Ausgabe 
16.1.1906 Erstes Blatt
 
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156. Jahrgang

Erstes Blatt

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gehen

Pie heutig!? 'Nummer umfaßt 8 Leiten.

wertem roicbtujiren -jilciß Statistiken folgende Ta<-

6anbei in diesem Hafen i. I. 1904 beteiligt mit 32 Prozent, Spanien mit 28.75 Prozent, Frankreich mit io Prozent, Trutsch-

1904

226 000 t (3 800 000 fr) 89 000 t (3 800 000 fr) 69 000 t (1 180 000 fr)

1903

160 000 t (5100 000 fr)

49 0001 (3 000 000 fr)

Baiern und das Heer.

München, 15. Jan.

Tie K a m nt e r der Abgeordneten setzte heute die Beratung des Militäretats fort. Kriegs Minister Freiherr v. Horn kommt auf die vom Abg. Geiger (Ztr.) gestellte 'Anfrage zurück, ob zur Ernennung eines Militär- anWalts beim bayerischen Senat des Reichs-

diePost Mk. 2.viertel- jährl. ausschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen iiir bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg.

Verantwortlich iür den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko; iür etabi und ßanb* und .Gcrichlssaal^. Ernst Heß', iür den An- zeigenteil: Hans Beck.

sulats:

In T e t u n n gehört der Handel fast g a n ;T b e n E n g - ländern. Für Tanger, dm bei iveitcm^wichtlgitcn matz von Marokko, belle:

England

Frankreich

Deutschland

Für Tanger, , gibt der Vergleich der

Dienstag 16. Jamrar 1906

Bezugspreis: monatlich 75M., vierteb- jährlich Älk. 2.20; durch Abhole-- ii. Zweigstellen monatlich 6a Pf.; durch

Kkkamttmachmg.

Vetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden.

Mittwoch, den .31. Januar 1906, vormittags von v l/. bis 10 1/4 Uhr findet im Gemeindehaus zu Inheiden die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der ganzen Gemarkung Inheiden statt.

Die Wünsche sind schriftlich mindestens auf V2 Bogen einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen und sollen genau angeben, welche alte (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Griindstücke zusammengelcgt und in welche Gewann die neuen Grundstücke gelegt werden sollen.

Wünsche, welche in dem oben genannten Termm nicht vorgebracht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung.

Friedberg, den 10. Januar 1906.

Der Droßh. Feldbereinigungskommissär:

Spam er, Kreisamtmann.

Las Handwerk. ~

Seit dem Tage, da Kaiser Wilhelm in Tanger tm Land ging, ist die Affäre da. Was sie alles gebracht hat, brauchen wir nicht aufzuzählen, es genügt der Hinweis *iuf die altbekannte und nicht mehr bestrittene Tatsache, Latz es im Laufe des Sommers 1905 nur mehr eines kleinen Anstoßes bedurft hätte, einen Weltkrieg zu entfachen. Wäre Telcasss nur eine Woche länger im Amt geblieben, so hätten Wir heute wohl seit langem den europäischen K'rieg mit «all dem unendlichen Jammer, das in seinem Gefolge er- Icheinen mußte. Ein glücklicher Zufall wollte es, daß der Chef des französischen Kabinetts besonnener und der schweren lVerantwortung sich mehr bewußt war, als sein Minister des Aeußern. An diesem Haar hing der Frieden. Die Situa­tion ist besser geworden, das läßt sich nicht verkennen. Unser Verhältnis zu Frankreich ist nicht mehr so feind­selig, wie es war, unser Verhältnis zu England hat sich mit dem Augenblick gebessert, da das imperialistische Ka­binett von dem liberalen abgelöst wurde. Aber man mußte blind sein, wollte man die Gefahr übersehen, die trotz -allem über uns schwebt. .....

