g? sä aauX8.gg.SsS Plenen im Wnonjf«» betrefrenb, ernanntrooiben. ni. SWtum.
irnt $r. «*Ä’ÄÄ
NN .md flicnimmnärnt (Sutmmm d» Pr>.mnq».
Sultans von SRnrotfo. Senfe, da Marokko rm Vordergründe des Jnterestes ste.'-', biirifv* cs inteii))nnt -sein ru erfahren. daß unter den Ltannmittern des gegenwärtigen Sultans von Marokko, auch eine £c f r« stch be- finhpt (s-a ist hie Mutter d.'s Sultans ^nsu licOO t 'die vierte Frau des Sultans Mulai Abdul'.ah.. Wie der 'fdimäblkb bei Fez ermordete Dr. Genth e in Zeinen Reise fri Hbcrnnaen erzählt, berichtete der öfterr. Hauptmann Ugur, der acht Jahre lang in Marokko weilte, die Mutter ^nsids sei ein aus Hesse'' geburtigey, in die Sklaverer verkauftes Mädchen mit Namen Sagitta. gewesen.
a Klein-Linden, 11. Jan. Schwere Brand- wunden z°q sich eine Fr au beim Kochen dadurch zu, Idas; sie stolperte und einen Kesiel siedenden Wägers über
'Beine und Füße ergoß.
- = Großen-Linden, 11. Jan. Die Gemeinde hat
-die Anlage einer Wasserleitung beschloßen und zu diesem ^Zwecke die Bauernmühle ani Kleebach angekauft. — An das ifeit Jahren bestehende Acetylen-Beleuchtungswerk lwird der Bahnhof ebenfalls angeschlosien.
x Ranstadt (Wetterau), 11. Jan. Die Verlegung ,unseres Bahnhofs geht seht der Vollendung entgegen, lund im Frühjahr — voraussichtlich 1. April — sollen die [neuen Gebäulichkeiten und Anlagen dem Verkehr übergeben .werden. Der neue Bahnhof liegt direkt am Dorf und an .der Straße nach Ober- und Nieder-Mockstadt, von wo aus er in ea. 1/i Stunde zu erreichen ist. Auch deii Orten Babenhausen I, Belmuth und Danernh eim kommt die Verlegung zu gute. Mit der Verlegung ist eine bedeutende Vergrößerung verbunden.
• In Ock stadt erhängte sich der ledige 59jährige Nicolaus Weidmann TU.
"" • Berlin, 11. Jan. Pastor Meyer ans Alt- Löplitz bei Potsdam wurde vom Amte suspendiert; es schwebt gegen ihn ein Disziplinarverfahren, da? in einer von seiner Fran gegen ihn angestrengten Ehescheidungsklage seinen Grund hat. Pastor Meyer fuhr öfter nach Berlin und genoß die Freuden der Großstadt; er war als Lebemann bekannt.
* Kleine Tageschranik. In M i n n e a p o l i s ist das W e st m i n st e r h o t e l n i e d e r g e b r a n n t. Soiveit bis -jetzt bekannt ist, sind a ch t H o t e l g ä st e in den Flammen u in - gekommen. Man fürchtet aber, daß noch andere Personen das 'Leben eingebüßt haben. — In Ammensen sind der Hofbesitzer Heise und sein dreijähriges Cöbnelen na di dem Genuß von Apiel muß, daS mit Arsenik statt Zueker zubcreitet war, gestorben. Tie Frau ist fchroer erkrankt. — Landrichter Güntler und RechtSanmalt Sieß aus Ulm die und) einer Tour auf die lllmerhütte-Borarlberg vermißt worden waren, hatten st di, wie sich jetzt her-usstellt nur verirrt. Sie sind glücklich in Stuben angekommen. — Die Hausbesitzerin Lidaner wurden in ihrer Wohnung zu Atünchen erdrosselt mtfgefunbeu. Die Kästen in der Wobmmg waren durchwühlt.
Arbeiterbewegung.
sfe.) Bensheim, 11. Jan. «sämtlif en Arbeitern und Arbeiterinnen der W. Euler'st.en Papierfabriken in Bens heim und Pfungstadt wurde von Kommerzienrat Euler ab 1. Jan. eine Teuerungszulage bewilligt.
