Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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und
Rußland
Nr. 114
Erscheint täglich aufeer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamilien- blätter Dtermal in der
Woche beigelegt.
m nationSbrud u. Ver» II , der Brüh l'schen Unwers.-Buch-u.Stein- bmderei. R. Lange. Redaktion, Eroeditioa und Druckerei:
Schul st raße 7.
Nedaktion 113
Verlag u.Exped.e^öl Adresse für Dcoeichen: Anzeiger Gießen.
ZLns StQ-t nnd Land.
Gießen, den 16. Mai 1906.
** Der Großherzogliche Hof legt wegen des Ablebens der Prinzessin Friedrich Karl von Preußen acht
brucf stürzte der Giebel der Scheune ein und durchschlug das Gewölbe des Kellers. Wiederholt schlug in den genannten Orten und in der Umgegend der Blitz ein. Auch in der Gemarkung Geinsheim wurden Verwüstungen angerichtet.
(Frkf. Ztg.)
W. Wiesbaden, 15. Mai. Der König von Schweden ist nach längerem Kurgebrauch heute vormittag mit dein fahrplanmäßigen Zuge nach Honnef abgereist. Von dort begibt sich dec König mit der Königin von Schweden nach Köln, von wo morgen die Heimreise nach Schweden angetreten wird.
Hanau, 14. Mai. Die nach einem Beschlüsse des Stadtverordnetenkollegiums zur Einführung gelangende Wertzuwachssteuer für bebaute und unbebaute Grundstücke soll n. d. ,Frkf. Ztg." erhoben werden, wenn der vom Veräußerer des Grundstücks erzielte Gewinn 15 Pro-, übersteigt. Bei Veranlagung dieser Steuer ist es belanglos, ob dec Erwerb des Veräußerers vor oder nach dein Inkrafttreten dieser Steuerordnung stattgefunden hat. Die Wert- zuwachssteuer beträgt 10 Proz. der 15 Proz. überschreitenden Wertsteigerung, zuzüglich 2 Proz. der Wertsteigerung über 50 bis 75 Pcoz., 4 Proz. über 75 bis 100 Proz., 8 ProL. über 100 bis 150 Proz., 12 Proz. über 150 bis 200 Proz. und 15 Proz. der Wectsteigerung über 200 Proz. Die Wert- steigeruna bis zu 15 Proz. bleibt steuerfrei.
gemeine Gesänge wechselten mit Klavier- und humoristischen Vorträgen ab. Die schöne Feier hielt die Teilnehmer bis zur späten Stunde zusammen.
* * Athletik. Bei dem am 13. Mai in Griesheim am Main stattgefundenen Wettstreit erhielt der Athleten- Klub Einigkeit hier folgende Preise im Stemmen: Karl Martin in zweiter Klasse den 5. Preis und Aug. Weber in dritter Klasse den 26. Preis.
- Alkohol. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, wird der Gießener Kreisoerein des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke Sonntag, 20. Mai, nachmittags 3Vz Uhr auf dem Marktplatz zu Londorf eine Versammlung abhalten. Neben einem belehrenden Vortrage über die Alkoholfrage und die Notwendigkeit der Bestrebungen des Vereins sollen Vorträge unterhaltender Art geboten werden. Auch wird der Londorfer Gesangverein ,Frohsinn" die Besucher durch einige Lieder erfreuen. So dürfen lehr- und genußreiche Stunden in Aussicht gestellt werden. Gewiß wird deshalb mancher nächsten Sonntag seine Schritte nach dem lieblichen Lumdatal lenken und durch die Teilnahme an der Versammlung sein Interesse für die Niäßigkeitssache bekunden.
* • Unwetter in Ob erhessen. Am Montag herrschte bei Hungen und Langsdorf ein furchtbares Gewitter, ein wolkenbriichartiger Regen ging nieder, Wege und Straßen standen voll Wasser. Bei Büdingen und Mittelgrün- dau überflutete das Wasser Wiesen und Aecker und richtete beträchtlichen Schaden an. In Mittelgründau zündete dec Blitz zweimal, es brannten ein Wohnhaus, zwei Scheuern und mehrere Stallungen nieder.