ES ist jetzt erst bekannt geworden, daß man französischer- feits die Absicht hatte, Re voll früher nach Algeciras zu schicken, und ihn einen kleinen Abstecher nach Tanger machen zu lassen. Im jetzigen Stadium der Angelegenheit wäre darin eine ernste Tem 0 nftrat io n gegen Deutschland zu finden gewesen schon daß man diesen Gedanken dachte, zeigt, daß wir uns über Frankreichs Sxty tung keinen Illusionen hingeben dürfen. Man hat sich mit Mh und Krach zu der Konferenz drängen lassen, aber man scheint nicht gesonnen, auf Vorteile zu verzichten, die nun einmal nicht im Einklang stehen mit dem Madrider Ver­trag. Tie Rückendeckung, die man bei diesen Forderungen an England, auch an dem jetzigen englischen Kabinett hat, steift den französischen Eigensinn, und wenn die deutschen Vertreter pest bleiben, lueim insbesondere die Polizeifrage in einem Sinn gelöst werden soll, wie Frankreich es wünscht, dann ist Anlaß genug gegeben zu Zwischenfällen und Un­stimmigkeiten. Tie Vorrechte, die Frankreich heute bean­sprucht, können ihm nicht ohne weiteres eingeräiimt werden, die französischen Wünsche nach einem Handelsprotektorat über Marokko sind unerfüllbar. Und doch ist bekannt ge­worden, daß die französische Handclswelt immer noch eine Art von Monopol für Frankreich erwartet, ja für gewiß hält. Wie wird sich dieses Dilemma lösen lassen, ohne die Interessen der anderen Staaten zu gefährden? Vor allem die Interessen Deutschlands?

Es ist leider nicht in Abrede zu stellen, daß unsere Regierung sich in Algeciras ziemlich isoliert finden wird. Mas man aus Italien gehört hat, klingt nicht nach einer unbedingten Uebereinstimnmng mit dem deutschen Bundesgenossen: die alte Liebe für Frankreich macht sich in Nom für uns recht unangenehm bemerkbar. Bon Eng­land weiß man ganz genau, wie seine Telegiertcn sich verhalten werden, und über die Absichten der Verein. Staaten ist man so wenig informiert, daß daran einige gedenken liegen müssen. Aus Rußland kamen recht un- liebenswürdige und unhöfliche Worte für die deutsche Regierung zum Tank für die bewiesene strenge Neutralität' im russisch-japanischen Krieg und für sonstige

land mit 11,5 Prozent. , ,

In Larachc gehört die Halste des Handels Eng- l anv mit entern Wert von 4 918000 Fr. Im übrigen enetayt die Einfuhr Frankreichs 1 950 000 Fr. und die Deutschlands 1 300 000 Fr. an Wert. Ebenso nehmen die Engländer die erste Stelle ein in {Rabat (3 Mill. Fr.), dann folgt FrcrnV- rcich (2V? Mill. Fr.) und Deutschland (600 000 Fr.). .

Llehnlich sind die Verhältnisse in den übrigen »aren: Ga 1 a^ Bianca: England 4V3 Mill, frr., Frankreich 02M000 Fr., TeutsMand 980000 Fr.: Mazagan: England 7 600000 Fr., Frankreich 1600 000 Fr., Teutsck'land 250 000 Fr «noch untiw Belgien: 310000 Fr.); Sasi: England 3700000 Fr., Fran reich 1 200 000 Fr. (ebensoviel hnc Belgien), Deutschland 150 000 Francs: Moqador: England 3 800 000 Fr.., Frankreich 2 800 000 Fr., DeutscUand 450 000 (und Belgien 250000 $r.), Wbei alle diese Zahlen den Wert der Einfuhr präsentieren.

Wenn man zusammenfasfend diese Jmportziffem in Marokko für England, Frankreich und Deutschland vergleicht, diese Ziffern, welche den Wert dieses Landes als Absatzge­biet europäischer Industrien darstellen, so kommt man zu folgendem Ergebnis. Die Summe des Imports erreichte für die genannten drei Mächte im Jahre 1904 insgesamt einen Geldwert von 52 700 000 fr., von denen 31 300000 fr. auf England, 17 500000 auf Frankreich und 4 900000 auf Deutschland kommen. Die deutschen Interessen wären also sechs Mal geringer als die englischen und vier Mal geringer als die französischen. In der Tat betragen Einfuhr und AuSfuhrDeutschlandL zusammen nur den zehnten Teil des marokka­nischen Handels. Es scheint wahrlich nicht, als ob dieser Tatbestand den Anspruch Deutschlands, das politische und ökonomische Los des Landes zu regeln, rechtfertigen könne".

