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füll "jetzt mit 300—400 fi'ricgcm bei Svrmgpuets Men. Es K JJt aiisqeMoffen, daß Marenga Mieder, wie 'M Mai tirr- «TtT-rtücncn Kabreä nncl1 der cnaliscken Grenze unweit ^koorfontem &rI'ti<Tt. Dvher hat Major v. Estvrft eine neue TL^eilung befohlen. Much bei Warmbad
versck'iebunaen statt, da man ned) tnuner mit der Mnwejcnkeit stärkerer feindlicher Kräfte am Ormne-Fluß rechnen muß. Ge- leaentlick solcher Truypeiwmch-e'ln'naen geriet die ^Pwc bei .für Rooifontein (15 Kilometer südstch von WE^d) bestimmen 2. Kompagnie des Feldregimente- .,r. 1, am 9. L^uiar abmd> unweit dieser Wasserstelle in einen Hinterhalt. Es Tuten Leutnant v. Dilsurtl) (früher Kaiser ^-anz-Garbegrenadlcr- Regiment) und 2 Reiter: ein Reiter Ivnrde verwundet
Ein neuer Truppen trän svort geht am Donnerstag den 18. ds von Hamburg nack E üdwe-dafrika. Trr Transport besteht aus 30 Offizieren und 593 irren ""d M^nnschoften._____
Anßiand in Kä runq.
Tie Petersb. Telegr.-Ag. erklärt: Witte ist ausschließ- üch und in ganzem Umfange auf der Grundlage des Manifestes vom 30. Oktober tätig, das uneingeschränkt ausgeführt wird. Tic von dec Regierung gegen die evolutionäre ergriffenen strengen Maßnahmen erklären sich durch den Wunsch der Regierung, die im Manifest verheißenen Reformen genau durchzuführcn, wahrend die Revolutionäre gegen dieselben kämpfen wollten . Sie wollen die Tuma nicht, ilw Ziel ist die Republik und die Anarchie. So sind die Rcpressiomaßnahmen infolge der Rottvendigkeit vorgenommen worden, die im Manifest vom 30. Oktober ver- Uindeten Grundsätze zu verteidigen, deren Turchführung den unwandelbaren Willen des Kaisers und das nächste Ziel der Regierung des Kaisers bildet.
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Ian. Heute hörte der Kaiser den Vortrag des kommandierenden Generals de§ 14. Armeekorps o. Bock und Polach, des Chefs des Militärkabinetts und des Chefs des Admiralstabes und empfing in Abschieds-Audienz den großbritannischen Militärattache Grafen v. Gleichen und den großbr. Marine-Attachö Kapitän Allenbr;.
— Bon gut unterrichteter Seite erfährt die „Voss. Ztg.*, daß der Rücktritt des Chefs de? Zivilkabinetts v. Luca nus binnen kürzester Zeit bevorsteht. Als sein Nachfolger ist der Oberpräsident in Kassel, v. Windheim, in Aussicht genommen.
Dresden, 16. Jan. Die Regierung lehnte die Beantwortung der freis. Interpellation wegen Verbotes der liberalen Wahlrechtsoersammlunq in der zweiten Kammer ab, da angeblich die Rekursinstanz noch nicht erschöpft sei.
Karlsruhe, 18. Jan. Die zweite Kammer wählte heute anstelle des zurückgetretencn Präsidenten Gönner den Abg. Oberbürgermeister Wilckens-Heidelberg zum ersten Präsidenten mit 37 Stimmen. Auf Iehrenbach (Z.) entfielen 31 Stimmen. Minister Schenkel teilte mit, daß die Verhandlungen mit Elsaß-Lothringen in Bezug auf die Fortsetzung der R h e i n re g u l i e ru n g zum Abschluß gelangt seien. Elsaß-Lothringen erklärte sich zu weitestem Entgegenkommen bereit. Die Regierung werde eine Nachtraqssorderung Einbringen zum Zwecke des Beginns der Rheinregulicrung nach Straßburg.
parlamentarisches aus Kesten.
