Montag 10. Dezember 1906
Lö«. Jahrgang
Erstes Blatt
Mark). Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Ueberschuß von'33 784,26 erwarten.
Für Togo ist ein Reichszuschuß wieder nicht erforderlich. Einem Einnahmebetrag von 2 073 340 Mk. (Plus 242 304) stehen gegenüber an fortdauernden Ausgaben 1 827 540 Mk. und an einmaligen 234 000 Mk. Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Fehl- b e t r a g von 244 374 Mk. erwarten.
Der Etat für Neu-Guinea beträgt bei den Ausgaben 1 515 225 Mk. (plus 20 985>. Die eigenen Einnahmen des Schutzgebietes sind mit 361 300 Mk. (plus 26 023) angesetzt, so' daß unter Zuführung von 4000 Mk. zum Reservefonds ein Reichszuschuß von 1153 925 Mark (minus 5038 Mk.) erforderlich ist. Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Fehlbetrag von 321 187 Mk. erwarten.
Für die Karolinen-, Palao-, Marianen- und Marschall-Inseln ist ein Reichszuschuß non 325 300-Mark (minus 122 250) erforderlich bei eigenen Einnahmen von 137 141 (plus 4326) und Ausgaben von 462 441 Mk. (minus 177 924), während dem Reservefonds 1350 Mk. zugeführt werden. ’ Der vorläufige Rechnungsabschluß sür "1905 läßt einen Fehlbetrag von 34 351 Mark erwarten.
Der Etat für K i a u t s ch o u veranschlagt die eigenen Einnahmen im Schutzgebiet auf 1 542 700 (mehr 494 700), den Reichszuschuß a u f 11 735 500 Mark (weniger 1 414 500). Die Gesamtausgaben der Zivil-Verwaltung betragen 1 246 872 Mk., die fortdauernden Ausgaben für die Militärverwaltung 3 339 241 Mk.
Deutsches Reich.
Berlin, 9. Dez. Dec Kaiser besichtigte heute die ihm vom Maler Kloß-Stuttgart überreichte Skizze zu dem Bilde
Aleines Feuilleton.
•* Im Gießener Stadttheater gab es am Sonntag einen Einakterabend. Ich habe mir das erste Stücklein angesehen, „Das Wetterhäuschen", ein „musikalisches Genrebild" von dem Engländer Adrian Roß, das B. L. Selby in Musik gesetzt hat. Das kleine Singspiel, das seit Jahrzehnten einen guten Klang auf deutschen Bühnen hat, ist ein halb sehnsüchtiges, halb komisches Licbesliederspiel. Die Idee ist originell, reizend nnd wirksam. Sie besteht darin, daß die Akteure — Holzpuppen darzustellen haben, ein Birkenholzmännlein und ein Birkenholzweiblein, die nach der Witterung, als „Schön" oder „Regen", im Wetterhäuschen hin und herpendeln. Natürlich ist Sie „Schön", Er „Regen". Beide klagen zuerst bitter über die Leiden des Alleinseins, da sie mit wder Holzfaser ihrer Herzen die Sehnsucht nach inniger Vemeinschast fühlen, bis sie als Wetteranzeiger streiken und
Pas Kammcrpkä'sldinm beim Hroßyerzog.
S. K. H. der Großherzog hat, wie schon mitgeteilt wurde, am Samstag vormittag 11 Uhr das Präsidium der zweiten Kammer, Geh. Reg.-Rat Haas, Kähler-Langsdorf und Dr. Sch mitt-Mainz in besonderer Audienz empfangen, um die von der zweiten Kammer in ihrer Sitzung vom 29. November beschlossene Adresse zu überreichen. Die Audienz dauerte über eine Viertelstunde. Ter Großherzog unterhielt sich lebhaft und in sehr leutseliger Weise mit den drei Herren. Die Adresse hat folgenden Wortlaut:
Allerdurchlauchtigster Großherzoc»!
