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, dm 16. Juli 1906. desfest des Bundes n§ schreibt, am Sonntag mC[ Wäldchen bei Frieder wurde der Vorsitzende Rösicke-GörSdors, ge* Oucke-Patnshausen und „.Wiesbaden AnsprA men di- d°ch ,2c
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esttellnehmer zum Fest- : Kleinschmidthatte Ting des zweiten Teils te in seiner Ansprache ’ und der Schule md nb Großherzog. Zahl- n feien bet des Rektors des-Lchreroereins, auf -ers Knauß auf m. Namens, der Fa- ettor K ar tz-Butzbach, s IuLÄars. Rach und dichen, säst familiären äge des Lehrer-Sänger- ■, besonder? die humoses in allem: Es war enie Ehrung für 'Rektor
^Personalien. S. Kl H. der Groß Herzog chaben den Oberlehrer an dem Gymnasium zu Offenbach a. M. Gg. Ludw. Schmäht auf sein Nachsuchen seines Dienstes entlassen.
•• Aber Herr Schneider! Ein Bürger inRüssels- beim a. M. veröffentlichte in der „Mainspitze- folgendes Inserat:
„Demjenigen, der mir vor etwa 10 Tagen ungefähr zwei Zentner Zwiebeln des Nachts gestohlen hat und solche regelrecht zum Verkauf abschnitt, wünschte ich, daß er für jeden Pfennig, den er daraus erlöst, 99 Pillen schlucken müßte. Tas ist einer von den Spitzbuben, der mein Rotkraut schon jahrelang des Nachts hundertwcise stahl. Aber Gauner, du darfst noch so schlau sein, in die stalle gehst du doch einmal. Gg. Schneider I.
(X) Großen-Linden, 15. Juli. Von schönstem Wetter begünstigt, fand heute unser Kirchweihfest, eines der ersten der Umgegend, statt. Bei den Kirmeswirten Fischer, Schaum und Weigand herrschte reges Treiben, alles war überfüllt. Von Gießen und den mnliegenden Orten waren zahlreiche Gäste erschienen; am Bahnhof war besonders abends ein sehr großer Verkehr.
^--Leihgestern, 14. Juli. Am Freitag stürzte Weißbindermeister Brück in seiner Sandgrube von der Treppe seines Walzwerkes. Er zog sich einen Rippe n b ruch zu und mußte nach Hause gebracht werden.
_j_ Fried berg, 15. Juli. Gestern fand die Probefahrt mit der ersten deutschen Automobilpost „Fried- h erg —Ra nstadt- durch Vertreter der „Gagenauer Werke- und einigen Herren der Oberpostdirektion Darmstadt statt. Von morgen an beginnen regelmäßig die dreiinaligen Hin- und Herfahrten. Der Wagen ist so eingerichtet, daß 10 Leute mitfahren können. Die Fahrgeschwindigkeit ist keine große, um die 20 Kilometer lange Strecke zurückzulegen, hat der Wagen beinahe eine Stunde zu fahren. Die zwei zur Benutzung kommenden Wagen sollen 29 000 Mk. kosten.
Erda, 14. Juli. Die Firma Rinn und Clo os in Heuchelheim hat Hierselbst eine Zigarrenfabrik errichtet. Die Betriebseröffnung ist am Montag, den 9. ds. Mts., erfolgt. Ihr voraus ging am Samstag eine Festlichkeit, welche die Firma ihren Arbeitern in der Wirtschaft von Dörr hier bereitete. (Wetzl. Anz.)
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n, Zum Stadtrat in Frankfurt wurde Bürgermeister K u h r in Burg bei Magdeburg gewählt. Der zweite Bürgermeister, Geh. Regierungsrat Dr. Darren trapp, hat sein Entlassungsqefuch eingereicht. Es steht ihm ein Ruhegehalt von jährlich Mk. 9450 zu. Als seinen Nachfolger bezeichnet man bereits Stadtrat Grimm. — In Hesselbach (Odenwald) in der Nähe der bayerischen Grenze wurde bei einem erkrankten l4jährigen Jungen von den Aerzten G e n i ck st a r r e festgestellt.
Vermischtes.
