Ausgabe 
20.9.1906 Erstes Blatt
 
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uni> cine solche der zweiten Kammer der

September

Stuttgart . 2346

86-47

1'9% 'iaininy^int. 'sxtz-s

1906 2848 88-46 30-45 29-49

Oelf* Lacki* fussMenlacke

September 1906 82-68 3748 85-55

Krawatten Hemden Smiteurs Kragen Taschentücher A. Waag

Seitenweg 60.

August 1906 27-51 3645 29-21

Teuerungszulagen für Staatsaugestellte.

Der Regierungsrat (Kantonal-Regierung) des KantonZ Basel-Stadt hat, wie wir in der .Dtschn. Postztg.^ lesen, beni Großen Rate des Kantons den Antrag unterbreitet, den Kantonangestellten eine außergewöhnliche Teuerungszulage zu gewähren und zu diesem Zwecke 300 000 Fr. zur Verfügung zu stellen. Die Zulage soll nach der Kopfzahl der von dem Beamten zu unterhaltenden Familie bemessen werden, der­gestalt, daß als Einheits-Mindestsatz für einen Beamten ohne Rücksicht auf die Höhe seines regelmäßigen Gehaltes 60 Fr. und als Höchstsatz für einen Hausstand 250 Fr. gewährt werden sollen.

Dec Antrag der Kantonalcegierung geht davon aus, daß die Gehaltssätze und Löhne derAngestellten nicht mehr im Einklang stehen mit den zuerst gelten­den Preisen der zum Leben erforderlichen Güter sowie mit deii bestehenden Anforderungen an Lebensgenuß und gesell­schaftliche Stellung der in Betracht kommenden Personen, selbst »wenn sie mit haushälterischem Sinne begabt sind"; fernev iverde die endgiltige Erledigung des vom Negierungs­rate geplanten neuen Besoldungsgesetzentwurfs noch längere Zeit in Anspruch nehmen, so daß eine sofortiae außer-

unermeßlichenVorteilausderHilfevonDeut- schen ziehen, die unsere Bureaukratie, unser Kastengeist unsere religiöse Voreingenommenheit vertreibt. Karl Schurz kann u. a. als Beweis für diese Behauptung dienen. Was hätte dieser Mann in Deutschland leisten können!"

Erneute Steigerung der Rindviehpreise.

Darmstädter

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Darmstadt, Hochstr. 58. Staatlich konzessionier­te Pri ratsch nie, Klvsen Sexta bis Oberprima; ReaP und

GynjnarialabteUaigeiL

Gründliche Vorbereitung ftr alle

Examen, besonders für die

injährigen-, Primaner- und

Maturitäts-Prüfung.

16 Anstalt erzielt seit Jahren ifo besten Erfolge.

Eueres tarch

A. Elias.

MfWtaA MÄijSS

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zu bekannt großen

6 wieder

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In der Adresse, welche von der Anordnung der Metten Kammer überreicht wurde, wird ausgeführt:

^re Landesgese-gebung erfreut sich seit Jahrzehnten in M- DeutschLand des wohlverdienten Rufes, baß sie die Der* > chicen, ten Fragen des öffentlichen Lebens in freier und ge- ^echter, vielfach von neuen Gesichtspunkten ausgehen­der Werse zu ordnen sich bemüht, und es ist uns vor kurzem die beworben, daß infolge des hochherzigen, auis banEbarfe zu fWnbcn Vertrauens, welches Euere König! Dohert der politischen Einsicht des babifdjen Volkes schenken, durch die Reform unserer Verfassung ein großer Erfolg erzielt wurde, der hoffeiitlich unterem Lande dauernd zum Se- gen gereichen wird. Euere Kömgl. Hoheit haben aber feit Jahr­zehnten unser Badener Land nicht nur in den Bahnen eines g e - sunden politischen, sondern auch in jenen eines höchst erfreulichen kulturellen, sozialen und Wirts' lichen Fortschrittes erhalten. Auf Kunst und schäft, auf Unterricht und Erziehung, auf,4 £___________

sthast, auf Industrie und Gewerbe ist bei uns staatlicherseits för­dernd, anregend und belehrend eingeioirlt worden, wie denn auch die ?yür)orge für die wirtschaft!. Schwachen und 9!ot- leidenden stets Gegenstand der besonderen Aufmerksamkeit der Re­gierung Euerer Königl. Hoheit gewesen ist. An allen diesen Be- sttebungen, die Volkswohlfahrt zu pflegen und zu fördern, haben Euere Konigl. Hoheit, Durchlauchtigste-Großherzogin, den regsten und tatkräftigsten Anteil genommen.

