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Er war die ganze Zeit hindurch auf der Straße Gießcn- Rodheim beschäftigt.
□ Wetzlar, 31. Mai. Unter großer Teilnahme wurde heute hier der emeritierte Lehrer Jakob Schmidt zu Grabe getragen. Mit dem Verstorbenen ist ein an Arbeit reiches Leben zu Rüste gegangen. Im freudigen Vorgefühl wohlverdienter Ruhe schied Herr Schmidt am 1. Oktober 1904 in nahen Bcrghausen aus seinem Amte, in dem er fast 40 Jahre gestanden und das eine Freude seines Lebens war. Gleichzeitig verließ er die Gemeinde, der er nahezu 25 Jahre treu gedient hatte, um in Wetzlar den Lebensabend zu verbringen. Er nahm mit in den Ruhestand den Dank und die Verehrung aller, die Anerkennung seiner Pflichterfüllung seitens de§ Königs, der ihm den Adler de§ Hausordens von Hohen- zollern verliehen hatte. Möge der Entschlafene sanft ruhen!
(Y) Ossenheim, 30. Mai. Dem Landwirt und Imker Maul ist sein großerBienenstand vonBuben- band zerstört worden. Die beiden Bienenhäuser und oie Stöcke wurden umgeworfen und zerschlagen. Die Völker sind vernichtet. Der Schaden des M. beläuft sich auf ca. 500 Mark.
R. B. Darmstadt, 31. Mai. Die Sta dtverord- neten-Versammlung beschäftigte sich beute u. a. mit der Feststellung eines neuen Ortsstatuts über die Räumungsfristen bei Mietevcrhältnissen. Rach dem Vorschlag des RechtsausschusieS wurde ein Statut beschlossen, das im wesentlichen dem der Stadt Wiesbaden entspricht und als Räumungstermin für kleinere Wohnungen (bis zu 3 Zimmern) jeden 1. Quartalstag nachmittags 5 Uhr, für Mittelwohnungen (4—5 Zimmer) den 2. Quartalstag mittag? 12 Uhr und für größere Wohnungen (über 5 Zimmer) den 3. Quartalstag mittags 12 Uhr festsetzt. Ferner wurde noch eingehend das neue BahnhofSprojekt besprochen und ein Antrag der Bürgermeisterei angenommen, nach welchem die Versammlung der Verlegung des Bahnhofs zustimmt und dem vom Eisen- bahnfiSkus vorgelegten generellen Entwurf für die neuen BahnhofSanlagen ihre Genehmigung erteilt.
ngc. Darmstadt, 30. Mai. Der hiesige britische Geschäftsträger Mr. Grant Duff hat sich in Washington, wie von dort gemeldet wird, irtit Miß K ath'leen Clcryton verlobt, einer Tochter des vormaligen Botschafters der Vereinigten Staaten in Mexiko. Diese Verlobung entbehrt insofern nicht einer gewissen Romantik, als Grant Duff schon einmal vor zwei Jahren — er war damals englischer Geschäftsträger in Mexiko — mit Miß Clayton verlobt war. Es erregte einiges Aufsehen, als dann die Verlobung wieder gelost wurde. Miß Kathleen Clayton ist eine auffallend große, blonde Erscheinu.ua. Sie hat sich auch in weiteren Kreisen bekannt gemacht durch chre Teilnahme an den Bestrebungen der Vereine gegen Tierquälerei. Mr. Grant Duff, ch!r Bräutigam, ist ein Sohn des Right Hon. ©ir Mount tu art Duff, des gelehrten Orientalisten, der Unterstaatssekretär für Indien und die Kolonien, Gouverneur von Madras und Lord Rector der Universität Aberdeen war. — Als Nachfolger des Herrn v. Iswolski, des neuen russischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, geht der Fürst Iwan Kudaschew als Gesandter nach Kopenhagen, der bisher, mit dem Range eines Hofstallmmeisters und Staatsrates, Ministerresident beim Gvoßh. Hofe hier seit 1901 war. Er wird hier, wie wir bereits meldeten, ersetzt durch den bisherigen ersten Sekretär der russischen Minister-Residentur, Andreas v. Donbensky, Hofjägermeister und Staatsrat.
kr. Ba d-Wildungen, 31. Mai. Nahezu 2000 Kurgäste haben bereits bis jetzt unsere Quellen für Blasen- und Nierenleiden aufgesucht. Da? Saisonprogramm bietet an Veranstaltungen reiche Abwechslung. Besonders viel versprechen die 3 Komponisten- und Schriftstellertage, bei welchen wir Namen wie: Wedekind, Otto Ernst, Presber, Wilhelm Berger, Hugo Kann und Georg Schumann vereinigt finden.
