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10.12.1906 Erstes Blatt
 
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9(rbeit aeooltcn unb er (iahe der Fakultät ein reidie? Cfrbc

unter ehrenden Worten für den Verstorbenen nicbcrßclcat

ernannt

dem Rektor Geh. Mebizinalrat Professer Dr. Bostrocm unb dem Prorektor Geh. Hofrat Professor Dr.Behaabel an der Spitze, ferner als Vertreter des Großh. OberkonsistorinmS Cher- konsistorialrat D. Petersen, Prof. Dr. Budde von der theologischen Fakultät zu Marburg, zahlreiche ehemalige Schüler des Ver-

Vertreter der Studentenschaft unb der slndentichen Korporationen hatten in dem breiten Mittelgang mit umflorten Fahnen Aufstellung genommen. Der schlichte Sarg, der die sterb­liche Hülle des Verstorbenen barg, mar mit kostbaren Kranz- unb Blumenspenben bedeckt. Pfarrer Euler hielt die durch ihre Kürze um so wirkungsvollere tiefempfundene Trauer­ansprache. Er feierte darin Geh. Kirchenrat Stade als einen Großen im Reiche der theologischen Wissenschaft, der weit über Hessens Grenze hinaus als einer der Ersten bekannt gewesen sei, und schilderte das Glück deS Verstorbenen, das er

Kornvagnie in den bekannten blauen Jacken und beseitigte den Schnee nach Kräften von den Fußwegen; und dann stieg im Laufe des Tags das Thermometer immer mehr und mehr, und der Schnee wich mehr und mehr von den Bäumen und dann auch von den Wegen, und bald schritt man wieder durch die mit Recht von Alters her gering geschätzte Lake, die den Schuhen und Kleidern einem on dit zufolge nicht sonderlich dienlich sein soll. So sand dann die erste Winter- rcubc ein schnelles Ende. , Das ist das Los des Schönen

seiner Wissenschaft von allen Banden alter Ueberliefernng habe feine Lebensarbeit geaalten unb es sei ihm gelungen, die Fakultät ssiis dem tiefsten Verfall zu nie geahnter Blüte zu

von der jungen Theologenschaft der Landesuniversität, von der freien landeskirchlichen Bereinianng für das Großhcrzoq-

zu der Trauerfeier außer den Familienangehörigen u. a. ein­gefunden der Lehrkörper der Universität mit S. Magnifizenz

hinterlassen. Golt nebe. daß sie im treuen Dienste dies Erbe erhalten und vermehren möge! Weitere Kränze wurden

evangelischen Geistlichen, von seinen alten Freunden durch Prof' Dr. S ch ü r c r - Göttingen, von Prof. Dr. Budde von der theolooischen Fakultät der Nachbaruniversität Marburg (deren Vertreter Stade als einen der besten Vertreter ihrer

timt .Hessen, vom akademisch-theologischen Verein, von den Kandidaten des Friedberger Predigersemina's, vom C('cr«

konsistorialrat O. Petersen für das Großh. Oberkonsistorinm in Darmstadt, von ter Frankfurter Konferenz hessischer

ftorbenen und viele Geistliche von hier unb außerhalb. Die

faulenden Eiweiß,Trackwmkuaeln", Neumann unb Otto; gelbes Fieber, unsicherer Bemnd in d"r Cerebrosp'nalflnsskgkeit. Negative Befimde ans dem Institut ^astenr bei zahlreichen Jn- ektionskr^nkheitm mit nnl'e^"nnten Erregern.

