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Nr. 141
Zweites Blatt
Dienstag 18. Jrm« 1906
156. Jahrgang
Erscheint ttalich mit Ausnahme deS Sonntag».
Die „Siebener §amllirnbI8tter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der "Hessische Eotibwlrf* erscheint monatlich einmal.
Eichener Altzeiger
Rotationsdruck unb Verlag der vrühl'sche» UntverNtütSdruckerei. 9L Lange, Sietzeo.
Redaktion, Exvedition u. Druckerei: SchuMr.7.
Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieße».
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen.
Fragen der zukünftigen Gestaltung der Eingeborenenreservate,
blikation gegeben werden.
Die aufrechterhultenen Revisionspmikte sind folgende: 1. Auffindung eins am 1. Januar 1895 von Guörin an das Gouvernement von Paris gerichteten Telegrammes, in welchem der angeblichen Geständnisse Dreyfus' in keiner Weise Erwähnung getan wird. 2. IM Kriegsministerium ist das Konzept des Kommandanten Bayle über die Verwendung der schweren Artillerie aufgefunden ivordcn, von dem vor beut Proz-rst in Rennes behauptet worden war, daß Dreyfus es an das Ausland ausgeliefert habe. 3. und 4. Die die Ansichten Eernuskys und Valcarlos betreffenden Zwischenfälle, und 6. die Fälschung der Dokumente Nr. 26 und 371 des geheimen Dossiers.
Der Berichterstatter kommt Ku dem Schluffe, daß die ganze Drey fus-Afsare eine Mystifikation ist. Wenn der Verteidiger Dreyfus' über die Dokumente des geheinren Doffiers, der den Richtern mitgeteilt worden war, hätte diskutieren könneff, so hätten sie nichts von diesem Dossier bestehen lassen.
Tas Gesetz über die Errichtung einer Landwirtschaftskammer
im Großherzogtum Hessen trat, soweit es sich um die zu seiner Durchführung erforderlichen Maßnahmen handelt, am 16. Juni, im übrigen mit der vom Ministerium des Innern zu bewirkenden erstmaligen Zusaminenberufung der Landivirtschafts- kammer in Kraft. AuS der Wahlordnung geben wir die Einteilung der oberhessischen Wahlkreise nachstehend wieder:
Heer und Flotte.
Genf, 17. Juni. Der erste und zweite Ausschuß der Konferenz der Genfer Konvention beschäftigte sich gestern mit der Frage der Inschutznahme der Soldaten gegen Mißhandlungen und Diebstahl. Eine Einigung wurde über den Vorschlag erzielt, wonach kriegführende Mächte nach Beendigung de§ Krieges sich gegenseitig die Namen der Toten und Verwundeten, ivelche auf dem Schlachtfelde gefunden werden, tnitteilen sollen. Auch inbezug auf die Note-Kreuz- Gesellschaft wurde eine Einigung erzielt, welche den krieg- führenden Mächten ihre Hilfe anbietet.
Der Kolonialrat.
Berlin, 18. Juni.
Vor Eintritt in die Tagesordnung wird in die Generaldiskussion über Kolonialangelegenheiten eingetreten. Nach längerer Debatte wird ein Antrag angenommen, daß der ständige Ausschuß deS Kolonialrates von drei auf sieben Mitglieder erhöht und ihm mehr als bisher Gelegenheit gegeben werden soll, mit der Kolonialabteilung in Fühlung zu treten und die Beratungen über koloniale Fragen und Etats vorzu- bereiten. Ferner wird inehrfach angeregt, auf die Wichtigkeit des weiteren Ausbaues der Eingeborenenkulturen durch Belehrung und VersuchSplantagen hinzuweisen, sowie auf eine möglichst wohlwollende Behandlung der Bodcnfrage den Eingeborenen gegenüber angeregt. Auch die Tätigkeit der großen Konzes s i o n Sg es e l l sch a ft en, die vielfach in der Oefsentlich- feit angegriffen werden, wird gebührend gewürdigt und betont, daß die freie Entwicklung der Eingeborenen sich mit dem gleichzeitigen Bestehen und Gedeihen von KonzessionSgesell-
tenau, Heuchelheim. „ . _
11. Wahlbezirk: Büdingen - Altenstadt. Ver-- trauensmännerkreise: 1. A l 1 e n st a o t, Oberau, Höchst a. d. N., Engelthal, 2. Hainchen, Rommelshausen, Himbach, 3. Songcn- bcrgheim, 4. Lindl) eim mit Enzheim, Rodenbach, 5. ©tauber g, Heegheim, 6. Nieder - Mockstadt, 7. Düdelsheim, 8. Eckartshausen, Marienborn, Alt-Wiedermus, Beuuoehof, 9. Vonhausen, Diebach a. H., Unter-Diebach, Ronneburg, 1Ö. Lorbach mit H-rrnhaag, Calbach, Orleshausen, 11. Mittel- Gründau, 12. Haingrünbau, 13. Büdingen mit Saline, Großen- dorf, Büdinger Wald, Thiergarten, Büches, 14. Rohrbach. Aulendicbach, Wolf, Dudenrod mit Christinenhof und Pserdsbach, 15. Bleicheübach.
