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Landwirtschaft.
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strenge Maßregeln verlangt.
Eingesandt.
Verantwortung.)
Handel
. 212.00
. 120.00
95.60
231.75
Iterliner Börse, 9. November. Anfangskurse.
211.50
Psstpakt-Mrejjrn mit girma
177.30
137.50
Elektriz. Lahmeyer . .
Elektriz. Schlickert . . Eschweilcr Bergwerk .
Gelsenkirchen Bergwerk
. 140.00
. 124.00
. 237.50
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Harpener Bergwerk Laurahütte . . f«omharden E. B. Nordd. Lloyd • . Türkenlose . .
. 3420 . 144.80 . 147.50
Öesterr. Gold reute. . 'n Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . . Italien. Bente . . . Portugiesen Serie I .
97.90
86.20
97.90
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89.00
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243.00 ] 25.25
125.00
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237.80
168.70
181.20
155.00
Reichsanleihe do.
Konsols . . do.
Hessen . . . Oberhessen
Tas Schöffengericht sprach die Angeklagte frei, denn es hielt natürlich schwer, den wahren Sachverhalt ait ermitteln. Die Frau war mit dem Wiederaufnahmeverfahren insofern bei Gericht burch- gedrnugen, weil sie behauptet hatte, ihr Mann habe, ohne daß sie es gewußt noch gewollt," die Maschine aus dem Hause getragen, verpfändet unb das Pfand verfallen lassen. Bei dem. freisprechen- den Erkenntnis wollte es die Staatsanwaltschaft nicht belassen und
dieser Art geplagt wurde. Ta hatte sie Mitleid und lehrte einen klugen Man", wie man die Heilschätze der C-iieden in Pastillenform bannen könne, und seitdem haben dre Fays
ächte Sodener Mineral-Pastillen tausendfältigen Segen ge- speichet. Wer die Pastillen noch nickt kennt, kaufe sich eine Schachtel in der nächsten Apotheke, Drogen- oder Mineral-- " ' <v'e-. |hv,2/q
und Industrie. Giessen, frankfurter Börse. 9. November, 1.15 Uhr.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tcmertei
Berliner Randelsges . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn .
Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Heuri-Eiseuhahn
wenn die Synode seine eben geäußerten Ansichten nicht teilen sollte. Er werde dann wissen, was er zu. tun habe. Er hoffe aber, daß auch allen Synodalen die Herzen warm schlagen für die Beibehaltung des Eva.ngeli.ums und die Sache des Friedens. (Lebh. Beifall.)
Syn. Schulrat Schaub-Offenbach: Die von ihm und dem Syn. Köhler eingebrachte Interpellation betreffe die äußere, formale Seite des „Falles .Korell". Man müsse sich doch sagen, daß das Oberkonsistorium ganz bestimmte Gründe haben mußte, die ganze Angelegenheit an die Oeffentlichkeit zu bringen. Einen triftigen Grund dafür, der ausschlaggebend war, habe er aber in der Rede des Oberkonsistorialpräsidenten nicht erkennen können. Es scheine last, als ob man die Oeffentlichkeit gewünscht habe. Daß darnach der Erlaß des Oberkonsistoriums von der Presse aufgegriffen und kritisiert wurde, sei nicht zu verwundern. Nach seiner Ansicht hätte die Kirchenbehörde dann auch auf die Angriffe in den Zeitungen antworten und sich nicht zurückstellen müssen. Er hätte gewünscht, daß die Behörde