Ausgabe 
1.12.1906 Drittes Blatt
 
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Herr Lucke bat die betr. Neuner ungen tatsäcbNck, q e- t « n , wenn ihm auch jetzt die Veröffentlichung dieser Nedeblüten nicht paßt. Warum mocht er vom § 11 des Preßgefetzcs oder dem Klageweg keinen Gebrauch? Für mich ist fein Verhalten verständlich.

Wir zweifelten keinen Augenblick die völlige Richtigkeit der Mitteilung unseres Herrn Mitarbeiters an, sind vielmehr davon überzeugt, daß sein Referat die Stimmung der Greben­hainer Versammlung treffend kennzeichnete und insonderheit die Rede deS Herrn Lucke getreulich wicdergab, zumal ja unser Referent nicht das mindeste berichtet hat, was nicht von anderen Versammlungen de3 Bundes der Landwirte her längst bekannt war.

** D i e ReichS-Posiverwaltung richtet an das Publi­kum daS Ersuchen, mit den Weih nachtssend ungen bald zu beginnen, damit dre Paketmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Beförderung leidet. Bei dem außerordentlichen Anschwellen des Verkehrs ist es nicht tunlich, die gewöhnlichen BeiördeningSlristen emzuhgllen und namentlich aus weitere Ent­fernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dem Weih- nachlSseste zu übernehmen, wenn die Pakete erst am 22. Dezember oder noch später eingettefert werden. Die Pakete sind dauerhaft iu verpacken. Dünne Pappkaslen, schwache Schachteln, Zigarren- listen iu s. w. sind nicht zu benutzen. Tie Aufschrift der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aulschrift nicht in deutlicher Weise auf daS Paket selbst geletzt werden, so empfiehlt sich dre Verivcndung eines Blattes weißen PapiereS, das der ganzen Fläche nach test mifqetlebt werden muß. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwand- Verpackung, die Feuchtigkeit, Fett, Blut u. s. w. absetzen, dar» die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Am zweck­mäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Postvaketadresien für Paketauischristen nicht verwaiidt werden. Ter Name des Bestimmungsortes muß stets recht groß und krästig gedriickt oder geschrieben sein. Tie Paket- ausichrist mutz sämtliche Angaben der Begleitadresse enthalten, zu­treffenden falls allo den Frankovermerk, den Nachuabmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absender-s, den Vermerk der Eilbestellung yfro., damit im Falle deS Verliistes der Postpaketadresse das Paket doch dem Empfänger ausgehändlgt werden kann. Aus Paketen nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfänger?, auk Paketen nach Berlin arich der Buchstabe des Postbezirks (C., W., SO. uiw.) anzugeben. Zur Beschleimigung deS Betriebs trägt es wesentlich bei, wenn die Pakete frankiert ausgeliefert rocxbeit._ Tie Ver­einigung mehrerer Pakete zu einer Begleitadresse ist für die Zeit vom 10. bis 25. Dezember im inneren deutschen Verkehr (Reichs- Postgebiet, Bayern und Württemberg) nicht gestattet. Auch für den AuSlandSverkehr empfiehlt es sich im Interesse deS PublikiMis, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere au5- zufertigen.

A Butzbach, 1. Dez. Gegen 9 Uhr gestern abend wurde in der Metzgerei von Oppenheimer em sich durch sein eigenartiges Benehmen verdächtig machender Mensch verhaftet. Vorher hatte er in einer Wirtschaft mit einem Revolver gedroht. Es wurden bei ihm eine Menge Eßwaren und anderes mehr gefunden, was er angeblich gekauft haben will.

Herborn (Dill), 1. Dez. Unser Städtchen wollte sich mit einer Eingabe an die Regierung wenden, zwecks Er­langung eines jährlichen Ob stmarkteS. Rach nunmehr eingegangener Mitteilung seitens deS KreiSauSschuffeS bedarf eS im vorliegenden Falle nicht einer besonderen Zustimmung der Regierung und deshalb gilt diese in vielfacher Hinsicht ersprießliche Einrichtung für gesichert.

