fnbge, dann werdet Ihr auf dem Wege der Ehre und des Ruhmes dein Denkspruche Eurer alten Standarte stets getreu sein: „Für Gott, Ehre und Vaterland!" gez. Ludwig.
Mrche rrn- Schule.
— Der deutsche Protestantenverein fordert angesichts der Fälle Römer und Cösar alle seine Mitglieder lind Freunde, aber auch Alle, welche die gegenwärtigen Zustände der evangelischen Kirche beklagen und sic besiern wollen, auf, für die Wahl freigerichteter reformfreund- licher Männer in den Gemeindekörperschaften Au wirken.
Die Kärung in Dußtand.
Stolypin nimmt Ernennungen bekannter Reaktionäre für hohe Posten vor. Knoll, der sich als Vizegouverncur von Saratow während der Oktoberunruhen einen Namen machte, ist Chef der Kanzlei Stolypins; noch bedenklicher ist die Ernennung Sokolofskys, des früheren Gouverneurs von Ufa, der wegen Brutalität angeschossen und seines Postens enthoben wurde, zum Gouverneur von Astrachan.
Das russische Ministerium des Innern erhielt die Nachricht, daß in einer Entfernung von 287 Werst von Petersburg auf der Warschauer Eisenbahn der von der Schweiz wegen Teilnahme an dem Raubüberfalle auf sie Moskauer Krcditgesellschaft ausgelieferte Biclonzow sich aus einem Fenster des von Warschau kommenden Zu g e s hin aus stürzte. Einer der ihn bewachenden Gendarmen sprang sofort nach. Obgleich Bjelonzow sich starke Verletzungen zugezogen hatte, gelang e§ ihm, in den Wald zu flüchten. Soldaten durchsuchten gemeinsam mit den Bauern den Wald.
Das Ministerium des Innern hat den Rechenschaftsbericht betreffend die durch da? Gesetz vom 3. Juli angewiesenen 15 Millionen Rubel zur Unterstützung der durch Mißernte geschädigten Gouvernements abgeschloffen. Diese Summe ist bis zum 2. ds. bis auf einen unbedeutenden Rest verbraucht. Weitere Operationen erfolgen durch Extraanweisungen.
Aus Warschau werden Einzelheiten über schreckliche Metzeleien gemeldet. Die Hospitäler sind von den Verwundeten überfüllt, unter denen sich auffallend viele verwundete Frauen und Kinder befinden. Um dem Maffakre zu entgehen, stellten sich viele auf der Straße tot und wurden zur Feststellung ihrer Persönlichkeit in die Leichenhäuscr gebracht. Die israelitischen Krankenhäuser wurden von Hunderten von Menschen umlagert, die sich nach dem Schicksal ihrer Angehörigen erkundigen wollten. Doch blieben die Tore verschlossen. Als eine Prozession durch die Straßen zog, die von Militäraufgebot begleitet wurde, wurden sechs Juden niedergeschossen, weil sie nicht mit der nötigen Hochachtung das Allerheiligste gegrüßt hatten. Die Ermordung vonPolizisten dauert fort. Am am Donnerstag wurden wieder mehrere Polizisten und Kosaken getötet.
In Odessa wurde in ein Eisenbahnbureau eine Bombe geschleudert, wodurch ein Inspektor und vier Polizisten auf der Stelle getötet wurden. Einem Kassenboten wurden auf offener Straße 16 000 Rubel geraubt. Zwei verwundete Anarchisten sind der Tat verdächtig verhaftet worden. — In
„aber vom schähle---' — Herrn Busch gegenüber
meinte Majestät: „Sie haben sich aber frisch erhalten, das macht die gute Homburger Luft!" während der Kaiser zu einem wohlbeleibten Bäckermeister sagte: „Na, Ihnen sieht man keine Fleischnot an!"_____________________
Aus Stadt uns €and.
Gießen, den 18. August.
