Ausgabe 
2.11.1906 Erstes Blatt
 
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des Justizrat FuchS zu

Judentums und Beleidigung

Der Staatsanwalt

14 Tagen Gefängnis verurteilt.

Wetter mar klar und sichtig, es herrschte, aber ein starker Sturm bei hoher milder See. Der Viermastcr traf den

konsulat in Antwerpen verhört wurde, hat die Kollision des DampfersHermann" in der Nähe des Goofcrin-Feucrschiffes mit einem Viermaster am Sonntag abend stattgefunden. Das

hatte einen Monat beantragt.

Newyork, 2. Nov. Emma Goldmann, sowie weitere wegen Verherrlichung des Mörders des Prä­sidenten Mac Kinley verhaftete zehn Anarchisten sollen auf Grund des nach der Ermordung Mac Kinleys erlassenen Paragraphen gegen die Anarchisten prozessiert werden. Das Strafmaß lalltet auf Zuchthaus bis zu 10 Jahren. Sieben Inhaftierte sind unter 20 Jahren, sechs sind weiblichen Ge­schlechtes. Tic gesprengte Versammlung widersetzte sich der Festnahme der Genossin, Schneiderin Lena Sweet, aufs hef­tigste und überwältigte beinahe den sie verhaftenden Polizisten.

Gr-gsttaL-DrahLmeLdringen.

Breslau, 2. Nov. Der Stadtverordnete Lehrer Drischel wurde im Klosetraum eines Eisenbahnzuges der Nichtling Vrcslali-Strehlen erschossen aufgefunden. Drischel hat wegen sittlicher Verfehlungen in der Schule (er war Mädchen-Schullehrer) Selbstmord verübt.

Hamburg, 2. Nov. Redakteur Siering vom hiesigen antisemitischenDeutschen Blatt", welcher eine im vorigen Jahre unter dem Vorsitz des Justizrats Fuchs ab­gehaltene General-Versammlung des Vereins der deutschen Juden als Veranstaltung einer inter­nationalen verschworenen Betrüger-Bande be­zeichnete, wurde vom Landgericht wegen Beschimpfung des

Aus Stadt und Land-

Gießen, 2. Nov. 1906.

Besitzwechsel. P. A. Christ opHers en verkaufte seinen am Großen Steinmeg gelegenen Bauplatz an Vautechniker Philippi zum Preise von 13 500 Mk. SchuhmachermeisterWaldschmidtkaufte von P.9LChri sto- ph ersen desien Wohnhaus in der Friedrichstraße für 37 000 Mk. Das Haus Frankfurterstraße 46, dem Maurermeister Winn gehörig, ging durch Kauf, 60 000 Mark, in den Besitz der Frau Direktor Lauben­heimer über.

* Silberne Hochzeit feiern am Sonntag, den 4. November, der nahezu 25 Jahre im Dienst der Brauerei Friedel und Asprion stehende Arbeiter Wilh. Balser und

dampfer gerettet wurde. Ein Telegraphen - Bureau cr- Nach der Aussage des

Vermischtes.

Schiffs un glück. Der am Donnerstag in Hamburg angekommenc cngl. DampferHydaspes" rettete am Montag den auf einem Stück Holz treibenden Koch des im Kanal gesunkenen Bremer DampfersHermann". Der Koch erklärt, er sei sieben Stunden auf dem Wasser umher- gettiebcn. Der Zusammenstoß sei morgens 4 Uhr bei sichti- gein Wetter, starkem Winde und bewegter See erfolgt. Der Kapitän Clcgg vomHydaspcs" teilt mit, er habe am Montag in der Nähe des Goodwin-Fcucrschiffes eine Menge Wrackstücke treiben sehen und daraus geschlossen, daß ein Schiffszusammenstoß stattgcsilnden habe. Er ließ scharfen AuSguck halten und man entdeckte den treibenden Koch, der mit einem Rettungsboot an Bord geholt wurde. Vom Hydaspes" aus sah man auch einen Mann auf einem kiel­oben treibenden Boote, als er von einem Fischer-

erfotatc heute nadimittaq unser Beteiligung einer ganz im. fährt folgende Einzelheiten: .