Wetzlar, 10. Jan. Tie Belegschaften der bei Rauborn liegenden, dem fürstlick-en Hause SolmS Braunfels nebören- den Gruben „Iun o" und „Urann s" sind in einen Streik eingetreten. Wie der „Wetzl. Anr" erfährt, dürfte der Streik, abgesehen von altem andern, die bedauerliche Folge haben, daß der Betrieb der Grube „Uranus" gänzlich eingestellt wird. Leider -ist auch stnst zu befürchten, daß der Streik zu dauernden Entlassungen führt.
Berlin, 11. Jan. Durch Maßregelungen, die von den Betriebsleitern in den Betriebswerkstatten vorgenommen worden sind, ist eine hochgradige Erregung unter dem nach tausenden zählenden Personal der Großen Berliner Straßenbahn erzeugt worden. Man möchte am liebsten gleich den Streik beginnen. Wenn die Direktion einer Deputation von Arbeitern, die beauftragt ist. wegen der Angelegenheit vorstellig zu werden, leine bündige Erk ürung gibt, wird man mit der Möglichkeit rechnen müssen, daß ein Ausstand vor der Tür steht. Man will den Ausstand proklamieren, wenn die Gemaßregelten nicht wieder eingestellt" werden. Tie Slr'stenbahnschaffner und das sonstige Personal ist aleich-stlls unzufrieden.
Essen (Ruhr), II. Jan. Atü der Z e eh e B i n d w e i l im Westerwald, die ebeickalls der Familie K r u p p gehört, ist auch eine Streikbemeaung ausaebroebeu.
UniöcrfUätdsKacbricMcn.
— Dem Professor Dr. Fleiner von Basel ist die orbcntlidie Professur für VermaltunaSlebre, Verwaltungsrecht und Staatsred)1 in Tübingen übertragen worden.
Halle, 10. Jan. Einer der bewährtesten Gelehrten und Forscher, die zu unserer Uuivcrsttätsstadt gehören, der Ökologe Geh. Regierungsrat Pros. Dr. Karl Freiherr v. Fritsch, ist gestern na di längerer Krankheit infolge eines Schlaganfalles in Goddula bei Dürrenbera n e ft o r b e n.
Gericbtssaal.
Frankfurt, 10. Jan. Mitte Oktober v. I. brachte das «,Berl. Tagebl." einen Artikel, der sich auf ein Gerücht umbaute, demzufolge sich in den Buchern, der nut großen Lieferungen für die deutschen Kolonien betrauten Firma von Tippelskirch u. Eo in Berlin ein „Konto St." und ein „Konto P." befinden sollte, deren Inhaber der ehemalige Kolonialdirektor St st del und Landwirt- ischaftsminister von P o d b i e l s l i sein sollten. Eine derartige Vergmdung von staatlichen und privaten Interessen wurde als unzulässig erklärt und die Notwendigkeit betont, der Regierung Gelegenheit zur öffentlichen Amklärmia dieser Angelegenheit zu geben. Ter Artikel ging and) in den „Vorwärts" über, der noch einige Zusätze dazu machte. Ter Redakteur Mplo des „Berliner Tageblatts" und der ehemalige „Vorwärts"-Redakteur Büttner, wurden wegen Beleidigung Dr. Stübel's zu Mk. 1500 bezw.Mk. 1000 Geldstrafe verurteilt. Zu den Blättern, die den Artikel nachgedruckl Hatten, gehörte auch die Frankfurter „Volksstimme", deren verantwortlicher Redakteur Oskar Q u i n t heute augeklagt ist. Ter Artikel ist am 24. Oktober im politischen Teil erschienen und mit der Ueberschrift „Konto P. ..Konto St." versehen. Er knüpft hieran einige Bemerkungen. Tie Verhandlung gegen Quint war sehr kurz. Ter Artikel und ein nicht zur Anklage stehender Nachtrags- artikel wurden verlesen. Sodann wurde festgestellt, welche Strafe die oben genannten Berliner Redakteure erhalten haben. Ter Versuch des Antritts eines Wahrheitsbeweises ivurbe vom Angeklagten nicht gemacht. Staatsanwalt Tr. Hoffmann sand die Beleidigungen Stübels aunerorbentli h schwer. In den Glossen, welche die „Volksstimme" zu der Notiz gebracht habe, finde man z. B. den Satz: „Die Amtse>" u- oieserHerren hört bekanntlich auf vorhanden zu sein, ivenn ; beutel ungesehen gefüllt werden kann." Das ®erid)t erlanme, luie bereits gestern m einem Teil der Auslage mitgeteilt rourbe, nach dem Antrag aus sechs Ai o n a t c G e °
errronn
vt»v»r«* gD»slck^. ’7\ Red.l
f ä'n a n i S’ei der Strafabmeffung wurde berücksschtigt, da» Quint "ehr oft bestraft ist, allerdings ..ur nut Geld strafen. Vor allen Dingen wurde in Betracht gezogen, daß sich die „Volksstimme nicht darauf beschränkt höbe, zu referieren, sondern die Notiz nut einem eigenen Artikel illustriert habe der derartig hämische und unerhörte Angriffe gegen einen verdienten Beamten enthielt, die nur mit einer Freiheitsstrafe zu sühnen waren. (F. Z.)