** Der Vorstand des hessischen Landeslehrervereins hat beschloffen, seine nächste Hauptversammlung in der Pfingstwoche 1907 in Friedberg abzuhalten. Dabei wird vor allen Dingen die Frage entschieden werden müssen, wer der Nachfolger des jetzigen verdienstvollen Obmanns Rektor Backes aus Darmstadt werden soll, da dieser mit Rücksicht auf sein hohes Alter entschieden ablehnt. Rektor Backes ist seit fast 27 Jahren Leiter des Vereins. Zur Neuregelung der Gehälter stellen die Lehrer folgende Forderung auf: 1. Einreihung der Lehrer rn das Veamtenbesol- dungsgesetz von 1898 und Gleichstellung nut den Inhabern der mittleren Stellen im Finanzfach; 2. das Anfangsgehalt ist auf 1400 Mk., das Höchstgehalt auf 3400 Mk. zu erhöhen; 3. die Dienstwohnung kommt bei der Pensionierung mit dem Betrag von 600 Mk. in Ansatz; 4. die Alterszulagen sind möglichst gleich zu bemessen und haben in dreijährigen Fristen zu folgen.
** Jubiläum. Heute feierte der Monteur Ludwig Klotz in der Maschinenfabrik Heyligenstaedt & Co. sein 25jähriges Jubiläum. Von seinem Prinzipal, den Beamten und Arbeitskollegen wurde er mit recht schönen Erinnerungsgaben bedacht.
-1 Grünberg, 17. Aug. Der hiesige Turnverein veranstaltete kürzlich ein Schauturnen, verbunden init Vcreins- Wetturncn auf dem Turnplatz bei der Turnhalle. Das Ergebnis war folgendes: Karl Kauß 62y2 Punkte. 1. Preis, Will). Schneider 62Punkte, 2. Preis, Hch. Schildwächter 556/ti Punkte, 3. Preis, Karl Müller 53*/3 Punkte, 4. Preis, Wilh. Pfeffer 467ß Punkte, 5. Preis, Hch. Ritter 431/G Punkte, 6. Preis, Hch. Listmann 372/3 Punkte, 7. Preis, Karl Dö- niiche 3l2/z Punkte, 8. Preis, Fritz Kauß 27 Punkte, 9. Preis, O. Wildhack 26*/§ Punkte, 10. Preis, Ldg. Dörr 24^ Punkte, 11. Preis. Ein Turrrerball beschloß die Feier.
-i- Nauheim, 17. Aug. Das hiesige Tiefbauanit hat das Projekt einer gemeinsamen Kanalisations- und Kläranlage für Friedberg und Nauheim ausgearbeitet und den Stadtvorständen zugestellt. Die Gesamt- anlage ist zu 610000 Mk. veranschlagt, wovon 310000 Mk. auf Nauheim, 300000 Mk. auf Friedberg entfallen. Das Projekt sicht innerhalb beider Städte für Schmutzwasscr und Regenwaffer getrennte Leitungen vor. Zur Regenwaffer- abführung sollen die bestehenden Kanalisationen umgebaut werden, zur Ableitung der Schmutzwaffcr sind neue Kanäle erforderlich. Da die Ufa in der heißen Jahreszeit sehr wasserarm ist, so sollen die Fäkalien bis zum Einstuß der Usa in die Wetter geleitet werden. Es ist also von Nauheim aus entlang der Usa bis zur Wetter ein ea. sieben Kilometer langer Kanal erforderlich, der nach dem Projekt 490 000 Mark kosten soll. Der Kanal führt bei Ossenheim in die Wetter. Die Kläranlage soll zwischen Fauerbach und Offen-
Plozk, wo durch eine Bombe fünf Polizeiagenten getötet wurden, sind auf ein verabredetes Zeichen alle Polizei - agenten, die sich auf der Straße befanden, getötet oder verletzt worden.— In Lodz warfen zwei junge Leute durch da? geöffnete Fenster in das Innere des Amtslokals des dritten Polizeibezirks eine Bombe, die unter lautem Getöse explodierte. Das ganze Gebäude war von Pulverdampf und einer schwarzen Wolke umhüllt. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert und die internierten Soldaten eilten auf die Straße und begannen das gegenüber liegende Gebäude zu beschießen, da sich die Attentäter dahin geflüchtet haben sollten. Wie viele Personen durch die Explosion getötet oder verwundet wurden, hat sich bisher nicht feststellen laffen.
