Ausgabe 
12.6.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

räulelrr, im koch, LauSarb. ihen erf, sucht St. als Stütze, auch zu Rinbetn. 104211 WtiBenbad), Sonnen fit 32.

entliches Mädchen, roel- bürgert. kochen kann und ansard.vechchtsiuchtLutte.

iyM ÄMboU uMrv4M cn lSK'vener Anzeiger erbeten.

Karl Lmeni

ic Land' Wasch- » Bleich' statt sucht »och Me<> i waschen u. bügeln. MS3 laheres Neustadt 12, V.

«WMA»

;i> Lellerswcg 81.,

^MT,-«iokal

«Sa-

Dienstag 12. Juni 1906

Erstes Blatt

Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch

Iie heutige Dummer umfaßt 8 Seiten.

156. Jahrgang

vorsitzende Prof. Sla by - Charlottenburg hob in der Er­öffnungsansprache die Verdienste des Kaisers um die Hebung des Inge nie urstandeS hervor. Der Verein bringe deshalb dem Kaiser die goldene GraShof- denkmünze dar.

Nach der BegrüßunSSansprache deS Staatssekretärs Grafen PosadowSky gedachte Kultusminister Studt der vielseitigen Verdienste des Vereins um die Hebung des technischen und allgemeinen Unterrichts und verkündete die vom Kaiser ver­liehenen Auszeichnungen. Es folgten weitere Glückivunsch- ansprachen; sodann hielt Generaldirektor v. Oechelhäuser einen Vortrag über »technische Arbeit einst und jetzt".

diePost Alk. 2.viertel» jährl. au6|d)l. Bestellq. Annahme von Anzeige» für die LageSnummer bis vormittags 10 Uhr, ZeilenpretS: lokal I2Pf, ausivärtS 20 P'g.

Verantwortlich für den poltL und allgem. Teil P. Witt ko: für .Stadt tmb Q«nb' und .GemchtSfaal": Ernst H e ß; für den An- zeigenieil: §>an4 Beck.

RuffifcheS.

Man meldet auS Petersburg, daß die Matrosen in Kronstadt eine neue 9)1 cuterei vorbereiten. Die Be­hörden haben Maßregeln getroffen, nm diese zu verhüten. In Odessa haben die Dockarbeuer den Streik proklamiert, weil sic angeblich Hungerlöhne bekommen. Der Streik wird mit größter Erbitterung durchgeführt. Auf den Straßen er­eignen sich viele Zusammenstöße mit der Polizei und mit den Truppen. In Petersburg iviirden wegen Teilnahme an einem geheimeii militärischen Verband acht Offiziere verhaftet. In Warschau verurteilte das Kriegsgericht vier junge Sozialisten wegen UeberfallS auf einen Brannt- iveinladen im Orte Wiskitno im Lodzer Kreis zum Tode dtirch den Strang. In Byalislok wurden gegen den durchfahrenden Polizei meist er Derkatschew mehrere Re­volverschüsse abgefeuert. Der am Kopfe Getroffene starb ivenige Minuten darauf. Die Täter entkamen. In einer anderen Straße wurde ein Oberschutzinann schwer verletzt. In Siedlce wurden auf offener Straße gegen den Stadt- präsidcnten, den Gouvernements-Kanzleichef und den Polizei­sekretär mehrere Schüße abgefeuert. Die beiden ersteren wurden tätlich verletzt. Die Attentäter entkamen auch hier. In Lodz wurden gegen einen Wagen der elektrischen Bahn zwölf Revoloerschüsse abgegeben und ein Polizist erschossen.

Der Bischof von Borga in Finland beschloß im Ein­vernehmen mit dec Geistlichkeit, die geistliche Zu­stimmung zurLcichenverbrennung, die durch Senats­vorlage gestattet roerden soll, und zur Errichtung von Krematorien zu erteilen.

Ausland.

London, 11. Juni. Dec König hat dem deutsch- englischen Freundschaftskomitee den Wunsch zu er­kennen gegeben, die Vertreter der deutschen Presse, die demnächst England besuchen werden, zu einem Frühstück in Windsor Castle zu empfangen.

Soldaten im Lager der Salisbury-Ebene vernich­teten das an sie ausgeteilte amerikanische Büchsen- sleisch, weil ein Soldat an Blutvergiftung ge­storben war. TaS Büchsenfleisch, von dem jährlich über 25 Millionen Pfund eingcführt mürben, ist gänzlich unver­käuflich.

