Ausgabe 
10.4.1906 Erstes Blatt
 
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Dienstag 10. April 1908

Erstes Blatt

Ire Yerttrge Mmmer umfaßt 10 Seiten.

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Einführung des Zwei-Pfennig

billigste Wn gen klasse zu; doch soll sie nicht ^4. Klasse", sondernKlasse 3 be heißen. In beiden Staaten wird eine entsprechende Vorlage an die Parlamente gelangen. Auf den Reichseisenbabnen in Etsaß-Lothringen wird die 4. Klasse wie auf den preußischen Staatsbahnen eingeführt.

Unterdessen beginnen die eigentlichen, sehr umfangreichen Arbeiten der Eiscnbahn-Tirektionen, die in der Hauptsache in der Berechnung der Tarife für alle Stationen und Klassen bestehen. Sobald diese vollendet ist, soll mit der Druck- lcgting der neuen Fahrkarten begonnen werden. Wie groß diese Arbeit ist, geht daraus hervor, daß eine einzelne Eisenbahn-Direktion festgestellt hat, daß sie allein im Moment der Einführung der neuen Tarife über zwanzig Millionen neue Billette braucht. Von großer Wichtigkeit werden dann die Vorbereitungen zum Wechsel des jetzigen mit dein neuen Tarif sein, der in ganz Deutschland in ein und derselben Mitternachtsstunde durchgeführt werden soll. Der Laie ist kaum im stände, zu beurteilen, welche Vorarbeiten dazu gehören, damit das Schalterpersonal ebenso wie die Brllettschaffncr ini richtigen Moment keinen Fehler begehen. Die Einführung des neuen Tarifs ist daher vor dem 1. April 1907 nicht zu erwarten.

VezragSpretSr monatltd)75'l?L,oierteL« jährlich Mk. 3.20; durch Abhole- u. Zweigstellen ntonnthd) 65 Pt.; durch diePos! Mk.2. utertel- führ!. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnuniiner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenprcls: lokal 12'Of., aliswärtS 20 Big.

Verantwortlich für den volit. und allqem. Teil: P. Wi ttko- (üt Stadt und Land^ und (Äerichtssaal^-. Ernst peß; für den An­zeigenteil: DanS Beck.

schlage des preußischen Eisenbahn-Ministeriums im Prinzip angenommen wurden. Sic bestehen in der Hauptsache in einer Herabsetzung der Fahrpreise bei gleichzeitigem Fortfall der Retourbillette und einem Zuschlag für die eigentlichen Schnellzüge, zu denen in erster Linie die O-Züge gehören. Die Sonntagskartcn und Nundreise- billette bleiben bestehen. Von den süddeutschen Staatseisen- bahncn stimmten die bayerischen und badischen Vertreter der

GietzenerAnzeiger

° General-Anzeiger v *s'

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Deutsches Neech.

Berlin, 9. April. Heule unternahmen der Kaiser und die Kaiserin einen Spaziergang int Tiergarten; der Kaiser sprach beim Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Tschirschky vor und hörte späten die Borträge des Ministers des Königs. HauscS v. Wedel und des Chefs des Zivilkabinetts Wirrt. Geh. Rat Dr. v. Lucanus.

Nach Beendigung der Marokko-Konferenz sind dem Untcrstaatssekretär des Ausw. Amts, Wirkt. Geh. Rat Dr. ü. Mühlberg der Note Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub, dem Vortragenden tüat im AuSw. Ai.it, Wirkst Geh. Rat v. Hol« stein, die Brillanten zum Sloten Äldlcrorden 1. Sl!L, dem Mit- gliede des Neichsbankdireklioriunts, Geh. Oberfinanzrat v. Gla- scnapp, und den Geh. Legationsräten und Borte. Räten im Ausw. Amt, Dr. Hamman, K l e h m e t und Kriege die kgl. Krone zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit (Sidjcnlaub verliehen morden.

DerStaatsanz." veröffentlicht eine königl. Verordnung, nach welcher für die Herstellung des Schiffahrtskanals vom Rhein zur Weser zwei besondere Baubehörden unter der BezeichnungKönigliche Ka n a l b a u d i r e kt ion" errichtet werden, von denen die eine dem Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, die andere dem Oberpräsidentcn der Provinz Hannover untergeordnet loird. Für die Herstellung deS Großschifsahrtswcges Berlin-Stettin wird eine dem Negierungspräsidcnten von Pots­dam untergeordnete besondere Baubehörde unter der Bezeichnung Königl. Hauptbauamt" errichtet.

