fjSngen eine Partie Wasche und Kleidungsstücke verbrannten. Ein siebenjähriges Kind war mit einem Stearinlicht den ,Fenstervorhängen zu nahe gekommen und hatte so den Brand verursacht.
"Diebstähle. Inden letzten Nächten wurden aus Einem Karten des Seltersbergs die am Gartenbause befindlichen Dachkandeln und Dachkandelrabre abgerissen ni'.d ge° stöhlen. Ferner wurde aus einem Garten in den Eichgärten eine kupferne Pumpe entwendet.
"Vorsicht! In der Nacht vom 4. auf d. 5. l. Mts. /wurde in das Altertumsmuseum zu Mannheim eingebrochen rind 400 Stück sehr wertvolle alte Münzen gestohlen. Die Münzen stannnen meistens aus dem 14. und 15. Jahrhundert und repräsentieren einen hohen Wert. Eine Belohnung von 1000 Mk. ist aus Feststellung de§ Täters, event. Herbeischaffung der Münzen ausgesetzt.
** Im Gießener Stadttheater gelangte gestern ztBeub Otto Ernsts Komödie „Finch Sm anu als Er- zieher".zu cinm- im allgemeinen reckt befriedigenden Aufführung, an deren Erfolg Herr Reimer al" Träger 'der Titelrolle den meisten Anteil batte. Er verstand es ausgezeichnet, das Falsche und Kriechende in dem Charakter des Schuldesnoten bervorznkchren, wenn er auch manchmal die letztere Eigenschaft etwas zu sehr betonte. Als Jean iFlemming bot Herr Lüttjohann Befriedigendes, doch wäre ein weniger passives Verhalten im allgemeinen der Darstellung sicher zugute gekommen. Köstlich war die Wiederigabe des Schuldieners Negendank durch S?errn Lippert, während Herr Wittmaun als Schulrat Tr. Rrell sich •nicht ganz am Platze zu fühlen schien. Fräulein Schellen- berg gab die iugendliche Lehrerin Gisa Holm mit Anmut und Naivität. Das übrige Lehrerkollegium war durch Frau Fischer und die Herren Goll, Herrscher, Stauf, Gerdes und Nanninger im ganzen entsprechend vertreten. Das ziemlich -ahlreich erschienene Publikum kargte nicht mit seinem Beifall.
** Die Vorstandsmitglieder der hiesigen dem Landesverband „Hassia" angehörigen militärischen Vereine waren am Dienstag Abend im Restaurant „Stadt Mainz" fast vollzählig versammelt, um über eine g em einsame Feier der silbernen Hochzeit des Kaiser- Paares zu beraten. Einstimmig wurde beschlossen, an einem geeigneten Tag einen großen Kommers abzuhalten. Einer aus dem 1. und 2 Vorsitzenden der Einzelvereine bestehenden Kommission wurde das weitere Arrangement übertragen. Das Offizierkorps, sowie die Spitzen der Behörden usw. sollen zu dem Kommers eingeladen werden. Ansprachen, Musik- und (^songsvorträge, sowie gemeinsame Kommerslieder werden den Abend zu einer würdigen Feier gestalten. Nach dem Betuch der seitherigen patriotischen Veranstaltungen zu urteilen, wird eine große Beteiligung der einzuladendeu Ehrengäste und der über 800 Vereinsmitglieder sicher zu erwarten sein.
