iSrUSLLSLSHKL
nut' dein Neckar soll 2,20 Meter sein.
München, 12. Inn. Kammer. Bei der Fortsetzung bet Serotunq des MUitär-tats erklärt- Slbq. Gc>qer (Dfr.), d-r Versuch VollmurS, bic ®ntn(cifunn -fraktionsqeneffen Rollwuqen wieder qntz.nnqchm, « mm- htnqcn. Das Untergraben der Vaterlandsliebe gc büre zum Programm der So$tnIbcmofrqhr ®tgen eine Abordnung bayerischer Truppen nach Pre ßen, UM die Di Visionsmanöver mitznmachen, sprachen Staatsrechtliche Bedenken. Das bayerische Heer unterstehe nn frieden ausschließlich dem König von Bayern. Emen ^cil desiclbei, einem anderen Befehlshaber zu nnterstellen, sc: bedenklich. Wenn ein bayerischer Offizier einem preußischen Rominanbcm den Gehorsam verweigern würde, entstände ein Konfl, . Redner kritisiert ferner die Aeußernng des früheren Knego- «Ministers, daß bei Ernennung deS Staatsanwalts beim bayerischen Senat de? R c ichsm , l it ä rg er i ebts du- ^Zustimmung des Kaisers eingeholt werben muffe, stehe ttn Widerspruch ru dem Owstl: von 1898
politifdhe l^Lrge-scbau.
Dr. David und seine Genossen.
Äbg. Dr. David aus Mainz hat im Goethebund iu Bremen einen Vortrag über das ntoberne Schultdeal gehalten. Tas dortige Organ der Genossen ist aufs höchste empört, daß Tr. David sich in eine „solche gemachte Gesellschaft", wie der Goethebund, begeben habe, eie lajreibt:
„Für die klassenbewusste Arbeiters aft Bremens ist der Goethe- bnnd 5>ekuba. etc bat r-.dikal mit ilnn gebrochen, weil fte neckt .unter 'her Teckflagge „frestr" Wissenschaft imd Kunst für die politischen Geschäfte ihrer binaerlichen CMncr mißbraucht werben will. Man sollte meinen, daß die in Bremen von der organisierten Arbeiterschaft nach schweren inneren Kämpfen gclckasfcne Situation auch von nichtbremischen Parteigenossen respektiert werden müßte. Leider sehen wir uns in dieser selbftverftänblickpm Voraussetzung getäuscht." .
Es sei eine „offenbare und schwere AiszipliN- berletzung", her sich Genosse David schuldig gemacht habe. Er habe es „nicht einmal für nötig gehalten, sich mit der brenn schen Parteiorganisation in Verbindung zu setzen und bet ihr an zu frag en, ob sie irgend welche Ein w en d u n g en gegeu sein Auftreten im Goethebnnd zu machen habe. Tie bremische Partei sche'nt für David nist ö her Goethebund alles zu sein."
So geht's einem gebildeten Manne, wenn er zum Proletariat in intimste Beziehungen tritt. Mit Jpaut und Haaren reißt's ihn dann an sich, und wehe ihm, wenn er einmal zu seinesalstchen einen Schritt vom Wege tut.
zweifeln nicht, daß der Vortrag allseittg mtcmsieren wtrd und hoffen besonders auf zahlreichen Besuch auch aus den Qehrcrfreifen. Neben dem Vortrag werden gesangliche Darbietungen des gemischten EhorS des evang. Arbeitervereins und Lieder von'Frau Professor Rahn den Abend ausfüllen.
•• Proinenadekonzert findet morgen früh 11V2 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Die Felsenmühle" von Neissiger. 2. Mein Traum! Walzer von Waldtetifel. 3. Finale aus „Aida" von Verdi. 4. Pariser Einzugsmarsch, Armeemarsch Nr. 38.
»Laubach, 12. Jan. Am Mittwoch nachmittag verweilte Justizminister Ewald hier zur Besichtigung des Bauterrains für das neue Am 1 sgerichtLgebände. Mit dem Oberamtsrichter und dem Bürgermeister wurde die Ausführung weiterhin beraten. — Heute mittag unterzeichnete der Stadtvorstand in Gegenwart eines Vertreters der Süddeutschen Gasgesetlschaft in Frankfurt a. M. den Vertrag bezüglich der Erbauung einer GaSzentrale. Bis jetzt haben vier Gemeinden, darunter zwei größere, ihren Beitritt erklärt.