».Marburg, 30. Roo. Laut Studentenverzeichnls wird die Universität in diesem Winter von 1495 Stu­denten und 64 Hörern (darunter 22 Damen) besucht. Es studieren 100 Theologie, 868 Iura, 222 Medizin und 806 Philosophie. Beheimatet sind 1218 in Preußen, dar­unter 612 in Hessen-Nassau, in den übrigen Reichsländern 226, darunter 36 im Großherzogtum Hessen, in den sonstigen euro­päischen Ländern 47, darunter 12 Russen, in Amerika 10 und in Asien (Japan) 1. Im vorigen Winter waren eS ohne Hörer 1338 und im letzten Sommer 1656 Studenten. Die neueGesellschaft Stadtsäle^, die das MuseumS- gebäude zu gemeinnützigen Zwecken erwerben soll, hat jetzt ihre Vorschläge gemacht. Sie erwirbt daS Besitztum für 239 000 Mk., wovon 229 700 Mk. an Hypotheken u. s. w. mit übernommen werden. Von dem Stammkapital von 80 000 Mk. stellten 8/t die Stadt und x/4 die Interessenten.

Vermischtes.

/ Ein teurer Kuhhandel. Einen wahren

Kuhhandel" vollzog ein aus Oberzell auf . der Rhön stammender Handelsmann, der einem Landwirt in Mottgers eine Kuh gegen ein Pferd vertauschte. Der Bauer war spater mit dem Tausch unzufrieden und stellte dem Händler die Kuh zur Verfügung. Dieser verweigerte die Annahme, und da auch der Bauer die Kuh nicht wieder nahm, lies diese herrenlos im Dorfe herum, bis sie einige Burschen einsingen. Da sich Niemand des Tieres erbarmte, wurde ein Einwohner mit der Fütterung der Kuh beauftragt; er erhält pro Tag 1 Mk. 40 Pf. Man darf gespannt sein, welches Nechspicl dieser ,Luhhandel" zeitigen wird.

* Das ideale Dienstmädchen. Man weiß, daß die amerikanische Welt unter einer furchtbaren Krisis zu leiden hat: wir meinen die Dienstmädchen-Krisis. Vor einigen Wochen, meldeten die New-Jorker Blätter, daß eine vornehme Amer.kanerin sich das Leben genommen habe,

hv*/11 Cigarre und Herz.

Seit die Physiologie den Nachweis geführt hat, daß der Vnks- druck noch dem beim Rauchen aufgenommenen Nikotin steigt, ist die Tatsache, daß zwischen Tabakgenuß und Herzleiden ein Zusammen­hang besteht, wissenschaftlich anerkannt. Allerdings ist es nicht leicht, mit Hülfe der bisherigen untersnchungsmethoden die Einwirkung des Nikotins auf das Herz mit Bestimmtheit nachznweisen. Jeder Arzt weiß, daß sowohl die Perkussion, als die Phonondoscopie (auch das Stethoskop) in keinem Falle zuverlässige Herzgrenzen liefert, und daß man somit die Herzgrenzenveränderung zu den mehr oder weniger unlösbaren Problemen zu zählen hat.

Studiert man jedoch die subjektiven Symptome, so findet man mancherlei Wertmesser für die Wirkung des Tabakgenusses auf das Herz: allerdings können dieselben keine objektive und allgemein gültige Beweiskraft beanspruchen.

n

n

3 Stunden ro 1080

10800

Bis jetzt beweist iur der Sphygmograph allein, daß eine objek­tive Veränderung ,jer Herztätigkeit nach Tabakgcnuß eintritt, bei intoleranten Personen steigt der Dlutdraug schon nach zwei mittel­kräftigen Cigarren oft von 70 auf 807 also mehr als 10%. Erwägt - dost dieser erhöhte Blutdruck einen Widerstand für das Herz n a v Lieser Widerstand bei passionierten Rauchern ms Cm Tage..... 2 bis