" Die Generalversammlung de§ VerkehrS- HereinS, deren Besuch durch den vom Bürgerverein gleichzeitig veranstalteten Vortrag im Neuen Saalbau sehr beeinträchtigt wurde, tagte am Montag abend. AuS dem Bericht 'des Vorfitzenden war zu entnehmen, daß die Herausgabe des Führers für Gießen und Umgebung allseits mit Freude begrüßt wurde. Zahlreiche Anfragen liefen infolge der Herausgabe deS Führers ein, in denen der Vorstand um näheren Aufschluß über die örtlichen Verhältnisse, WohnungSmiete, Bauart der Straßen, Preise der Lebensbedürfnifie, Steuerhöhe, Dienstmädchenlöhne re. ersucht wurde. Auch der Versand deS Führers an höhere auswärtige Lehranstalten hat sich bewährt, da auch von Primanern und Studenten, welche die Universität zu besuchen beabsichtigen, Anfragen gestellt wurden. Im Frühjahr soll der Versand der Führer erneut ausgenommen und im nächsten Jahr, nachdem das Theater fertiggestellt ist, und die Straßen ein anderes Bild erhalten, an die Anfertigung großer Plakate gegangen werden. Die Rechnung wies einen Kassenbestand von Mk. 2453.79 aus, der aber bei weitem nicht zu dem Kostenpunkt der Plakate hinreicht. Es wäre also sehr zu wünschen, wenn fich dem Verein mehr unterstützende Mitglieder anschließen würden, namentlich aus den Kreisen, welche direkte Vorteile aus den Vereinsbestrebungen (Hebung des Fremdenzuzuges) genießen. In den Vorstand wurden neugewählt die Herren Rechtsanwalt Leun rind Fritz Nowack. Unter anderem wurde der Versammlung die angenehme Mitteilung gemacht, daß Architekt H. Meyer, der Leiter deS Theaterbaues am Montag, 5. März im Neuen Saalbau in dankenswertem Entgegenkommen einen Vortrag an der Hand von Lichtbildern über die Bauart und innere Einrichtung des Theaters usw. halten wird. Der Verein ist im vergangenen Jahr dem Bunde hessischer Verkehrsvereine und der .deutschen Verkehrsvereine beigetreten, was dem Bekanntwerden 'her Vorzüge unserer Stadt den besten Vorschub leistet.
Lauterbach, 13. Febr. Der morgens um 4.43 Uhr Don Grebenhain abgehende erste Zug nach Lauterbach blieb am Sonntag zwischen Ilbeshausen und Herbstein im Schnee stecken. Nachdem der Zug durch die Streckenarbeiter wieder freigelegt war, kam er gegen J/2 9 Uhr in Lauterbach an. Eine HülfSmaschine von Fulda mit zwei Wagen kam gegen 1/210 Ubr nach Grebenhain, um den zweiten Zug nach Lauterbach zu ersetzen. Es ist dies das erste mal seit Eröffnung der Bahn, daß durch den Schnee die Züge nicht regelmäßig verkehren konnten. (Laut. Anz.)
Nidda, 13. Febr. Die Brauerei Friedrich Kraft Nachfolger in Nidda ist gestern für den Preis von 130 000 Mk. an den Braumeister Herrn Josef Schmid käuflich übergegangen. (N. Anz.)
fc. Auerbach, 13. Febr. Zerlumpt, ohne Hemd, ohne Kopfbedeckung und ohne Fußbekleidung wurde in der Gagel- schen Mühle, die im Winter unbewohnt ist, der Deserteur Fritz MöbuS vom 118. Regiment in Worms ausgesunden. Er ist seit fast z w ei Jahren fa hnenflüchtig und hat sich während dieser Zeit hier verborgen gehalten und vom Diebstahl gelebt.
vermischtes.
* Das neueste Eisenbahnunglück. Bei einem Zusammenstoß eine5 'stiges der Kölner Straßenbahn mit einem Zuge der Köln- Bonner Kleinbahn wurden 7 Personen schwer verletzt, ein Wagenführer getötet.
• Kleine Tageschronik. In Magdeburg verübte ein Leutnant vom Iui.-Regt. Nr. 66 S e l b st m o r d , indem er sich vor dem Sviegel eine Kugel in den Kops schoß. Er hatte vor kurzem die Tochter eines Oberstabsarztes geheiratet. Seine Verhältnisse waren vorzüglich. — 9lm 13. Februar wurde unweit des Bahnhofes W a n n s e e bei Berlin auf dem Bahngeleise die Leiche eines etwa 20jährigcn Mädchens,
dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt ist, zerstückelt auf- gesunden. Zur selben Zeit meldete. ein bisher noch nicht ermittelter Herr aus Charlottenburg nach Wannste, er habe beobachtet, wie ein Mädchen aus dem Stadtbahnzuge bei Wannsee gestürzt sei. — Aus K a v st a d t wird die D e r h a f t u n g eines blutrünstigen Mörders Namen? Basson gemeldet. Im Augenblick der Verhaftung erschoß er sich. ES stellte sich heraus, daß er zahlreiche Morde verübt bat. Er verlieh Geld an feine Ovfer und forderte VersicherungS-Polizen als Sicherheit. Sobald die Ver- sicherungs-Polizen ihm zngeschrieben waren, ging er daran, seine Oofer zu ermorden. Bisher sind 9 Morde festgestellt, doch wird ihm auch eine Reihe anderer noch unaufgeklärter Verbrechen zu- gefchrieben.