• Automobilunfälle. Auf der westdeutschen Tourenfahrt verunglückte am SamStag dicht hinter Göttingen Willy Vogel auS Frankfurt mit seinem 44pferdigen Adlerwagen. Das Automobil überfuhr einen Droschkenkutscher, der, wie eS heißt, leichtsinnig vor dem Wagen über die Fahrstraße sprang. Die leerstehende Droschke wurde zertrümmert. DaS Automobil zerschellte an einem Apfel- bauin. Der Fahrer Vogel und eine Dame wurden aus dem Wagen geschleudert und kamen mit dem Droschkenkutscher nach der Klinik. Vogel erholte sich bald wieder, auch die Dame ist nicht lebensgefährlich verletzt. Ferner überrannte Heinrich Opel aus Rüsielsheim bei der Durchfahrt durch Göttingen an einer Straßenkreuzung den Gerichtssekretär Waßmuth, der einen Arm- und Beinbruch erlitt. Den Fahrer Opel soll keine Schuld an den: Unfall treffen. Von einem Augenzeugen wird der Automobilunfall von Willy Vogel folgendermaßen geschildert: Auf einer Entfernung von etwa zwei Meter lief plötzlich ein Mann über die Straße. Der Fahrer bremste heftig und wurde gegen ein leeres Fuhrwerk geschleudert. Vogel und die Insassen seines Wagens flogen heraus. Er und Frau Verheyen wurden mit leichteren Verletzungen in die Klinik nach Göttingen geschafft. Ter Mann, der in den Vogelschen Wagen lief, erlitt einen Beinbruch. Vogel soll, wie alle Augenzeugen bestätigen, keinerlei Schuld an dem Unfall treffen.
• Das neueste Eisenbahnunglück. Ein vön Bilbao (Spanien) kommender Schnellzug stieß bei Santander mit einem Güterzuge zusammen, wobei 2 0 Per- onen verletzt wurden.
• Der Blitz im Ballsaal. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" schlug der Blitz in einen Ball- iaal zu Wellsford in Kanada ein. Es befand sich eine Tanzgesellschast in dem Etabliffement, als der Blitz durch die elektrische Leitung in den Ballsaal fuhr. Ein junges Mädchen, das grade eine elektrische Glocke läutete, wurde auf der Stelle getötet, während 20 andere Personen betäubt und schwer verletzt zu Boden sielen. Die Wirkung des Blitzes war so gewaltig, daß der ganze Bau erschütterte. Es entstand eine wilde Panik und die Gesellschaft eilte entsetzt dem Ausgange zu. Bei dem wilden Durcheinander, bei dem jeder suchte, möglichst schnell das Freie zu gewinnen, wurden über hundert Personen erheblich verwundet.
* M ordtaten. In Kirspelwaldniel (Rheinland) wurde ein 22jähriges Mädchen in einem Stall erhängt gefunden. Dem Mädchen waren die Haare abgeschnitten. Unter dem Verdachte des Mordes ist ein Kostgänger verhaftet. — Auf der Chaussee von Potsdam nach Beelitz ist die Leiche des Kutschers August Horn aufgefunden worden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Horn, der bei einer Bierbrauerei in Potsdam bedienstet war, das Opfer eines Raubmordes geworden ist. Der oder auch die Mörder haben Horn durch mehrere Revolverschüsse getötet und ihn dann seiner Barschaft beraubt. Die Leiche lag neben dem Wagen, mit dem der Ermordete gefahren war. Einige Bier- jjäffer, die auf dem Wagen gelegen, sind ebenfalls geraubt iDorben. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. — In Dahlen wurde eine Frau verhaftet, die ihr mehrere Monate alteS Kind im wahren Sinne des Wortes verhungern liefe. Wie die Untersuchung ergab, hat die Frau auf dieselbe Weise bereits fünf Kinder beiseite geschafft. — In Brom berg ermordete der 22jährige Arbeiter Thiel seine beliebte, die 40jährige Hettmann aus Eifersucht. Er wurde verhaftet.
