Ausgabe 
10.10.1906 Erstes Blatt
 
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Homburg v. d. H., 9. Oft.

Der preußische Gesandte

Landesverbands des Deutschen

find-t am 14. Ott. zu Warm- statt. Du- Vcrh°ndtun . 4 Marburg, 8. Ott. B°i einer Wagenfahrt non beginnen mit salzender Tagesordnung. 1. IahreSbLaqmd°rf nach Kirchhain erlitt gestern nachmittag der 2 Rechnungsablage und Entlastung des Sch°tz' eisterS i 8^ Trichinenbeschauer Georg Mobus, als er ^°°»^^ Zbr r. und infolge Scheuens der Pferde vom Wagen sprang, einen Hauptversammlung in Hamburg. 5. Schuler-, Lehrer- und ' - , ? , ~ ^rnnAfurF^ würhp in hir turfinA

1210,

2U »«,

9*1* r IE"-

i) Landposteu.

Beim Postamt 1 treten die Schlußzcitcn im allge-

2.

3.

4.

ist mit Gemahlin von Bülow hier

Et, 617, 5^2, 8i51;

Zum cin-

f) Richtung nach Geluhanseu. (1234), 504, (812 t).

Lützellinden 755, (420).

Kroidori 7«, (5«).

d) Richtung uach Köln. 817, 1010(1239), (325f),

e) Richtung uach Fulda. (1206), (2161), (307 f), (552 f), 920.

g) Richtung nach Lollar-Grüubcrg.

538, (208), (6361).

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 9. Oktober.

Ein Hoffnungsvoller.

Die Strafkammer verurteilte den lojähri gen Wagner­lehrling H. St. von Marburg wegen Sittlichkeits- Verbrechens und wegen Versuchs dazu, sowie wegen Dieb­stahls zu einer Gesamtstrafe von 7 M o n a ten G e f än g n rs. Er hatte im August d. I. ein 5 jähriges Mädchen in die Werk- stätte seines Meisters zu Friedberg gelockt und wurde dabei ertappt, als er im Begriff war, sich in unsittlicher Weise an ihr zu vergehen. In der Nacht nach bem Vorfall, der sich beim Eintritt der Dunkelheit abgespielt hatte, drang er in das Ver- sorgungshauS, in dem er erzogen worden war, ein. Er legte sich zunächst einen Knabenanzug und eine Mütze zurecht, holte dann eine Leiter und versuchte durch ein Fenster in den Schlaf­aal der Mädchen zu gelangen. Als er das Fenster verschlossen and, entledigte er sich seiner Schuhe und schlich durch die zufällig offen gebliebene Türe in den Saal. Er löschte das Nachtlicht aus und machte sich an verschiedenen Betten in ver­brecherischer Absicht zu schaffen, bis Lärm geschlagen wurde, worauf er sich unter Mitnahme der zurechtgelegten Kleidungsstücke ent- ernte. Er trieb sich nun die Nacht durch und den nächsten Tag int Walde herum und wurde auf dem Weg nach Hom­burg v. d. H. am folgenden Tage abgefaßt und der Polizei vorgeführt. Das Verhalten des Jungen, der vom ersten Moment an in jeder Beziehung geständig war, gab der Untersuchungs- behörde Veranlassung, ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Der Sachverständige konnte an dem gesunden, kräftig entwickelten Knaben weder eine geistige Störung, noch eine geistige Minderwertigkeit wahrnehmen. Er besitzt die erforderlichen Schul­kenntnisse und auch die zur Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlungen erforderliche Einsicht. Lehrer, Meister _und Haus­verwalter schilderten ihn als einen intelligenten fleißigen, wenn auch etwas leichtsinnigen Jungen. Unter diesen Umständen mußte das Gericht zur Verurteilung gelangen. Wenn es auch einerseits die Jugend strafmindernd berücksichtigte, so kem doch andererseits das brutale, gemeingefährliche Verhalten straserhöhend in Be­tracht. Es wurden für das Sittlichhcitsvcrbrechen bezw. den 23 er» üch je 4 Monate und für den Diebstahl 1 Monat Gefängnis in Ansatz gebracht und die Strafe auf 7 Monate reduziert. Mit Rücksicht auf das Geständnis erfolgte die Anrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft.

notwendig ist." ,

Der 1. musikalische Unterhaltungs-Abend dieses Winter-Semesters, den der Gernhardt sche Zither-und Mandolinenchor Gießen (E. V.) am Sonntag im Einhorn veranstaltete, war, roie man uns schreibt, trotz des schönen Herbstmetters und der ver­schiedenen Vereins-Festlichkeiten recht gut besucht. Auch zahlreiche Nichtmitglieder hatten sich eingefunden. . Die

612, Ions

h) Richtung nach Rodheim a. Bieber (Bicbcrtalbahu). (6001, 800, (1055), (625 i).