Diese Zahlen geben ja gewiß zu denken. Dabei ist aber doch zu berücksichtigen, daß solchen statistischen Nachweisungen immer nur bedingte Zuverlässigkeit innewohnt. Es ist eine bekannte Tatsache, daß englische Häfen vielfach DurchgaugS-Sati onen für deutsche Handels- sen düngen sind. In England aber rechnet man alles, was in dortigen Häfen verladen wird, zur englischen Ausfuhr! Demnach also gäbe die obige Statistik durchaus kein absolut sicheres Bild von dem Marokkolande der drei ge:tannten Eroüwciclü^.

Eichener AM

General-Anzeiger w

Militärgerichts die Zustimmung des datier» noU wendig sei, wie der frühere Kriegsminister Frhr. v. behauptet hatte. Ter Kriegsminister erklärt: "Aach § 1 Gesetzes ernennt der Kön 1 von Bayern den Präfix deuten, die Räte und den Militäranwalt. So smd denn auch sämtliche Ernennungen ohne die Zustimmung deS Kaisers erfolgt. Mein Vorgänger hat sich geirrt.

Geiger dankt dem Kriegsminister für feine Antwort, dagegen sei der Minister über die staats reck) tlichen Bedenken- bezüglich der Verwendung bah er. Truppen bei' Manövern außerhalb Bayerns hinweggegangen. Tie bayerische^lhnnee sei im Frieden ein geschlossenes Ganzes und es dürfte auch fein Teil auch nur vorübergehend unter eine andere Militärhoheit gestellt werden. Ter Eid, den die Truppen dem König allein leisten, könne nicht trans­feriert werden. Wenn ein preußischer Oberbefehls-, Haber einem bayerischen Obersten Befehl geben wurde, eine Aufgabe zu vollführen, die die Truppen in große Gefahr bringe, müßte der bay erisch e Ob erst den Ge­horsam verweigern.

v. Boll mar (Soz.^ macht gleichfalls Vedenken gegen' die Verwendung bayerischer Truppen bei preußischen Mar, növern geltend.

Ter Kriegsministe r erwidert: Wenn ein bayer. Truppenteil im Manöver unter einen preußischen Kvmman- bcnr gestellt werde, so handle es sich nicht um eine Unter* stellung unter die Militärhoheit des Königs von Preußen. Tie Militärhoheit umfasse ganz andere Tinge. Seit langem! fänden derartige für die kriegsmäßige Ausbildung unent* behrliche, gemeinsame Uebungen statt. Bayern schicke jähr­lich viele Artillerieoffiziere auf die größeren preußischen Schießplätze, weil derartige Einrichtungen in Bayern fehlen. Tie Qcmeiitfamen Manöver feien unbedingt nötig. Wenn es der Prinzregent nötig fände, bayerische Truppen mit anderen zusammen üben zu lassen, so sei die Sache doch in Ordnung.

A'bg. v. Daller (Ztr.) bleibt dabei, daß die staats rechtliche Frage nicht gelöst sei, ob ein bayerischer Offizier, der einem preußischen General ungehorsam sei, verurteilt werden könne.

Abg. Casselmann (lib.) betont, daß die Abkomman­dierung im militärischen Interesse liege und daß es keine staatsrechtliche Bestimmung gebe, die dem widerspreche. Daß ein bayer. Offizier nicht gehorr e, werde nicht vorkommen. Ter Prinzregent behält Die Militärhoheit und überträgt die ihm zustehende Kommandogewalt nur für einen be* stimmten Zweck einem preußischen Gmeral.

Wohltaten. Graf Tattenbach und v. Radowitz werden keine leichte Arbeit haben.