^Rhnri» nrnr-en Slmabl Leidtragender, unter denen sich gereiteten Heizers Mörser, der rar dem deutschen General- St-°^ist?rEw-ld,NnanzministerGnauth, Ministerial-Ip^"'^ n,rMrf nn.rde. bat die Kollftwn des

Präsident Braun. Geheimer Kabinettsrat Rämheld u. a. befanden. Das Präsidium der 2. Ständekammcr war durch Präsident Geh. Regierungsrat Haas und Abg. Reinhart vertreten. Die Stadtvertretung war mit Oberbürgermeister Morneweg an der Spitze und fast sämtlichen Stadtver­ordneten zugegen. Die Beisetzungsseier mußte des großen ZudrangS wegen am offenen Grabe stattfinden, wobei Pfarrer Rückert eine ergreifende Gedächtnisrede hielt, der die Worte ous Ev. Joh. 9, 4 zu Grunde lagen:Ich muß wirken die Werke deß, der mich gesandt hat, so lange es Tag, ist; ^cs kommt die Nacht, da Niemand wirken kann." N'ch Trauerrede und der Einsegnung erfolgte die NiedLrlegung mann*.

fc ft r a n f t u r t a. M., 2. Nov. Orig.-Telegr. des(Siek. Auz.") Biehmark t. Zum Verkaufe standen ^Kalber 00 Schafe und Hammel, 4uo Schweine; 1. Qnal. 76 00 4-ig. Lebendgewicht 59.50-00.00 Pf., 2.£ua(. 74-75 Lebendgewicht 58.50-59 Psg., 3. Qual. 68-70 Pfg. Kalber 1- Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00-00 P?g., 2. Qual. 00-00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00- 00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Psg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft, gedrückt, Uebcrstaud bebcutcnb. __

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt ct-r ..mvr .-.in Rubrik stcheiidcn Artikel übernimmt die Redaktion d-n N-ublikum gegenüber keinerlei

Verantivortung.)

In einem Artikel der gestrigen Nummer des G. D. wird die angenehme Seite des neuen B-ebauungsplanes für den Nähr ung s' berg hervorgeMen.

Wie sich die Pläne auf den Grundstücken der früheren Aktten- brauerei gestalten sollen, darüber h^rt man, fast nichts, aber man sollte meinen, daß dies neu erschlossene Gelände sich Nicht weniger zu einer Viltenkolonie eignen würde, als der Nahrungsber^ Um auf diesen zu kommen, möchte ein dort Betroffener doch auch einmal die Kehrseite. des Planes beleuchten.

Ob die Lösung des Bebauungsplanes für den Nahrungsberg in ästhetischer Beziehung als die glücklichste bezeichnet werden darf, wollen wir ganz dah.ngesteltt fern lasten, jedenfalls tristt sie d'e Bewohner und Grundstüchsbesitze-c des Nahrungsüergs durch­weg hart bis auf einen Großgrmidbescher, der seit fünf Jahren das Gelände aufgckauft hat, das bei dem neuen Bebauungs­pläne ausfallenderweise durchweg günstig zu liegen kommt.

Im Interesse der auf dem Nahxungsoerg ansafsigen Grundbesitzer lag es wohl kaum, den fetzigen abgefchiedenen Zu- tand aufzugcben Und ihre Grundstücke zum Verkauf feil zu halten. Kommt dieser neue Plan, aber zur Aus.uhrung, w wer­den die einzelnen Grundstücke in so rüllsiasts.oser Wege zerrmen, daß die Besitzer gezwungen werden, das Gelände in möglichster Weise anszuschlachken und so sind der Preistreiberei, gegentoe jede Stadtverwaltung energisch angchen sollte, hier wieder jLux und Tor geöffnet. v