Berlin 11 Jan. Vor dem Laudgenck!. 2 hatten pch gestern der Dichter Arant Wedekind und sein Verleger Bruno Easprer wegen Verbreitung der „Büchse b br P g n dor a" zu verantworten ' Die Sache hatte besimntltch bcreils nn Mai 190a das Landgericht Berlin 1 beschäftigt, das beide Angeklagte sreige svrochen und ans Freigabe des nicht für nnznchtig erklärten Bucbes erkannt hatte. Di" von der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision hatte de» Erfolg, daß das Reichsgericht das Urteil aufhob und die Sackx zur anderweiten Entscheidung an das Landgericht 2 verwies. Zur gestrigen Verhandlung waren als Sachverständige Professor der Literaturgeschichte von der Universität Leipzig Dr. Witkows kh nnd der Wiener Schriftsteller Hermann Bahr geladen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt, doch verlautet, daß die beiden Sachverständigen sich durchaus zu Gunsten der Angeklagten und de§ inlriminierten Buches geäußert haben. Der Gerichtshof kam zur Freisprechung der Angeklagten, erkannte jedoch auf V er - n i ch t u n g des Schriftwerks, da dasselbe zwar nicht Lüsternheit, wohl aber Mscben und Ekel in sittlicher Beziehung
Handel nnd Dcrfcbr, Volkswirtschaft.
lieber daS russische Borschußgeschäft wird offiziös gemeldet: Die französischen Banken übernehmen die Begebung von russischen Schatzscheinen bis zum Betrage von 2263/3 Mill. Francs zu 512 Prozent mit einer Kommission von 1 Proz., von welch letzterer den Käufern der Sckwtzscheiue V2 Prozent überlassen werden soll, sodaß biciefbeu auf die Schatzscheine ein Erträgnis von 6 Prozent erzielen. Das Geschäft wird keine Goldausfulir zur Folge haben, da das Kavital in hiesigen Banken zur Disposition der raff. Regierung bleibt. Eine besondere Bürgschaft wird nicht geboten.
Unschlüssigkeit. Rach dem letzten kleinen Aufschlvung iniH es der Börse nickst mehr gelingen, die alte Elastizität wicder- zugewinnen, die sie sieh selbst während recht kritischer Momente zu wahren wußte. Die Spekulation ist von einer seltenen Ihr sck'lüssigkeit und Unklarheit, woran nicht zum wenigsten die Rede des Herrn von Rheinbaben, des preußischen Finanzministers,die Schuld trug, von deren eigentümlicher Wirkungskraft wir gestern schon gebührend Notiz nahmen. Daß die Finanzminister aus derartiger Schwarzseherei besonderen Vorteil für dos Staats- wie Mlgemeinwol'l erhoffen k^"ien. möchten wir doch bezweifeln.
fc. Frankfurt a. M., 12. Jan. 'Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz/st V i e h m a r k t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 327 Schweine: 1. Qual. 78—00 Pfg., Lebendaewicbt 61.00—00 Pfg, 2. Qual. 77 Pfa., Lebendgewicht 60.00-00 Pfg., 3. Qual. 70—72 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00— 00 Pfg. Geschäft: Markt gut, kein Ueberftaub.
M? rtitW r hrr (Trtfftfnl’f in ttx?-nbt" jetzt«
52. Woche. Vom 24. Dezember bis 31. Dezember 1905.
Einwohnerzahl: angerwwmen zu 28 000 finfl. 1600 Ataml Militär).
Sterblichkeitsziffer: 7,42
nach Abzug von 3 Ortsfremden: 1,86 7-^.
Kinder
Anm.: Die in Klamn'ern gefetzten Ziffern geben an, ,vie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nack' Gienen aehracbte Kranke kommen.
Es starben an:
Zusammen:
Erwachsene:
int
vom
1. Lebensiahr:
2.-15. Iaht
Diphtherie
1
—
1
-—
Herzschlag
1 fl)
—
—
1(1)
cherzschler
1 (1)
11)
—
—
Altersschwäche
1 m
1 (1>
—
—
Sumina: 4 (3)
' 2(2)
1
1 (1)
('Mqmat-DraüNilctsmisii'tt.