den ganzen Fall Korell nicht schriftlich, sondern auf dem mündlichen Weg behandelt hätte. Sie hätte persönlich .auf Pfarrer KoreÜ einwirken und ihn auf das Mißliche seiner. Lage aufmerksam machen müssen. Das durfte sie auf keinen Fall unterlassen. Die Oeffentlichkeit des Verfahrens hat aber doch das Gute gehabt, daß man sich eingehend mit der Frage beschäftigte: Wie hat sich die Kirche, besonders aber der Pfarrer, den Sozialdemokraten gegenüber zu verhalten? Der Pfarrer darf kein Sozialdemokrat sein und nicht für die Sozialdemokratie agitieren. Kann er diese Tätigkeit als Politiker nicht unterlassen, so wäre es die nächste Folge, daß er sein Amt als Geistlicher aufgäbe. Die Sozialdemokratie ist auch für den Redner eine revolutionäre, reaktionäre und republikanische Partei, aber es ist in erster Lime Sache des Staates, derselben entgegenzutreten. Die Kirche hat aber andere Aufgaben, sie soll zum Frieden wirken und zum Reich Gottes erziehen und das kann in feder Staatsverfassung und in jeder Partei geschehen. Wir haben in Offenbach eine Gemeinde, die 80—90 Proz. Sozialdemokraten zählt. Wie soll da der Pfarrer zurechtkommen? Soll er die Leute von sich stoßen? Das wäre nicht klug und nicht pädagogisch. Er darf sich nicht vornehm von ihnen abschließen, muß vielmehr erzieherisch wirken und sie für s i ch zu gewinnen suchen. Er soll, wie der Prälat sagt, seinen Gegenstand punkt gegen die Sozialdemokratie ganz entschieden zum Ausdruck bringen, aber er muß doch mit seiner Gemeinde in steter Fühlung bleiben. Redner geht dann auf die materielle Seite des Falles Korell näher ein. Jeder Geistliche sollte sich zweimal überlegen, ehe er sich entschließt, ein Amt als Reich s t ag skand i- dat zu übernehmen. Aber andererseits sollten im Reichstag und in den Landtagen viel mehr kirchlich geschulte Männer sein und die Rechte der evang. Kirche wahren. Dem Pfarrer Korell könne man aus der Zugehörigkeit zu seiner Partei keinen Vorwrrrf machen; er, Redner, könne auch in der bekannten Erklärung Korells, worin er auch ausdrücklich von der Treue zum Vaterland spricht, nichts
legte Berufung ein, doch wurde die Schneiderin auch von der Strafkammer freigefprocken.
— Prozeß u m einen Pfennig. Ein Kaufmann aus Witzenhausen (Hessen-Nassau) batte 90,71 Mk. für eine Mecknung zu zahlen. Wegen Abrundung sandte er feinem Gläubiger 90,70 Mk. ein. Auf dieses „Verbrecken" hin wurde er wegen Abzuges des Pfennigs verklagt. Tas Urteil lautete auf Zahlung des Pfennigs. 9,90 Mk. Kosten sind nebenher zu zahlen.
M ü neben, 8. Nov. Das Kriegsgericht verurteilte die Infanteristen Otto Fischer und Thomas Frischmaun, die während der heurigen Manöver einen Sergeanten geohrfeigt und mit dem Seitengewehr niedergeschlagen hatten, zu zweieinhalb bezw. zwei Jahren Gefängnis.
Landau (Pfalz), 8. Nov. Oberleutnant Röder vorn 17. Regiment zu Germersheim, bekannt aus dein Ehebrnchs- drama des Adjunkten Schmidt, welcher seinerzeit unter Eid aus- । sagte, er habe mit der Frau Schinidt nicht in nnerloubtem 93er» ! kehre gestanden, wurde roegen fahrlässigen Meineides und falscher Tiensüneldung zu neun Monaten Gefängnis und Dienstentlassung verurteilt.
