auch Assistent bei Prof. Haeckel. Seit 1. Oktober 1905' wirkt er in Gießen.
•• Volks «nterh alt «ngsabend. bereits nn* «ekündiat, findet am Montag, 12. Februar, ein Vortrag von Meißner statt über gutes und schlechtes Banen. £>eir „leißner ist zweiter Vorsitzender de-^ DürerbundeS. Der Durerbund iviN ante Kunst m alle 93o!' Schichten verbreiten, onfompfeii aeaeu alles Unschöne nnd alle !7l erflächenknltur nnd so das Kemnts- leben unseres Volkes vertiefen. Wer NäKere? über seine Ziele nnd Arbeiten erfahren will, der lasse sich gratis vom Verlaasbneh. Händler Galwey in München die Werbeschrift des Dürerbunbes zu- schocken Seit dem Sommersemester 1904 besteht hier in dienen eine akademifche Qi-tsgruvoe des Bunde?. Dieser akademische Dürerbnnd Kat sich von Anfang an Kiesten imb Umgebnng als Arbeitsfeld ansqesncht. Er hat neben der ästhetischen Anregnng seii-cr Mitglieder es sich hauptsächlich a«r Aufgabe gemacht, durch musterailtige Volkskunstabcnde reformierend auf den Stil unserer Volksfestlichkeiten einzuwirken. Zn diesem Zweck veranstaltet er nicht nur selbst Volkskonzerte, dramatische Aufführungen und dergl., sondern ist auch stets bereit, Vereine bei Veranstaltungen zu beraten. Angriffspunkte für seine Arbeit boten ihm in den einzelnen Orten die doit bestehenden Volksbildungsvereine. Diese, meist an den „Rhein-Main-Verband für Volksvorlesungen" angeschlossenen Vereine haben es der Ortsgruppe ermöglicht, bis jetzt in Wetzlar, Butzbach, Friedberg, Bad-Naubeim, Rüsselsheim und Köniastädten sich zu betätigen. Seit dem Bestehen des Gießener Ausschusses für Volksvorlesungen beteiligt sie sich auch in Kiesten an der Arbeit der Volksbildung. Sie hat einen Sitz in dem Ausschuß und beabsichtigt, auf Wunsch der übrigen Ausschustmitglieder am Sonntag, 11. Februar, 5 /, Uhr nachmittags, in der Tiirnhalle an der Nordanlage einen Volks« nterhaltunasabend zu veranstalten. Geboten werden Dichtungen von Wilhelm Bnsch, mit Lichtbildern, und zwei Fastnachtsspiele mit einleileiiden Vorträgen. Das Programm hat überall, wo es zu Gehör gebracht wurde, großen Erfolg erzielt.
— Die 3. Bezirksvorturnerstunde im 2. Bezirk deS Turngcme? Hessen findet Sonntag nachmittag 2 Uhr in der Turnhalle des Turnverein? Wetzlar statt. Alle Turn
warte und Vorturner der zum Bezirk gehörigen Vereine können sich daran beteiligen.
-a- Heuchelheim, 7. Febr. Wohl in keinem der Vorjahre sind hier so viele Neubauten entstanden, als in dem letzten Jahre. An ollen Ecken und Enden wurde gebaut. Ganz besonders hat sich eine Ausdehnung in der Richtung 'nach Gießen bemerkbar gemacht. Infolge des Gelände-- 'austausche? bei der Feldbereinigung hat Heuchelheim gutes Baugelände an der Straße nach Gießen erhalten. Die Gemarkung Heuchelheim reichte nämlich mit einem Zipfel weit in da? Gelände der Stadt Gießen, während die Gießener
Gemarkung bi? an die ersten Häuser unsere? Dorfes ging.
-o- 2ich, 9. Februar. (Drahtnachricht.) Bei der heutigen Durgermeistcrwahl wurde Herr Türmer mit 254 Stimmen gewählt. Herr Heller erhielt 169 Stimmen.
A Hungen, 8. Febr. Die hier erscheinende „Land- post^, welche seit ihrer Gründung die verschiedensten Metamorphosen durchgemacht hat und seither dreimal wöchentlich erschien, wird ab 1. April wieder zweimal wöchentlich erscheinen.