In Kischinew wurde der Duma-Abg. Seffer verhaftet, in Wolsk der Führer der Arbeiterpartei, Schilkinu. Die Truppen in Warschau und Lodz wurden infolge der jüngsten Unruhen verstärkt.
In dem Kontor einer Reedereigesellschaft in Nadejda drangen sechs mit Revolvern bewaffnete Personen ein, überwältigten den diensthabenden Polizeibeamten, raubten an8 der Kasse 10 000 Rubel und flohen mit dem (Selbe. Ein Räuber wurde mit einem Teile des Geldes gefaßt, von den anderen hat man feine Spur. Der Gouverneur ordnete die Bildung von Kosaken-Wachabteilungen zum Schutze der Meffe an.
*
In Pyrmont werden General Stössel und der frühere russische Kriegsminister General Rödiger anfangs September zum Kurqebrauch erwartet.
Nachklänge von der Homburger Denkmals-Enthüllung.
Ein „Gießener in Homburg" hatte die Güte, uns eine Nummer des „Taunusboten" mit folgender Notiz zu senden: Bei den Alt-Homburgern verweilte Se. Majestät längere Zeit. Herrn Oberleutnant v. Landgraf fragte der Kaiser, wie das Denkmal gefalle, und äußerte, er wolle, wenn ihm die jetzige evangelische Kirche im Schloß zufalle, dort ein Mausoleum erbauen, welches ein Wallfahrtsort für die Homburger werden und einen neuen Anziehungspunkt für Homburg v. d. H. bilden soll. An den mit dem Eisernen Kreuz gezierten Herrn Schalter aus Oberstedten richtete Majestät die Frage: „Wie viel Franzosen haben Sie denn totgeschoffen? Ich meine Kopfschuß?" worauf die Antwort lautete: „Das kann man nicht so genau sagen, Majestät." „Na, daß Sie tapfer waren," meinte der Kaiser, auf das Kreuz deutend, „sieht man." — Herrn Berthold fragte der Kaiser, welches Gefecht er mitgemacht habe, und als er die Antwort erhielt: „Laufach, Majestät!" rief der Kaiser den Generaladjutanten v. Scholl mit den Worten §erbet: „Scholl, da waren Sie ja auch als Leutnant dabei!" worauf die beiden Teilnehmer jenes Gefechtes auf hessischer Seite sich genau die damalige Stellung der Homburger vergegenwärtigten. — Heiterkeit erregte bei Majestät die Antwort des Herrn Kitz aus Seulberg, welcher auch im Feldzug 1870 mitgewesen und auf die Frage Sr. Majestät, ob er etwas abbekommen hätte, sagte: „Naa, Majestät, ich sein noch mit'm schähle Aag davokomme!" .Vom blauen Auge habe ich schon gehört," sagte lachend der Kaiser,
heim kommen; eS sind drei Becken, je 40 Meter lang und 4 Meter breit vorgesehen. Die Kläranlagen erfordern eine Ausgabe von 120 000 Mk. Sollten sich nach Einführung der Fäkalien in die Wetter Fäulniserscheinungen einstellen, so sieht das Projekt noch eine sogen, biologische Kläranlage oder Oxydations-Filteranlage vor, die für jede Stadt weitere 105 000 Mk. kosten würde. Die Vertretung der Stadt Friedberg hat bereits eine Kommission zur Prüfung des Projektes bestimmt. In Kürze werden beide Stadtvertretungen eine gemeinsame Beratung über das Projekt, namentlich über die Aufbringung der Kosten und die Inangriffnahme abhalten.
