Ml
Frankfnrter Biir*c 17. September, 1.15 Uhr.
Beichsanleihe
. 98.80
Gerichtssaal.
243.50
Berliner Börse, 17.
September gut Mcfem entlassen wurde,' der Fürsts
B,7/o)
Königliche Eiscnbahudirektion.
5558
B17/,
141.75
128.20
249.20
Canada E. B. . . Darmstädter Bank , Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: ruhig.
. 179.75
. 139.90
. 238.70
. 84.10
. 158.30
September. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. , Laurahütte .... Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Ttirkenlose .....
8XY* 3% 3^% 3% W/. 3%%
nng zu Sich.
siebener Anzeigers.l
X Lich, 16. Zeptenik
. 172.90 . 189.90 . 238.90 . 173.50 . 183.10 . 158.20 . 209.80
. 124.50 . 192.75 . 34.10 . 144.10 . 145.50
86.60
98.75
86 70
98.10
99.75
100.10
94.95
103.10
69.70
70.^0
85.90
93.95
95.90
145.60
54.30
90.00
68.70
97.80
Die Bahnhofswirtschaft in Gießen Strecke Frankfurt a. M.— Cassel ist vom 1. Dezember 1906 ab zu verpachten. Die Bedingungen und Angebotbogen können in unserer Kanzlei — Amtsgebäude Frankfurt-Sachsenhausen, Hedderichstrane 67 — sowie beim Ober-Bahnhofsvorsteher in Gießen einqesehen, auch gegen portofreie Einsendung von 50 Pfg. in bar bezogen werden.
Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe des Pachtvreises, Beifügung ihrer Befähigungsnachweise und einer kurzen Lebensbeschreibung im Briefumschlag verschlossen mit der Aufschrift: „Angebot auf Pachtung der Bahnhofswirtschaft zu Gießen" portofrei bis zum 17. Oktober 1906 vormittags 11 Uhr an uns einsenden.
„Die Oessnung der Angebote erfolgt in unserem Verwaltungsgebäude Hedderichstraße Nr. 61 Zimmer 21 zur angegebenen Zeit m Gegenwart der erschienenen Bewerber.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
Frankfurt a. M., den 13. September 1906.
do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen
Elektriz. Lahm eyer .
Elektriz. Schuckert . Eschweiler Berg-werk
Die Tuberkulose auf dem Lande.
Die Sommergäste, die ihre Ferien auf dem Lande oder an der See verbracht haben und dadurch mit der ländlichen Bevölkerung in nähere Berührung gekommen sind, werden sich manchmal darüber gewundert haben, daß die Tuberkulose auch auf dem Lande eine solche Verbreitung gefunden hat, wie es leider in Wirklichkeit der Falt ist. Zwar lassen gewiß auch auf dem Lande die Wobnungsverbältnisse manches zu wünschen übrig. Indessen liegt die Sache hier doch ganz anders wie in den Städten. Der Landbewohner sitzt nicht tagsüber in seiner Wohnung, sondern ist draußen in der frischen Luft und auch fein Beruf sperrt ihn nicht die größte Zeit des Tages zwischen vier Wände ein. Dazu findet die Arbeit in der Regel in staubfreier Luft statt. Dies alles sind wirksame . Gegenmittel gegen ungünstige Einflüsse mangelhafter Wohnungen. Wenn trotzdem die Tuberkulose auch auf dem Lande als häufiger Gast erscheint, so müssen dafür Ursachen vorhanden sein, die bisher nicht genügend bekannt sind. Cine wichtige Nolle wird hierbei gewiß die mangelhafte Desinfektion solcher Wohnungen spielen, in denen Schwindsüchtige gewohnt haben und gestorben sind. Cin solches Hans kann einen förmlichen Seuchenherd bilden. Zn manchen Gegenden wird der Umstand von Bedeutung fein, daß viele Häuser keinen. Schornstein haben, wie man das sowohl im Binnenlande wie auch in Fischerdörfern findet. Daß der tägliche Aufenthalt in den rauchgefüllten Wohn räum en in hohem Grade gesundheitsschädlich ist, leuchtet ohne weiteres ein, zumal der Bauer und Fischer darauf bedacht ist, Türen und Fenster zu schließen, weil oben an der Decke die Würste und Speckseiten im Rauch hängen sollen. Wenn Dr. Ascher-Königsberg mit seiner Dheorie Recht hat, daß der Rauch in erster Linie an der weiteren Verbreitung der Tuberkulose schuld ist, kann man ermessen, welches Unheil durch diese Verhältnisse angerichtet wird.