— Vom hohen Vogelsberg, 7. Febr. Wir haben fußhohen Schnee; von Hochwaldhausen ist herrliche Schlittenbahn durch den ganzen Oberwald bis zum HoherodSkopf, die zürn Skilauf gleichfalls vorzüglich geeignet ist. Für die Freunde des Skilaufens re. diene zur Nachricht, daß da? Gasthaus „zum Felsenrneer" in Hochwaldhausen endlich einen neuen Wirt erhalten hat, was 'sehr not tat, will das Hau? fortkommen, und von der Darmstädter Möbelfabrik eingerichtet worden ist. Der Aufstieg von Hochwaldhausen aus ist besonder? zu empfehlen, da er allmählich vor sich gebt und keine schroffen Höhen zu über- winden sind. Bei der Rückkehr hat man die Wahl, auf der sanft geneigten Fahrstraße zu bleiben oder über die steileren Wiesenabhänge abzufahren.
sä. Auerbach, 8. Februar. Zu den Veruntreuungen de? Pferdehändler? Bendbeim wird mitgeteilt, daß mehrere Verwandte sich bereit erklärt haben, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Die Gläubiger haben also die beste Aussicht.
Worms, 7. Febr. Hier wurde ein Fahnenflüchtiger de? 60. Infanterieregiments aus Weißenburg fe st- genommen. Er hatte in einem Wirtshaus den Wirt um die Zeche geprellt und ein Paket mit seinen Uniformstücken znrückgelassen, da? an seine Mutter nach Köln gesandt werden sollte. Bei dem Verhafteten fand man Briefe an seine Angehörigen, worin er ihnen mitteilt, daß er im Begriff stehe, freiwillig in den Tod zu gehen. (Rh. K.)
Frankfurt a. M., 7. Febr. In nichtöffentlicher Sitzung stimmten gestern die Stadtverordneten dem Vorschläge 'des Magistrats zu, au? Anlaß der silbernen Hochzeit de? Kaiserpaares zweck? Begründung einer Stiftung zur Bekämpfung der Tuberkulose 150000 Mk. zu bewilligen.
** Kleine M i t t e i 1 v n n c n ans SS ef feit nnd den N a chbarstaaten. In Bruchenbrücken wurde bet der Bürgermeisterwahl der ehemafiqe Büraermeister, PH. Klina II., der 1901 fein Amt aus Gesundheitsrücksichten niederlegte, mit 91 Stimmen wiederciewählt. — Die Bezirksfparkasse Schotten führt am 1. März d. I. den Konto-Korrent-Verkehr em. — ZuEinarts- Haufen findet am 15. Juli ein Kriegerfest statt. — In Münzenbera wurde der seitherige Beigeordnete Karl Metzler mit 88 gegen 56 Stimmen, die auf Wilhelm Gorr VI. fielen, wiedergewählt.
* Kleine Tageschronik. In Berlin wurde zur Ermittlung des Mörders Hennig auf Anordnung des Polizeipräsidiums eine Durchsuchung der sämtlichen Laubenkolonien um Berlin veranstaltet — ohne Erfolg! — In dem französischen Grcnzftädtchen Ravn d'Etape verursachten ausländische Steinarbeiter eine Erplosion, indem sie ein Gebäude anzündeten, in bem sich 400 Kilogramm Schießpulver befanden. Das Haus flog in die Luft. — Bei einer Skito ur von den Tauern nach dem Enstal wurde der Dragonerrittmeister Brauner von einer P o tni tt r ncsckUiDi't ist er tot. —
Universitäts-Nachrichten.
München, 8. Febr. Geheimrat Universitätsprosessor Wilhelm von Christ, Mitglied des Kaiserlichen deutschen archaeo- logischen Instituts, ist gestorben.
— Zum Rek'or der Kaiser Wilhelms-Universität Straßburg ist Professor Dr. theol. Julius Sm end, Ordinarius der praktischen Theologie in der evangelisch-theol. Fakultät gewählt worden. Smend war von 1891—1893 Professor der Theologie om Großh Pnedioei-s^ww'"' m Fi-i^dbera.
