/' Uh«. 1
17'. * Seb. Bach ' ,L| van Beethoven
' ' ' • Fr. Chopin ' ' ^ob- Schumann ' ' paganirü-LUzt
' DnnWnenert Mt 9
15. bis ÜlagüMii mW :tt gestM. m Pracht, etntretenöen Bedeutung.
Moration,
HM
HandMehrer,
hen Technischen Hochschult L
inlottn unb Kegißn
lg. Preis in tXtg. Ä
z tziyiüi in der rechts- s gegenwärtiZen sozialen der Popularisierung bet iiuren Msjchichlen, ganz ^idwrrtersland berechnet, rlusbildunq, die SläMng ung des Unternehmung-' aerten Kamps ums Dasein 5 Harlschrittes vornehmlich ist ein überwältigender, ahrt, bah das «uch ein« Ländliche Lektüre gewahrh mö nach jeder vale Yi^ 2/9 Leiten alles Aissens« 6 /,
al, wirfMtr Wta
utt P*®gbel e°>v° ,*<
I**
«S«
11t -» 0
S«»
Nr. 15
Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'schen Unwersttätsdruckeret. R. Lange, Dietz«.
Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr. 7.
Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Lieb«.
Erscheint tügltch mit Ausnahme de- Sonntags.
Die „Siehencr Zamillenblätter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt" erscheint monaUich einmal.
Zweites Blutt 15«.JaA-gang Donnerstag 18. Immnr 1908
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Denryeyer L^t^ysrag.
(2 2. Sitzung vom 17. Ianua r.)
Pmlliche Nachrichten über Piehseuchen.
Nachdem die unter der Herde de8 Schäfers Johanne? Post zu Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, festgestellte Schafräude erloschen ist, sind die verhängten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben worden.
nute Deutsche wie die Herren nördlich der Mainlime, aber über sehr viele Erfeheinimcien der neuen Zeit fei der Süden tief verstimmt, so über gewisse unvorsichtige Bemerkungen, die sowohl tm Innern als auch im Auslande unliebsam berührt haben.
v Abq. Werner (Antis.) tritt lebhaft für Diäten em. Man sollte einfach einmal den Bundesratsmitgliedern die Gehälter ent- ^^^Abg. Blumenthal erklärt sich als süddeutscher Abgeordneter ebenfalls für Diäten, mit denen man tm elsaß-lothringischen Landesausschusi nnte Erfahrungen gemacht habe.
Damit schließt die Debatte. .
Tie Resolution B a s s e r m a n n wird angenommen gegen vereinzelte Stimmen der Rechten. ,
Sodann tritt das Haus in die zweite Lesung des ®rat Homveschfchen Gesetzentwurfes ein. Ein Antrag von Stronibeck hierzu bestätigt, daß die näheren Ausfuhrungsbestunm- ungen dem Präsideuten des Hauses überlassen bleiben sollen.
- Ter Antrag ©trombeef toird angenommen und mit demselben der ganze Zentrumsgesetzentwurf gegen die stimmen der Rechten. _ ,
Morgen 1 Uhr: Erste Lesung der Kamerun'EisenbahnvorlagL sowie Militärpensionsgesetz.
Mrsamentarisches.
" Darmstadt, 17. Jan. Tie 2. Kammer tritt am Dienstag, 30. Januar, vormittags 10 Uhr, zu ihrer
Stuatsstkrclär 3ftl)r. v, ZliÄtyosen t-
Staaisminister, Staatssekretär v. Richthofen ist am Mittwoch Abend ll8/* Uhr in Berlin verschieden.