''Allergundigster Grotzherzog und Herr 1
Ew. Königliche Hoheit haben die Wnabe gehabt, durch Allerhöchste Botschaft vom 10. November 1906 der Zweiten Kammer des Landtags von der glücklichen Entbindung Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin von einem Prinzen Nachricht zu geben.
Indem Ew. Königl. Hoheit die Zweite Kammer für diese Mitteilung ehrfurchtsvollen Tank ausspricht, gestattet sich die Kammer, Allerhöchstdemselben, sowie Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin die wärmsten und aufrichtigsten Glückwünsche zu unterbreiten.
Ew. Königl. Hoheit wollen die Versicherung genehmigen, daß dies beglückende Ereignis, wie im ganzen Lande, so auch in der Zweiten Kammer die freundlichste Teilnahme gesunden hat. Das gesamte hessische Volk, das sich in jeder Lebenslage mit seinem nn- gestammlen Fürsten hause herzlich verbunden fühlt, wird nicht ermangeln, die sür das durchlauchtigste Elternpaar allezeit tiefgefühlte Liebe und bewährte Treue auch dem neugeborenen Erbprinzen entgegenzubringeii.
Möge Gottes Seger» aus Ew. Königl. Hoheit, der Großherzogin ilnd dein Erbgroßlicrwg ruhen!
Möge dem jüngsteii Sprossen unseres hessischen Fürsteiihaiises zur Freiide des ganzen Landes eine lange, nur vom Glück begleitete Lebeiisbahn beschiedeii sein.
Darmstadt, 29. November 1906.
In tiefster Ehrfurcht
Ew. Königl. Hoheit alleriintertänigste, treiiqehorsamste Zweite Kammer der Landstände.
(Folgen die Nanien.)
W. Darmstadt, 8. Dez. Die Vereine von Darmstadt hatten die Absicht, dem Großherz ogSpaar anläßlich dec Geburt des Ecbgroßherzogs eine Ovation, bestehend in Lanipionziig und Serenade darzubrinqen. S. K. H. der Großherzog hat nun dem Oberbürgermeister mitgeteilt, daß er die Ovation im Hinblick auf die Jahreszeit und die dadurch entstehenden Kosten ab lehne. Es entspreche mehr seiner Ansicht, wenn die Beträge, noch dazu vor Weihnachten, zu wohltätigen Zwecken verwendet würden.
„Der Sturz des Rolands von Berlin*. Am Nachmittag besichtigte das Kaiserpaar im Salon Schulte die Ausstellung russischer Gemälde und im Schlosse Mcm- bijeu das Modell des Profesiors Brütt sür die Statue deS Oraniers Friedrich Heinrich. Im Schlosse hörte der Kaiser sodann den Vorlrag des Reichskanzlers. Um 6 1/i Uhr hörten dis Majestäten Vorträge be§ Wiener Männergesangvereins.
— In Paris ist der Besuch viel bemerkt worden, den der frühere Kammerpräsident Doumer dem deutschen Reichskanzler abgestattet hat. Er hatte, wie der,L.-A." hövt, durch die Botschaft den Wunsch ausdrücken lasten, von ihm empfangen zu werden. Man darf wohl annehmen, daß er seine Chancen, einmal Präsident der Republik zu werden, nicht für erledigt hält. Doumer gilt als begeisterter Rationalist und damit als Gegner Deutschlands. Wenn es zutreffen sollte, daß er dieses Vorurteil durch seinen Besuch beim Fürsten Bülow verwischen wollte, so wäre damit ein erfreulicher Beweis dafür geliefert, wie weit man in Frankreich schon von dem Wunsche durchdrungen ist, mit dem deutschen Reich in gutem Emvernehmen zu leben.