Ta es jedem gestattet iss, den Bebauungsplan aus Zimmer Nr. 2 des Tiesbauamtes einzusetzen, bitte ich die nachfolgenden Erörterungen an Hand des Planes zu prüfen. Vom oberen Ende der Gartenstraße an soll die neue Straße in zwei großen Kehren sich über den Nahrungsberg nach der ^crndkaute hmziehen. Zu­nächst wird also das Grundstück des Kommerzienrats Koch, dem die starke Beschneidung seines schönen Besitzes wohl bestmders unangenehm sein mag, in zwei Teile ze^risten. Dann zerschneidet die Straße mehrere recht große Gärten, die bedeutenden G-- ländeabfall haben, da die Straße zum Teil zweimal die Grund­stücke berührt und zieht sich bis zum Gelände des Kommerzien­rats Gail, wo sie eine Kehre macht und sich durch Grundstücke von Jann, Pietsch, Lange, Gail, Gerhard nach dem §riedhof wendet, ft arm verliert einen großen Komplex seines Gartens, sodag sein Haus scharf an die Straße zu liegen kommt, ^n dem Lange scheu Besitz, der bis jetzt für eino der schönsten Villenanlagen Gie­ßens gilt, wird in barbarischer Weise der Vorgaben glatt von dem Hause abgetrennt und iwch nicht einmal das notige Bor- aclände nach der neuen Bauordnung belassen. Die Villa würde in dem später ausgeführtcu Projekt durch ihre Stellung zur Straße allem Schönheitsgcfühl Hohn sprechen

Am Friedhof macht die Straßenanlage dann wieder eine scharfe Biegung, geht durch Gelände von Gerhard, Gall, Zenner, Gail und zieht sich fast der ganzen Länge nach durch den Lange­schen Hintergartcn bis §ur Sandkaute und vorläufigen ^bau> ungsgrenze. Der durch schönes Obst wertvolle Garten des Herrn Senner wird von den Windungen der Straße io getroffen, bafc ihm von seinem ca. 1300 Quadratmeter großen Garten kein Billenterrain übrig bleibt. Ueberhaupt wird bei dem Prviekt wohl vor allen Dingen neben der vollkommenen Zerstückelung der Gärten die ganz enorme Abgabe an ^tratzengelande als eine der Haupthärten angesehen rverden, denn dw Anlage ist so ge­dacht, daß auf einzelne Besitze bis über Vs

Und die Stadt wird sich wohl kaum dazu versterb lese Harte dadurch zu mildern, daß sie für das Straßengellmdedewse ben Preis zahlt, der durchschnittlich für das Baug^ande zu Grunde 9de Seginn1' her SpeMatton "der schon früher hätte die Stadtvertretung nach Möglichkeit das ganze Alande erwerben sollen, dann hätte sie bei der Anlage und Bebauung ohne be sondere Schädigung oder Begunstigung der ein- zelnen Grundbesitzer freie Hand gehabt, wie bei dem gleichzeitig in Frage kommenden Gelände d^r früheren Aktten- brauerei, und der Gewinn beim späteren Verkauf wäre der Ml-

Arberterdewegung-

Hämburg, 1. Nov. Die Steuerleute der vereinigten Elbschufahrtsgesellschasten reichsten Heute eine Forderung von zebn Mark mon'atlicher Lohnerhöhung em » münde liegen jetzt acht von den Mannschaften verlassene ^siH- dampfcr. Bestimmte Forderungen haben sie noch nicht gestellt, doch sollen die Reedereien sich zu Zugeständnissen bereit erklärt ^^resden 1 Nov. 2000 Arbeiter der Nähmaschinen- und Fah-rrader-Fabrik von Seidel und Naumann protestierten tn einer Versammlung gegen die mens chenunwürdige Behänd- lung seitens der Fabrikleitung und beschlossen, tn den Streik cinzutreten, wenn nicht Abhllfc geschafft wird

London, 1. Nov. Auf 10, von 50 Kvhlengzuben des Re­viers Rhondda in Wales, die insgesamt etwa 4o000 llrbeiter beschäftigen, stellten heute die Bergarbeiter, nachdem sie vor vier Wochen gekündigt hätten, die Ar b eit ein, uni dadurch gegen die Beschäftigung von solchen Bergarbeitern zu protestieren, die nickst der Tergarbeitervereinigung angehören. Aus den übrigen 40 Kohlengruben ist cs nicht zum Außstand gekommen, weil dort alle Arbeiter, die bisher nicht Mitglieder der Bergaroeiterver- einiguirg waren, dieser jetzt beigetreten sind. Man glaubt, datz der Ausstand in den 10 erstgenannten Grubeii nur von nrrzer Tauer sein werde, d-a nur noch wenige Arbeiter außerhalb der De r e i n'nunn st eich n.