Der 2. Kammer ist eine Vorstellung von Einwohnern von Schwarz zugegangen, in der über die Erbauung einer Eisenbahn von Nider-Aula nach Alsfeld u. a. folgendes ausgesührt wird:
Schon viele Jahre spricht man von dem Bau einer Eisenbahn von Hersield nach Alsfeld. Durch den Bau der Bahn Hersfeld— Treysa bandelt es sich nur noch um den Bau einer Bahn Nieder- Aula—Alsfeld. Hier mar man stets der Ansicht, daß diese Bahn nicht anders geboitt werden tonne als über Schwarz. In dieser Ansicht wurden wir um so mehr bestärkt als alle Vorarbeiten, die zum Bau der Bahn nötig sind, bis jetzt so ausgenihrt wurden, daß dabei Schwarz in Betracht kam. Tie Gemeinde bat sich entgegenkommend gezeigt und zu großen Opfern bereit erklärt. Zu unserm größten Bedauern müssen wir nun eriabren, daß man sich nun auf preußischer Seite bemüht, die Bahn nicht über das hessische Schwvrz, sondern über das preußische Lingelbach zu führen. Würde die Bahn über Lingelbach gebaut, so wäre dies für Schwarz und einige andere hessische Orte von großem Nachteil. Für Lingelbach kann die Bahn nickt von großem Vorteil sein, da dieser Ort in der Nähe der Bahn Hers'eld—Treysa liegt. Auch Hal Lingelbach nur eine Stunde auf guter Staatsstraße nach Eiia, das an die Bahn Nieder-Aula—Alsfeld zu liegen kommt. Auch sind wir der Ansicht, daß die Rentabilität der Bahn, wenn sie über Sckwarz geführt wird, größer wird als wenn sie über Lingelbach geführt ivird. So viel dürste feststehen, daß von Sckwarz ans Steine, Holz und nock viele andere Güter der Bahn mehr zugefuhrt werden, als von Lingelbach aus. Auch der Geschäftsverkehr dürste in Schwarz größer sein als in Lmgelback.
Wir bitten deshalb, die Lage von Schwarz und einiger anderer hessischen Orte berücksichtigen und nur genehmigen zu wollen, daß die Bahn über Schwarz und nicht über Lingelbach geführt wird.
Eine Vorstellung des hessischen Richtervereins geht dahin, nicht nur jeden Antrag auf Erhöhung der Mietentschädigung für Dienstwohnungen der Staatsbeamten die Zustimmung versagen, sondern vielmehr unter Würdigung der Zeitlage und Bedürfnisse die dringend notwendige Verbesserung deS Diensteinkommens aller Staatsbeamten durch Geivahrung freier Dienstwohnung ober angemessener Wohnungsgeldzuschüsse bald- tunlichst in die Wege leiten zu wollen.
Die Schreibgehilfen der Großh. Steuerkommissariate bitten die zweite Kammer, bei Festsetzung des Staatsbudgets für 1906 die Einstellung eines entsprechenden Betrages zur Aufbesserung der Schreibgehilfengehalte vorzusehen.
Die Kanzleigehilsen an den Kollegialgerichten bitten, darauf hinwirken zu wollen, daß die Stellen der älteren Kanzleigehilfen bei den Kolegialgerichten in Kanzlistenstellen umgewandelt und die Gehalte den
gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend aufgebesserl roCrb$‘ie Abqg. Korell (Hess. VolkSp.) und Christ (freif.) beantragen die Wiederherstellung der Titel 1 und 2 des Kapitels 73 des StaatSooronschlagS (landw. Verems- und Genossenschaftswesen) in der seitheriaen Höhe.
Eine Vorstellung zweier Wähler m Gau-Wein- heim richtet sich gegen die Wahlmännerwahl dort (Wahlbezirk Wörrstadt).
sä. Darmstadt, 16. Jan. Nachdem der Finanzausschuß der 2. Kammer an vier Tagen der vorigen Wocke den Etat vorberaten hatte, fand heute die 1. g e m e i n s ch a Ul t ck e Sitzung mit der Regierung statt. Eine längere Debatte entspann sich über die Frage der D i e n st w o h n u n g e n f u r Beamten, wobei sich eine grundsätzliche Verschiedenheit in den Anschauungen der Regierung und der Mehrheit des Finanzausschusses ergab. Benn Hochbauwesen ist die Summe von 12800 Mk. für den Neubau einer Remise für Automobile ^verlangt, die lebhaften Widerspnick nicht nur bei den Baucrnbünd- lern, sondern auch bei den Vertretern des Zentrums und der Sozialdemokraten fand. Beim Kapitel 4 <B a d Salzhausen) kündigte die Regierung eine Vorlage an, die sich mit der Hebung des Bades befassen soll. U. a. soll ein neues Badhaus errichtet werden.
