50jährigen Gedenktag seines Eintritts in das Heer begehen. Am 23. Juni 1840 in Gedern geboren, trat er am 1. November 1856 in die 3. Fußkvinpagnie des Artilleriekorps. 1895 wurde er Kommandant von Koblenz und Ehrenbreitstein. Ein Jahr darauf, am Geburtstage des Kaisers, erhielt er den Charakter als Generalleutnant, worauf er 1900 auf sein Abschiedsgesuch zur Verfügung gestellt und pater geadelt wurde.
finden.
Tie „Natioualztg." gegen die Negierung.
Ein Berliner M11 a r ü e i t e r schrerbt uns:
tümlich. Eine solche Absicht hat nicht bestanden.
Aus Berlin schreibt unser R-Korrespondent:
Die preußisch Negierung wird dem Vernehmen nach dem Abgeordnetenl-ause eine Denkschrift überreichen über den Schubstreik. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß Fürst Bülow den Standpunkt der Regierung gegenüber der polnischen Unbotmäßigkeit im Abgeordnetenhause wie im Herrcnhause, wo die „Drahtzieher", die Grafen'Mielcynsli, Koscielski usw. sitzen, kennzeichnen werde. Es soll auch der Nahezu verbrauchte Fonds der Ansiedlungskommission durch eine stattliche Anzahl von Millionen aufgefüllt werden, und cs heißt, daß nach der juridischen Seite hin die Schafsung öon Kautelen erwogen wird, durch 'die der E r w e r b deutscher Landgüter seitens polnischer Reflektanten wenigstens insofern verhindert werden könnte, als'allgemein ein VorkaufsrechtdespreußischenStaates sestgelegt werd. Es kann in der Tat daran kein Zweifel sein, daß die Situation in der Ostmark ungewohnt ickM Maßregeln erheischt, sonst kommt in nicht ferner Zeit das Deutschtum dort „unter die Räder".
Auf dem jungliberalen Parteitag in Hannover iumd dem nationa Hiberalen Parteitag ist, wie man weiß, der nationalliberalen
werden. Auch fanden sich - -
überall Schulkinder und Eltern ab, wenn nu .
Seife biT SeuHferung durch starke äußere Lmslu,se au
eines westVeußischen Kölnischen
Nationalliveralen gegen die in i.„ - ,
leg en hüt mißlaunig gemacht, das Feld räum en, durste nichtsdestoweniger Herr Guauth bleiben, dem vielleicht die Gloriole des Staatsministers winkt, und der nach Verwirklichung seines höchsten Strebens mit Feuereiser an die Arbeit gehen dürfte, unser Großherzogtum zum Vers uchs- setd für linksradikale Staats- und Weltbegluck- unnsoperationen zu macken. Der hessische Patrio.t hat somit leider alle Ursache, mit ernst besorgtem Blick m dre nächste Zukunft zu schauen." „
Dieses Lamento ist so widerlich als niedrig. Die Reaktionäre in Hessen, die das ehrenvolle Wort „nationalliberal" mißbrauchen — Gott sei Dank gibt eS bei uns auch noch ein ganz stattliches Häuflein unverfälschter National- liberaler — wollen also mit aller Macht und allen Mitteln rmsercn Finanzminister, der das hessische Finanzwesen zur vollen Gesundung zu bringen verstanden hat, den Hals brechen uiid schiveifwedeln zugleich ein wenig vor dem Staatsminister, um aber dann auch ihm einen gelinden Rippenstoß zu geben. Sie nehmen gleichzeitig den vielfach mißbrailchten und vielfach läppisch verunstalteten Begriff „Patriotismus" unvernünftiger Weise allein für sich in Anspruch, indem sie Vaterlandsliebe mit konsequenter engherziger und engblickender Rückwärts- richtung identifizieren und sich emsig bemühen, jeden Versuch zu hintertreiben, mißleitete Gesellschaftskreise zur vollen Be- tätiaung aufrichtiger und ehrlicher Vaterlandsliebe heranzu- ziehen. .Unb zwar tun sie das mit allen Mitteln kleingläubiger Angstscelen von bejammernswerter geistiger Kurzsichtigkeit.