• • Arbeiter-Kolonie Neu-Ulrichstein. Im Anschluß an unsere Notiz in Nr. 110 des Gießener Anzeigers, 1. Blatt, vom 11. Mai, erklärt Inspektor Schm ick in Breitenau, der in den Jahren 1887 und 1888 Leiter der Kolonie Neu-Ulrichstein war, mit aller Bestimmtheit, daß mit seinem Wissen und Willen ein derartiger Fall, wie er in der Berliner Morgenpost geschildert wurde, nicht vor- gekommen ist.
Bad-Nauheim, 15. Mai. Mit dem Heutigen tritt das staatliche Elektrizitätswerk zum ersten mal in Tätigkeit; die Stadt ist daran angeschlossen. — Von dem Polizeiamt ist für die Stadt eine MilchverkaufSordnung ausgestellt worden, die die Annahme deS Stadtvorstandes fand. — Die Stadtverordneten-Versammlung hat auf Ersuchen der Schulen und Vereine die Wiese hinter dem Zander-Institut zu Spielplätzen zur Verfügung gestellt. — In dem Wäldchen am Goldstein haben sich mehrere Nachtigallen eingefunden. In den Kreisen der Kurgäste ist man über die Ankunft der seltenen Sänger sehr erfreut; morgens und abends lauschen viele dem herrlichen Gesang.
4- Schlitz, 15. Mai. Die Erbgräfin Amelie von Schlitz, gen. von Görtz, geb. Prinzessin von Thurn und Tax's, wurde vorgestern in Rom von einer gesunden Tochter entbunden.
hc. Darmstadt, 15. Mai. Auf eine 25 jährige Tätigkeit im Dienste der Hofbibliothek kann am 16. d. Ni. der Direktor derselben, Dr. phil. Adolf Schmidt, zurückblicken. Bibliotheksdirektor Schmidt, ein geborener Darmstadter, steht im 49. Lebensjahre. Er studierte in Gießen und Straßburg und promovierte 1880 an letzterer Hochschule. Am 16. Mai 1881 wurde er als Akzessist an der Groß-
Ausland.
Brüssel, 15.Mai. Der Internationale Zucker- aus schuß erörterte gestern und heute die Frage der Behandlung des brasilianischen Zuckers in den Vertrags- ländern und entschied sich nach gründlicher Prüfung der Lage dafür, daß kein Anlaß vorliege, die in der Sitzung vom 13. Oktober 1904 festgesetzten Zuschlagszölle für brasilianischen Zucker ausrecht zu erhalten.
Cagliari, 15. Mai. Bei dem gestrigen Zusammenstoß auf dem Bahnhof hatten Militär und Polizei 25 Verletzte. Auf Seite der Manifestanten wurden 18 ver- ivundet, von denen zwei nach dem Hospital geschafft mürben und dort starben. — Die Ruhe ist wieder hergestellt. Weitere Ausschreitungen anläßlich der Einführung der lokalen Steuern sind dank dem Einschreiten der Behörden nicht erfolgt. Der Bürgermeister und die Beigeordneten reichten ihre Entlassung ein.
Cettinje, 15. Mai. Hier eingetroffenen Meldungen zufolge haben in den Dörfern Stöger und Baritsch muselmanische RizarnS seit zwei Tagen gegen Christen gekämpft. Die Zahl der Toten und der Verwundeten ist noch nicht bekannt, doch soll sie ziemlich bedeutend sein. Die christlichen Familien sollen sich über die montenegrinische Grenze in Sicherheit gebracht haben.
Addis Abeba, 15. Mai. Der deutsche Gesandte Coat es ist hier eingetcoffen.
Tokio, 15. Mai. Der Ministerpräsident Saionyi ist hierher zurückgelehrt. Man erwartet, daß dmch seine persönliche Anwesenheit in der Mandschurei nunmehr die Hemmnisse, die sich hinsichtlich der dort zu ergreifenden Maß- nahmen auS Reibungen zwischen Militär und Zivilbehörden ergeben haben, behoben sind. Andererseits glaubt man, daß, wenn die Russen die Mandschurei nicht gemäß der Bestimmung des Portsmouther Vertrages räumen, auch Japan nicht aus dem Lande herausgehen ivird, da jede Partei a u g e n s ch eiulich das Verhalten der anderen ab wartet.