Für die Reichstags-Ersatzwahl in Altena- Ise r loh n haben die Vertrauensmänner der freisinnigen Volkspartei einstimmig den Qberlandesgerichtsrat Ottomar Müller aus Stöbt als Kandidaten aufgestellt.

Karlsruhe, 9. Llprist Dem Badischen Bauern­verein sind im verflossenen Vierteljahr 2168 neue Mitglieder b c igelretcn.

Nr. 85

Erfcheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden un Wechsel mit dem hessischen Landwirt oie tzießener Samiliem blätter Diermal In der

Woche betqelegl. Rolationßdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u.Stein- bruderet. 91 Lange. Redaktion, Erveditton und Druckerei:

Echulftraße 7.

Redaktion 112

Verlag u.6^peb.e^51 Adresse für Devcschen:

Anzeiger Gießen.

18 verbesserte

lest8 Nieste auf m Gebiete der Webmaschinen.

f nau( dem Rüchen. le verwendbar.

Kstor Nacbf.

5n, Marktstr. 10.

Aus PutLkamerun.

TieNordd. Mlg. Ztg." schreibt: In der Angelegenheit Puttkamer wußte dieBrcmnschw. Landesztg." vor einiger Zeit zu berichten, daß der damalige Kommandant der Hyäne", Kapitünleutnant Becker, nachdem er es unterlassen hatte, der angeblichen Cousine des Gouverneurs v. Puttkamer einen Besuch zu machen, dieser auf die Bemerkung des Gouverneurs gelegentlich des Tiners, er wolle die Dame nächstens zu seiner Gattin machen, einen E n t s chu l d i g u n g s b e s u ch gemacht habe und die Schisfskapelle an Land habe spielen lassen. Wir stellen dagegen fest, daß diese Angaben vollkommen un­wahr sind. Weder hat Becker einen Entschuldigungsbesuch gemacht, noch hat er die Schiffskapelle aus diesem Anlaß an Land spielen lassen. Dagegen hat der Gouverneur sich veranlaßt gesehen, sich bei dem genannten Offizier dafür zu entschuldigen, daß er die Offiziere des Kanonen" bootes mit jener Tame zu einem offiziellen Diner eingeladen hatte. Ter Gouverneur hat gleichzeitig das Versprechen gegeben, die Tame mit dem nächsten Dampfer heim­zusenden und bis dahin dafür zu sorgen, daß sie den Offizieren der Stationsschiffe nicht mehr sichtbar würde.

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Auch die Wiederherstellung des ehemals burgsried­bergischen Amtshauses (altes Schulhaus) zu Kaichcn wurde auf die nächste Sitzung verschoben.

Ter dritte Gegenstand der Tagesordnung betraf das Gesuch der Marie Rohrbach Ehefrau zu Lollar um Erlaubnis zum Betrieb einer Schantwirtschaft. Tie Gesuch­stellerin beabsichtigt, am Ausgang nach Staufenberg eine Schankwirtschasl zu errichten. Ter Gemeinderat befürwortete das Gesuch, während der Krcisausschuß mangels Nachweises eines Bedürfnisses die erforderliche Genehmigung versagte. Gegen diese Entscheidung verfolgte der Anwalt der Gesuchj- stellerin Berufung an den Provinzialausschuß. Nach Ver­nehmung einer Anzahl Zeugen überzeugte sich dieser von dem Vorhandensein eines Bedürfnisses und gab dem Re­kurs statt.

Betreffs der F a s e l h a l t u n g in der Gemeinde Q u e- born hatte der Kreisausschuß des Kreises Gießen den Antrag dieser Gemeinde, neben den Bullen der Vogelsberger Rasse auch solche der Simmentaler halten zu dürfen, ab­schlägig beschieden, weil er die letztere Rasse für die Ver­hältnisse in Queckborn als nicht geeignet betrachtete. Ter Gemeinderat legte gegen diese Entsck-eidung Rekurs bei dem Provinzialausschuß ein. Tiejer.vermochte in seiner heutigen Verhandlung dem Kreisausschuß nicht beizupflichten und entschied, daß in der Gemeinde Queckborn neben Faseltieren der Vogelsberger auch solche der Simmentaler- Rasse gehalten werden dürfen.

