Partei des Wahlkreises War in s - Heppen Heim-Wimpfen hat bereits mit den Vorarbeiten für die kommende Reichs-
VniverTitäts-Naehrrchten.
— Ein weiblicher Universitäts-Professor. Ter Privatdozentin an der Universität Bern, Fräulein Dr. vhil. Anna Tumarkin ist der Titel „Professor" verliehen worden. Ihr Lehrfach ist Geschichte der neueren Philosophie, insbesondere der Aeslhetik. Frl. Prof. Tumarkin, eine geborene Russin, hat sich besonders durch ihre Unterfndjimaen über Herders Verhältnis zu Kant rind Forschungen zur Geschichte des Assoziationsprinzips in der A esthetik bekannt gemacht.
Arbeiterbewegung.
Saarbrücken, 9. Juni. Der Streik der Burbacher H ü t t e n l e u t e nimmt größere Dimensionen an. Entgegen andev- iveitcn Behauptungen stellt die christliche Gewerkschaft fest, daß 1200 Arbeiter st reiten. Gestern abend legten wiederum annähernd 300 Mann die Arbeit nieder. In einer voll 1800 Per- onen besuchten Versammlung wurde beschlosien, heute eine aus 5 Personell bestehende Kommission nochmals bei der Hüttenverwaltung vorsprechen 311 lassen, um auf friedlichem Wege eine (Einigung zu erzielen.
— Ein neuartiger Streik ist in dem französischen Departement Landes ausgebrochen. Infolge von Zwistigkeiten mit den Großgrundbesitzern sind deren Pachter, die Bauern der umliegenden Dörfer, in Ausstand getreten, und seitdem ist mehrfach Feuer in den Scheunen und Schaiställen ausgebrochen. Die Streikenden, etwa 50 an der Zahl, haben sich jetzt zu einem Syndikat zusammengeschlossen, durchziehen die Straßen mit roten Fahnen, die Carmagnole singend. Ein Bataillon Jnsanterle ist zur Aufrechterhaltung der Ordnung abgegangen und hatte auch chon einen harten Zusammenstoß mit den Ausständigen, die einen wegen Brandstiftung verhafteten Kameraden betreten wollten.
Breslau, 9. Juni. Der Verband schlesischer Metall- i n d ll st r i e l l e r beschloß in der mittags abgehaltenen Versamm- (nng, die Aussperr u n g der organisierten Arbeiter aufzuheben, sodaß am Montag in allen Betrieben die Arbeit in vollem Umfange wieder mitgenommen wird. Ten Arbeitern wurde die Zusage gemacht, daß die niedrigen Löhne in den Betrieben, m welchen die Regelung nach nicht erfolgt sei, um durchschnittlich 1-2 Pfg. für die Stünde je nach Kategorie unb Leistungsfähigkeit ausgebessert werden sollen.
gemeinschaftliches Mahl im Hessischen Hof zu Butzbach schloß sich an.
rtb. Bad-Nauheim, 10. Juni. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts, Admiral v. Tirpitz ist heute zum Kuraufenthalt hier eingetroffen.
= Friedberg, 8. Juni. Zu der Arztfrage un hiesigen städtischen HoSpital geht uns von der städtischen Armenkommission folgende Mitteilung zu: Die Kranken des hiesigen Hospitals wurden nämlich bisher von einem seitens der städtischen Armen-Kommission auf unbestimmte Zeit gewählten Arzte behandelt und ein Wechsel in der Person des Hospitalarztes alle drei Jahre hat somit nicht statt- gefunden. Dagegen haben die hiesigen Aerzte neuerdings verlangt, daß ein solcher Wechsel und zwar alle 1 bis 2 Jahre eintreten soll, welche Forderung schließlich auf 3 Jahre ausgedehnt wurde. Diesem Ansinnen konnte die genannte Kommission nicht entsprechen, nachdem ihr von kompetenter Stelle die Mitteilung wurde, daß ein derartiger Wechsel die Jn- ! tereffen des Hospitals wie auch der darin behandelten Kranken ! schädige; sie war aber geneigt, die Frist auf 6 Jahre zu er» l strecken, worauf jedoch die Aerzte nicht eingegangen sind.