Arbeiterbewegung.
Leipzig. 13. Febr. Die hiesigen Sch neidergc selten mb in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern die Schaffung eines Tarifvertrages und Woffen hei einer ablehnenden H'rttnna h^T tTCr'TttthnTo S.trA svin-i-gdrücken.
Gerichtssaal.
Berlin, 13. Febr. Der Prozeß des Herzogs Ernst Günter von Schleswig-Holstein gegen Frau Mi- tewska, d''e ehomaliae Kgmmerfran der verstorbenen Vrinzeffin Amalie von Schleswig-Holstein, der beute verhandelt werden sollte, wurde vertagt, da die Angeklagte den Gerichtshof als befangen oblehnte. Bei Beginn der Siknng erklärte der Staatsi^nwalt, daß ein Vergleich nicht znstandegekommen sei. In Berichten wird die Aiisteie her Milewskg wied''r^egeben. nach der her Herzog ihr angeblich hgbe sagen lassen daß. wenn te den i'br angebotenen Vergleich nickst annehme, sie zu einer Gefänonisstr-'fe von einem Jahre verurteilt toiirfce; dies habe ihm, dem Herzoge, ein Richter, mit dem er gesprochen, gesagt. Demgegenüber ist d"s ,.W T. R." zu der Erklärung ermäcktiat haß der Herzog keinerlei Beziebiingen irgendwelcher Art zu den Richtern in her Strassgck>e gehabt, und daß diese
dein Herwg gänzlich unbekannt sind.
— Trotz des Geständnisses freigesprochen. hem Schwurgericht in Hanau stand Montag das 19iäbrige .iiindersi'nusein Elisabeth VeterS aus Kassel unter der Anklage, in der Rocht zum 3. November 1905 im hiesigen Schwesternhaus ihr acht Tage zuvor daselbst geborenes Kind männlichen G?- fchlecksts vorsätzlich getötet zu haben. Die Angeklagte, die im Schwesternh!"U's A"mabme gefuckt h"tte, nm ihre Nieder- f'inst zu erwarten, gab bei ihrer am Morgen nach der Tat^er- solgten Vernehmi'ng an, ibre Mutter habe ihr gesagt: „Sieb zu, wo Du des Kind imterbringst, nach Kassel kannst Du damit m'cht kommen!", was die Mutter iedoch bestreitet. Sie ckie An- arTtegte-' habe mm fortgesetzt nberleat. wie sie sich von dem K^nde befreien könne. In der Nacht f°i ihr dann der Gedanke gekommen, das Kind zu töten. Dies habe sie guch alsbald in her Weise ansgefübrt, haß sie tem Kind" die Federdecke auf das Gesicht gedrückt h"be. Die Anaek'agte gibt die Tat zu, nur wisse sie nicht, hric sie dazu gekommen sei. es sei ihr jetzt alles urrerklarlick. Der ärztliche Sachverständige gab an, von lln- zurechnirngsfälugkeit der Angelegten bei Begehung der Tat könne nickt die Rede sein, immerhin könne das .Mädchen durch die große Erregung, in der es sich fortgesetzt befunden habe, beein- stußt worden sein. Es waren nur die aus vorfätrsickc Tötung lautende Sckn'ldteagc und eine auf mildernde Umstände lautende Hilfsfrage gestellt. Die Geschworenen verneinten nach kurzer Beratung hie Hauvtfrage, worauf Freisprechung erfolgen mußte. lF. G Anz3
Handel und Verkehr», volkswrrtsckaft.