0 Alsfeld, 12. Jan. Ter landw. Bezirksverein Alsfeld hatte bei seiner Gencr'stvers'mmlung im Dezember v. Js. die Frage über die g c n o s s c n s ch a f t l i ck e B e r we r t u n g des M a st v i e h e s einer eingehenden Besprechung unterzogen und eine Kommission gewäbwelche weitere Schritte in dcr Angelegenheit vorbereitcn s le. Tie Kommission hat am 10. d. M. getagt. Man verständigte sick dahin, daß die. Errichtung einer Viehverwertungsgenossenschaft für ben nörd- lichenTeil der Provinz Oberhessen auf das energischste weiterverfolgt werden soll. Tie Genossenschaft ist in der Form geplant, daß zunächst der g e m e i n s a m e V e r k a u f d e s F e t t- v ich es auf den großen Viehmärkten in Frankfurt. Köln usw. durch einen Kommissionär ins Auge gefaßt werden soll, daß aber unter Umständen für später die direkte Fl e ischverwe r t- ung in Aussicht genommen ist. Tie Kommission hat den Vorsitzenden Ockonomierat Bittinger beauftragt, Statuten und Geschäftsordnung auszuarbeiten. Ter Direktor des landw. Bezirks- Vereins Wurde gebeten, im Laufe des Februar eine außerordentliche Generstversammlung einzuberufen, in welcher der Versuch gemacht werden soll, die Konstituierung einer Viehverwertungsgenossenschi ft vorzunehmen.
Darmstadt, 12. Jan. I. I. K. K. Hob. der Großherzog und die Großherzogin empfingen am 11. Januar den Grafen Reinbarb und die Gräfin Luitgard zu Solms-La u bach.
h. Frankfurt a. M., 12. Jan. Ein Fräulein, das von ihrem der Tollwut verdächtigen Hunde gebissen worden ist, mtißte fich heute nach dem Dr. Pastettr'schen Institut nach Berlin begeben. — Der 22jährige Student K. B. nu§ Bad 91011 heim kam in Streit mit einem Schntzmanne, dem er mehrere Hiebe gegen den Kopf versetzte, so daß der Schutzmann bewußtlos wurde. Der Täter wurde verhaltet.
Aus SiaOt uno Land.
Gießen, den 13. Januar.
•• Wegen der Ueberführnng der Frankfurterstraße über die Gleise der Oberbesstschen Bahnlinien, welche im vorigen Jahre von der Stadtverordnetenversammlung wegen der hohen Kosten abgelchnt morden ist, hatte die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. eine Besprechung nut Vertretern der Stadt Gießen an Ort und Stelle angeregt. Diese Besprechung -bat in dieser Woche stattgefunden: wie man hört, ist sie resultatloS geblieben. Die Eisenbahn- bebßrbe sollte doch die Linien der oberhessischen Strecken aus dem Weichbilde der Stadt verlegen. Bei oem täglich wachsenden Verkehr zwischen Seltersberg und Stadt werden die Ver- Hältmsie immer mißlicher werden für den Straßenverkehr sowohl wie auch für den Betrieb der Eisenbahn selbst. Die teilweise Aussührttng des Vorschlags von Prof. Dr. Sommer ist der richtige Weg, Hier Wandel zu schaffen.
*" Versammlung von Städtevertretern. Am Mittwoch fand in Darmstadt unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Tr. Sntor-Alzey eine von der Bürgermeisterei Gernsheim einberufene Versammlung von Vertretern der Städte statt, welche von der Neuregelung der Beitragsverhältnisse zu den Nealschul- bezw. Gymnasium sk ost en betroffen werden. Es wurde einstimmig eine Resolution an die zweite Kammer beschlossen, in welcher um Ablehnung des vom Finanzministerium gestellten Ansinnens gebeten wird.
** Heber Marokko sprach gestern abend in dem Vortragszyklus des kaufmännischen und des Gewerbevereins Sberr Nud. (Er ort au aus Newyork. Der große Saal des .Hotels Saalbau war bis auf den letzten Platz besetzt, was angesichts des aktuellen Vortragsthemas nicht Wunder nehmen kann. Sberr Cronan entwickelte im ersten Teil seines Vortrages, der im allgemeinen nichts enthielt, was nicht schon wiederholt in den Zeitungen zu lesen war, ein Bild von der Bedeutung Marokkos für den Welthandel und die Weltpont'k und gab sodann einen Umriß her Geschichte des Landes, wobei er die Entwicklung der Marokkofrage in den letzten Jahren besonders eingehend behandelte. Ein Ausblick in die weitere Zukunft der Angelegenheit schloß sich an uno zwar meinte der Vortragende, daß auch bei einem günstigen Ausgang der Konferenz von Algeciras die Marokkofrage auch fernerhin als drohendes Gewölk den politischen Himmel verdunkeln werde. Er schilderte sodann die Eindrücke, b*e er bei einem Besuch in Tanger erhalten hat, und dieser Teil des Vortrages war um deswillen besonders interessant, als er dem Einzug des deutscheu Kaisers in die weiße Märchenstadt als Augenzeuge beiwohnen konnte. An den Vortrag schloß sich die Vorführung von etwa 120 Lichtbildern an, die teilweise in prachtvollen Farben gehalten waren und in ihrer Genauigkeit und Farbenpracht dem Zuschauer mehr Einblicke in die landschciF.iche Gestaltung und das Volksleben des kulturell arg zurückgebliebenen, aber an Naturschätzen reichen Landes gewährten, als das gesprochene Wort es tun konnte. Den reichlich IVsstündigen Ausführungen des Redners folgte lebhafter Beifall, der sich am Schluß her prächtigen Bildervorführung noch steigerte.