* Eine Feuersbrunst. In der etwa 2000 Einwohner zählenden pommerschen Stadt Belgard mar am Sonntag eine gewaltige Feuersbrunst ausgebrochen. Ein ganzer Häuserblock liegt in Schutt und Trümmer. Nur zwei
Gebäude ragen aus dem Brandfelde hervor. Zehn Wohnhäuser und ebensoviele Nebengebäude sind niedergebrannt. Versichert sind mir einige der 32 obdachlos gewordenen Familien. Fast alle Mobilien sind mitverbrannt, doch sind Menschen nicht umgekommen. Die Löscharbeit gestaltete sich insofern sehr schwierig, als die alten Häuser im Nu wie Zunder aufflammten. Die Ursache des Feuers ist zweifellos Brandstiftung, denn es brach gleichzeitig an vier Stellen aus. Der oder die Brandstifter treiben schon seit etwa fünf Wochen dort ihr Unwesen; in dieser Zeit hat es in Belgard nicht weniger als fünfmal gebrannt. Die Polizeiverwaltung hatte schon vor 14 Tagen eine Belohnung von 200 Mark ausgesetzt.
* Kleine Tages chronik. Auf Grund von Informationen an amtlicher Stelle sind wir ermächtigt mitzuteilen, daß die Gerüchte, wonach aus der Strecke L e t h m a t e - N a p r o d ein neuer Eisenbahn-Ueberfall verübt worden sei, vollständig gegenstandslos sind. — In dem Gefängnisse von Tarragona (Spanien) brach unter den 800 Insassen eine Revolte aus. Durch das Eingreisen einer Abteilung Soldaten unter der Leitung des Gouverneurs, w"lcher drohte, er werde schießen lassen, wurde die Ruhe wieder hergestellt. Einige Gefangene entkamen. — Für das von Professor D u l ? e r zn erbauende neue Theater in Osnabrück werden zunächst 650 000 Mk. ausgewendet werden, wovon 450 000 Mk. durch die soeben von der Regierung bewilligte Anleihe ausgebracht werden, während rund 200000 Mk. an freiwilligen Gaben vorhanden sind. — Tie Dieb- stahlsaisäre der Fürstin W rede hat plötzlich eine sensationelle Wendung genommen. Tas Landgericht Hannover hat nun verfügt, die Strafverfolgung gegen die Fürstin wegen fort- qesetztenDiebstahls und Unterschlagung wieder aufzunehmen. —Z w e i schwere Einbrüche sind in K ö n i g s w u st e r h a u s e n bei Berlin entdeckt worden. Dort haben Einbrecher in dem Bureau des Justizrats Skopnik aus dem Geldschrank für 15 000 Mk. Wertpapiere und 3000 Mark Bargeld erbeutet. Ein vorher bei dem Rechtsanwalt Dr. Teus verübter Einbruch hatte für die Einbrecher, deren Spur in Berlin verfolgt wird, nicht das erwartete Ergebnis.— Wie die „Braunschw. N. Nachr." melden, ersoff dasKaliwerk Asse vollständig. Die Rettungsarbeiten wurden vorläufig aus- gegeben. Die Chaussee ist in 21/, Kilometer Entfernung erheblich gesunken. Ter Bahndamm der Braunschweig-Schöninger Eisenbahn ist teilweise zerstört.
Gießener XIII. Ruder-Regatta.
Zu der für den 29. Juli aus der Lahn ausgeschriebenen Regatta haben sich 19 Vereine 45 Boote mit 215 Ruderern gemeldet. Es ist dies eine Beteiligung, wie wir sie in Gießen seit langer Zeit nicht gehabt haben. Für die einzelnen Rennen haben gemeldet:
1. Junior-Einer: Franks. Rnderges. Germania, Offenbacher Ruderv. Undine, Ruderv. Ems.
2. Großer Vierer: Mannheimer Ruderv. Amicitia, Frankfurter Ruderv. Sachsenhausen.
3. Kirch-Vierer: Limburger Ruderv., Wetzlarer Ruderklub, Gießener Rnderges. 1877.
4. Lahn-Pokal: Rnderges. Ruhrort (Architekt Wilhelm Nimminghoff), Offenbacher „Undine" (Kauim. Georg Bartelmann), Frank?. Rnderges. Germania (Schuhmachermeister Otto Müller), Ruderv. Ems (Holzhändler Otto Arlt).