Vermischtes.
"Prinz Ludwig von Bayern und die Erlanger Studentenschaft. Dem Prinzen Ludwig von Bayern wurde gelegentlich seiner jüngsten Anwesenheit in Erlangen auS Anlaß der dort tagenden Hauptversammlung des Bayerischen Kanalvereins seitens der Studentenschaft ein Fackelzug dargebracht, wobei der Sprecher ein Hoch auf den Prinzen und das gesamte Königliche Haus ausbrachte. Hierauf erwiderte Prinz Ludwig von einem Fenster des Rathauses auS folgendes:
„Als jüngster Doktor der Universität und als Student mit neunzig Semestern begrüße ich Sie als Kommilitonen und wünsche Ihnen, daß, wenn Sie ebenso viele Semester haben wie ich, Sie sich ebenso wohl fühlen, wie ich heute. Ihnen, die Sie im Ansang des Lebens stehen, lege ich ans Herz, daß Sie Ihre Studentenzeit gut benutzen, ohne b e n erlaubten Vergnügungen Einhalt zu tun, und daß, wenn Sie ins Leben treten, Sie an die hier verlebten Tage und Jahre gern zurückdenkeir. Ich danke Ihnen herzlich für diese Ovation!"
Prinz Ludwig hat sich durch seine originelle Fahrt nach Erlangen — er ließ seinen Salonwagen in den Arbeiter- Vorortzug einstellen — ganz besonders populär gemacht. Der Jubel der mitfahrenden Arbeiter war, wie man einem Berliner Blatte meldet, unbeschreiblich und das „Ereignis" wurde in Arbeiterkreisen mit freudiger Genugtuung weiter erzählt.
*ZurAngelegenheitdesProfessorsSchatz. Das auf eigenen Antrag gegen den Geh. Medizinalrat Professor Dr. Schatz in Rostock eingeleitete Disziplinarverfahren ist nun zu Ende geführt. Bei der Revision der vom Geheimrat Schatz geführten Bücher, in denen über den Etat der Universitätsklinik Rechnung abgelegt wird, hat sich folgendes Resultat ergeben: Die erste Prüfung ergab einen Fehlbetrag von etwa 50,000 Mk., welcher sich bei weiteren Nachforschungen aufetwadasDreifache steigerte. Bei einer zweiten nochmaligen Revision stellte sich indessen heraus, daß dieser Fehlbetrag auf einen Irrtum de Zuerst en Revisors zurückzuführen war. Dieser hatte nämlich sämtliche Freistellen für Frauen und Mädchen, die naturgemäß nur rechnungsgemäß aufgeführt' werben können, als Bareinnahmen angesehen und als solche gebucht; so entstand der Fehlbetrag, der sich nach Anhörung des Beschuldigten, Geheimrats Schatz, sofort als irrig herausstellte. Inzwischen hatten sich auf Grund der Ergebnisse der ersten Revision jene Gerüchte verbreitet, die dem Geheimrat Schatz Veranlassung gaben, das Tis- xiplinarverfahren gegen sich selbst zu beantragen. Dieses Verfahren hat mit der Feststellung der obenerwähnten Tatsache, ohne auf die einzelnen, kleinlichen Vorwürfe
naher einzugehen, sein Ende erreicht; irgendwelche Ursachen, ein Strafverfahren einzuleiten, sind als nicht vorhanden angesehen worden. Geheimrat Schatz, dessen Gesundheitszustand durch die Aufregungen der letzten Wochen etwas gelitten hat, beantragte beim Ministerium in Schwerin die Entlassung aus seinen Aemtern, die ihm vom Großherzog bewilligt worden ist. Ende Juni dieses Jahres wird er aus der Universitäts-Frauenklinik, die unter seiner fast vier Jahrzehnte währenden Leitung einen Weltruf erworben hat, scheiden ; gleichzeitig damit legt er auch die Professur an der Rostocker Universität nieder. Seine privatärztliche Tätigkeit wird er indessen weiter fortführen.