Berlin, 13. Febr. Wie wir hören, übernahm das bayerische Konsortium, dem die Bank für Handel undInduftrie hinzugetreten ist, die neuebayerifche Staatsanleihe im Betrage von 50 Mill. M k., die demnächst zur öffentlichen Suhskrivtion muaelegt werden fall. — In der heutigen Sitzung des ZentralauSfcknffes der Deutschen Reichsbank bemerkte her Präsident Kock- daß die Erleichterung der Lage der Bank ziemlich langsam gewesen sei. Die Gesamt-- anlage sei zwar gegen Mitte Januar um 161 Millionen zuruck- aegangen, übersteige aber mit 9R0 Millionen die der letzten sechs Fahre noch um erhebliche Beträge, die des Vorjahres um 171 Millionen. Insbesondere sei noch da? Weckfelportefeuille und der neuerdings ahermals gewachsene Bestand an Schatzanweisungen weit größer al? in den Vorjahren. Das Metall fei uni 114 be- ziehungSw. 61 Millionen aeringer als 1905 und 1902, dagegen um 43 hezw. 47 Millionen starker als 1904 und 1903. Der Notenumlauf von 1279 Millionen übersteige den in den letzten vier Vorjghren um 39, 80, 103 beim. 130 Millionen und die Dcckuuqs- verhältniffe feien entfvrechenb schlechter. Die steuerfreie Noten- referve nnt 191 Millionen sei geringer als im Vorjahre: dabei feien die Knrfe der fremden Wechsel hoch und näherten sich dem Goldvnnkte ober hatten biefen sogar überschritten. Wenngleich ber Diskont am offenen Markte in Berlin nur 3’/4 vEt. betrage, so fei bock eine Diskonter mäßig u na einstweilen nickt m 0 g l i ck. Der Ientrasausfckuß ist Hiermit einverstanhen. Johann würbe ber Verwaltnngsherickt für 1905 verlesen nebst Bilanz imb Gewinnberecknung und bann bnreh einen Devntierten bas von ben Devntierten bes Zentralau?fckusses nach Prüfung ber Bilanz und Vergleickung mit ben Bückern ahgeaebene Gutachten erstattet unb von den Mit gliedern bes .llmtralanssehnsses genehmigt imb hem Reichsbankbirektorium überreicht, das es an den Reichskanzler weiter berichtet.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M.. 14. Febr. lOrig.-Telegr. de? „(Rieft, dlnz.") Viehmarkt. 9um Verkaufe standen 00 Kälber 00 Schafe und Hammel. 1032 Schweine; 1. Qual. 82—00 Pfci. Lebendaewickt 64.00—00.00 Pfg., 2. Qual. 81 Pfa., Lebendgewickt 61.00—00 Pfg., 3. Onal. 73—75 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht
00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Vfg., 2. Qualität 00—00 Vfg. Gefckäst: gedrückt, Ueherstand unbedeutend. Ans Holland kamen 196 geschlachtete Schweine.
fc. Frankfurt a. M., 13. Febr. Heu- und Stroh- n'nrkt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 4.00, Stroh Mk. 2.50.—2.80 Alles per 50 Kilo. Tendenz in Heu fest, in Stroh flau.
OrZgLnal-Drahtmelduttgeri.
R. B. Darmstadt, 14. Febr. Landtagsabg. Reinhart (natL) hat bei der 2. Kammer einen Antrag eingebracht, in dem er unter Hinweis auf die durch die Berliner Heimarbeits-Ausstellung zutage getretene betrübende Lage der Heimarbeiter Betont, daß die reichsgesetzliche Regelung der wichtigen sozialen Fragte der Heimarbeit von allen Seiten unterstützt werden müsse. Wenn auch im Großnerzogtum Hessen die Heimarbeit nicht die Ausdehnung besitze, wie in anderen Teilen des deutschen Reiches, herrschten doch in einzelnen Zweigen des gewerblichen Lebens Zustände auf diesem Gebiet, die der Besserung bedürften. Er beantrage daher, die Großh. Regierung zu ersuchen, durch die Gewerbeinspektionen Erhebungen in die Wege zu leiten über 1. die Zahl und das Alter der in der Heimarbeit beschäftigten erwachsenen und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen, 2. die Arbeitszeit, 3. die Lohn- und Arbeitsbedingungen und 4. die Wohnungen und Arbeitsräume.
