wird jeder rückhaltlos zuslimmen können.
Dr. X.
Ge-
10 Stück 65 Pfg.!!
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östlichen und westlichen Halbkuciel ein ^mornmenhonq tn nen Bedingungen des Wetter?; sie vergalten sich immer entgegengesetzt.
hin. be-
Gie«sen, ■j Grünborgerstr. 4
Für die notleidenden Deutschen in Rußland gingen ferner ein:
Bei Herrn Prof. Haller: Dr. E. A. 20 Mk., Stud. F. N. 5, Landsmannschaft Darmstadtia 20 Mk.
Bei der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers: Frau A. Ebel 5 Mk.. Philipp Weiler 2. Obererer Fuchs 10, A. G. 3, Dr. B. 5, B. 20, Pfarrer • L P. Hofmann 3, P. W. 5, Prof. Sch. 3, Bähr, Rcg.-Rat, 3, G. 5, Aus dein Aquarium 3,30, Heinrich Einmelius 30, Lehrer Jann 2, M. Levi 5, £>. E. 5, Llus Annerod 1,50, Deutscher Verein Gießen 40, Ungenannt 3 Alk.
Areinsckast von Stadtv. Hanbach und Architekt Meyer unter» inomnienen Besichtigungsreisc erhebliche Verbesserungen an l>em ursprünglichen Bauplan hätten vorgenommen tnerden können und der Kostenanschlag des Baues sei nunmehr aus .480 000 M' festgesetzt worden, an welcher Summe nichts «lehr ob • ' l-'rden könne. Für die Fundamentierung, VaulcU. . i. .. l .'uHonorar sowie die Einrichtung des Zuschauerraumes und her Bühne lverde der gesamte ,^au aus 600 000 stellen, keinesfalls aber
trittst rtnd
— In Düsseldorf erlebte P a u ( Ern >'t s vieraktiges Lustspiel „E i n e N a ch t in Florenz" (Fnfelvei lag in Leipzig Duchausgabel om Schauspielhaus bei glänzenderJu' uierung und Darstelluiig seine Urausführung, die ein durchschlagender limftlcrischer Ersolg war. Der Vlutor wurde viele Atale lierporgeru'en.
— Eine völlig unbekannte S i n f o n t e von Mozart in G moll wurde in einem Mozarlkcmzert zu Frankfurt a. M. von S. v. Hausegger atifgeführt. Das Werk ist 1773 komponiert, hervorragend durch eine stark persönliche Note, ernsten, stellenweise düsteren Charakter, musikalifch bemerkenswert burd) harmonische, formelle und instrumentale Cugenheilen.
Raucht „Meine Sonne“
Feinste 7 g. £ Volk
t>'m DcschluS der Versammlung einverNanden sei. (Da? Schreiben des Beig. Heyligenstädt wurde bereit tm ®ic[jcner Anzeiger mitgeteilt.)
Sodann wird eine Einladung der wer hiesigen, dem Lahntalsängerbund angehörenden Gesangvereine zu der heute abend stattnndenden Sitzung bekannt gegeben, m der die Ausschüsse »sw. gebildet werden foficn. Der Vorsitzende bat, sich recht zahlreich an der Sitzung zu beteiligen. Leider habe er das Schreiben erst gestern erhalten. Beig. Georgi be- merkt, daß zwar die Form der Einladung nicht ganz richtig sei, denn man hätte nicht die ganze Versammlung, son- dern die einzelnen Mitglieder einladen sollen, aber dennoch bitte er, der Einladung nach Möglichkeit zu entsprechen. Verschiedene Herren erklären sich bereit, der Einladung zu ent- sprechen.