Hamburg - Amerik. Pakelf.' Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ...... Nordd. Lloyd . . . • • Obeischics. Eisen-Industrie
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Portugiesen „ III
München, 8. Nov. Im oberbayerischen Landrat erklärte der Regierungsvertreter, es fei wahrscheinlich, d>aß die Maul- und Klauenseuche, welche vor einigen ^.agen an verschiedenen Orten Deutschlands ausgebrocken sei, durch di.' Universitätsversuchsanstalt des Prof. Dr. Sanier in Greifswald verbreitet worden fei. Es könne aber auch eine E i n s ch l c p p u n g V o n R u ß l a n d aus vorliegen. Die Maul- und Klauenseuckie herrsche nun in Deutschland an verschiedenen Orten, auch im oberfränkischen Bezirk Münchberg. Diese Mitteilung erregte großes Aufsehen im Landrat; cs wurden
imS: Es handle sich hier vor allem um die prinzipielle F-rage, wie sich die evangelische Kirche zu der politischen Tätigkeit im allgemeinen stelle, und dann, wie das Verhältnis der Geistlichkeit zur Sozialdemokratie sei. Es sei nicht die Absicht der Kirche, in die staatsbürgerlichen und politischen Rechte der Geistlichen einzugreifen. Es müsse aber doch auch eine Grenze für die politische Befähigung derselben geben unb die Kirchenbehörde könne_ in keinem Falle, ebensowenig wie die Staatsbehörde, gestatten, daß ein angestellter geistlicher Beamter sich den revolutionären, republikanischen oder anarchistischen Bestrebungen anschließe. Wenn ein Geistlicher für Vaterland und Monarchie bete, könne er nicht auch ein freundschaftliches Verhältnis zur Sozialdemokratie unterhalten, die den materialistischen und atheistischen Anschauungen huldige. Wenn sich demgegenüber der Geistliche auf sein Gewissen berufe, so erkläre er, das tut das Oberkonsistorium auch. Es stehe also Gewissen gegen Gewissen. Der Einzelne müsse bedenken, daß sein Vorgehen leicht für die Allgemeinheit bedenkliche Folgen haben könne. Im Verhalten des Pfarrers Korell liege eine Begünstigun g derSozialdemo- kratie. Sie verfolge revolutionäre Pläne, und das sei nach den Geboten der Kirche ein Frevel gegen die Gebote Gottes. Man müsse eine Lehre, die in erster Linie Ruinen schaffen wolle, entschieden verwerfen. . Das Pochen auf die Faust dürfe niemand billigen. Die Kirche sei wohl für Evolution, aber nicht für Revolution. Sie sei auch nicht für Reaktion, sondern für den Fortschritt des Menschengeistes. Der Satz: „Religion ist Privatsache" bedeute nur eine Lockspeise und habe nur agitatorischen Wert, in letzter Linie gehe das Streben auf Entchristlichnng, besonders der Jugend, und auf Religionslosigkeit überhaupt, und das müsse zur geistigen V er öd u'n g .und Verrohung führen. Der Geistliche sollte sich vor allen hüten, mit der Sozialdemokratie zu liebäugeln. Korell habe seinen Wählern durch sein Verhalten einen deutlichen Wink gegeben, nach welcher Seite sie sich wenden sollten. Der Geistliche solle nicht nur ein braver und pflichttreuer, sondern auch ein für die christliche Weltanschauung begeisterter Mann sein und sich bestreben, diese auch zu verteidigen. Er dürfe keinesfalls mit einer Partei sympathisieren, welche die Mordbrenner und Anarchisten in Rußland mit Adressen und Geldsendungen unterstützt. Man dürfe doch nicht vergessen, daß den von der Sozialdemokratie beherrschten Arbeitern auch 300 000 christliche Arbeiter gegenüberständen, und müsse vor allem zwischen Arbeiterschaft und Sozialdemokratie streng unterscheiden. Die Kirche sorge dafür, daß der ganzen Bevölkerung Religion und Vaterland erhalten bleibe oder wieder gewonnen werde; sie unterstütze auch keine Klassenvorrechte. Gegen die revolutionären, kirchen- und vaterlandsfeindlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie nehme die Kirche eine grundsätzliche Stellung ein. Da dürfe es auch kein Entgegenkommen geben, denn es handle sich um die höchsten Ideale. Wenn ein Geistlicher politisch tätig sei, müsse man erwarten, daß er im christlichen Sinne arbeite und nicht zum Freund der LobrednerrussischerRevolutionäre werde; es zieme sich auch nicht, dem Gegner „Verlogenheit und dergleichen schöne Dinge vorzuwerfen, auch dürfe er bei dem Vormalen schöner Zukunftsbilder nicht vergessen, daß es noch ein Korrelat der Pflicht gibt. Redner beklagt noch, daß innere Meinungsdifferenzen zwischen den Gliedern der Kirche jetzt immer mehr in den schadenfrohen neutralen oder kirchenfeindlichen Blättern, anstatt in der kirchlichen Fachpresse zum Austrag gelangten, und schließt dann mit der Bemerkung, er würde diesen Tag als den schwersten seines Lebens betrachten müssen,
Rachmittagsfitzung.