12. Wahlbezirk: Vilbel. Vertrauensmännerkreise: 1. u. 2. Vilbel 1 u. 2, 3. Harheim, 4. Nieder-Erlaub a chi und Massen heim. 5. Nieber-Eschbach, 6. Ober-Eschbach, 7. Ober- Erlenbach, 8. Petterweil und Klopvenheim, 9. Dortelweil, 10. Groß-Karben, Klein-Karben, 11. Rendel, 12. Büdesheim, 13. Kaichen, Bnrg-Gräfenrode, 14. Heldenbergcn, 15. Niedcr-Wöllstadt, Okarben.
13. Wahlbezirk: Friedberg. Vertrauensmännerkreise: 1. Holzhausen, 2. u. 3. Rodheim v. d. H. 1 u. 2, 4. Nieder» Rosbach, 5. Ober-Rosbach und Beinhards, 6. u. 7. Ock- stadt 1 und Straßheimcr Hof, 8. Friedberg 1 mit Fauerbach bei Friedberg, 9. Friedberg 2, 10. Ober-Wöllstadts 11. Assenheim, Bruchenbrücken, 12. Dorheim, Bauernheim, Lssenhüm, 13. 5 Ib entladt, Bönstadt, Wickstadt, 14. Nie- de r -Florstadt, Ober-Florstadt, 15. Slammheim, Staden.
schäften wohl vereinigen lasse. Hierauf wird zum ersten
Punkte der Tagesordnung: ,Beratung über den Etat von Deutsch-Südwestafrika^ übergegangen. Es werden die
betont, daß die Angelegenheit jetzt das Gebiet der Politik verlassen habe und zu einer reinen Sache derRechtspsiege geworden sei. Moras hebt die Punkte hervor, auf die der Justiznnnffter den Kassationshof aufmerksam machte; diese stellten drei neue Tatsachen dar. Er bespricht die von Dreyfus' Verteidiger Dkornard ein- gereichte Revrsionsschrift, die die Kassierung des früheren Urteils ohne Rückverweisung fordert, und bemerkt dazu, der schriftliche Antrag des Generatstaatsamvatts halte von den 13 Revisionspunkten der Verteidigung nur 6 aufrecht.
Der 050 Seiten umfassende Bericht des Verteidigers Mornard konstatiert folgendes: Die peinlich genaue Untersuchung der Kriminallommer ließ nichts übrig von den angeblichen Elementen des Dreyfus frur Last gelegten Verbrechens und enthüllte Täuschuugsfakta, die von den Verfertigern der Anklage hergeftellt sind. Im ersten Teil des Berichts wird an die aufeinander folgenden, einander widersprechenden Anklagcsysteme erinnert, die, wie
liche Handlungen begangen wurden, nämlich erstens .ag kein neuer Anklageakt vor, zweitens wurden Fragen aufgeworfen, die gar nicht zur Prüfung überunesen waren, darunter einige endgiltig erledigte Fragen; drittens wurden die Funktionen der Regierungskommission von Generälen ausgeübt, die von einem höheren Range luaren, als der Gerichtsvorsitzende; ferner waren als Zeugen Offiziere er- chiencn, die aber unter dem Eide wirkliche Anträge stellten, als ob sie Negierungskommissare wären; viertens nötigte man die Verteidigung zur Fortsetzung der Verhandlungen, nachdem ein Verteidiger durch einen gegen ihn gemachten Mordversuch an der Erfüllung seiner Aufgabe behindert war; gleichzeitig wurden geheime Aufstellungen oder Mtcnstückc vorgezeigt, wodurch diese Aufgabe erschwert wurde. Letztere Ungesetzlichkeit bildet auch einen der Revisionsgründe. Der Bericht hebt sodann noch zahlreiche Revisionspunkte hervor, von denen 13 allein auf angebliche Geständnisse Dreyfus' sich beziehen. Mornard kommt schließlich zu dem Sün trage, der Gerichtshof solle erllären, das; Dreyfus zu Unre chtund irrtümlich verurteilt worden sei, und diesem Beschluß solle die weiteste Pu-
14. Wahlbezirk: Bad-N anheim. Vertrauensmännerkreise : 1. Bad-Nauheim, 2. Schwalheim, Rödgen, Beienheim, 3. Nieder-Mönen, 4. Ober-Mörlen 1 und- Hasselhcckc, 5. Ober-Mörlen 2, 6. Langenhain-Ziegen-» berg, Münster und Maibach, 7. Fauerbach v. d. H., 8. Hochweisel, 23öbcnroö, 9. Ostheim, 10. Steinfurth, Wisselsheim, 11. Wohnbach, 12. Wölfersheim, 13. Södel, Melbach, 14. D o r n -- A s s c n h e i m, Meckesheim, 15. Reichelsheim i. d. W.
