Ausgabe 
2.2.1906 Zweites Blatt
 
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werden zu staunend biBSißen Freisen abgegeben, teilweise zum Einkaufspreis und darunter

Frankfurter

Telephon 539

Schuhlag*

Mäusburg 12

i

bet

Februar

Handel

Wetter

1906.

9

TTamhnr?-Amerik. Paket!. 166 75

Temperatur am 31. Jan. bis 1. Febr.

Höchste

Oberschi es.Eisen-Industrie 133 90

Niedrigste

31.

Portugiesen

III

116.80

Prince-Henri-Eiseubahn . 134.00

Tendenz: schwächer.

Eins - drei-siehen-Entsshnldignngen-

W

.Ait haben.

hv*3/

. 217 00

. 250 00

. 129 10

4*/s 4 "6 4%

3,4° C.

2 9° C.

FJektriz. Lnhmeyer . .

Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk

. 144 80

. 134.75 . 266 60 . 228 70

Harpener Bergwerk Lanrnbfltte - . Nordd. Lloyd . .

Öcsterr. Goldrente. . n Öesterr. Silberrente Lnp-ar. Goldreute . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .

Börse, 2

. . 174.50

. . 149.50 . . 241.90 . . 93 10 . . 166.60

174.75

149.80

242 00 183.75

190.10

166 96 212.80

. 70.00

. 98 70

Tilrkcnlose ... . .

4 % Griech. Monopol-Anl.. äussere Argentinier .

24 80

14350

'6 russ.StnatRanl. 19'V» japnn. Staatsanleihe Conv. Türken von 1903

Meteor olonissbe Achtungen der Station (ittenen.

3^% 3%

3^°/0 3%

' ° 'n

. . 101.25 . . 89.23 . . 101.50 . . 89'0 . . 99.95

und achtzehn Rinder hab ich nur tu der Klasse! Und das acht nun Io tagaustagein und ich weiß nicht, wie ich die Mädels zur Versetzung reif machen soll. Wenn die Leuts sich doch bloß einprägen wollten, daß Fay's ächte Sodener MineraDVastillen die besten Freunde eines Haushaltes mit Kindern sind! Bei mir dehn sie nicht aus und meine Jungens habe noch keine Stnnden versäumt. Und dabei sind die Sodener doch so vielfach erprobt, daß schließlich wirklich jeder wissen könnte, wie wertvoll für die Erhaltung der Gesundheit sie sind. Der Preis ist 85 Pfg. p. Schachtel; in allen Apotheken, Drogen- und Mineralwasierhandlunacn

Berliner Handeh"es.

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank .

Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Ba'timore- nnd Ohio-

Eisenbahn . . .

Gotthardbahn . . . .

Lombard Eisenbahn .

Oesterr. Staatsbahn . .

3% 1 415°

100.70 101 60

97.15

106.50 68.00

63.40 92 CO 95.45 92 50

149 20

53.10

92.00

hastet nicht für solche Verpflichtungen seiner minderjährigen Kinder. Versuchen Sie es doch auf gütlichem Wege; vielleicht ist der 2?'ter dann bereit. Ihnen Ihre Kosten ganz oder zum Teil zu ersetzen. Andernfalls müssen S-e aber warten, bis Ihr Gegner Geld oder pfändbare Sachen besitzt.

F- Z. Die in ihren Händen besindlichen Pfandobjekte werden nicht ohne Weit"rcs Ibr Eigentum, sondern Sie h^bcn nur das Recht, diese Sachen öffentlich verst-igern ?.u lassen und Jbre ?yor- derunaen aus dem Erlöse zu befriedigen. Sie müssen aber bir Versteiarrnng dem Eigentümer v o r h e r androhen u-d dabei den Geldbetrag angcben, ivcgcn dessen ^ie Versteiger'. i statt­sind en soll. Erst n"ch Ablauf eines ?"onats van d^r An­

drohung an darf die Versteigerung, die öffentlich bekannt gemacht werden m"ß, ft'~'inben. Bei der Versteigerung tön neu Sie mitbieten. Wenn Sie dann den Zuschlag erhalten, so ist

. 250. <0 . 137.10

Reichsanleihe do.

Konsole . do.

Hessen . .