5. Zweiter Vierer: Heidelberger Ruderklub, Offenbacher „Undine", Würzburger Ruderv. 1875, Akad. Ruderkl. Rbenus-Bonu, Wetzlarer Ruderkl., Franks. Ruderg. Oberrad, Franks. Rudergesell- schast Sachsenhausen, Akad. Ruderv. Münster i. W., Nassovia Höchst a. M., Hanauer Ruderges. 1879, Limburger Ruderv., Offenbacher Ruderv. 1874.
6. I u n i o r - A ch t e r. Frankfurter Germania, Mannheimer Amicitia, Franks. Rnderges. Sachsenhausen.
7. Doppel-Zweier: Nndergesellsch. Ruhrort, Frankfurter Germania.
8. Junior-Vierer: Hanauer Rnderges. 1879, Offenbacher Undine, Frankfurter Rnderges. Oberrad, Gießener Rnderges. 1877, Franks. Rnderges. Sachsenhausen.
9, Akademischer Vierer: Heidelberger Ruderklub, Aka- dem. Ruderklub Rhenns-Bonn, Akadem. Ruderv. Münster i. W., Akadem. Sportklub Heidelberg.
10. Großer Achter. Offenb. Rnderverein 1874, Frankfurter Rnderges. Sachsenhausen, Mannheimer Amicitia.
11. Ermunterungs-Vierer. Offenbacher Undine, Weilburger Ruderv., Franksnrter Ruderges. Oberrad, Gießener Nuder- ges. 1877.
Die sportlichen Kämpfe am der Lahn werden zweifellos nach den vorliegenden Meldungen und Nennungen außerordentlich überaus spannend werden.
UniversiLats-Nachvichten.
— D i e Antrittsrede des Professors Drude, die er bei seiner Aufnahme in die preußische Akademie der Wissenschaften am 28. Juni hielt und die in i?en Sitzungsberichten soeben veröffentlicht wird, erregt nach dem so jäh und unerwartet erfolgten Tode des Gelehrten besondere Anteilnahme. Aus seinen Worten scheint trotz der hoffnungsvollen und zukunftsreichen Pläne, von denen er spricht, schon ein dunkler Schatten des Verhängnisses ans das spätere tragische Ereignis zu fallen. Er empfindet „das Gefühl der Beklemmung, ob er durch Anspannung seiner Kräfte den an ihn gestellten Aufgaben gewachsen ist". Er wirft einen Blick aus die glänzenden Erfolge der Physik und besonders der drahtlosen Telegraphie, deren Erforschung er sich ferner widmen will, und erklärt: „Wie es auch die größte Freude macht, in solchen Zeitpunkt des intensivsten Aufschwungs der eigenen wissenschaftlichen Disziplin zu leben, wo es eine Ueberfülle von Aufgaben gibt, die sich der Bearbeitung darbieten, so wird dadurch doch eine Hast in der wissenschaftlichen Forschung provoziert, welche der beschaulichen Ruhe, mit der noch vor wenigen Jahrzehnten mancher Gelehrte seine Probleme im Laboratorium, am Schreibtisch unb in freier Natur ausreisen kaffen konnte, diametral entgegensteht, nicht immer zum Vorteil der Bearbeitung, und jeder, der an dieser Entwickelung auch nur zu kleinem Teil helfen will, muß sich,die ernste Frage vorlegen, an welcher Ecke des Gebäudes er selbst Hand anlegen kann, falls es nutzbringend zu werden versprechen soll . . ."
— Der Verband der im Coburger L. C. vereinigten Landsmannschaften aus deutschen Hochschulen zählt int Sommersemester 1906 unter entsprechendem Abzug der Mebrbänderleute 1161 Aktive und Inaktive (im vorigen Semester 868) sowie 3411 Alte Herren (im vorigen Semester 2836) in 37 aktiven und 6 suspendierten Landsmannschaften (im vorigen Semester 29 aktive und 8 suspendierte).
