Ausgabe 
16.5.1906 Erstes Blatt
 
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Canada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank .

Dortmunder-Union C Dresdner Bank .

Tendenz: still.

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aus dem Angedot« zeichnete

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Herborn, 14. Mai. Am SamStag fiel der Maurer Kimpel so unglücklich von einem Gerüst, daß er sofort tot war. Auf dein hiesigen Bahnhof wurde am SamStag

Beichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . . Oberhessen

Betr.r Wie oben.

Nach den Bestimmungen des rubr. Gesetzes sind die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft von den­jenigen zu erheben, welchen die fixierten Reinerträge bei der Ver­anlagung zu den Gemeindeumlagen in Ansatz zu bringen sind. Nach § 8 der Verordnung vom 31. Mai 1902 (Reg.-Bl. Nr. 32) ist ein Beitrag nicht zu erheben von:

4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . 4X°/0 Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W . . .

Tendenz: schwach.

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Lehrlinge:

3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlößer, 2 Wagner, 1 Mechaniker, Buchbinder, 2 Schreiner, 2 Friseure, 2 Schuhmacher, 1 Glaser, Kaufleute.

amtlichen Kenntnis intzieht, bleibt es den Beitragspflichtigen über­lassen, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen ist, längstens bis 1. Juni ds. Js. bei Meidung der Nichtberüelnchtigung zu beantragen.

Gießen, den 3. Mai 1906.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: gez. Dr. Wagner.

Grundstücken, welche zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betriebe überhaupt nicht gehören, allen Gebäuden nebst zugehörigen Hofräumen, Grundstücken von ^Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes gelegen ist, steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirtschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung auf­gehört hat, sei es, daß an Stelle der land- und forstwirtschasr- iichen eine gewerbliche Benutzung getreten ist(z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch, Bebauung eines Grundstücks), den mit einem gewerblichen Betrieb verbundenen Grundstücken, wenn die Versicherung gemäß § 28 des Gewerbeunfallver­sicherungs-Gesetzes zufolge Statuts bei einer gewerblichen Berufsgenossenschaft zu erfolgen hat.

Soweit sich das die Befreiung rechtfertigende Verhältnis der

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. 23.: C-urfchmann.

bezüglic! m. u. £). Vorstais gehilfe -s gewählt

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Es können eingestellt werden:

Ziegeleiarbeiter, Bau- und Maschinenschlosser, 2 Spengler, drei Wagner, 2 Sattler, 3 Schreiner, 2 Glaser, 3 Installateure, 2 jung. Hausburlchen, 5 Lausfrauen, 3 Laufmädchen, 1 Aushilfe, 5 Dienst­mädchen.

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 17. Mai 1906: Vorwiegend trüb, nur zeitweise aufheiternd, leichte Regenschauer.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

40n Oesterr. Goldrente. . 4V5 % Oesterr. Silberrente 4% Unaar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I .

b. e.

Arbeiterbewegung.

Königsberg, 15. Mai. Heute sind die im Holzarbeiter­verband organisierten Bau-, Möbel- und Sargtischler bei den Firmen in den Ausstand getreten, die sich heute früh zur Unterzeichnung des neuen Tarifs nicht bereit erklärt haben. Die Zahl der Ausständigen beträgt etwa 800. Es sind zwischen den beiderseitigen Kvmmissionen Verhandlungen im Gange, die morgen fortgesetzt werden.

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Kuitfi rrrrb Wissenschaft.

(hc.) Man schreibt uns: Das große botanische Werk, die Flora Brasiliens, ist jetzt nach 66jähriger Arbeit voll­endet. Es wurde von Geheimrat Vrvf. v. M a r t i u s in Mün­chen 1840 begründet, nach seinem Tode von Prof. A. W. Eichler in Berlin 186887 fortgeführt und jetzt von Prof. Jgn. Ur­ban zum Mschluß gebracht. Ans der Einleitung entnehmen wir, daß in den 40 Fvliobänden 22 767 Arten (fast doppelt so viel als in Europa wachsen) aus 2253 Gattungen eingehend be­schrieben und auf beigefügten 3811 Tafeln zum Teil auch ab­gebildet find. Der Ladenpreis beträgt 4372 Mark. Unter den 65 Mitarbeitern, von denen nur noch 23 om Leben sind, be­finden sich 38 Deutsche: außerdem beteiligten sich belgische, dänische, englische, französische, holländische, östreichische, schwei­zerische und ungarische Botaniker daran. Die brasilianische Re­gierung gab unter dem Kaiser Dom Pedro II. eine erhebliche Unterstützung: noch der Entthronung desselben zahlte auch die Republik noch einige Male. Seit 1899 hörten aber alle Zu­schüsse auf, so daß das Werk nur unter großen Sorgen und persönlichen Opfern zu Ende geführt werden konnte.

mittag der Güterarbeiter Ring fahren. Der eine Arm wurde und der Brustkasten eingedrückt, Stelle eintrat.

8. Dillenburg, 13. Mai.

Griginal-Drahtinelörrngeir.