Paris, 11. Juni. Aus Rom wird demMatin" (!) berichtet: Em früherer italienischer Minister habe erklärt, der Besuch bc5 deutschen Kaisers in Wien stärke keineswegs den Dreibund, und wenn Italien in Zukunst zu wählen haben werde zwischen Oesterreich und Deutschland einerseits und England andererseits nicht zögern werde, sich für England auszusprechen.

Wien, 11. Juni. Im Gespräch mit Delegierten be­merkte der Kaiser u. a. er bedürfe dringend der Ruhe, denn er sei entsetzlich angegriffen. Die Wablreform muß

Vtzug»pret»l monatlich 7b Dtertel*

jährlich Mk. 2.20; durch Abholc

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger y **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 135

Erscheint «»glich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal in der

Woche beigelegt. Rotationsdruck n. Ver­lag der Brüh 1'scheu Univers.-Buch-u. Stein- bnicfereL 9L Lange. Redaktion. Ervedittoa und Druckerei:

Gchulsiratze 7.

Redaktion es® 111 vertag u.Expeb.^q® 51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

Eine Rede des Ministers Grafen Goluchowski.

Wien, 11. Juni.

In der heutigen Sitzung des AuSschusieS für auswärtige Angelegenheiten der ungarischen Delegation hielt der Minister des Aeußern Graf GoluchowSki eine Exposs, in dem er u. a. ausführte:

Der lange Zeitraum, der seit der letzten Tagung der Dele­gationen verstossen ist, gehört zu den Epochen, die tiefe Spuren znrückzulasjen pflegen. Die an den Tag getretenen Erscheinungen haben den politischen Horizont wiederholt verdüstert und wenn nichtsdestoweniger die Monarchie mit ruhiger Zuver­sicht in die Zukuitft bilden durste, so ist es einerseits der bestän­digen, emsigen Pflege freundschaftlicher Bezieh­ungen zu allen auswärtigen Staaten, andererseits dem Vertrauen zuzuschreiben, das ihre offene, loyale, von auf­richtiger Friedensliebe getragene Politik überall einzu- siößen vermochte. Durch engen Zusammenschluß mit unseren Verbündeten, gestützt nut das zu einer erfreu­lichen Intimität sich verdichtende Verhältnis zu Rußland, und im vollen Genuß der sympathischen Gesinnungen aller übrigen Mächte konnten wir unentwegt die Ziele unserer Politik verfolgen. Im Zeichen der vertrauensvollen Uebcreinfmnnuing bewegen sich ebenso rote je zuvor unsere Beziehungen zum Deutschen Reiche. Fest ttnd unerschüttert bilden sie den Angelpunkt jenes politischen Systems, das sich bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert bewährte, und beffen Fortbestand nicht allein m unserem gegenseitigen Interesse liegt, sondern auch für den ganzen europäischen Kontinent eine eminente Jriedensbürgschast arstellt. Diese Grundlage unversehrt zu erhalten, ist der Gegen­stand steter Fürsorge beider Kabinette.

Nicht minder befriedigend ist daS Verhältnis zu unserem italienischen Alliierten. Die durch unverant- wortliche Kreise unternommenen Versuche, durch künstlich hervor- gerufene Dissonanzen dieses gute Einvernehmen ju stören und Unfrieden zu stiften, scheitern sowohl an den beider­seitigen redlichen Bemühungen, die ab und zu zum Vorschein kommenden Verstimmungen baldigst auS der Welt zu schaffen, als auch an der korrekten Haltiing der i t a I i e n. Regierung, die stets bestrebt ist, ihre bunbeStreuen Gesinnungen loyal zu betätigen.

Diesem festgefügten Unterbau gliedert sich wirkungsvoll die Verständigung mit Rußland über die Behandlung der nächsten den Orient betreffenden Fragen an, eine Versländigung, die bereits viele gute Früchte getragen hat, und die nach den ge- fammelten Erfahrungen auch m Zukunft den allgemeinen Friedens- interesseu erhebliche Diettste zu leisten verspricht.