** Gießen im Schnee, das Bild baden wir in solcher Pracht und Reinheit selten zu bewundern. Der gestrige Sonntag vormittag zeigte es uns. Wenn wir von Reinheit reden, so bitt n wir das buchstäblich zu nehmen, denn Reinheit ist ja leider bei uns überhaupt eine selten zu schauende Sehens,vürdiakeit; und nun gar reiner Schnee. Wie freute sich, wer gestern in den Morgenstunden durch die Fenster schaute und die großen weißen Daunen sah, die Madame Holle oben beim BettauSschütten zur Erde ritten ließ, daß die ganze Erde in eine dicke Decke gehüllt war und die Bänrne wunderweiße Zweige trugen. Liebe junge Mütter holten den Handschlitten aus der hintersten Ecke hervor, setzten ihre Kleinen hinein und ließen mit sich Schlittenpserdchen in den Anlagen spielen. Aber bald kam

hessischer JustizverwairunMeamten, Prosesforen tret pirnn= i schon und medizinischen Fakultät der Landesuniversität, sowie der hessischen Rechtsanwälte und Aerzte ihre zweites Jahresversammlung ab. Von der Stadt waren| Oberbürgermeister Dr. G ö11elm ann und mehrere Stadt-; verordnete erschienen. Oberstaatsanwalt Dr. Buff-Mainz begrüßte die Erschienenen, auf seinen Vorschlag wurde der Vorsitz Prof. Dr. Mittermnier-Gießen übertragen. Gerichtsassessor Aull-Mainz sprach über das Thema ^Zu­sammenhang zwischen Alkohol und Krimina­lität^. Er schilderte in seinem durch eine reiche Fülle statistischen Materials belegten Vortrage, in welch ver­hängnisvoller Weise der Alkoholmißbranch die Kriminalität erhöht. Er ging aus von den Exzessen des Gelegenheits­trinkers, des physisch normalen und des physisch abnormen und wies nach, in welch großer Zahl die Roheitsdelikte direkt auf den Alkoholkausal zurückzuführen sind. Er be­sprach dann weiter die kriminellen Handlungen des an chronischem Alkoholismus Erkrankten, kam zum Schlüße auf den mittelbaren Einstnß des Alkohols auf die Krimi­nalität. Er zerstört das Familienleben, verschuldet eine schlechte Erziehung der Jugend, hat im Gefolge Elend und Armut, die dann die Ursache sind zu den Vermögens­delikten. Er degeneriert und belastet die kommende Gene­ration, macht sie untauglich zum sozialen Leben und führt

dringen. Der freien Wissenschaft unb her Küche habe feine

Menschenalter Stabe'S Werk gewesen sei. Die Befreiung

o'rnvegre nw em smrrnryrr ^ruueczug za oer ogemm ornjt unb Theologen trugen ihren verstorbenen Lehrer zum Grabe. Dort segnete Pfarrer Euler die Leiche ein, worauf der Rektor, Geheimrat Prof. Dr. Bostro em dem verstorbenen lieben Kollegen unb treuen Freunbe im Namen der Lndovi- ciona einen herzlichen Nachruf widmete. Er schilderte die außerordentliche Arbeitskraft des Verstorbenen, und den un­ersetzlichen Verlust, den die Universität durch seinen Tod erlitten habe. In seinem 27. Lebensjahr als Ordinarius hierher berufen, hab? der Verstorbene ein Menschenalter hin- burd) feinen Lehrstuhl unb der Universität sein tiefstes Interesse gewidmet und die führende Stellung, die er sich bald errungen habe, bis zu seinem Tode behauptet. Wie tief fein Interesse an der Universität gewesen, das beweise feine letzte akademische Festrede, die er bei der Vorfeier zur 3. Säkularfeier, bei der Gedächtnisfeier zum 300 jährigen Bestehen des Gymnasiums ihistre gehalten habe. Bei der Säkularfeier werde man dankbar Stade's gedenken, des arbeit?- und, wenn e§ sein mußte, kampfesfrohen Gelehrten besten Andenken allezeit unvergänglich sein werde. Zum Schluß seiner Ansprache legte der Rektor eine prächtige Kranzspende nieder. Der Dekan der theologischen Fakultät Prof. Dr. Eck widmete für die Fakultät ihrem nunmehr ver­storbenen Senior einen Kranz mit einer längeren Ansprache, in der er ausführte, daß die Geschichte brr Fakultät im letzten