Wir haben die Zuversicht, daß unsere Regierung derartige niedrige Maulwurfsarbeit mit völliger Nichtachtung strafen wird. Sollte aber ein solcher Maulwurf sich ans Licht der Parlamentstagung hervorkratzen, dann wird man ihm vom Regierungstische aus wie ans dem Plenum heraus die gebührende unmißverständliche Antwort gewiß nicht schuldig bleiben.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 2. Nov. 1906.
•• Die Feier von Großherzogs Geburtstag. S. K. H. der Großherzog haben genehmigt, daß wegen des am 25. d. Mts. stattfindenden Totenfestes die Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes, und zwar arich die kirchliche evangelische und katholische, am Samstag, den 2 4. November l. I., begangen werde.
"Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst, Adolf Meyer, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach und den Gerichtsasiefsor Albert Hoffmann aus Schlitz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst ernannt, bem Oberlehrer an der Obercealschule zu Darmstadt, Joh. Jung, den Charakter als Professor, und dem Kreisbauinspektor des Kreises Friedberg, Herrn. Gombel zu Friedberg, den Charakter als Baurat erteilt, sowie den Landgestülsdiener Simon Kaltenthaler auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
*• Kirchenrat Dr. Naumanns Nachfolger. Zum Nachfolger des mit dem 1. November in den Ruhestand getretenen Kirchenrats Dr. Naumann als Vorsitzender des GesamtkirchenvorstandeS und des Pfarrkollegiums wurde Pfarrer D. Schlosser ernannt.
** Eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses findet am Mittwoch, 7. November d. Js., vormittags 9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wirtschaftsbetrieb des Kaspar Baier zu Bad-Nauheim; hier Antrag auf Konzessiv ns entziehung. 2. Verunreinigung eines Brunnens auf der Hofreite des Wilhelm Born in Friedberg-Fauerbach. 3. Der Straßengraben an der Kceisstraße Fauerbach bei Friedberg nach Dorheim; hier Beschwerde der Firnia Gebrüder Ulrich. 4. Reklamation des Georg Schmidberger zu Friedberg gegen die Berechnung der Straßen bau kosten der Dieffenbachstraße.
•• Für die Volksschulen unseres Kreises ist dieser Tage ein Schularzt ernannt worden, nachdem die Stadt schon längere Zeit einen Schularzt hat. Der Arzt wird in den nächsten Wochen seine Tätigkeit aufnehmen und die Untersuchung der Kinder beginnen. — Die im vorigen Jahre gegründete Wander-Haushaltungsschule hält auch in diesem Jahre wieder mehrere Haushaltungskurse ab, z. B. in Leihgestern und Grünberg.
** Arbeitsnachweis. Am 31. Okt. l. Js. fand nach der „Darmst. Ztg." auf Einladung des Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, im Sitzungssaal der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe eine Besprechung über einige, die Organisation des Arbeitsnachweises berührende Fragen statt. An der Konferenz nahmen außer Beamten der Ministerialabtellung Vertreter der Kreise, Städte und Landgemeinden teil, in denen bereits Arbeitsnackpveisstellen bestehen. Die Besprechung führte zu dem Ergebnis, daß man mit Rücksicht auf die geographischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Großherzogtums bis auf werteres davon absehen solle, einen, alle hessischen Arbeitsnachweis,teilen umfassenden Landesverband zu gründen, und daß man daher auch vorläufig einen Anschluß an den süddeutschen Arbcttsnachweis- verband, der