sich verspricht- Der bayerische '^ragt: Aepsel löU »oppeijemi nächstjährigen Landtagswahlcn Pflaumen (Zwetschen) 700 Dz,
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Bootsfahrt im Ans- lctzten Sonntag (9. Sept.) R u d c r g e s e l l sch a f t von
Zukunft überlassen.
Es schadet nichts, wenn nun die Bürgerparteien zu der Erkenntnis gelangen, daß sie hier etwas übersehen haben.
Band nunmehr mit einer die Spange versehen ist.
* * Eine interessante legergigboote unternahmen
eträgt: Aepfel 130 Doppelzentner, Birnen 230 Doppclztr.
Kirschen 15 Dz., Wall!
man Wert daraus, daß die Jugend ihre Bildung empfing, das beweise der Bau des Schulhauses als eines der ersten Häuser. Köhler verstand, in wenigen Worten das Jnteresie der Kinder an diesem Stück Dorfgeschichte zu wecken, und mit einem Kirchenliede beschlossen die Kinder die kleine Feierlichkeit.
— Bad-Nauheim, 14. Sept. Bis zum 13. Sept, sind 2 6 5 1 3 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 3113 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 13. Sept. 1906 357 574 abgegeben.
[] Marburg, 14. Sept. Im Walde bei Schönstadt sanden Wegcarbeiter einen Steinkeil und ein ebensolches Beil, die beide noch gut erhalten waren. Die beiden hochinteressanten prähistorischen Funde werden jedenfalls dem Landesnuiseum in Kassel einverleibt. — Bei der Anlage der Schloßkanalisierung stießen die Arbeiter beim Hexenturm auf einen bis jetzt noch unbekannten 2 Meter breiten unterirdischen Gang, der sogar Spitzbogengewölbe aufweist.
Cron berg (Taunus), 14.'Sept. Großfürst Cyrill von Rußland und Gern ah l in trafen heute mittag von Homburg auf Schloß Friedrichshof zum Besuche des Prinzen
Was gibts zum Nachtisch? Was Besseres wohl als Mondamin-Flammerl und Fruchtsaft? .
Es ist erfrischend und bekömmlich m heißen Taqen - und sehr gesnnd.
Natürlich nur Mondamin verwenden.
.Mondamin" überall 511 haben in Paketen L 60, 80 u. 15 Pb
Aus Stadt uns LanS.
Gießen, den 15. Sept.
• • Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrverwalter Fritz Marguth 31t Nieder-Beer- bach die, evangcl. Pfarrstelle daselbst übertragen. — In den Ruhestand versetzt wurde die Lehrerin an der Volksschule zu Darmstadt Elise Theobald bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit.
* • Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besehende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu R a n st a d t. Die Stelle des Forstwarts der Forstwartei Thorn ashütte in der Oberförsterei Messel vom 1. Oktober d. I. an.
• • Norwegischer Konsul. Der zum Königlich norwegischen Vizekonsul für das Großherzogtum Hessen mit dem Amtssitz in Mainz ernannte Kaufmann Heinrich ist zur
Kirschen 1 Dz., Wallnüsse 1 Dz.
‘ ** Ein mehrfacher Lebensretter. Der Ball
aufseheraspirant Jak. Gund er in Darmstadt (Sohn des WoogSpächters Gunder) hat am 29. Mai 1906 wiederum einen Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als An
erkennung hierfür ist ihm von Sr. Kgl. Hoh. dem Großhcrzog wiederholt die Rettungsmedaille verliehen worden, deren Jahreszahl 1906 tragenden
inan einen Teil der Bänke in den städtischen Anlagen kindcrfrei halten kann, macht eine Leserin folgenden Vorschlag: „Ich nlache den Vorschlag, einige wenige Bänke mit der Aufschrift: „Nur für alte Leute" versehen zu lassen; wenn Menschenkenntnis inich nicht trügt, würde der müde alte Herr mehr wie genug freien Platz zum Ausruhen finden.
