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Städtischer ArbeitRachrveiS Tießes.
Gartenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2.
ES töuncn eingestellt werden:
1 landwirtschaftl. Knecht, 3 landwirtsch. Arbeiter, Ziegelei- und Steinbruchsarbeiter, 9 Bauschlosser, 2 Spengler, Eisenoreher, For- mcv und Maschineuschlosier, 1 Wagner, 10 Schreiner, 2 Drechsler, 1 Lackierer, 2 Schneider, 2 Schuhmacher, 2 Friseure, 1 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Installateur, 1 Hausbursche, 4 Lauffrauen und Lausmädchen, 1 Kutscher, Dienstmädchen, 1 Arbeiter (Montags), 2 Schmiede.
Lehrlinge:
3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Glaser 1 Kaufmann.
ES suchen Arbeit: B*7e
1 Ziegeleiarbeiter (Nmgosenseher oder Brenner), 1 Bau- und Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flicksrau, 1 Reisebegleiterin oder Stütze der Hausfrau, 1 Lauffrau, 1 Haus- und Bureauoiener.
Bekanntmachung.
Wir suchen für sofort einen jüngeren Schreibgchilfen mit schöner Handschrift. Selbstgeschriebene Bewerbungen sind mit Zeugnissen unter Angabe der Gehaltsansprüche bis 1. Juli d. Js. beim städt. Armenamt, Neuen Bäue 25, einzureichen. Bl% Gießen, am 19. Juni 1906.
Tie Armen-Deputation der Stadt Gießen
Curschm ann.
den
12400 Stück
Tonnen
kg
6.
7.
1.
2.
a) b) e) d) e) f)
12000 Mk.
1050 „
3200 „
3000 , 7950 „
4550 „
900 , 120 „
Ztr. cbm
780
840
410
190
45
20000
Grubensand . Basaltgrus Portlandzement
Steinhauerarbeiten a) in Lungstein veranschl. zu b) in Sandstein „ „
Betonarbeiten veranschlagt zu.......
v"/s
wird zur Bedingung gemacht.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Alsfeld, den 15. Ium 1906. ,,
Der Großherzoglrchs Krelsbaulnspektor.
I. V.: Schimpf.
Zimmerarbeiten verans6üagt zu.....
Dachdeckerarbeiten (Schiefer) veranschlagt zu Spenglerarbeiten veranschlagt zu .... Grobschlosserarbeiten veranschlagt zu ...
Bedingungen, Pläne und Voranschläge liegen vom Dienstag 19. J„ni l. I. ab auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht'der Bewerber offen.
Angebote müssen in Prozenten ausgcdruckt und bis ZUM 7. Juli l. I.
3.
4.
5.
g) Eisenlieserung . , . ,r „ . -
Die schriftlichen Angebote sind glelchfalls m geschlosse,rem Kouvert und entsprechend bezeichnet
bis zum 7. Juli l. Js.
an obengenannter Stelle einzureichen.
Die Einsichtnahme in die Plane und sonstigen Unterlagen
Aeb eitsv ergebnng.
Unter Zugrundelegung der allgemeinen durch Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 sestgeleqteu Bedingungen sollen zur Erbauung des Krciskrankenhauses zu AlSleld die nachstehend bezeichneten Roh- bauarbeiten vergeben werden:
Erd- und Maurerarbeiten veranschlagt zu . .
vormittags 11 Uhr
bet dem Unterzeichneten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, eingereicht fein.
Ferner kommen zur Vergebung folgende Materiallieferungen: ' Schwemmsteine 19,<nn (Äk‘"*
Hydraulischer Kalk Weißkalk . . .
Bekanntmachung.
Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn und in dem zugrzogenen Heuchelheimer GemarkungStcil.
Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Gießen, den 18. Juni 1906.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Curschmann.
Bekaruitnrachung.
Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn und in dem zugczozcnkn Heuchelhe'uncr Gemarkungsteil.
In der Jeit vom 19. Juni l. Js. bis einschließlich 2. Juli l. IS. liegen aus dem Amtszimmer der Großberzogl. Bürgermeisterei Gießen folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen:
1. die topographischen Güterverzeichnissc des FeldbcrcinignngSbczirks. In den topographischen Gürervcrzeichniffen ist die Wahrung der Rechtsverhältnisse zur Darstellung gebracht. (Artikel 25 deS Feld- bcreinigungsgesetzcS).