Oswald Samuel Konstantin Freiherr von Richthofcn < wurde 1847 in Jassy geboren, wo sein Vater, (zuletzt deutscher Gesandter in Stockholm und 1895 in Baden-Baden gestorben) damals preußischer Generalkonsul war. Die Familie von Nichthofen, deren ursprünglicher Name PrätociuS lautet, ist in Schlesien sehr verbreitet und zum Teil mit । großem Güterbesitz angesessen. Im Kadettenkorps und aus dem Gymnasium vorgebildet, besuchte er die Universität Berlin. Am Feldzuge 1866 nahm er als Freiwilliger beim 2. Garderegiment zu Fuß, an dem gegen Frankreich als Reserveoffizier des 11. Grenadier-Regiments teil. Er legte nach dem Kriege das zweite juristische Staatsexamen als erster Deutscher 1873 in Colmar i. E. ab und erlangte an der Universität Straßburg die juristische Doktorwürde. Nachdem er sich 1874 mit Lilly von Hartmann) der Tochter be§ Generals und Gouverneurs von Straßburg, vermählt hatte, erfolgte 1875 seine Berufung ins Auswärtige Amt, 1885 ging er als deutscher Delegierter der ägypt. Staatsschulden- vermaltung nach Kairo. Nachdem er 1896 seine Gemahlin in Alexandrien durch den Tod verloren hatte, kehre er nach Deutschland zurück und wurde 1896 Direktor der Kolonial- Abteilung. Schon im nächsten Jahre rückte er zum Unterstaatssekretär auf, und 1900, wurde er Nachfolger des Grafen Bülow. Staatssekretär Frhr. von Nichthofen war Vater von drei Söhnen. Der älteste von ihnen wirkt als Landrichter in Eisenach; der ziveite gehört als 3. Sekretär bet Botschaft in St. Petersburg an, während der jüngste im 2. Garde-Ulanen-Regiment steht.
Nach außen hin ist der Freiherr von Richthofen, von seinem Auftreten im Reichstage abgesehen, weniger bet'annl geworden. Jede Hervorkehrung seiner Persönlichkeit lag ihm fern, ja,, es ist nicht zuviel gesagt, wenn man eine gewisse Schüchternheit als einen der Grundzüge seines gütigen und edlen Wesens bezeichnet. Sa kam eS wohl, daß Fernerstehende ihn unterschätzten und nicht zu würdigen wußten, welch außerordentlich fähiger und kluger Kopf er war und welche un- crmüdliche, pflichttreue Arbeitskraft er besaß. Auch von ihm gilt das Wort Bismarcks, daß er „in den Sichten" gestorben ist. Die Sachkunde des Frhrn. v. Richthofen wird in der nächsten Zeit, wo wichtige auswärtige Angelegenheiten zur Verhandlung stehen, doppelt vermißt werden.
Der Reichskanzler wird durch den Verlust seines treuen Mitarbeiters in eine schwierige Lage gebracht.
lieber den Beginn der Krankheit des Verstorbenen erfahren wir noch folgendes:
Hrer v. Richthofen war in den ersten Tagen dieses Monats zum Mittagessen bei Konrad Borsig. Plötzlich sagte er zu feiner Tischdame, er fühle ein unangenehmes Kribbeln nnd Zucken m den Fingern, die Hand aufwärts. Gleich darauf fragte er he, ob man es schon in seinem Gesicht sehen könne; denn er merke, wie es schnell über die Schulter hinauf zum Gesicht ziehe. Unmittelbar darauf stand er vom Tisch auf, gestützt von dem auch als Gast anwesenden Ministerialdirektor Tr. v. Körner. Beide erreichten kaum das Nebenzimmer, als Herr v. Richihosen so plötzlich zu Boden stürzte, daß er Herrn v. Körner mit sich riß. Tas Bewugt- sem war sofort getrübt und nach einer kurzen Zeit irrer Erregung traten bereits die Zeichen geistiger Lähmung hervor.
10 000 Mk. für die Instandsetzung des Grabes von Heinr. 0. Kleist in Wannsee und 5 Millionen zur Förderung der Herstellung von Kleinwohnungen. Die Kommission nimmt eine Resolution an, welche 100000 Mk. zur Erforschung der Syphilis wünscht. Graf Posa- dowsky spricht sich gegenüber dem Wunsche sehr wohlwollend aus. Die Kommission bewilligt ferner 25 000 Mk. für die Instandsetzung und Aenderungen im Reichskanzlerpalais und beginnt die Beratung der Forderung von 858 000 Mk. für einen Bauplatz des Rei ch smil ttär- gerichts in Charlottenburg. Die Beratung wird ausgesetzt, nachdem Erzberger, Müller-Sagan und Singer den Bauplatz für viel zu teuer erklärt und Fürst Arenberg Neuprüfung, event. Vorlage eines Nachlragsetats angeregt hat. Darauf begann die Beratung des Justizetats.
__ In der ReichstagSkom Mission für die neuen Steuergesetze erkannte Müller- Fulda die Notwendigkeit an, neue Mittel zu beschaffen und kündigte die Einbringung eines Antrages auf Einführung einer Wehrsteuep an. Ich. von Stengel erwiderte, die verbündeten Regier-
lages gegeben werde. .. ... .
Ferner treten für Diäten em die Abq. Singer (Coz.>, L i e b e r in a 11 n von Sonnenberg (Antis.) und S ch r a d e r (’rf.
