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Gemeinde wohnenden Ort- e, welche die deutsche Reich- fahren ihren Unterstützung-, n haben, jedoch unter der itahl 25 Jahre alt und vom n welchem die Dahl floh- in der Gemeinde gemeinbt-
■ ersten Bestimmung ackch ebr recht begründen. Sioi 1873 wurde seine Zwcälo^' -n".Prioileg gestrichen. Aese ums unserer Ersten Aainm-i. )ie Quelle von Unzusrickr- )er Zensus schafft fimflliö und bringt so den Mindii" das Schicksal nicht nur ta runqen bewert fjat, fontrn \ bie öe*
i'tfeiren sollen, m «w «rfidien T Äichts zerstört \o W ene inr dir Gesamtheit aller i ist auch das Argumeni, eien vornehmlich zu \w -laatszweck shier Gememde- waltungskörperschait fem^ ix Gemeindevermogen hava Mit dem Wachsen auch Ausgaben und Pffishie" nnnbV*m* qt das Gedeihen des Staa^ Mitwirkung derer oey >4^
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bis Mk. 2.70. Alles per 50 Kilo, fflefcbäft lebhait. Tendenz: fest.
Ein schweres Unwetter ist
des
120.70
Prince-Henri-Eisenbahn . 143.00
Berliner Börse, 15. August. Anfaugskurse.
. 212.50
Tendenz: schwächer.
Ingenieur In Ihre, erhielt Das Automobil war ein alter einer größeren Nevaratur seine
dem Dünsbcrg, unserer näheren den Ausflüglern vergnügten Ge-
Canada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank Dortmunder-Union C Dresdner Bank .
33.60
144.50
Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .
98.95
86.95
98.95
86 85
97.50
Stroh- Mk. 2.50
243.75
126.80
tot. Der andere Reisende, schwere innere Verletzungen. Kleyerscher Wagen, der nach erste Probefahrt machte.
Solingen, 14. Aug.
327< 3%
3J47c 3% 3^7n 3^7r
Beichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . . .
Oberhessen .
100.10
100.50
9525
100.40
69.70
70.70
86.50
94.90
96.00
144.60
54.80
90.50
68.30
97.80
Arnsburg, Bad-Nauheim, Saalburg, nach soivie nach den bekannten Ausflugsorten Hingebung. Wer zufällig Gelegenheit hatte, zu begegnen, mußte seine Freude an den
Qattöcl tttifc Verkehr, Volkswirtschaft.
Kalisyndikat. Die Generalversammlung, in der die Ausnahme der Gewerkschaft „Friedrich Franz" in das Syndikat stattfand, hat statt- gefunden und die betreffenden Anträge find genehmigt worden. Die Sollstedt-Angelegenheit kam auch zur Sprache. Der Aufsichtsrat gab die Erklärung ab, daß er auf dem Standpunkt der Gcneralversammlungsbcschlüsse vom 3. April stehen bleibe. Damals war die Ablehnung der Forderungen von Sollstedt beschlossen und der Aufsichtsrot ermächtigt worden, gegebenenfalls nach bestem Ermessen gegen das Werk mit Kampfzöllen vorzugehen. Die Versammlung gab hierzu damals und auch kürzlich ihre Zustimmung. Betreffs der gegen den Generaldirektor des Syndikats gemachten Angriffe wurden keine Beschlüsse gefaßt. Man ging einfach zur Tagesordnung über, nachdem mehrere Mitglieder für den Generaldirektor kräftig ein getreten waren. Schließlich wurde noch mitgeteilt, daß der Absatz der Salze fick) in derselben Weise vermehrt hat, wie i. V., sodaß, falls keine Störung des Marktes eintritt, wieder ein ähnliches Ergebnis wie im vergangenen Jahre zu erwarten sein dürfte.
