Drechens gcqen Charlottenburger Amts. ^Tochter einer dortigen m- D'e Verhaftung er. L ^Enunziation an die Jun9 der Hebamme ist derjenigen des jungen trächtlichen Kaution, zu hat, entfvrochen werden, rch einer Meldung der chall der Königin Sophie Graf Wrangel, nach verlangten Rechenschaft
reichen. Es heißt, KönigSpaar auf
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timet beS Gyanieristen« )t MarbIohn Llonb iziergang am Rhoneuser Weiseverschwunden. Tochter, die ihn an einer einem waldigen Userhang hat und annimmt er sei „6 yfürjt »"d «fr*.
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* Häuslicher Friede. Dame: Seit vierzehn Tagen rede ich mit meinem Manne fein Wort mehr." Harr: „Tann lebt Ihr ja im schönsten Frieden."
* kleine Tageschronik. In Mannheim sand der 8jährige Sobn eines Wirtes eine scharfe M ilitär-Patro n e und wollte sie mit einem Hammer zum Knallen brmgen. .tic noch in der Patrone befindliche Kugel ging dem Knaben m die Brust und verletzte ihn lebensgefährlich. - - v->n der inccham scheu Schreinerei von Bollert zu Can n st a t t brach ,v eu e r aus. Das ganze Anwesen ist nieder gebrannt — Uuf der Zecke Karolinenglück bei Hamme kamen zwei Arbeiter unter herabstür^endes Gestein. Einer wurde getötet, der andere erlitt schwere Verletzungen. — Aus Trieft wird gemeldet, daß dort der Pater Ciarchi und die falsche Nichte N a m v o ll a s aus dem Nachlaß des verstorbenen Pfarrers der Lriester ^euutcnurche 15 000 Kronen in Wertpapieren gestohlen haben. — ,^er Dampfer „Kassa" der Seeschisfah-i-tsgesellschast Adria ist nut voller Ladung, aus Genua kommend, bei der Insel Elba g e j u n k e n. ^.ie Mannschaft konnte gerettet werden. Das Schiss war versichert. — Heute stiess das Automobil des Posener Kau,manns Plonsk auf der Chaussee von Posen nach Gurtschin gegen einen Prellstein. Plonsk wurde getötet, der Chauffeur lebensgesahrlich verletzt — Seit 10 Tagen kam im Gefängnis von Traporant (Türfcij kein Pestfall vor. Die Pest ist somit als erlo,chen zu betrachten.
Fanittieir-Nacyrrchten.
Verlobte. Fräulein Emnia Nohl, mit Herrn Heinrich Scheuermami, Echzell. .
(9 e ft o r b e n c. Herr Ludwig Körbächer, Wetzlar. tyraulein Marie Etz, Torn-Assenheim. — Frail Maria Katharine Jung, geb. Müller, Angenrod.
OrSginal-Drahtmeldungen.
Düsseldorf, 1. Sept. Heute früh 6 Uhr fand auf dem Hofe des hiesigen Zellengefängniffes die Hinrichtung der beiden Brüder Adolf und Leonhard Bloeiners, welche vom hiesigen Schwurgerichte am 22. März d. Js. wegen Ermordung des Oberstleutnants a. D. N o o? in München- Gladbach zum Tode verurteilt morden ivaren, durch den Scharfrichter Schwitz-BreSlau statt. Ueber das Schicksal der gleichfalls zum Tode veriirteilten Ehefrau Anna Bloemers ist noch keine Entscheidl,ng getroffen.
London, 1. Sept. Die Hitze erreichte gestern 36 Grad im Schatten und 43 in der Sonne. Zahlreiche Hitzschläge waren zu verzeichnen, von denen mehrere einen tötlichen Verlauf nahmen.
Prag, l.Sept. Die Zahl der streikenden Kohlen- ar beiter ist auf 4300 gewachsen, verteilt auf 29 Schächte, von denen 20 gänzlich stillstehen. Am Sonntag soll die Ent« scheidung fallen, ob der Streik fortgesetzt und allgemein werden soll. Das Teplitzer Revier ist bisher unberührt, weil die dortigen Führer erklären, datz weder Unzufriedenheit mit den Löhnen, noch anderer Anlaß vorliege.
Petersburg, 1. Sept. Stolypin richtete neuerdings einen Erlass an sämtliche Gouvernenre. in welchem diese ermahnt werden, sich nicht durch die 9(ttentntc einschüchtern zu lassen und dllrch st r e n g e Durchführung ihrer dienstlichen Verpflichtungen ihre Ergebenheit für den Zaren zu bekunden. Weiter wird ein Instizerlatz vorbereitet, durch welchen das ganze Russland nach ausländischem Muster umgewandelt wird.
Riga, 1. Sept Die Polizei verhaftete gestern 108 streikende Strassenbahner. Sie werden ausgewiesen. Bei der orthodoxen Kathedrale brachten nachts Revolutionäre eine Bombe zur Explosion und bei einem Pfeiler der elektrischen Bahn an der Revalstratze eine weitere Bombe. Mide richteten mir geringen Schaden an.