"Auf den Wiesen hat sich die Herbstzeitlose eingestellt, die durch ihr Gift, das Colchicin, ivenn cs in den Körper komint, sehr gefährlich wird. Dieses Gift greift hauptsächlich Nieren, Magen und Därme an, kann Lähmungen Hervorrufen, ja den Tod herbeiführen. Da diese Pflanze in unserer Umgebung sehr häufig ist, und die Kinder die krokusartige, rosarote Blume gerne pflücken, seien Eltern und Kindermädchen daralif aufmerksam gemacht.
fünf Herren der Gießener
18 7 7. Wohlausgerüstet fuhren sie Sonntag den 9. Sept.
-—-Thüringisches-----------------und MaschinerT^
Technikum J’menau Werkmeister. Prospekt. EM
* Ein Abenteurer in Franenkleidcrn. Aus Mainz schreibt man der „Kl. Pr.": Ein junger Bursche von hier — sein Vater ist Weinwirt — verschaffte sich gleich nach seiner Entlassung aus der Schule Fr au en kleid er. (rc mitte eine weibische Stimme und feine Erscheinung stand der Verkleidung nicht im Weg. Ms Frau ging er auf Abenteuer aus. Er richtete die überschwänglichsten Liebesbriefe an Persönlichkeiten, die er nur dem Namen nach kannte, besonders an Osfiztere. In gewissen Kreisen der Männerwelt richtete er ein wahres Unheil an. Ms er älter geworden war, wurde er noch dreister. Er machte in Frankfurt die Bekanntschaft eines sehr reichen Barons von G.; dem gegenüber er sich als verarmte Comtesse von S ausgab. Er spielte seine Rolle so vorzüglich, daß er den Baron vollständig beherrschte und daß dieser ihn auch reichlich unter- slühte. Allen Annäherungen des Barons wusste er aber geschickt aus dem Wege zu gehen, er war ja ein „anständiges Mädchen . Da er aber dem Baron gegenüber auch sehr zurückhaltend in Bezug auf seine Familienverhältnisse war, so suchte 1 ich dieser von anderer Seite Klarheit zu verschaffen. Dadurch wurde der Schwindel aufgedcckt. Troß alledem wollte der Baron nicht glauben, daß seine Angebetete nur ein — Kellner sei. Eines Tages verschwand der junge Mann wieder von hier, ohne daß man wußte, wohin. Sechs Wochen später wurde in Darmstadt eine Kellnerin wegen Kleiderdiebstahls verhaftet. Als sie untersucht wurde, entpuppte sie sich als Mann. Es war der Wirtssohn, der die ganze Zeit in der Wirtschaft bedienstet war und ein Liebesverhältnis mit einem Unteroffizier unterhalten hatte, der sich dann versetzen lassen mußte, weil der Spott feiner Kameraden zu groß war. Seine letzte Nolle spielte er in einem Sittlichkeitsprozeß, dessen Schauplatz die Husarenkaserne war. Auch damals stand der junge Mann mit Offizieren auf einem sehr guten Fuß; einem von ihnen, dem gegenüber er sich als adelige Dame ausgegeben hatte, stahl er eine wertvolle Briestasche. Keiner der Herren wollte glauben, daß die Dame, die so glühende Liebesbriefe schreiben konnte und die sich bcwegte^wie ewe Dame von Welt, ein gewöhnlicher Schwindler sei Man brachte ihn für einige Zeit in die Irrenanstalt. Dort behielt man ihn aber nicht, weil er nicht gefährlich schien und nur durch Keine Diebstähle sich bemerkbar machte. Kaum, war er frei, als er sein altes „Liebesspiel" wieder begann. Nun hat sich zur Abwechslung das Gericht seiner angenommen, indem es ihn gestern verhaften ließ. , .
X Langsdorf, 14. Sept. Hier wirb momentan baS alte Schulhaus abgebrochen, da es infolge der Feld- bcreinigung einem Wegezug weichen muß. Dieses Schulhaus ist als eines der ersten Häuser nach dem 30jährigen Kriege, in dem Langsdorf zerstört worden war, wieder errichtet worden. Die Pfetten-Jnschrift hat folgenden Wortlaut: „Laset die Kindlein zv mir körnen vnd wehret ihnen nicht dann
politifd>e Tagesschau. ,
Eine Wandlung.