* Heidelberg, 30. Mai. Die „Vandalen", welche ihre karzerpflichtigen Korpsbrüder immer mit besonderem Zeremoniell dem akademischen Kerkermeister zu überantworten pflegen, hatten ihren gestrigen Delinquenten nach promethetischem Vorbild an eine von vier Dienstmännern getragene Bahre fesseln lassen, welcher ein mit dem Schwerte der Justitia allegorisch ausgerüsteter Kommilitone an der Spitze des ganzen Korps folgte. Der wohlgelungene humoristische Aufzug fand auf dem ganzen Wege bis zum Ludwigsplatz den lebhaften Beifall Des sehr zahlreichen heimischen und fremden Straßenpublikums. Das ehrwürdige Karzer der Ruperto-Carola ist gegenwärtig wieder eins der besuchtesten Lokale; vor einigen Tagen wurde ein noch im Bette ruhender Insasse desselben schon um 91/2 Uhr vormittags von 4 Engländerinnen auf die eigens dazu mitgebrachte Photographenplatte genommen.
* Tabak für dieParlamentsrnitglieder. Es ist der Vorschlag gemacht worden, in der Bibliothek des Unterhauses den Mitgliedern des Hauses kostenlos Tabak zur Verfügung zu stellen. Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß den Volksvertretern seit langer Zeit bereits Schnupftabak zur Verfügung steht. Dieser Schnupftabak befindet sich in einer großen Dose am Eingang des Hauses unter dem wachsamen Auge eines Polizisten. Die Parlamentsmitglieder können ihre eigenen Dosen aus dieser Parlamentsdose füllen. Zur Bestreitung der Kosten werden jährlich 200 Pfund Sterling gezahlt. In den früheren Abrechnungen des Hauses erschienen diese 200 Pfund Sterling unter der richtigen Bezeichnung „für Schnupftabak". Aus einem nicht mehr festzustellenden Grunde ist diese Bezeichnung abgeändert worden, und der Schnupftabak figuriert seitdem in den Rechnungen unter der merwürdigen Bezeichnung „Lampenöl". Vielleicht schreibt man ihm eine Einwirkung auf das Geisteslicht zu, das die Herren Abgeordneten im Parlament leuchten lassen._______________________________________________
Ltn^vevsitäts-Nachrichten.
hing für nichtig erklärt. Die Entscheidung des Reichsgerichts steht bevor. _ Wie nun, wenn diese wie in Hamm fällt?' Sind dann die auf Grund des nichtigen Beschlusses ausgegebenen Aktien auch nichtig? Dies ist die wichtige, zugleich den wirtschaftlichen Klamps entscheidende Frage. Wir bejahen sie. Die Eintragung des Beschlusses kann seine materielle Ungüttigfeit nicht heilen; ebensowenig werden die Uebernehmer der Aktien' durch ihren guten Glauben geschützt. Dies folgt unseres Erachtens ans § 273 des H.-G.-B.
Von der Berliner Börse. Infolge der Erleichterung am Geldmarkt bleibt bei recht stillem Geschäft nicht nur die gestrige gebesserte Tendenz aufrecht erhalten, sondern sie setzte sich auch weiter fort. Die Börse ist wie von einem Alp befreit, seit die Metallarbeiteranssperrimg vermieden ist. Auch Russenwerte sind ivieder fester^ Russensonds V, Prozent und Russenbank 2 Prozent gestiegen. Ferner waren Montanwerke unter Führung von Bochumer höher aber sehr still. Italienische Bahnen waren gebessert, weil Giolitti die Politik Sonninos fortsehen werde, und Anatolier, weil mit der Verwaltung bereits wegen Zuziehung Englands zur Bagdad-Finanzierung Fühlung genommen sei. Lombarden waren schwächer auf die Unsicherheit, die durch die Verlängerung der Regreßpflicht wegen der Stempelfälschungen in das Geschäft hinemgetragen ist. Von Banken Handelsanteile gebessert auf die Hohenlolie-Ernission. Zu Schluß war die Börse wieder recht still, der Privatdiskont stellte sich auf 33,8 Prozent,
Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinvc.
1. Pfingstfeiertag, den 3. Juni. H-Nlesdlenft.
In der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 9'/, Uhr: Professor D. Stamm.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und MarkuS» gemeinde, gemeinsam. Pfarrer Schwabe.