Nach AuSeinandersetzuiigen über die Reformaktion in der Türkei, über den griechisch-rumänischen Konflikt und den serbisch- bulgarischen Zollunionsvertrag widmete der Minister längere AuS- führungen der Marokkofrage. Er erklärte, Oesterreich als stark mitintcreffierter Faktor schloß sich der Auffaffung Deutsch­lands an und vereinbarte mit ihm ein gemeinschaftliches auf Schaffung hinreichender Garantien zur Wahrung der internatio­nalen Gleichberechtigung hinzielendes Vorgehen. Weit entfernt da­von, die politischen Interessen speziell Frankreichs als Grenzlandes von Marokko verkennen zu wollen, mußten wir darauf bestehen, daß unsere traktalmäßigen Rechte gegenüber Marokko auch ferner­hin in einer Weise sichergestellt werden, welche jeder roillkürlichen Auslegung zu nuferem Schaden den Riegel vorschiebt. Oesterreich- Ungarn trat daher rüdhaltslos dem Vorschlag des deutschen Kabinetts auf Einberufung einer Konferenz zur Austragung der schwebenden Fragen bei. Es bedurfte nicht geringer Bemühungen, um daS französische Kabinett zu bewegen, dem Vorschlag znzu- ftimmen. Die Einberufung der Konferenz bedeutete noch lange nicht die Lösung der Frage angesichts der schroff zutage getretenen, sich immer mehr zustntzendeu Gegensätze zwischen Deutschland und Fraiikreich, die schließlich einen so akuten Charakter geroannen, daß sogar optimistische Beurteiler der Sachlage sich nicht mehr der Ge­fahr eines res'.ittatlosen AuSeinandergehens der Konferenz ver- schließen tonnten. Da hielt O e ft e r r c i d) - U n g a r n mit Rück- fichr auf b a 5 Bundesverhältnis zum deutschen Reiche und die langjährigen freundschaftlichen B ez i eh ii n g e n zu Fr a n f r e i ob den Augenblick für gekommen, vermittelnd einjugreiien. Der Minister zollt dein Takt und der Umsicht des ersten Delegierten Grafen v. Welsersheimb hohe Anerkenming, dessen Vorschlag sehr bald zu einem erfreulichen Re­sultate führte, das eine vollständige Ausgleichung der­be st e h e n d e n Gegensätze bewirkte. Zu dem Gelingen der Bemühungen half erfreulich das E u 13 e g e n f 0 in in e u Deuts ch- lanps und Frankreichs. Mit dem ErgebmS dieser jede Parteilichkeit verneinenden Tätigkeit dürfe Oester­reich-Ungarn sich schmeicheln, den FriedenSinteressen Europas einen erheblichen Dienst geleistet zu haben. Mit Zufriedenheit könne man heute ans den Abschluß der Kontroverse zurückblicken, zu deren Schlichtung das österreichisch-ungarische Kabmet in voller Ucber- leuaungstreue redlich beigetragen habe. Der Tlinifter schloß nut der Versicherung, daß der Leitstern seiner Politik, rote bisher, auch künftig der große F r i e d e n s g e d a n k e sein werde, dem die Regierung auch fernerhin dienen wolle ohne Preisgebung irgend eines Interesses, aber unentwegt und zielbewußt zum Heile und Nutzen der Monarchie. *

Wien 11 Juni. AiiSschuß der ungarischen Delegation für die auswärtigen Angelegenheiten. Nach Erstattung des Exposes verlangen Rakowsky und Nagy Vorlage der Dokumente über den Zollkonstikt mit Serbien und eingehende Ausklanmgeu über die Flottendemonslration gegen die Türkei und über die M a ro f 0 = fr a g c, sowie Wiedereinführung des Rotbuches. Grat G 0 l u - chowski erklärt: Die Unterbreitung der Akten entspreche nicht der internationalen Gepflogenheit, namentlich über noch m 93er- handlinig besindliche Slngelesenheiten. Die Vorlage emev Rot­buches fei in dieser Session unmöglich, doch sage er die Ausgabe eines solchen für die Zukunft zu. Er erkläre sich bereit, alle An- fragen auf das Emqehendste 511 beantworten. Ministerpräsident 2ßefcrle vertritt den gleichen Standpunkt, woraus Rakowsky seinen Antrag zurückzieht. . .. .