Baugksuche u. bergt
A Montanus hur neben seinem bereits stehenden Haus in der Bahnhofstraße ein Geschäftshaus gebaut und sucht nunmehr nachträglich darum nach, daß die ihm vorgeschriebene besondere Einfahrt zu dem neuen Haus nachträglich erlassen wird, oa sonst sein Geschäfisbetricw gestört würde. Tie Baukommission schläft vor, das (Wcfud) nicht zu befürworten. Stadtv. Schaffstädt spricht sich für Genehmigung des Gesuches aus und bittet, endlich einmal den alten Zopf im Interesse der Feucrlöscheinrich- tnngen solche besondere Einfahrten zu verlangen, zu brechen. Auch die Stadtv. Wallenfels, Löber, Helfrich, Ha u b ach und Leib sprechen sich für das Gesuch aus, während Stadtv. Huhn feststellt, daß nichts seitens der Baubehörde'gefordert worden fei, was nicht in dem früheren Baugesuch gestanden habe. Auf Vorschlag des Beig. Georgi wird beschlossen, den nachgesuchten Tispens nachträglich zu .befürworten unter der Bedingung einer Sicherheitsleistung, daß bei einem etwaigen Verkauf des einen Hauses der vorhandene Eingang als gemeinschaftliche Einfahrt bestehen bleibt. Tie Sicherheit soll in Eintragung einer Kaittions- hypothek von 5000 Mark bestehen.
Ein Baugesuch des G. Belitz für die Wilhelmstraße bezweckt Gestattung von Fachwerk für das 2. Obergeschoß und das Tachgeschoß . Befürwortet soll das Gesuch nur für das Tachgeschoß werden.
Gastwirt Peter Berg will unter Bescittgung eines bestehenden Anbaues einen neuen Seitenbau bei seinem Hause in der Bahnhofstraße errichten. Tas Gesuch wird abgelehnt, da nur ein ganz kleiner Hof verbleiben würde, der auch nicht die vorgeschriebene Form hat; außerdem Üft keine Einfahrt vorhanden.
Ein Gesuch des Karl Rühl um Genehmibung zur ^Aufstellung einer Firmentafel auf einem städtischen Grundstück in der Bahnhofstraße wird der zu erwartenden Konsequenzen halber ab gelehnt.
Gesuche gemeinnütziger Vereine.
Ter Oberhessisa, e Geicyichtsverein bittet um Heizung der Ausstellungsräume im alten Schloß durch Aufstellung von vier Oefen und Nebemahme der Heizungs- ,kosten, um Anbringung einer Klingelleitung vom Eingang bis zum Verwaltungszimmer und Uebernahme der Beauf- sickittgung der Sammlungen durch den Ratsdiener Ochs ^während zweier Wochenstunden von 10—12 Uhr vorm., da i'ber wachsende Besuch,ber Sammlungen es wünschenswert erscheinen lasse, das Museum mindestens auch an einem ^Wochentag offen zu halten. Tem Gesuch um Heizung soll burch Aufstellung von Gasöfen entsprochen werden, auch die Kosten des Heizgases werden von der Stadt getragen -werden. Tie Klingetteitung wird ebenfalls genehmigt, dagegen faim dem Gesuch um Aufsichtsführung durch einen Mats di en er nicht entsprochen werden.