) 0eylerer betont noch, in jedem anderen Lande roirbe eine Regierung, die sich so beharrlich einem fast einmütigen Beschluß der Volksvertretung widersetzt, einfach verschwinden.
. Abq. Tiedemann (Rp.) erklärt, die große Mehrheit seiner Freunde trete für Diäten ein, weil in anderer Weise der chronischen Beschlußunfähigkeit des Hauses fein Ende zu machen sei. Redner erklärt sich bann gegen den Zentrumsgesetzentwurf und für die nationalliberale Resolution, da auch die Geschäftsordnung geändert werden müsse. , , , , . . . m
Mq Dr Müller- Mennngen legt dar, wie der Reichstag schon seit langen Jahren mißachtend behandelt werde. In fo wichtigen Fragen sollte der Reichstag die Verhandlungen aussehen bis' der Reichskanzler erscheine. Die Süddeutschen seien ebenso
erzielen lassen werde.
Ter Korrespondent eines ital. Blattes hatte Unterredungen mit einigen Mitgliedern der Konferenz. Der Herzo g von Almodovar erklärte, er habe niemals an die Möglichkeit eines Krieges gedacht. Tie Konferenz werde, koste es, was es wolle, zu einer Verständigung sführen. Um dieses Ziel zu erreichen, seien tausend Wege vorhanden. Herr v. Rad 0 w 1 tz versicherte, daß er von den besten Aussichten erfüllt sei und daß er nur auf die Gelegenheit warte, um den guten Millen Teutschlands und die Entgegenkommenden Instruktionen, die er von seiner Regierung erhalten habe, der Oeffentlichkeit darzutun.
*
Wie in Pariser diplomatischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet,habe aus Anlaß des Zusammentritts der Konferenz sowohl zwischen Loubet und dem Kaiser Wilhelm ols auch zwischen dem Ministerpräsidenten Rouvier und dem Reichskanzler Fürsten Bülow ein freundschaftlicher Depeschenwechsel stattgefunden, in welchem die gegenseitigen Wünsche für den Erfolg der Verhandlungen zum Ausdruck gelangten.
dfn der Berliner Bör; e erzählte man sich, K a i s e r Wilhelm habe sich im Laufe eines Mahles im königl. Schlosse dahin geäußert, daß er dem Verlauf der Verhandlungen mit vollem Vertrauen entgegensehe und daß er überzeugt davon sei, daß alles sich friedlich abwickeln werde. — An der Pariser Börse machten am Mittwoch die Nachrichten von der ersten Sitzung einen ausgezeichneten «Eindruck. Ter Markt war in der ersten Hälfte der Dörsen- zeit sehr fest, dann führte Mangel an Umsätzen zu, einem leichten Rückgang, doch hielten die günstigen Dispositionen um. Schluß fest.
Aus Washington meldet Reuter: Tie Delegierten -der Vereinigten Staaten werden sich an der Lösung !der politischen Probleme Marokkos so gut wie gar nicht ^beteiligen, außer daß sie die Hoffnung aussprechcn, idaß, welche Abmachungen auch immer getroffen werden, ibett Vereinigten Staaten Gleichheit der Rechte gewährleistet werde. Tie Vereinigten Staaten sind für eine -internationale Vereinbarung über die Polizeiverwaltung Marokkos außerhalb des Grenzgebietes, für Besserung der religiösen und der, Standesverhältnisse in Marokko und 'für Beseitigung der starken Benachteiligung der Juden. Die delegierten sind angewiesen, die Vorschläge zu unterstützen, Die auf die Verhinderung privater Monopole bei den öffent- vichen Verwaltungszweigen abzielen. Sie werden zu jedem Zustandekommenden Vertrage ihre Unterschrift ad referen- ibum geben, während die endgiltige Entscheidung dem Senate Werl ass en wird. __
Die WaroäkoLonssrenz.
Algeciras, 17. Jan.
In der gestrigen Sitzung der Konferenz wurde auf den Vorschlag des Herzogs von Almodovar beschlossen, als e r st e n P u n k t die Frage der K 0 n t e rb an d e zu beraten mnd die nächste Sitzung abzuhalten, sobald die verschiedenen Vorschläge über diese Frage gedruckt vorliegen werden. Heute (Mittwoch) findet keine Sitzung statt.