Gerichtssaal.
ssd. Darmstadt, 8. Febr. Im September v. I. streikten in der Nöderschen Hcrdf.ibrik eine Anzahl Dreher. Drei von ihnen, die ursprünglich die Arbeit auch niedergelcgt hotten, nahmen sie öur ihren Kollegen wieder auf Sie heißen bei den Arbeitern Streikbrecher. Natürlich waren die Streikenden über diese« «Äreikbruch nicht erfreut und sie machten ihrem Groll
gegen die drei unverhohlen Luft. Etwas zu weit gingen in dieser Beziehung der Dreher Kaspar Hofmann, der Drucker August L i e d e r b a ch und der Former Heinrich Deuker, sämtlich aus Griesheim, die einen Arbeitswilligen sogar m i ß- handelten. Das Schöffengericht verurteilte Hofmann zu 3 Wochen und Deuker zu l Woche Gefängnis. Liederbach wurde fteigesprochen. __________________________________
Uirche nnd Schule.
— Gymnasium und Milch. Der Direktor des Kieler GvmnasiumS Prof. Dr. Löber hat gestattet, daß vom Pedellen Milch in Flaschen zum Genüsse i" den Schulpausen seilgehalten werde. Es wird das nicht nur für durstige, sondern auch für schwächliche K'nder von ärgstem Werte fein.
Arbeiterbewegung.
Hannover, 8. Febr. Am 11. und 12. d. M. sollte hier eine Versammlung von Vertretern des preußisch-hessischen lZerbandes der Weichensteller, Bahn- und Brückenarbeiter stattfinden. Die Versammlung wurde abgesagt, da bereit Besuch von allen Eisenbahndirektionen verboten wurde.
Santiago de Chile, 8. Febr. Ein Besorgnis erregender Streik ist in Antofagasta unter den Leuten der Orurneisen- bahn anSgebrochen. Bei einem damit in Zusammenhang stehenden Tumult sollen nach amtlichen Nachrichten, gegen,100 M e n- schen getötet worden sein, darunter auch ein englischer Untertan. Die Regierung entsandte Schiffe mit Truppen nach Antofagasta. Die ganze Arlwiterbev Gerung des Landes ist von einer bedrohlichen Unruhe ergriffen.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Die Frage einer neuen r n s f i s ch e n A n l e i b e bleibt immer aktuell und daher ist es von Interesse, was über dieses Thema der „Xemo?* sagt. Frankreich hat im Jahre 1870 ein Anleben zu 7° n abgeschlossen; nach Beendigung des Krieges trotz seiner eigenen Hilfsmittel 1871 zu 6 6% und in solaendem Jahre zu ß 91° 0. Rußland selbst gab im Jahre 1877 eine 5°'oinc Anleihe zu 90 aus und kurz darauf durch das Haus Mendelsohn eine solche zu 74, die dem Staate eine Last von 6,75% auferlegte Unter den jetzigen Verhältnissen müsse sich Rußland zu gleichen Op'ern ver- ftebcn und würde dann die Unterstützung des französischen Marktes sowie auch der anderen Plätze versichert halten können. Nach Erklärungen des russischen Finanzministers scheine übrigens die Regierung einem Satz von 6% nicht mehr sernzustchen. Um die Spekulation, die für ein großes Anlehen notwendig ist, zu interessieren, andererseits um die Geldlage der darleihenden Märkte zu schonen, müßte die Anleihe mit länger« monatlichen Einzahlungen auf gegeben werden, wie dies seinerzeit bei den großen französischen Anleihen der Fall war, die dadurch einen großen Erfolg erzielten. Nach Ausgabe der großen Anleihe die für die Befestigung der Finanzen eine Notwendigkeit ist, müßte Rußland auf lange Zeil keine weiteren Kreditansprüche machen. Alle össentlichen Arbeiten wären mit Ausschluß ;be? Staates der Privatindustrie zuzuweisen, sowohl der russischen als der derjenigen Länder, die den russischen Staat ikrebit unterstützen.
Diskont der Deutschen Reichsbank. Infolge der fortgesetzten Wechseleingänge, von Amerika sind große Posten gekommen, hört man, daß die Deutsche Reichsbank fürs erste von einer weiteren Tiskontermäßigunq absehen werde. Diese Nachricht wird, wenn sie sich bestätigt, in Spekulationskreisen sowie wie in denen der Industrie und des Handels keine besondere Freude wachrufen.