2. die Verzeichnisse derjenigen Grundstücke, die infolge der Feld- bereinigung an Stelle der verpfändeten alten Grundstücke getreten sind.
Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses inner- halb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Gießen schristüch einzureichen.
Friedberg, den 7. Juni 1906.
Der Großherzogliche FeldbereinigungSkommissär:
B,8/6 gez.: I. V.: Dr. Goertz, Megierungsassessor.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Badeanstalten an der Lahn.
Die Eröffnung der Badeanstalten an der Lahn gibt unS Veranlaffttng, die nachstehenden Bestimmungen der Polizei- Verordnung vom 28. August 1885 in Erinnerung zu bringen. Das Polizei-Personal ist angewiesen, Zutviderhandlttngen uu- nachsichtlich zur Anzeige zu bringen.
Gießen, den 19. Juni 1906.
Großh. Polizeiamt Gießen.
Herberg.
Polizerverordnung
die Bade-Anstalten zu Gießen betreffend.
Auf Grund des Artikels 296 des Polizeistrafgesetzes und deS Artikels 56 pos. 1 der Städteordnung wird nach ?ln- hörung der Stadtoerordnetenversammltlng mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 26. August 1885 zu Nr. M. I. 19 971 verordnet wie folgt:
§ 1. Die polizeiliche Aufsicht über die Badeanstalten und die öffentlichen Badeplätze an der Lahn steht dem Großherzoglichen Polizeiamte zu, welches dieselbe durch die ihm unterstellten Vollzugsorgane ausübt.
§ 2. Den Weisungen der diensthabenden Polizeibeamteu (s. § 1) ist in jedem Falle, unbeschadet des Rechts der Beschwerde bei Großherzoalichem Polizeiamte, unweigerlich Folge zu leisten.
§ 3. Jeder Unfug im Wasser und in den Badeanstalten ist untersagt. Ebenso ist jede Beschädigung der Badeanstalten, der Uferbauten an denselben, der Nacheit, sowie allen dazu gehörigen Geräte und Einrichtungen untersagt.
§ 4. DaS Mitnehmen von Hunden in die Badehäuser ist nicht gestattet.
§ 5. Von dem letzten, unterhalb der Puloermühle gelegenen Badehause an, stromaufwärts bis zum sogenannten Schäferbrunnen, ist das Baden in der offenen Lahn (cuißer- halb der Badehäuser), sowie da§ Entkleiden an beiden Ufern verboten.
Bei dem Baden in offener Lahn, sowie innerhalb der Badeanstalten haben sich die Badenden, falls sie sich nicht in einer geschloffenen Zelle baden, ohne Ausnahme der Badehosen zu bedienen.
§ 6. Die Benutzung von Seife, da? Waschen von Kleidungsstücken innerhalb der Badeanstalten, sowie jede sonstige Verunreinigung der Bade-Zellen und Hallen ist untersagt.
§ 7. Die Badehäuser dürfen von Personen, welche nicht abonniert sind, oder das Badehonorar nicht bezahlt haben, nicht betreten iverden.
In die Frauenbädec dürfen Knaben nicht mitgenommen werden.
§ 8. Das Tränken, Schwemmen oder Waschen von Rindvieh, Schafen und Schweinen in der Lahn zwischen den beiden ober- und unterhalb der Lahnbrücke gelegenen Wehren ist vont 1. Mai bis 15. Septeniber untersagt.
Pferde dürfen in der Zeit vom 15. Mai bis 15. August nur bis 7 Uhr morgens und nach 8 Uhr abends und an den übrigen Tagen der Monate Mai und August, sowie im Monat September nur bis 7 Uhr morgens und nach 7 Uhr abends zur Schwemme gebracht werden.
§ 9. Das Lokalreglement für die Prooinzialhauptstadt Gießen vom 8. Mai 1856, betreffend das Polizeistrafgesetz, insbesondere Baden in Flüssen, tritt außer Wirksamkeit.
§ 10. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht die einschlägigen Strafbestimmungen deS Reichsstrafgesetzbuchs und deS Polizeistcafqesetzes zur Anwendung zu kommen haben, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark geahndet.
Gießen, den 28. August 1885.
Großh. Polizeiamt Gießen.
Fresenius.
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