schlecht
läUU schicht. Ifi.
00. o» * -M
H?ndlanne„
/M$5 w M,xSL
.tfSute
W-S
^“Mer
-res in s.„ X, A'nterarh
MMen
0- 7 WtLMu,S!
$U<} !j Stellung- tftii w dauernde . tn M »Hl. E ML
l»tAA :fe^ KG ZIA
l V. jflll i-toebienung ^ine"eiuit.tmer6Qd- —?ütha« Aoseutbal
^L^*Wijtrü^5U 5beu °n einer Gadflld. iÄU wlrbeMwiob iadcheu gefugt. °0,
üiiwsy;
»um 1, ttjtmber ein reS, gwandles auomädchen ll\ allen Hausarbeuen be- fn i L Reibungen abends
Uf>r. Süd-Anlage 4
>rrau Cberleumant Bu^r. Habchen od.Kraugklnlyi. Mj Lämljliatze 9.
ÖLädcheu luShilie tüt den ganzen Iq )t. Zumeld.I-rUhrmilic -' lI ^indgr.Pbilipp-PUtzil ime einige Nädchei zur )ilie Kit joiori. D9S au Herr, eonnenftroEe 6. i)e i.|oi.oö.|pau me^rereiiid)t. lädchen U."fi au Herr, Soimeimbe 8.
Odchen tert Frau tagsüber a ein. gej. AldwigsptoK IS. I i 14-lo/iiW 1^29 Mädchen zniitt |ur lechie Einritt, LudmM.bb. lädchen \ mnioUmtr. SelteiW-
Nr. 26» Zweites Blatt
156. Jahrgang
Donnerstag 15. November 1906
Erscheint IL-Nch mit Nusnahm« de« Sonntag«.
Die „Siehener ZamlNenblätter- werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich betgclegt Der „hesfilche tanöBlrt“ erscheim monatlich einmal.
Gießener Anzeiger
Rotationsdruck nnb Verlag der Brühllchen UmverfitätSdruckerri. 9L Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulftr.7.
Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für ben Kreis Eietzen.
Die Teuerung.
Berlin, 14. Nov. Eine der zur Linderung der Fleischnot von der Negierung in Aussicht genommenen Maßnahmen besteht darin, daß frisches Fleisch als Stückgut befördert werden soll.
Dresden, 14. Nov. Sämtliche sächsischen Städte mit über 20 000 Einwohnern beschlossen, eine Petition an die sächsische Regierung zu richten, worin diese ersucht wird, Maßnahmen zur Milderung der herrschenden Fleischteuerung zu ergreifen.
Ludwigshafen, 14. Nov. Angesichts der sich mehrenden Zeichen einer nicht günstigen wirtschaftlichen Lage hat sich der La ndlvirtschaft liche K reis- ausschuß der Pfalz veranlaßt gesehen, bei sämtlichen Bürgermeistern Erkundigungen einzuziehen über die Arbeitsverhältnisse und den allgemeinen Geschäftsgang in der Pfalz. Das Rund» schceiben fordert u. a. auch ziffernmäßige Belege über die Zunahme des Pferdefleisch-Konsum S.
Vom polnischen Schulstreit.
Die Domkapitel von Posen und Gnesen richteteten an den Kaiser eine umfangreiche Denkschrift nut der Bitte um Wiedereinführung des polnischen Religionsunterrichtes. Die Denkschrift ist unterschrieben außer von dem Erzbischöfe und den Weihbischöfen von sämtlichen Domherren, unter denen sich auch Deutsche besinden.
Gegen diese Eingabe wendet sich die radikale polnische Presie als ein aussichtsloses Beginnen. Der „©onje* regt eine Eingabe an den Papst an.
Im RetchSlagS-Joyer wurde von polnischen Abgeordneten erzählt, daß im Schutslreit insofern eine neue Wendung eingetreten ist, a£a ein Amtsgericht gegen den Vater eines streikenden Schulmädchens eine Verfügung erlassen hat, wonach dem Vater das Erziehungsrecht entzogen wird, das Mädchen selbst einer Zwangserziehungsanstalt überwiesen werden soll.
Da« SchulhauS in Jackowo (Kreis Wirsitz) wurde höchst wahrscheinlich von polnischen Fanatikern demoliert.
Der polnische Zirkel am fürstbischöflichen Konvikt zu Breslau wurde vom Kardinal Kopp wegen Pflege großpolnischer Gesinnung aufgelöst.
Deutsches Reich.
Berlin, 14. Nov. Auf Einladung Kaiser Wilhelms begleiten der Minister des Aeuhern Gras Raben-Levepau und Gemahlin den König und die Königin Von Dänemark auf ihrer Reise nach Berlin.
