Ausgabe 
1.12.1906 Viertes Blatt
 
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mm in der Unter« fir häufig auf eine itiact Giiretpimttc : einmal Auskunft ?i andern größeren ß wiebtige Er« arbeit. ni5t nur ein s gelangt, sondern rmöglichi wird. Es soltze Uebung W» nkt die Ztadtver- ??crontwortung und ntwortliltikeitsoesühl ein eigenes Urteil mW naäm'holen.

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* Prinz und Prinz es, in Heinrich bon Preu­ßen in Lebensgefahr. Aus Kiel wird berichtet- Als dieser Tage Prrnz und Prinzessin 5)einrich bei einem Ausflug in der Dichtung nach Preez mit dem vom Prinzen selbst gelenkten Automobil auf der Preezer Chanffec eben eine starke Steigung passiert frrtten, kam mit rasender Geschwindigkeit ein führerloser Petrolcumtank- wagen, dessen Pferde scheu geworden waren, von der Höhe herab und brachte das prinzliche Gefährt in große Gefahr. Ter Prinz vermochte jedoch durch geschicktes Aus« biegen dem drohenden Zusammenstoß zu entgehen. Bald darauf geriet auch der jüngste Sohn des prinzlichen Paares, Prinz Waldemar, der in seinem kleinen Kutschier­wagen von einem Seitenwege auf die Chaussee gelangte, in die gleiche Gefahr, da in demselben Moment der schwere Tankwagen Hort vorbeiraste, doch kam auch er noch glück­lich ohne Unfall davon.

* Berlin, 1. Dez. Die P ückler-Ber sa mm- lung, die am Freitag abend stattfand, verfiel der polizei­lichen Auflösung. Nachdem Graf Pückler sein Neserat überBete und arbeite"' beendet und die Diskussion eröffnet batte, meldete sich ein Arbeiter zum Wort, der sich in einer Weise zu dem Thema äußerte, die das reli­giöse Gefühl verletzte. Infolgedessen erklärte der überwachende Polizeibeämte die Versammlung f'"'r aufge­löst, worauf ein Tumul t entstand und der Saal durch Schutzleute geräumt werden mußte. Ter Arbeiter wurde wegen Gotteslästerung verhaftet und nach dem Polizeirevier gebracht.

* DaS Steiften des Silberpreises. Cs ist etw" ütoei Jubre brr, bist daS weiße Metall lanftfam aber stetig im Preise auswärts geht, und wenn es auch noch nicht wieder den Preis erreicht ht, den es vor seinxr Absetzung als Wabrungsmetoll hotte, so ist doch anzunehmen, daß eS sich diesem Preise nach und nach wieder nähern wird, denn die N a ch f r a g e nach Silber ist in den letzten Jahren ganz e r h e b s i ch ge st i e g e n. Der hanvtsZchlichste Grund dieser N^e^raie liegt nicht snwab! in der vermehrten Verwendung deS Silbers in der flewöhnlichen und Kunst-Industrie, als i!n der erhöhten Verwendung ;u Münzprägungen, wie sie namentlich von den Vereinig- ten Staaten Nordamerika- und von Großbritannien für die indi­schen Kolonien hrben vorgenommen werden müssen. Im Jahre 1901 war die Gesamtherstellung der Welt an Silber 173 Mill Unzen ( 6 363 000 Kg.), von denen 55 Millionen (---- 1 705 OOO Kilogramm) in den Vereinigten Staaten gefördert worden sind: im letzten Jahre war die Produktion nur 170 Millionen Unzen ('= 5 270 000 Ktz.), von denen ungefähr die Hälfte für den Münzbedarf Indiens verwendet werden mußte. Der Bedarf der Industrie wird auf 60 Millionen Unzen (= 1 860 000 Kg.) jährlich geschäht und es bleiben also nur noch 25 Millionen Unzen (= 750 000 Kg.) für den Münzbedarf der anderen Länder der Erde übrig, wodurch sich das Steigen des Silberpreises hin­reichend erklärt. Die Einwirkung dieser Preissteigerung ist natür­lich auch in der Industrie zu merken, deren Bedarf an Silber, wie oben bemerkt, ein recht erheblicher ist. Da nun auch überall Lohnbewegungen stattgefunden haben, so wird wohl bei allen gewerblichen wie kunstgewerblichen silbernen Gegenständen mit Preiserhöhung zu rechnen sein.

Universitäts-Nachrichten.

i In Aachen ist dar DrMeiwr der Architektur an der Technischen Hochschule Krau ß ocPoVDen.

Ihtnft nub Wissenschaft.