desien Ehefrau. c e

L.L. Darmstadt, 1. Nov. Die Beisetzung dev verstorbenen nationalliberalen Landtagsabg. Heinrich Niüllcr

Dampfer an Backbord mit voller Wucht in der Nähe des Maschinenraumes. Bevor noch Boote ausgesetzt waren, sank ; der Dampfer. Nach einem Telegramm des Vertreters der 5 Argo-Gesellschaft in Vlissingen ist auf der dortigen Rhede ein Viermaster leck vor Anker gegangen. Es sollen zwei Mann ! des Dampfers von dem ViermasterPeter Niekmers" ge- ; Nach' der! rettet worden sein. Weiter gerettet ist der Koch desHer- : Dieser sagt aus, daß zwei weitere Leute von einem ' einer "großen Anzahl prächtiger' Kränze. Kammerpräsident I Flschdampfer gerettet wo^en seien. 'Die GesellschaftArgo Haas rief dem dahingeschiedenen Mitglied der Standekammer hofft, datz mindestens der grötzte ^.eck der ^esatznng de- ;

ehrenvolle Worte des Dankes und der Anerkennung nach,Hermann gerettet yt, well sich der Vorfall an der be-

Oberbürgermeister Morneweg feierte die Verdienste des lebtesten Stelle des Kanals Molgte. Uuf^ dem Maclar-

Verstorbenen während seiner mehr als 22jährigen Zugehörig- see m Schweden fand nachts cm Zusamnlenstotz bc^

feit zur Stadtverordnetenversammlung. Abg. 9teinhart DampfersTransit mit dem SchleppdampferFerm statt, gedachte seiner in herzlicher Weise namens der nationallib. DerFerm" ist gesimken. Von seiner Besatzung wurdeu Fraktion, Polizeidirektor Regierungsrat Dr. Kratz namens sechs Personen vomTransit" gerettet, die übrigen funs sino des Zentralkomitees des hessischen Frauenvereins, Finanz- ertrunken.

amtmann Bangel namens des Jungliberalenverems Darm- e Unwetter tn -Jtalten, Jsirien und ^rank- stadt undHauptmanna.D. Wal decke r namens des Krieger- reich. Infolge starker Wolkenbruche uberfchwemmte der Vereins Darmstadt, dessen Ehrenmitglied der Verstorbene war. Lavaschlamm des Vesuv die Abhänge des Berges und Als letzter rief noch der nationalliberale Nestor, Geh. Justiz- zerstörte die Gärten. Der gewaltige, m.t roßender Schnellig- rat Dr. Osann L, dem Dahingeschiedenen im Namen ber feit herabitürzende Schlammstrom teilte sich tn Moretta m nationalliberalen Partei Hessens und des hiesigen Vereins zwei Arme, von denen der eine hart an den Kirchhof von herzliche Abschiedsworte nach. Als Nachfolger des Portici vorbeiguig, der andere sich nach San Giorgio und Verstorbenen in der Kammer dürfte von den Wahl- Tremano zu wandte. Auf dem Markte von Tremano ver- männern einmütig der Sohn des letzten Redners, Rechts- einigten sich beide Ströme wieder zil einem einzigen. Nach­anwalt Dr Osann II. gewählt werden. Der Mitinhaber dem der Strom in alle Keller und Läden gedrungen war der allbekannten L C. Wittichschen Hofbuchdruckerei und die Bevölkerung tn großen Schrecken versetzt hatte, hierselbst, Herr Rudolf Wittich sen., ist heute früh im breitete er sich bis Resina und San Giovanm cy.s, wo viele Mer von 81 Jahren gestorben. Der Verstorbene trat Häuser unter Schlamm gesetzt sind. Der Neapeler am 1. März 1863 als Teilhaber in die Firma ein, hat ihr Frühzug sowie die Trambahnen blieben im Schlamm stecken also seit über 43 Jahren angehört. Im Oktober 1904 war und stellten den Dienst ein. Der Sturm vollendete das Zer- es ihm vergönnt, mit seiner Gattin, geb. Grandhomma, in störungswerk. Die Lava trug das 40 Meter lange -Lod) voller Frische des Fest der goldenen Hochzeit zu begehen, emes Gasometers davon. Au§ Abbazia wud gemeldet. Der Verstorbene hat sich während seines langen Lebens stets durch Hier wütete em heftiger Strocco, verbunden nut ge- sein freundliches, mildes Wesen, wie durch Lauterkeit seines wa ltiger S türm f lut un d Wolken br uch, durch welchen Charakters ausgezeichnet und sich damit bei seinen Freunden, die vordere Halste des großen Molos zerstört wurde, sodatz wie Geschäftsangehörigen ein dauerndes, ehrenvolles Andenken die Schiffahrt für längere Zell unterbrocheii oder wenigstens