Der Führer der Freisinnigen Volkspartei, Abg. Dr. ; Müller-Sa g an- ist der „Freis. Ztg." zufolge an einem Unternehmen beteiligt, das sich auf Terrainerwerbungen in Zentralbrasilien bezieht.- Offenbar betrifft es die Teilhaberschaft an einer Siedlungsgesellschaft, denn die „Tisch. Tagesztg." spottet bereits über den „brasilianischen Agrarier". Es ist jedenfalls ein erneutes Kennzeichen der veränderten Haltung dieses demokratischen Politikers in Fragen der Ueberseepolitik. Das^ erste Mit- iglfeb der Richterschen Fraktion, das sich auf diesem Gebiete dem Standpunkt der Nationalliberalen näherte, war der Abg. Ei ckh 0 f f. Ihm wurde das anfangs von seinen Parteifreunden verargt. Aber schon die Stellungnahme der volks- iparteilichen Fraktion zur letzten Flottenvorlage zeigte, daß sich in ihr eine prinzipielle Wandlung vollzog. Träger der entsprechenden neuen Richtung in der Fraktion der süddeutschen Volkspartei ist bekanntlich der Mg. Storz. Die Berührungspunkte innerhalb der liberalen Parteien mehren sich also, und für die Möglichkeit eines geschlossenen Vorgehe ns des deutschen Ges amtliberal ismusim nächsten Wahlkampf bedeutet das eine wesentliche Förderung.
Zur Reform der Krankenversicherung.
Dem Staatssekretär Grafen Posadowsky wird bekanntlich die Absicht zugeschrieben, eine Reform der Krankenversicherung vorzunehmen, und zwar soll diese Reform nach Angabe der sozialistischen Zeitschrift „Die neue Gesellschaft" folgendermaßen ausfallen: Die Einzelkassen in den kommunalen Verwaltungsbezirken sollen zu großen Be- zirkskassen zusammengelegt werden, weil sich diese billiger verwalten lassen. .Sodann sollen die Kassenbeiträge, von denen zurzeit die Arbeitgeber ein Drittel und die Versicherten zwei Drittel zu zahlen haben, beiden Teilen je zur Hälfte auferlegt Werden.
Die Zeitschrift erblickt in einer derartigen Aenderung keine Wohltat für die Arbeiter, insbesondere erscheint ihr die Zusammenlegung der Einzelkassen zu großen Bezirkskassen als ein Raub des Selbstverwaltungsrechts. Eine große Bezirkskasse erfordert jin der Tat eine gebildete, wissenschaftlich und praktisch geschulte Persönlichkeit, deren Anstellung von den staatlichen Behörden erfolgen würde. Dadurch könnte am Ende dem Einfluß der sozialdemokrat. Partei Abbruch getan werden, aber andererseits wäre der neue Beamte abhängig vom Staate. Ob dies von Vorteil für die Krankenkassen wäre? Es kann ja nicht geleugnet werden, daß in manchen Krankenkassen der sozialdemokr. Einfluß souverän herrscht — die bekannten Kämpfe mit den Aerzten zeugen davon —, aber es muß zugegeben werden, daß viele Kassen für ihre Mitglieder höchst Anerkennenswertes geleistet haben.
Nach allem, was Graf Posadowsky bisher als Sozialreformer leistete, darf Man wohl erwarten, daß auch seine Pläne für die Umgestaltung der Krankenversicherung in anderen Richtlinien sich bewegen, als in den von der sozial. Zeitschrift angedeuteten.
Die Mörderin von Interlaken.