Ter Korrespondent des Pariser „Eclair meldet, der Eindruck, welchen die Delegierten von her ersten Sitzung siatten, sei allgemein günstig Man sei der Ansicht, daß die Zustimmung, welche Revoil und Radowitz zu dem Programm gegeben haben, von guter Bedeutung sei. Man ist sicher, daß eine Verständigung auf der Konferenz sich
Das Hans ist spärlich besetzt. Arn Bundesratstische Unterstaatssekretär beL Reichsarnts des Innern Wermuth. Auf der Tagesordnunq steht der D i ä t e n a n t r a g.
Abq. Kirsch (Zentrum) befürwortet den Antrag seiner Partei und bezeichnet die varlamentarische Gefchichte der Diätenfrage als eine Leidensgeschichte. Bemerken möchte er, daß bereits bei dem letzten Beichlusse des Hauses zu dieser Frage der Reichskanzler tm Jahre 1903 erklärt habe, der Bundesrat habe sich noch nicht schlüssig gemacht. Jetzt schreibe man bereits 1906, ohne daß inzwischen eine Antwort vom Bundesrat eingegangen wäre. Em derartiges Verhalten sei unentschuldbar. Fürst Bülow mußte auf eme Entscheidung dringen. Namentlich den süddeutschen Abgeordneten sei es sehr erschwert, ohne Diäten hier so oft anwesend zu fein, wie es wünschenswert wäre. Tas Haus möge den Antrag ohne nochmalige Kommissionsberatuttg annehmen.
Abg. B a s s e r m a n n (natl.) erklärt, seine Freunde wären nicht nur für ihre eigene Resolution, sondern auch für den Gesetzentwurf des Zentrums. Er weist auf die durch den Diätenmangel nülverschuldete Ausdehnung der Verhandlungen des Reichstages hia, durch welche mehr und mehr auch das Jnteresie an den Verhandlungen im Lande abgestumpft werde. Redner verurteilt schließlich noch die Knauserei, die in Bezug auf Gewährung von freien Eifenbahnfahrten an den Mitgliedern des Hauses geübt werde. Auch hierin müsse Remedur geschaffen werden.
Abq. L e n z m a n n (frf. Vp.) erinnert daran, rote die Be- fchränkiing der freien Eisenbahnfahrt seinerzeit durch den yurften Bismarck erfolgt sei auf dem bloßen Verordnungswege, ohne daß der Reichstag überhaupt nur darum befragt worden sei. Redner weist bann darauf hin, welcher Widerspruch in Preußen einer Wahlqesetzreform entgegengesetzt werde. Was solle das Ausland darüber denken, wenn es siebt, wie im Gegensatz dazu dort im Süden ein bayerischer Königssohn erklärt hat, daß das allgemeine, gleiche und direkte geheime Wahlrecht das einzige sei, welches den Willen des Volkes richtig zum Ausdruck bringt. Man solle sich hüten, durch solchen Widerstand gegen Reformen beim Volke den Stoff zur Unzufriedenheit zu mehren. .
Abg Staubt) (kons.) erklärt, em Teil seiner Freunde sei mr Aenderung des Artikels 32 der Verfassung, alle aber stimmten dann überein, daß sie eine Aenderung nur in einer solchen Form wünschten, daß durch eine gleichzeitige Abänderung der Gefchatt--- ordiiung eine Gewähr für Abkürzung der Verhandlungen des Reichs-
4. Sitzung zusammen.
Die 73 Punkte aufzahlende Tagesordnung innfaßt rn eritcr Linie 33 a hl Prüfungen — die beanstandeten Wahlen stehen noch nicht auf der Tagesordnung —, sodann eine ganze ^vzahl zur vorläufigen' Beratung stehende Anträge und Vorstellungen und einige Anfragen. Unter letzteren befindet sich die Anfrage des Abg. Bähr, betr. das Vorgehen der Staatsbehörden bei Untersuchung des Kindesmords in H e r g e r s Haufe n. Die bis jetzt eingegangenen Regierungsvorlagen befinden sich sämtlich noch iii den Ausschüssen.