Herz. Hofbibliothek in Darmstadt angestellt. Fünf Jahre später wurde er Sekretär und 1895 Bibliothekar. Arn 6. Juni 1904 erfolgte feine Ernennung zum Direktor bet Hofbibliothek als Nachfolger von G. Nick.
Worms, 15. Mai. Die Gemeinden Gundheim Dalsheim (Kreis WormS) wurden heute früh durch em schweres Unwetter heimgesucht. Die Aecker befinden sich in einem trostlosen Zustande. Ueberall drang das Wasser in die Keller, Scheunen und Ställe. In Dalsheim drang das Wasser durch die Westseite der alten Befestigungsmauer in das Gebiet eines Landwirts; durch den gewaltigen Wasser-
tägige Trauer an.
" Hessisch-Thüringische Staatslotterie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe siel ein Gewinn von je 10 000 Mk. auf Nr. 22116 (nach Mainz), 39254 (nach Mainz), 49166 (nach Altenburg), Gewinne von je 5000 Mk. auf Nr. 6983 38265 48951 86905, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 5347 9231 19509 28531 36287 36308 41196 80299 59728 60714 61913 66051 74288 81329 82359 82544 94433 97697 97765 98767. (Ohne Gewähr.)
•• Der Präsident der 2. Hess. Kammer, Geh. Negierungsrat HaaS, begeht am 8. Juni d. I. die Feier seines 25jährigen Abgeordnetenjubiläums. Dec Jubilar ist am 26. Oktober 1839 zu Darmstadt geboren, besuchte die Universität Gießen und trat 1862 als Akzessist in den Staatsdienst, aus welchem er am 15. Oktober 1900 als Kreisrat in Offenbach in den Ruhestand trat. Haas ist seit 1893 Präsident des hessischen Landwirtschaftsrats, seit 1898 nationalliberaler Neichstagsabgeordneter für den Wahl- kreis BenSheim-Erbach und seit 1881 Landtagsabgeordneter. Er vertrat bis zur letztjährigen Wahl den Bezirk Pfungstadt- Erbach. Da ec hier seinem sozialdemokratischen Gegner unterlag, fand er durch banernbündlerische Unterstützmig ein Unterkommen im Wahlkreis Fürth-ReichelSheim. Kammerpräsident ist er seit 1898. In einer gestern vormittag im StündehauS stattgehabten Besprechung von Abgeordneten wurde angeregt, am 8. Juni eine Festsitzung bet 2. Kammer zu veranstalten. Ferner soll ein Festmahl arrangiert werden und auch ein parlamentarischer Abend ist in Aussicht genommen. _
•• Der israelitische Lehrerverein im Großher- zogtum Hessen halt Donnertag, 24. Mai seine Generalversammlung in dem Gesangsaal der Philanthropin in Frankfurt a. M. von morgens 10% Uhr an unter dem Vorsitze des Lehrers Wertheimer von Heldenbergen ab.
Der Männer-Turnverein Gießen hielt am Sonntag sein diesjähriges Zöglingswetturnen ab, mit dem gleichzeitig eine Vorturnerprüfung verbunden war. Die Beteiligung fettens dec Veceinsmttglieder war sehr gut, und man konnte auch mit den Leistungen der Zöglinge recht zufrieden fein. Die Bekanntgabe der Sieger und die Verteilung dec Ehrenurkunden fand gelegentlich des Farnilien- abends im Wintergarten vorn Hotel Schütz statt. Dieser
Petersburg, 15. Mai. Ter „Tcoiroic Wremia" zufolge..... .... _______ ______ _ , _ .
M XX L- kni erfreute ftch eines °ußer°rknüuh -°hl--ich-n Besuches. All°
Umfang einer Amnestie offen. Nach dem „Nowoje Wremja" soll im Ministerrat auch die Auflösung der Reichsduma wegen ihres oppositionellen Charakters zur Sprache gekommen sein. Die Auslösung sei jedoch nicht h'tr wünschenswert, sondern im Gegenteil für gefährlich erklärt worden.