Von der Berliner Börse. Anfangs fest, war die Haltung im weiteren Verlauf abgeschwächt auf die wieder sehr zunehmende Geschäftsstille. Die Spekulation war zurückhaltend und Publikum fehlte. Deutsch- Luxemburger waren belebt auf erste Käufe; sie stiegen bis 216,50. Bochumer verkehrten anziehend auf das Gerücht einer Fusion zwischen dem Bochumer Verein und ben Westfälischen Stahlwerken. Dortmunder waren rege gefragt. Von Kohlenaktien waren Gelsenkirchener und Harpener recht fest. Banken vorwiegend fest aber sehr still. Von Bahnen waren Prince Henri und Franzosen'schwächer; auch Canada waren schwach, da die Dividende enttäuschte. Von Renten stellten sich Japaner niedriger. Rusten waren wieder etwas anziehend. Privatdiskont schloß 31/, Prozent.
Märkte.
th. Gießen, 15. Aug. Auf dem heutigen Rindviehmarkt bestund der Vorrat aus etwa 1200 Stück Großvieh, 200 Stück Jtmgvieh und 180 Kälbern. Das Geschäft in Milchkühen war besonders lebhaft und für die Tiere mußten hohe Preise bezahlt werden, da die Kundschaft vom Main und Rhein nicht nur stark vertreten war, sondern auch Käufer aus Thüringen als Reflektanten für Milchvieh in den Handel eingriffen und besonders für gute Ware immens hohe Preise anlegten. Tie Rachftage nach Jungvieh zur Zucht war diesmal in gesteigertem Matze wahrnehmbar. Auffällig ist, daß zahlreiche Handelsleute aus der F u ld a er Ge ge n d am Markt waren und Jungvieh kauften, aus einer Gegend, die bekannt dafür ist, datz dort Jungvieh zur Zucht über den eigenen Bedarf der Landwirte hinaus zum Verkauf für andere Gegenden produziert wird. Gesucht war gestern auf unserem Markt prern- wertes Vieh zur Mast, welches nutzt zu haben war und an
* Kleine Tages chronik. Auf der Hedwigwunsch-Grube bei Gleiwitz erkrankte ein galizischer Arbeiter a n schwarzen Pocken. Die notwendigen Maßnahmen wurden von den Behörden sofort getroffen. Eine Weiterverbreitunq der Krankheit ist nicht zu befürchten. — Die Luftschifferin Elvira Wilson, die aui der Elbinsel Perlte bei H a m b u r g aufstieg, geriet in einen Wirbelsturm, stürzte ob und blieb auf der Stelle tot. — Aus der Gemarkung K u ch e l n a (Schlesien) wurde derFürstlich Lichnowskvfche Wirtfchaftsassistent Pietrzek auf einem Revisionsgang d o n Feld- b ieben erschossen Als einer der mutmaßlichen Mörder wurde ein Maurer aus Straudors ermittelt. — In Posen entstand ein bedeutendes Großseuer in- den ausgedehnten Maschinenwerk- fteilten der Krenzburger Bahn, das in den Lagerräumen an den großen Massen von Holz und Papier reiche Nahrung sand. — Die Barsuß-Tänzerin Isadora D u m e a n , die sich vor Jahresfrist mit dem englischen Maler Eraig verheiratete, sieht in dem Seebade Noodwyk bei Lenden ihrer Niederkunft entgegen. — In London wurde die S ch r i f t st e l l e r i n C r a i g i e , die unter dem Namen John Eliver Hobbe? eine Anzahl viel gelesener Romane geschrieben hat, t o t in ihrem Bett ausgefunden.
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Esch weil er Bergwerk • . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......
Nordd. Lloyd.....
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .
Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . .
. 33.90 . 131.50 . 14-L50
gut, llederstand unbedeutend.
fc. Frankfurt a. M., 14. Aug. £> e n- u n d markt. Man notierte: Heu Mk. 2.90 bis 3.20. Stroh
Walde im Odenwald hängen geblieben und wurde erst nach längeren Anstrengungen wieder frei. Eine zahlreiche Zuschauerschar hatte sich bald nach dem Niedergang des Luftschiffes eingefunden. Selbst aus den umliegenden Ortschaften waren viele Neugierige herbei geeilt, die das in hiesiger Gegend noch nie gesehene Fahrzeug aus eigener Anschauung kennen lernen wollten.
hb. Butzbach, 14. Aug. Der 59jährige, verheiratete Dachdecker Heinr. Heyd stürzte heute nachmittag vom Dache einer Aufseherwohnung der Zellenstrasanstalt und brach das Genick, was den sofortigen Tod zur Folge hatte.