Berlin, 14. Febr. Der Eisendrehcr Ernst H. in Ober- fchonweide wurde verhaftet. Ec wird von einem Mädchen bezichtigt, den Frauenmord in Popplitz bei Rochlitz in wachsen verübt zn haben. — Das Schöffengericht I verurteilte den Kcaftdroschkenführer Kotzke, welcher am 9. Oktober durch Unvorsichtigkeit einen Zusammenstoß seines Fahrzeuges mit dem Automobil de§ Kaisers herbeigeführt hatte. Izu 20 Mk. Geldstrafe.
Essen a. d. Ruhr, 12. Febr. Bergmeister Engel legte gegen seine Suspendierung Pr 0 test ein.
Harburg, 14. Febr. In Eißenburg beschloßen die Sozialdemokraten, auS der evangelischen Landeskirche auszutreten, weil mehrere sozialdemokratische Gemcindemitglieder, die in den Schulvorstand gewählt waren, wiederholt nicht bestätigt worden sind. Bisher sind 43 Arbeiter ausgetreten.
La ng-WalterSdorf i. Schl., 14. Febr. Der Hilfsjäger Scheinert erschoß die Kellnerin Beier und danv sich selbst.
Dresden, 14. Febr. In Sebnitz wurde der Kassierer Biewig deS sozialdemokratischen Konsumvereins wegen' des Verdgchtes der Unterschlagung und Untreue verhaftet.
Chemnitz, 14. Febr. Bei der Reichstagsersatz- w ahl im 16. sächsischen Wahlkreise erhielt der Kandidat der Kartell-Parteien, Hermsdorf, 10 200, der Freisinnige Günther 9054 und der Sozialdemokrat Noske31 730 Stimmen. Letzterer ist somit gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 78 Proz. gegen 83 Proz. im Jahre 1903. (Sckfivvel' erhielt 1903 34 266 Stimmen, der Nationalliberale 13 078, der Freisinnige 3703 und ein Zentrumsmann 188 Stimmen. Am interessantesten ist die annähernde Verdreifachung her für den Freisinnigen abgegebenen Stimmen. Auch die Ab-, nähme der sozialdemokratischen Stimmen ist bemerkenswert. D. Red.)
Leipzig, 14. Febr. 1800 Arbeiter und Arbeiterinnen der Leipziger Baumwollspinnerei beschlossen, da ihre Forderungen, zehnstündige Arbeitszeit unb lOprozentige Lohnerhöhung, abgelekmt wurden, trotz der Abmahnung der Verbondsleitung heute Morgen die Arbeit nicht wieder aufzunehmen.
München, 14. Febr. In Ried im Innkreis hat fich die BaucrSmagd Franziska Lechner dem Gericht gestellt. Sie bat ihr neugeborenes Kind in ein Tuch gewickelt und lebend den Schweinen vorgeworfen, die eS auffraßen. Sie gab an, die Tat aus Scham und Verzweiflung verübt zu haben.
Telefonisch®
des Giessener Anzeigers, mitfft and Indnsti Frankfurter Bors
3j^°/0 Keichsanleihe . . 101.0 3% do. . . 89.10 3%°/0 Konsols .... 101.15 3% do..... 89 20
314°ff, Hessen.....99.90
3 i^°/n Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente. . 100.90 4V6 Oesterr. Silberrente 101 50 4 °6 Vncrar. Goldrente . . 96.80 4% Italien. Rente . . . —.— 3°o Portugiesen Serie I . 68.05 3% Portugiesen „ III 68.75 4 russ.Staatsanl. 1905 92.— 4XA°japan. Staatsanleihe 94.70 i % Conv. Türken von 1903 92 90 Türkenlose .... . . 147.— 4% Griech. Monopol-Anl.. 53 60 \% äussere Argentinier . 9250 3°ln Mexikaner .... 67.10 4^% Chinesen .... 98.—
Aktien:
Bochum Guss..... 247.40
Buderus E. W.....—
Tendenz: fest.