— Auf die Angriffe, die der ReichstagSabgeordnets Dr. Arendt gegen den früheren Kolonialdirektor Dr. Kayser erhoben hat, schreibt die Witwe Frau Wirkl. Geh. LegationS- rat Kayser der „Voss. Ztg.*:
Mein Mann lag schwer darnieder an den Folgen einer Blutvergiftung und der Arzt hatte oiü das strengste jeden Besuch verboten. Da kam Dr. 9lrcnbt und verlangte meinen Nimm zu sprechet!. Ich bedauerte, ihn nicht vorlasscn zu können, er ließ sich aber »licht abweisen unb durch die Unterhaltung vor seiner Tür aufmerksam geworden, ivünschte der Kranke Bescheid. Ich teilte ihm darauf mit, um was es sich handelte. Arendt wltrde unter der Zusicherung seinerseits, denl Krankeil mir eine kurze wichtige Mitteilung zu machen, herem- gelasseil. Ich blieb im Nebeilziinmer. Nach kaum 2 Minuten trat ich erschreckt ins Zimmer und sah, wie mein Mann sich erhoben hatte und mit ausgestreckten Armen rief: ,Was,Sieunter- sl eh en s i ch zu in ir zll t ommen , um m i d) in meinem eigenen Hause zu bedrohen. Sie verlassen äugen- b l i cf l i d) meine Wohnung und i ch verbiete I h n e n, jemals w ieder »n e i n Haus z u betreten*. Tas bedarf wohl keines Kommentars weiter. Für heute nur noch die kurze Notiz, daß mein Mann nicht veranlaßt wurde, sein Amt nieder- zu legen, an das er sein Herzblut hingab. Er hat im Gegenteil während seiner 6'',jährigen Dienstzeit dreimal vergeblich um seine Entlassmlg gebeteil, ohile daß sie ihm erteilt wurde.
— Dem „Becl. Tgbl.* zufolge beabsichtigt der stellvertretende Kolonialdirektor Dernburg nach Erledigung der Kolonialdebatte in der Budgetkommission einen längeren Urlaub anzutreten und sich nach St. Moritz zu begeben.
Posen, 8. Dez. Polnische Blätter bringen die unglaubliche Meldung, wonach der Erzbischof von StablewSkl drei Tage vor seinen» Tode eine Zuschrift der Regierung erhalten habe, in der er ersucht worden sei, seine Stellung zum polnische»» Schulstreik zu ändern. Andernfalls würde ihn dis Regierung als einen politischenGefangenen betrachten»
Vezuaöpre»-» monatl»ch7LPf^ viertel- jährlich Alt. 3.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 6v Pf.; durch diePost Mk.2,— viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageLnununei bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS: lokal 12 Pf* au5ivärt3 20 Pig.
Verantwortlich tüt den poltt und origem. Teil: P. Wttlko- füt „Stadl und Land* und .Geruhtssaal*! Ernst Heß; für den An- zeigeiitecl: HanS Beck.
beim Regenwettermännchen etwas „veränderlich". Aber! Herr R. besitzt eine eminente Anpassungsfähigkeit, und dcr er eine Maske gewählt hatte, als wäre er einer Nürnberger Kinderspielschachtel entsprungen, da auch er in hölzerneL Grandezza alles Mögliche tat, so vergaß man fast die, Schwächen des Stückchens. Direktor Steinyötter hatte die kleine Marionettenkomödie recht nett inszeniert, und das Orchester unter Leitung von Direktor Krauß e hatte auch Teil an dem Beifall, der gespendet wurde. -o.