Bou der französischen Präsidentenwahl.
Paris, 16. Jan.
Die Probeabstimmung der Republikaner zur Nominierung eines gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaft der Republik ging unter lebhafter Beteiligung vor sich. Es flimmten 416 für Falliöres, 191 für Doumer, 42 Stimmen waren zersplittert. Falliöres wurde sodann unter lautem Beifall als Kandidat der Republikaner proklamiert. Die Anhänger Doumers tragen gleichwohl ziemliche Zuverficht zur Schatt und weisen insbesondere darauf hin, daß die 416 Stimmen, welche Falliöres auf sich vereinigte, keineswegs die absolute Mehrheit der morgigen National- versamiulttng bilden dürften und daß das Ergebnis der Probeabstimmung für die Republikaner in keiner Weise bindend sei. An eine Anzahl Parlamentarier waren Stimmzettel auf den Namen Bourgeois verteilt worden. Bourgeois, welcher entschieden für die Kandidatur Faklares eingetreten ist, legte gegen dies „ungualifizierbare Manöver* Verwahrtmg ein.
Ausland.
London 16. Jan. BlS heute Abend um 10 Uhr wurden gewählt; 127 Liberale, einschließlich 17 Vertreter der Arbeiterpartei, 34 Unionisten, 39 Nationalisten Die Regierungspartei hat bis jetzt 6 5 Sitze gewonnen. Auch der Premier-Minister Campell Bamterluann befindet sich unter den Gewählten. Er sagte geftern Abend in einer Versammlung in Glasgow, seit Menschengedenken sei ein solches Wahlergebnis nicht zu verzeichnen gewesen. Die ministerielleMajorität beträgt bisher über hundert.
Belgrad, 16. Noo. Hier soll eine Verschwörting gegen König Peter aufgedeckt worden sein. Die Rädelsführer sollen Ofsizierskreisen entstammen.
Wien, 16. Jan. Aus Brelitz wird gemeldet: Ein Hilfsarbeiter beim EvidenzhaltungS - Geometer in Biala namens Leon Frauenknecht wurde gestern unter Anschuldigung, einem Nachbarstaa le Hilfe geleistet zu haben, beim Krei-gericht in Wadowice eingeliefcrt. Der Evidenzhaltungs-Geometer von Kenty bei Biala wurde gleichfalls verhaftet.
Budapest, 16. Jan. In Bilke kam es anläßlich von Richterwahlen zu großen Unruhen, tvobei die Gendarmerie einschritt und von der Waffe Gebrauch ntachie. Sechs Personen wurden dabei getötet. Aus der Menge wurde auf die Gendarmen geschossen, von benen zwei getötet und zwei verwundet wurden. Alls der nächsten Garnisonstadt ist Militär nach Bilke abgegangen.
Tschifu, 16. Jast^ Heute wurden in Gegenwart des französischen Konsuls die drei Chinesen hingerichtet, die gur Zeit der Kämpfe um Port Arthur den französischen Marineattachö Kapitän de Cuverville er- mordeten._______________ __________
Aus SiadL und Land.
Gießen, 17. Januar 1906.
• • Zum Eisenbahn direktor wurde von S. K. H. dem Großherzog der Vorstand der Gießener Betriebsinspektion I, Bau- und Betriebsinspektor Zimmermann, ernannt.
• • Erledigte Stellen. Erledigt ist die Kreis- dienerstelle bei Großh. Kreisamt Worms; ferner eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Frischborn, Kreis Lauterbach, und eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrer- (teile an der Gemeindeschule zu Finthen.
* • Ei n Erholungsheim errichtet in K öppern im Taunus der Verband mittlerer Iustizbeam ten Deutschlands für seine Mitglieder. Ferner hat der Verband eine Brandkasse mit dem Sltze in Hanau gegründet.
** Schweine preise. Jüngst las man von einem bedeutenden Rückgang ber Schweinepreise. Tiefe Mitteilungen sind mehr ober weniger unzutreffend. 'Allerdings kommen hier und dort Preisschwankungen mit rückläufiger Tendenz vor, doch von allzu großer Bedeutung waten sie nicht. Tas bestätigen auch die Marktberichte der Prelsstelle des deutschen Landwirlschaftsrates, die mit großer Sorgfalt zusamm enge stellt werden. Sie wissen sogar von einer steigenden Tendenz zu melden, die sich auf verschiedenen Märkten n&erbings bemerkbar gemacht hat.