Von noch größerer Bedeutung ist vielleicht ein Umstand, auf den bisher anscheinend am wenigsten Rücksicht genommen ist«. Die Tuberkulose ist unter dem Geflügel weit verbreitet: von sachverständiger Seite wird bekundet, daß sie in jedem größeren Geflügelstand vorkommt und daß beispielsweise die Zahl der tuberkulösen Hühner mindestens 2 bis 3 Proz. beträgt. Daß der Erreger der Geflügeltuberkulose mit dem von Koch bei der menschlichen Tuberkulose gefundenen Bazillus völlig identisch ist, ist zwar bisher nicht sicher erwiesen, wird aber von sachverständiger Seite als höchst wahrscheinlich bezeichnet, beispielsweise auch von Dr. Klee, einem Spezialisten für Geflügelkrankheiten. Derselbe Gelehrte sagt in seiner Schrift „Geflügelkrankheiten" ausdrücklich, daß das ßit Tuberkulose leidende Tier seiner Umgebung im höchsten Grade gefährlich ist.
dritte der Stabsarzt absichtlich die vorhandene Bruchanlage über» sehen. Es handelte sieb für Eifert darum, eine Jnvalidenvenllon zu erlangen. Das Strafverfahren mußte eingeftefft werden, weil der erforderliche Strafantrag von feiten des Stabsarztes fehlte. Als Vorgesetzter kann ber Arzt nicht in Betracht kam men da nur der Bezirkskommandeur Vorgesetzter des Reservisten ist.
rn und heute eine Geflimst n g statt unter dem Protei
Gießen, den 17. September 1906.
Großh. Oberförsterei Wieseck Weigand.
Obstversteigerung.
Mittwoch, den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird das der Gemeinde Grüningen gehörige Obst, bestehend in 900 Bäumen sehr vollhängender Zwctschen, sowie
Berliner Handelsges . , Darmstädter Bank . . , Deutsche Bank . . .
Dentsch-Asiat. Bank .
Diskonto-Kommandit. . .
Dresdner Bank . . .
Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . .
Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn . .
Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn .
Schon seit beinah 40 Jahren wird mit so großen Erfolgen von er|tcit Autoritäten und tausenden Aerzten das Nestle'sche Kindermehl angewandt, weil es sich bei Verdauungsstörungen aller vlrt nm besten bewährt hat. Die von einem Kinderarzt verfaßte Broschüre : Tie Pflege des Kindes, seine Ernährung und Ausziehung, em Ratgeber für junge Mütter, versendet gratis u franko Nestle's . Kindermehl G. in. b. Berlin 8 42 Lilckäuerstr. 3. 88,l/8
Kekanntmachllng.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Wetzsteinstraße zwischen Nordanlage und Wetzsteingasse ruon heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt.
Die unterm 17. Juli 1906 angeordnete Sperre der OSüdanlage zwischen Goethe- und Bismarcksiraße wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 15. September 1906.
Großh. Voltzi mmt Gießen.
Herberg.
Birnen zu Honig, Glockenbirnen und Aepfeln losweise versteigert. Der Anfang ist beim Ort.
Grüningen, den 13. September 1906.
Großh. Bürgermeisterei Grüningen.
Gilbert.
. 212.—
34.20 . 127.70 . 145.00
Origirral-Drahtmeldrrngen.