Der Gießener Lesehallenverein bittet um lieber» Fassung weiterer Räume für feine Vereinszwecke, da sowohl der fetzt vorhandene Leseranm in keiner Weise dem vorhandenen Bedürfnis genügt und auch die Bibliothek sehr beschränkt ist, sodaß jetzt schon Neuanschaffungen nur in ganz unzureichender Anzahl vorgenommen werden können. Der Vorsitzende bemerkt, zurzeit seien keine entsprechenden Mäurne vorhanden, um diesen Wunsch zu erfüllen, höchstens könne man den Bodenraum für Bibliothekszwecke einrichten. ^Jm übrigen bat er, etwaige Vorschläge wegen anderer vor» 'handener Räumlichkeiten, die für die Lesehalle verwendet werden könnten, zu machen. Stadt. Löber hält die Frage der Beschaffung weiterer Lesehallen-Räume nicht für dringlich, denn so oft er in der Lesehalle gewesen sei, seien höchstens 3 bis 4 Personen dort anwesend gewesen. Stadtv. Dr. Ebel widerspricht hem entschieden, namentlich in den Abendstunden . sei die Lesehalle oft so überfüllt, daß viele fieute stehen müßten. Vielleicht fei es möglich, daß das andere Torhäuschen am Seltersweg 1910, wenn erst das Oktroi in ■ Wegfall komme, der Lesehalle überlasten werden könne, in diesem Falle sei dem unzweifelhaft vorhandenen Bedürfnis <tuf Jahrzehnte hinaus genügt. Oberbürgermeister Mecum bemerkt hierzu, man fei doch darüber einig, daß die Tor- 1 Häuschen kein Schmuck für die Stadt feien. Stadtv. Löber ; bemerkt, wenn Räume vorhanden seien, habe auch er nichts , Hegen die Vergrößerung der Lesehalle einzuwenden. Stadtv. , Krumm hält ebenfalls die jetzigen Lesehallenräume für zu klein. Vielleicht könne der alte HoSpilalbau am SelterSweg ' 'benutzt werden. Beig. Curfchmann bemerkt dazu, dieser fei vermietet, auch habe der Leseballe-Verein dieses Angebot schon früher abgelehnt, da der Bau keinen geeigneten Zugang j habe.
Stadtv. Kirch weist sodann unter Anerkennung der segensreichen Tätigkeit der Sanitätskolonne darauf hin, daß * der Mangel eines geeigneten Krankentransport- 1
wagens ein großer Mißstand fei. Er beantrage daher, , der Sanitätskolonne, der sich für alle vorkommenden Gelegen- < heilen zur Verfügung stelle, einen Krankenwagen zur Verfügung zu stellen und hierfür 250 Mk. zu bewilligen. Stadtv. ' Schaff st aedt weist im Anschluß hieran auf das Fehlen \
tzingcsanoL.
-Für den Inhalt der unter bieder Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rehakt''"' ^nbl'knm gegenüber keinerlei Verantwortung.I
SängltngS-Milchküche und Sängkiugs-StcrbllchkLit.
In hem Aussatz des Herrn Dr. Köpve finden sich bte Sätze' „Die natürliche Nahrung der Säuglinge ist die Mutter uilch" und: „dem Säualing feine natürliche Nahrung: die Brust her Blutter!"
Diese Sätze scheinen, wie von anberer Seite hervorgehoben roarbeit ist, gerade der geplanten Errichtung einer Milchküche zu widersprechen. Denn wenn die Möglichkeit, dem Säugling künstliche Nahrung von euuvandfreier Beschaffenheit zu bieten, derartig erleichtert wird, wild da nicht manche Mutter erst recht veranlaßt weiden, ihr Kind nicht zu stillen'? Ist dies aber der Fall, dann arbeitet die Milchkücbe der Säuglingssterblichkeit zwar auf der einen Seile entgegen, auf der andern Seite aber wird sie sie indirekt wieder befördern.
Eine zweite wichtige Frage ist die, ob die Säuglingssterblichkeit nicht eine notwendige Maßregel der Natur ist, wenn sie auch individuell hart wirkt. Coll sie nicht der lleberoölfcrunq steuern und dabei durch Ausmerzung der Schwächlichen gerade der Erhaltung der 91 rt dienen?
Vielleicht nimmt Herr Dr. Köppe Veranlassung, sich noch einmal zu diesen Fragen zu äußern. Seinen übrigen Ausführungen
-ine Krankenkost von höchstem Nährwert und vorzüglichem Geschmack ist die aus B i o s o n mit Bouillon-Extrakt in 5 Minuten hergestellte Suppe, die für alle Kranke, Schwache, Blutarme, Nervöse als eine Quelle der Krast von den Aerzten warm empfohlen wird, welche hem Blut die wichtigsten ErnährungSbestand- teile Eiweiß - Eisen — Lecithin lPhosvbor) in geeignetster Form zufuhrt. Durch seine bewährten Eigenschaften, sowie seine Billigkeit übertrifft es viele der seitherigen Eisen- und sogenannte Kräftigungsmittel und ist in den Apotheken zu drei Mark erhältlich. d%
fjrfa — ist bn« k'ne M ans im Eis!