Bereinigte Kunstseide Fabriken Akk. - Kes. Frankfurt a. M. Die Ergebnisse des jetzt abgelattfenen Geschäftsjahres 1905 sind ziemlich stabil geblieben. Das Aktienkapital beträgt 3 Mill. Mk. und der Reingewinn 2 403 069 Mk. gegen 2 377 911 Mk. Die Res.rvrn sind nicht weiter bedacht, hingegen hat die Extrareserve 200 000 Mk. (t V. 300 000 Mk.) erhalten und das Deleredere-Evnto 50 000 Mark gegen 25 000 Mk. i. B. Für außerordentliche Abschreibungen werden diesmal 800 000 Mark verwend-'t gegen 500 000 Mk. i. V. Die regelmäßigen Abschreibungen sind mit 178 498 Mk. an gesetzt gegen 187 635 Mk. i. V. Die Dividende betrug 1900: 5 Prozent, 1901: 8 Prozent, 1902: 9 Pioz., 1903: 15 Proz., 1904: 35 Proz. und in diesem Jahre wieder 35 Proz. bei 35 626 Mk. Vortrag (i. ,93. 32 614 Mk.). — Für das neue Geschäftsjahr liegen wieder reichliche Aufträge vor, sodaß die Verwaltung auf ein befriedigendes Ergebnis hofft, zumal sich auch die Mode in der Zwischenzeit dem Artikel wieder zugewandt hat.
Märkte.
fth.1 Gießen, 8. Febr. Der Vieh markt hatte einen Auftrieb von 1191 Stück Großvieh, 200 Kälber und 268 Schweine. Schon der Vormarkt zeigte ein lebhaftes Geschäft in Milchvieh, welches auch beim Hauptmarkt anhielt. Wenn auch nur ein geringe? Anziehen der Preise gegen die des letzten Marktes für Kühe sich bemerkbar machte, fo waren die Verkäufer doch zufrieden, weil sie sich mit dem Einkauf auf billigere Preise eingerichtet hatten. Das Geschäft in Fettvieh wickelte sich ruhig ab, weil kein große Vorrrat darin am Markt war und dieser durch die Nachfrage absorbiert wurde. Für den Handel in Gangvieh, worin der Auftrieb auch mir swchach war, fehlte eS on Nachfrage. Das Geschäft in Kälbern war wieder sehr gut und wickelte sich trotz der sehr hohen Preise sehr schnell ab. Um so langsamer entwickelte sich der Schweinemarkt, auf dem die Verkäufer, auf den geringen Auftrieb rechnend, sehr hohe Preise forderten, so daß zahlreiche Reflektanten, ohne zu kaufen, den Markt verließen. Die Verkäufer erklärten, daß in Hannover, welches hauptsächlich unsere Gegend mit Schweinen zur Mast versorgt, die Ware nicht zu haben und durchschnittlich das Paar im Einkauf um 10—15 Mark im Preise gestiegen seien. Die Züchter aus der Provinz, welche sonst mit Ferkeln und Springern unsere Gießener Märkte besuchen, brachten schon zu den Januar- Märkten weniger Tiere hierher und fehlten beim letzten Markt fast gänzlich. Sie werden fetzt ihre Waare zu Hause zu guten Preisen los und haben den Vorteil, daß sie den Weg zum Markt und das Risiko d^s Transportes zum Markt sparen. Gehandelt wurden Kühe frischmelkend und tragend pro Paar 1. Qual. 430—'80 Mck ibesond-'rs schwere Tiere vereinzelt auch über 500 Mk.), 2. Qual. 350—400 Mk., 3. Qual. 275—325 Mk. Verkauft wurde der Zentner Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qual. 63—65 Mk., 2. Qual. 59—61 Mk., fette Kühe fehlten am Mark. Kälber 1. Qual. 76—78 Mk., 2. Qual. 65—70 Mk., 3. Qual. 58—61 Mk. Gangvieh ging pro Paar mit 750—850 Mark fort. Die Schweinepreise stellten sich pro Paar: Ferkel 3—4 Wochen alt 38—40 Mk., 6—8 Wochen alt 50—60 Mk., bis 12 Wochen alt 65—70 Mk. Springer kosteten pro Paar leichtere Ware 80—100 Mk., schwerere Ware 120—160 Mk. Diese hohen Magerschweinepi-eise sind seit Jahren nicht dagewesen. Nächste Markttage am 20. und 21. Febr. d. I.
fc. Frankfurt a. M., 9. Febr. 'Orig.-Telegr. de? „Kietz. Anz.") V i e h m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber 00 Schafe und Hämmel. 272 Schweine; 1. Qual. 79—00 Pfg. Lebendgewicht 61.50—00.00 Pfg, 2. Qual. 78 Pfg., Lebendgewicht 61.00-00 Pfg., .3. Qual. 71—73 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Kefchä't: gedrückt, Neberstand unbebeutenb. Aus Hollcmb kamen 65 ge- fchlacbtete Schweine.