R.B. Darmstadt, 17. Sept. Das Gerücht, das russ. K arserp aar werde im Monat Oktober in Darmstadt ein- breffen, wird von zuständiger Stelle mit der Bemerkung Dementiert, daß hier nichts davon bekannt fei. — Aus /sulaß des Geburtstage? I. K. H. der Großherzogin fmoet heute auf Jagdschloß Wolfsgarten Fam ilien- f aJ 'm ratt/ an ber u. a. Prinz und Prinzessin Franz Joses unt) Prinzessin Viktoria von Battenberg nebst Kindern, sowie
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen bat es gefallen, unfern imiigft gebebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Kenn FersSigiaBieS Pau!
nach langem, schwerem Leiden im Alter von 38 Jahren geifern abend 9 Uhr zu sich zu rufen, was wir Der- ken, tfreunben und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Paul nebst Kindern.
Gießen (Steinstraße 76), den 17. Sept. 1906.
Die Beerdigung findet Mittwoch den 19. b§. Mts nachmittags 31/. Uhr, von der Kapelle des neuen ftrieb- boses aus statt.__________________ 5qoq
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mite-eteilt von der Bank fllr Handel nnd Industrie. Glessen.
4 Oesterr. Goldrente. . 47s Oesterr. .Silberrente 4 56 Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3üo Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4^°/, russ.Staatsanl. 1905 4^6/a japan. Staatsanleihe 4 ?o Conv. Türken von 1903 Türkenlose .... . . 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . 3°/n Mexikaner .... 4j$% Chinesen ....
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W ....
Tendenz: fest.
Obstversteigerung.
Das Obst auf den Bäumen bei den Kliniksneubauten (Zwctschen, Birnen u. einige Aepfel) soll nächsten Mittwoch, den 19. d. Mts., öffentlich gegen Barzahlung versteigert werden. Tie Versteigerung beginnt vormittags 10 Uhr bei der neuen Augenklinik.
Gießen, den 15. September 1906. [B*T/e
Großh. Baubehörde für die Universitatsneubauten, Gießen.
Ob stv ersteigerung.
Donnerstag, den 20. d. Mts. nachmittags 2 Uhr wird das Obst — Aepfel, Birnen, Zwctschen — aus dem kameralfiskatischen Klccgartcn bei Alten-Buseck an Ort und Stelle losweife versteigert.
16„Aei,f Dcr Füsilier Andreas maab II. von der 12. Komp. 80. Regts. wurde wegen Gc - Vor s a msvc r w e^g c r u n g und Beharrens im Ungehorsam bor versammelter Mannschaft vom Krieasgericht zu 43 Tagen Gefängnis verurteilt. Als am 25. August das .Homburger Ba- ^QlHJ zur Truppenschau fuhr, sollte Raab ein Abteil vertanen, well es nur 7 Sitzplätze hatte, während 8 Mann mvLbg* Raab weigerte sich beharrlich, obwohl es ihm
hier ElNlährig-Freiwilliger Unter-
offixier, ausdrücklich befahl. Raab brauchte bloß drei Schritte SU gehen, um in ein leeres Abteil zu gelangen. — Wegen An- ;ris9mnY9-»5tncr our" unwahren Angaben beruhenden Beschwerde a"^?Ele'digung war der Reservist Heinrich Eifert aus dem Landwehrbezirk Höchst angellagt. Eifert bat am 28. November zuständigen Bezirksfeldwebel eine Beschwerde S Oberstabsarzt Dr. Muller vom 33 Regt, zur Wciter- gnbe ans Regiment eingereicht, m der Eifert behauptete, er (et am ^ September v. I., als er eine dreitägige Arreststrafe antreten sollte, nicht auf seine Arrestfähigkeit untersucht worden uno als er am 24. ■ • —
3lt aber die Geflügeltuberkulose wirklich auf den Menschen übertragbar, so muß man sich wundern, daß die Schwind- fuefjt auf dein Lande nicht eine noch viel größere Verbreitung ßefunben hat. Der Bauer lebt mit seinem Geflügel vielfach unter einem Dach, jedenfalls in dessen unmittelbarster Nähe. Dabei ist noch besonders zu beachten, daß die Vogeltuberkulose s'ch 'n der Regel in den Verdauungsorganen abspielt, während tuberkulöse Erkrankungen der Lungen zu den Seltenheiten gehören. Die Hühner fressen den Auswurf schwindsüchtiger Menschen, erkranken dann selbst und verbreiten durch die im
enthaltenen Bazillen die Krankheit weiter.