In der Adresse wird dev wohltätigen Wirkens der Großherzogin nrid des vorbildlichen Familienlebens ge­dacht, welches die hohe Fran dem Großherzog bereitet bat Zum Schlüsse heißt es:

gewühlte Vertreter des badischen Volkes, dessen Ge- schicke mit denen seines Fürstenhauses eng verknüpft sind, danken Euren Königl. Hoheiten bei diesem hocherfreulichen Anlaß innig fnr alles, was allerhöchstdiefelben in denkwürdiger, nie ver- agcuder Arbeit für unser Land erreicht und vollbracht haben. Wir huldigen in Ehrfurcht und Liebe Eueren Königl. Hoheiten aufs neue und wir vereinigen uns mit allen Badenern vom Boden- ste bis zum Main in dem treuen Wunsche: Gott erhalte, segne und schütze auch fürderhin unser erlauchtes Fürstenpaar und das ganze großherzogliche Haus!

Um 8 Uhr heute abend sand Familientafel der fürste lichen Gaste in der oberen Galerie des Schlosses und gleichzeitig Marschalltafel statt. Iw Hoftheater ging als FestvorstellungTannhäuser" in Szene.

. Zu den JubilLumsfeMchkeit-w trafen feilte u. a. noch ein: Prinz und Prinzeft in Friedrich Karl von Hessen, Prinz Ferdinand von Rumänien, Großfürst und Großfürstin Geora Michajlowitsch von Rußland.

Wie dieBad. Pr." vernimmt, gedenkt der Kaiser, der am Donnerstag hier .eintrifft, am Sonntag nach Singen zu den Hohentwiel-Festspielen in Begleitung des Gwßherzogs von Baden und des Königs von Württemberg

ifl seiner Wissenschaft in Sachen gegen Götz und Schneider wegen dieser Tage, wie berichtet, vor den Untersuchungs­richter zitiert worden, und während man gegen Erz- berger, Müllep-Sagan und Müller-Meiningen noch einige Schonung walten ließ, hat der Untersuchungsvichter gegen den sozialdemokratischen Abgeordneten die stärkeren Re­gister gezogen, vermutlich wett Ledebour seinerseits auch nicht besonders zurückhaltend inbezug auf seine Meinung über die peinliche Befragung war. Kui^ und gut, der Unter­suchungsrichter erklärte klar und Unzweideutig, vor dem Zeugniszwang schütze die«.Immunität der Abgeordneten nicht, Ledebour müsse aussagen, wenn er nicht Gefahr laufen wolle, mit den entsprechenden Gesetzesparagraphen nähere Bekanntschaft zu machen. Mit anderen Worten: die Ber­liner Justiz geht gegen die Abgeordneten mit der mittel­alterlichen Folter des ZeügnisZwanges vor, wenn sie nicht über Dinar Auskunft geben, vor denen sie in ihrer Eigenschaft als Abgeordnete Kenntnis erlangt haben.

goldene Hochzeit des badischen Großherzogspaares.

Karlsruhe, 19. Sepü

Heute vormittag fand die feierliche Auffahrt der arok- herKvglichen Herrschaften unter Kanonendonner und Glocken- gemute zur Fe Malle zum Huldigungsakt statt. Diesen leitete em i^stmarsch ein, worauf Oberbürgermeister Schnetzler die Jubllare begrüßte. Ter Großherzog er­widerte nun in längerer Ansprache, in der er »l. ^uem und der Großherzogin Namen den Tank de^ Stadt und dem ganzen Lande gegenüber zum Ausdruck brachte. Hierauf begann das Bühnenspiel:Badens Feste grüß zur goldenen Hochzeit des Großherzogspaares" Tich- tung von Wert Herzog, Musik von Alfred Lorentz. Die ,zenl>chen Einrichtungen waren von Professor Kart Hoff- .^r- Tas Festspiel übte eine überwältigende Wirkung aus.