Der Berner „Bund" erfährt aus Lausanne, daß Tatiana Leontjew, die das Attentat in Interlaken verübte,, im Jahre 1884 in Warschau geboren wurde. Sie ist die einzige Tochter des eheinalen russischen Gen e r als Leo ntj ew , der sich an dem Feldzuge in der Mandschurei beteiligte und nach seiner Rückkehr vom Kriegsschauplätze Provinzgouverneur in Mittel- rußländ wurde. Die Tochter besuchte das Mädchengymnasium zu Lausanne und bestand im Jahre 1903 die Reifeprüfung. Sie begann im Jahre 1900 den Verkehr mit russischen Flüchtlingen in Lausanne und Genf. Später studierte sie Medizin an den Universitäten in Lausanne und Genf. Seit Januar 1906 bewohnte sie in Petit Laney bei Genf eine Keine, von ihrem Vater gemietete Wohnung. Tatiana Leontjew besuchte Lausanne wiederholt unter falschem Namen und erzählte ihren Professoren, sie habe in Petersburg bei Hofe verkehrt und sei mit der Familie Trepow befreundet gewesen. Im März 1905 sandte sie an einen ihr befreundeten Revolutionär nach dem Hotel Bristol in Petersburg einen Koffer mit Bomben sowie einem Verzeichnis der russischen Verschwörer in der Schweiz. Ms man hierauf bei einer Haussuchung in der Wohnung her Tatiana Leontjew in einem Näh korbe Sprengstoffe fand, wurde sie unmittelbar vor einem Hofballe beim Coiffeur verhaftet und in Untersuchungshaft nach der Peter- und Pauls- festung gebracht. Der Bruder ihres Vaters, der Hofkämmerer ist, erwirkte ihre Unterbringung in eine Irrenanstalt, und andere vermögende Freunde erreichten schließlich ihre gänzliche Freilassung. Sie durste aber nicht länger in Rußland bleiben und reiste daher in die Schweiz, zuerst nach Basel und Genf. Wie eine frühere Freundin aus Lausanne mitgeteilt hat, unterhielt Tatiana Leontjew ein Liebesverhältnis mit einem Vetter, der sich, nachdem bei der Leontjew Sprengstoffe aufgefunden worden waren, erschoß. Ihr Vater und ihre Mutter sollen noch in Petit-Lancy wohnen.
Frauenstimmrecht und Zentrum.
Der Zenttnrnsabg. Dr. Heim stellt die Forderung auf, den deutschen Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu verleihen. Daß der Zentrumsmann mit dieser Forderung nicht allem steht' cheweift die Tatsache, daß das führende bayerische Zentrumsorgan gleichfalls diese Forderung verteidigt, und man muß deshalb annehmen, daß das Zenttum überhaupt für das Frauenstimmrecht eintreten wird. Das Zentrum ist bekanntlich die ausschlaggebende Partei im deutschen Reiche sowohl wie im Königreich Bayern. .
Daß gerade das Zentrum es ist. das neben den Sozialdemokraten mit einer solchen Forderung herausttitt, das macht sie recht interessant. Es zeigt vor allem, daß^das ^Zentrum tut) von der Forderung sehr viel f ür f’ * ■ Zentrumsflügel will sich für die nächstjährigen eine gute Wahlparole sichern.
Die Parole des Frauenwahlrechts wird von hervorragendes Wirkung sein. Wir glauben nun freilich keineswegs, daß das Zenttum die ganze moderne Frauenbewegung zu sich heruber- ziehen wird: Aber das Zenttum wird doch eine große Anzahl von Frauen für sich gewinnen, und damit ist für die Partei gar viel getan, denn was die Fran will, „will" nicht nur oder vielmchr muß nicht nur mancher Mann „wollen", sondern will sogar, einem alten französischen Svrichworte zufolge, Gott. Es ist also ein außerordentlich geschickter Schachzug seitens per ausschlaggebenden Partei, wenn sie in dieser Weise und nut möglichster Lebhaftigkeit für diese Forderung eintritt .