15. Wahlbezirk: Butzbach. Verrrauensmännerlreise: 1. Butzbach, Hausen und Les, 2. Pohl-Göns, 3. Kirch-Göns, 4. u. ö. Nieder-Weisel 1 u. 2, 6. u. 7. Gambach 1 u.2, 8. Griedel,.
Ter Dreyfrrs-Prozek
(nachgerade wäre er wohl zutreffend der Tausendfußprozeß 4u nennen) beschäftigt wieder einmal französische Richter. •£. Noris begann am 18. Jun: vor dem Kassationshof die Revilionsverhaudlungum 12 Uhr 5 Mm. Dreyfus ttLhixt der Verhandlung nicht best Berichterstatter Mora»
und TraiS-Horloft, 10. Berstadt, 11. innigen, 12. otcinbcun, 13. Rodhcim a. d. Horloff und Hof-Graß, Rabertshausen, Ringels-ausen, 14. Langd, 15. Nonnenroth unb Röthges.
4. 'Wahlbezirk: Grünberg-Homberg. LerttauenS- männerkrcise: 1. Londorf, Allertshausen unb Kesselbach,
2. Geilshausen, Ovenhausen, Appenborn unb Lumda, 3. Beltershain, Remhurbshain, Stangenrod, 4. Grimberg, 5. Q u e ck- b o r n unb Göbelnrob, 6. Lauter, Stockhausen unb Weickartshain, 7. Merlau, Wettsaasen, Kirsa-garten, Ilsdorf unb Flensungen, 8. Atzenhain und Lehn heim, 9. Nieder-Ohmen, 10. Rüdbiirgshausen unb WeiterShain, 11. Perus selb, Büßscld unb Sltibenrob, 12. Deckenbach, xschadenbach unb Höingen, 13. Nieder-Ofleiden, Ober - Ofleiden, Haar- hauskn, Gontershausen, 14. Homberg unb Wäldershausen, 15. Appenrod, Erbenhausen, Danuenrob mit Neu-Ulrichstein.
5. Wahlbezirk: Ätsseld-Groß-Felba. Vertrauens- männerlreisc: 1. Alsfelb unb Altenburg, 2. Eifa, Eudorf unb Dotzelrob, Elbenrob, 3. R om rod, Lieberbach mit Oberob, Strebendorf, 4. Zell, Billertshausen mit Eethürmö^ Angenrob, 5. Leusel, Reibertenrod, Fischbach, Heidelbach, Schwabenrob uni) Münch-Leusel, 6. Ruhlkirchen, Vockenrod, Obmes, Seibelsdorf, 7. Wahlen, Gleimenhain, Arnshain, Dernsburg, 8. Kirtorf, Lehrbach mit Schmilt-Hof, 9. O oer - Gleen und HeimcrtSlmusen, 10. Ehringshausen mit Oberndvrs, Maulbach, Rülsemod, Otterbach, 11. Burg-Gemünden, Nicber- Gcmünden, 12. Elpenrod, Ermenrob, Hainbach^ 13. Rup- pertcnrob, Lbcr-Ohmcn, 14. Groß - Felba mit Klein-Felba und Schellnhausen, Zeilbach unb Kestrich, 15. Ober-Breiben- o a ch, Nieder-Breidenbach, Winbhausen.