Bayreuth, 9. Dez. Frau Cosima Wagner, welche sich gestern zur Aufführung von Siegfried WaauerS „Bruder Lustig" nach Karlsruhe begeben wollte, ist auf bei Reise dorthin in Schloß Langenburg, wo sie als Gast des Erbprinzen zu Hohenlohe weilt, infolge von Herzschwäche schwer erkrankt. Ein heute hier eingetroffenes Telegramm besagt: Der Zustand ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Professor Schweninger weilt am Bette der Patientin.
ihre Herzen täuschen, die nicht von Pappe sind. Wie sie den Menschen von Fleisch und Blut nacheifern, das wird in Wort und Handlung ganz drollig, aber doch hölzerner als notwendig, veranschaulicht. Die Musik ist gefällig, aber gleichfalls ziemlich hölzern. Die beiden harmlosen Herren Autoren berauschten sich an der hübschen Idee offenbar so, daß sie glaubten, kaum mehr etwas dazu tun zu müssen. Trotzdem steckt in dem sehr freundlich bei uns aufgenommenen Scherz ein Fünkchen Poesie. Als Wettermädchen lernten wir gestern wieder eine neue Dame kennen, Frl. Lutter. Ihr pikantes schelmisches Gesichtchen, in dem ein paar ausdrucksvolle Augen blitzen, ihre niedliche Erscheinung, ihr hübsches Kostüm, ihr frisches Sümmchen, — alles das zusammen ein Sonnenschein reizendster Art. Für Herrn Reimer lag die Sache etwas schwierig. Er ist ja fein Sänger, und während die Qualität des Gesanges bei dem Sonnenscheinchen, wie sich's gebührt, unter dem Zeichen „schön Wetter" stand, war sie
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Neues aus Rußland.
In Petersbilrg wurde am Sonntag eine von mehreren tausend Personen besuchte Versammlung deS Verbandes der wahrhaft russischen Leute abgehalten. Hohe Geistliche weihten unter großer Begeisterung die Fahnen. De»»» Weiheakte folgten enthusiastische Hochrufe auf den Kaiser und auf die kaiserliche Fa»nilie und feindlicheKund- gebung gegen die Revolutionäre, denen die Schuld an Rußlands Niederlagen zugeschrieben wurde. Pereatruf« gegen den Grasen Witte und gegen die Juden wurden ausgebracht. Der Vorsitzende des Verbandes, Dubrowins feuerte den Patriotismus gegen Japan an. Der Priester Johann von Kronstadt bezeichnete die Duma als Eit er beule, die wieder zu wachsen drohe. Die Versalnmlung schloß mit den Rufe»»: „Rieder die Konstitution!*
In Lodz wurde am Sonntag ein Gendarm, der einen politischen Gefangenen zu überwachen hatte, in einem Straßenbahnwagen durch mehrere Revolverschusse schwer verletzt, J
Jereiuigung für gerichtliche Psychologie und- Psychiatrie.
(Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)
d. Mainz, 10. Dez.
Die Vereinigung für gerichtliche .Psychologie urifr Psychiatrie im Großherzogtum Hessen hielt am Samstag nachmittag unter zahlreicher Teilnahme aus allen Kreisen
Ne. »»O vrscheiut tagltd) außer Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in bet
Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers^Buch-u. Stein- bruderti. 0t Lang«. Redaktion. Exveditüm unb Druckerei:
Schul st ratze 7.
Redaktion e=as 118 Verlag u.(£$peb.e^51 Abresse für Depeschen:
Anzeiger Gießen.
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
Aus dem Aeichshaushatlsetat.
Die „Nordd. Allg. Ztg." setzt die Veröffentlichungen aus dem Reichshaushaltsetat für 1907 fort. Der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei fordert mehr 5000 Mk. für die Umwandlung der Stelle des bisherigen Vortragenden Rats in die eines Unterstaatssekretärs. Außerdem soll eine Stelle für ben vom Staatsministerialbureau zugezogenen Vortragender» Rat mit Höchstgehalt 10000 Mk. in Ansatz gebracht werden. Für den Botschafter in Washington wirb eineEr- Höhung der Bezüge von 20000 Mk. beantragt.