•* Eine gemeinschaftliche Hebung der freiwilligen San itätsko könne des Hilfsvcreins vom roten Kreuz in Gießen und der Eisenbahnsanitätskolonne findet morgen nachmittag unter Benutzung des Sanitätszuges auf dcr Strecke zwischen Gießen und Großen- Linden statt.
** Evangelischer Bund. Wir machen die evang Leser nochmals auf den morgen abend 8V4 Hhr im Neuen Saalbau stattsindcndcu -.roeiten Farnilienabcnd aum. . Herr Pfarrer T. T . Diehl-Hirschhorn wird i u Thema reden: „ .• .i welchem Recht kann die hes'Tche T - schule ein Kind der Reformation genannt werden?" und diese Frage auf Grund seiner reichen Studien beantworten. Wir
Gießener Strafkammer.
)l Gießen, 12. Januar.
Durch das Schöffengericht Msfeld wurde her Taglöhner G. E. von Hopfgarten wegen Körperverletzung und Werfens zu 7 Mon-ten Gefängnis nnd 6 Mark Geldstrafe verurteilt. Er kam abends angetrunken nach Hause nnd geriet mit. seinem Hausgenossen A. H. in Streit, in dessen Verlauf er mit einer Säbelklinge nach ifynt warf nnd ihm einen Stich in bic Brust versetzte. Der Angeklagte focht das Urteil an und behauptete, die Verletzung könne auch anberswv berriihren, er Irbe von dem Messer keinen Gebrauch gemacht. Tie Verhandlung ließ aber keinen Zweifel an seiner Schuld, sodaß d?s erstinstanzliche Urteil seine Bestätigung fand. — Anfangs September v. I. befand sich der Schuhmacher H. M. von Mittel-Seemen hort in einer Wirtschaft. Tie Enkel des Wirts D. verhöhnten M., Ws ihm Veranlassnng gab, deren Vater,auf das Hngebörige aufmerksam zu mürben. Es entspann sich ein Wortwechsel nnd D. stieß M. znr Türe hinaus', wobei er ihm einen Fußtritt versetzte. M. fiel so unglücklich zu Boden, daß er einen Oberschenkcl- brnch bwontrug und über drei Monate das Bett hüten mußte. Die Heilung verlief so ungünstig, daß M. sich zur Zeit noch an Krücken fortbewegen muß: auch hat sich bas Bein etwas verkürzt. D. bet nun alles auf, um den Verletzten von Stellung eines Strafantrags abzuhalten: er verköstigte ihn und erklärte sich schriftlich bereit, ihm all^s zn crfftz"n. Tic Sache kam aber vor bic Gendarmerie, bic pflichtgemäß Anzeige erstatten mußte. Die Verh^nblung vor b?m Schwurgericht enbinte mit Freisprechung, ha hen Angaben des Verletzten keinen Glauben beiaemessen Würbe. T>s Schöffengericht nahm vielmehr an, baß M., her notorischer Trinker iit, sich hie Verletzung burch tx’n Fall ohne Ver- schnlben bes Angeklagten zugezogen bat. Der behandelnbe Arzt, hem her Angeklagte selbst zugegeben batte, haß er M. zur Türe Hinausgeworfen Habe, war über hen Ausgang des Strafverfahrens sehr erstaunt. Tie Staatsanwaltschaft focht bas Urteil an unb her Angeklagte gab bei BemsungSvcrHanblung zu, baß er M. zur Türe hinausgeüoßen unb ihm einen leichten Tritt versetzt habe, auch sei er bereit, hie Folgen zu tragen. Tie Staatsanwaltschaft beantragte eine Geldstrafe von 300 Mark, bock" das Gericht gelangte zur Einstellung des Verfahrens, ha ein Strafantrag bes Verlebten nickt vorlag. Ohne Rücksicht auf bic Folgen nahm bas Gericht an, daß Weber in hem Hinausstoß en, noch in dnn Verabfolgen eines leichten Trittes ein Vergehen nach b 223 a zu erblicken sei, es handle sich hier um eine leichte Körperverletzung, bereit Strafverfolgung nur aus