-t-. Bad--Nauheim, 14. Aug. Heute morgen kurz nach 6 Uhr brach in der Wohnung des Kaufmanns M. Feuer aus. Der Hausbursche, der mit Abfüllen beschäftigt war, warf unvorsichtiger Weise ein brennendes Streichholz in einen Petroleumbehälter, so daß im Nu alles in Flammen stand. Durch tüchtiges Eingreifen unserer Feuerwehr, die sofort zur Stelle war, gelang es bald, die Flammen zu löschen und das stattliche Wohnhaus vor Abbrand zu bewahren.
Frankfurt a. M., 14. Aug. In der Ruppertshainer- straße versuchte eine 33jährige Frau sich und ihre drei Kinder im Alter von 2, 4 und 6 Jahren durch Leuchtgas zu töten. Sie öffnete die Gashähne, schloß die Türen und legte sich zu Bett, während die Kinder weiterspielten. Um 1 Uhr wurden Hausbewohner auf den Gasgeruch aufmerksam. Man öffnete gewaltsam die Tür und fand die Frau bewußtlos vor, während die Kinder noch ruhig weiter- spielten. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Not dürfte das Motiv der Tat sein, da der Ehemann, welcher Schlosser in einer Fabrik war, seine Familie verlassen und allein das Weite gesucht hat. — Die Protestversammlung der Mittelstandsvereinigung gegen die B ie rprei 8-Erh ö hung fordert die Bürger auf, sich des Biertrinkens zu enthalten, bis die Brauereien das Bier wieder zu dem alten Preise abgeben. — Ein Lehrling der Firma Ludwig u. Fries, welcher die Briefsendungen auf der Hauptpost abholen sollte, fälschte die Quittungen der Postanweisungen im Betrage von 868 Mark und erhob den Betrag. Anzeige wurde erstattet.
** Kleine Mitteilungen ous Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In M a i n z beschäftigt sich die sozialdemokratische Partei mit der Frage der Errichtung eines Arbeiter- Sekretariats. Tie Kosten daiur sind mit 6400 Mark veranschlagt. — Nach den polizeilichen Ermittelungen ist als Täter des 9)1 o r b c § in Zellhausen ein 20—30 Jahre alter Handwerks- bursche verdächtig. Er ist von schlanker Statur und trägt einen bellen Anzug. Er hat lange schwarze Haare, einen sogenannten Kotelettebart und schwarzen Schnurrbart und zeigt stark heroor- tretende Backenknochen. — In Worms bat die Feitelsche Mühle ihren umfangreichen Betrieb eingestellt, weil ihr das Kreisamt nicht gestattete, eine notwendig gewordene Vergrößerung der Damvf- kesselanlagen vorzunehmen. Wie es heißt, ist die Erlaubnis aus Gründen des Denkmalschutzes verweigert worden. — In S ch o t t e n wu rde zum Beigeordneten CteuerkommissariatsgehilfeJohs.Z i n s e r in U l r i ch st e i n der Svarkassenrechuer Gg. M e i s k i, gewählt. — In Hana u verpflichteten sich 70 Gastwirte in einer Versammlung, wegen der Bierpreiserhöhung den Bierausschank, e i n z u st e l l e n. — Eine neue Ordens Niederlassung der Franziskaner ist in Kolkheim im Taunus genehmigt worden. Mit dem Bau des Klosters wird sofort begonnen.