sd. Darmstadt, 17. Jan. Die Beratungen des Finanzausschusses mit den Regierun^vertretern wurden heute fortgesetzt und die Kapitel 13 bis 31 des Etats besprochen. Bei Kap. 13, Landstäude, entstand ettre lebhafte Debatte über die vom ALg. Molthan angeregte Forderung von Freifahrkarten für die Abge^ ordneten, die vom Zentrum, dem Bauernbund imt> beit Sozialdemokraten für das ganze Land verlangt werden, damit die Mgeordneten in der Lage sind, sich von den Verhältnissen und Zuständen in allen Landesteilen zu überzeugen. Entgegen ihrer frül-eren SteNungnahme sprachen sich die Abgg. Möllinger, Reinhart und Häusel gegen die Forderung aus. Tie Regierung ist gegen die allgemeine; Freifahrkarte, will aber eventuell für die Freifahrkarw zwischen dem Wohnort des Abgeordneten und TarmstE während der Kammerverhandlungen eintreten. Ein früher schon in dieser Beziehung vvrgebrachter Wunsch ist an deut Widerstand des jetzt verstorbenen Eisenbahnministers ThieLn ge cheitert. Tie derzeitige Ausgabe für Fahrkarten beträgt 4000 Mark pro Jahr, sie würde sich bei Gewährung von Monatskarten an die Abgeordneten auf 9000 Mark erhöhen. Eine sehr lebhafte Debatte entstand bei Kap. 30 über das Kreisblattwesen. Ministerialrat Best sprach sich mit Rücksicht auf die hohen Kosten gegen eine Umgestaltungdesamtliche n Verkündigungswesen s au s. In zwei kleinen Kreisen wolle man zunächst mit der Saa-e einmal Versuche machen. Ter in dieser F-rage bisher als neutral geltende Äbg. Gutfleisch, sowie der Abg. Reinhart und die Vertreter des Bauernbundes traten energisch für eine baldige gründliche Regelung der Frage ein. "Abg. Köhler schlug vor, daß die drei Ministerien mit emer Anzahl Fachmänner zusammentreten sollten, um zu beraten, wie das staatliche Preßwesen, insbesondere aua) dre „Darmst. Ztg.", der Staatsverlag und die Kreisblätter einer einheitlichen Regelung unterzogen werden könnten. Die Weiier- beratung der ^kngelegenheit findet am Donnerstag in Anwesenheit des heute durch Unwohlsein am Erscheinen verhinderten Staatsministers Rothe statt.
Berlin, 17. Jan. Die Budgetkornrnission des Reichstages setzte die Debatte über die sechste Rate, 200000 Mk. für den Ausbau der Hohkönigsburg, fort. Die Forderung wurde bewilligt. Ebenso 65 000 Mark für das deutsche Museum (von Meisterwerken der Naturwissenschaft und der Technik) in München nach Befürwortung durch Speck (Ztr.) und Beumel (natl.). Genehmigt wurden ferner 43850 Mk. für eine Drachen- ftation am Bodensee, zur Erforschung der oberen Luftschichten, und 195 000 Mk. als Beitrag für die internationale Ausstellung in Mailand im Sommer 1906 anläßlich der Simplontunneleröffnungsfeier. Sodann begann die Beratung der Forderung von 100OOG Mark für die Pläne behufs der Erweiterung des Kaiser-Wilhelmskanals mit Rücksicht auf die Größen- steigerung der Schiffe und des anwachsenden Schiffsverkehrs. Graf Posadowsky begründete die Vorlage im Jnteresie deS Handels und der Kriegsmarine. Die Referenten befürworten die Annahme. Die Forderung wird bewilligt, ebenso
KckanntmachMg.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden.
Mittwoch, den 31. Januar 1906, vormittags von -1/4 bis 10 Vi Uhr findet im Gemeindehaus zu Inheiden die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der ganzen Gemarkung Inheiden statt.
Die Wünsche sind schriftlich - mindestens auf V- Bogen — einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen und sollen genau angeben, welche alte (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke znsainmengelegt und m welche Gewann die neuen Grundstücke gelegt werden I ollen.
Wünsche, welche in dem oben genannten Termin nicht vorgebracht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung.
Friedberg, den 10. Januar 1906.
Der Großh. Feldbereinigungskommisiär:
Spa wer, Kreisamtmann.______________
Kclionnlmachllng.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Rodheim a. d. Horloff. r • r
In der Zeit vom 16. Januar I. I. bis einschließlich 29. Januar l. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Rodheim a. d. Horloff
die Akten und Karten über die Besitzstandsausnahme (Vermessung, Kartierung und Berechnung der einzelnen Grundstücke)
jur Einsicht der Beteiligten offen.
Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Aus- jchlusieS innerhalb der oben angegebenen Offenlegungssrist bei der Großh. Bürgermeisterei Rodheim a. d. H. schriftlich ein» j,ureichen.
Friedberg, den 8. Januar 1906.
Der Grrßhi r i g 1 Vc r i iqi'. : slomm'.ssär:
Spanier, KreiSamtmann.