Antrag eintritt. — Die Ticnslm-agb M. D. von Gettenau kant im November v. I. zu einer Frau N. in Friedberg^ von her sie wußte, trü sie ein Dienstmädchen nötig butt'’. Sie erfurbiqte iicki angeblich nach einer Frenvdin, bic hort in Diensten stehen sollte. Ine Laufe bes Gesprächs erbot sie sich bei Frau^N. ein- zutreten, bic ihr auch 2 Mark Mietgelb behändigte. Sie trat ■'her ihren Tienst nick' «an. sonbern sic fälschte einen Zettel, ben sie mit bem N^mcn der Frau N. unterzeichnete unb atis bem hervorgtng. b^ß bicse bereit sei, zu bezahlen, was die Aw geklaate einkanfe. Auf Grunb her BZcheinimmg erhielt sie aus dem .K"nfcktions"esckäst der Frau I. für 15 Mark W^rcn, womit stc sich nach Ortenberg begab. Die Staatsanwaltschaft nahm Vcratrlassnng, sie ans ihrnt GeisteS'ustanb untersuchen zu lassen, hoch her Sachverständige konnte nichts almomtes an ihr finben. Des Bericht verurteilte sie wegen Hrknnbenfälschung und B-'trngs M 3 M o n a t e n u n h r W o ch c c f 5 n g n i s , worauf 1 Monat Uttb 1 WnrYv» 1’ S ■ ff vi-^rbnen sind.
Märkte.
Gießen, 13.Jan. Marktbericht. An' heutigem Wochenmarkl osteten: Butter pr. 9>fb. 0.80—0.90 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big 2 Stck. 00—00 Psg., ßsä'nleeier 00—00 Psg., Enteneier 0—0 Psg., Käse or. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pkg. (Erbten vr.Liter 21Pkg., Liiüen vr. Liter 32 Big., Tauben vr.Baar0,80- 1.00Akk., Hühiier pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne vr. Stück 0,80—1,80 Dtk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., (ssänle vr. P'b. 60—75 Psg., Ochsenfleisch nr. Pfh. 74—82 Psg., Kuh- nnb Rindfleisch vr. Pstmd 70—72 Psg., Schweine- Heifch vr. Pknnd 80—86 Big., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. Phmd 90 Psg., Kalbfleisch vr. Pid. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Mund 60—76 Psg. Wet'che per Piimd —.— Kartoffeln vr. 100 Kg. 5,50—0,00 Mk., Zwiebeln vr. ;'tr. 6,00—8,00 Akk., Milch per Liter 20 Psg., l)leviel ver 18 l" 30 Psg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 30-4 Birnen ver Psd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut ver Slü ' 70 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. —
Marweil 8-2 N',r.
. >rr<nnü!-Sratjlm lommcn.
Neustadt a. H., 13. Jan. NeichstagSabg. Sartorius hat, wie er selbst in verschiedenen pfälzischen Blättern mit- ' teilt, sein Reichstagsmandat niedergelegt. Sartorius
ist 1842 in Darmstadt geboren nnd war früher hessischer' Ober-Zollkontrollcirr. Gegenwärtig ist er Besitzer des Johanniterweinguts Herrnhof in Mußbach. Er vertrat seit 1904 ben NeickStagSwahlkreis Kaiserslautern - Kirchheim- botanben, wo er als gemeinsamer liberaler Kanbidat in ber Stichwahl gegen einen Sozialbenwkraten gewählt würbe.
Zweibrücken, 13. Jan. Heute vormittag 8 Uhr würbe im Hofe bes LanbgerichtSgefängnisses der Raubmörder Hiertz durch den Scharfrichter Reinhardt aus München h i n g e r i ch t e t.
Berlin, 13. Jan. Der Mehlrcisende Nöber schoß mit einem Revolver auf seine Nichte die Buchhalterin Buley, und verwundete sich selbst schwer. Die Buley starb tnv Krankenhause.
Hannover, 13. Jan. Die Baronin KönigSwarter wurde nach mehrstündigem Verhör wieder frc i g e l a s sen.