. . 165.10
. . 139.50
. . 238.60
dem auch andere Märkte Mangel haben foTTen, sodaß, wie die Handelsleute erklären, au eine Vermehru n g der Flei sch pr o du kt i ou gar nicht zu denken ist. Ter F e t t v i e h m a r k t zeigte das alte Bild, der kleine Vorrat an Rindern und schlachtreifen Kühen ging flott zu hohen Preisen ab und der vorliegende Bedarf war nicht zu decken. Mehrere fette Ochsen und Stiere wurden zu hohen Preisen von Gießener Metzgern angekauft. Ter H a n d e l in Rät- 6 e r n war zwar nicht schlecht, doch war, ooschon es nicht an Käufern fehlte, ein hoher Preis nicht zu machen, weil die Frankfurter und Wiesbadener Käufer einen Teil ihres Bedarfs bereits am Vormarkt mit Erfolg zu decken gesucht hatten. Zwar waren hierdurch die schwersten Tiere dem eigentlichen Marktverkehr entzogen, aber der Handel erhielt dadurch ein ruhigeres Gepräge, welches besonders im Interesse der Käufer liegt, welche im anderen Falle in der Hast sich häufig die Ware gegenseitig teuer machen. Gehandelt wurden Kühe, frischmelkend und tragend 1. Qual. 400—460 Mk. (einzelne Tiere bis 180 Mk., 2. Qual. 340 bis 375 Mk., 3. Qual. 270—325 Mk. pro Stück. Junge Rinder wurden verkauft, 5—7 Monate alt, 125—160 Mk., 9 Monate alte bis einjährige Stiere 175—225 Mk. pro Stück. Es wurde gehandelt per Zentner Schlachtgewicht: fette Rin« der 1. Qual. 79—81 Mk., 2. Qual. 77—78 Mk., fette Kühe 1. Qual. 75—77 Mk., 2. Qual. 70—74 Mk., fette Ochsen 79—81 Mk., Kälber 1. Qual. 72—75 Mk., 2. Qual. 64—70 Mk., 3. Qual. 57—62 Mk. Gangochsen, von denen nur wenige Paare am Markt waren, gingen bas Paar in schwerer Ware mit 850—920 Mk., in Mittelware mit 750—800 Mk. ab. Ter Vorrat wurde in allen Viehgattungen glatt geräumt, auch war der Markt früh zu Ende.
lc. F r a n k f u r t a. M., 15. Aug. iOriq.-Telegr. des ,Gieß. Anz.") V i e h m a r k t. Hum Verkaufe standen 00 Kälber. 00 Schafe und Härnmel, 174 Schweine: 1. Qual. 77—00 Psa. Lebendgewicht 60.00—00.00 Pf., 2. Qual. 76—00 Pf., Lebendgewicht 59.50—00 Pfg., 3. Qual. 64—66 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualitä: Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft:
sichtern des jungen Nachwuchses unserer Stadt haben, welcher feiertäglich gekleidet, teilweise mit Rucksack und Stecken ausgerüstet, stolz vorbeizog. Um allen Kindern die Beteiligung an der Partie zu ern'.öglichen, hatten die Lehrer, welche eine längere Eifenbahnfahrt mit ihren Klaffen geplant hatten, eine Sparkasse eingerichtet, eine Idee, die sich gut bewährt haben soll.
*• FahrprejSermäßi gungen für Gesellschaftsfahrten werden, wie man uns mitteilt, wegen starker Inanspruchnahme der Betriebsmittel am 18., 19. und 20. August iin Eifenbahndirektionsbezirk Frankfurt a. M. und in den Nachbarbezirken nicht gewährt.
** Bankgebäude. Heute wurde an der Ecke der Goethe- unb Iohannesstraße der erste Spatenstich vorgenommen, um ein allen modernen Anforderungen des Bankgeschäftes entsprechendes monumentales Bankgebäude für die Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Gießen zu errichten. Der Ban wird nach Plänen der Baufirma Holzmann u. Co. in Frankfurt a. M. hergestellt, während der Architekt Hans Meyer-Gießen mit der Ausführung betraut worden ist. Das Gebäude, welches nach den Plänen zwar eine einfache, aber vornehm wirkende Fassade erhält, soll bis 1. Juli f. Js. für bie Benutzung sertiggestellt fein unb wird zweifellos eine Zierde unserer Stadt werden.