"Nu" banket alle Gott", sprach 1SKtAbem- '^Hter und Komponisten, sowie BShnenspiels. Hieraus unternahmen die to n? fmre Rundfahrt dupch die landwirtschafte

Mche und die Gartenbauausstellung, die hiermit eröffnet

^"chu^ttag empfingen der Großherzog und die sowie der Kronprinz und die Kronprinzessin Tm Marmorsaale des Schlosses die Mite Staatsministeriums und den kommandierenden U^neral des 14. Armeekorps, die Vertreter der katholischen mno evangelischen Ltirche, eine Abordnung der ersten.

politische Tagesschau.

Zur Breslauer Kaiserrede.

Im Anschluß an eine Erörterung über die Breslauer Kaiserrede weist dasFreie Wort" im Hinblick auf die große Hinterlassenschaft von Alfred Beit auf die Tatsache hin, daß so viele Deutsche, welche ihr Vaterland verlassen, im Auslande in verhältnismäßig kurzer Zeit zu großer wirt­schaftlicher und auch politischer Macht gelangen, und be­merkte dazu:

Das ist natürlich kein Zufall. Gerade die fähigsten Männer merken bald, daß sich der Entfaltung ihrer Anlagen in Deutsch­land so große Hindernisse in den Weg stellen, daß es die einfachste Klugheit gebietet, lieber in anderen Ländern diese Anlagen zu verwerten. Die Engherzigkeit in politischen, religiösen, sozialen Dingen hat von jeher die besten Elemente aus Deutschland Der- trieben man denke nur an das Jahr 1848, das uns einen Aderlaß gebracht hat an Charakterstärke, Intelligenz und Wage­mut, der nie wieder gut zu machen sein wird, wie auch Frankreich die Vertteibung der Hugenotten nie mehr verwunden hat. Wäh­rend Deutschlands Kvlonialpolftik an aßen erdenklichen liebeln krankt, weil ihr die richtigen Männer in verhängnisvollster Weise fehlen fahren die geeigneten Pioniere nach England, nach den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, um draußen in der Freiheit zum Besten anderer Völker ungeheure wirlfchaft- liche Talen zu vollbringen. Es ist ein Unglück für Deutschland, daß unsere gefährlichsten Kon kurrent en auf dem Weltrnartt bie Vereinigten Staaten und England

-Vs?

Zwar gibt es keinen Paragraphen in der Reichsver- sassung, der direkt und mit klaren Worten die Abgeord­neten auch vor dem Zeugniszwang schützt, aber es ist doch llar, baß es sich hier nur um ein Uebersehen handelt, daß man eben seinerzeit nicht daran dachte, daß öS einmal Staatsanwälte geben könnte, die Abgeordnete 6 Monate einsperren lassen wollen, weil sie ihr Amtsgeheimnis (ein Reichstagsmandat ist doch wohl auch so ettvas wie ein Amt) nicht preisgeben wollen. Das hat sich, als das deutsche Reich unter dem Freudenjubek aller Deutschen er- stand, niemand träumen lassen, daß unsere immunen Ab- die Erwählten des Volkes, von rechtswegen aus Nummer Sicher gebracht werden könnten, wett sie in einer Sache, in der auf durchaus nicht hohe Strafen er­kannt iverden dürfte, ihr Zeugnis verweigern.

In der Untersuchung gegen die Beamten des Auswär­tigen Amtes, die Kolonialgehximnisse an Abgeordnete ver­raten haben sollen, mag es allerdings schwer stztti, ein klares Bild der angeblichen Verfehlungen' zu erhalten, ohne die Vernehmung der direkt Beteiligten, und das sind eben die Herren, an die sich der Untersuchungsrichter gewanot hat. Würde es sich nun um ein Verbrechen handeln, das man als ehrlicher Mensch verurteilen müßte, dann ließe sich der Eifer der Berliner Staatsanwältschaft begreiflich finden. Nun haben ckber die indiskreten Be­amten nur Mißstände ausgedeckt, und Wenn ihre Jndis- lrettonen auch unter keinen Umstanden gebilligt werden können, )o handelt es sich hier doch nicht um Verbrecher, säubern schlimmstenfalls, d. h. wenn die Leute wirklich schuldig sind, um Menschen, die dem Reiche durch ein Ver­gehen ihrerseits einen Dienst erwiesen haben.