Sandel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Die Direktion wehrt sich mit aller Entschiedenheit dagegen, daß in betreff der Fürstl. Solmsschen Gruben schon das letzte Wort gesprochen sei.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 16. Juli. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 13.50—13.75, Kurhessischer Mk. 19.00—00.00, La Plata. Mk. 19.50—20.50, Kansas Mk. 19.25—20.25, Roggen (hiesiger) Mk. 17.25 —17.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Frankenfelder Mk. 17.75—18.25, Hafer 17.00—18.25, MaisMk. 13.25—13.50, Weizenmehl 27.00—28.00, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 23.00—23.50, Noggenmehl 0 Mk. 24.50—25.00 1. Qualität Mk. 22.50—23.00, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 12.00 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.25—18.25. Alles per 100 ^Frai?kfurt a. M., 16. Juli. CXelegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz ") Amtl. Notierungen der heutigen Di ehmarktp reise. Zum Verkaufe standen: 517 Ochsen, 210 ans Oestreich, 115 Butten, 00 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 886 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 00 aus Dänemark, 360 Kälber, 221 Schafe und Hammel, 1364 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt
wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 82—84
2. Qual 74—76 Mk., 3. Qual. 67—69Mk.: Bullen l.Qual. 71 bt$ 73 Mk., 2. Qual. 67—69 Mk.; Kühe l.Qual. 75—76 Mk., 2. Qual. 72—74 Mk., 3. Qual. 56 - 58 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 96—100Psg., Lebendgewicht 57—60 Pf., 2. Qual. 80—85 Psg., Lebendgewicht 47—51 Psg., 3. Quoll 00—00 Psg., Schlachtgewicht 62—65 Pig., Schafe: l.Qual. 80—82, 2. Qual. 00-00 Psg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Quoll 74—75 Pkg., Lebdqew. 57.50—58.00 Pfg., 2. Qu.73 —00Pig., Lebend- gew. 57.00—00 Pfg., 3. Qual. 60—62 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh schleppend, Ueberstond unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Ueberstond.
Arbeiterbewegnng^
Leipzig, 16. Juli. Die Einigungs-Verhandlungen der Vertreter der streilenden Buchbinder von Berlin, Leipzig und Stuttgart mit den Buchbindereibesitzern find im letzten Moment wider Erwarten resultatlos verlaufen, da die Arbeitervertreter die Entschädigungspfticht der ohne Mndig- ungsftist in den Stteik getretenen Arbeiter ablehnten.
Glauchau, 14. Juli. In der gestern abend abgel>altenen Textilarbeiter Versammlung wurde eine Resolution gefaßt, durch welche die Leitung der Versammlung beauftragt wurde, bei den Webfabrikanten in Glauchau und Meerane nm eine Lohnerhöhung von 20 Prozent vorstellig zu werden. Darnach beabsichtigen die Textilarbeiter unter Umgehung des Textilarbeiter- vevbandes direkt mit den Fabrikanten in Verhandlungen zu treten!.
^erichtsscral.
Breslau, 14. Juli. Die Strafkammer verurteilte bert Redakteur Mbert von der Volksmacht wegen Beleidigung des Posener Oberkriegsgerichts und des Kommandanten der Fesd» ung Posen zu einem Monat Gefängnis.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung iit Hessen für Dienstag, den 17. Juli 1906: Wolkig, nur stellenweise geringer Regem Temperatur wenig verändert. Windig, westliche Winde.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Orrgittal-Drohtmeldüngen»
Berlin, 16. Juli. Die Morgenblätter bringen längere Berichte _ über einen blutigen Straßen tu mult bei einem Großfeuer int Osten Berlins. Darnach hatte die Polizei, weil die Feuerwehr durch die Menge in den.Löscharbeiten behindert war, eine strenge Absperrung vorgenommen, wodurch die dicht gedrängte Menschenmenge in gereizte Stimmung versetzt wurde. Unter den Zuschauern befanden sich zahlreiche Rowdies, welche die Beamten verhöhnten. Einige ließen sich auch zu Tätlichkeiten gegen die Pferde der berittenen Schutzleute hinreißen, sodaßs die Polizisten blank zogen. Ein Schlächtergeselle erhielt von einem Polizeibeamten einen schweren Säbelhieb über die linke .Hand, sodaß das .Handgelenk, Sehnen und Schlagader vollständig durchhauen wurden. Mit seiner Säbelspitze soll der Polizeioffizier den Schwerverletzten, klilch in den Rücken gestochen haben. Dieser mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Aufregung, welche sich jetzt der Menge bemächtigte, wuchs mehr und mehr. Ein junger Mann erhielt von einem Schutzmann zwei Schläge über den Kopf, sodaß er zur Sanitütswache gebracht werden mußte. Auch andere Exzedenten wurden durch Säbelhieb'' verletzt.