I« der Johanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Vonnittags 91/. Uhr: Pfarrer Euler.
Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannes» gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags 11 V« Uhr: Kindergottesdienst für die LukaS- gemeinde. Pfarrer Euler.
Rach allen Gottesdiensten Kollekte für die Hessische Lulherstiftung. 2. Pfingstfeiertag, den 4. Juni.
In der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Siehe Johanneskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und MarkuS- gemeinbe gemeinsam. Anmelbung vorher bei bem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Johanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas^ gemeinde und aus der Johan nesgemeinde gemeinsam.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Kraus.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinbe. Pfarrer Kraus.
Die Eltern ber Kinber der Johannesgemeinde werden noch besonders gebeten, ihre Kinder auf diesen Gottesdienst aufmerksam zu machen und sie in denselben zu schickem
Nach allen Gottesdiensten besondere Kollekte für die Armem
Berlin, 31. Mai. Der „Staatsanz." veröffentlicht die Verleihung des Ordens Ponr le m 6 r i t e für Wissenschaften und Künste an den Professor der Universität Bonn, Geh. Negierungsrat Franz V ü ch e l e r und den Professor der Universität -Berlin, Geh. Mebizinalrat Robert Koch.
(ScrtcbtefaaL
d. M a i n z, 31. Mai. G o u v e r n e m e n t s g e r i ch t. Der 23 jährige Theophil N e I I e§ aus Wetzlar, 1. Komp. d. 21. Pionier- Bat. in Kastel, hatte sich ber Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft schulbig gemacht. Am 16. Mai würbe bem Angeklagten auf bem Pionier-Uebungsvlatz von einem Obergefreiten wieberholt ber Befehl erteilt, einen Balken zu heben. Er kam dem Befehl nicht nach, sondern erklärte, er tue das nicht, weil ihm ber Balken zu schwer sei. Der vorbestrafte Angeklagte würbe zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
Leipzig, 31. Mai. Tas Landgericht verurteilte ben ver- antwortlichen Rebakteur ber sozialbemokr. „Leipz. Volksztg.", Kress in, wegen Beleibigung ber preuß. und sä'chs. Polizeibehörde in einem Artikel „Der Tiger als Affe" anläßlich ber Demonstration am 21. Januar zu 10 Wochen Gefängnis. Ter Antrag aus Verfolgung war vom preußischen unb sächsischen Ministerium bes Krieges unb deS Innern gestellt. — Oberstaatsanwalt Tr. B ö h m e nannte den zur Anklage stehenden Artikel eine Musterleistung von Entstellungen unb Verbrehungen. Die Polizei unb bas Militär werden als Tiger bezeichnet, die sich jedoch, da sie keinen Anlaß zum Blutvergießen hatten, schließlich i n Affen verwandelten. Bei der Strafzumessimg sei zu Gunsten des Angeklagten lediglich anzuführen, daß er ben Artikel nicht geschrieben hat und daß er in ber Redaktion der „Leipz. Volksztg.", wenn auch mit einer gewissen Intelligenz eine bloß handwerksmäßige Tätigkeit ausübt, und nicht in der Lage sei, die Aufnahme solcher Artikel abzuweisen. Strafschärfend sei die Schwere ber Beleibigungen, ber rohe Ton bes Artikels und der weite Kreis der Beleidigten zu berücksichtigen. K r e s s i n vee- zichtete auf jede Verteidigung, bemerkte aber, daß er seine Tätigkeit ,,znm mindesten so hoch einschätze, wie die handwerksmäßige Tätigkeit des Herrn Oberstaatsanwalts." Der Gerichtshof erließ darob gegen den Angeklagten wegen Ungebühr eine sofort zu vollstreckende Strafe von zwei Tagen Haft. _____________________________________________
Arbeiterbewegung.
anno» er, 31. Mai. Die streikenden Former unb ® i c 6 e r e i a r b e i t e r beschlossen in zwei Versammlungen, bie zwischen ben beiderseitigen Kommissionen vereinbarten Bedingungen anzunehmen und morgen mit ber 91 r b e i t in sämtlichen Betrieben von Hannover und Umgegend zu beginnen._______________
Sport.
sd. D i e H e r ko m e r -K o n k u r r en z, die demnächst in Frankfurt a. M. stattsindet, wirft bereits ihre Schatten voraus. Eine Anzahl von auswärtigen 9liitomobilisten ist in Frankfurt eingetroffen, ihre Zahl wirb sich bis Pfingsten noch erheblich vermehren. Im Ganzen sind 161 Meldungen eingegangen, während im vorigen Jahre sich nur 102 Wagen beteiligten. Die Firmen unserer Gegend Kleyer, Opel und Benz sind besonders stark vertreten, auch an der Marke Mercedes ist kein Mangel.