6. Wahlbezirk: Lauterbach-Schlitz. VerttauenK- iiiäimcrkrciie: 1. Lauterbach, Mitzenrob, Rudlos, Sickendorf, Heblos, Rimlos, 2. A n g e r s d a ch , Laudenhausen, 3. Frischborn, Dirlammen, Allmenrod, Eisenbach, 4. Stornborf, Vadenrod, Meiches, 5. Braucrschwenb, Rainrod, 6. Hopfgarten, Renzendorf, Unter- und Ober-Sorg, 7. W a l l c n r o b, Reuters, Hcrgersdorf, 8. M a a r, Wernges, Sassen, 9. Schwa r z, Eulersdorf, Udenhausen, 10. Grebenau, Wallersdorf, Vieben, Jieimenrod, 11. Rimbach, Unter-Schu-arz mit Hof Reck-berg, Ober- und Unter-Wegfurth, 12. Oneck mit Hof Saffen, Hutz- dorf, Sandlofs, 13. Schlitz mit Hof Berngewde, Willvfs, 14. Bernshausen, Uctzhausen, 'Nieder^Swll, 15. Pfordt, Frau Rombach, Hemmen, Hartershausen, Uellershausen.
7. Wahlbezirk: Herbstein-Ulrichstein. Der- trauensmännerkreise: 1. S a l z, Fleschenbach, Radmühl, 2. Freiensteinau, Holzmühl, 3. N i e o e r -- M o o s, Obermoos, Gun- zcnau, Reichlos, Mctzlos und Mctzlos-Gchag, 4. Grebenhain, Bermuthshain, 5. Crainfeld, Vaitshain, Wünschenmoos, Zahmen, Heisters, Bannerod, Weidmoos, NööbertS, 6. Ilbeshausen, Lauzenham, 7. Altenschlirf, Schlechtenwegen, Stein» furt, 8. Stockhausen, Schadges, Nixfeld, 9. Herbstein, 10. Engelrod, Eichelhain, Eichenrob, Hörgenau, HopfmannS- seld, 11. Nebgeshain, Felbkrücken, Kölzenhain, 12. Ulrichstein, Ober-Seibertenrod, 13. Helpershain, Köddingen, 14. Stumpertenrod, Untev-Seiberteurob, 16. Babenhausen II, Höckersborf.
8. Wahlbezirk: Gedern. Vertrauensmännerkreise: 1. Kefenrod, Rinberbügcn, Michelau, 2. Hitzkirchen, Burgbrach t, Bösgesäß, Illnhausen, 3. Wenings mit Hof Wernings, Bindsachsen, 4. Gelnhaar, Usenborn mit_ Hof Louiseulust, Bergheim, 5. Hirzenhain, Eckartsborn, Lißberg mit Hof-Vreiten- haide, Merkensritz, 6. Fau erba ch, Schwickartshausen,.7. Ober- Seemen mit Altenfeld, Nieder-Scemen, Mittel-Seemen, 8. G c - bern mit Schönhausen, 9. Ob er-L ais mit Unter-Lais, Steinberg, Glashütten mit Jgelhausen unb Streithain, 10. Her- chenhain, Volkarts'haiu, Hartrnamishain, Sichenl-aasen, 11. Burkhards, Kaulftoß, 12. Breungeshain, Michelbach, 13. Eschenrod, Busenborn, 14. Eichelsachsen „ Wingershausen, 15. Ortenberg, Selters, Konradsborf, Wip- peubach. m
9. Wahlbezirk: Schotten-Laubach. Vertrauensmännerkreise: 1. Schotten, 2. Rudingshain, Betzenrod, Götzen, 3. Rainrod, StvrnselS, 4. Eichelsborf, 5. u. 6. Ulfa I unb 2, 7. Ruppertsburg, 8. Villingcn, 9. Laubach 1 unb Lau- bachcr Wald, 10. Laubach 2, 11. Wetterfeld, 12. Gonterskirchen, Einartshausen, 13. Freienseen, Lardenbach, Stock- Häuser-Dos, 14. Sellnrod, Schmitten. Wohnfelb, Altenhain, 15. Groß-Eichen, Klein-Eichen, Flensunger Hos, SolmS-Jls- dorf.