— Der Arbeitsausschuß des unter dem Protektorat der Kaiserin stehenden Komitees für die Zentralanstalt zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit weist daraus hin, daß ein Institut geplant sei, welches die örtliche Säuglingsfürsorge durch Sammlung und Bearbeitung des einschlägigen Materials, sowie durch wissenschaftliche und praktische Forschung mit zuverlässiger Anleitung unterstützen, die Ergebnisse der Forschung für die Praxis in möglichst ausgiebiger Weise nutzbar machen und der Bevölkerung autoritative Ratschläge zum Skhutze des Nachwuchses geben soll. Die Anstalt soll dem ganzen deutschen Wolke zu gute kommen. Das Komitee besteht aus Vertretern aller deutschen Bundesstaaten.
— Aus fälle des Grafen Pückler gegen den verstorbenen Reichstagsabg. Grafen Reventlow haben zu Auseinandersetzungen zwischen der Reventlowschen Familie und Pückler geführt und dürsten noch weitere Folgen haben. Wie Graf Pückler in einer gestrigen Versammlung mitteilte, hat der Chef des Hauses Reventlow bei ihm ungefragt, ob er tatsächlich mit Bezug auf den verstorbenen (Grafen Reventlow gesagt habe: „Na Gott sei Dank, der Hund ist ja nun verreckt." Graf Mckler bestätigte, Uveje Aeußerung getan zu haben. Ihm seien aber in feinem Kam fff auch solche Mittel erlaubt. In seinen weiteren Ausführungen entwickelte Pückler, der bei seiner gestrigen Versammlungs-Einladung zum ersten Male seinen Titel Dr. jur. vermerkt hatte, sein sog. Programm, unter dessen Forderungen sich auch die befindet, daß j ü d. Examinanden so lange gefragt werden sollen, daß sie durchfallen müssen.
— Die Zentrums-Fra ktion bereitet einen Antrag vor, der dem Bundesrat und dem Reichstag größeren Einfluß auf die auswärtige Politik sichern soll.
Köln, 14. Nov. Namens der Zentrumsfraktion wurde folgender Antrag eingebracht: Das Kollegium ersucht den Oberbürgermeister, eine Unter fuajun g in die Wege zu leiten zwecks grundsätzlicher Feststellung, ob und in welchen Einzel fällen, sowie um welche Beträge der Stadtv. Zil- kens die Stadt unter Ausnutzun g seines Stadtverordnetenmandats geschädigt hat und welche Beamte ihm dazu bewußt oder fahrlässig behilflich gewesen sind. Namentlich wird eine Erörterung darüber gewünscht, ob der Abschluß und die Ausführung von Verträgen in einer dem VertragSinhalt zuwiderlaufenden Weise gegen daS Interesse der Stadt erfolgt ist. Vor allem mögen die im gerichtlichen Verfahren berührten Fälle, aus denen Vorwürfe gegen Hiltens hergeleitet worden sind, klargestellt und der Stadtverordnetenversammlung gegenüber ausführlich Bericht erstattet werden.
ArrslanS.
Windsor, 14. Noo. König Eduard einpsing heute die Mitglieder de§ internationalen Verbandes dec Vereinigung der B a u m w o l l f p i n n e r. Groß-Deutschland, Kuffle-Oester- reich und andere ausländische und englische Delegierte wurden dein König vorgestellt. Der König versprach, die Bestrebungen des Verbandes, d e Baunuvollindustrie zu fördern und erinnerte an den Plan des Königs von Italien, betreffend die Errich/ung des iitternationaleu Landwirtschaftsinstituts in Rom.
Wien, 14. Nov. Im Abgeordnetenhaus traten die Sozialdemokraten und die Tschechisch-Radikalen für das Wahlrecht der Frauen ein.
Findlay (CI)io), 14. Nov. Der Staatsanwalt David gab heute bekannt, daß die Anklagejury gegen den Leiter der Standard Cil Company Rockeseller die Anklage wegen Verletzung de? Anti-Trust geseßes erhoben hat.
Ter Burenputsch.
AuZ Kapstadt wird telegraphiert: Mehrere starke Abteilungen der Kappolizei und berittener Schützen gingen aus Prieska ab. Oberst Lukin, der die Operation befehligt, verblieb dort. Ein holländischer Händler, der im Transvaal- kriege auf Seiten der Engländer gefochten hatte, loitrbe von elf Mann von Ferreiras Bande außerhalb Uppington gefangen und zuin Tode verurteilt, es gelang ihm jedoch zu entfliehen. Die Freibeuter töteten einen Polizisten drei Stunden von Uppington entfernt. Die dortige Stadtwache, die lokale Polizei und Volontäre zogen aus, um die Rebellen anzu- greifcn, berichteten aber nach ihrer Rückkehr, eS läge kein Grund zur Besorgnis vor.