Darmstadt, 12. Jan. Bei der Heutigen Landtags- ersatzwahl wurde für Dr. Buff der 1. Beigeordnete Bürgermeister Dr. Glässing gewählt.
Berlin, 12. Jan. Gegenüber den Mitteilungen in der „Tägl. Ri'ndsch." !$al. Tagesschau> erklärt der sozialdemo- kratifckse P a r t e i v 0 r st a n d, es sei unwahr, daß die am 21. ds. stattfindenden Volksversammlunge imu efn-'r genau verabredeten Stunde geschlossen werden und nach Schluß der Versammlungen Straßenkundgebungen unter der Parole: n^ch dem Schloß oder in irgend einer anderen Form stattfinden sollen. Es sei vielmehr bes^lofsen wordm. daß die von der Partei gestellten Ordner nicht nur die Ordnung in den Versammlungen, sondern auch ettf den Straßen aufrecht erhalten, indem sie die ans den Versammlungen strömenden Massen, wenn nötig, zu größerer Ruhe zu ermahnen haben.
ftaltc a. d. Saale, 12. Jan. Ein Arbeiter wurde überrascht, als er die Schienen der H all e--H c 11 st a d t c r Bahn a n f r i ß. Er wurde Verhaftet.
Bonn, 12. Ion. Der altfotholische Bischof Dr. Weber ist heute morgen 5 Uhr infolge Influenza gestorben. Er wurde 69 Jahre alt.
London, 12. Jan. Ercbange Telegraph Eompanv meßet au? Ber'in: Die Marinebehörde in Kiel hätte den Befehl erhalten, die „Hohmrollern" für eine Kreuzfahrt gleich nach der fi'bernen Hochzeitsfeier des K 'iserPaares in Nereitschaft zu setzen. Es heißt, der Kaiser wer'de mehrere Wochen zur See gehen. Da K ö n i g E d n a r d ebensitls zu dieser Zeit im Mittet- mecr freuet, fprickst man von d"r MöaZchkeit des Z u s a m men- treffenis der beiden Memarchen. (?)
Paris, 12. Jan. Der Vertreter des „Herald" in Berlin hatte mit dem Reichskanzler Fürsten Bülow eine Unter- rebung (?), worin dieser erklärte, weder der Kaiser noch sonst jemand in Deutschland werde auf die Delegierten in Algeciws den geringsten Druck avsiTbcn, irgend etwas zu erhalten, wodurch die nationale Würde Frankreichs beeinträchtigt werden könnte. Aus dieser Konferenz dürften weder Sieger noch Besiegte hervorgehen, da Deutschland für alle den freien Wettbewerb auf wirtschaftlicher Grundlage sowie d"s Prinziv der offenen Tür für alle Nationen fordern werde. Werde dieses Prinzip zur Anerkennung gelangen, so dürfte die Konferenz, wie der Reichskanzler hofft, zu einem befrieb-genben Resultat gelangen. Deutschland will auch in Marokko keinerlei Vorteile, welche auch nicht anderen Staaten zuteil würden.
Paris, 11. Jan. (T e v u t i e r t en k a m m e r.) Doumer übernimmt d"s Präsidium. Er ratet, nutzlose Debatten zu vermeiden. T-as Land h"t sckion schätzen können, wie sie bei den iiingsten Vorgängen, die die Beziehungen Frankr-ichs zu einer anderen Nation berühren konnten, einen Waffenstillstand zu schließen verstanden haben, trotz der Partei- spalt"ng und alle ein?einen Gesichtswinkte beiseite zu setzen, um sich mit Kaltblütigkeit unb Entschlossenheit um die Negierung ?.u fehrten. Sie leihen ihr einmütig Ihre Hilfe, aus welcher sie ihr Ansehen schöpft, unb bie es ermöglichen wird, ehrenvoll ans den vorhanbenen Schwierigkeiten herans- z u ko mm en. Die Wählerschaft wird diese schwierigen Stunden ni^'t vergessen, in denen Sie ein ermutigendes Beispiel gegeben Wen. Sie wird sagen, daß unser Land stets seine patriotische Pflicht gewissenhaft erfüllt habe und daß es, sicher feiner selbst, s icker seiner moralischen wie seiner materiellen Macht entschlossen sei, den Frieden a n s r e ch t z u e r h a l t e n sowie seine U n s ch l ü ss i g ke i t, seine Würde und seinen Stolz einer großen Nation zu wahren, hierauf vertagt sich das Haus bis zum 18. Januar.