Darmstadt, 16. Mai. Tas Groß herzogliche Paar wird heute nachmittag 5.20 Uhr mittels Sonderzuges mit den Battenbergifchen Herrschaften und Gefolge zu der Händel-Feier nach Mainz abreisen. Die Rückkehr soll am Freitag erfolgen. Ein Sonderzug mit Marstall, Wagen, Dienerschaft u. s. w. ist heute früh 7.55 Uhr abgegangen. Ter Schreiner Nicklas, der heute vor° mittag in O b e r - R a m st a d t auf einen in Bewegung befindlichen Zug nach Darmstadt springen wollte und abrutschte, geriet unter die Räder und es wurde ihm der rechte Arm abgefahren.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Heute früh 5 Uhr wurde der 19jährige Rangierer Kilian Roth beim Rangieren auf dem Staats-Güterbahnhof überfahren und so schwer verletzt, daß er sofort t o t war.

Berlin, 16. Mai. Das Abgeordnetenhaus erledigte gestern die Sekundärbahnoorlage in zweiter Lesung. Eisenbalm- minister Breitenbach beklagte lebhaft das Hinscheiden seines Vorgängers von Budde und erklärte, daß er beinüht fein werde, in Buddes Bahnen zu wandeln sowohl in seinem Be­mühen, die preußischen Staatsbahnen auf der Höhe ihrer Aufgabe zu erhalten, als auch in seiner Fürsorge für die Eisenbahnange-

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ffchen Hüttenverein bei Oberscheld (Scheldetal) errichtete Hochofenwerk ist mit nächstem Monat ein Jahr in Betrieb und wirkt durch seine starke Abnahme von Eisenerzen äußerst günstig auf den Grubenbetrieb unseres Tales. Sind doch mehrere stillgelegte Gruben mit minderwertigem Flußeisenstein dadurch in die Lage gesetzt worden, den Betrieb wieder aufzu­nehmen. Auch die seit 1874 vom Nasi. Hüttenverein ein­geführte maschinelle Aufbereitung minderwertiger Eisenerze kommt demnächst auf sämtlichen Betrieben unseres Tales zur Anwendung. Das Hochofenwerk wird nämlich eine elektrische Kraft-Zentrale errichten.

X. Wetzlar-Niedergirmes, 13. Mai. Die hiesigen Kaninchenzüchter haben sich heute entschlossen, einen Kaninchenzuchtverein zu bilden. Die Kaninchenzucht, die schon lange in England und Frankreich rationell betrieben wird, findet allmählich auch in Deutschland eine besiere Pflegstätte.

* Kirtorf, 14. Mai. Am Himmelfahrtstag e findet auf der9Iue* bei Kirtorf nachmittags ein evangel. Volksfest statt. Hauptredner ist Pfarrer Hüttenrauch auS Halle a. S. Bei ungünstiger Witterung wird die Veranstal­tung in den Sälen zu Kirtorf abgehalten. An beni Feste beteiligen sich die Zweigvereine des Eo. Bundes zu Arnshain, Heimertshausen, Kirtorf, Ober-Gleen und Wahlen, die Kirchen­gesangvereine zu Alsfeld, Kirtorf, Ober-Gleen, Romrod und die Männergesangvereine zu Erbenhausen, Leusel und Kirtorf.

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Märkte.

0^Kirchhain, 1'5. Mai. Bei dem heutigen R i n d v i e h - und Schweinemarkt war im allgemeinen ein llciner Rück­gang der Preise zu konstatieren. Der Auftrieb an Kühen, Rin­dern und Kälbern belief sich auf rund 420 Stück. Besonders verlangt und auch gut bezahlt wurden frischmilchende Kühe. Ter Schweinemarkt war mit etwa 600 Stück Ferkeln und Läufern befahren. Erstere kosteten 4555 Mar? und Läufer je nach Größe und Qualität 80120 Mark pro Paar. Ta die Käufer im Glauben waren, bei den folgenden Märkten in der Umgegend noch billiger kaufen zu können, blieb der Handel etwas flau.

kc. Frankfurt a. M., 16. Mai. Qrig.-Telegr. desGieß. Anz/si Viehmarkt. Zum Verkaufe standen 00 Kälber 00 Schafe und Hämmel, 1031 Schweine: 1. Qual. 6768 Psg. Lebendgewicht 52.5053.50 Pf., 2. Qual. 6566 Pf., Lebendgewicht 51.50 Psg., 3. Qual. 5658 Pfg. Kälber 1. Qual. 0000 Pf., Lebendgewicht 0000 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendqewich: 0000 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Psg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 0000 Pfg. Geschäft: gut, Ueberstand unbedeutend.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

Firn nkfnr ter Börse. 16. Mai, 1.15 Uhr.