f Freilich, freilich, Kindl Aber hübsch vorsichtig feilt - mancher hat sich da schon den Tod geholt I Immer Fay's achte Sodener Mineral-Pastillen im Munde haben und wenn moit nach Daus kommt eine Tasse heiße Milch mit — ein paar ausgelösten Pastillen. Das nützt allemal und ----schützt vor ernsten Erkältungskrankheiten. Vorbeugen ist < schon bester, als Seilen, ober meint sich doch eine Erkältung zeigt, dann leisten wieder die Sodener brillante Dienste. Wer s noch nicht weiß, der mag's versuchen. Die Schachtel Ms .achte Sodener Mmeral-Pastillen kostet 85 PW. und ----- ^"«neii^potbefen, Drogen- undMineralwasterhanhlnngen -----~' ________________________ bv*a/ia
Kirchliche a ch r i H t en. Evangelische Gemeinde.
Am 3. Sonntag nach Epiphanias, den 21. Januar, cheltc^dieng.
In der Stadtkrrchc.
Vormittags 9\ Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgerneinhh Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: siehe Johaimeskirche.
Abends 8 Uhr im MarkuSfaal: Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgerneinde.
Donnerstag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, tm Markussaal, Kirchstraße 9: Bibel stunde. 2. Kor., Kao. 4.
Pfarrer Schwabe.
In der JohauneSkirche.
Vormittag? 91/, Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LukaSgemeinde, Pfarrer Euler.
Abend? 5 Uhr: Pfarrassistent Knott.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Kon- sirmandeusaal der Johanneskirche. Text Joh. 4, 4—24.
Montag, den 22. Januar, abends 8 Uhr: B i b e l st n n d e im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Text 1. Petri 1, 14 ff.
Pfarrer Eule r.
Den Mitgliedern unserer Gemeinde sei wiederholt herzlich empfohlen die H a u s k o l l e f t e, die gegenwärtig durch den üilfs- kirchendiener Herrn Karl Schivun erhoben wird. Sie ist bestimmt zur Pflege und Förderung des religiösen und kirchlichen Lebens der vielen im AuSlande lebenden Deutschen, um sie dem evangelischen Glauben und dem Dentschtiim zu erhalten. Neben allen Gemeinden des weiten Deutschen Reiches wolle auch Gießen dem bedeutsamen Werke reichliche Unterstützung bieten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 20. Januar 1906.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag, den 21. Januar 1906.
Fest der Hl. Familie.
Vormittags von 6V. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in der- felben Austeilung der heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. Militärgottesdienst mit Predigt.
„ um 9' j Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5*/3 Uhr: Predigt; darauf sakrarnentalisch» Bniderfchasts-Andacht.
Fsraelitische Sieligionsgemeindc.
Holtesdteng in der Synagoge (Südantage). Samstag den 20. Januar 1906.
Vorabend 4.45 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
SchristerNärung.
Sabbathausgang 5.45 Uhr.
eines zum Transport kranker Kinder geeigneten Wagens E§ wird in nächster Sitzung über beide Llnregungen schloffen werden.
Neubau des Theaters.