ICirdMtcbc Nachrichten.
Cvaugelische Gemeinde.
Septuagesima, So n «tag den 11. Februar. Äothsblenft.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer D. Sch losser.
Vormittags 11 Uhr: MilitärgotteSbienst.
Pfarrer Euler.
Nachmittags 2V$ Uhr: Kinderkirche für die Matlbäusgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Alends G Uhr: siehe Iohanneskirche.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten mäitnlichen Jugend der Matthäusgemeinbe.
Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im MatthäuS- saal, Kirchstraße 9: Bibel stunde. Qssenb. Jobs. 3, 7—22.
Pfarrer D. Scblosser.
Sonntag den 18. Februar, abends 8Uhr, wird im Matthäus- saale eine M l s s i o n s v e r 5 a m m I u n a gehalten werden, bei ber der Sekretär der Basler MissiouSaesellscbast, Pfarrer Würz, reben wird. Dazu werden vor allem die Mitglieder des Basler Frauenmissionsvereins und die Sammlerinnen und 6tcber der Basier Halbbatzenkollekte, sodann aber auch alle Missionsfreunde eingeladen.
In der Iohanneskirche.
Vormittag? 91/, Uhr: Professor D. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Kindergotlesdienst für die Johannes- gemeinde. Psarrassistent Knott.
ylbends 6 Uhr: Pfarrer Euler.
Beichte unb heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Montag, den 12. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstundy im Konfirmandensaal der Johannesgemcinde. Jak. 2, 14 — 3,12.
Pfarrassistent Knott.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 10. Februar 1906.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Ufir Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntaa, den 11. Februar 1906.
S e v t u a a e si m a.
Vormittags von 6:/„ Uhr an: Keleaenbeit rur heil. Beicht.
, um 7 llfyr: Die erste heil. Messe, vor und in ber-
fefben Austeilung der heil. Äomnnmiotv
„ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.
„ um 9’ •> Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittag um 51A, Uhr: 6briftenfehre. darauf Andacht.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Vo-anssichttiche 90Hfcrn«a in dessen für Samstag, den 10. Februar 1906: Wolkia, noch leichte Schneefälle. Nachts nur schwacher Frost, am Tage Temperatur wie heute.
oinhere’ ^iirrh die <,t?ef,erPorfi'.
GrlgZsial-DraHtniel-ringen.
Berlin, 9. Febr. Im nächsten Wiuter'ciuester wird Proseffor John W. Blirgeß von der Columbia-Universität in Nemyork an der Berliner Universität in deutscher Sprache Vorlesungen über die Verfassung der Vereinigten Staaten halten. — Der sozialdemokratischen Agitatorin Frau Zeitz ist, wie der Vorwärts mitteilt, eine Anklage wegen Aufreizung fluni Aufruhr zugegangen. Die Straftat wird erblickt in Aeußerungen der Zeitz, welche sie gelegentlich einer Anzahl von Frauenversammlungen in Hamburg in Bezug auf die russische Revolution machte.
Oldenburg, 9. Febr. Gestern abend ist Redakteur Bierniann nach Verbüßung einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen Beleidigung des Minister? Rubstrat wieder Hier eingetroffen. Eine zahlreiche Menschenmenge begrüßte ihn mit Hochrufen.
Haag, 8. Febr. Bei der Beratung des Kvlonialetats in der e r st e n Kam m e r erklärte der Antirevolutionari van Wassenaer van Rossandt, tnt deutschen Reichstag habe der Abg. Paasche ausgeführt, daß die holläni dischen Zivilbeamten in den Kolonien sich auf Kosten der Staatskasse bereicherten. Hiergegen müsse er, der Redner, Einsvruch erheben. Holland könne jeden Vergleich mit allen Landern rühmlichst aushalten. Ter K o l o n i a l m i n i st e r erklärte, die U n b e st e ch l i ch - feit und Pflichttreue seien charalleristische Tugenden der holländischen Beamten. Ter Liberale van .Houten sagte, in seiner langjährigen parlamentarischen Tätigkeit sei ihm kein einziger^Fall "bekannt, datz sich ein Beamter in den Kolonien an fremdem Gelde bereicherte. In den Kolonien bereichere man sich nur durch Handel und Industriebetrieb.