• * Besitz wechsel. Delikatessenhändler Hermann Neb- hut in Offenbach a. M. verkaufte sein hiesiges An wesen, Westanlage 56, an Schuhmachermeister Martin Nagel, hier, zum Preise von Mk. 28 750.
* * Selbstmord verübte ein hier bediensteter Hau 8 - bursche durch Erhängen. Er war anscheinend in letzter Zeit in leichtlebige Gesellschaft geraten, hatte sich der Unterschlagung schuldig gemacht und nachdem dies bekannt geworden war, verübte er Selbstmord.
** Evangelischer Bund. Am Sonntag, abend fand der 2. Familienabend des hiesigen Evangel. Bundes im Neuen Saalbau statt. Wieder war der Saal bis auf den letzten Platz erfüllt, ein Zeichen dafür, daß diese Familienabende sich schnell die Gunst unserer ebang. Beiwohner erobert haben. Das Thema konnte wohl von vornherein auf Interesse rechnen, zumal die ^tfon des Vortragenden v-ou früheren Gelegenheiten h«: betont und
hochgeschätzt war. Pfarrer D. Dr. Diehl-Hirschhorn behandelte die Frage: „Mit welchem Recht kann die hessische Volksschule ein Kind der Reformation g e n a n n t iv e r b e n ?" Tie gediegenen Ausführungen des Redners, die in einer der nächsten Nummern der Gieß. Familienblätter eingehender behandelt werden sollen, die viel neues auf dem behandelten Gebiete brachten und durch viel Details näher illustriert und veranschaulicht mürben, wurden von den Versammelten mit der größten Begeisterung ausgenommen. Das zeigte ber allseitige, aufrichtige Beifall. — Zu einem schönen Verlauf des Abends trugen nicht unwesentlich ferner die gesanglichen Darbietungen des gemischten Chors des evangelischen Arbeitervereins bei, ber unter seinem bewährten Dirigenten, Musiklehrer Gernhardt, wirklick) Schönes leistete. Für die leiser durch Heiserkeit am Singen verhinderte Frau Professor Rohn trat noch am Abend selbst in liebenswürdigster Weise Frl. Stammler ein und spendete aus dem reichen Schatz ihrer Lieder einige Gaben, die dankbar und begeistert von den vielen Hörern auf genommen wurden. Alles in allem: es war ein schöner, gediegener, genußreicher Abend.
** lieber b i e Entdeckungsgeschichte Süd- americas sprach, wie schon kurz mitgeteilt, Professor Dr. Sievers am Donnerstag abend in der Gesellschaft für Erd- unb Länderkunde. Der Vortragende legte in seiner fesselnder Darstellung zunächst die Ursachen dar, die im 15. und 16. Jahrhundert vor allem die Italiener, Spanier und Portugiesen dazu veranlaßten, so weite Entdeckungsfahrten zu unter» nehmen, die in ihrer Entwickelung fast dramatisch wirken. Tie erste Ursache zur Eillstehung des Wunsches, die ostasiatischen Länder auf westlichem Wege zu erreichen, waren die Berichte, die Marco Polo, ein Italiener, über seine Reisen in China usw. gab, die er im 13. Jahrhundert ausführte. Ein anderer Italiener, Christoph Columbus, war es, der, angeregt durch diese Berichte und andere Umstände, diesen westlichen Weg zurücklegen wollte und dabei, ohne es zu wollen oder auch nur zu ahnen, einen neuen Kontinent entdeckte. Er war dazu nicht mv'orbcreitet, denn er war selbst seebefahrcn, kannte Toscanellis Karte des westlichen Ozeans und hatte während eines Aufenthaltes auf eines Insel nördlich von Madeira mancherlei gehört, was die Annahme, im Westen sei Land zu finden, zu bestätigen schien. So konnte denn Columbus, der inzwischen au§ portugiesischen Diensten in spanische getreten war, 1492 seine erste Fahrt antreten, der bis 1504 noch drei weitere folgten. Er entdeckte auf seinen Fahrten die großen und die kleinen Antillen, sowie kleine Stücke von Central- und Südamerika. Er hätte wohl noch mehr entdeckt, wenn er sich nicht so sehr als spanischer Gouverneur gefühlt hätte. Wenn auch Columbus hartnäckig an der Meinung festhielt, er habe