T Monat .... 60

Inh. a^re ..... 720

Telephon 33 3^rcn 7200

weil sie kein paffendes Dienstmädchen bekommen konnte. Gewisse Herren der Schöpfung scheinen jedoch für die wahr­haft bejammernswerte Lage, in welcher sich die amerikanischen Hausfrauen befinden, kein Verständnis zu haben. Hätte sonst wohl ein so ernstes Blatt wie dasNew Monthly Magazine" die Dienstmädchennot zu persiflieren gewagt? Das Blatt erzählt folgende Geschichte: Einer Hausfrau bietet sich eine sehr bescheiden austretende junge Dame als Dienstmädchen an.Rönnen Sie kochen?" fragt die Haus- frau.Ja, gnädige Frau, alles, was Sie wünschen." Waschen?"Ja, gnädige Frau."Wie oft könnten Sie daS Küchengeschirr putzen?"Zweimal wöchentlich." Und die Fenster?"Jeden Donnerstag."Sind Ihnen Kinder unsympatisch?"Im Gegenteil, gnädige Frau!"Wie lange waren Sie bei Ihrer letzten Herr­schaft?"Vier Jahre."Und warum gehen Sie weg?"Weil die Herrschaften nach Europa übersiedele" Wie viel Lohn beanspruchen. Sie?">Monatlich zwanzig Mark."Wann können Sie kommen?" Sosort." Tie Gnädige ist überglücklich: dieses ideale Dienstmädchen, diese Perle ist ihr nicht von einer Ver­mieterin, sondern vom Himmel selbst ms Haus geschickt morben. In diesem Augenblicke stürzt in grösster Aufregung ein Irrenbauswärter ins Zimmer und ruft:Gott sei Dank! Ta habe ich sie ja wieder!" Tas ideale Dienstmädchen wird in die Zwangsjacke gesteckt und abgeführt.

* S ch i f s s ä r z t e. Durch die Tagcsl'lätkcr c>eht z. Z. eine Notiz, die einer Richtigstellung bedarf Zunächst bedeutet das in Ausficht gestellte Monatsgehalt von 150 -1)1 L tast nur beim .Nord- dei Ischen Lloyd" eine nennenswerte Aufbesierung. Er zahlte näm­lich bis zum veraanaenen Sommer das seit Jahrzehnten unverän­dert gebliebene Monatsgehalt von 10 > Alk. und erhöhte es dann aut 120 Mk., während ein Teil der übrigen Reedereien schon seit Monaten ein Gehalt von 200 Mk. bezahlt, lleberdics ist von einer Alllbesferung der Gehälter für dieAerzte, die den veranNvortungs- vollen und aesundbeitlich nicht ungefährlichen Dienst aut den indiich-chinesischen K ü st e n t a h r t e n versehen, nicht die Rede.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 27. November.

Ekn Dorfklatsch.

Im Herbst vorigen Jcrhrcs wurde einem Gastwirt zu Leih­gestern ans seinem Keller zur Nachtzeit Kraut gestohlen, worüber in Wirtschaften und Spinnstuben v'?l gesprochen wurde. Der Landwirt H. A. wurde allgemein als der Täter bezeichnet, da man in der Dunkelheit einen Menschen von seiner Statur mit einem Sack ans dem Rücken aus dem Hose des Wirts kommen sah. Auf diesen Vorfall spielte der Landwirt H. Sch. IV. in einer Wirtschaft an und gab dabei zu erlernten, daß er 9L für den Schuldigen halte. Dieser erhob Privatklage und das Schöffen­gericht verurteilte Sch. wegen Beleidigung zu 30 Mk. Geldstrafe und sprach dem Beleidigten die Publikationsbefugnis zu. Das Urteil wurde von beiden Parteien angefochten, da dem Kläger die Strafe nicht hoch genug erschien und der Angeklagte sein Schuldbewußtsem bestritt. Es gelang dem Vorsitzenden, einen Vergleich zustande zu bringen, indem der Angeklagte erklärte, er habe die Behauptung, daß der Kläger Kraut gestohlen oder sonst einen Diebstahl begangen habe, nicht anfgestellt und nicht verbreitet und daß er dieses auch nicht behaupten kann und auch nicht behaupten will. Er übernahm die Kosten, worauf die Klage zurückgenommen und das Veriahreu eingestellt wurde.

Untreue und Unterschlagung.