Tode ringt. Weiß führte anfangs das glücklichste Eheleben. In letzter Zeit geriet er jedoch in schlechte Gesellschaft, begann eine Nächte in Kaffeehäusern zu verbringen und trieb sich mit liederlichen Dämchen umher.- Diese Lebensweise verschlang nicht nur seinen Verdienst, sondern auch die Ersparnisse seiner Frau. Als die Frau eines Tages ihren Mann bei einer Untreue ertappte, waren Eifersuchtsszenen, die oft in Schlägereien ausarteten, an der Tagesordnung. Vorgestern abend erschien die Frau bei der Hausbesorgerin und nahm diese in ihre Wohnung mit. Sie beklagte sich, daß ihr Mann sie betrüge und sie dem materiellen Ruin zutreibe. Die Hausbesorgerin bemühte sich, die Frau zu trösten und es gelang ihr auch, sie soweit zu beruhigen, daß sich Frau Weiß zur Ruhe begab. Um 1 Uhr nachts kehrte der Gatte nach Hause zurück. Die Hausbesorgerin warnte ihn, in die Wohnung zu gehen, eine Warnung, die Weiß unbeachtet ließ. Er begab sich in die Wohnung und legte sich zu Bett. Andern Tags um 9 Uhr früh bemerkten die Hausleute dichte Rauchsäulen aus den ofsengebliebenen Gangfenstern der Weißschen Wohnung qualmen. Die Tür wurde erbrochen und die Leute drangen in die Wohnung ein, wo im Schlafzimmer die Betten lichterloh brannten. Das Feuer war rasch gelöscht, und als der Rauch sich verzogen hatte, konnte man das Schreckliche erkennen, das sich abgespielt hatte. Im Bette lag Weiß bewußtlos, über und über mit Brandwunden bedeckt. Neben dem Bette saß seine Frau.' Sie erzählte den Eintretenden ohne weiteres, daß sie sich an ihrem treulosen Gatten rächen wollte, und ihn deshalb, nachdem sie ihn mit Spiritus übergossen hatte, angezündet habe. Er wurde ins Spital überführt und dürfte kaum mit dem Leben davonkommeu. Die Frau wurde ver­haftet, merkwürdigerweise gelang es ihr jedoch, aus der Polizeiwachstube zu entkommen, indem sie angab, daß sie krank sei. Man hielt sie für geistesgestört und ließ sie ihrer Wege gehen. Erst abends gelang es wieder, die Frau in Ofen festzunehmen.

c) Richtung uach Koblenz.

810, 1210, (504 f), 5561, 831,

d. I. sein Abberufungsschreiben, fieberte D. Harsord sein Beglaubigungsschreiben als Königlich Großbritannischer Geschäftsträger bei der Großh. Regierung überreicht.

** Der Lehrermangel in Hessen. DieHess- Schulbl." bringen über den Lehrermangel statistisches Material aus den letzten fünf Jahren und. fügen hinzu: Am ungünstigsten stelle sich das Verhältnis im laufenden Schuljahr 1906/07. Sowohl die Gesamtzahl der Zöglinge an den drei Seminaren, als besonders auch die Zahl der katholischen Zöglinge ist znrückgcgangen. Sie beträgt 4d4 deziehungsweise 112, gegen das Vorjahr 14 be^cbungs- weise 16 weniger. Abhilfe tue dringend not; hoffentlich werde man sich in den maßgebenden Kreisen der Emstcht nicht verschließen,daß zur Abstellung des Lehrermangels vor allem eine zeitgemäße Erhöhung der Lehrergehalter

1. Nach Steinberg (845).

Wiefeck und Altenbuseck 616, (832), (Z20).

Hauptversammlung in Hamburg. 5. Schüler-, -ehrcr- und H lbruch. Der Verunglückte wurde in die'hiesige Gcstllschaftssahrten. 8 Sec-Wohlsahrtspflegc des x bracht?wo cr bald darauf starb.

Vereins. 7. Vortrag des Generalleutnants z. D. Korwan I , , . -> » . . 1 . >

überUntere Lage nach Annahme der Flottenvorlage^ Gießener Poftverbindungcn.