C h a r l e r 0 i, 12. Jan. Zur Entgleisung d e s P r. r i s-- Kölner S chn e l l z !I g e s loderte n Verbrecher in der Nähe der Station Faviemi > in der verflossenen Nc-ck-t das Gleise. Ein durchfahrender Arbeiterzug entgleiste. Es ist nur N!aterial-- sckwd'ii angerichtet.
Petersburg, 12. Jan. Tie Akademie der ch'iisenschaften! wählte die Professoren Hering-Leipzig. Frhrn. von Hert- lin g-München, Scki andill-Berlin und P i sche l-Berlin zu korrespondierenden Mitgliedern.
Riga, 12. Jan. Die Revolutionäre überfiel::t das Schloß Salisburg und brannten cs nieder. Der greise Besitzer Baron Vi'tinghof konnte nur dos nackte Lebm retten.
D« or - es S a l a a m , 11. Jan. .stauptmaun Seusried meldet aus Linda, daß er die Aufstandsgebiete d's Mal "nd.^Psateaus mit starken Patrouillen obgestreift jnib dabei die Wege in dem oußerordentli-'l' dickten Buschwerk stark verhauen gesunden hat. Hauptmann Nidmann meldet aus Jringa, daß Oberleutnant von Krieg anläßlich eines Munitions-Transportes noch Mahenge ein siegreiches Geseckt gegen größere Massen AufständigeLf bei Lohembero. 7 Stunden östlich von der Station Mahenge,^ ausgeführt unb sie zersprengt hat. Der Bezirk Jringä ist jetzt ruhig und gesichert. An der Grenze beginnen z-chlreiche Unter*, wersungen. Die bedeutenderen Bewe^cingen der Truppen können d"her vor der ^'s r'h<,-'sckk?n"stn w'lten.
Baucht „Meine Sonne“ io stück 65 pfg.n
Feinste 7 Pfg. Zicarre fl VaH? ^ie*sen, empfiehlt v« 0?ri1nberp~erstr. 4
Tefefomsc^n BCrjtrsbericht®
des Giessener Anzeigers, mitseteilt von der Bank für Hande] und Industrie. Giessen.
Frankfurter B*örs<‘. 12. Januar, 1.15 Uhr.
3}<6/0 Reichsanleihe . . 100.70 3% do. . . 88.95 3J4°/o Konsols .... 101.00 3% do 88 85 3M°/0 Hessen 100.20
Oberhessen . . . —.— 4°o Oesterr. Goldrente. . 100.20 4*/5 °n Oesterr. Silberrente 100.85 4°,; Ihurar. Goldrente . . 96.75 4°6 Italien. Rente . . . — .— 3°o Portugiesen Serie I . 67.70 3°< Portugiesen ,. III 68.10 4 J/°'o rass.Staatsanl. 1905 92.60 41<° o japan. Staatsanleihe 95.60 1 °o Conv. Türken von 1903 90 "5 Türkenlose ... . . 144 60
4% Griech. Monopol-Anl. . 52.70 1 % äussere Argentinier . 89.90 3°/0 Mexikaner .... 67.10 4J^°/o Chinesen . . . 97 60
Aktien:
Bochum Guss 244.50
Buderus E. W 134.00
Tendenz: ziemlich fest.
Elektriz. Lahmeyer . . . 137.50 Elektriz. Schuckert . . 130.50
Eschweiler Bergwerk . 261.50 Gelsenkirchen. Bergwerk . 224 90 Hamhnrsr- Amerik. Paketf. 167 70 Harpener Bergwerk . . . 215 50 Lanrabiitte 246.00 Nordd. Lloyd 128.20 Oberschles. Eisen-Industrie 130 60
Berliner Handelsires. . .171.60 Parmstiidter Bank . . . 147.60 Deutsche Bank . . . 241 80
Deut sch-Asiat. Bank . . 183.00 Diskonto-Kommandit. . . 188.75 Dresdner Bank ... 165.70 Kreditaktien 213.50 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 115.50 Gotthardbahn —.—
Lombdrd. Eisenbahn . . 24 00 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.30 Prinee-Henri-Eisenbahn . 127.00
Ilerliner Börse, 12. Januar, Anfangskurse
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .
. 176.50
. 147.20
. 241.80
. 97.70
. 165.20
Harpener Bergwerk Laurabi'tte . .
Lombarden E. B
Nordd Lloyd . . .