— Als der vermutliche Mörder des Bizeadmirals Kusmitsch ist eine Person verhaftet worden, die sich P a s ke w i t sch nennt mü> angibt, Student der hiesigen Universität zu sein.
Zar i zyn, 14. Mai. Eine etwa 4000 köpsige Vol ks- menge, die sich heute abend infolge des Streites zwisck>en einer die Straße durchziehenden Gruppe mrd Kosaken angesammelt hatte, verlangte die Entfernung der Kosaken, worauf sie ruhig auseinander gehen wolle. Als die Menge aus ihrer Forderung beharrte, ließ der Polizeimeister die Kosaken feuern. Da- durch wurden 8 Personen vertvundet, eine davon tödlich.
rcolonialpost.
Berlin, 15. Mai. Am 11. Mai v cr storben: (gefreiter Adam Mikloweit, geb. in Lapallen, iruher Gard^sAorner- Dat. im Lazarett Swakopmund an Nierenentzündung und Mass ersucht; Reiter Georg Seibel, geb. m $rana, fricher 2. Grobherzog Hess. Dragoner-Regiment (Lerb- Drag.-Regt. 24!, im Lazarett K^eetmanshoop an ^ppyus.
Erstes Blatt LS«. Jahrgang Mittwoch 1«» Mai ISO«
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V sährlich Mk. 2.20; durch
Acheim Anzeiger
General-Anzeiger v
Teil: P. Witt ko: <üt .Stadl und Land' und ®end)tdfaal'; Ernst Heb; chr ben Anzeigenteil: Hans Beck.
1 Die Heutige Yurnmer umfaßt 12 Seiten.
Aer Kaiser im ReichsLand.
> Metz, 15. Mai. Der Kaiser begcrb sich heute morgen balo nach öVs Uhr im Automobil nad) der „Feste Kaiserin" ii stieg zu Pferde. Die hier versammelte Generalität Hütte ,v , ebenfalls dort eingcsunden. Cs begann eine größere 11 oung, für die die Pionierbataillone sck)on in der Nacht umfangreiche Arbeiten ausgesuhrt halten, dlach Eintreffen des Kaisers begann eine Angris fsübung, bei welcher der größte Teil der Jnfanterieregimenter der Garnison, die Artillerie, einige Mteilungen ^urvallerie und die Ma-- schinengewehvabteilung hinzugezogen waren. Auch die umliegenden Festen beteiligten sich an dem Gefecht. Atach Schluß der Hebungen nahm der Kaiser in der Nähe der „F-ste Kaiserin" einen Vorbeimarsch aller zur Hebung ausgerückten Truppenteile ab. Nach der Abnahme des Vorbeimarsches begab fick) der Kaiser im Automobil nach Grave- lotte, wo er die Gcdcnkhalle besuchte, und bann nach Nezonville, wo er das Quartier Kaiser Wilhelms während der Tage vom 16. bis zum 18. August 1870 besuchte. Gegen 11 Hhr traf der Smifer wieder in Metz im Generalkommando ein. Um %1 Uhr begab sich dec Kaiser wieder in das Be- zirkspräsidium, um beim Grasen Zeppelin-Aschhausen das Frühstück einzunehmcn. Nach dem Frühstück ließ sich der Kaser im Garten des Bezirkspräsidiums durch den Oberstleutnant Sck)ramm vom Sächsischen Fußartillerieregiment Nr. 12 M o d e l l e a l t e r g r i e ch i s ch e r u n d r ö m i f ch e r Wurfgeschütze vorführen und empfing dabei den Bor- (ta cd des Vereins für lothringische Geschichte und Altertümer. Hierauf hörte der Kaiser den Vortrag des Metzer L i e d e r t r a n z c s, der lothringische Volkslieder vorführte, btc auf Wuusch des Kaisers voin Kapellmeister Wolssram mit Jnstrumeutalbegleitung versehen worden waren. Der Kaiser dankte den Sängern mit freundlichen Worten und wünschte den Liedern weiteste Verbreitung, besonders die Kinder möchten sie lernen. Der Kaiser empfing dann die Mitglieder des lothringischen Bezirksausschusses mit dem Präsidenten Jaunez an der Spitze. Um 3Va Uhr verließ der Kaiser das Bezirkspräsidium, machte der Witwe des v gerate Stoetzer einen Besuch und kehrte dann im Mttomobil nach Schloß 11 r v i l l e zurück.