Trr Vorsitzende teilt mit, daß als Ergebnis der in
! teurer werden. Tn sreiwilligen Beitragen seien bis jetzt 386 000 Mk. ein gegangen, und es sei zu hoffen, daß )im dieser Bettag auf 400 000 Mk. erhöhen werde, sodaß aus der Stadtkasse rund 200 000 M k. zu decken seien. Hiermit komme mau sicher aus, eher werde man noch etwas an dieser Summe sparen. Stadtv. Schmoll be- merft von einer solchen Summe sei bei der seinerzeitigen Beratung nichts g-efa^t worden und man gehe damit weit über dos hinaus, was man früher in Aussicht genommen habe. Es sei stets damit gerechnet worden, daß das Theater nicht viel mehr als 500 000 Mk. kosten werde. Digesichts dieser Sachlage bitte er, alles zu unterlassen, was den Bau noch mehr verteuern könne. Menn man sich bei der Veranschlagung immer auf die Göttinger Verhältnisse berufe, so halte er das für unangebracht, es gebe dort viel mehr reiche Studenten wie hier, wo sehr viele Studenten von Stipendien lebten. Ter Vorsitzende widerspricht entschieden der Bchaiiptung, daß die hiesigen Studenten minderwertiger seien als die Göttinger (Stabh)1. Schwall verwahrt sich dagegen, dies gesagt zu habens. In finanzieller Beziehung sei es behauptet worden und das sei nicht richtig. Auch dem msifse er widersprechen, daß er die Sache früher anders hinqcstellt habe, er habe stets nur von den Kosten des Gebautes gesprochen, und in die früher genannte Summe von 450000 Mk. seien keine Nebenkosten eingerechnet gewesen. Stadtv. Löber hält es für eigentümlich,'daß der Vorsitzende dem Stadtv. SdimnH etwas in den Mund lege, was dieser nicht gesagt habe. Ter Vorsitzende bemerkt, Stadtv. Schmal! Hobe gesagt, hier studierten "mehr Studenten ouf Grund von Stipendien als in Göttingen. Dagegen protestiere er, denn cs sei nicht richttg. Stadtv. Schmoll ist mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Er habe auch nicht gesagt, baß her Vorsitzenbe bie Sache früher anberd bor- gestellt habe, sondern nur, daß man bie heute angegebene Summe nicht erwartet habe, unb im Anschluß baran habe er um möglichste Sparsamkeit gebeten. Stabtv. Haubach Hot früher ouch ben Einbruck gehabt, baß man bte Sache billiget- machen könne. Aber er Hobe sich überzeugt, baß bas Theater notwenbig sei, unb baß man es in ber hör» geschlagenen Form bauen müsse, wenn matt auf absehbare Feit bem Bcbürfnis genügen wolle. Unter 800 Sitzplätze und ohne Fover dürfe man nicht bauen. Tie Stabt bekomme für 200 000 Mk. ein Theater, bas auf lange Zeit hinaus allen Bcbürfnissett entsprechen werbe, deshalb solle man es vermeiden, jetzt vielleicht 50—100 000 Mk. zu sparen, um damit etwas zu bekommen, das einem später reuen werde. Es werde auch soviel davon gesprochen, daß man später für Schauspieler usw. noch erhebliche Summen werde aufwenden müssen. Tas sei aber absolut nicht der Fall, denn die Stadt verpachte doch dos Theater. Er glaube bestimmt, daß die Theaterpacht, bte Pacht für bie Foyer- Nestauration unb bie Garderobe sovtel einbringen lverde, daß bie Stabt einschließlich her Verzinsung mit etwa 5000 Mark Jahreszuschuß auskommcn werbe. Stabtv. Krumm bemerkt, er halte es für einen Fehler, baß früher bie Gesamtkosten nicht genannt worden seien. Er habe von vornherein mit 600 000 Mk. gerechnet, denn er wisse aus Erfahrung, daß stäbttsche Bauten immer 50 Proz. teurer würben, als matt sie zuerst veranschlage. Jebenfalls seien bie Verhältnisse int jetzigen Theater unhaltbar, er erinnere nur an bte Unmöglichkeit, eine Bedürfnisanstalt für Tanten zu errichten. Tie von Stadtv. Sck)mall befürchtete Konkurrenz von Frankfurt sei tn Wirklichkeit infolge ber Entfernung, ber Kosten usw. nicht so schlimm. Er hätte auch zugesttmmt, wenn früher 600 000 Mk. genannt worben seien, benn mit einem Theater ziehe man ebenso wie mit guten Schulen steuer kräftige Leute an, bie wir gut brauchen könnten. Bezüglich ber Höhe bes Johrcszufchusses sei er nicht so optimistisch, wie Stabte. Sch mall, er rechne mit 10—12 000 Mark. Tie Bürgerschaft habe bos Theater gewollt, nun müsse sie auch bie Zeche bezahlen. Stabte. Schmal! pricht nochmals int Sinne seiner früheren Ausführungen. Stabtv. H a u b a ch führt aus, man bekomme ein billiges Theater, bas ein Anziehungspunkt für bie ganze Gegcnb ein werbe, benn in weitem Umkreis sei kein Theater. Beig. Georgi bemerkt, bie Thcaicrkontmtssion habe alles getan, um zu sparen, es werde auch fernerhin geschehen, jobaß zu hoffen sei, baß auch von ben 600 000 Mk. noch gespart werbe. Tie Änssprache werbe bazu beitragen, ber Kommission ben Rücken zu stärken gegen bte Ansprüche ber Architekten, bie natürlich alles so prächtig wie möglich bauen wollten. Stabtv. Heichelheim spricht sich in ähnlichem Sinne aus, ebenso Stabte. Wallenfels.