P. Schlitz, 18. Aug. Unliebsame Gerüchte über die Gesundheitsverhältnisse in Bad Salzschlirf kursieren seit einigen Tagen in unserer Umgegend. Der Schlitzer Bote schreibt hierzu: Hier ist seit einigen Tagen das Gerücht verbreitet von zahlreichen Erkrankungen an Typhus in Bad Salzschlirf. Zuverlässigen Privatmitteilungen zufolge sind aber dort bis jetzt nur zwei typhus- ähnliche Fälle vorgekommen. Mir wird mitgeteilt, ein Erkrankter sei nach Fulda in das Krankenhaus überführt worden. Anscheinend wird die Sache sehr aufgebauscht.
R. B. Darmstadt, 18. Nug. (Drahtbevicht.) Tire Vereinigung der Krieger vereine hielt heute früh an den Gräbern der gefallenen Krieger von 1870/71 eine Gedächtnisfeier ab. Die Rede auf 'bem' Hauptfriedhof an den deutschen Gräbern und an dem Franzosengrab hielt Divisionspfarrer Fikenscber. Auf dem Bessunger Friedhof sprach Pfarrassistent Knöpp.
R. B. Darmstadt, 18. Aug. (Drahtnachricht) Das Großh. Artillerie-Regiment, das heute, wie das 23. Dragoner'Regiment auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblickt, hielt heute mittag auf dem Kasernenhof einen Regiments- Appell ab. Der Kommandeur Oberst Graf von Westorp entwarf in einer Ansprache an das Regiment einen kurzen geschichtlichen Rückblick auf dessen Vergangenheit und verlas bann eine Kabinettsordre S. K. H. des Großherzogs, datiert Bayreuth. 18. Aug. 1906, laut welcher dem Regiment die Gardelitzen am Kragen Und am Rockärmel verliehen wurden. Die Ansprache schloß mit einem Doch aus den Großherzog. Am Nachmittag findet ein Festmahl der Offiziere des Regiments statt.
Folgen des Suffs bei einem entgleisten Akademiker.
Gießen, 18. Aug.
Vor der Strafkammer hatte sich gestern der verheiratete SchreibgehilfeMartinSch. von Bad-Nauheim wegen Betrugs und Unterschlagung zu verantworten. Er ist ein durch Trunksucht heruntergekommener Mensch, der die Straftaten begangen hat, um feine Gier nach Zllkohol befriedigen zu können. Nach seinen Angaben hat er in Darmstadt das Maturitätsexamen bestanden, worauf er acht Semester Naturwissenschaft in Gießen studierte. Da ein Erfolg seines Studiums ausblieb, betrieb er in Bad-Nauheim ein Baugeschäft, das er aber bald aufgeben mußte. Er fand nun auf dem Polizeiamt zu Bad-Nauheim eine Stelle als Schreibgehilfe, die er anfänglich zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten versah, trotzdem man nicht gerne, sah, daß er jeden unbewachten Augenblick dazu benutzte, um in einer Wirtschaft dem Branntwein zuzusprechen. In der letzten Zeit war er im Dienste häufig so betrunken, daß es ihm nicht möglich war, seine Arbeiten zu erledigen, weshalb seine Entlassung in Aussicht genommen war. Von der geplanten Absicht einer definitiven Anstellung, die mit einem etwas höheren Einkommen verbunden gewesen wäre, mußte wegen seines Verhaltens Abstand genommen werden. Vor kurzer Zeit erschien er bei drei verschiedenen Hotelbesitzern, die aus Erteilung bei Wirtschaftskonzession warteten, und gab fälsch
lich an, er sei vom Kreisamt beauftragt, bte Stempelgebühren für bic eingereichten Konzessionsgesuche zu erheben: um die Sache rascher zur Erledigung zu bringen, sollen die Gebühren im Voraus erhoben werden. Er erhielt von zwei Besitzern je 300 Mark, die,er zum größten Teil durchbrachte. Mit dem Rest von 80 Mark in der Tasche erhob er unter den nämlichen Umständen noch 150 Mark, womit er nach Gießen und von da nach Frankfurt a. M. fuhr, wo er planlos von einem Hotel in das andere ging, itnt zu trinken. Nach kurzer Zeit traf er wieder in Bad-Nauheim ein, wo man die Sache inzwischen entdeckt hatte: es stellte sich weiter heraus, daß er einen kleinen Betrag von Gebühren für erteilte Auskünfte und etwa 26 Mk. Fundgebühren unterschlagen hatte. Es erfolgte alsbald seine Verhaftung und der Transport in das hiesige Ärrefthaus, wo er int Zustande hochgradigen Deliriums eintraf, sodaß ihn der Anstaltsarzt für völlig bewußtlos hielt. Der Zustand besserte sich jedoch sehr schnell und der Angeklagte war im stände über den Verlaus der Vorkommnisse Auskunft zu geben.