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handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Reich sbank-Diskvnt. Aus einer Korrespondenz der F. Z." aus Berlin geht hervor, daß die Situation der Reichs­bank immer noch ungünstig ist. Die Ansprüche sind noch sehr groß, zumal von einem Rückgang in der Industrie wie er nach dem Inkrafttreten der Handelsverträge erwartet wurde, bis jetzt

1 Maschinenschlosser, 1 Buchbinder, 2 Wasch- und Putzsrauen, 1 Lausirou, 1 Bureaugehilfe, 1 Bureaudiener, Aufseher ob. Lagerist.

stellten. In dem Prozeß gegen den Pastor Ritter aus Werder an der Westbahn ernannte die 5. Strafkammer des Land­gerichts II unter Zubilligung mildernder Umstände auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis wegen Sittlichkeitsverbrechens. Die von der sozialdemokratischen Partei auf gestern abend einberufenen 43 Protestversammlungen gegen die neue S ch u l v o r l a g e waren durchweg stark besucht. In einigen Fällen mußten die Säle wegen Ueberfüllung geschloßen werden. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Uebereinstimmend gelangte eine Resolution zur Annahme, worin der Schulgesetzent­wurf als ein Angriff auf die Selbstverwaltung der Gemeinden und als eine erhebliche Verschlechterung der jetzt schon durchaus unzu­reichenden Volksschule bezeichnet wird.

Hamburg, 15. Mai. Drei Hamburger Segel­kutter,Ingmar",Emilia" und 'Sophie Whistley", sind während des in den letzten Tagen wütenden Sturmes in der Nordsee u n t er g e g g n g e u. Die gesamten Besatzungen von 7 3 Mann sind ertrunken.

L ü n e b u r g , 15. Mai. Wegen verschmähter Liebe tötete hier der 22 jährige Former Mewes ein 19 jähriges D i e n ft m ä d ch e n , indem er 5 Revolvcrschüffe auf dasselbe abgab. Ter Mörder ist flüchtig.

Breslau, 15. Mai. Die ,,Schles. Ztg." meldet aus R au- schg (Kveis Görlitzl: Heute mittag erfolgte im Keller des dem Kaufmann Fiedler gehörenden Hauses eine heftige Sviritus- explvsion, wodurch ein Dienstmädchen getötet nnd der Hans- Hafter schwer verletzt wurde.

Stockholm, 15. Mai. Die 'zweite Kammer nahm abends mit 134 gegen 98 Stimmen den Regierungs-Entwurf über die Wahlrechts-Reform am Trotzdem ist die Vorlage ge­fallen, da sie, wie gemeldet, gestern von der ersten Kammer ab­gelehnt worden ist.

Petersburg, 15. Mai. Zu Beginn der tätigen Duma- Sitzung trat das Hans in die Beratung eines Teiles der Geschäftsordnung ein, der mit einigen redaktionellen Aender- nngen angenommen wurde. Sodann begann die Beratung des Adreßentwurfes. Ter Mg. Graf Hevden und 50 Bauern­abgeordnete stellten einen Antrag auf Vertagung der Beratung bis morgen. Dieser Antrag wurde abgelehnt, worauf der Referent der Adreßkommission, Nabokow, den Entwurf unter andauern­dem Beifall verlas. Hieraus wurde die Sitzung auf chic Stunde unterbrochen.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forst­wirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen.

Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffenllichen Kenntnis.

Gießen, den 14. Mai 1906.

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* Eisleben, 15. Mai. Heute nachmittag gingen in der hiesigen Gegend schwere Unwetter nieder. Bei Wormsleben schlug der Blitz in eine Gruppe von 25 polnischen Arbeitern ein, die auf dem Felde beschäftigt waren. Ein 18 jähriger Ar­beiter war sofort tot, eine Arbeiterin wurde schwer verwundet. Vier Arbeiter wurden betäubt, erholten sich aber bald.

* Brüssel, 15. Mai. Durch das heftige Unwetter, das, wie gemeldet, gestern in Lüttich, Löwen und anderen Landesteilen gewütet hat, wurden mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgange herbeigeführt. Die Züge zwischen Brüssel und Deutschland erleiden große Verspätungen.

Bordeaux, 15. Mai. Ter russische DampferLeo", von Bordeaux kommend, stieß in der letzten Nacht in der Nähe von Pauillac in der Girondemündung auf einen italienisch en Dreimaster, der in der Gironde Anker geworfen hatte. Der ttalienische Dreimaster sank. Zehn Mann ertranken.

herrscht noch keineswegs eine, sonderlich beruhigte Stimmung und die Aussichten sind nicht so, daß man von wirklich nor­malen Zuständen sprechen könnte. Weiter sind auch noch unsere auswärtigen Wechselkurse nach wie vor recht ungünstig, sodaß in den allerletzten Wochen Gold wenn auch nur in geringen Be- ttägen an das Ausland abgegeben werden mußte. Aus allem ergibt sich, daß eine Diskontermäßigung seitens der Reichsbank im geaenwärtigen Zeitpunkt nichtzuerwarten ist.

Köln, 15. Mai. Das rheinisch-westfälische Koh­lensyndikat erwarb von der Stadt Kiefeld am Krefelder Hafen eine Fläche von acht Morgen, um dort, wie dieKöln. Volksztg." meldet, einen großen Kohlenlager platz an­zulegen.

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