Der Befehlshaber der ersten gegen Ferreira entsandten Truppe, Inspektor White ist wegen der Art und Weise, wie er die Operation leitete, seines Postens entsetzt worden. Ferreira hat Groat Drink am Oranjestuß erreicht und von dort in östlicher Richtung seinen Marsch fortgesetzt, noch immer von der Polizeilruppe verfolgt. — Bei dem Gefecht am Montag wurde ein Rebell getötet und einer verwundet.
Der frühere Vurengencral Botha hat der Transvaal- regierung feine Dienste gegen Ferreira angeboten. Die Regierung hat Botha ihren Tank ausgesprochen und ihm niugcteilt, daß sie fein Schreiben der Regierung in London übermittelt habe.
Arrs S aoi uitc tano.
Gießen, den 15. November 1906.
** G roßherzogs Geburtstag. Die üblichen Gratulationen wiro S. K. H. der Großherzog am 24. November entgegennehmen.
** Pfarrpersonalien. Ernannt wurden Pfarramtskandidat Nud. Goethe zu Dotzheim (Provinz Hesfen- Nasfau) zum Assistenten der Petrus- und Paulusgemeinde zu Beffungen und zu Griesheim, mit dem Wohnsitz in Beffungen; Pfarrassistent Weck zu Groß-Gerau zum Pfarrvikar in Steinfurth; Pfarrvikar Hoehne zu Angersbach zum Pfarrverwalter in Langd; Pfarrvcrverwaltcr B ü h l e r zu Schotten zum Pfarrverwalter in Bobeuhausen II.
** Pharmazeutische Staatsprüfung. Am 13. ds. Mts. fand in der kleinen Aula die diessemestrige pharmazeutische Staatsprüfung ihren Abschluß. Die Herren Karl Rian ns aus Großen-Buseck und Walter Beckmann aus Neuhaus a. O. hatten sich ihr unterzogen. Beide bestanden das Examen, ersterer mit der Note »sehr gut", letzterer mit ,gnt'.
** Gabelsbergerstraße. Eine hiesige Straße soll Gabelsbergerstraße getauft werden. Welche Straße es sein wird, ist von den Stadtverordneten noch nicht bestimmt. Der Antrag hierzu wurde von dem Stenographen-Berein und der Stenographen-Gesellschaft „Gabelsberger" gestellt.
•• Vom Universitätsjubiläum. Die Stadt Mainz wird der Universität Gießen zu ihrem 300jährigen Jubiläum eine Gabe von 10 000 Mark bewilligen, und zwar 5000 Mark für Bibliothekzwecke und 5000 Mack für Stipendienzwecke; die Stipendien sollen zunächst bedürftigen Mainzern, dann Rheinhessen, anderen Hessen und bann erst Reichsdeutschen zugewendet werden.
•• Zur Darmstädter LandtagSwahl lesen wir in der Darmst. Verkehrs-Ztg.: Wie man hört, war aus Lehrerkreisen der frühere nationalliberale Langtagsabgeordnete Rektor Backes vorgeschlagen worden, der Vorschlag fand aber bei der Parteileitung keine Gegenliebe. •
" Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur hat die Tragödin Irene Triesch für Mittwoch, den 5. Dezember ds. Js., zu einem Vortrag gewonnen. Tie Künstlerin wird dieselbe Rezitation wiederholen, die sie un vergangenen Jahre in der großen Aula der Universität zum Vesten des Theater-NeubaueS unter großem Beifall vorgetragen hat. Die Rezitation findet im Reuen Saalbau statt und wird auch für Nichtmitglieder des Vereins zugänglich sein.
Die Diebe, die in der Nacht vom SaniStag auf Sonntag im Bergwerk sechs Enten mittelst Einbruchs entwendeten, wurden gestern ermittelt und verhaftet. Es sind zwei Kroaten und ein Pole, die bei dem Bestohlenen in Arbeit standen. In ihrer Schlafstelle wurden die Enten zum Essen zubereitet. Wegen Mangel an Küchengeschirr benutzten sie als Bratpfanne die emaiüerte Waschschüssel.