Handel utiO perkebr, Volkswirtschaft.
Mar bu r g, 30. Mai. Tie 500000 M k. Marburger S t a d t a n l e i h e, bie in diesem Jahre zur Deckung notwendiger Ausgaben auf den Markt gebracht werden sollen, würben in der heutigen Stadtverordnetensitzung dein aus den Bankhäusern tz. Wert Heinz und Vorschußverein Marburg sowie S. I. Werthauer-Eassel bestehenden Konsortium zum Kurse von 96.50 übertragen.
Der H i b e rn i a - S t r e i t. In der „D. Jur.-Ztg," beschäftigt sich Justizrat Tr. Stranz mit der demnächst bevorstehenden Entscheidung im Hiberniaprozeß: „Im Hiberniakampf überstürzen sich schäumenden Wellen gleich, aktienrechtliche Streitfragen. Tte Generalversammlung vonz 27. August 1904 hatte das Kapital um 61', Million Mark erhöht. Tieser Beschluß wurde von einigen Aktionären im Wege der Klage ange'ochten. Das Landgericht Bochum wies bie Klage ab. Der Registerrichter trug hierauf die Kapitalerhöhuug ein. Es erfolgte die Ausgabe ber neuen Aktien. XaS Oberlandesgericht imnuii hat ober in zweiter Instanz unter Abänderung des ersten Urteils den Beschluß ber Generalveriamm-
Katholische Gemeinde.
Samstag, ben 2. Juni:
Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 3. Juni:
Pfing st- Sonntag.
Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
, nm 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor unb m derselben Austeilung der heil. Kommunion.
um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.
„ um 9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Vesper.
„ um 3 Uhr: Polnische Predigt; darauf Gelegenheit, polnisch zu beichten.
, um 4 Uhr: Italienische Predigt; darauf Gelegenheit, italienisch zu beichten.
Dia Polaköw bedzie w pierwsze Swieto Zielonych Swiatek po poludniu o 3 godzinie polskie kazanie, potem zaraz sposobnogc do spowiedzi sw po p o 1 s k u.
Avviso per gl’ ItalianL
Pentecoste (alla domenica, ai 3 di Gingno, dopo mezzogiomo alle ore 4) s in chiesa cattolica u n a praedica italiana e poi subito occasione di confessarsi da un prete, chi parla Italiano. La mattina del’ altro giorno si pnö communicarsi alle ore 7, 71/4, 8, 8 ’/4.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beichte.
Montag, den 4. Juni:
Pfing st-Montag.
Vormittags von 6 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
ir um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in der
selben Austeilung ber heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.
„ um 9‘Z, Uhr: Hochamt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht mit Segen.
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Äüdankage).
Samstag, den 2. Juni 1906:
Borabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
Schristerklaruug.
Sabbathausgang 9.20 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft.
(<)0fte5bfenlt.
©abbat b feier am 2. Juni 1906 :
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.OO Uhr. Nachmittags 4.OO Uhr. Sabbathausgang 9.20 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.00 Uhr.
Uiriverfitäts-Nachrichteii.
Würzburg, 1. Juni. Der ordentliche Professor für Apologetik, DcrgL Religionswissenschaften und christliche Kunstgeschichte an ber hiesigen Universität, Hermann Schell, ist gestern Abenb am Herzschlag gestorben.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
Mai Juni 1906
Barometer nur 0° reduziert
6
b
O Q-
II 57^2
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
1
31. 2n
740,0
21,6
12,8
67
SW
4
Bern. Himmel
31. 9?r
736 6
15,8
12,8
96
S
2
Bed. Himmel
1. 726
|
738,6
13,1
9,5
86
w
4
Bew. Himmel
Höchste
Temperatur am 30.
—31.
Mai —
4- 2
1,9° C.
Niedrigste ,
, 30..
-31.
B ~
+ 11.2° C,