Die im Erwerbsleben stehende Frau, die heute bereits Steuern zahlen und alle Pflichten eines Staatsbürgers auf sich nehmen muß — die Wehrpflicht allein ausgenommen -- ist politisch rechtlos. Mit dem Augenblick, da die Frau aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen aus der einstigen Frauenkemenate heraustrat und selbständig eingriff ins Leben, sich ihr Schicksal selber zimmerte und ihr Brot selbst erwarb, mußten nach Recht und Gerechtigkeit auch Schranken fallen, die alte Vorurteile um sie aufgerichtet hatten. Heute steht gar manche Frau mitten im Erwerbskampf, mitten in den Stürmen des Lebens,, auf eigenen Füßen. Und trotzdem gab es bis jetzt nur eine politische Partei, die sich dazu verstand, alle Konsequenzen aus der veränderten Sachlage zu ziehen. Das waren bisher allein die Sozialdemokraten. Man hat ja seitens der liberalen Parteien hin und wieder mit der Materie sich befaßt und der Forderung in der Theorie zugestimmt, aber die Entscheidung der
76jährige Prinz Moritz', dessen einziger Sohn, Prinz Ernst, als Oberstleutnant dem 1. Garderegiment zu Fuß tn Potsdam angehört. ,
Ueberall wird man morgen itn deutschen Vaterlande mit herzlichen Wünschen und Teilnahme des Herzogs Ernst von Altenburg gedenken, der einer der letzten Bundesfürsten ist, die uns noch in lebendiger Gestalt einen großen *016» schnitt deutscher Geschichte verkörpert.
um 6 Uhr morgcnS in Gießen weg lahnabwärts, um Coblcnz zu erreichen. Die crstc Nacht verbrachten sie in Villmar, die zweite in Nassau und erreichten am Dienstag, 11. Sept., mittags 2 Uhr die Schiffbrücke von Coblenz nach Ehrenbreitstein. Nicht weniger wie 20 Schleusen waren lahnabwärts zu passieren, und besonders schwierig war der BootS- tranSport über Land bei vier dieser Schleusen, die augenblicklich wegen Ausbesserungen für den Schiffsverkehr gesperrt sind.
** Ein Vorschlag zur Güte. Zu der Frage, wie
solchen ist das Reich Gottes. B. KOLER BVRGER- MEISTER -«r M EMMRICH WERKMEISTER — und ist vfgerichrt 12. Julii 1663.“ — Ans Pietät und um der nachfolgenden Generation zu zeigen, wo ihre Vorfahren den Unterricht ihrer Schuljahre genossen haben, hat inan das Haus photographieren lassen mitsamt der ganzen Schuljugend, die allerdings im anderen Schulhause ihren Unterricht empfängt. Auch die seitherigen Besitzer dieses genannt Stiener- schen Hauses, sowie der Bürgermeister, die Lehrer und der Polizeidiencr stehen auf dem Bilde. Bürgermeister Kühler hielt an die Kinder eine Ansprache, in welcher er ihnen vor- führte, wie es zu damaliger Zeit, als dieses Haus gebau wurde, in Langsdorf ausgesehen hat. Mord und Brand hatte Langsdorf vernichtet, aber auch vor 250 Jahren legte
Lehrfabrik I ssia/)2
Ausübung konsularischer Funktionen im Großherzogtum zu- gelassen worden.
• ’ Vor dem Schwurgericht der Provinz Oberhesten, das demnächst seinen Anfang nimmt und eine Woche dauern wird, kommen folgende Fälle zur Aburteilung: Totschlag, Körperverletzung mit tötlichem Erfolg, Verbrechen im Amt, Sittlichkeitsverbrechen, sowie zwei Fälle von Meineid.
• * Städtischer Gemüsebau. Auf dem Gelände der Klärbeckenanlage hat man einen Versuch gemacht, auf einer mit Schlamm gedüngten Fläche Gemüse zu bauen. Der Versuch ist sehr gut geraten und sollte dazu ermutigen, im kommenden Jahre eine größere Fläche des sonst als Wiese daliegenden Geländes mit Gemüse zu bestellen. Ein unter Leitung von Professor GcseviuS an den Klärbecken vorgenommener Versuch, aus mit Schlamm gedüngter Fläche Mais anzubauen, hat ebenfalls ein recht gutes Ergebnis geliefert. ■■ ■-!!' .....w* 1 1 . —
* • Die Obsternte in der Gemarkung Gießet
Märkte.
Gießen, 14. Sept. Viehmarkt. Bei dem am 10. und 11. d. Ms. abgehaltenen Markte waren aufgetrieben 1151 Stück Rindvieh,' 350 Schweine, 212 Pferde und 3 5 Fohlen. — Der nächste Markt findet am 25. und 2 6. September statt, an letzterem Tage auch Krämermarkt.