Türkenlose . .
Tendenzrl rahi?.
. 215.20
. 245.70
. 23.90
. 127.80
. 144.20
Sielban Gießen.
Die aut weiteren Ausführung der IstanSanschlüsse erforderlichen ^Arbeiten einschl. Lieferung der nicht banseitig beschafften Materialien sollen vergeben werden.
Bedingungen unb Angebol'or.nulare können gegen novto» und bcfteHacIbfrcTP Einsendung von 1,50 Mk. durch daS Städtische Tiefbanamt Gießen, Neuen Baue Nr. 22, bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Verdingungsunterlagen während der Dienst- ftunben zur Einsicht offen.
Die Angebote sind versiegelt und nut der Accsfchrist „?lngebot nur Herstellung der ^auSaufchlüsse" bis zum Mittwoch, dem 24. Januar d. I., vormittags 10 Nhr bei vorgenanntem 9(mt einzureichen, wostlbsi die Erösinung der eingelaufenen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber am genannten Zeitpunkt erfolgt Zuschlagssiist 5 Wochen.
Gießen, den 10. Jaimar 1906.
Städtisches Tie'bauamt.
_______________________Braubach.__________________B"/,^
Bekannimacyun^
Der Dorauschlaq der Gemeinde Nonncurotb für das Rech« niiugsjahr 190; heut vom 14. Januar t. Js. acht Tage laug zur Einsicht der Interessenten ans dem Bürgermeisterei-Bureau daselbst offen. 31(r
Nonnenroth, den 12. Januar 1906.
Großh. Bürgermeisterei Ndnnenroth.
Jacob.
Holzverkanf.
Königliche Oberförsterei Krofdorf.
Dienstag, bnt 23. Januar, Dornt. 10 Uhr, kommen im Ebcrt'schen Saale zu Fronsiausen zum Verkauf: Schusibez. Waldhaus: Distr. 52, Lichteuberq, 1 rm Buchen - Knüvpel, 23 rm Erlen und 149 rm Ficsiten- Stanqen-Neisiq. Distr. 55 a, Lindenschied, Eichen: 14 rm Schichtnusiholz, 9 im Knüppel 154 rm Durchforst.-Neisig. Buchen: 2 rm Scheit, 63 rm Knüppel, 930 rm Durchforst.- Neisiq. Distr. 54 Mün^cuhau, 55 l> u. 57 u, Lindenschied, Buchen: 3 rm Schichtuutzhol.^ fiespaltcn, 756 rm Scheit, 65 rm Knüppel, 918 rm Neisiq. B Al! Sie MltBedcr Iiiiserer tvmigcl schell ©cmeiniie.
D e r Deutsche E v a u g e l i s ch e K i r ch e n a u s s ch u ß, der die evangelischen Laitbesk-rck^n d:s ganzen Deutschen Reiches vertritt, hat die Pflege und Förderung dcs religiösen und kirchl- lichen Lebens unserer in der ganzen Welt zerstr-ent lebenden deutschen G l a u b e n s a e n o s s e n , in uustreu Schutzgebieten, in Südamerika, in Palästina usw. usw., in die Hand genommen, damit sic dem evangelischen Glauben und dem Deutschtum erhalten werden.
Um die für diese bedeutsame Aufgabe reiMich nötigen Geldmittel, namentlich einen Grundstvec. zu erholten, hat der Ausschuß eine einmalige a u s kol l e kt e in den evangel. Familien von ganz Deutschland angeordnet.
Unser Oberkvnsistorinm Irt diese allgemeine Haus' kolleste im Großherzogtum Hessen in's Werk gesetzt.
In unserer evangelischen Gemeinde Gießen sollen in den nächsten Togen und Wochen die Gaben zu dun genannten Zwecke erhoben^werden, und zwar durch unseren Hstfskirckendienep Herrn Karl S ck man, der allein hierzu bevollmächtigt ist.
Indem wir solches den Mitgliedern unserer evangel. Gemeinde mitteilen, bitten wir dieselben hewlich, des weltumfassende Unternehmen, W für die Stellung des deutschen P rote st a n t i s m u s und für d i e Zukunft des Deuts ck»- t u m s in der g a n z e n W e l t m i t e n t s ch e i d e n d sein wird, durck freundlichen Smn und reichliche Gaben unterstützen zu wollen. B 12/1.
Gießen, den 11. Januar 1906.
D c e evangelischen Pfarrer.
Dr. Naumann. D. Schlosser. Euler. Schwabe/