Paris, 341 Nov. Der Großorundbelitzer Wubrnc in Luc hat sein gesamtes Vermögen von IV, Mill. Frs. hem ««-Her be5 Pasten r'schen Instituts vermacht, um dem Professor Dr. Rour die Fortsetzung seiner Studien zu ermSalichen.

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Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt.

Tagesbericht der Firma Walter Hammer st ein.

M ü l h e i m a. d. Ruhr, 30. Nov. 1906.

Die Haltung des Kohlenkurenmarktes war an der heutigen Börse äußerst lest bei geringen Umsätzen. ES waren wieder vorzugSweife AnSbeutemerte, die ihren Kurs erhöhen komuen. Gehaudclt wurden ?llteliasse, Charlotte, Freie Vogel, Treinonia, Hermann 1III und Trier.

Der gesamte Kalikuxenmarkt, soweit AuSbeutewerte in Betracht kommen, war etwas fester. Die Umfaße waren auch aut dielen, Gebiet sehr gering. Vebhnft begehrt waren Carlsstmd, W'lhelmsball und vereinzelt Aicrandershall, Beienrode, Bürbach, Grosshcrzoa von Sachsen und Rothenberg. In lekchlen Werten war kein Geschält.

Aus dem Erzkuxenmarkt waren Henriette lest; im übrigen alle? unverändert.

Braunkohlen: Auch aus diesem Gebiet waren feine Ver­änderungen ah verzeichnen.

In Versteigerung erzielten Vietoria 9ünen 2790., Rudolf bei Constantin 475., Haktorl 53 Proz., Bi«marekc>ball 63 Proz., Louisenball M. 15., Concordia Erz M. 18., Gral Waldersee i)l f. 10., Immemode Pik. 1725., Eliesenglnck Mk^l62. Zcha mauer Pik. 4620.-, Digler Pigschinenlabrik 80 Proz., Schläa-'l u. Eisen Mk. 19.-, Rbetngold Mk. 950., Volkenroda Mk. 725-730.

Weihnachts-Literatur.

Von den trelsttchen Wiesbadener Volksbüchern, die nur 10 Psg. kosten und beste Kost biete», liegen uns einige Bände vor, Dichtungen von ersten Literatstrgrösten wie Eich end orl (Gedichte), Jeremias G 0 l t h e l l, Adalbert Stifter etc. sowie von hervorragenden Grössen unserer Tage, wie Tina Kröper, Franz Lienhard, Helene Voigt-Diederichs etc. Wir erblicken in den Volksbüchern eine starke Erziehungsmacht und können ihre Massenverbreitung allen Ortsvorständen, Lehrern etc. nur dringend empfehlen.

GriginaL-Drahtmel-ungen.

Posen, 1. Dez. Wieder sind zwei deutfche Nitter- qütcr in polnische Hände überaeganqcn. Der Pole Mniecewski hat das bisher in deutschem Besitz befind­liche 3000 Morgen große Nittergnt Zujonczkowo für 730000 Mark gekauft und das 1100 Morgen große Rittergut Skal- miowitz bei Strclno ging für 560000 Mark in den Besitz des Polen Dziembowski über.

Lausanne, 1. Dez. Das Schwurgericht sprach eine Gattenmörderin frei in der Annahme, daß sie

Tn unwiderstehlichem Zwange gehandelt habe. Die Wäscherin Roseine Lale von Eullp tötete ihren Mann, einen unverbesserl'chen gewalttätigen Trunkenbold, der ihr das Leben nnr r'iglich machte, durch einen Axthieb, als er betrunken hcim^un.

i?rhn!Hitniiid)nnß.

Betr.: Gewerbe-LeaiiimationSkarten.

Wer in Geinässhcit deS § 44 der Gewerbeordnung Waren­bestellungen auisucht ober Waren ankauft, bedarf hierzu einer Legitimationskarte, welche nach § 44 a der Gewerbeordnung für die Tauer des Kalenderjahres erteilt wird. Diejenigen Persolten, welche ihren Geschäftsbetrieb im Jahre 1907 fort» znsetzen ober zu beginnen beabsichtigen, werden beshalb auf- geforbert, ihre Anträge auf Ertetlung ber Legitimationelarte bei UNS jetzt schon unb so zeitig zu stesten, daß sie zu Anfang des nächsten JahreS int Besitz ber erforderlichen LegitimationS- lartcn sein können.

Gießen, den 30. November 1906.

Großh. Polizeiamt Großen.

H e r b e r n ________________________

Pi-käimtmällmng.

Die unternt 22. November 1906 angeordnete Sperre der Walltor straße, zwischen Brand- und Braugasie wird hiermit aufgehoben.

Die iriterm 22. November 1906 angeordnete Sperre I 0 b a n n e § st r a ß e zwischen Neuenweg und Plockftraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, 30. November 1906.