W Dutenhofen, 8. Okt. Nächsten Donnerstag Folgende Eisenbahnzüge und Landposten werden während findet in Gegenwart des Geh. Rcgierungs- und Schulrats bc§ Winterhalbjahrs zur Postbeförderung benutzt. Es bc- Anderson-Koblenz die Abschiedsfeier des Hauptlehrers deuten: © nur Beförderung von Briefen, L-« nur Beförderung Schieferstein-Dutenhofen und des Lehrers Müller- oon Paketen, f Beförderung von Briefen in geschlossenen Großrechtenbach dahier statt. Gleichzeitig findet emc Betiteln, () Benutzung nur an Werktagen; alle nicht mit f Konferenz imJagdschlößchen" oder GasthofGam- ^nd »0 bezeichneten Züge führen Bahnposten nut Bries-

Verkauf; der Zentrier wurde mit 2,30 Mk. bezahlt.

* Die Hauptversammlung

5|traße my, um üpums u v n, y v ।1 v« und angezündet.

Straße Ec hat so schwere Brandwunden erlitten, daß er mit dem 1

des hessischen iu Darmstadt, Frhr. v. Jenisch, Flotten Vereins Besuche des Reichskanzlers Fürsten Die Verhandlungen I getroffen.

5H, 8i8

Auttst riird rvi^enschaft.

Dec früher mit Frankfurter Opernhaus engagierte Kapellmeister Tr. Ernst Knnwald ist als erster Kapellmeister an das Nürnberger Ctadttheater berufen worden.

Düsfeldors, 9. Okt. Die für diesen Winter tm Stadt- theater geplanten musik-literarischen Vorträge eröffnete der Kölner Aesthetikcr Dr. N e i tz e l mit einer Analyse derSalome von Richard Strauß, die der Vortragende als die bedeutendste Bühnenschöpsung der Rach-Wagnerischen Periode bezeichnete. Das voll besetzte Haus folgte den glänzenden Ausführungen mit regstem Interesse. . ,

Gerhart Hauptmann hat soeben cm Schau­spiel vollendet, das in Hiddensee, an der Ostsee spielt. Es handelt sich dabei um eine ganz neue Arbeit, die in diesem Sommer entstanden ist, den Hauptmann zum Teil auf Rügen zubrachte. Der Titel dieser letzten Dichtung, die wieder stark mystische Züge aufweisen soll, steht nock nicht fest die Anf­ührung dürste Anfang nächsten Jahres erfolgen.

Felix Philippi wurde der Vorwurf der Aehnlich- keit in den weiblichen Hauptfiguren seines SchauspielsDer Helfer" mit bem Subermann'schen SchauspielD a s B l u - m e n b 0 01" gemacht. Dem gegenüber bemerkt cr, baß diese Dehnlichkeit eine ganz zufällige sei. Philippi führt aus, daß er sein Drama, das ursprünglich den TitelLilli" führen ollte, bereits vier Jahre vor Vollendung des Subermann'schen begonnen habe; er erklärt fernerhin, baß, als er später au?. Lilli" sein SchauspielDer Helfer" gestaltete, bie ursprüngliche Handlung manche Veränderung, die weibliche Hauptfigur jedoch nicht die allergeringste erfahren habe. Sein Freund Ludwig Fulda, der seine Weit von den ersten Anfängen an kannte, fei jederzeit bereit, diese Tatsachen zu bestätigen.

Ein Telegramm aus Wien berichtet: KabelburgsDer Weg zur Hölle" verbaukte im Volkstheater einen ausge­sprochenen Lacherfolg. Tas Spiel wurde oftmals durch herz­liches Lachen unterbrochen.

S t n t t g a r t, 9. Okt. Der Pianist K a r l F r i e d b e r g, der bei dem soeben beendeten Wolffest erfolgreich mitwirkte, ist hier nicht unbedenklich erkrankt.

Tie berühmte italienische Tragödin Adelaide Ristori ist g e st 0 r b e n.

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brinus" statt. kästen.

a Wißmar, 9. Okt. Die Versorgung unserer Ge- a) Richtung nach Frankfurt a. M.

meinde mit gutem Trink- und Nutzwasser 'st nun- 2'5 '50i. 5". 6"^, J=f* 8-'5~ 1012, (1205f), mehr in Fluß gekommen. Tie Erkenntnts, daß eine Quell- 217, 410 5v4, 555, 7^, 82, 9_, $_