Petersburg, 9. Febr. Graf Galagan, ein N-ffe de? Minister? Grafen Lamb?dorff, ist wegen politischer Unzuverlässigkeiten verhaftet worden.
Petersburg, 9. Februar. Der Aufruhr im Kaukasusgebiet gewinnt an Ausdehnung. Im Kreise Singesur ermordeten Tataren 2 00 Frauen und Kinder und zündeten viele Häuser an. Die 9(rmenier rückten ihnen entgegen, wobei ein Zusammenstoß hattranb. Die Tataren ergriffen die Flucht unb hinterließen 10 Tote.
Tanger, 8. Fcbr. Einbrecher schlichen in bic englische Gesandtschaft ein unb raubten au? dem Zimmer be? Gesandten Schmucksa chen und Geld.
Hin ton (Weft-Vmainia), 8. Februar. In den Porell- Kohlengruben bei Onk Hill in der Grafschaft Fayctte ereignete sich eine Explosion, wodurch gegen 40 Personen um* gekommen sind.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitsreteilt von der Bank für Hande) nnd Industrie, Giessen.
Frankfurter Pitrse. y Februar. 1.15 Uhr.
3J4°/o Reichsanleihe . . 101.2" 3% do. . . 89.40 3%6/0 Konsols . . . . 101.50 3% do. ... 89 45
Hessen .... 100.05 Oberhessen . . . — .— 4% Oesterr. Goldrente. . 100.80 4*/z Oesterr. Silberrente 101 50 4% Un^ar. Goldrente . . 96.^5 4% Italien. Rente . . . 106.55 3% Portugiesen Serie I . 68.15 3% Portmriesen III 68 65 4^% rnss.Staatsanl. 1905 92— 4*^° n japan. Staatsanleihe 94.90 1 % Conv. Türken von 1903 92 30 Tlirkenlose . . . . . . 146 60 4% Griech. Monopol-Anl.. 5360 1% tinssere Argentinier . 9250 3°ln Mexikaner ... 67.— 4^®/o Chinesen .... 98.60
Aktien:
Bochum Guss..... 247.—
Buderus E. W.....134.20
Tendenz: schwach.
Berliner Börse, 9.
Cunada E. B......174.10
Bannstädter Bank . . . 14'*.50 Deutsche Bank .... 212.40 Dortmunder Union C. . . 91.— Dresdner Bank .... 166.—
Tendenz: schwach.
Elektriz. Lahmerer . . 142.50
Elektriz, Sch ackert . . 130.20
Eschweiler Bergwerk . 200 60 Gelsenkirchen Bergwerk . 227 90 Hamburg-Amorik. Paketf. 164 10 Harpener Bergwerk. . . 215 75 I,anrahMte......247.25
Nordd. Lloyd . ... 128.50
Oberschles. Eisen-Industrie 130 65 Berliner Handelstres. . 174.— Darmstädter Rank . . . 149.40 Deutsche Bank . . . 242 —
Deutsch-Asiat. Bank . . 183 ^5 Diskonto-Kommandit. . . 189.50 Dresdner Bank ... 16 .80 Kreditaktien . .. . 211.30
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .....114.75
Gotthardbahn.....198.25
Lombard Eisenbahn . . 25 — Oesterr. Staatsbahn . . . 142.80 Prince-Henri-Eisenbahn . 133.6fr
Februar. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 21610 Laurahütte . . . , . 2*7.70 l ombarden E. B. ... 25.— Nordd. Lloyd.....128.10
Türkenlose..... 146.60
......... . ... ■ । ■■ ■_____ '18 Eine billige Kraftnahrung für alle Schwache, Bst,tarnte, Bleich- süchtige und schlecht Ernährten ist B i o f o n mit föouilloti- Extrakt, mit dem man in 5 Minuten eine wohl schmeckende Suppe von höchstem Nährgelialt Herstellen kann, welche bem Blut bic wichtigsten Ernälwuugsbestanblcile Eiweiß — Elfen — Lecithin (Phosphor) in geeignetster Form zuführt. Durch ferne bewährten Eigcnfchasten, fonsie feine Billigkeit übertrifft es viele der ieitlierigen Eifen- unb sogenannte Kräftigungsuuttcl unb ist in ben Apotbelen unb Drogenhanblmigen zu drei Mark bas halbe Kilo-Paket crhättlich