schert stark beeinträchtigt ist. Auch sonst ist m Abbazia und der

Frankfurt a. M, 1. Nov. liebet ein bedauer- Umgebung großer Schäden angerichtet worden In St. liches Vorkommnis auf der Main-Ncckarbahn Raphael richtet em heftiger Sturm an den Hasendaninien wird demFranks. Gen.-Anz.- berichtet: Am letzten Freitag großen Schaden an und führte den Verlust von drei Handels- abend fuhr ein 23 Jahre altes Mädchen aus Mülheim in Men und mehreren oEcihrzeiigen herbei. St. Omphael Württemberg, das zur -Hschzeit seines Bruders in Frankfurt ist ein Hafenplatz an der Sudkuste Frankreichs zwychen Toulon war, mit dem Personenzug nach Heidelberg zurück. Ein und Nizza. Judj un Hasen von Cannes i| urch cm Hilfsschaffner namens V., der ein besonderes klugen- Unwetter erheblicher Schaden^angerichtet worden. Einige merk schon am Frankfurter Bahnhof auf das Mädchen hatte, kleine Schiffe sind gesunken. Ter Eisenbahnverkehr ist unterbrochen, wies ihr cm Frauencoupö an. Unterwegs versuchte der * Ein genialer Schwindler. In ..ton rea m Schaffner Gespräche anzuknüpfen, mußte es jedoch wieder Canada hat ein Deutscher Namens Karl Cremer, an- unterlassen, da andere Passagiere ein- und ausstiegen. Von scheinend aus Thüringen stammend, Waren und Gegenstände Wieblingen aus war das Mädchen allein. Der Schaffner für seinen fürstlichen Haushalt un Werte von 1 /4 Million erschien wieder im Kupee und ließ von neuem seine Ueber-Mark von Kaufleuten unter dem Vorgeben abgeschwln- redungskünste spielen. Als oiese nichts fruchteten, vcr- delt, daß er deutscher Offizier gewesen fei und von gewaltigte der Bahnbedienslete das Mädchen. In Heidel- seinem Vater em großes Vermögen geerbt habe, das er durcy berg blieb die Bedauernswerte im Marienhaus über Nacht die Bank von Montreal nach Canada zu übertragen beab- und erstattete, als sie sich vom Schrecken erholt hatte, alsbald sichtige. Cremer verlobte sich nut einem jungen Mädchen Anzeige über den Vorfall. aus angesehener Familie. Als er aber Eröffnung des Kredits

von der Montreal-Bank verlangte und diese nach Deutsch-

r. . Zue Flerfchieuerung. (Qnb telegraphierte, stellte sich der Schwindel heraus und

Berlin, 1. N°°. D'- heutige Stadtverordneten, ^urde verhaftet.

Versammlung nahm emftlmnug eine Resolution an, » Kleine TageIch'ronik. Von einer sckjrecklichen Fen­in welcher der Magistrat ersucht wird, bei den Reichs- nnb erSß.runft wurde das Dorf Ravenstein im pomm. Kreise den Staatsbehörden nachdrücklichst vorstellig zu werden, daß Saatzig heimgesucht. Fast die gesamte Ortschaft wurde in Asche mit Rücksicht auf die immerfort 'leigende Fleischtei.erunq, die gelegt. Die Domäne, 35 Gehöfte, sowie 85 Gebäudc- sind nieder- r-v 1' Cm -tr gebrannt. Die gesamte Ernte und viel Vieh wurde vernichtet,

sich hieraus ergebende Schädigung und Verfchlechter- kamen auch eine Fran und zwei Kinder umA