unsere wackere Gießener Schmutztruppe alias Straßenfeger-

mMylmann, Max Römer unb Siebert, v. Behring sahen in ver­dünnten Lösungen zahlreiche leuchtende Teilchen. Michaelis wies darauf hin, daß für daS Entstehen dieser Teilchen das Ver- dünnune-swittel ober die Verdünnung an sich ausschlaggebend sei Römer. Kurz und Siebert kommen zu gleicher Emsicht. (Mit­teilung von Nämer.f Ermahnung b"1* nntersi'chstn Löningen von tierischen eiweißhaltigen Stoffen. Viltz unb Gattin Grinewska: Untersuchungen über Gsyoiw'-'i. Tn unverdünnten Lösungen entweder Körner zu klein (stufammeubattenl ober gleicher Brech- ungsinder mit Mebium (Optische Veränderung durch Losungs- ober zu nabe aneinandemelag^rt. (Auseinandertreiben.) Du- iardin Baumed Versuche direkter Beobachtung der Wirkung von Ant'toxin und Tonn ?e. Aggl"t'ncition. 2. T i e r i s ch e Flüssig­keiten und Gewebe. Michaelis: Blut, Rosenthal: fänlmerblnt. Reichert: Blut von Indi^'dnen unter verschie- d«nien Ernährunas- nutf Ni'i-dain'ng^v"rbältnissen. Bichel: Magensaft, L a g u c it r: Schweiß, Raehl m a n n: ßurnor agnens, Neumann unb Otto: Cerebrospinalflüssigkeit. Davin: Eerebrospinalflüssiakeit, Lencoevten. Gaibukow: Algen. Re­sultate: schwankend, über den Wert von Tastversuchen nicht s^r^i.^oheud 3 Parasiten: Nae^lmaun: ..Mikroben" inj

sie dem Verbrechen in die Arme.

Als medizinischer Referent verbreitete sich sodann Medizinalrat Dr. Balser-Maiuz über die Formen der Alkoholvergiftung, die in der strafrechtlichen Praxis am häufigsten in die Erscheinung treten. Er schilderte.den Alkohol als Nervengift, das eine verderbliche Wirkung aasübt auf das Zentralnervensystem, vor allem auf das Gehirn und belegte die von ihm ausgestellten 21 theoreti­schen Sätze mit einer Fülle von Beispielen, größtenteils aus seiner eigenen Praxis, welche den Zusammenhang zwischen Alkohol unh Verbrechen in anschaulichster Weise vor Augen führten. Zum Schluffe seiner Ausführungen besprach der Redner die praktisch so wichtige Frage nach der Zurechnungsfähigkeit bei unter Alkoholwirkung begangenen Gesetzesverletzungen und zwar auf dem Boden des § 51 des Strafgesetzes. Er bezeichnete den Alkohol­rausch als eine akute Geisteskrankheit mit typischem Ver­lauf und bester Genesungsaussicht, betonte aber nachdrück­lich den großen Abstand zwischen Angetrunkenheit und gänz­lichem Mangel an Zurechnungsfähigkeit im Sinne des Wissenschaft bezeichnete) und von Geh. Kirchcurat Professor § 51. D. Krüger im Auftrag der Gießener Kollegen in Tübingen.

Direktor Element- .Butzbach gab einige seiner Er- Damit hatte die einfache Trauerfeier ihr Ende erreicht, fahrungen mit Trinkern in der Zellenstrafanstalt zur "* L a n d e 8 u n i v e r s i t ä t. S. K. H. der Groß- Kenntnis. Bei Besprechung der Frage, ob die kriminelle Herzog haben den ordentlichen Prof, der klassischen Philologie Strafe den Trinker bessere, erinnerte Rechtsanwalt Dr. j der philosophischen Fakultät der Landesimiversität Dr. Spohr-Gießen daran, daß die Strafe ia nicht das Richard Wünsch auf fein Nachsiichen mit Wirkung vorn einzige Mittel sei, mit dem man gegen den Moholismush April 1 907 aus dem Staatsdienste entlassen, zu Felde ziehe. Generalstaatsanwalt Dr. Pretorius, "In Audienz empfangen wurde von S. K. der stolz darauf sein kann, aus den Strafanstalten Hessens dem Großbcrzog nm Samstag u. a. der (deutsch- den Alkohol gänzlich verbannt zu haben, erläuterte den katholische) Bischof De in nie l von Bonn, Hochbau-Aufseher Standpunkt des Staatsanwalts und Richters dem Alko- Schäfer von Friedberg und Geh. Medizinalrat Professor hol gegenüber. Er verbreitete sich über die stets so leb- Dr. Pfannen stiel von Gießen.