In längerer Verhandlung beschäftigte sich die Strafkammer mit Der Anklage gegen den Maurcmneister W. H. von K'aichen wegen Untreue und Unterschlagung. Im Jahre 1898 wurde zu Kaichen eine Pfennigsporkasse gegründet und H., der weder vom Kassenwesen, noch von Buchsährmib die leiseste Ahnung hatte, zum Rechner gewählt. Die vom Vereinsdiener sonntäglich erhobenen Beträge, sollten nach den (Statuten von dem Rechner am Schlüsse jeden MonctS zinstragend bei der Sparkaffe zu Fried­berg oder bei dem Mathildenstift zu Vilbel angelegt werden. Ms im Frühjahr vorigen Jahres auf wiederholtes Drängen durch den Vorsitzenden der Kasse Abrechnung stattfand, stellte sich ein Defizit von einigen hundert Mark Heraus, dos von dem Angeklagten alsbald gedeckt wurde. Ein Fehlbetrag von über 1000 Mark wurde von seinem Nachfolger entdeckt und ein weiterer Betrag stellte ein Bücherrevisor fest, sodaß die veruntreute Summe sich über 2000 Mk. belief, die von dem Angeklagten ersetzt wurde. Nach der Beweisaufnahme hat er die vom Diener Sonn­tags erhobenen Beträge mit seinem Geld vermischt. Wenn er nicht zu Hause war, rechnete der Diener mit seinen Familien­angehörigen ab: das Geld ließ er, entgegen seiner Instruktion, ein halbes Jahr und noch länger zu Hause liegen. Er gibt zu, insofern leichtsinnig verfahren zu haben, als daß et das Geld mit dem aus seinem Geschäft eingegangenen zusammengetan hat, ohne zu wissen, wie viel ihm und wie viel der Kasse gehört. Die Fehlbeträge hat er gemerkt, er will aber nicht wissen, wie sie entstanden sind und kann auch nicht den Verdacht, bestohlen wor­den zu sein, aussprechen. Er gibt die Möglichkeit zu, Geld, das der Kvsse gehörte, für sich verwendet zu haben, aber stets in der Absicht, es demnächst wieder zu ersetzen. Unter diesen Umständen entstand eine heillose Mißwirtschaft, sodaß weder er noch der Vorstand sich ein klares Bild verschaffen konnte. Selbst einem erfahrenen auswärtigen Rechnungsbeamten, dem die Begut­achtung der Sache oblag, gelang es nicht, die Angelegenheit zu klären, doch stellte er noch soviel fest, daß der Angeklagte zur Verschleierung seiner Veruntreuungen, falsche Bucheinträge voll­zogen hat. Das Gericht hielt ihn der Untreue in einheitlichem Zusammentreffen mit Unterschlagung für überführt und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 4 Mon aten. Strafmin­dern- kam in Betracht, daß der Kasse ein Schade nicht entstanden ist: ebenso das mangelnde Verständnis zur Ausübung seines Amtes und die Tatsache, daß von feiten des Vorstandes eine Kontrole nicht ausgeübt wurde.

zu überwinden hat, so bedeutet der konsequente Tabakgenuß ohne Rucksicherung einen Konsum herzmotorischer Kraft von mehr als 100,n, d. h. einschließlich anderer Ursachen raubt die Cigarre dem menschlichen Herzen von 60 normalen Funktionsjahren etwa 7 Iabre seiner normalen Leistung. Diese Zahlen beweisen die Wichtigkeit der Nikotinfrage.

Bedenkt man, daß neben dem Tabak anch Alkohol und Kaffee da? Herz beansprnchen und ihm indirekt zu einer intensiveren Tätig­keit verhelfen, so kann man den Verlust an Herzkraft während einer 60-jädrigen Lebenszeit noch etwas höher einfchätzen.

Es bat bisher an Meßmethoden gefehlt, welche ermöglichen, die Dauerleistung des Herzens resp. des Prüfes als motorische Kraft- werte abzumessen. Mit der Betastung des Pulses durch den Finger läßt sich ein sicheres Kriterium für die einzelnen Pulswerte nicht gewinnen, denn es ist bekannt, daß der pulSftihlende Arzt schon nach 2 Minuten, oft noch früher die Qualität der Pnlsschläge nicht mehr herausniblen kann, und zuletzt nur noch den bloßen Rylhmus der Pnlsschläge empfindet.