10. Wahlbezirk: Nidda-Echzell. Vertrauend» Männerkreise: 1. St o ckhe im, Leustadt, Effoloerbach, 2. Unter- Schmi11en, Ober-Schmitten, 3. Ober-Mockstadt, 4. Ranstadt, Bobenhausen I, Bellmuth mit Bieberberg und Stein- fantc, 5. D auern heim, Dauernheimer Hof und Schleifelb, 6. Wallernhausen mit Hof Finkenloch, 7. Nidda, Mi- djehrau, 8. Borsdorf, Glaubzahl, Harbwalb, Kohden, 9. O b e r- Wibdcrshcim, Unter - Widbersheim, Grund-Schwalheim, 10. u. 11. Echzell 1 u. 2, 12. Bingenheim, Bisses, 13. Leid- Hecken, Blofeld, 14. Gciß^Nidba, Bab-Salzhausen, 15. Get»
Mornard sagt, den bedenklichen Geisteszustand einer gewissen Anzahl von Offizieren zeigten, die abscheuliche Handlungen mit der Uebcr> zeugung begingen, daß sie dienstliche und verdien st licbeHandlun gen vornähmen. Der zweite Teil analysiert oen Prozeß von Rennes, der dritte Teil die nach diesem Prozeß enthüllten Tatsachen, sowie ihre Folgen. - - • - - _ ... . Der vierte Teil beschäftigt sich mit der Rolle Esterhazys,
der Organisation der einzelnen Stämme, des Kreditwesens, t)0Il dessen Bordereau Mornard sagt, es sei ein gar nicht der Freizügigkeit für die Eingeborenen, sowie der intensiven diskutierbares Machlvcrk Der fünfte Teil prüft die recht- Jnangriffnahme einer planmäßigen Besiedelung und der Not- lichen Folgen der Ergebnisse der Untersuchrmg, ohne die wendigkelt des Ausbaues des Eisenbahnnetzes behandelt. Von Gesetzesverletzungen besonders zu betonen, die, wie der Be- ReaierunqSseite wird versichert, daß für die Eingeborenen in richt sagt, allein genügen lvürden, die UnMigkeitserllär- Bezug auf bte fRefernate ober Dotationen, bie Eenährung, ung des Renner Urt°«S ^rb°i»ufMen. M-maro ermnwt Vorschüsse an Vieh und bergleichen reichlich g°i.°°gtwerde n,R^nn-^hanptsachüch vrer^nng0^-tz'
andererseits die Auswahl der Reservate auch mit Rücksicht
1. Wahlbezirk: G testen. Vertrauensmännerkreis;: 1. Gießen und Klein-Linden, 2. u. 3. Heuchelheim 1 u. 2, 4. Allerrdvri a. d. Lahn, 5. Rödgen unb Annerod, 6. Wiescck, 7 Steinbach, 8. Garbenteich mit Hausen und Schiffenberg, 9. Watzenborn 1, Steinberg, 10. Watzenborn 2, 11. Grüningcn, 12. Leihgestern, 13. u. 14. Langgöns 1 u. 2, 1. Großen-Linben.
2. Wahlbezirk: Gro st en-Buse ck. Lertrauensmänner- kreise: 1. u. 2. Großen-Buseck 1 u. 2, 3. Alrcn-Duseck unb Trohe, 4. Lollar, 5. Staufenberg, Friedelhauscn, Ruttershausen mit Kirchberg, 6. Daubringen, Hcibertshansen, Ma-.nz- lar, 7. Trais a. d. Lumba, 8. Allenb ors a. b. Lumba und Climbach, 9. Beuern, 10. Burkhardsfelden, Albach und Oppenrod, 11. Hattenrod, LindenstrMh, 12. Reiskirchen, 13 Saasen mit Bolinbach, SBcit^crg und Wirberg, Bersrod und Winnerod, 14. Ettingshausen und Harbach, 15. Ober- Dessingen, Niedcr-Dessingen, Münster.
3 Wahlbezirk: Lich-H ungen. Vcrtrauensmamier- Tteife- 1. Sieb 1 mit Albacher Hos, Kolnhausen und Müh.sack)sen, 2 L i ch 2, 3. Bi r l l ar, Torf Eüll und Arnsburg, 4. M u sch e n- beim Hoi-Güll uni) Bettenhausen, 5. u. 6. Langsdors 1 u. 2, ..... , . . . _ , , . .
7 Obbornhoftn 8 Bellershcrm und Inheiden, 9. Utphe'.9. Rockenberg, 10. Oppershosen, 11. Munzenberg, Trms-
auf die Möglichkeit der Ueberwachung stattfindet und dabei dem Gouverneur möglichst freie Hand gelassen würde. Jedenfalls würden die Stammesverbände in ihrer früheren Form nicht wieder hergestellt. Der Vorsitzende erklärt ferner auf eine Anfrage, daß die Regierung nach wie vor mit allen Mitteln danach streben werde, die Gelder zum wirtschaftlichen Wiederaufbau deS Schutzgebietes bewilligt zu erhalten. Auch über die Wasierbaukolonnen, Staudänune, Kleinsiedelung, Umbau der Linie Swakopmund-Windhuk unb den weiteren Ausbau des Eisenbahnnetzes gibt der Vorsitzende ausführliche Auskunft.