haft bestrittene Frage, ob Trunkenheit als Strafschärfung,s-* Ernannt wurden die Negierungsbauführer

oder Strafmilderungsgrund zu betrachten sei, und kam zu Phil. Häusel aus Höchst i. O., Friede. Heyl aus Gundern- dem Resultat, daß diese Frage nur von Fall zu Fall auf hausen, Hans Hörlein ans Wendelsheim, Karl Röhrich Grund sorgfältiger Prüfung entschieden werden könne. Lu§ Darmstadt unb Fritz Udo ans Breslau zu Regicrungs- Justizrat Or. Horch-Mainz will die Trunkenheit stets als haumeistern.

Strafmilderungsgrund behandelt wissen. Oberstaatsanwalt ß u Forstassessoren wurden ernannt vr. Buff legte dar, daß sich die gerichtliche Praxis durch-Forstreferendare Bechtel ans Biebesheim, Brill ans aus nicht immer auf bei» Boden der Sachverständigen- Nönig i. O., Joche in ans Lanbach, Thnrn ans Mönch- Gutachten stelle und erzählte zwei Fälle, in denen Schwur- ()0^ 513 n Münzenberg, Freiherr von Wedekind

gerichtc den medizinischen Gutachten entgegen verurteilende Mainz unb Weiß ans Lieberbach.

Erkenntnisse ausgesprochen hatten. . * O r b e n 8 v e r l ei h n n g. S. K. H. der Groß-

Oberstaatsanwalt Theobald-Gießen erklärte dies verzog haben bem evang Pfarrer Emil Schneider zu aus dem beleidigten Rechtsgcfühl des Volkes und der Oberau bas Ritterkreuz 1. Klasse bes Verdienstordens Philipps Mangelhaftigkeit der Gesetzgebung. Kreisrat Geheimrat Großmütigen verliehen.

Dr. Kayser-Worms betonte, daß es Pflicht jedes Ein- ** Oberhessiscl> c Gesellschaft für Na tur- und

zelnen sei, an seiner Stelle aufklärend und vorbeugend Heilkunde. Am Freitag d. 30. November fanb in ben»i- dem Alkohol cntqcqcnäuarbciten, er erinnert an die Not- men des vhvsikÄisch-n gnnihiM terJÄf' wendigkeih Jugendliche unter 16 Jahren den besuch polizeilich zu verbieten. Nachdem noch Proseftor Vorträoen Gäste bei. Als erster Redner sprach .Herr Prv- Dr. Sommer-Gießen denTremor", d. i. das Zittern fessor Dr. König über die Leistungen des Ultramikroskops. und die Zuckungen der Hand des Trinkers an Hand treff- Die wikroski^che Abbildung H eine. ^e ?pApJnSr

Ncher Liehtbi,der erläutert chatte, schloß der Vorsitzende nnt »Ä H

dem Ausdrucke herzlichen Dankes an alle Redner me X5er= fönncn ilnnr in ily-cr Ausd°lmuug nnd Gestalt im Mikroskope nicht sammlunq, indem er zugleich zu recht zahlreicher Beteilig- mehr erkannt werden: aber sie können, wie die Firiterne im unq an der nächsten im Mai 1907 in Darmstadt statt- Fernrohr, als Lichtpunkte in Form kleiner Bengungsscheibchen cm findenden Versammlung einlud und für diese eine weitere

Besprechung und Beratung der zu erörternden fragen in {()re Wahrnehmbarkeit ist, daß 1.) von dem zur Beleuchtung Aussicht stellte. dienenden Lichte nichts in das Mikroskop gelangt,^daß 2.) bic