Unter dieser Voraussetzung einer ungenügenden Vcobachümgs- metbode wird nnnmehr auch die scheinbare Anpassung dos Herz­muskels an die Nikotinwirkang so gut wie hinfällig. Während starke Rancher eine Steigerung des Blutdruckes nach schweren Cigarren nicht mehr anfwersen, Etagen sie doch häufig genug über sulnektive Symptome der Herzschwäche. Es hat sich also bei ihnen im Saufe der Zeit die Anpassung des Blutdruckes vollzogen, wohin­gegen sich tu der Qualität der einzelnen Herzbemegnugen sowohl in der saugenden, als in der pressenden, eine Verminderung eingestellt hat.

AvvW 6ii0 den Atsnrkdfsrkpisjttll der SteM Eieft«.

Slttfgebote.

Nori. 26. Mar Lehmann, Mctzger dahier, mit Minna Ramm hiersei bst. Lorenz Heinrich Vock, 'Dtauver in Hepoenheim, mit Katborine Panins in Allendorf a. d. Lda. 28. Heinrich Scheller, .Sergeant dahier, mit Karoline Drescher hierielbst. Konrad Schuhmacher, Architekt dahier, mit Katharine Giimblein Hierselbst.

Ehefchlicßnugcn.

Nov. 24. Arthur Münch, Bureanvorsteher dahier, mit Katharina Thiel Hierselbst. Karl Kircher, Ctationsgehilfc m Rödelheim, mit Elisabeths Jung dahier. 27. Gufiav Adolf Loichinger, Scinih- machermeister dahier, mit Beriha Arnold Hierselbst. 26. Karl Hartmann, Kellner dahier, mit Lina Brado hierselbsl.

Geborene.

Nov. 20. Dem Ei'endLeber Elios Schon eine Tochter Emmy. 22. Dem Hillsbremser Georg Zinnner eine Tochter Atarie Anno Kothorine Lnile. 23. Dem Taglöhner Friedrich Arnold eine Tochter Erna Frieda Karoliiie. 24. Dein Fabrikanten Inlins Nottmonn ein Sohn. Dem Rangierer Konrod Heiland eine Tochter Emmy ?lnno Elisobeth. 25. Dem Cchrcmermcisler Eniil Schön eine Tochter. 26. Dem Postassislenten Adolf Kolb ein Sohil Karl Gllstov.

Gestorbene.

Nov. 23. Anno Moria Geismar, oeb. Schmidt, 26 Jahre alt, Landgraf Philipp-Plotz 10. Justine Wilhelmine Hermine Gross, 6 Monote all, Lmdengasie 10. 27. Erna Johanna Franke, 1 Jahr alt, Dammstr. 28. Marie Schäfer, 1 Jahr all. Moi- gosse 7. Wilhelin Bertrhard, 41 Fabre olt, Metzger, Bohnhos- straße 53 55. Sigismnnd Abrobom, 54 Jahre olt, Privnt- monn, Bobnhosstr. 2. 28. Wilhelmine Schneller, 8 Fohre alt, dienen weg 42.

SchLsf-nachrichterr*

Red Star L i n l e.

Der Pofidamvier ^Boderlnnd" derfHeb Star Linie* in Antwerven ist (nut Telegramm am 26. November wohlbehalten in Nciv-Bork angekommen.

Der Bizedirettor der Pariser Universität, Liord, oibt bekannt, daß Physiker ohne Unterschied der Nationalität sich um Stipendieil zur Te'ilnnhnie an den Arbeiten tn dem Loborotorinm der Fron (Surrte bewerben können. Fedes Llivendinm beträot 12 500 Frcs. Dos Kavital ist voii dem Diilliordär Eoriiegie znr Versnoung gestellt moiben.

X£ird>Hd>e Nachrichten«

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, b e n 2. Dezember, L Abvent.

In der Iohanneskirche.

VonnittagS 91/, Ubr: Psorrassistent Steiner.

Beichte und beiliges dlbenbinahl für bte Lukas- unb JohonneS- gemeilrbe. Anmeldrmgen vorher bei bem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittag? 111/« Uhr: Rinberfircbe für die JohnnneS- gemeinde. Pfarrassistent Steiner.

?lbenbs 5 Uhr: Pfarrer Euler.

Weihnachtsbitte.