Auszug ous den Stundessmisreoifteru der Stadt Gieftv.
Aufgebote.
Am 6. Sept. Julius Schimpf, Großh. Regierungsbaumeister dahier mit Charlotte Fleck in Rastatt. — Friedrich Heuser, Bäcker in Ebsdorf mit Helene Gertrude Henriette Euler dahier. Am 9. Sept. Emil Theodor Jonas, Hoboist dahier mit Margarete Elifabethe Schäfer in Rockenberg. — Peter Spielmann, Gefreiter dahier mit Johanna Biesdorf hierfelbst. Am 10. Sept. Daniel Paul, Schlosser dahier mit Katharine Vellmar in Homberg. — Carl Leib, Kunsthändler und Vergolder dahier mit Meta Stein in Halle. Am 11. Sept. Friedrich Hofmann, Streckenarbeiter dahier mit Elfe Frieda Zech hierfelbst. - Karl Friedrich Wall, Post- assistent dahier mit Susanne Zulauf in Rodheim 0. d.H. - Friedrich Michel, Friseur in Wieseck mit Christiane Seng dahier. Am 12. Sept. Heinrich Schmitt, Maurer dahier nut Christin, Stein hierfelbst.
Eheschließungen.
Am 8. Sept. Karl Straub, Eifendreher dahier mit Susanne Henß Hierselbst. — Theodor Lehrmund, Lokomotivheizer dahier mit Elifabethe Heil hierfelbst. - Adolf Schmidt, Kaufmann in Mui- golsheim mit Lina Hahn dahier. — Dr. Ernst Langenbach, praktischer Arzt in Hemsbach mit Martha Moll dahier. Am 18. September. Adolf Dietz, Schlosser dahier mit Elise Dorothea Deutscher geb. Köhler, Hierselbst.
Geborene. M ,
Am 1. Sept. Dem Buchhalter Peter Reichert em Sohn, Richard Peter. — Dem Schneider Friedrich Drechsel eine Tochter. Am 2. Sept. Dem Musiker Karl Schneider eine ^.achter, Katbanne Ernstine Elisabeth. — Dem Kellner Ludwig Riehl em Sohn, Justus Rudolf Ludwig Kurt. 9lm 5. Sept. Dem Kreisamtsgeknl en Georg Schupp ein Sohn. Am 6. Sept. Dem Zigarrenfortlermeister Wilhelm Georg Wolf ein Sohn, Karl Georg. — Dem Spengler Friedrich Schäfer eine Tochter, Marie Katharine Lina.
Gestorbene.
Am 8. Sept. Elisabeth Schmitt, 4 Mte. alt, Achter des Gastwirts Ludwig Schmitt dahier. — Martha Schmandt, "Mte. alt, Tochter des' Schmieds Johannes Schmandt dahier. - Mar garete Weidig, geb. Pansch, 79 Jahre alt Witwe deS Hauptzol^ nmtsdieners Christian Weidig dahier. Am S. Sept. Fredrich Martin, 3 Jahre alt, Sohn des Ingenieurs Karl Martm dahier — Susanne Simon, geb. Moll, 84 Jahre alt, dahier.
Um die Kindersterblichkeit energisch zu bekämpfen, ist es unbs dingt erforderlich, die während der heißen Sommermonate gefahr- bringende frische Kuhmilch gänzlich fortzulassen und an deren Stells eine leichter verdauliche, immer gleichbleibende, keine Verdauung»^ , störungen verursachende Nahrung zu geben. Diesen Anforderungen entspricht am besten das altbewährte Nestle'sche Kmdermehl, welches 1 nur mit Wasser gekocht eine vollkommene Kindernahrung ergivk, . Brechdurchfall und Diarrhöen verhütet und bereits bestehende -vev- > daüungsstörungen beseitigt. 88 JA
lüsse 1 Dz. — In der Gemarkung Schisfenbcrg: Aepfi ,
|20 Dz., Birnen 25 Dz., Pflaumen (Zwetschen) 6 Dzl,i und der Prinzessin Friedrich Kail von Hessen cm. Nach der ------ - Mittagstafel kehrte das Großfürstenpaar nach Homburg zurück.