Das Gericht war auf Grund des sachverständigen Gutachtens der Ansicht, daß er nur für die zwei ersten Betrugsfälle verantwortlich zu machen fei: der weitere Betrug ist offenbar int Zustande geistiger Umnachtung geschehen und bezüglich der Unterschlagung der Fmtd- und Auskunftsgebühren steht nicht fest, wann diese verübt worden ist', da er nach seiner Angabe, mangels eines Geldbehälters, dieses Geld stets nachgetragen hat. Es erfolgte demgemäß Verurteilung bezüglich zweier Fälle des Betrugs in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten, worauf 2 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung zu bringen sind. Im übrigen trat Freisprechung ein. Das Gericht zog die geschwächte Willenskraft und das reumütige Geständnis, sowie die Tatsache, daß eine definitive Schädigung, infolge Ersatzes seitens der Angehörigen, nicht eingetreten ist, strafmildernd in Betracht.
(SeriditefaaL
Vom Kriegsgericht unschuldig verurte ilt! Das Kriegsgericht der 25. (hessischen) Division hatte in seiner Sitzung am Donnerstag, wie berichtet, drei Gefreite des 24. (Leibdragoner-'! Regiments zu mehrmonatlichen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie den auf Stallwache gewesenen Dragoner Mach-'lla geschlagen und mißhandelt haben sollen. Das Gericht stützte sich dabei fast ausschließlich auf die Aussage des Geschlagenen, welcher trotz eindringlichster Ermahnung die drei mit absoluter Bestimmtheit als die Täter bezeichnete und dies auch beschwor. Zur nicht geringen Ueberraschung haben sich nun bie drei wirklichen Täter freijuiHig gemeldet. Sie erklärten ihrem Schwa- dronschef, bau sie sich vorher nicht gemeldet hätten, weil sie es für ausgeschlossen hielten, daß die fälschlich der Tat Bezichtigten wirNich verurteilt werden könnten.
Arbeiterbewegung.
— V o nt Tabakarbeiter-Verbande wird uns geschrieben Der Streik bei der Fir-na Kehl & Gnstine in Dana u ist zugunsten der 9lrbeitcr beendet worden. Während des Streiks stellte die Genossenschaftsfabrik eine größere Zahl Arbeiter und Arbeiterinnen ein. Zwei Zigarrenmacher nahmen diese Arbeit nicht an, damit hörte die Unterstützung auf. Trotzdem beschloß die Strcif(eilung, die beiden zu unterstützen. Auch haben mehrere, welche in der Genossenschaftsfabrik beschäftigt waren, anderweit ?i> l-ei! crhciib';-_______________________________________
Grinst und Wissenschaft.
Berlin, 17. Aug. Die französischen Aerzte besuchten heute das Kaiserin Friedrichhaus und sandten aus diesem Anlaß an Kaiser Wilhelm ein Begrüßungs-Telegramm, worin sie die herzliche Aufnahme betonten, die sie bei gen putschen Kollcoen nriiirn _________
Verwischtes.
* Abstürze in Tirol. Der sächsische Musiklehrer Solln ist vom Schwarz Horn avgestürzt und rourbe erheblich verletzt. — Der Botaniker und Mineraloge Peter Oberhollenzer ist im Zillertal abgestürzt und tvar auf der Stelle tot.