Im Etat des Reichsschatzamtes find die ordentlichen Einnahmen auf 6685095 Mk. (mehr 255105 Mk.) veranschlagt. Die fortdauernden Ausgabe»» betragen 281206 723 Mk. (mehr 27 200 488 Mk.). Bei den allgemeinen Fonds ist die Veteranenbeihilfe auf 19300000 Mk. erhöht. Ans diesem Fonds, können künftig auch Beihilfen an ehernals dänische Kriegsteilnehmer bervilligt werden. Die Ueberrve isung en an die Bundesstaaten sind auf 202361 170 Mk. (weniger 3 562830 Mk.) berechnet. Der nach § 15 des Zolltarifgesetzes für die Witwen-- und Waise nversicherung zurückzustellende Betrag wird auf 48 Millionen Mark geschätzt. Die einmalige»» 3(u§gaben belaufen sich auf 1 589 700 Mk., davor» 1260000 Mk. zum Erwerb des Grundstücks Wilhelmstraße 62 und für die erste Baurate des Erweiterungsbaues für das Reichsschatzamt. Die Ein- »»ahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren sind ver- airschlagt auf 1 179458440 Mk. (mehr 105 889440 Mk.). Davon entfallen auf Zölle 580445000 Mk. (mehr 19 745000 Mk.).
Im Etat des Reichsamts des Innern find die ordentlichen Ein»»ahmei» auf 12 432 989 Mk. (mehr 1493 600 Marc) veranschlagt. Der Reichszuschuß zu den nach dem Invalidenversicherungsgesetz zahlbaren Renten ist auf 49 820000 Mk. (weniger 827 250), die Unterstützungen f>>r Familien der zu Friedensübungen einberusene^n Mannschaften auf 1 560000 Mk. (weniger 70 000) geschäht. Der Fonds für Einrichtungen und Veranstaltungen, »velche den allgemeinen Interessen des deutschen Handels und Gewerbes dienen, ist von 50000 auf 100000 Mk. erhöht zur Unterstützung von Bestrebungen im Jnlande, der deutschen Bann»wollindustrie die Beschaffung des Rohmaterials zu erleichtern, u»»d einem in Zukunft zu besorgenden Mangel an Rohbaumwolle vorzubeugen. Die Einstellung der Mittel erfolgt unter der Voraussetzung, daß die deutschen Baumwollinteressenten ihrerseits erhebliche Beträge aufbringen, um die Ausbreitung der Baumwollkultur besonders in beit deutsche»» Kolonien zu fördern. Neuangefordert werde»» 60 000 Mk. für Zwecke des internationalen landwirschaftlichen Instituts in Rom, was in einer besonderen Denkschrift begründet wird. Bei den einmaligen Neuanforderungen von 30000 Mk. für das römisch-germanische Museum in Mainz, 38000 Mark zur Nekrutierungsstatistik. Der .Beitrag für das deutsche Museum in München von 65000 wird auf 100000 Mk. erhöht, davon je 50000 Mk. als laufender Zuschuß und erste Baurate eines auf höchstens 2 Millionen zu bemessenden auf etwa sechs Jahre zu verteilenden Neichszuschusses. Die Summe der einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats beträgt 4795100 (mehr 1755050), des außerordentlichen Etats 4 Millionen. 3 Millionen werden für den Wohnungsfürsorgefonds gefordert.
Der Etat des Ostafrikanische»» Schutzgebietes beträgt in: Einnahmen 5058 930 Mk. (mehr 4'03049 Mk). Der Reichszuschuß beträgt 6260844 Mk. (mehr 292 777 Mark). Die fortdauernde»» Ausgaben betragen: 9 909012 Mark (mehr 762 226 Mk.); die einmaligen Ausgaben betragen 1396 500 Mk. (weniger 48 400 Mk.). Die Verringerung der Schutz truppe zur Sicherung gegen Aufstände ist unmöglich.
Der Etat für Samoa weist auf: eigene Einnahmen 555 753 (Plus 69 804 Mk.), Ausgabe»» 735 594 Mk. (Plus 16914), Reichszuschuß 179841 Mk. (Minus 52 890