$at nun zwar geheißen, daß man den Götz und Schneider und den mideren in die Untersuchung ver­wickelten Beamten den Prozeß nach dem bekannten Ttrnim- Paragraphen machen will, aber wir haben seinerzeit schon daraus hingewiesen, daß dieser Paragraph nicht üi Betracht kommen darf, wenn man sich nicht auch hier an den Buck> klammernund die Leute dafür büßen lassen will, daß die Kolonialabteilung des Auswärtigen ^Amtes immer noch dem Auswärttgen Amt unterstellt ist. Werden die ^eamten aber nach dem wirklichen Recht uiiter Anllage gestellt, io kommen sie mit einer Disziplinarstrafe davon, werden also nicht einmal eine Freitteits- verbüßen haben. Und die Abgeordneten, bie, aus ihre Immunität bauend, die Aussagen in dieser Bagatellangelegenheit verweigern, stehen vor der ?^.^ualitttt, sechs Mo n a t e ins Gefängnis! zu wan- dern! Tas ist denn doch zu widersinnig.

Dr. Nreberding wird sich, wenn der Reichstag Wwder zusammentvttt, schwere ^Vorwürfe machen lassen MsseN" UEnn er nicht bald einen dicken Sttich unter die verfehlte Rechnung setzt. Man ist überhaupt mit einem merkwürdigen Eifer hinter diesen kolonialenSchwerver­brechern , die chr volles Herz nicht währten, her.

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Die Steigerung im September ist ganz bettächtlichl, wenn man sie mit den Preisen im September der beiden Vorjahre vergleicht. Die Höchstpreise allein sind in acht Städten gestiegen, und zwar in Breslau, Chemnitz, Magde­burg, Hamburg, Elberfeld, Köln, Mnchen und Nürnberg. Es handelt sich um Steigerungen bis zu 3 M5 pro 50 Kilo. Die Mindestpreise blieben meistens gleich; in Hamburg, Nürnberg und München gingen tte sogar um 1 Mk. herab. Gleich geblieben sind die Rindviehpreise in .Dortmunds 41 en, Frankfurt a. M. und Mannheim, während in Düssel-i dors 'eine Ermäßigung zu konstatieren ist. Es ergibt ich aus dem Mtde dieser Preisänderungen, baß die Preis- teigerung an den nord^ünd sübdeutfchen Plätzen sich schon bnllchrAen durchgesetzt hat; dagegen ist dies im rheinisch-i westsällschen Jndustriebezirk und in einzelnen Teilen Mittete deutschlands, sowie im nördlichen Baden noch nicht ganz möglich gewesen. Jedenfalls ist die Septembersteigeruna eine Ursache weiteren Konsumrückganges.'

In einer anscheinend ans dem preuß. Landwirtschaftsi Ministerium stammenden Auslassung wird bestritten, daß das Anziehen der Fleischpreise auf eine un^ genügende Viehproduktion in Deutschland zurück- zuführen sei. Tie Ursache liege vielmehr darin, daß neben der normalen, mit der Zunahme der Bevölkerung Hand in Hand gehenden Steigerung des Fbeischperbrauchs eine starke, beinahe sprungweise aufttetende Vermehrung dieses Verbrauchs einaetreten ift. Diese außergewöhnliche 3u- naljme des Fleischverbrauchs stehe in unmittelbarem ur­sächlichen Zusammenhänge mit der industriellen H o ch^ konjunktur, der davon herrührenden günstigen Lage des ge)amten Erwerbslebens und insbesondere der deutschen Arbeiterschaft. Mit der Prosperität der Jndpsttie seien auch die Löhne der Arbeiterschaft stetig gestiegen, es habe sich deren Lebenshaltung mehr und''mehr gehoben. Weite Kreise der Bevölkerung, die früher nicht in der Lage waren, regete mäßig Fleisch zu verbrauchen, seien xetzt in die Reihe bep regelmäßigen Fleischkonsumenten eingetreten. Dazu komme, daß infolge der starken Nachfrage nach Arbettskräften die einheimische Arbeiterschast auch^ noch starken Zuzug aus dem Aus'laiide erfahren bat, und daß so eine weitere Steigerung der Zahl der Fleischverbrascher über das nor­male Maß hinaus etzgetreten ift Daß mit einer solchen tarken und raschen Mrmchrung des Keischverbranchs die heimische Fleifthproduktion nicht Schritt hatten konnte, feil erklärlich. Man werde sich an den Gedanken gewöhnen müssen, daß ein Anziehen der Ikeischpreise die natürliche Folgeerscheinung einer andauernden, ungewöhnlich günstte gen Llonjunktur der heimischen Produktion und der damtt zusammenhängenden Hebung der Lebenshaltung weiter Schichten der Bevöllerung sei.