Wir sehen der Kvnferenz nicht mit frohen Gefühlen entgegen. Ihre Tauer wird deutscherseits auf etwa zwei Monate berechnet wenn alles glatt verläuft. Das aber ist gerade die große Frage. Was wird beim, wenn m an sich in Algeciras nicht zu einigen ver­mag? Wenn Frankreich und England nicht nachgeben? Wenn man in Algeciras nur bestätigen lassen will, was man erst im französisch-englischen Marokkoabkommen heim­lich sich zu nehmen entschloß? Man darf sich nicht verhehlen, daß diese Frage ernst, sehr ernst ist; von ihr hängt es ab, ob Europa Frieden haben wird ober Krieg. Deutsch- land ist zu weit gegangen, um die Flöte plötzlich auf den Tisch zu legen, und bie übrigen .Konzertanten allein weiter musizieren zu lassen. Tas ging, als es sich um Kreta handelte. In der Marokkofrage den Krebsgang an­zutreten nach allem, was bisher geschchen ist, das wäre für uns unaeheuer demütigend. Wir wollen hoffen, daß diese Frage gar nicht erst an die verantwortlichen Manner Deutschlands herantritt, und daß sich die Dingo glatter abwickeln, als man jetzt leider befürchten muß. Wer rosig liegen die Tinge nicht wir haben schwere Monate vor uns! Hoffen wir das Beste, hoffen wir vor allem, daß auch das Ausland sich der Verantwortung bewußt ist, bie es auf sich lädt, wenn es mutwillig und freventlich eine Krise heraufbeschwört'.

Neber die Einfuhr in Marokko im Jahre 1904 macht uns Herr cand. geogr. L. W. in Gießen inte» restante und überraschende Mitteilungen. Er schreibt im§:

Der Handelsbericht des englischen Konsuls in Marokko ist soeben veröffentlich worden und gibt interessante Aufschlüsse über die Handelsbeziehungen, welche die verschiedenen euro­päischen Mächte dorthin haben. Ein Vergleich der Statistiken führt inbezug auf Deutschland zu dem Schluß, daß es fast überall, dh. fast in allen Häfen Marokkos, sehr weit hinter England und Frankreich zurückbleibt.

Der Handel Marokkos vollzieht sich fast ausschließlich durch die Häfen Tctuan, Tanger, Larache (El Arisch), Rabat, Easabianca, Mazagan, Saffi und Mogador. Folgendes sind in Kurze die statistischen Angaben dcs britannischen Kon-

Deutsch-euglische Friedensverfichermrgen.

Berlin, 15. Ian.

Tas von der Handelskammer Berlin heute abend veranstaltete Festmahl gestaltete sich zu einer lebhaften Kundgebung für die Festigung der deutsch-englischen freund- chaftlichen Beziehungen

Ter Präsident der Handelskammer von Berlin, Gey. Kom.-Nat Hertz, wies auf die Jahrhunderte alten ver­wandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem deutschen und dem englischen Herrscherhause hin und sprach im Namen der Berliner Handelskammer den Wunsch aus, daß die Freundschaft zwischen England und Deutschland nie gestört werden möge. Tie Rede klang in ein Hoch auf den König von England und Kaiser Wilhelm aus.

Ter englische Botschafter sprach in englischer Sprache. Er könne auf eine lange Vergangenheit in Deutsch­land zurückblicken. Er habe deutsches Wesen kennen gelernt und wisse, daß dns deutsche Volk ein friedliches Volk sei, das feine eigenen Wege ginge, die zur Blüte führten.. Tas solle ihm niemand neiden. Er wünsche, daß der riesige deutsche Handel weiter wachse und blühe. Er schloß mit einem Hoch auf die Berliner Handelskammer.

Neichsiagspräsident Graf B a 11 e ft r e m dankte den ver­sammelten Kaufleuten für die Einladung und führte aus, alle vernünftigen Leute strebten immer die herziichstLu und freundschaftlichsten Beziehungen zu England an. Im Reichs­tage glaube niemand, daß wir mit England in ernste Miß- helligkeit kommen können. Für die Zukunft bürge schon die Vergangenheit. Er erinnere an Marlborough, Prinz. Eugen, Blücher und Wellington. Tie Welt sei groß genug für deutsche und englische Kaufleute. Tas heutige Verbrüder-- ungssest beweise, 'daß die Berliner .Handelskammer ihr SoertV' auf dem rechten Fleck habe. Sie lebe hoch'.