Es ist dringend zu wünschen, daß die Wissenschaft hier bald Klarheit schafft. Bestätigt sich die bestehende Befürchtung, fo werden gewiß besondere Maßnahmen gegen diese Art der Verbreitung der Tuberkulose ergriffen werden müssen. Schon jetjt aber können die Geflügelvereine mancherlei tun, '"dem sie ihre Mitglieder über das Wesen der Geflügel- tuberkulöse aufklären und sie veranlassen, jedem stark ab= magernden Tier besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dem Publikum aber sei empfohlen, auf den Märkten stark abgelagertes Geflügel nicht zu kaufen.
Bekanntmachung.
Wer für kommenden Winter Fichten-Deckreiser aus den städt. Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies spätestens bis zum 1. Oktober ans ber Bürgermeisterei, Zimmer 15, anzeigen.
Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Der Preis beträgt 20 Psa. für die Welle und ist bei der Anmeldung zu entrichten.
Gießen, den 15. September 1906. ß17/,
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Märkte.
!,cC AraErrt a. M., 17. Sept. lOrig.-Telegr. des „Gießen. Anz. ) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvre is e. Weizen Mk. 17.00—17.25, Kurhessiseber Mk. 18.00—00.00 La Plata Mk. 19 25-20.25, Kansas Mk. 19.25-20.25, Noagen (hiefiger) Mk. 15.25—16.00, Gerste lWetterauerl Mk. 17.25—17.75, Franken- selber Mk. 17.75—18.25, Hafer 15.50—16.25, MaisMk. 13.00—13.50, Weizenmehl 26.75—27.75, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 24.75 bt§ Mk. 25.75, 3. Qualität Mk. 22.75-23.50, Roggenmehl 0 Mk. 24.2o—24.75,l. Qualität Mk. 22.50—23.00, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 12.00 bi§ Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.25—18.25. Alles per 100 Kg. ab hier.
fr 17. Sept. lTelegr. Orig.-Bericht des „Gieß.
Anz. ). Amtl. Notierungen derhetltigen Piehmarktpreise. Fmn 93erfaufe standen: 410 Ochsen, 156 aus Oestreich, 78 Bullen, 6 auS Oesterreich, 0 aus Dänemark, 902 Kühe, Fersen, Stiere und Amber, 0 aus Dänemark, 303 Kälber, 318 Schafe und Hämmel, 1671 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde inr 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen I. Qualität 83—87 Mk., 2. Qual 76-79 Mk., 3. Qual. 69-72Mk.: Bullen 1. Qual. 77 bis 80 Mk., 2. Quasi 72—74 Mk.: Kühe 1. Qual. 81—83 Mk., 2.Qual.
80 Mk., 3. Qual. 66-68 Mk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 100—106 Pfg., Lebendgewicht 60—63 Pf., 2. Qual. 96—104 Pfg., Lebendgewicht 58—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 75—80 Pfg., Schafe: 1. Qual. 83—85, «nDÄn'•(n?°~o0(LW' JA9‘'nL 00-00 Wo.; Schwein- I. Qual. 80—00 Pfg., Lebdgew. 63.00—00.00 Pfg., 2. Qu.79-00Psg., Lebend- 8k'^0500-00 Pfg., 3. Qual. 73-75 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. weichast bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut, Markt unbedeutend, kein Ueberitand. '
Eh c,nnitz, 17. Sept. Eine Versammliing deS Landes- Ausschusses des nationalliberalen sächsischen LandeSvereins nahm eine Erklärung an, die das 93er- hatten der nationalliberalen NeichStugSfraktion bet der NeichSf.nanzreform verurteilt. Die Fraktion habe Verkehrs- und Wirtschaftsleben nicht berücksichtigt.