In der nachmittags halb fünf Uhr wieder eröffneten Sitzung nahm zunächst Oberkonsistorialpräs. D. Buchner nochmals das Wort, um zu erklären, daß er die Bemerkung des Syn. Dornseiff, die Kirchenbehörde hätte nicht im Voraus ein Urteil fällen sollen, nicht sehr tragisch nehme, es gebe ja auch innerhalb des Richterkollegiums mitunter Differenzen in den Anschauungen. Im j übrigen spreche er über die von Direkwr Dornseiff am Vormittag geäußerten Ansichten seine Freude aus.
Syn. Pfarrer D. Schlosser führt aus, er habe volles Verständnis für die Verantwortung derjenigen, die heute zu dem Fall Kvrell das Wort nehmen, denn auf den Verlauf dieser Debatte sei das Interesse von ganz Deutschland gerichtet. In den Ausführungen des Prälaten habe er eigentlich nur das gehört, was man alltäglich hören trnne. Er habe den Pfarrer als Vertreter der christlichen Weltanschauung bezeichnet. Die letztere sei aber eine wandelbare Größe. Die Pfarrer seien vielmehr tue Vertreter des überweltlichen Evangeliums. Unter den Sozialdemokraten gebe es solche von rührender Ueberzeugungstreue. (Heiterkeit.) Wenn man gar nicht mit den Sozialdemokraten tn Verbindung treten wolle, erbittere man sie nur. Man solle zarte Fäden des Vertrauens mit ihnen anspinnen. Der Schaden, den das Oberkonsistorium angerichtet habe, sei größer, als der, den
würde im Hinblick darauf, daß die besonderen, m der Entwicklung ——--------------;---------;--------iTTS
der heimischen Viehzucht liegenden Ursachen vorüberqehendcrdlatur Es War einmal eine gütigeft-ec. des fis IAA Ti- M, wie die arm-Menschheit »o” ulten, oou Heiserkeit.
«äÄ? ÄB eS bei in Rebe M ® Schmwlen, V-rschleinmn-i unb allen ILstiq-n Heimsnchnnaen genügen. Eine gänzliche oder teNweyevu,pen non oe jteöe | A mm-ht Dn fmttr sie Mitleid und lehrte
stehenden Schutzzone für die Zeit übermäßiger Preise von Schlachtvieh und Fleisch würde mit der Wirtschaftspolitik des Reiches durchaus vereinbar fein, sogar ganz un Sinne derselben, insbesondere im Sinne einer verständigen Agrarpolitik liegen. Auch die extremsten Agrarpolitiker sind der Ansiclst, daß die Erzielung übermäßiger Preise iiicht der Ziveck der Schutzzölle fein i aiu-j-iu, , Q~ q,- •
kann diese mithin, sobald sie eine solche Wirkung üben, nötigen- M.M waßerhandlung zu nur 8o Pkg. faNs zeitweilig außer Kraft zu setzen sein würden. Der Gebrauch' eines solchen Sicherheitsventils in Zeiten hochgradiger Spannung empfiehlt sich aus dem Grunde, damit der Druck nicht so stark wird, daß er den Bestand der ganzen Schutzzollwehr gefährdet, i zr A».
Umgekehrt ist bei sachgemäßer Begrenzung der Maßregel von ihr I Ueli dtUigst blUM fd)C ©IChCß«
Buchendes sind-«. Di- Bezeichnung d-r m-^sch-n I
Saulc brauche man nicht auf die Ratwnalllberalen L r. wcnn mtm 0mummt, daß bei Erörterung der Frage beziehen, damit kann ja auch die Sozialdemokratie gememt ü0,tnq^nnbincn gegen die Fleischteuerung die zeitweilige Suspeu- sein. (Allgem. Widerspruche Die Hauptsache sei doch Die „ Qöftc nuf Schlachtvieh und Fleisch in erster Linie zur Er- Haltung Korells bei der Stichwahl, und da habe er toeber jy^gung steht.