den westlichen Seeweg nach Ost- afien gefunden, so ist er doch als der alleinige Entdecker '?hnerifa§ zu betrachten und es entspräche nur ber Gerechtigkeit, wenn der neue Erdteil seinen Namen tragen würde. Ein anderer Seefahrer, Amerigo VeSpueci, gab seinen Namen für den neuen Erdteil her, und zwar geschah das auf den Vorschlag eines deutschen Gelehrten, der V's Reisen beschrieb. Vespucci vor 1451 in Florenz geboren und machte 1499—1504 ebenfalls 4 Neiseu in den amerikanischen Gewässern; er entdeckte dabei die Mündung des Amozonen- stromes und einen großen Teil der brasilianischen Küste. Der dritte große Seefahrer, der im Zusammenhang mit der Entdeck ung 9lmerifa5 genannt werden muß, ist Fernando Magelhaens, ein geborener Portugiese, der ebenfalls in spanische Dienste trat und 1517 eine Reise längs der Westküste Südamerikas antrat, in deren Verlauf er die südliche Durchfahrt auffand unb quer durch den großen Ozean fahrend, die Ladroncn unb die Philippinen entdeckte, wo ec von Eingeborenen ermordet mürbe. Mit feinen Entdeckungen war die Entdeckungsgeschichte Amerikas zu einem gewissen Abschluß gebracht, denn man wußte nunmehr, daß m Ameria ein neuer Kontinent gefunden war, der nichts mit Wien zu tun hatte. — Dem interessanten Vortrage folgte äußerst lebhafter Beifall.
Hausen b. Gießen, 16. Jan. Gestern vollendete unser früherer Pfarrer Friede. Clotz, zur Zeit in Queck b. Schlitz, sein 9 0. Lebensjahr in geistiger Frische und Verhältnis- mäßig guter Gesundheit. Leider mußte von der beabsichtigten Familienfeier wegen eines kurz vorher eingetretenen Trauerfalles Abstand genommen werden.
— Großen« Linden, 16. Jan. Dahier erblickte ein Mädchen das Licht der Welt, welches 4 Urgroßmutter und 1 Urgroßvater, aber nur noch 1 Großvater hat.
— Lang-Gons, 16. Jan. Der Arbeiter Konrad Müller verletzte sich beim Holzhauen im Walde mit der Spaltaxt den Kops, so daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mutzte.
□ Londorf, 16. Jan. Ein seltenes Jubiläum feierte vergangenen Samstag, 13. Jan., Pfarrer Weber hier. War es ihm doch vergönnt, an diesem Tage auf eine 5 0jährige reichgesegnete Tätig ke it zurückblicken zu dürfen. Mehr als 30 Jahre lang verwaltet der Jubilar nun schon als treuer Seelsorger die Pfarrstellen zu Londorf unb feinen Filialdörfern, und er hat es verstauben, sich die Liebe und Verehrung aller in hohem Maße zu erwerben. Zahlreich waren daher die Kundgebungen der Treue und Dankbarkeit, die dem Jubilar an seinem Ehrentage von allen Seiten entgegengebracht wurden. Daß auch die Regierung das Verdienst des Gefeierten erkannt hat, beweist, daß ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog der Charakter als „Kirchenratverliehen wurde. Von einer offiziellen Feier hotte man, dem allsdrücklichen Wiinsch des Jubilars gemäß, abgesehen. 'Am Sonntag nachmittag fand nur eine Be» grüßung durch den Gesangverein „Frohsinn" statt, dessen Gönner und eifriger Förderer ber Gefeierte nun schon seit Jahren ist. Lehrer Schaum dantte dabei dem Jubilar im Namen des Vereins für all das Wohlwollen, das er ihm stets entgegengebracht habe, und bat ihn, die Ehrenmitgliedschaft annehinen zu wollen als äußeres Zeichen der Verehrung und Tirnlbarkett. Ties bewegt dankte Kircken- rat Weber dem Verein und besonders feinem tüchtigen und eifrigen Dirigenten, Lehrer Ban daß. Er lud hierauf die Mitglieder zu einem Glase Wein ein, um mit dem Verein diesen seinen Eyreniag zu feiern.
— Rinderbügen, 16. Jan. Beim Laden einer ajfen Pistole ging einem gewissen Wagner von hier der L-chuß vorzeitig los unb entzündete eine vor ihm auf bem Tisch liegende größte Menge Sprengpulver. Er rvurde erheblich an Gesicht und Händen verletzt.