Besancon, 16. Sept. Heute nachmittag schlug der Dl'tz in das Pulvermagazin dcS Forts Mont- faucon. Da? Magazin flog in die Luft und zerstörte das Fort. Bei der Explosion kamen neun Per- fonen, darunter zwei Offiziere, drei Soldaten und vier Zivilpersonen, u m S Leben; etwa 15 Personen erlitten Verletzungen. Die Leicheti sind zum Teil gräßlich verstümmelt. T^aft alle Fensterscheiben in den umliegenden Orten sind zer- kümmert und die Wege stark beschädigt. Bäume wurden in einer Entfernung von 500 Metern aus der Erde gerissen. Wieviel Pulver explodierte, ist nicht bekannt, doch steht fest, baß es mehr als 10000 Kilogramm gewesen sind. Die Behörden, sowie ein Bataillon Infanterie befinden sich an der Unfallstelle.
Nom, 16. Sept. Die „Tribüne" meldet aus Kanea: Prinz wcorg von Griechenland erließ eine Proklamation an bic Kreter, in der er seinen Rücktritt von der Stellung als £6 er fommiffor bekanntgibt nnd erklärt, daß die Ernennung feine» Nachfolgers den nationalen Erwartungen entsprechen werde. Vrinz Georg wird, wi" das Blatt weiter meldet, die Insel verlassen, ehe sein Nachfolger dort eintrifft, der, wie es bestimmt heißt, Zaimcs sein wird.
Petersburg, 16. Sept. An Stelle des verstorbenen Generals Trep 0 w ist ber bisherige Kommandant des Gendarmeriekorps, General Dcdjulin zum PalastkomMandanten ernannt worden.
Petersburg, 16. Sept, lieber den Tod des General s Trev 0 w wird noch berichtet, daß Trevvw wie gewöhnlich nch wecken lassen wollte, fand man die bereits erkaltete Leiche Drevow äußerte in letzter Zeit wiederholt, er fei ohnehin ein ^°^"owat, die Revolutionäre machten sich unnütze Sorgen.
Moskau, 16. Sept, lieber den jugendlichen Arbeiter <Äve- reto, der bet den Morden von Polizeiangestellten eine hervorragende Rolle gespielt hatte, ausgesprochene Todesurteil wurde heute vollstreckt.
B u e n 0 s - Aircs , 16. Sept. Hier eingetroffenen Meld- ungen zufolge wurde in der Provinz Talea (Chile) vorgestern und geftern die Bevölkerung durch neue Erd er schü 11 erun g e n m Erregung versetzt, sodaß sie die Nacht auf den Straßen zu- brachte.
ZpielplaE drr vereinigten Frankfurter Stadtkheater. Opernhaus.
Dienstag den 18. Sevtember's: „Die Hugenotten." Mittwoch ben 19. Sevtember: „Tannhäusers Donnerstag den 20. September : „Oberon." Freitag den 21. September: „Cavalleria rusti- Hieraus: „Der Bajazzo." Samstag den 22. September: r rt c, V»^1 ielbraU t." Sonntag den 23. Sevtember, nachmittags bnlb 4 Uhr: „Die Geisha." Abends 7 Uhr: „Die Jüdin." Montag den 24. September, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin."
, Schauspielhaus.
■ Dienstag den 18. September'): Zn Hrch. Laube's 100. Geburts- tng: „Graf Essex." Mittwoch den 19. September: „Kettenglieder." Donnerstag den 20. September: „Der Verschwender." Freitag den 21. Sevtember: „Kettenglieder." Samstag den 22. Sevtember:
Sonntag den 23. Sevtember, nachmittags^halb 4 Uhr- „Der Weg zur Hölle." Abends 7 Uhr: „Graf Essex." Montag den 24. September: „Kettenglieder."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
10 ^voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 18. ©eptember: Mäßige westliche Winde, abnehmende Bewölkung, Nachlassen der Niederschläge, imebb? fiihlcr, tags wärmer.