' Metz, 15. Mai. Der Kaiser hat gestern durch den ^lügeladjutanten Major v. Friedeburg einen Kranz am (vrabe des verstorbenen Generals v. Sroetzcr niederlcgen lafsew. __
Deutsche Bürgermeister in England.
London, 15. Mai. Tas gestrige Bankett nahm einen glänzenden B.rlanf. Von der deutschen Botschaft war wegen des Ablebcur' der Prinzessin Friedrich Karl meinanb vertreten. Der Kriegsminister brachte in deutscher Sprache einen Trink- spcuch auf dao Kaiserpaar aus uno hob die wanderbare Entwicklung des Teurscheu Reiches int lebten JahrlMndert hervor, eine Entwicklung, die er als eine der größten Lehren der Geschichte bezeick neie. Ter Kaiser vereinige in sich die Fähigkeiten eines Denkers und Kämpfers. Redner hob sodann des Kaisers F-rre- densliebe hervor und betonte die wunderbare^Eutwicklnng Deutschlands in erzieherischer und tommerzieller Hinsicht. Ter Kvifer sei nicht nur ein großer Kaiser, sondern auch em großer Uh-finn. Ter Redner schloß mit den Worten: kamt keine Rede von
einer Rivalität zwischen England und Dentichland sein! Der Trinkspruch wurde mit sehr großer Begeisterung aulgenommen. Overbürgermeister Kirseguer erwiderte nut dorten der An- erieunuug für den Toast Haidane's. ^-tr ^ohn Gorst betonte bu Ueberlegenheit Deutschlands in städtischen Einrichtungen. Es sei schwierig, wirtliche Gründe für eine Fe'.ndschäft zwisdyen dem h-iitsä en und dem l ugüschen Volke zu finden. Er holst, dal;, wenn ' beide Völker kämpseu würden, dies Seite an ^ette ge- scheheii würbe. Tie Wohlfahrt Deutschlands vermehre nur die Wohlfahrt Englands. , , .., „
Heute vormittag um zehn Hhr begaben ,ich die hier zu Besuch weilenden d e u t s ch e n S t a d t v e r tr e t e r nach dem Haupi- quarticr der Feuerwehr, besichtigten verlchiedene FeuerLsch- und Rettunasapparate uno wohuteti einigen Hebungen bei. Bon dort aus ging es nach Elerkenwell, wo die Herren dem Unternäjt in der Myddletonschule beiwohnten. . „
Später srichsrückten sie in den GeschaiMaumen der Scitung Doilk) Tribüne". Dem Fr'ähstück ivohnte eme große Anzahl hervorragender Persönllchkeiten oei. Der Eh-ssekretär für Irland, Brvee, brachte ein 5ooch ans den Wiser ans, gedachte un Lause der Rede Karl Schurz' nnb tagte: Europa habe f-lmercka keinen würdigeren Bürger gegeben als die,en ^n deutscher Sprache fügte Dryce hinzu: Er und e des HerzenS wtd di-
Gefühle der Englmtder nnD der Deut,men immer freundschaftlich. Deutschland genieße die volle Sympathie Englands, obgleich gewisse Blätter m beiden Ländern gelegentlich Mipttauen taten. Tie Rede wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. 4,en Stadtvertretern wurde eine Willlommenadreise Übersicht, wosur sie ihren Tank aussprachen. Die Vertreter der deutichen Stadtverwaltungen besuchten ferner heute roimittag öie beiden Hauser des Parlaments. Sie begaben pch zuerlt m das Hnterhaus, wo der Minister des Lolcckverwaltungsamte^ ^ones Auruv sie begrüßte. Nachdem die Herren au, der Ferrane des ^arlanientv- gebäudes den Tee eingenontmen hatten, statteten sie dem Ober- Hanse einen Besuch ab. Nach dem Derl^sen dc^ Parlamentsgebäudes besuchten sie die Westminster-Abtei dann die stadtisckstn Arbeiterwohrnrngen zu Milbmik und die elettri,che Zenttalstatwn her Hntergrundbahn.__ ___