Oherhe^sen

Te?efon«sch^ ECursbeirechtsa des Giessener Anzeigers, mitceteilt von der Bank för nn<l Industrie. Gassen.

PrnCTkfnrtcr "?örso. 2 Februar, 1.15 Uhr.

ftrafe. Das Gericht aber hielt eine Zuchthaus {traf e a m Platze.

.3% 21 ex ik an er . .

4 % °/0 Chinesen . .

.Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fester.

Berliner

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank .

Deutsche Bank Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .

Februar. Anfan»skurse

Harpener Bergwerk . . 216.70

Laurah'itte..... 249.00

Lombarden E. B . 24.80

Nordd Lloyd.....128.40

Türkenlose......149.0t/

des Gesetzes sichern werde. Diese von Nouvier gebilligte Tages­ordnung wird mit 184 gcaen 168 Stimmen angenommen

Peters bürg, 2. Febr. Die gestrige Lttznnq des Reichs- rate? über das künftige Vereinsgefetz nahm einen sehr ftür- mifeben Verlauf. Nach fünfstündiger Debatte wurde nut 50 gegen 27 Stimmen beschlossen, den Studenten das Recht des Anschlusses an politische Vereine zu gewähren, ferner wird auch grauen die Beteilig,ung an politischen Vereinen gestattet werden.

Warschau, 2.-Febr. Aus Lod- wird telegraphiert, datz dort ein Heuer die staatlichen Spirill's-Monovolläden und Rek- tifik-tionsanstalt vernichtet. Zn d^r Vorstadt Balutn wurde die Gchc-mdrnckerei eines Proletarier-Organs entdeckt. 12 Personen wurden verhaftet. Es wurde auch ein Loden entdeckt, in Mm! rcUiVutionnrc Schriften und Waffen verkauft iwirden. In oloroo S e r "ft orte Infanterie eine Apothcke, der Besitzer wurde ferner verletzt In der Wola-Vorstc+t n-bmen Inmntcrie und C vr-S W»rfu>ft'frtncn vnr.

(j)ri(ünal-5)rat)$mciOHn(ien.

Berlin, 2. Febr. Gouverneur von Vuttkamer ist in Berlin eingetroffen. Die Stadtverordneten be­willigten 20 000 Mark für die A u sschmückung der F-eststraße aus Änlaß des Einzugs der Braut des Prinzen Eitel Friedrich. Ter russische sozialistische Schriftsteller Sane - noff, der einen öffentlichen Vortrag in russischer - vraaie^halten wollte, wurde mit 24 Stunden Frist aus dem preußischen Staats­gebiet ausgewiesen.

Pankow bei Berlin, 2. Februar. Der Arbeiter Gnli- kowski verletzte durch Beilhiebe seine Wirtin, die Witwe Holzfuß, zu der er in Beziehungen stand, schwer und er­hängte f i ch.

91 o ft o cf, 2. Febr. Der Rostocker Zeitung wurde wegen einer Besprechung des Schweriner Hofballes eine Majestäts-Beleidigungsklage angedroht.

£u 3 er et, 2. Febr. Hier verletzte ein eben aus dem Gefängnis entlassener Mann seine Schwester und seine Mutter durch Hammerschläge tätlich und raubte 300 Mark. Er wurde bisher nicht ergriffen.

Ellingham (England), 2. Febr. Die Gattin des Ministers des Aeußeren, Grey, wurde infolge Scheuens der Pferde aus dem Wa gen geschleudert. Sie liegt im dortigen Schulhause bewußtlos.

Paris, 1. Febr. (frommer.) Ramel lvon der Rechten) wirft der Regierung vor, sie verletze die Gesetze und sie sei es, die in der frirche der Heiligen Clotilde Mord begehen werde. Ministerpräsident Nouvier protestiert gegen diese Beleidigung. Ramel wird zur Ordnung gerufen. Er wieder­holt das WortMord". Er wird nochmals zur Ordnung ge­rufen. Sodann wird eine Tagesordnung eingebracht, die besagt, die frommer zähle darauf, daß die Regierung die Anwendung

Fasnilieri-Nachrichteir.