n Tie Ztusiie'lliW irar ftk eilen Hessens und aus den m> . Ähr reichhaltig waren bic er, nir Italiener, für Enten,
VoriüMeö Zücklmaterial
>n. Werfaiifflfafft um-- Li°skellllng mcke bont Fei' sä standen zaUrei'^ Gren- üom Fürsten Karl, einer MelzMvnmen «en >' Itnburq, LaninhnL,
a
-rmkinll MW®*
Meri-Äeklar, ttw TheiMadenbach, Sun*.* Amn-^irWm. HmE-'
Ml-Viesbnden,, lstMM Sy »es
S.w'1'5
«Kn-
SU*® '
Ahier öK d' Di« ■
..„ntrr«5* M
581*®**
efit1-1 st'K-
Gelsenkirchen Bergwerk . 224.40 Hamburg-Amerik. Paketf. 159.20 Harpener Bergwerk. . . 212.25 Lanrahiitte......245.60
Nordd. Lloyd.....127.90
Oberschles. Eisen-Industrie 130.20
'1’*$) btt
l‘",be59'vi4&ae»?W'i tu°» .25000 SIlft in ‘ICC llllt) fvuBere"« * fl6tr* '""l-I'itb t N"«nn fttben Al.
■ stositn einen r ‘ ^*IC
>*i9«n Heu.’; nbt,lN )on. - U «e
worden.
’erAkn«brababq,Wfen, ipiÄt: * i«6hn nunmetji * » «nd lehm x!- teltanbmen äii5|^nt. ■r Citg bet Sonfummfen w "°°d-umd- S,rfri,g 6'at WM, in den sfnbriknrbcits- » 6« Biergenuß vollständiq ihi) von Arbeitern besuchten jant.
ozialdemokrcitie beginnt jungen bereits die Kam- gestern in einer öffentlichen der Liadtverordnete Hütt« baten sürKaffel-Melsung« M Ztg.)
' 62? sä %
Hochschule, die städtische Armeuverwattung, das 'Alice, sprtal und das Kinderheim.
r $ecm5Fr0™' 17- Sept. Der BtationSuorfie^er bes hleiiqcn Bahnhofs, der im Gespräch mit einem Herrn direkt am M-iS stand, wurde von einem einführenden Zuge et- faßt und sofort getötet.
Universitäts-Naebrrchten.
ft Ein Extraordinariat für neuere deutsche Literaturgeschichte wurde in der Würzburger vlnlo- sovhischen Fakultät errichtet und dem Privatdozenten mit dem Titel und Rang eines a. 0. Professors daselbst Dr. Hubert R 0 e11eken übertragen (geb. 1860 zu Grünfelde, in Westpreußenl. Bon seinen Schriften fei seine geistreiche auf psychologischer Basis sich ouf- bauenbe „Poetik" hervorgchoben, von der indes bisher leider erst em Band vorliegt.
vermischtes.
* Kindersegen! „Der „Straßb. Post" zlffolge hat in Zabern dieser Tage die Ehefrau des Korbmachers Adrian das vierundzwanzigste Kind geboren. Da Mann und Frau noch sehr rüstig sind, so hofft die „Straßb. Post", daß das Viertelhundert noch komplett wird.
* Der Fortschritt in San Marino. Die kleine Republik >äan Marino in Italien will sich jetzt auch modernisieren. Bisher lebten die Einwohner glücklich und zufrieden, sie zahlten keine Steuern und Abgaben, sie erhalten umsonst ärztliche Pflege, wenn sie krank waren, und die 60 Mitglieder ihrer repräsentativen Kammer, die auf Lebenszeit gewählt waren, sorgten weise für das allgemeine Wohl. Sie hatten keine großen Lasten für die Rüstungen zu tragen, da sie sich mit einer kleinen Miliz und dem Besitz vier uralter Kanonen begnügten. Das alles sott jetzt, wie der „Gil Blas" schreibt, anders werden. Neben den Errungenschaften der modernen Technik, dem Telegraph und dem Telephon, soll auch das parlamentarische Regime mit seinen Unruhen und Kämnsen einaefübrt werden.