nng der Volksernährung, sowie die hierdurch herbei- Li»b en. Das Feuer brach in der Gutsbreimerei all?. Die geführte bedrohliche Notlage weiter Volkskreise Not der Obdachlosen ist groß.- In Leipzig verhaftete die eine erforderliche Abhilfe schleunigst getroffen, daß insbesondere Polizei den vorder Zwickauer Staats.mwaltschasL gesirchten bO jähr. < re. 4- / - 1. . ful ä "O3' , . c-ft -r Handelsmann Schädlich. Er ist angellagt, sein e.F rau aus der

die Grenzen für die Einfuhr von Vieh und Fleifch Wohnung in d en H o f g e w o r f en zu haben. ^n dem Päpier- fofort geöffnet und die hemmenden Zollschranken befeitigt Cngros'-Geschast Salinger und Leppmann in Berlin wurde in werden. Die Aeltesten der Kaufmannschaft ver-Idcr letzten Nacht ein Einbruch verübt. Die Diebe erbrachen den handelten in ihrer heutigen Sitzung über die Mißstände in- Geldschrank unt> raubten 35000 Mark b<wes Geld Von e r <. rr r - r n.o l <<r , ihnen fehlt iebc Spur. DerSchief. Ltg. wird von der

folge der Erhöhung der Fleychpreise. Es wurde allseitig Schneekoppe gemeldet, daß Teile der unter dein Namen anerkannt, daß bereits seit dem Frühjahr wiederum die Preise! Rübezahls Handschuh benannten Felspartie am Brunnen- für fast alle Sorten Vieh und Fleisch gestiegen sind, und daß «berg unter donnerähnlichem Getose abgestürzt sind. In die Ursache hierfür in dem erheblichen Zurückbleiben Berlin hat sich im Angesicht^feE uer Grutzner

< p or ' - m . x t er-- or u n k ! ers cho ssen. Er war tauf der Stelle tot. Lie.wv'gram und

Angebotes an Vieh liegt. Die Aeltesten werden Lebensüberdruß haften G. in den Tod getrieben. Vor Verübung das Präsidium des deutschen Handelstages ersuchen, eine des Selbstmordes schrieb er an seine Braut und die Eltern Kundgebung zu veranstalten, in ivelcher auf das Nachdruck- Abschiedsbriefe. Ein beliebter katholischer Geistlicher lichste f ck l e u n i a e M a st n ci b ni p n i u r R »spitic, una der und die Tochter eines Handwerkers sind spurws aus / 8 Beseitigung der verschwunden. Seinen Hochbetagten Eltern und

Fleischteuerung verlangt werden. I den Geschwistern, die er unterstützte, hat der Geistliche brieflich

Dresden, 2. Nov. Oberbürgermeister Beutler teilte anaezeigt, daß er über die Grenze gegangen sei. Auf dem Güter- in der gestrigen Stadtverordneten-Versanimlung mit, der baMhof in Oppeln erfolgte ein Zusammenstoß zweier Rangier- beusche Städtetaa werde in Sacken der ftlesickuot an ^ge, wobei ein Rangierer g etö t et wurde ü,as dem Baron in/m u . Vs t C M Rothschild und seiner Großvintter gehörige S w l o tz Fan­

den Reichstag eine Petition richten und darin fordern, ines bei Paris wurde in der verflossenen Nacht ailsae- daS Einfuhr-Kontingent für Schweine zu er-raubt. Bilder und Antiquitäten im Werte von mehreren Mil­höhen und die Grenze gegen Frankreich, Holland, Däne- lionen wurden weggetragen. Bei Siegb u r g nötigte ein matt für Vi-h-mfuhr 8u öffnen. Dresden wird sich dieser MSU &Ä

amchließen. Räuber nun Börse und Revolver einsteckte, schlug ibm der

Äo.aucsiichtliche Wittcrn»»g für -vepc» am Samüiag, steinsegermeister dermaßen mit seiner eisernen Putzlugel auf den den 3. November: Teilweise heiter, keine erheblichen Nieder-! Kops, daß er augenblicklich tot zu Boden fiel. Die Polizei fand schlage, Temperatur nicht verändert. Wechselnde Wiride. 1 bei dem Räuber verschiedene Drettiche und Mord-Werkzeuge.