Der Großherzog und die Großherzogin haben eine Stiftung in Höhe von 100 000 Mark errichtet. Die Sttftungsurkunde hat solgenden Wortlaut:

Von demütigen Dankes gegen Gottes Gnade, der nach so vielen Segnungen und unveraeßlichcn Erinnerungen die Grotz- yerzogtn und mich mit einander die fünfzigste Wiederkehr des Tages unserer Vermählung der Quelle reichsten, unaussprech­lich hohen Glückes hat erleben lassen, ist es der Großherzogin und mir ein Herzensbedürfnis, zum dauernden Gedächtnis an unsere goldene Hochzeit gemeinschaMch ein Kapital von 100 000 Matt zu stiften, dessen Erttagnisie jeweils auf den 20. Sep- k n6?, r8Ur Verteilung gelangen sollen. Wir gedenken dabei des Abstandes, um welchen nach menschlicher Voraussicht das stattlich Erreichbare zu allen Zeiten hinter den berechtigten Forderungen der Menschenliebe und des öffentlichen Wohles zurückblciben wird und möchten daher das Stiftungserttägnis in jedem Jähre denjenigen wohltätigen oder gemeinnützigen Zwecken zugewiesen sehen, die gerade die dringendsten sind oder für die sonstige Mittel nicht zur Verfügung stehen, und zwar soll das Jahreserträgnis nach Abzug von 10 Prozent, die zum Kapital zu schlagen sind, jelveils in die gleiche Teile geteilt werden und je ein Teil als Gabe in den Dienstchezirk eines jeden der vier Landeslommissare gelangen. Zu diesem Behuse haben diese alle Jahre int August ihre Vor­schläge wegen Zuwendung der Jahresgabe beim Ministerium des Innern einzureichen, das sie zur Einlwlung meiner Entschließung an die Generalintendanz der Zivilliste meitergibt. Letztere hat das Stiftungskapital zu verwalten und für die Rechnungsabhör sowie die Auszaykung der von mir zuerkannten Gaben Sorge zu tragen.

1904

Berlin . . 2645

Dresden. . 2840

Hannover . 2944

Ai« heutige Nummer umsaßt 8 Setten. Kenosse Ledeöour

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den 21. Lh M

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- -- i cha f Auf Kunst und Wisfew- uf Handel und Landwirt-

Ms Mitte Juni am Schlachtviehniark ein Preisrückgang einsetzte, da wurde in der landwirtschaftlichen Presse daftir Stimmung gemacht, daß die Landwirte mit ihrem ver-^ kaussfähigcn Meh zurückhalten sollten, da die Preise doch bald wieder hinaufgehen würden. Diese Spekulatton lvap aus eine durchaus richtige Kenntnis der Marktlage ge­gründet: das Angebot an deutschem Vieh war, ist und bleibt vorläufig ganz beträchtlich hinter dem schon stark eingeschränkten Bedarfe zurück. Ehi Beweis für die weitere Verschärfung der Spannung ist die erneute Steigerung der Rindviehpreise während des Schteinber. Verfolgt man nämlich die Pxeisbelvegung an den 17 größeren Schlacht­viehmärkten, so ergibt sich, daß im September gegen August an 4 Plätzen die niedrigsten und höchsten Notterungen für Rindvieh, an 8 die höchste Notierung gestiegen ist, daß an 4 Plätzen die Preise gleich geblieben, mid daß nur an einem Markte ein Preisrückgang eingetreten ist. An den vier zuerst genannten Plätzen stellte sich der Riudviehpreisi pro 50 Kilogramm in Mark:

2^...??.«, Erstes Blatt 15«. Jahrgang Donnerstag 20. September 190«

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M General-Anzeiger r«

-Ms «r- und Anzeigeblatl für den Kreis Eietzen MW

___________________ zeigenteil: Hans Beck,