Aus s.ast uno rrano.

Gießen, den 10. April.

** Personalien. S. K. S>. der Groß Herzog haben den Ministerialsekretc^ bei dem Ministerium der Finanzen, Regierungsrat Christian v. Grolman zu Darmstadt zum Obersteuerinspeklor des Hauptsteueramts Gießen, den Buch­halter bei der Staatsschuldenkasse Gg. Kasilick zum Buch­halter bei der Hauptstaatskasse, den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz Gg. Veit zu Mainz zum Bezirkskasseassistenten bei der Bezirkskasse Mainz I und den Finanzaspiranten Moritz Seitz aus Ulrichstein zum BezirkZ- kasseassistenten der Bezirkskasse Mainz II ernannt.

* Erledigt ist. die Stelle eines Ministerial- sekretärs bei Grosih. Ministerium der Finanzen.

Kriminalschutzmann Pfeffer wurde in der 'geheimen Sitzung oervoladlverordneten am letzten Donnerstag unter entsprechender Gehaltsaiifbesserung zum Kriminal- wachtmeister befördert.

** Starke Zuzüge fremdländischer Arbeiter fanden in den letzten Tagen statt; die Leute fanden am Kanalbau Beschäftigung. Ein ganzer Trupp Italiener wurde gestern abend auf Grosih. Polizeiamt durch Kreisassistenzarzt Dr. Bötticher geimpft.

Großen-Linden, 9. April. Unsere tauf ent)» jährige Kirche soll im Laufe des Sommers von Grund auf renoviert werden. Die Kosten belaufen sich nachdem Voranschlag auf 27 000 Mk., der Staat hat hierzu 7000 Mk., der frühere Besitzer des Braunsteinbergwerks bei Gießen, Herr Fernie, 1000 Mk. bewilligt. Umfassungsmauern, Türme und Hauptportal der Kirche sind noch im ursprünglichen Stil er­halten. DaS Gotteshaus soll wieder im ersten Baustil reno- . viert werden. An Ostern findet noch die Konfirmation der Jugend statt, dann beginnen sofort die inneren Abdruchs- arbeil?n der Emporen, Bühnen :c. Die Wiedereinweihung soll im Herbst erfolgen.

(.) Kinzenbach, 9. April. Ter Gesangverein Fortuna" blickt nunmehr auf ein 30jähriges Be­stehen zurück. Ter Erinnerungstag soll am 1. Juli durch eine größere Festlichkeit gefeiert werden. An alle benach^ barten Gesangvereine sind hierzu Einladungen abgesandt worden.

() Wetzlar, 9. 'Zlipril. Die Stadtverordnetenver-, sanrmlung tvählte in ihrer Sitzung am 6. d. M. an Stelle des in den Ruhestand getretenen Stadtkämmerer^ Werr den Sparkassenrendanten Klieber zum Stadtkämmerer.

Dillenburg, 6. April. Die Ausführung des Bahn­projektes Oberscheld-Wallau, für dessen Realisierung seit Jahren ein damit betrautes Komitee, Lanütagsabg. Hof­mann, sowie der Abg. des benachbarten Hinterlandkreises, o. Heim bürg, eifrig tätig war, ist nunmehr gesichert. Durch die diesjährige Kleinbahnvorlage wird der neuesten 'Nummer derBerliner Korrespondenz" zufolge die Staats­regierung ermächtigt, u. a. zu verwenden zum Bau einer Eisenbahn von Oberscheld nach Wallau (Biedenkopf) die Summe von 3 333 000 Mk. Der eingesetzte Betrag hat den Ausbau über dieschwarzen Steine", also eine Weiterführung im eigentlichen Scheldetal über den NlkolauSstollen hinaus unter Verwendung des Zahnradbetriebes auf einer Strecke zur Unterlag.

s. Wenings, 8. April. Gestern weilten zur Besich. tigung des Bauplatzes der hier zu erbauenden Gendarmen­wohnung Ministerialrat Best und Geh. Oberbaurat Klingelhöffer sowie ein Vertreter des Kreisamts Büdmgen hier.

r. Düdelsheim, 9. April. Seit ca. 10 Tagen wird der 67jährige Gänsehirt C. Heil vermißt. Zuletzt wurde er bei einer Holzversleigerung gesehen. Man vermutet, daß er in dem angeschwollenen' Seemenbach den Tod ge­funden hat.