für noch widergeraten, da habe er eben geschwiegen. Er, Können wir uns aiich diesen Argumenten, die nut dem Redner, bedauere das Vorgehen des Oberkonsistoriums um- c^ykzöllnerischen Standpunkt der Korrespondenz zu-
MMI1? oUClZci«d)e 'L SXÄ wen" fÄS'M --r'b°ndenen
kratie gänzlich einvevstanden sei. Gedankengangen aus zur Erkenntnis der Notwendigkeit
Syn. Landgerichtsdirektor D o r n s e i f f - Darmstadt baldiger und energischer Hilse kommt.
führte aus, es sei gar keine Frage gewesen, daß das "
Oberkonsistorium zu der ganzen Sache Stellung QJCrtCtytSjaal*
nehmen mußte. Er könne auch nicht zugeben, daß Nach 20 Jahren im Wiederaufuahmever-
der Ton des Urteils nicht der richtige war. Er fahren sreigesvrocken wurde von der Strafkammer m mußte sachlich sein und die Erklärung durfte sich nicht im Frankfurt die Schneiderin Frieda Georg. Im Ostober 1884 Konversationston bewegen. Dem Richter sei bezüglich der kaufte sie von einer Firma eine N ä h m a s ck i n e a u f -lb zah-
fttch t UN? G e w e n getroffL «ft?
Der Redner erkennt einerseits das Recht KoreUv an, Nck ^ie Strafe stlnen ihr zu hock, sie legte Berufung ein und erwirkte, in der geschehenen Weise an dem Wahlkampf zu beteiligen, bic Strafe auf sieben Tage Gefängnis herabgesetzt wurde, die rügt aber den Ton der Erklärungen Korells. Im übrigen sie verbüßte. Jahre vergingen. 1903 trennte sie sich von ihrem habe sein Verhalten nicht den Schein dafür auftommen Manne, mit dem sie jetzt in Scheidung lebt. Am 18. Juni d. Js. lassen daß er die Sofsialdemokratie unterstützen wolle. Vom beantragte die Schueidorin eine Wiederaufnahme des Verfahrens, Oberkonsistorium aber könne man überzeugt sein, der stattgeaeben wurde. Und nun wurde von neuem verhandelt, daß es nach feinem ganzen seitherigen liberalen Verhalten'^" "
nicht in den Verdacht kommen werde, daß es die Gewissen zu beugen bestrebt sei. (Beifall.)
Es tritt hierauf bis 4H» Uhr eine Mittagspause ein.
Pfarrer Korell selber verursachte.
Syn. Frhr. loeyl zu Herrnsheim stimmt den beiden Reden dcS Präsidenten und des Prälaten zu. Von den etwa 10 Millionen deutscher Arbeiter seien etwa 2 Millionen Sozialdemokraten. O müsse unsere Ausgabe sein, die^ andern acht Millionen dem Christentum zu gewinnen. Man dürfe den Fall Korell nicht vom politischen Standpunkt auS beurteilen, die Richtung KorellS habe wenig Erfolg gehabt, es seien nur neun Linksliberale mit .Hilfe der Sozialdemokraten in den Reichstag gewählt worden. Die Parteien, die mit diesen geliebäugelt haben, wurden äst ganz von diesen verdrängt. DaS Oberkonsistorium habe mit Mut den vaterländischen StaudMnkt eingenommen und der evang. Mrche einen großen Dienst geleistet. Redner kommt dann auf die freisinnige LandeSversamm In n g vom vorigen Sonntag, in welcher Pfarrer Kvrell sagte, die ^Reaktion müsse zuerst weggeräumt werden, bevor man gegen die Sozialdemokratie ziehe. Korell verstehe unter Reaktion den Bund der Landwirte, ,
den Bauernbund, die Nationalliberalen und daS Zentrum. Liberal Wer heute mittag die Straßen unserer Stadt durckwaudeitc, et heute jeder gebildete Mann, eS handle sich nur darum, ob dem muß es ausgefallen fein, wie sparsam es, mit Ausnahme man praktische Maßregeln treffen oder solche hintertreiben wolle, des Selterswcgs, um den F l a a q e n s ck m u cf bestellt war. Pfarrer Kvrell warf in der „ChrisU. Welt" den Natwnalliberalen Während bei Turn- und Sängerfeften fast an jedem Hause ein „Verlogenheit" vor. dabei ist aber Kvrell selber sehr unvorsichtig. Wimpel sichtbar wird, wehten heute zur Geburt d es E rb- Er behauptet z. B. zwei hessische nationalliberale ReickMags- priuzen in ganzen langen Straßen nur vereinzelte zahnen, abgeordnete ijntten Kapital zur Gründung ein eA an ti- Jeder Einsichtige begreift, daß Turn- und Sängerfeste asten anderen em ttisch en Blattes hergegeben. Das war aber u n w ahr. Festen vorangehen. Aber das sollte dock nicht ausschließen, da,; Der Redner macht dann noch längere sozialpolitische Aussühv- an einem so erfreulichen Ereignis, wie es das heutige für Hessen ungen und rät, daß die Theologen und die Volksschullehrer bedeutet, die Bürger der Provinzialhauptstadt Gießen auch äußerlich mel^ Volksivirtschast treiben sollten, um die Sozialdemokraten ihren Anteil bekunden.