Der Vorsitzende gibt' ein Bild des momentanen Zustandes der LandungSoerhältnisie in Swakopmund und erklärt, die Entscheidung über die dort vorzunehmenden Neubauten müßte vorbehalten werden bis zur Rückkehr des nach Swakopmund entsandten Professors Kummer. Auf eine Anfrage betreffend die Staudänune wird regierungsseitig mitgeteilt, daß die Anlage kleiner sogenannter Farmdamme in Angriff genommen würde.
Bei dem zweiten Punkte der Tagesordnung, „Oft- afrifa*, wird zunächst die Frage der Beurlaubung älterer Kolonialbeamter in fremde Kolonien oder an die Generalkonsulate zum Studium der Kolonien anderer Nationen zur Sprache gebracht. Der Vorsitzende erklärt, diese Anregung verdiene Berücksichtigung. In der General, diskussion wird auf die Gefahr des im Innern große Fortschritte machenden Islams und der zunehmenden Unsitte des Hanfrauchens aufmerksam gemacht. Die Frage der Hüttensteuer sowie verschiedene Eisenbahnprojekte nach den großen Seen geben zu längeren Debatten Anlaß.
Zum Kapitel: „Meutereien iu Südweftafrika" schreibt der „Vorwärts" jetzt: ......
Hebet die von uns gemachten spezialisierten Angaben pch endlich zu äußern, haben wir die „Norbd. Mlg. Ztg." ausdrücklich und nachträglich aufgefordert. Die „Nordb. Allg. Ztg." aber schweigt, sic schweigt des Morgens und des Abends. Wir können warten, aber die Regierung darf nicht glauben, ^Ge^ewiber^Angabm der „Neuen Milit. Korresp." schreibt das Blatt weiter: , . . < „ - ,
Zerlegen wir diese Angaben etn wenig: ab 1. Erste ch - ung eines Offiziers. Di- Meldung hierüber Mfal,ch sein Solange daS von einer nicht verantwortlichen stelle aus erklärt wird, können wir darauf verzichten, solche einsache, kostenlose „Widerlegung" gebührend zu beantworten, ab 2 Verprügelung eines Wachtmeisters. Das wird nicht geleugnet, sogar noch weit mehr zugegeben. Denn dieser Fall ist gar nicht der, ben wir meinten. Es bandelt sich hier also um einen neuen, den wir garmcht siir möglich gehalten hätten. Also: Ein P or tepe e Unteroffizier läßt sich von „jungen unmahrcren Leuten , bte noch dazu bezecht sind, zwingen, „ein Hoch auf die So- Lialdemokr atie auszubrnrgen"! Wir fragen: ww hoch schützt das offiziöse Organ den Mut der Portepeeunterosfizlere ein au- d-ren Reihen dieser Mustermensch stammte, der sich von jungen und bezechten Leuten zivingen lägt, auf Die Soziäl- bemorratie ein Hoch audjubringen ?
<^n der Tat ist nach der „Kpffh. Kprr esp." von Vorkommnis en dieser Art an maßgebender Stelle in Berlm nichts bekannt, unb das müßte doch unbedingt der Fall fern, wenn an diesen edjauer- geschickten etwas Wahres ioärc. Ud)ngcu5 hat vor kiirzem cm Süiuvcftafrikcmer einen Fall von „Meutern" erzählt Sn einem Gefecht im vorigen Jahre tagen zwei Solaren m der Schtltzen- linie angesichts einer säst uuernnehmbarm Stellung de^ Feindes, und einer bemerkte zuw andercii: „Werm wir da nicht bald 'naufkommen, streike ich". „Hast ganz reckL sagte em dritter wenn wir erst oben sind, streiken wir alle drei . Dieser dritte war Oberst von Deimling, der, von den beiden unbemerkt, dickst hinter der Schützenlinie lag. Aehnttche gefährliche Falle von Meuterei sollen noch häufiger^vorgekommen fern.
&nt 12 Juni verstorben: Gefreiter Robert Lietz. Reiter Peter Roß, geboren zu 'S f ebbe r S6c im trüber ment Nr 24, im Feldlazarett Luderitzbucht an Typhus