©eftorbeu. Herr Polizeidieuer Earl Schmalz, Hungen. Herr Carl Siebert, Mainz. - Herr Jakob Gerlach, Wetzlar - Herr Heinrich Sames, Oberlemp. Herr Peter Bichl, HoM-Wesiel. Fräulein Marianne Fischer, Dillenburg, Frau Rnthorine Hissench. geb. Stamm, Bad-Nauheim. Frau Kreisarzt xr. Rull- mann, geb. Simon, Altenstadt. r,

V e r lobte. Fräulein Minna Weppler, nut Herrn August Hinkel, Schlitz. Fräulein Anna Wolf, Elbenrod, mit Herrn Karl J),CX® eTo r^en. Herrn Louis Joutz und Frau, Sophie geb. Heil, '.''ulJ'nch einen 2nhn. ,

rZrscfkGsten oer ^eöcuktion.

(Tlnonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt).

Nr 100 Sie werden mit der beabsichtigten Zwancp.-volD Hrccfunq gegen den V"ter nichts ausrichten lönnen, denn er

Hingesandt.

r-fir Form und Inhalt aller unter Nef-r Rubrik stebmden Artikel übernimmt die Redakt-n b-m Vublckum gegenüber lemerlei Verantwortung.)

Der Schwank in Bolksvorstettnngen. ..

Dienstag abend wurde im St"dttheater der Schwank JBenuon Schüller" gegeben. Neben mir saß ein alter, Hem:, der

in mir in dozierendem Tone bemerkte:Dreier Zvklu-, von Vo^ksvorstellungen ist eine städtische Institution, um das yo(! durch Ausbildung des Geistes und de^ Ge­mütes zur Geistesfreiheit ru fuhren/ .Mogsicber- n?.-ife b^t ibn diese Vorstellung einesBesseren belehrt. -7aß ^ Schwank für eine solche Vorstellung hcransgeiucht wird, ist schon recht bedenkl ich. Daß er ober durch eine m- 1 ofe Neber treibung so vergrab ort wird, d. s ist avfs Schärfste z u verurteilen. Man hielt für notig, alle grotesken, komischen, zum Lachen reizenden Momente brs eir^nlhafte zu vergrößern. Der Zuschauer hatte oft den Ein­druck als befände er sich in einem Kasperle-Theater.

'frnrlchen" charakterisiert dieses Vordringen des ouf unseren Bühnen in der letzten Nummer derJugend sehr Ireifcnb, folgendermaßen:

Die Zaubermacht der Bühne ist geschwunden, Frist k'un ein Schwank nur volle Häuser machen. Einst ging man ins Theater zu gesunden. Jetzt geht men, um sich krank zu lachen

Soll die Gesundung des deutschen Volkes auch ouf griffigem Gebiete erfolgen, so muß der Schwan f besonders der über­triebene, blasierte ans dem Repertoire der -oolt^vor- stell 11 ngen verschwinden.

Gewiß bin auch ich ein Freund echten Humors Nuch er trägt ja zur oeistigen Gesundung bet. Hier aber gilt ea)Ulcr§ Wort:Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menuhen zu be­glücken. Tie rechte Kunst ist nur biejerige, .welche den höchsten Genuß verschafft. Ter höchste Genuß aber ist die Freiheit des Gemüts in dem lebendigen Ssvel aller feiner frtafte. Lyz.

Unbegreiflich ist es, daß die Anwohner von Mittelweg, Erednerftraße und S UI e^b r a n b ft r a 6 e ftch jdjmt fei Jahren, durch das bei Tag und Nacht, ununter scheue Golnick unb Vellen eines eingesperrten Hundes in dem Mittelweg sich haben ihre Ruh- rauben lassen müssen. Die Mehrzahl der Ve- w/ohner sindBahn- und Postbeamte", welchen mitunter nur ein paar Stunden Ruhe gegönnt sind. Macfehen von bieien, tmc f'ebt es aber mit den Schwerkranken? Alle können sie ferne Ruhe finden, bloß wegen eines eingcsperrten Hundes. Es wäre -u wünschen, wenn der Besitze veranlaßt wurde, diesem liebel ol,'.ubcllen_____________ Guter r r niete. ...

1.