in ihren Theorien besser widerlegen zu können. Der Geistliche G j e ß e n. den ». November 1006. dürfe wohl mit der Sozialdenwkratie in Verbindung treten, aber ---------- .
er dürfe ihn nicht als Bruder betrachten. Richt die Rational- Telefonische 8Cursbea*9O^ta
liberalen seien die Reaktionäre, sondern diejenigen, die Frei-1 oiessenei' Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr handel und Manchestertum vertreten. ...
Syn. Med.-Rat. Dr. V o q t- Butzbach führt aus: Der Pfarrer solle wohl die Sozialdemokratie belehren, aber nicht mit ihr in 3„0, engere Verbindung treten. Es müsse den Sozialdemokraten allent- VZ. halben gesagt werden, daß sie Irrlehren huldigten und für Aufklärung gesorgt werde. Wenn Schulrat Schaub meinte, das z° Oberkonsiftorium hätte mit Pfarrer Kvrell vorher persönlich in I Vw», Verbindung treten müssen, so wäre das doch auch ein Eingriff in dessen Rechte gewesen. Wir Deutsche hätten in sozialer Hin- sicht viel mehr erreicht, als das Ausland, das sehe man so recht, Ht/” wenn man das neue Programm Elemenceaus lese. Bei uns sei der liberale unb soziale Gedanke mit Riesenschritten vorwärts gedrungen und da sei es eine Versündigung am deutschen Vat?r- land, wenn man in gewissen Kreisen immer nur von „Rückschritt", „Reaktion" und dergl. mehr spreche. Wichtiger als der Fall . ’0; russ"Staatsani 1905 Kvrell ersckieine ihm die, Frage, vue sich die ^ynode zur Sozwl- 4</ü? j n Staatsanleihe ÄÄ L 146.oo
wird gcgcn fiti Mr die V-MMung »crt«6t . gi?
Rachste Sitzung: Freitag früh 9 Uhr. 3o^ ]\[exikaner . . . 67.40
politische Tagerscha«. H’"4 “ktien:
Herabsetzung der Vieh» und Fleischzölle. I Bochum Guss ....
Der Gedanke, der Fleischteuerung durch zeitweilige Herab- Haderns E. W . setzung der Vieh- und Fleischzölle zu begegnen, findet fetzt' Tendenz.: schwach, auch in der konservativ gerichteten, vielfach offiziös bedienten, Canada E B .Reuen Polit. Korresp." Anklang. Nachdem die Korrespondenz Darmstädter Bank ’ andere Vorschläge zur Hilfe von ihrem Standpunkt aus ab- Deutsche Bank . . gelehnt, äußert sie: Dortmunder-Union C.
Ungleich wirksamer würde sich eine Herabsetzung ober Wuf= Dresdner Bank . . Hebung der Zölle auf Schlachtvieh und Fleisch erweisen. Und zwar I Tendenz : ruhig, würde im Hinblick darauf, daß die besonderen, in der Entwicklung ---- ----