Der Vizepräsident der Londoner Handels» kam vier befürwortete seinerseits ein herzliches Einver­nehmen der beiden Völker und knüpfte an seine eigenen guten Erfahrungen in Denftchland an. ,

KoMrsche Tagesschau.

KriegSgerüchle an der deutsch-französischen Grenze.

Man schreibt uns aus Metz, 15. Januar:

So auffallend ist drüben an der lothringischen West­grenze und selbst im Elsaß von einem bevorstehenden Kriege noch niemals die Rede gewesen, wie gegenwärtig. Wie weit angesichts der Marokkokonferenz die lothringische Bevölkerung bereits beunruhigt ist, zeigt u. a. der Andrang, den die hie» sige städtische Sparkasse seit einigen Tagen auszuhalten hat. Am letzten Freitag 5. B. war das Kapital von 20 000 Mk., das dem Kassierer zu Auszahlungen täglich zur Verfügung sieht, schon vor Schluß der Geschästssümden vergriffen. Alle. Beruhianngsreden fruchten nichts, die Leute wollen ihr Geld heraushaben, obwohl es ihnen unbedingt sicher angelegt ist/ Aehnlich ergeht es auch dem Kreditoerein für Lothringen. Dort verlangten die Leute ebenfalls in größerem Maße als sonst ihr Geld zurück. Daß die Spareinlagen der Kriegs- gerächte wegen abgehoben werden, ergiebt sich aus dem Ver­

öd 0001 ( 933 000 fr) ------

Ist Bezug auf den simincngchalt war England an dem

ZUM 16. Januar.

In einer kleinen spanischen Hafenstadt tritt heute die Marokkokonferenz zusammen. Tort, in Mgeciras, wird entschieden über den Weltfrieden, nicht nur über die Zukunft des scherisisckien Kaiserreiches. .Tie Diplomaten, die da zusammentreten, h-aben in erster Linie die Aufgabe, dnen Krieg zu vermeiden, erst in zweiter kommt bann die Qiniqung über MaroFto und dessenoffene ^ur".

Europa hat Lampensieber. Es nutzt nichts, daß die Veschwichtigungshofräte allerorts die beste und ^verficht- kichstc Stimmung zur Schau tragen, es nutzt nichts, daß der deutsche Botschafter v. Radowitz diese zuversichtliche Stimmung einem französischen Journalisten in die R-cber diktierte, das Lampenfieber ist da, bie ner­vöse Erregung, die schon seit Monaten die ganze ^ulturwelt in Spannung hält, ist bis zu ihrem Höhepunkt kgestiegen. Man kannte sich in den letzten Tagen kaum mehr stus vor Interviews und gewichtig sich gebenden Preg- ciußerungen. Allzuviel Köche kochten an dem Marokkobrei herum, and von allzuviel Seiten hat es Borschläge und' Kundgebungen geregnet. Tas ist nicht aut und erschwert den Leuten, die da unten sehr ernste Arbeit zu tun haben,

Nr. 13

Erscheint tSgltch außer SomuagS.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien. Möller viermal in der

Woche beigelegt. fRotationSbrud u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch-n. Stein- druckeret. 9L Lange. Redaktion, Erveditio« und Druckeret:

Schulstratze 7.

Redaktion 112

Verlag u.Exved.^Ebl Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

Bier

Tornrenstrake 22.

I 15. bis Magazinen achlch Kit

in pracht- erntete* e ve-epüW.

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nach Zusanunenktm ^sernerberg von fyreieiifeen : M Scheiter, 12b Prügel, 11, Alteuhau uud Sichel» d Prügel H RL, 18 Stöcke, eifer. Keifr tntb 51aicl» ukbach 2: 1 Sichenstamin 1 Tränkbach 1 vud Alten» er Ur. 2 ausgeschriebene gegen 2 Uhr am Feuer

d. ZS., nach Zusammen» ST.MS8 WWw

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i« sch« 1906. s^chin,^ 600 rm 68 n»

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