New-Port, 1. September. Nach einer Depesche auL Havanna sind die deutschen Interessen in der Provinz Pinar del Rio, wo grosse Plantagen Deutschen gehören, durch die Rebellen schwer geschädigt. Es heitzt. datz die Deiitschen in Havanna ihre Negierung ersuchen wollen, ein Kriegsschiff zum Schuhe ihrer Interessen zu entsenden. Ein Schiff, das 15 000 Gewehre für die Rebellen an Bord hatte, wurde von der amerikanischen Regierung in Delaware abgefaßt.
Havanna, 1. Sept. Die Gesuche der Amerikaner, welche Eigentum auf Kuba besitzen, um Intervention der Union- Regierung werden immer z a h l r e i ch e r. Zwei Zucker-Plantagen wurden geplündert, zahlreiche Arbeits-Vorräte zerstört. Die Rebellen hinterließen den Eigentümern, denen sie Pferde und Lebensmittel abnahmen, nur Schuldscheine ohne Wert. Eine deutsche Tabak-Plantage in der Provinz Pinar del Rio ist stark beschädigt worden.
.. Tanger, 1. Sept. Leute deS Fah-StammeS griffen vor den Toren der Stadt Anghera-Leute an und entriffen ihnen olle Vorräte, die sie nach der Stadt bringen wollten. Die Nachbarstämme sind durch diese Tat beunruhigt. Wichtig für jede Hausfrau
die Obst einmacht!
Die nachstehend verzeichneten, modern ausgestatteten und in drei Farben gedruckten Schilder sind in beliebiger Anzahl zu billigen Preisen zu haben.
Kleinere Schilder
sind vorrätig mit folgendem Eindruck:
Apfelgelee
Johannisbeergelee
Quittenmarmelade
Apfelsinenmarmelade
Johannisbeermarmelade
Reineclauden
Birnen
Birnhonig
Kirschen Kürbis
Stachelbeeren
T nm atpn
Brombeergelee
Dreimus
Logansbeergelee Mirabellen
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Tomalenmus
Erdbeeren
Mixpickles
Wallnüsse
Erdbeersaft
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Zuckergurken
Himbeermarmelade
Quittengelee
Zwetschen
Grössere Schilder
sind vorrätig mit folgendem Eindruck:
Aepfel
Heidelbeersaft
Karotten
Aprikosen
Heidelbeerwein
Kirschsaft
Apfelsinen
Himbeersaft
Pfirsiche
Bohnen
Johannisbeeren
Rotkraut
Erbsen
Johannisbeersaft
Stachelbeerwein
Heidelbeeren
Johannisbeerwein
Zwetschenmus
Nicht aufgeführte Bezeichnungen werden ohne Preisaufschlag in
kürzester Frist eingedruckt.
Brühl’sche Universitäts-
Buch-
und Steindruckerei
Giessen. Schulstrasse 7.
geb. Lcmp
jagen tiefgefühlten Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
Weißbindermeister.
5234
Veteranen-Verein
06357]
traurige Ableben
Wir Pflicht, unseres
Die trauemben Hinterbliebenen:
Willy Körbächer
Fritz Lang und Frau geb. Körbächer
Robert Mainzer u. Frau geb. Körbächer
Gießen.
erfüllen hiermit die unsere Mitglieder von dem
Kameraden
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 5 Uhr in Wetzlar von der Friedhofskapelte aus statt.
Heuchelheim, Treis a. Lda., Gießen, Darmstadt, Duisburg, Friedberg, Schwalheim, Chicago, den 1. September 1906.
Heute morgen 1 Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 64. Lebensjahr meine iunigstgeliebte Frau, unsere treu sorgende Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Großmutter und Tante
&
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. September, nachmittags 12% Uhr, vom Sterbehause, Kinzenbacher Straße 21, aus statt. 5246
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Müller.
Die Erklärung der Maler- und Weißbinderinnung vom 29. August 1906 in Nr. 203 des „Gießener Anzeiger" zwingt mich zu einer Gegenerklärung, obgleich ich eigentlich mit einer Maler- und Weistbindcrinuung Gießens nicht gern etwas zu tun habe, was mein bereits am 4. Mai d. Js. erfolgter Austritt zur Genüge beweisen könnte; allein die Erklärung »erlangt Erwähnung einer wohl absichtlich verschwiegenen Tatsache und das ist mein Austritt aus der Innung, den ich durch eingeschriebenen Brief vom 4. Mai d. Js., adressiert an den Vorsitzenden der Innung, erklärt habe.
Da ich der Innung also nicht mehr angehörte, konnte ich auch nicht die Pflichten eines Jnnungsmitgliedes der Innung gegenüber verletzt haben, und damit dürfte der persönliche Angriff gegen mich erledigt sein; hätte man eben in allen Stücken der Wahrheit die Ghre geschenkt, so hätte man mir diese Erwiderung gespart.