Mainz, 7. April. In der heutigen Sitzung des Proornziallandtages widmete der Vorsitzende Geheim­rat v. Gagern vor Eintritt in die Tagesordnung den ver-

Politische Sagesseharr.

Die repräsentative Inanspruchnahme be8 erkrankten Reichskanzlers wird in den halbamtlichenVerl. Pol. Nachr." zum Gegenstand der Erörterung gemacht. Man geht wohl nicht fehl, wenn man den dort geäußerten Wunsch nack) Ent - la stun g des Fürsten Bülow von allen nicht un­mittelbar mit dem Reichs- und Staatsdienst zusammenhängenden gesellschaftlichen Ver­pflichtungen auf die Anregung einer dem Kanzler nahestehenden Persönlichkeiten zurückführt. Es handelt sich hier um eine Reform, von der zu wünschen ist, daß sie nicht nur das Haupt, sondern auch die Glieder betreffe. Tenn es geht so schreibt man uns aus Berlin wie ein Auf­atmen durch die gesamte in der Zentralvertvallung tätige döhere Beamtenscl)aft, daß dieSaison" mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit ihr Ende erreicht. Sind schon die Anforderungen sehr bedeutend, die der Dienst cm die Nervenkraft stellt, so treibt infolge der sich häufenden cjo sellschaftlichen Verpflichtungen die körperliche und geistige Abspannung der höhere:! Beamten einem bedenklichen Grade zu. Die Politik kannte in den letzten Jahren keine Sommer­ruhe, bei einigen besonders in Anspruch genommenen Ressorts mußten die Räte chreu Erholungsurlaub sehr ein­schränken. Einige verzichteten überhaupt darauf. Der ständig wachsende Umfang der Staats geschärte machte andererseits die Berufung werterer Beamten in die Zentralverwaltung erforderlich. Jeder ist Träger gesellschaftlicher Berpslich»- tun gen, die gleich einem engmaschigen Netz die Beamtenschaft umspannen. Festliche Veranstaltungen und Einladungen zu solchen folgen sich in kürzesten Zwischenräumen. Ter Reichs- ranzler ist am meisten in Anspruch genommen. Er hat Verpflichtungen gegenüber dem Kaiseryofe, den Minister- Tollegen, dem Parlament nebst der Presse und den diplo- vratischen Vertretern des In- und Auslandes. Die Gesellig- keit des Fürsten Bülow kennt jeder, der bei ihm zu Gaste gewesen ist. Staatssekretäre und Minister stehen nicht zurück, uirb stets gehört zu den Eingeladenen eine Reihe höherer Beamten, die auch chrerseits wiederAbende" ver- anstallen, deren Zahl ein ungeschriebenes Gesellschafts- gesetz je nach dem Rang des Verpflichteten abstuft. So recht sich eine Feststrapaze an die andere auf Kosten der körperlichen und geistigen Frische, so werden hervorragende b2Drbeit-3tr.öfte v?r der Zeit verbraucht.

Ermahnung verdient auch die finanzielle Seite der Sache. Das Gehalt des Reichskanzlers ist bekanntlich vor einigen Jahren auf hunderttausend Mark erhöht worden, weil ihm billigcrtveise nicht zu­gemutet werden konnte, die Kosten der Repräsentation aus seinen Privatmitteln zu bestreiten. Repräsentalionszulagen haben auch die Staatssekretäre und Minister erhalten, doch es sind Zweifel am Platze, ob selbst diese erhöhten Gelder immer ausreichend sind für den bestimmten Zweck. Tie anderen höheren Beamten müssen die durch Erfüllung ge­sellschaftlicher VerpflickMngen entstehenden Kosten ans ihren! Gehalt bestreiten, aus dem sie mitunter noch zum Miet- geld zuzulegen gezwungen sind, weil der etatsinäßige Wohnungsgeldzuschuß den teuren Mietspreis nicht immer deckt.