Dir hoben schon recht häufig die Mildtätigkeit der edlen Melifcheiifreunde unseres Lai d's in 9lnfpnich genonirnen, sodgß uns fast der Mut gebricht, wieder mit einer Bitte hervorzutreten. 9(ber die bevor stehende frendenreiche Weihnachtszeit, die ja in besonderer Weise das Herz willig macht, in Liebe der Bruder zu gedeiiken, gibt uns die Zuversicht, daß wir doch keine Fehlbitte tun werben, wenn wir es ivogen, hin unb her tm Hessenlande anzuklov'en um Gaben der Liebe für den Weihnachtstisch unleres Haiises. 103 Pfleg­linge sind es jetzt, die in unserer 2lnstalt Aufnahme geiuiiden hoben und Besserring mtb Heilung ihres schweren Leibens hoffe». Soll ihnen nicht bei ihrem trgurigen LoS dos Weihnachtsfesi im vollsten, Maße ein Fest der Frenbe werden? Und sollten nicht alle, die im Kreise ihrer gesnnben Kinder unter dem Christbaum stehen dürfen, mit Jreiide bereit sein, ein Scherflein der Liede dorzureichen, damit auch den armen Epileptischen zu Weihnachten bet Tllch gedeckt werben kann? Lasset uns Gutes tun unb nicht müde werden!

Gaben aller Art werben mit herzlichem Ta,rk entgegenge- genourmen von bet Leitung ber Epileptischen-An st alt.

Nieder-Ramstadt, im Noveurder 1906.

Weimar, Pfarrer

Inspektor.

Emmcrlchcr Kaffee. Unerreicht, per Pfb. 1,80 1,40 1,60 1,80 Mk.

Allein bei 17109

Marktstraße 4. J. M. Schulhof. Telephon 119.

1860

Nur echt

Marke auf der Sohle.

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Kauft nur

Dio nach- A q p 17 I q sind Sonntag, den 2. Dczbr. von stehenden ßV» ult 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzntreffen. fDV

H. Arndt, Bahnhofstr. 39. I>r. Kipper, Wilheljnstr. 2.

Dr. Meyerboff. Neuen Bäne 27, Sonntag 49 Uhr 206

Nur EnsgeB-Äpothehe offen.

Daß dieseVcrmindenmg existiert,beweisen dieKtagen passionierter Rancher, mtb es ist hierbei einerlei, ob die Herzschwäche, die sich bei starken Ranchern allmählich entwickelt, mathematisch durch Perkussion, durch Orthodiagraphie, oder phonetisch durch das Ohr genau zu bemessen ist. Auch wenn nur die kleinste Erleichterung nach der Ausgabe schwerer Cigarrcnsortcu eintritt, unb wenn sic wieder um­gekehrt bei der Rückkehr zu solchen Sorten ausbleibt, ist der Causal- uexus zwischen Nikotin und Qualitätsverminderung des Herzftoßes für den Raucher bewiesen.

Bei der Tatsache, daß Nikotin ein Genußgift ist, welches den Muskeleiweißverbranch im Herzmuskel beschleunigt, ist cs erllärlich, daß die Wahl der Cigarre nicht nur eine Genußfrage ist, sondern auch eine medizinische Angelegenheit. Viele Raucher wußten bis­her nicht, daß sic ihren meistens unklaren Zustand der Rervosiität neben den anderen Ursachen, wie Zllkohol, Kanec, auch speziell der täglichen Nikotinzufuhr zuzuschreiben haben. Wenn der passionierte Raucher das Bewußtsein bat, das trotz anscheinend gutem Unter- snchuugsrcsultat Herz und Nerven bei ihm nicht in Ordnung sind, so muß derselbe dem Rauchen entweder entsagen, oder sich auf den Genuß wirklich hygienischer Tabakfabrikate beschranken. Hier sind laut Uutersuchuckmngs-Ergebuis bc5 Professors Dr. G. v. Lagerheim, Universität Stockholm, unb anderer Autoritäten, mit die nach der Erfindung des Geheimrats Pros. Dr. Gerold und dem Verfahren des Dr. Thoms, Universität Berlin, hergestellten Wendt's Patent- Cigarren und Cigaretten als die gesundheitsdicnlichsten Tabak- taoruate der Gegenwart zu empfehlen. Erhältlich von Wendt's Cigatreufabriken-Akt.-Gcs., Bremen 167. Dr. mod. M.