Die Thronrede des Kaisers ivird tu Kregen der Delegierten verschieden'angenommen. In der osterreichischenDelegation bezeichnet man sie als farblos, weil man dm Hmweis am die Gemeinsamkeit der Intereffen der beiden Re.chShal ten uermigt, wohl mit Rücksicht auf Ungarn unterblieb. In der unaartsch - n Telegatien sinder man die Thronrede be° deutend wegen der W ä r m e, loomit des deutschen Bund- n j s f e s und Besuchs des d e u t s ch e n K a i s e r § gedacht wird.

und wegen der Z u r ü ck h a l t u n g, die sie bei der Erwähnung deS italienischen Verbündeten bezeugt.

Budapest, 12. Ium. Das ExposS deS Grafen Golu­chowski hat hier nicht befriedigt. Die meisten Blätter betonen, es sei ein leerer Wortschwall. Goluchowski rühme sich nur der Erfolge über kleine Batkansiaaten, habe aber sonst nichts aufgewiesen. Wie verlautet, werden in der ungar. Delegation gegen Goluchowski die schärfsten Angriffe geridjtet werden.

Nach dem Wiener Besuch deS deutschen Kaisers haben diese Ausführungen deS Grafen Goluchowski ein besonderes Interesse. Kaiser Franz Josef hatte in seiner gestern mit- geteilten Ansprache beim Empfang der Mitglieder der Dele­gationen das Bündnis mit dem Deiitschen Reiche in den Vordergrund gestellt; Graf Goluchowski bezeichnet diese Be­ziehungen geradezu als den »Angelpunkt" eines seit mehr als ein Vierteljahrhundert bewährten Systems. Es scheint, daß die kräftige Betonung deS rückhaltlosen EinoernehmenS mit Deutschland niehr noch den dreibundsverdrossenen Kreisen in Ungarn, als dem Auslande gilt. Die deutschfeindlichen Stnnnien in Ungarn setzen nur vorübergehend ans, sie werden sich wieder nut doppelter Kraft erheben, noch ehe der Sommer dahin ist. Den Deutschen wird alles in die Schuhe geschoben, was den Magyaren mißfällt, vermutlich auch die Wiener Radaukundgebung gegen die ungar. Delegation (ogl. unsere gestrigen Telegramme); für das Anfachen des Zornes sorgen m steter Bereitschaft französische Blätter, deren Urteile man in Budapest w»e Sehersprüche aufnnnmt wenn sie den Ungarn etwas Schmeichelhaftes und den Deutschen etwas Boshaftes sagen. Es wiederholt sich hier dasselbe Spiel wie in Italien: der Einfluß der französischen Presse und eigene journ. Abgesandte der scanzäsischen Regierung machen Stimmung durch Verdächtigungen der deutschen Politik. Schließlich fällt die Presse des Landes in den Ton ein, und die Oeffentlichkeit glaubt sich von Deutschlandverraten imb verkauft". Diese Bewegung in Ungarn darf nicht unterschätzt werden; sonst haben wir einmal mit demselben Haß und Neid zu kämpfen, wie er in England auS kleinen, kaum bemerkten Anfängen entstanden ist.

stächst den Aeußerungen Über Deutschland interessiert die Kennzeichnnng des Verhältnisses zu dem ital. Verbündeten. Mit diplomatischer Abwägiing nennt der Minister daS Ver­hältnis »nicht minder befriedigend". DaS klingt schon nicht übermäßig herzlich, zumal Graf Goluchowski gleich darauf der »Versuche, Unfrieden zu stiften", gedenkt, derbeider­seitigen redlichen Bemühungen", Verstimmungen baldigst ans der Welt zu schaffen, unb der italienischen Regierung das ziemlich säuerliche Lob einerkorrekten Haltung" zuerkennt. Der kurze Abschnitt über Italien enthält des Unbefriedigenden bedeiitend mehr als deS Befriedigenden. Es bleibt also noch manches zu wünschen übrig.

Eine Rede des Staatsministers Grafen PosadowSky.

Berlin, 11. Juni.

Bei der heutigen Eröffnung der Hauptversammlung deS Vereins Deutscher Ingenieure hielt Staatssekretär Graf PosadowSky eine Begrüßungsrede, in welcher er u. a. ausführte:

Der Ingenieur verkörpert gleichzeitig theoretische Wissen­schaft und praktische Kunst. Die Technik unserer Zeit über­windet Zeit und Raum und die Macht der Elemente, und beeinflußt die gesamten Lebensbedingungen der Kulturvölker. Die schnelle technische Entwicklung Deutschlands, welche jüngst der amerikanische Profeffor Peabody in seinen Vorträgen an der Berliner Hochschule hervorhob, verdankt man zum größten Teil der wissenschaftlichen Forschung und den praktischen Leistungen der Ingenieure. Auch in anderen Ländern sind fortgesetzt und in unglaublich kurzer Zeit Wunderwerke der Technik entstanden. Auch auf sozialpolitischem Gebiete kann der Ingenieur in Vermittlung zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber und in der Für­sorge für Leben und Gesundheit der Arbeiter und besonders der Bauarbeiter wichtige Aufgaben erfüllen. Die Entwicklung der modernen Technik hat nicht nur auf die äußeren Lebensbedingungen der Völker eingewirkt, auch das Denken und Fühlen hat sie beeinflußt. Gegenüber der mehr abstrakten, etwas scholastischen Wissenschaft im vergangenen Jahrhundert stellt die moderne Technik eine Wissenschaft kräftiger Willensäußerung und praktischer Betätigung dar, und somit trägt sie wesentlich dazu bei, daS Verständnis der Völker für die unmittelbare Bestimmung der menschlichen Wohlfahrt und des menschlichen Fortschrittes anzuregen und zu vertiefen. Die Vertreter der Technik beanspruchen deshalb in jeder Beziehung au5 gutem Grunde eine gleichberechtigte Stellung mit den Ver­tretern der mehr abstrakten W^senschaften, und eS macht sich dieses Schwergewicht im sozialen, amtlichen nnd politischen Leben immer sichtbarer geltend. Die Zukunft der technischen Wissenschaft ist unbegrenzt. Sic, meine Herren, sind die Piloten auf diesem tinermeßlichen Forschungsgebiete. Ich hege die Hoffnung und den Wunsch, daß Ihre Verhandlungen neue schöpferische Gedanken erwecken und sich in Großtaten mensch­licher Kultur verwirklichen werden."

Der hetitigen ersten Sitzung der Hauptversammlung deutscher Ingenieure, die zugleich die Fünfzigjahrfeier des Vereins ist, wohnten auch Kultusminister Studt und Finanzminister Freiherr v. Rheinhaben bei. Der Verems-

Dentsche- Reich.

Berlin, 11. Jäni. Stach demBörsen-Courier" steht die Niederkunft der Kronprinzessin für Anfang Juli zu erwarten.

Straßburg, 11. Juni. Ein am Donnerstag hier aufgesticgener Luftballon des oberrheinischen Vereins für Luftschifsahrt hatte als Insassen den Führer Oberleutnant Lohmüller, zwei Schweizer und einen Brasilianer. Der Ballon landete nach 20ftündiger Fahrt bei Cognac (Dep. Charente) und seine Insassen wurden, nachdem sie sich legi­timiert hatten, von den Behörden mit großer Freundlichkeit und Gastlichkeit ausgenommen. Nach Erledigung der not­wendigen Formalitäten, die namentlich durch die Zuvor­kommenheit des Unterpräfekten und deS zuerst abwesenden GendarmerieofftzierS wesentlich abgekürzt wurden, konnten sich die Reisenden noch am Abend nach Paris begeben, von wo sie inzwischen in ihrer Heimat eingetroffen sind.

Stuttgart, 11. Juni. DerStaatSanz." veröffent­licht die Pensionierung deS Krie gsmintsters 0. Schnür len unter Stellung ä, la suite des Jnf.-Regts. König Wilhelm I. Nr. 124, ferner die Ernennung des bis­herigen Kommandanten von Stuttgart, Generalleutnant 0. Marchtaler, zum Kriegsminister, sowie deS Gene- ralnmjors 0. Berger zum Kommandanten von Stuttgart.

München, 11. Juni. DerKammer ist ein NachtragS- Pvstrüat zum Etat zugegangen, in welchem eine Million für die Fortsetzung der M a l n - K a n a l i s a t i 0 n bis Aschaffenburg gefordert wird.

^abhängige Kran lucht Be- tigung im Waschen uuö ;en. Asterwe«; IS. 104192

'TDT^EiMerbeien

SSft«

35.

inransO®«

ilhä«.tS"^unflen wird «d emeLehritelle bei eine» Näheres auf städtischen Sltmenamt, Neuen Baue 25,

inges lädclten .guter Familie such, Stellt tch i" der Küche u, lämmtL 'arbeiten zu vervolllommn«. üienanichl. u. ft Talchengeld micht. Dfi. u. L H. 100 ftabt- agernd Hießen. [04196