** Der Verein der Detailliften hielt am Mittwoch abend im Kaufmännischen Dereinshaus feine General-Versammlung ab. Aus dem von dem Vorsitzenden, Kaufmann C. Röhr, erstatteten Geichältsbericht entnehmen mir: Die Zahl der Siuglieber bat sich im Lause des Jahres erhöht; dem Verein sind 10'Mitglieder neu beigetreten. Tie Kasfenverhättnisse sind günstig. Bei der vorgenommenen DorstandSwahl wurden die Herren G. Schneider, Alvert Wallenfels, H. 91 oll unö Frz. Brück wiedergewählt, während anstelle eines von hier oer- ggenen Mitgliedes Herr Aug. Michel neugewählt wurde. Tie augkeit des Vereins war auch im verflossenen Jahre eine recht rege und zeigte, daß der Verein alles tut, was er zur Hebung des reellen Geschäftsverkehrs im Detailhandel für notwendig erachtet. Tie Arbeiten des Vereins wurden in sieben Vorstandssitzunaen und einer ordentlichen (Seneraloer'ammlung erledigt. Ter Vorstand beteiligte sich außerdem an einer AuSfchutzsitzung des Verbandes der süd- und westdeutschen Detaillistenvereine, dem der hiesige Verein angehört. An verfchiedeire Behörden, KrerSarnt, Handelskammer, s8ürgermei|terei u. f. w., wurden eine Reihe von Eingaben gerichtet, in denen um Förderung der im Interesse des Detailhandels gelegenen Maßnahn^n und Einrichtungen und Hebung und bszw. Abwendung bereits bestehender ober doch drohender
Schädigungen gebeten wurde; der größere Teil dieser Eingaben hatte den gewünschten Erfolg. Ter Verein hat sich für die Beibehaltung der Krämermärkte auf dem OSwaldSgarten ausgesprochen; gegen eine weitere Verkürzung der VerkaufSteit an Sonntagen hat man sich ablehnend verhallen und zwar, weil dies z. Zt. für Gießen mit Rücksicht aus feine Lage zu den Nachbarstädten nur mit Schaden verbunden fei. Ferner hat sich der Verein eingehend mit den neuen Verkehrssteuern beschäftigt und bei dem Verband süd- und westdeillscher Tetaillislenvereine ebenfalls die Einreichung einer Petition beim Reichstage gegen diese den Handel überaus schädigende Steuern veranlaßt. In der Generalversammlung wurde auch zur bevorstehenden Handeiskammerwahl Stellung genommen und dabei von verschiedenen Seiten darauf hmgewiesen, daß der Detaillisten- verein feit Jahren durch 2 Sitze in der Kammer vertreten gewesen sei und daß er auf die Wiedererlangung deS im vergangenen Jahre bei ganz geringer Stunmenminderheit verlorenen 2. Sitzes unbedingt bedacht sein müsse. Es wurde noch betont, daß das Verlangen nach dem 2. Sitze bei der großen Zahl der dem KausmannSslande angehörenden Tetaillisten auch wohl allgemein als berechtigt angesehen iverdeu müsse. Ta es sich aber bei der bevorstehenden Wahl lediglich um die Wiederwahl bereits der Handelskammer angehörendeii 'Dlitglieber handelte, so hat der Verein diesmal einstimmig beschlossen, für die Wiederwahl fämmtlidier ausscheidender Herren einzutreten, aber für den Fall, daß späterhin etwa eine Neu- oder Ersatzwahl stattfinden solle, die Ausstellung eines weiteren dem TetarUistenand angehörenden Kandidaten ins Auge gefaßt.
Q Großen-Buseck, 14. Noo. Bet dem nächtlichen Einbruch im Pfarrhause, über den wir kürzlich berichteten, wurden 65 Mark in Fünfmarkstücken, weiter ein Zehnmarkstück mit dem Bildnis Kaiser Friedrichs und ein Funfmarkstück Jubiläumsmünze von 1901 (Bildnis deS Königs Friedrich I. und des jetzigen Kaisers) gestohlen; außerdem ein Trauring, gezeichnet ,M. P. 7. IV. 1853. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Ermittelung deS unbekannten Täters bei.