Köln, 15. Juli. Bei dem heutigen 100 Kilometer- Radrennen um den Goldpokal der Stadt Köln verlor der Schrittmacher BütlerK-Cambridae die Herrschaft über den Motor und fuhr in das an der Umzäunung stehende Publikum! hinein. Eine Person wurde schwer, vier andere wurden mehr oder minder leicht verletzt. Butlers erlitt empfindliche Hautabschürfungen.
Leipzig, 15. Juli. Zwischen den Vertretern der streikenden Buchbinder in Berlin, Stuttgart und Leipzig l'nd den Vertretern der deutschen Buck.bindcreib"sitzcr sanden gestern EinigungA- verbandlungen im Deutschen Buchgewerbehaus statt, welche zu dcr Anerkennung des Arbeitnehmcrv^rbandes durch den Prinzipal- Verband führten. Mch in anderen wichtigen Punkten wurde nach längeren Beratungen eine Einigung erzielt.
London, 16. Juli. Gestern kam e§ bei der Station Elefant Castle zu einem Zusammenstoß zwischen zwei elektrischen Straßenbahnwagen. Sämtliche Insassen beider Wagen wurden verwundet, darunter sieben schwer.
Manchester, 16. Juli. Anläßlich einer Kundgebling zu Gunsten des Frauenwahlrechtes griff eine den Bestrebungen feindlich gesinnte Menge die Kundgeber an und drängte diese dem Flusse zu, wobei viele hineinstürzten. Die Polizei rettete die ins Wasser Gefallenen.
Frascati, 16. Juli. Gestern ereignete sich hier ein Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen, wobei 33 Personen verletzt wurden.
Handel
Laurahütte
127.00
. 115.10
Tendenz: geschäftslos.
242.00
125.00
84 50
157.20
143.00
127.50
251.40
Elektriz. Lahmeyer . .
Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk .
. 34.20
. 144.20
. 144.50
206.60
231.60
34.40
124.50
. 169.00 . 138.95 . 236 20 . 177.00 . 182.80 . 157.75 . 209.60
Berliner Handelsgcs Darmstädter Bank .
Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. , Dresdner Bank Kreditaktien . . . , Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .
Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn
3^°/( 3^7,
. 99.40
. 87.85
. 99.50
. 87 60
. 98.60
16. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . (ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . Türkenlose . . . .
Gelsenkirchen Bergwerk . 220.00
Hamburg-Amerik. Paketf. 157.00
Harpener Bergwerk. . . 206.75
Reichsanleihe do.
Konsols do. . .
Hessen . . .
Oberhessen
3^7, 3% 3^7<
Börse, . 158.10 . 138.70
100.65
100.50
95.70
103.90
70.50
70.70
88.90
95.20
95.35
146.90
53.90
91.00
70.00
98.25
4?o Oesterr. Goldrente. . 4’/s % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 456 Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 396 Portugiesen .. III 4 Vi °/0 russ.Staatsanl. 1905 4%°'a japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose . . . . .
4% Griech. Monopol-Anl.
4 % äussere Argentinier . 4°/0 Mexikaner . . . . 3>$% Chinesen . . . .
Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen.
Frankfurter Börse. 16. Juli, 1.15 Uhr.
231.50
Nordd. Lloyd.....124.50
Oberschics. Eisen-Industrie
Aktien:
Bochum Guss . . .
Buderus E. W . .
Tendenz: ruhig.
Berliner
Canada E. B.....
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Hotel-Restaurant Kronprinz, Bad-Salzhausen.
Billigster, bester Kur- und Sornmeraufenthalt. Profp. Gratis. 3924
für [(mde?1, K^ani^e,@enesenae. Verhütet
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