Elsaß-Lothringen, Baden und Württemberg umfaßt, nicht als zweckmäßig anerkennen könne. Cs sollen die Versuche abgewartet werden, die in dem Rhein-Main-Verband, dem fast alle hessischen Arbeitsnachweisstellen angehören, demltächlt mit den Einrichtungen des genannten süddeutschen Verbandes gemacht
Hessische Landesausstellung 1908 zu Darmstadt. In der letzten Sitzung des Kun7musschusses wurde das sehr erfreuliche Ergebnis der bisherigen Anmeldungen zur Beschickung der Ausstellung bekannt gegeben. Die Anmeldungen verteilen sich so ziemlich auf das gesamte Gebiet der freien: Künste und ihre Zahl erscheint um so stattlicher, wenn man berücksichtigt, daß Einladungen für bestimmte Personen oder Werke bisher überhaupt noch nicht hinausgegangen sind. Besonders rege ist die Beteiligung der YNöbelindustric, der Buchdruckerei,, der Töpferei und des Klavierbaues. Vom Kunstausschuß wird demnückK die Arbeit in gesonderten Gruppen für die einzelnen Ausstellungsgegenstände in Angriff genommen werden. Gewerbetreibenden mag es dabei wichtig zu wissen sein, daß der Künst- Ausschuß auf Verlangen Künstler für die Herstellung der etwa gewünschten Entwürfe nachweist. Die Errichtung eines Odenwald-Hauses und eines o b e r h e s s i s ch e n Hauses und einiger vorbildlicher Arbeiterwohnhäuser ist in ernste Erwägung gezogen. Alles in allem ist nach Lage der Dinge zu erwarten, daß eine Ausstellung zustande kommt, die nicht nur ein Gesamtbild hessischer Kunst und Arbeit zeigt, sondern die diesem Blld auch einen eigenartigen Rahmen gibt.
•• In Amerika verstorbene Hessen. Schneider Georg Pfaff aus Harbach, 79 Jahre alt, zu Waterloo, Ont. — Frau Anna Katharina Köhler, geb. Georg, 79 Jahre alt, zu Indianapolis, Jnd.
/\ Butzbach, 1. Nov. Heute früh fand anläßlich des 2 5jährigcn Jubiläums der Kinderwärterin Frau Anna
nationalliberale Organe derartopp ositronell gegen die Regierung aufgetreten sind, wie vor wenigen Tagen die „Köln. Ztg." und heute die „Nat.-Ztg.". An solchen Zeichen der Auflehnung wird die Negierung nicht achtlos Vorbeigehen können. 9tur wäre zu wünschen, daß auch in den Etatsreden der nationalliberalen Wort- ührer ebenso rückhaltlose Kritik geübt würde an den (Er* eignissen und Erscheinungen des politischen Lebens.
Dom Posener Schulstreik.
Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt über den fog. Schul, streik in der Provinz Posen ejne längere Darlegung, in der es heißt:
Die Oberp'räsidialvero rdnung vom 24. Oktober 1873 führte die deutsche Unterrichtssprache in allen Volksschulen der Provinz Polen ein, mir für den Religionsunterricht schrieb sie vor, daß er den Kmdern polnischer Zunge in der Muttersprache zu erteilen seu Wurde der Religionsunterricht den Kindern aus polnischen Familien selbst dann in polnischer Sprache ertettt, wenn siedas Deutsche vollkommen ausreichend beherrschen, so wurde das zunächst eine sehr beträchtliche Vermehrung der Mehrer polnischer Abkunft erfordern, die in so großer Zahl gar nicht zur Verfügung stehen und auch wegen ihrer polnischen Abkunft an der gewissenhaften Erfüllung ihrer amtlichen Pflichten bekanntlich durch die gehässigen Angriffe ihrer Landsleute verhindert werden. . , Y
«Rur allem " aber würde durch die Anerkennung des in Goslar i,., -7 ,
daß in der Provinz Posen auch fertig deutsch Reichstagsfraktion viel Un s chm eia)elHaf tes ,und Un
ttanuÄmaÄton zu wottcn wem.