Berliner Börse, te
Canada E. B......—.—
Darmstädter Bank . . . 149.— Deutsche Bank .... 242.50 Dortmunder Union C. . . 89 20 Dresdner Bank .... 165.90 Tendenz: fest.
Kursberichte
teilt von der Bank für Handel ie, Giessen.
p 14 Februar, 1.15 Uhr.
V1ektriz. Labmeyer . . . 143.50 Elektriz. Schnckert . . . 132.— Esclnveiler Bergwerk . . 260.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 228.80 Hamburg - Amerik. Paketf. 166.30 Harpener Bergwerk. . . 215 50 T-anrahütte...... 247.—
Nordd. Lloyd ..... 128.50 Oberschi es. Eisen-Industrie 130.— Berliner Handelsges. . . 174.75 Darmstädter Bank . . .149.10 Deutsche Bank . . . 242 20
Deutsch-Asiat. Bank . . 182.50 Diskonto-Kom mandit. t . 189.40 Dresdner Bank .... 166 — Kreditaktien.....211.80
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn ..... 114.20 Gottbardbahn.....—.—
Lombard. Eisenbahn . . 25.10 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.10 Prince-Henri-Eisenbahn . 134L-
. Februar. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk . . . 215.— Lanrahütte . . . , . 247.— Lombarden E. B. ... 25 — Nordd. Lloyd . . . . . 128.60 Türkenlose......147.—
Holzversteigerung
in der Försterei Winnerod.
Montag, den 19. Februar sollen im Distrikt Feibels- wiesc, Bnchwald, Eichkopf und Petersgrund versteigert werden.
Stämme: für Glaser und Schreiner geeignet.
Eichen 1 Stück, 70 Ztin. Durchmesser, 5,4 Mtr. Längl mit 2,08 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 58 Ztm. Durchmesser, 2,2 Mtr. Längs mit 0,58 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 42 Ztm. Durchmesser, 2 Mtr. Länge mit 0,28 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 36 Ztm. Durchmesser, 2,8 Mtr. Länge mit 0,29 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 35 Ztm, Durchmeffer, 12,4 Mtr. Längs mit 1,19 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 28 Ztm. Durchmesser, 13 Mtr. Längt mit 0,80 Fstm. Inhalt,
Eichen 1 Stück, 21 Ztm. Durchmeffer, 2 Mer. Länge mit 0,07 Fstm. Inhalt,
Fichten-Derbstangen, 558 Stück mit 41,72 Fstm. Inhalt, Fichten-Reisstanqen, 607 Stück mit 7,94 Fstm. JlchaÜ, Fichten-Bohnenstangen, 510 Stück, Lärchen-Derbstangen, 31 Stück mit 1,94 Fstm. Inhalt, 60 Nm. Buchen-Scheit, 76 Rm. Buchen-Prugel, 6 Rm.
Eichen-Prügel,
46 Rm. Nadel-Prügel, 14 Rm. gemischte Prügel, 22 Nm. Buchen-Stock,
3 Rm. Eichen-Stock, 49 Rm. Nadel-Stock, 104 Rm, Buchen-Neiser,
6 Nrn. Eichen-Neiser, 132 Rm. Nadel-Reiser, 212 Rm. gemischtes Reisig, v. Durchforstung.
Zusamnienkunit vormittags 10 Uhr auf' der Kreis- ftraße Winnerod—Reinhardshein, wo der Fußweg nach Geilshausen abführt.
Dienstag, den 20. Februar sollen im Distrikt Burgwald und Petersgrund versteigert werden:
156 Rm. Buchen-Scheit, 148 Rm. Buchen-Prugel, 3 Rm.
Eichcu-Prüqel,
48 Rm. Nadel-Prügel, 67 Rm. Buchen-Stock, 78 Rm, Nadel-Stock,
412 Nm. Buchen-Neiser, 232 Nrn. Nadel-Reiser, 12 Rm. Eichen-Reiser.
Zusammenkunft vorinittags 1/210 Uhr am Eingang der Straße Winnerod—Lindenstruth in den Burgwald.
Winnerod, den 13. Februar 1906. Sarnes.