** Der postalische Wetterdienst hat auf dem Lande verschiedene unfreiwillige Scherze erzeugt. Bekanntlich gehen von der Zentrale nur bie Chiffern an bie Postämter, diese setzen dann ben Text nach vorgerücktem Schema auf unb geben ihn telephonisch weiter. Da würbe benn z. B. aus „mäßigen westlichen Winden bei zunehmender Bewölkung" „mächtige westliche Winde bei zunehmender Bevölkerung". Ein anderer Schlauberger setzte in seine Wettervoraussage sämtliche ihm zugesprochene Interpunktion mit ein, wie: „Heiter wie am Vortage Komma jedoch Neigung zu lokalen Gewittern Semikolon im übrigen ist die Temperatur nicht wesentlich geändert Punkt".
r. Nord eck, 14. Aug. Der Luftballon, der heute morgen, wie bereits gemeldet, nahe bei unserem Orte landete, war gestern Llbend 10 Uhr in Straßburg aufgestiegen. Er trieb über Kaiserslautern nach Worms zu, wo er über den Rhein ging unb kam bann über Butzbach hierher. Als Reiseziel war Amöneburg ins Auge gefaßt. Infolge eines kleinen Defektes, ben der Ballon unterwegs erlitten, mußte bie Reise früher beendet weroen. Der Ballon war nämlich in einem
Telefonäsche Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse. 15. August, 1.15 Uhr.
heute nachmittag über Solingen und Umgegend niedergegangen und hat namentlich in ben südlichen Stadtteilen mehrfachen Schaden angerichtet. In Schaberg stürzte infolge eines heftigen Sturmes das Stationsgebäude ein, wobei mehrere Personen durch Glassplitter verletzt wurden. In Dorperhof wurde ein 13jähr. Knabe unter den Trümmern eines einstürzenden HauseS begraben und getötet, ein anderer wurde schwer verletzt. In Mungsten sind die städt. Anlagen stark beschädigt. Auch von anderen Orten sind Meldungen eingelaufen, baß Häuser zusammenstürzten und Bäume entwurzelt wurden. In Dorperhof riß der Sturm eine Anzahl Häuser nieder und tötete und verwundete mehrere Menschen.
Wilhelm sh afen, 15. Aug. Eine der vier Personen, die einen Gemeindevorsteher bei Hamburg ermordet haben, wurde auf dem Banter Schützenplatze verhaftet. Er heißt Süßefeld und logierte in der hiesigen Herberge.
143.00
127.60
256.70
226.75
162.00
212.75
233.00
131.60
126.50
169.60
139.50
238.75
175.00
183.40
158.20
211.40
Winzer in Brand gesetzt und vernichtet. Man sah in Friedberg den Feuerschein und glaubte zunächst an ein Feuer in der dortigen Ackerbauschule, wohin alsbald bie Feuerwehr abrückte, um alsbalb festzustellen, baß bas Feuer in Rodheim war. — In Aachen entlub sich gleichfalls ein äußerst heftiges Gewitter. Es herrschte währenb besten fast vollstänbige Dunkelheit, so baß man in ben Wohnungen Licht anjünben mußte. Der Blitz schlug mehrere Male ein, hat aber nennenswerten Schaben nicht angerichtet, um so größeren jeboch bie hernieber strömenben Wastermasten, bie in solchem Umfange Aachen seit einem Jahrzehnt nicht erlebt. Viele Straßen waren über Trottoirhöhe überschwemmt, infolgebesten auch zahlreiche Keller unb Unterhäuser. Die Feuerwehr wurde von zahlreichen Stellen aus gleichzeitig alarmiert.
** Eine mutige Tat vollbrachten gestern bie Musketiere Rühl unb Steiner ber 11. Kompagnfe in ber Nähe ber Militär-Schwimmanstalt. Gegen 1 Uhr mittags beobachteten sie, wie bie Frau eines Schreiners etwa 100 Meter unterhalb ber Anstalt in bie Lahn sprang. Obwohl beibe Soldaten erst seit einigen Wochen Freischwimmer sind, sprangen sie ohne Besinnen in ben Fluß und erreichten bie inzwischen von bem Ufer forttreibenbe Frau noch, ehe sie zum 2. Mal in ber hier 4 Meter tiefen Lahn untertauchte. Mit vereinten Kräften gelang es ben Wackeren, bie Bewußtlose hochzuziehen. Da bas Ufer in ber Nähe ber Unglücksstelle steil abfällt unb mit Schilf bewachsen ist, war bie Landung der Geretteten mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft. Am Lande unternahmen bie beiden Musketiere sofort Wieder- belebungsversiiche, an welchen sich ber inzwischen eingetroffene Sanitätsfelbwebel Schaaf hervorragenb beteiligte, so daß es gelang, bie Verunglückte nach einiger Zeit roieber ins Leben zu rufen. Die Frau, welche bie Hanblung an» scheinenb in hochgrabiger Erregung begangen hatte, würbe ihren Angehörigen zugeführt.