, Teilchen das auffallende Licht, mit genügender -Ltärke reflek-

tieren oder ricbtwcr da es sich um eine regelrechte Reflexion

ZlUS ytIV< MttO I nicht mehr handelt zerstreuen, und daß 3.) die Abstande

Gießen, ben 10. Dezember 1906. der Teilchen oberhalb der Grenze der mikroskopischen Auflösung -Geh KirckienratsD Stade's Beisetzung tiegen. Die zu dieser Art mikroskopischer Beobachtung dienenden G e h. R i rch enra tsufetaoe s -ö e H eg un g. Apparate nennt man Ultramikroskave. Der Vortragende führte Auf bem neuen Friebhof fanb am Sonntag Nachmittag ,roei Versuchsanorduunacn nltramikroskopischer Beobachtung vor, 3x/4 Uhr bie Bcerbigung des Seniors ber theologischen hfx ursprüngliche Anordnung von Siedentopf und Zsigmondh und Fakultät unserer Landesunwersität, des Geh. Kirchenrats die einfachere Anorduimg von Cotton und ^i^n. Mit der Professor v. Bernhard Stade, unter sehr zahlreicher Beteiligung er tcren^ Saphir^gl^se^denionstriert.^^'^er Nachweis' derartiger von Leidtragenden statt. In der Friedhofskapelle hatten sich in den Goldgläsern war die erste Anwendung des Ultra-

zu der Trauerfeier außer ben Familienangehörigen u. a. ein- Mikroskops. Ans bcr Zahl der Tellchen in der Volumeneinheit und aus dem Goldgehalt der Gläser konnten Siedentopf und Zsigmondv die Dimensionen ber submikroskopischen Ofolbteilchen berechnen; sie fanben je nach bem Glase Teilchen von 0,0005 Millimeter bis herunter zu 0.000 006 Millimeter. Die inter- essante'''en b'r i'ftr'M'kriskopifchcn Untersuchung sind Die

fo((oba(cu Metallösilngen, bic man eutmeber auf chemischem Wege ober nach dem von Bredig migegebanen Verfahren der eleitri- schen Zer^äubung erhalten kann. Während in fesien Körpern die submiliospischcn Teilchen v^ ig ruhig er'chcmen, sieht man sie in Lönmaen in fortwährender, ganz imreaelmäßiger Beweg­ung. Diese Bewegung ist schon mit dem gewöhnlichen Mckroskop an seh'- kleinen Teilchen to^fTgenornntCTi worden und wird nach ihrem Entdecker, dem Botaniker Brown, der sie lfL7 fand, die Brownsche Molekularbewegnng genannt. Ihr St''d.um hat durch die Entdeckung des Ultramilroflops einen neuen Anstoß erpihreu. Weitere Anwendung hat d's Ullramikraskop bei der Untersuchung der Wand-r-ing gefunbcn. bic bie mikroskopischen Teilchen unter dem Einfluß elektrischer Kräfte zeigen, und ferner bei der Unter­suchung der sehr eigentümlichen Doppelbrechung, die ein mague- tischcs Feld in kolloidalen Eisenlösungen zeigt. Die elektrische Äanderung der Teilchen einer kolloidalen Goldlosung konnte im Soinilienteben und und in feiner treuen Pflicht-püllunU mit^°ung^. Sotton ^e.gt »erb^ -

gefunden habe. Sein Streben sei gewesen, die Kirche Gottes Mferat über die medizinischen Uuteriuchungen nut dem Ultra- auf Erden zu bauen» Dach beendigter Trauerandacht'mikroskovc. 1. Die colloidalen Eiweißlösungen:

auf der Erde..... ,o.

** Heber die gegenwärtige politische Lage in Hessen wird am Dienstag abend Prof. Dr. Biermer im nationalliberalen Verein sprechen. Die Ver- amrnlnng findet im Neuen Saalbau statt.

* Der VereinCanaria* für Gießen und Um­gegend veranstaltet am 14., 15. und 16. dS. Ms. im Hotel Einhorn* feine 3. Lokal- und Verkaufs-Ausstellung, verbunden mit Prämiierung unb Verlosung ebler Kanarier» unb Zuchtutensilien. ES sind schon zahlreiche Anmeldungen eingetroffen. Jedem Besucher und Liebhaber wird hierdurch Gelegenheit geboten, sich von ben Leistungen auf dem Ge­biete ber Kcmarienzucht zu überzeugen und preiswerte Vögel zu erwerben.