Der Vorsitzende führt sodann au8, daß für die Heizung und Lüftung auf Grund der eingegangenen Offerten und eingezogener Erkundigungen die Firma L. Obleder Wtw. in Dottmimd gewählt worden fei, die dafür garantiere, daß der vorgesehene Betrag hierfür nicht überschritten werde, eher werde daran noch gespart. Der Keffel werde von den Buderusschen Werken in Lollar geliefert und koste ein» chließlich Armaturen etwa 3500 Mk. Er könne dabei Mitteilen, daß die Buderusschen Werke ein Geschenk von 2500 Mk. j um Theaterbau gegeben hätten.
Stv. Schaffstädt möchte abgestimmt haben darüber, daß bie Versammlung mit den 600 000 Mk. Baukosten einverstanden sei. Der Vorsitzende bemerkt, das sei nicht nötig, benn es sei von feiner Seite Widerspruch erhoben worden.
c Schl IIP folgt.l
VevmSsch-e».
* Das Luftschiff des Grafen Zeppelin ist nach der glatten Landung im Allgäu d u r ch einen Orkan erheblich b e • schädigt worden. Wie eine Besichtigung ergeben hat, sind weitere Flugverfiiche vorläusig ausgeschloffen.
"Ein Säbelduell zweier Chansonetten wurde dieser Tage in Al a i l a n d ansgefochten. Die eine der Duellantinnen, eine Baronin bei Fuoco, erhielt einen Säbelhieb ins Gesicht, während ihre Partnerin, eine Signora della Vicofa, eine Hiebwundc am linken Oberarm daoontrug. Das Streitobjekt der beiden Duell- geguerinnen war ein reicher Mailänder Industrieller.
lieber das abnorme Winterwetter, das gegen- wärtig in ganz Europa herrscht, teilt ein englischer Pleteorologe einige intercffmite Beobachtungen mit. Wie bei uns io strahlte nach in England in diesen Tagen die Sanne, und die Temperatlir war oon der gewöhnlichen Januarkälte weit entfernt. Auch im eüben Englands vergißt man ganz, wie der Schnee aussieht. Aiis Biarritz kommen Klagen über große Hitze; in Montreux ist das Wetter schmutzig, feucht und warm wie im 9lpriL Der Pesiw ist ivieder tätig und läßt drei Laoaströme ausstießen. Jii der Schweiz llt da? Welter fo warm, daß der Schnee verschwunden ist, während aus Wien von Staiibflürmen und Erdbeben berichtet wird. Andererseits beklagen sich die Neifenden in Aegypten über kalicc Wetter, dessen Temveratiir niedriger ist ald feit 25 Jahren. Zu gleicher Zeit wird aiis Australieri berichtet, daß die Sommerfaifon durch ganz ungewöhnlich strenge Kälteverioden empsiiidlich gestön worden ist. io? Eintreten von Siaubstürmen in Oesterreich — wahncheinlich haben sie auch weiter südlich stattgefundeii — weist bnraur hin, daß ganz Südeuropa pon einer atmosphärischen Beivegung getroffen in, die die warme Lust und den Siarib der Sahara hergeiührl hat. Zweifellos besteht auch zwischen der