* * Verhaftet. Ein bereits zweimal wegen Sittlichkeitsverbrechen vorbestrafter hiesiger Einwohner würbe gestern wieberholt wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen in Haft genommen.
* * Selbstmord. Wir erhielten die Nachricht, daß sich der Stationsvorsteher L. Meyer in Echzell (früher m Hungen) erschossen hat. Näheres haben wir bisher noch nicht ermitteln können.
* * Die Belastung der hessischen Gastwirte. Bei dem gegenwärtigen Kampf um ben Bierpreis, ber zwischen Wirten unb Brauereibesitzern geführt wirb, bürste eine Statistik über bie Belastung ber Wirte nicht uninteressant sein. Nach einer amtlichen Zusammenstellung über bie im Jahre 1905 bei ben Großh. Kreisämtern zur Erhebung gekommenen Cteinpelabgaben wurden für bie Erlaubniserteilung zum Betriebe einer Wirtschaft 285,158 Mark an Stempelgebühren erhoben. An ber Spitze steht ber Kreis Mainz mit 82,900 Mark, es folgen Offenbach mit 49,935 Mark, Darinstabt mit 41,945 Mark, Worms mit 24,800 Mark, Gießen mit 1 8,830 Mark, Bensheim mit 12,437 Mark, Friedberg mit 10,772 Mark, Bingen mit 7,532 Mark. An Stempelgebühren für die Aufstellung von Automaten unb Musikwerken mürben 39,707 Mark erhoben, für Erlaubnisscheine zu Tanzbe- llistigungen 106,338 Mark 2C. ?c. AuS diesen Zahlen ist zu ersehen, daß in Hessen wenigstens aus den Wirten ganze hübsche Beträge herausgezogen werben.
* • Eine ergebnislose Steuer. Im letzten Jahre brachte bie Steuer auf Reitpserbe in ganz Hessen 80 Mk. ein, bie im Kreise Erbach erhoben wurden. In allen anderen Kreisen wurden Reitpferde nicht versteuert.
* * Schulausflüge machten gestern zahlreiche Klaffen unserer Volksschule, Knaben und Mädchen, u. a. nach Kloster-
Orrgrual-Drahtineldungen.
Berlin, 15. Ang. In einem Interview bestätigte Abg. Erzberger nochmals seine über bie Wörmann- Firma erhobenen Vorwürfe. Neu ist, baß Erzberger an ben Reichskanzler burch eingeschriebenen Brief nach Norberney am 2. bs. neues Belastungsmaterial gesandt habe. Da Erzberger nicht einmal eine Empfangs-Bestätigung erhalten habe, habe er in Düffel- borf bie paar Wort gesprochen unb wohl barauf hin habe er am 13. ein Schreiben aus bem Auswärtigen Amte erhalten, wonach Ermittelungen angestellt würben. Weiter sagte Erzberger, er könne über ba§ neue Material nicht reben, um dem Reichskanzler nicht vorzugreifen. Geschehe aber nichts, so werde er sprechen.
Berlin, 15. Aug. Der Präsident der verflossenen St. Louiser Weltausstellung, David Francis, ist in Begleitung einiger Ausstellungs-Direktoren in Berlin eingetroffen, um dem Kaiser persönlich ein Diplom unb eine Mebaille zu überreichen unb ihm ben Dank ber Stadt St. Louis für die Beteiligung auszusprechen.
fc. Klingen berg, 15. Aug. Gestern abend zwischen 7 und 8 Uhr ereignete sich hier ein schwerer Automobilunfall. Der 30 jährige Techniker Mieth wurde aus dem Wagen geschleudert, brach das ®cnicf unb war auf ber Stelle
4% Oesterr. Goldrente. . 4*/59" Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4K% russ.Staatsanl. 1905 4%°'n Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl.
4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4X°/o Chinesen ....
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . .
Tendenz: schwächer.