Großh. Polt'.ciamt Gießen.

________________Herbera K

BckanntmaÄMg.

In ber Zeit vom 24. November bi» 1. Dezember 1906 wurden in hiesiger Stadt

gesunden: 1 Zwicker und 1 Umhangtuch;

verloren: 1 Reißzeug im Etui, 1 braungelber Kinder- umbang, ein schwarzlederneS Portemonnaie mit 90 Mk. Inhalt und 1 gelber Ledergürtel mit Schnalle und blauen Steinen.

Entlausen ist: 1 dunkle Doggenhundin.

Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenft'inde belieben ihre Ansprüche alsbald bei itnS geltend zu machen.

Gießen, den 1. Dezember 1906.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Couverts mit Hirma billigst vrühNche Unlversttätr-Vruckeret.

Große Möbel-Versteigerung.

Dienstag den 4. Dezember werden im Saale der Nestaur. Pfau, Neustadt 55, vorm. 10 Uhr ans., wegen Ueberfnllung deS Lagers tn eigener Werkstätte hergestellte neue Mübcln, wie: Betten und Muschelbettcn, Vertikows. Kleiderschränke, Tische mit 1 und 2 Schubk., gemalte Küchenschränke, Küchen- bretter (modern), usw., sowie große Schaukelpferde (pracht­volle Vildhauerarbeit wie Natur) meistbietend gegen Bar­zahlung versteigert. 7170

Detailliften-Verciu.

Mir machen darauf aufmerksam, daß die Geschäfte der Betleidungsbrauche im ganzen Monat Dezember an den Wochentagen nicht der Verfügung des 8 Uhr Laden­schlusses unterliegen, sondern bis 9 Uhr abends geöffnet sein dürfen.

Die letzten 14 Wochentage vor Weihnachten gelten für sämtliche Geschäfte als Ausnahmetage, an denen ein Offenhalten bis abends 10 Uhr gestattet ist; es sind dies die Tage von 8. Dezember, 10. bis 15., 17. bis 22. und 24. Dezember.

An den 3 Sonntagen, dem 9. 16. und 23. Dezember können die Geschäfte bis abends 7 Uhr geöffnet bleiben. v1/,, Der Vorstand.

Hencral-Aersammtung

Versteigerung.

Dienstag, den 4. Dezember, nachm. 2 klhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Bar­zahlung:

a, 1 neue Nähmaschine, 1 eiserner Karr.n, 1 Bieh-(ZeburrShelser, 1 Milchzentristtge, 3 Nohriwhle, 1 Tstch, 1 Spiegel und 1 eiserner Blumentisch.

b. 1 Pferd mit Geschirr, 1 TPagm, 11 Kivvwagen, 1 Sopka, 1 Sviegel mit Triimeaux, 2 Sessel, 1 Berti- kam, 4 Gaslüüer u andere Sacken.

Die Versteigerung zu a. fin­det be itntnt statt. 7164 Born. Gerickt^vollpelier in G'tüen.

Versteigerung.

Montag, den 3. dS. Äiis., nachm. 21/, Uhr, sollen datier Walltorstraße 6 (Darmstädter HauS>

1 Sopha, 1 EiSsckrank, 1 Polypbon mit Noten, 1 Partie Schuhwaren tt. v. a.

zwangsweise gegen bar versteigert werden. 7167

Giessest, den 1. Dezember 1906. Seipel, Geriickt^vyss'.icbcr.

Kniplthlniiiini

des lalldwirWüstlichtli KöllfVivcreilisWltseik e ugctr. Gen. mit unbeschr. Haftpflicht findet

Mittwoch, bett 12. Dezember 1906, abends 9 Uhr, bei Gastwirt Daniel Erb, statt.

TageS-Orbnung: ErgänzungSwahl des Vorstandes und Aufsichtsrats. Bericht über den Verbandstag.

Verschiedenes.

Wieseck, den 1. Dezember 1906.

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Sonntag, den 2. Dezember, abends 7 llhr imPostkeller".

Wir laden unsere Mitglieder »mb bereu Familien freund!, ein.

Der Vorstand.

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Spielabend von jetzt ob [roei Donnerstag 8V, Uhr, Caf6 Ebel. Gäste stets herzlich willkommen.

ii(rnnii!inni|5=8trrin

Victoräa

Am letzten Sonntag im De­zember findet unsere diesjährige tenfldiMMccriiiiR für arme hiesige Kinder statt.

Aumeldungen werden vom 1. dis 5. Dezember bei den, 1. Vor­sitzenden, Bleichslr. 2, inittags von 121 oder abends 7 Uhr entge« qcnnciiommen.

08781] Der Vorstand.