W. E XÄ Ä“ Reich-.
WWLL sinanzreferm/ Wenigstens wendet sich heute abend chie weichendem und e^a» une.^.icy B ss sei, ,9tat.-Zta." mit Eiitjchiedenheit gegen eme solche Absicht,
der katholi,chen iDie ,,Na?.-Ztg." meint/ daß bei der Ueberladung der polü. fort: Es steyt ff/ « Berriebiaenbc Erfolge erzielt Atmosphäre mit Spannung das Steuerlhema zu gar keiner
in religiöser -SUisicht durchaus besrledig f ungeschickteren Zeit hätte angeschlagen werden können. Für
w^den. Auch sanden ,m) damit bis öu d^n^Somiiier ungei^^^Lle Partei, die Partei der Reichsgründung,
Einflüsse auf- könne die Parole nur lauten: 2er Regierung, tote sie jetzt ist, und dem System, wie wir ) etzr regiert werden V. Xe in en Pfennig mehr. Aas ist eine hinreichend
leugnet, hat folgenden Wortlaut:
„Die Bestätigungsangclegenheit dcs fozialdemokratischen Beigeordneten E i ß n e r t in Offenbach hat dem Nationalliberalismus und allen Patrioten des Landes in er schreckender Weise die Augen geöffiiet über den Kürs, in dem sich unsere Negierung bewegt. Schon die Tätigkeit des verflossenen Mi- nisteriums Rothe hatte ab und zu, so namentlich in Sachen der Finav'volitlk, Ansätze gezeigt, die darauf hindeutetcn, daß die von der Sozialdemokratie, in hervorragender Weife namentlich vom Abg. Ulrich betriebene EnteignungspvliUk der Regierung mehr zusage, als gelegentliche, in aller Form vorgcbrachte kritische Beschwerden nationaler Politiker. Eine bettefsende Andeutung des Finanzministers Gnauth in der Zweiten Kammer hatte u. a. nicht mißzudeutende Fingerzeige für diese Auffassung gegeben. Herr Gnauth, der sckttn Seele deS M i n i st e r i um s wegung gegenuver auue unu xj u |uuu c n ij u t w- biothe war, ist in das neue Ministerium Ewald übernommen wahrt, ^-as Ziel der polnischen Agitatoren, die -^ehrer- twyroen, dessen Leiter, bekanntlich früherem Reichsgerichtsrat, schäft nervös zu machen und zu Mißhandlungen der Kiilder die nationallib. Partei des Landes mit Vertrauen und der zu- zu verleiten, ist bisher nicht erreicht und wird auch nicht versichtlichen Erwartung cntgegengekommen war. er werde dem bisherigen, mit Ulrich und Konsorten liebäugelnden Kurse der Regierung dauernd ein Ende bereiten. Diese Hoffnung hat bitter b etro gen: es kam die amtliche Bestätigung dcs „Genossen" Eißnert, die, wie aus der offiziösen Begründung her- Vorgeht, StaatAininistev Ewald anscheinend aus Gründen rein juristischen Eharakters befürwortet zu haben scheint. Anders dürfte cs um die zustimmenden Leweggrüiide des Herrn Gnauth bestellt sein, der wohl auch leitender Impuls des gegenwärtigen M i n i st e r i u m s angesehen werden darf, und dem die Vcstätigungsbefürwortung a u 5 reinem, unversäls ch- tem schwäbischen Demo kraten herz en — Ciiauth ist Württemberger von Herkunft — gekommen sein mag Sem osst- ziüses Negierungsorgan ist die dcmokr. „Franks. Ztg.", deren
Darmstädter Vertreter im Ministerium der hessischen Finanzen •.. ~ w ; f „
wohlg-litten ist: mit Hilfe des Frankfutter Demokratenblattes zuruckhalten. Wird mit ^>chulver s anmn is str a f en wird seit Jainen jene Aera vorbereitet, deren Krönung ein frei- üorgegangen. Aufreizungen durch die Presse gegen die sinn ig-dcmokr. G es am t m i n i steriu m mit fozia- Schulordnung, Beleidigungen und Verleumdungen von listens reu ndlichem Einschlag darftellen soll. Wie es Ehrern werden strafrechtlich verfolgt und unbotmäßige im Hinblick auf die traurige Affäre Eißnert zur Zett mit dem Schulvorstände ihres Amtes enthdben werden. Die Unter-
Schulstteik bisher offenbar oder geheim gefördert haben, lverden zu der Erkenntnis gelangen, daß in erster Linie die Kirche Schaden erleidet, wenn zahlreiche Kinder der religiösen Einwirkung der Schule entzogen werden.