* DaS neueste Eisenbahnunglück. Am 13. Aug. erfolgte ein Zusammenstoß des von Lemberg nach Stanislau abgegangenen Personenzuges mit einer auS Stryj kommenden Lokomotive. Ein Wagen des Personenzuges mit Abteilungen 1. und 2. Klasse wurden zertrümmert, 15 Personen verletzt. Falsche Weichenstellung dürfte die Ursache deS Unglücks sein.
* Kleine Tageschronik Wie die „Köln. Volksztg." ans Lünen i. Wests, meldet, ist die Familie eines Bergmannes infolge Eöenusses giftiger Pilze erkrankt. Die Frau und zwei Kinder sind bereits gestorben; zwei Kinder liegen hoffnungslos darnieder. — In Aschaffenburg wurden eine Fran und ein Kind von einem tollen Hunde gebissen. Sie wurden nach Berlin befördert. Der Hund ist in der Wasenmeisterei unter Tollmutanzeichen verendet. — In Hamburg wurde der 55jährige Mädchenvolksschullehrer F r a h m verhaftet, der auf dem Friedhöfe ertappt wurde, als er an einer 14jährigen Schülerin ein Sittlichkeitsverbrechen verübte. Nach Aussage des Mädchens dauert der unsittliche Verkehr schon jahrelang.
Voraussichtliche Witterung in Hoffen für öte Zett vorn 18. August, abends, bis 19. August, abends: Mäßige nördliche Winde, abwechselnde Bewölkung. Meist trocken. Temperatur nicht erheblich verändert.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel nnd Industrie, fliessen.
Frankfurter Börse. 18. August, 1.15 Uhr.
. 143.40
Oberschles. Eisen-Industrie
III
3% Portugiesen
. 211.00
. . 146.40
Türkenlose . .
Berliner Handelsges Darmstädter Bank .
Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit.
Dresdner Bank Kreditaktien . . .
Elektriz. Lahm eyer . . • Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte Nordd. Lloyd . . . - . .
3^7, 3% 3^7< 3%
Wl<
4% Öesterr. Goldrente. . 4*/6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3% Portugiesen Serie I .
. . 98.85
. . 86.85
. . 98.90
. . 86 75
. . 97.20
127.30
253.00
227.00 162 80 21250 231.50
132.30
126.50
169.00
139.80
238.50
175.00
183.50
158.00
4J4°/'O rass.Staatsaul. 1905 4^°/n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903
Beichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . . . Oberhessen
99.95
99.90
95.35
103.35
69.90
70.80
86.65
94.70
9660
4% Griech. Monopol-Anl. 54.50
4% äussere Argentinier . —•— 3°/0 Mexikaner .... —.— 4^% Chinesen .... 98 20 Aktien:
Bochum Guss 243.50
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . ’ . 120.40
Gotthard bahn —•
Lombard. Eisenbahn . . 32.95
Oesterr. Staatsbahn . . . 143.80
Prince-Henri-Eisenbahn . 142.20
Buderus E. W .... 126.50
Tendenz: fest.
Berliner Börse, 18. August. Anfangskurse.
Canada E. B 167.20
Darmstädter Bank . . . 139.50
Deutsche Bank .... 238.20
Dortmunder-Union C. . . —.—
Dresdner Bank .... 158 20
Tendenz: fest.
Harpener Bergwerk. . . 212.20
Lanrahütte —•"*
Lombarden E. B. ... 38.00
Nordd. Lloyd 132.30
Türkenlose 146.70
Die nach- A Aiinlfi sind Sonntag, den 19. Anff. von stellenden £a t ü 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nac’’9^
sicher anzutreffen. [D 's
S.-Rat Br. Haupt, Asterweg. - I>r. Schliepliake, Goethestr. ______________F. Warner. West-Anlage. Sonn taff 4—9 Uhr 206
Nur EngeMpotoeke offen.