§ Rödgen (Kr. Gießen), 14. Nov. Trotzdem die Erdarbeiten zu unserer Kleinkinderschule erst an fang« Oktober in Angriff genommen wurden, ist sie schon im Rohbau vollendet. Das Gebäude schließt sich dem Landhaus- charakter an und paßt somit sehr gut in unseren Ort.
b. Laub ach, 13. Noo. Die zwecks Bildung einer Ortsgruppe deS deutschen FlottenoereinS gestern abend anbeiaumte Versammlung hatte sich cmeS guten Besuches zu erfreuen. Gymnasialdirekior Dr. Baur verbreitete sich in längerer Rede über daS Thema: ,WaS ist und was bedeutet die deutsche Flotte?" Er führte aus, daß unsere Kriegsflotte zum Schutze unserer Küsten, unserer Kolonien und Handelsstraßen und zur Aufrechthaltung unserer Großmachtstellung nötig fei. Es sei eine ganz irrige Ansicht, daß der Flottenverein Schiffe bauen wolle, seine Ausgabe sei vielmehr, alle Schichten unseres Volkes zu begeistern für die große, nationale Aufgabe, durch die Marine Handel und Industrie zii fördern. Verwalter Sch w ö rer (FriedrichShütte) stellte den Antrag zur Bildung einer Ortsgruppe, der sofort 26 Mitglieder bcitraten. Als 1. Vorsitzender wurde Gym- nasialdirektor Dr. Baur, als 2. Vorsitzender Verwalter Schwörer, zum Schriftführer Oberlehrer Franz, zum Schatzmeister Kaufmann Ritter gewählt; man beschloß'dem Grasen Wilhelm den Ehrenvorsitz anzubieten. Eine bekannte hiesige freigebige Dame spendete 100 Mark als Grundstock zur Kasse der Ortsgruppe. Zur weiteren Anregung soll Montag, den 26. Nov. durch Herrn Neander eine Vorführung von Lichtbildern aus dein Gebiete deS FlottenwesenS im Saale deS Solmser Hofes stattfinden.
4- Hungen, 13. Nov. Durch kochende Suppe hat sich ein Kind im nahen Villingen derart verbrannt, daß es noch am gleichen Tag unter den furchtbarsten Schmerzen starb. Ein 4 Jahre altes Mädchen sah, wie die Mutter die kochende Suppe hereintrug. Als die Mutter ivieder in die Küche ging, riß das Kind den Topf an sich. Laute SchmerzenSfchreie riefen die Mutter herbei. Als sie dem Kind die Kleider auszog, blieb die Haut daran hängen. Brust und Unterleib waren furchtbar verbrannt.
B. Friedberg, 14. Nov. Vorige Woche ist in dem hiesigen eoang. Predigerseminar ein früherer katholischer Priester aus München aufgenommen worden, der in Darmstadt zur eoang. Kirche übergetreten ift.
? Nidda, 14 Nov. Nachdem die Feldbereinigung der umliegenden Orte bereits erfolgt ist, will auch unsere Gemeinde die Bereinigung der hiesigen Gemarkung vornehmen. Zahlreiche Zustimmungserklärungen find schon erfolgt.
R. B. Darmstadt, 15. Noo. (Drahtmeldung.) Beun Rangieren eines GüterzugeS im hiesigen Main-Neckar-Bahn- hof wurden dem Hilfsbremser Georg Schnell aus Frankfurt beide Beine unterhalb des Knies abgefahren. Der Verletzte kam sofort ins städtische Krankenhaus.
** Kleine Mitteilungen auS Hessen und ben Nachbarstaaten. In Marburg machte ein junger 6 t u- b ent der Theologie seinem Leben dadurch em Ende, daß er sich Die Schlagader durchschnitt.
Versammlung des landw. BezirkSvereiuS Gießen.
X Gießen, 12. November.
Eine Versammlung deS landwirtsch. Bezirkr- vereins Gießen, die sehr gut besucht war, sand am Samstag mittag auf der Liebigshöhe statt. Der Vorsitzende, Prooinzial- direktor Geheimerat Dr. B r e i b e r t begrüßte die Erschienenen und teilte mit, daß der erste Punkt der Tagesordnung, Vorstandswahlen, erforderlich geworden sei, weil mehrere Beamte des KreisamteS, die seither VorstandSämter innegehabt hätten, versetzt worben jeien. Er erbat und erhielt die Ermächtigung, das Amt des Schriftführers und dessen Stellvertreters selbständig neu besetzen zu können. An Stelle des leider verstorbenen Kteis- veterinärarztes Schmidt wurde auf seinen Vorschlag dessen Nachfolger im Amte in ben Ausschuß gewählt. Nach einer wetteren Mitteilung des Vorsitzenden hat dessen Stellvertreter, Oekonomrerat Hofmann-Dosgttl, schriftlich seinen Rück- trttt von dem Amt angezeigt, jedoch auf Ersuchen des Vor- Iitzenden tue Amtsniederlegung ^urüdgenommen, wenn die Gene- ralversammlung hiermit einverftanden ist. Die Versammlung erklärt einstimmig ihr Einverständnis damtt, daß Herr Hofmann auch fernerhin 2. Vorsitzender bleibt.
Wetter wird auf Vor schlau des tuchen, noch