* D e r Bund der Landwirte sandte unS ein Flugblatt, betitelt ^Fleischteuerung*, in dem er sich gegen die Oeffnung der Grenzen wendet, behauptet, daß die Fleischpreise in London noch höher seien als die Berliner, unb in DeutschlanbS Nachbarlänbern, z. T. gleichfalls eine Fleischteuerung bestehe, auf bie z. T. ungebührlich hohen Verteuerungen burch Zwischenhanbel unb allerhand Gebühren sinweist, und sich schließlich für völlige Aufrechterhaltung bet bcstehenbcn Grenzsperren ausspricht.

Einfrieren ber Hauswasserleitungen. Wir machen auch an bieser Stelle bie Hausbesitzer, bezw. bereu Stellvertreter auf die in heutiger Nummer dieses Blattes enthaltene Bekanntmachung beS städtischen GaS- und Wasserwerks betreffend .Vorkehrangen gegen daS Ein­frieren der Hanswasserleitungen" aufmerksam. ES empfiehlt sich, diese Bekanntmachung aufzubewahren.

** Schlägerei. In der Bahnhofstraße kam es gestern abend zwischen jungen Leuten zu einer Schlägerei, wobei es blutige Köpfe absetzte. Einer der Täter, ber, sich nicht beruhigen konnte und weiter flandalierte, wurde, in das Polizeigefängnis abgeführt.

"Ein Unfall. Seit längerer Zeit schon befindet sich der von der Frankfurterstraße nach bem Bahnhof führende Weg dicht am Uebergang der Oberheff. Eisenbahn in sehr ü 6 eie tu Zustand durch große Unebenheiten, ja förmliche Löcher. Wie gefährlich e8 an dunkeln Abenden bei der mangelhaften Beleuchtung ist, beweist Folaendes: Eine ältere Frau aus der Credner- straße, bie am Freitag Abenb um J/,6 Uhr zum Hauptpost­amt wollte, trat an jenen Stellen fehl, fiel ber Länge nach hin und verstauchte sich dermaßen den linken Fuß, baß am Knöchel eine starke, mit Schmerz verbunbene Geschwulst entstaub unb sie nun längere Zeit darunter zu leiben haben wirb. ES wäre bem Mißstcinbe mit einigen Karren Kies leicht abzuhelfen, bamit nicht noch größere Un­fälle Vorkommen. Die Verbinbung ber oberen Frankfurter- ftra&e unb aller Nebenstraßen mit bem Bahnhof wird doch einzig durch einen Uebergang vermittelt, sodaß man erwarten kann, daß dieser so frequentierte Weg in tadellos gangbarem Zusiand erhalten wird.

Die Christbäume sind in diesem Jahre billiger als in ben Vorjahren, weil bie Zugänge zu ben Forsten schneefrei finb. Im Thüringer Walbe schwanken bie Preise zwischen 1846 Mk. für bas Schock Bäumchen.

** SD öffentliche Lesehalle. Im November würben 2501 Bciube nusgeliehcu. Davon kommen nur: Erzählenbe Sitte­rn tut 1399, Zeitschriften 420, Inqenbschriften 235, Versbichtnnaen 79, Sitterntnrgcschichtc 23, Länder- und Völkerkunde 54, Knltur- nefchifhte 13, Geschichte und Biographien 98, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Teclnioloaie 148, Heer- unb Seewesen 5, cigns- und Lanbwirtschast 13, Gesnnbheitslehre 17, Religion und Philosophie 8, Staatsivisseiifchait 18, Sprachwissenschaft 9, Fremd­sprachliches 11 Bände. Nach auswärts kamen 128 Bande.

** Der Hauptmann von Köpenick bringt Geld ein. In einem Wirtshaus in Heuchelheim hat sich der Wirt, der im Besitze eines Grammophons ist, den neuesten Schlager der Saison, den Hauptmann von fxöpe- : nick für seinen Apparat für 4.50 Mk. erstanden. Gleich