Nun sei noch erwähnt, weshalb ich aus der Innung, unmittelbar auf meinen Eintritt hin, vor bereits 4 Monaten wieder ausgetreten bin.
Als man mich, da ich absolut nicht der Innung beitreten wollte, zur Mitgliedschaft keilte, hieß es, der Zweck der Innung sei, das ungesunde Submissionswesen zu unterbinden, zu verhüten, daß durch Submission das Publikum billige aber schlechte Arbeit geliefert bekäme, und es sollten bessere Preise für die Unternehmer d. h. die Jnnungsmitglieder erzielt werden.
Das war der Speck, mit dem man die Mäuse fangen wollte und auch fing; nachdem ich aber so in die mir gestellte Falle hineingeraten war, wurde mir der wirkliche Zweck der Innung klar und der scheint mir der zu sein, den selbständigen, leistungsfähigen Meistern die Hände zu binden, sie zu zwingen, mit den anderen, die nicht mit ihm konkurrieren können, Hand in Hand zu gehen, zusammen mit den änderest, auch mit Pfuschern unter ihnen zu arbeiten, sein gutes Material, eigene reiche Erfahrung, gute Arbeitskräfte eventuell Unfähigen zur Verfügung zu stellen, sodaß diese mitarbeiten können.
Ob ich bei Feststellung meiner Submissionspreise auf meine Rechnung komme, ist doch schließlich meine Sache. Aber was würde erübrigt in Gemeinschaft mit 6 oder 8 Meisterin, die an einer Arbeit zusammen schaffen sollen, tuic es die Innung wünscht? Was ich für meine reellen und doch billigen Preise leiste, zeigt mein Crfolg durch immerwährende Neuaufträgc. Daß ich allein es mit der ganzen Weißbinderinnung aufnehme, erkläre ich hiermit und werde es im Konkurrenzkampf auch beweisen, wenn nicht die Innung sich demnächst von selbst in Wohlgefallen auflöst, weil die tüchtigen und konkurrenzfähigen Meister sich ebenso wie ich mich für zu gut Ijalten, durch tadellose Arbeit den weniger leistenden Jnnungsgenossen Beschäftigung und Verwendung zu beschaffen.
Ich habe mich gewundert, daß man sich mit einem der Innung schon lange nicht mehr angehörenden Mitglied derartig beschäftigt, und die eigentlichen der Innung noch angehörenden Mitglieder, die die Preise so genau einhalten, sogar 30—40 % unter die festgesetzten Jnnungspreise gegangen sind, weiter ungeschoren läßt. Ich will nur die Jmnmgsmeister Chr. Schmidt (Bürgermeisterei), Georg Mvhl (städtische Kaserne) und Gmil Schwall (städtische Mädchenschule) nennen. Wer in einem Glashause sitzt, soll bekanntlich nicht mit Steinen werfen.
Die Maler- und Weißbinder-Jnnung stützt die Publikation ihrer Erklärung auf den § 59 ihres für mich doch seit dem 4. Mai cr. nicht mehr anwendbaren Jnnungs- statuts und glaubt dadurch sich gesichert gegen eine etwa von mir anzustrengende Jnjurienklage; allein dagegen braucht sie sich nicht zu sichern! Die Weißbinderinnung mag meiner spotten, mich schmähen, mir ist es einerlei, das Publikum kennt jetzt meine Stellungnahme, ihm gegenüber bin ich gerechtfertigt; die Gicstencr Weistbinder- innung mag machen, was ihr beliebt, ich will in keiner Weise mehr etwas mit ihr zu tun haben (wohl bemerkt mit der Jnmmg, nicht mit ihren einzelnen Mitgliedern), denn wer Schmutz angreift besudelt sich.
Karl Nikolaus
T odes-Anzeige
Heute morgen entschlief nach längerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel
Herr Ludwig Körbächer
Weichensteller i. P.
was wir Freunden und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen.
Wetzlar, den 31. August 1906.
Fechtverband Giessen-Lahr.
Wir bringen unfern Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser langjähriges, verdienstvolles Mitglied
Herr Prokurist Keil
nach langem, schweren Leiden verschieden ist. Wir »erben dem Verdorbenen ein treues Andenken bewahren.
Der Borstarrd.
Ludwig Körbächer
geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand.
Die Beerdigung findet in Wetzlar Sonntag den 2. September, nachmittags 5 Uhr, statt. v‘/9
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Niederlage:
Kreuz-Drogerie Aug. Noll, Bahnhofstraße 51.
Danksagung.
Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem so schweren Verluste unserer lieben
Hedwig
sowie für die vielen Blumenspenden sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. 5236
Faniilie War Bomarn.
Tanksagnng.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem .Hinscheiden unseres unvergeßlichen Vaters, Großvaters und Schwiegervaters
Jakob Gerhard, Königl. Bahaineijter i. P
Friedberg, Gießen, Oppenheim a. Rh., den 31. August 1906.
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