Wasserleitung ein Haupterfordernis der Gesundheit ist, be- b) Richtung nach Cassel,

schäftigt bereits zwei Jahre die Gemeindevertretung. Nun- 12^*, 1"",. . E, 7i&*, 8 , 10ic, 12 , 1 0,

mehr hat man drei Quellen festgelegt, im Aschbachtal, im 3', 5", 8_, Wißmarbachtal und im Stockboru. Die wiederholt von be- t

rusener Seite vorgenommenen Messungen konstatierten 4_, überall eine gleichbleibcnde Wassermenge, und diese Quellen würden vollständig ausreichen, um unseren großen Ort ge-! nirgend mit gutem Trinkwasfer zu versorgen. Aber trotzdem werden daher zurzeit auch noch im Wiesentale nach Krofdorf Schürfungen vorgenommen. Auch ist ditz Möglichkeit vor­handen, daß von hier und vom Stockborn das Wasser direkt nach dem Dorfe geleitet werden kann. Wißmar hat also reichlich Wasser und die ausgedehnte Anlage wird ohne Pumpwerk -ur Ausführung gebracht werden.

Friedberg, 8. Okt. Gestern fand in dem Ver­sorgungshaus die Feier bc§ fünfzigjährigen Be- dehens der Anstalt, unter Beteiligung der Mitglieder ster Armenkommission und des Stabtvorstanbes statt. Auch eine Anzahl früherer Zöglinge hatte sich eingefunben. Die Armenkommission hatte für das Haus die Bildnisse des Groß­herzogs und der Großherzogin gestiftet und dem Hausvater I meinen ein: des VersorgungShauses als ein Zeichen der Anerkennung f^ür gewöhnliche Briefsenbimgen 1020 Mim, für Ein- feiner erfolgreichen Dienste eine große Wanduhr gespendet, schreibbriefe 2530 Min., für Wertbriefe und Pakete 30 Die Festrede hielt Pfarrer Klebergcr; weitere Ansprachen tzjZ 60 Minuten vor ?lbgang der Züge.

wurden von Beigeordneten Hieronimus und von Fran Ober- Die Sta dt b ri e fka st en werden Werktags geleert gärtner John gehalten. Verschönt wurde das Fest durch 'wischen 530640 V., 830940 V., 10201125 V., 1140 Gesänge der jungen Pfleglinge. bis 1250 Mitt., 300410 N., 540645 N., 720805 N.,

k. Schotten, 8. Okt. Der gestrige Tag brachte dem 9271030 N.; Sonntag? 530645 V., 10201125 V.,

Vogelsberg eine Feierlichkeit, die ihm wohl nicht wieder 7oo820 23.; genaueres ergeben die Leerungstafeln an den

derartig vorkommen wird. Die Einweihung eines Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der

?pn£?martUÜr Geh. Neg.-Nat onf Beförborungsgelegenheit zur Absendung.

des Karl-Theobald-Brunnens an der Poppen- ni Werktags

struth oberhalb Rudingshain. Tie Verdienste des Herrn Vont Post amt 2 Echnlsüa^e geh-n Werktags Ver­

um den Kreis, besonders durch seine Erschließung durch sande nach bem. $0 tämt^1unb beni «abnbof ab. 915 ), Anlage praktischer Kreisstraßen sollen durch diese Widmung 11^, 1255, 200*), 41->, 522 ), 55o, 6j>. 7__ .n,l?

sichtbare Anerkennung finden. Ein prachtvoller Herbsttag an Sonn- und Feiertagen: 915, 12o5*) und 2OO; die Schluß- (Fürstenwetter) hatte eine Anzahl geladener Gäste um den weiten treten ein für gewöhnliche Briefe ü Min., für Ein- Gefeierten vereinigt, so die Vertretung der Provinz Ober- schreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe 'und Pakete 3040 Hessen, den obersten Bauleiter der Provinz, die Mitglieder Minuten vor Abgang dec Versandte.

des Kreistages, die obere Beamtenschaft der Stadt Schotten

und sonstige nahestehende 2^ersonen. Lluf der vor mehreren) Rur Brtespost.

Jahren erbauten ersten Trace der Karl-Theobald-Straße -- -

gelangt man jetzt mühelos nach Rudingshain. Das Dorf VctittifctytSS*

hatte heute Festschmuck eingelegt, denn mit der heutigen . ^-xxx furchtbares Ehedrama. In Wien hat sich Eröffnung der zweiten Trnce der Karr.Tthe°bald.Sk7nße . fur»t6nrc Ehetragödic nbgelMlt. Der Agent Josef ist das Dors und der angrenzende Lb-rwald wirtscholtlich feiner Göttin, die ihn bei einem Aki

erschloßen rvorden, wie auch für den al (gemein en Fuhr- ", , ., ' ...