Es wäre also heilsam für alle Beteiligten und in jedem Betracht, wenn mit der gesellschaftlichen Entlastung des Reichskanzlers entsprechende Einschränkungen für die nach.- geordneten Beamten stillfchweigend Geltung erlangten. Für die Mb eit im öffentlichen Interesse sind gesunde Nerven ein Hauptersordernis.

Verdrängung des Deutschtums im Auölaude.

Aus Darmstadt schreibt uns ein Ingenieur:

Es ist eine alte Sache, daß unsere Aller wo l tsf r eun d- schaft^'politit der ückernationalen Machtstellung Deutsch­lands nicht nur nichts genügt, sondern sogar empfindlich geschadet hat Aber auch sonst kann man in neuerer Zeit vielfach beobachten,' wie man das beutydje Element bei fremd­ländischen Unternehmungen in auffätlcger Wcrie zu verdrängen Sucht So liest man jei>i am schnxrrzen Brett der technischen Hochschule einen Anschlag, worin dce zur Zeit in Bangkok besclMigten deutschen Ingenieure ihre MoUegen ui der Heimat davor warnen, bei demRailwat) Departenient" (Bangkok) Stell­ungen anzunehmeii, da die Generaldirektlon die G e h ü l t e r f ü r deutsche Ingenieure dermaßen herabgebrückt hat, daß eine halbwegs anständige Existenz dabei unmöglich geworden ist 20)er nicht nur in Bangkok, auch m Siam, ja selbst bei der von deutschen Technikern erbauten Bagdad- Dabn überwiegen mehr und me?-r fremdländische Ingenieure Man braucht übrigens nicht einmal so weit ist die Ferne zu sc^reifen, sondern lieb einfach bte Tatsache vor Augen zu halten, daß bei der Er da u u n g des v a u ptb abn- do» es in Dresden Ingenieure tichechrscher Na­tionalität in überwiegender Mehrzahl beteiligt waren. Diese Verdrängung der deutschen .Ingenieure ist eme sehr beklagenswerte Erscheinung, und wir munen sie au» dieselben Ur­sachen zurüäführen, n>ie so mancyes andere betrübende Vortomm- nis, nämlich auf unser allzu großes Entgegenkom­men dem Auslande gegenüber, vaben wir bod) unsere hochentwickelte deutsche Technik stets für alle Welt zum Studium preisgegebeii, so daß es kaum noch ein Geheunms ui unseren indu­striellen und wirtschaftlichen Betrieben gibt, das uno die Aus- Mider nicht abgeguckt Hütten. Damit haben wir, aber die fremd­ländische Konkurrenz sozusageil am eigenen Busen groggezogen, anstatt ivic die Engläiider so viel gesunden Egoismus zu zeigen, daß wir unser Können für uns behielten; märe das geschehen, dann brauchten unsere Ingenieure heute wahrlich nicht zurückzustehm hinter den anberen Nationen!

Zur PerfoneutarifiReform

der deutschen Eisenbahnen mürbe und gestern drahtlich gemeldet, daß bei dcr in Berlin abgchaltenen Konstieuz de: Vertreter sämtlicher beutschen Eisenbahn-Direktionen bie Vor-

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Bahnhofstrasse 44.

Heer und Flotte.

In Genehmigung bes Abiipiedsgesuches mit der ge-- setzlicheii Pension zur Disposition gestellt: v. Hugo, General der Jnscuiterie und Generalinspekteur des Militär- erziehungs-- und Bidlungswesens, 0. Perbandt (früher Trv.-Komm. in Darnistadt), General der Infanterie und Generalinfpekteur der Fußartillcrie-Jnspertioi!, Schulz, Kommandeur der 4. Division, v. Wedel, Kommandeur der 9. Division, v. Mitzlaf f, Ches des Militärreitinstituts, Pabst von Ohain, Kommandant von Spandau.

Sitzung des Proviuzial-Ausschusses.

Gießen, 7. April.

Tie Verhandlung über die Enteignung von Ge­lände gum Ausbau der Johannesstraße zu Gießen von Gärtner Georg wurde auf Antrag der Parteien vertagt, da das- Gelände rnztoifchen den Beicher gewechsell hat.