Görlitz, 13. Jan. Die Polizei beschlagnahmte 2 5 0 0 0 Flugblätter gegen den Fortbestand des Dreiklassenwahlrechts.
Schneidemühl, 13. Jan. Wegen Totschlages, begangen an ihrer eigenen Mutier wurde die 9( r b c i t e r i n Will aus Poburke vom Schwurgericht zu 5 I ähren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.
Lübeck, 13. Jan. Der Pächter der städtischen Waffer- mühle, Bung, und sein Buchhalter verübten wegen unglücklicher Spekulation Selbmord.
Augsburg, 13. Jan. Im Vororte Oberhausen rou.rbe die Holzhändlersfrau Maier erstochen. Es liegt Rallbmord vor. Der Täter ist entkommen.
Budapest, 13. Jan. Das Kultusministerium erstattete die Anzeige bei der Polizei, daß der in Geldnöte geratene Kaschauer Bischof Bubics von Antigllitätenforschern um große Beträge beschwindelt morden sei. Tie Polizei hat in dieser Angelegenheit bereits niehrere Verhaftungen vorge- nonmicn. Im Zusammenhänge damit bat daS Ministerium dem Bischof die Vermögensverwaltimg der Diözöse entzogeii.
Sonnta«* 4—9 IThr 354
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rnss.StnatsanL 1905 92.70
r. iapan. Staatsanleihe 95.50
1 % Conv. Türken von 1903 90 20 Türkenlose 144.20 4 % Griech. Monopol-Aul. . 52.50 1% äussere Argentinier . 89.50 3°/n ^lexikaner . . . . 67.25 4 Vi °/0 Chinesen . . . 97 60
Aktien :
Bochum Guss 244.75 Buderus E. W 132.10 Tendenz: still-
Berliner Börse, 1
Canada E. B 176.90 Darmstädter Bank . . - 147.20 Deutsche Bank .... 242.00 Dortmunder Union C. . . 97.80 Dresdner Bank . - . . 165.40 Tendenz: sehr still.
KursbeHcMe
teilt von der Bank für Hande)- ie, Giessen.
e. 13. Januar, 1.15 ITir.
Elektriz. Lahmeyer . . 137.10
FJektriz. Schuckert . . . 130.50 Esehweiler Bergwerk . . 261.50, Gelsenkirchen Bertrwerk . 224 50 Hamhnrc- Amerik. Paketf. 167.00 Harpener BergAverk. . . 215 75 Lanrahiltte 246.00 Nordd. Lloyd 127.40 Oberschles. Eisen-Industrie 130.90 Berliner Handels^es. . . 171.80 Darmstädter Bank . . . 147.70 Deutsche Bank . . . 241 80
Deutsch-Asiat. Bank . . 183.00 Diskonto-Kommandit. . . 188.40 Dresdner Bank . . . 165 30 Kreditaktien 213.20 Baltimore- nnd Ohio-
Eisenbahn 115.80 Gottbardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 23 90 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 128.25
V Januar. Anfangskursc
Harpener Bergwerk . .216 20 r.anrahntte .... 246.70 i-nmbarden E. B . 23.90
Nordd Lloyd 127.10
Türkenlose 144.20
HolzsubmiWon.
Nachverzeichnetes Holz aus ben Waldungen der Gemeinde Wieseck soll auf dem SlibmifsionSwege vergeben werden:
A. Distrikt Heide.
1. 27 Kiefernstämme uon 30—39 cm Durchm. mit 29,57 km 2. 224 , „ 20-29 , , 134,41 ,
3. 61 , biS 19 w w 18,72 ,
B. Distrikt Btoüswnld.
1. 16 Jichtenstämme von 30—39 cm Dilrchm. mit 27,17 fm 2. 20 „ „ 20—29 „ , , 15,71 .
3. 28 w bis 19 „ , v 6,34 ,
ES können sowohl ?lngebote auf das gesamte Holz als and) getrennt nach vorstehenden 6 Klassen gemacht werdem Das Holz lagert ca. 30 Minuten von Bahnstation Lollar.
Die Borgfrist währt bis zum 1. Noveiilber 1906.
Sonstige Auskunft erteilt Jorstwart Lotz dahier.
Offerten siiid verschlossen mit der Aufschrift „Holzsuü^ Mission" bis zmn 22. d. Mts., vormittags 11 Nhr auf hiesiger BürgclUleisterei einzureichen, wo glsdann Eröffiiung stattfiiidel. Zum EröffnungZtermin sind sämtliche Slibmiltenten eingelad^ .
W ' a 12. Januar 1906.
Gipßheizogl'che Bürge»meffterei Wieseck.
S o m m e r l a d. Bl,yj