2>5

754.3

+ 2.3

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sw

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Regen

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Bew. Himmel

Bis zum SO. sind sämtlich® Schu waren im Preise ermässigt

Arbeits-Bergebimg.

Die AuSsübrimg von Erdarbeiten unb die Stellung von Hilfs­arbeitern für die im Betriebe be5 Gas- unb Wasserwerks vorkoinmen- ben Arbeiten im Betriebsjabre 1906 sollen auf bem Wege ber öffentlichen Ausschreibung vergeben werden.

Der diesem AuSsdireiben zugrunde gelegte Vertragsentwurf liegt wahrend der Tieustslunden auf unferm technischen Amtszimmer zur Ein- sichtnabme offen.

Angebote sind unter Dennhung der bei uns erhältlichen Vordrucke bis zum Donnerstag, den 8. Febr. ds. Fs., vormittags 11 Utjr verschlossen lind mit euifpred enbcr Aullnrlst versehen bei UNS einzureichen

Gießen, den 2 Febniar 1906.

Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. ß»/g Otto Bergen_____________

Holzversteigerimg.

Montag, den 5. Februar von vormittags 10 Nhr an soll im Grüninger- und Dorfgiller-Markwald folgendes Holz versteigert werden:

13 Fm. Eichen-Schnittffolz bis 79 Ztm. mittl. Durchm.

32 Fm. Eichen-Bau- und Werkholz bis 58 Ztm. mittl. Durchmesser

45 Fm. Buchen-Stämme, hierbei 8 Fm. von 5068 Ztm. Durchmesser.

4 Fm. Fichten- und Kiefern-Bauholz bis 16 Mtr. Länge 90 Stück Eicheu-Derbstangen (Wagnerholz)

13 Fm. Eichen-Grubenholz

Der Anfang ist an der Kreisstraße Dorfgill-Garbenteich. Großherzoaliche Bürgermeisterei Grüningen.

Gilbert.

Erbaujng eines ZeLeiiMelS bei htm XmiltSinjtjini MaeieüsM.

(Bahnstation Griedel der ButzbachLicher Eisenbahn y. Stunde von RockenbergMarienschloß entfernt).

Unter.HinweisaufdenMinisterialerlaßvoml6.Junil893 werden tiachstchcnde eiserne Dach- und Decken- tottstruktionen zur Vergebung öffentlich ausgeschrieben.

1. Kuppel über der Centralhalle ca. 16500 kg |_, I, JL Eisen zu liefern und zu montieren.

2. Glasdächer über den Flügelbauten ca. 13700kg desgleichen.

3. Gläsdecke über den Flügelbauten ca. 5700 kg desgleichen.

Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen liegen vom 5. Februar 1906 ab bei unterzeichneter Be­hörde (Zimmer No. 2) zur Einsicht offen und werden gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben.

Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis

Samstag, den 17. Februar L Is., vormittags 10V2 Uhr einzureichen, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung derselben in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber erfolgt.

Zuschlagsfrist bis 1. März 1906.

Friedberg, den 31. Januar 1906. Gr. Hochbauamt.

Haag. hvV,

Holzverfteigerung.

Dienstag, den 6. Februar d. Js. sollen im Gemeinde» wald Fellingshausen nachstehende Holzarten versteigert werden.

Buchen: 33 Rm. Scheit, 28 Rin. Knüppel, 260 Rm.

Reiser II., 60 Rui. III., 18 Rm. IV. Klasse, 15 Rm. Stockholz.

Kiefern: 25 Stück von 310 Mtr Länge, 2540 Etm« Durchmesser, 29 Nm. Scheitholz, 8 Nm. Knüppel, 237 Rm, Reiser III. Klasse, 45 Rm. Stockholz.

Der Anfang ist vormittags 10 Uhr am Dünsbergturm.

Das Nutzholz kommt nachmittags von 1 Uhr ab im Distrikt Berg zum Ausgebot.

Fellingshausen, den 31. Januar 1906.

Der Bürgermeister

Di/ Wagner.

für Richu.

Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderfchule, Diezstraße 15. Die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und geben. Um 4 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl

vorhanden. DVi

Wir laden zur Teilnahme freundlichst ein.

Der Vorstand des Sonntagsoereins

Dr. Naumann, Kirchenrat.