verkehr vom Oberwald eine großartige Erleichterung ')cv Untreue ertappt hatte, wahre r sch f .. , . geschaffen ist, da der große Umweg über die Staatsstraße lag, mit Spiritus 110crgolfen nunmehr vermieden werden kann. An der neuen ^rAMx,n,.Ms»n Prf.<

ist auf der Höhe von dem Walde, an einem wunderbar schönen Aussichtspunkte der Karl-Theobald-Brunnen er­richtet. Aus dem Basalt des Vogelsberges in halbkreis­förmiger Rundung schließt sich das Gemäuer um die aus einem Rohre hellsprudelnde Quelle, deren Wasser sich in ein Becken ergießt, lieber dem Sprudel befindet sich aus grauem Stein die Gedenktafel mit Widmung: Karl-Theo- bald-Brunnen. Errichtet im Jahre 1906 zur Erinnerung an die Tätigkeit des Geheimen Negierungsrats Karl Theo­bald Schönfeld als Kreisrat des Kreises Schotten". Die An­fahrt des Gefeierten und seiner Gäste erfolgte über die neue Straße, nach Ankunft wurden sie von dem, fcstesge- ftimmten Publikum lebhaft begrüßt. Die Schule und Ver­eine von Rudingshain, sowie eine Anzahl Festjungfrauen hatten Aufstellung genommen und brachten ein Hurra aus.

1 Nachdem saug der Gemischte Chor Rudingshain ein der Feier entsprechendes Lied, worauf Baurat Diehm als erster das Wort ergriff. Er führte aus, nicht nur der Kreis, sondern auch die Provinz habe erkannt, daß Herr Schön­feld den Vogelsberg erst weasam gemacht habe, sein Inter­esse für Herstellung guter Straßen sei weit bekannt und auch der Kreis Lauterbach habe dem heute Gefeierten dies­bezüglich viel zu danken. Auch Oberamtsrichter Rab en au- Büdingcn schloß sich als Vertreter der Provinz dieser Tat­sache an und spendete in tief überzeugter Weise Worte v.ruj. n - , der Dankbarkeit. .Herr Schönfeld drückte in herzlichen

Vortraas-Folqe brachte teils bereits bekannte und bei den Worten seine Dankbarkeit aus, er tat dies gegenüber allen, Treunden der ^itbermusik beliebt' gewordene, teils neue die am Zustandekommen dieser wichtigen Straße mitgewirkt £3 S Li*»<« .kAäs «SäÄ «ur. t*»ÄSS.» die Fortzchritte beobachten, welche der Chor seit den letzten ebenfalls in kurzer Rede der Dankbarkeit der

Aufführungen dieser Werke tm 5u|anunen)piel $cineint)c und gelobte, den Brunnen, auf den die Ge-

hat. Für Abwechselung mar durch die ganz besonders meinde stolz sei, in Schutz und Obhut zu nehmen. Nach beifällig aufgeiwmmcncii Gesangs-Vorträge, durch die I weiteren Gesangsvorträgen entwickelte sich hierauf in der Nummern mit Verwendung des Zymbals und durch den Festhalle ein fröhliches Treiben, das bis zum Einbruch Verravbon-Vortrag des Herrn Max Büttner gesorgt, der Nacht anhielt. Der Vogelsberg ist um eine Sehens- Die Zuhörer spendeten von der ersten bis zur letzten Würdigkeit reicher ur^ mit Dankbarkeit und Jnteresie werden

Unterhaltungs-Abend des gleichen Besuches und gleich Rheinhessen, 8. Okt. Eine Anzahl Jagd­freundlicher Aufnahme zu erfreuen haben wird. Pächter hatten sich an die Verwaltungsbehörde gewendet

** Reiche Zwetschenernten. Auch m *1 Unb dafür von der Militärbehörde Schadenersatz verlangt, schäften am Duusberg hat es diesmal eine überaus 1^.^ bie jüngsten Herbstmanöver in dec Provinz

reiche Zwetschenernte gegeben. Vergangene ^Loche amgcn Teil des WildbestandeS verscheucht und aus den

Vie ersten Wagenladungen nach Gießen zum Markt und ^gdrevieren vertrieben worden sei. Die Jagdpächter wurden den Stationen Abendstern und Kinzenbach. - ) 1 . bgeivicsen, weil die Militärverwaltimg gesetzlich nicht

.bringt man nur Vollreife Zwetsthen zum Berkaus, v« bie be Jagbpächtern entstandenen Nachteile

dem wetten Transport lohn sich aber kaum das Ab- unb nuc beu durch ein Manöver wirklich nach-

pflücken. - Auf dem Markte zu Gießen « m Schaden vergütet werden könne. (Fckf. Ztg.)

Samstag Nicht weniger als 268 Wagen Zwetschen zum Homburg v. d. H., 9. Okt. Dec preußische Gesandte