fc. Mainz, 10. Juni. Gestern 5 Uhr nachmittags hat sich der Müller Thomas in Nieder-Saulheim der Gendarmerie gestellt. Er kam nach Nieder-Olm ins Arresthaus. Von hier wird er am 11. Juni zur Beobachtung ins Irrenhaus nach Heppenheim überführt.
WormS, im Juni. Die sozialdemokratische
erlaßen hingewiesen wurde, ist man in diesem Punkte noch keinen! ^^^Dst^^rrichMng'^von Arbeitskanirnern bedeutet für die Ar- beiterschaft die Anerkemumg der Gleichberechtigung auf wirt-
4 C^rbei?erfommern oder Arbeitskammern ? Abgesehen davon, daß die ersteren z. Z. keine Aussicht auf Bewilligung hatten, sind di? letzteren schon deshalb vorzuziehen, weilreme Arbelterkammer-n bei dem gegenwärtigen Stand der deutschen Arbeiterbewegung leicht Kampfinstitutionen werden könnten. ,
5 Als Aufgaben der Arbeitskammern kommen tn Betracht. a) Aufstellung von Statistiken, b) Beobachtungen über: bte Wirkungen der sozialen Gesetzgebung, e) Mitwirkung b«' B-ilestung und Verhütung von Streiks und Aus perrungen ä) Recherchen über soziale, sanitäre und sittliche Mißstände, e) Mitwirkung bei dem Ausbau unterer sozialen Gesetzgebung.
6. Bur Durchführung dieser Aufgaben ist eme dezentralisierte Organisation der Arbeitskammern notwendig. Lokale Arbeits- kammern, Bezirksarbeitskanunern, Reichsarbeitsamt
7. Es empfieblt sich, Jiidustrie- und Landwirtschaftsarbetts- kammerii zu errichten. Bei der Zusammensetzung der Industrie- Arbeitskammern ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß alle Hauptindustriegruppen in denselben vertreten sind.
8. Die Wahlen sollen möglichst nach dem Proportionalwahl- svstem mit gebundenen Listen erfolgen, damit alle Richtungen der Arbeiterschaft (auch Frauen) in den Kammern ihre Vertretung er-
trittst und Wissenschaft.
Der internationale Koiigreß für Kriminal-Anthropologie in Turin hat beschlossen, den nächsten Kongreß dieser Slrt im Jahre 1910 in Deutschland abzuhallen. Mit den Vorbereitungen wurde Professor Tr. R. S0 m m e r in G i e ß en, der in Turin über die neueren Methoden der Krimmalpsychologie referierte, beauftragt. Die Wahl des Ortes blieb vorbehalten.
— Nach dem Konzerte des Wiener Männergesang- Vereins im Schönbrunner Schlosse äußerte sich Kais e r M I- Helm gegenüber dem Vorstände des Vereins, Schneiderhahii: „Etwas Hehreres im Chorgesang kann man nicht mehr leisten. Die Bässe und Baritone haben geklnngen wie eine Orgel, den 23. Psalm von Schubert habe ich noch nicht gekannt, das ist ja entzückend. Mit dem Chormeister Cremser besvrach der Kaiser das von ihm angeregte Werk über das deutsche Volkslied, an welchem auch Cremser mitwirkt. „Es war höchste Notwendigkeit, daß etwas für die Vereine geschehe, er hoffe, daß das Werk auf den Geschmack der Edlen ehutnrfen werde."__________________________
9. Auch Arbeitskammern werden nicht alle Interessengegensätze aufheben, wohl aber mildern und in Arbeitgebern ,md Ar- beitem das Verständnis dasür erwecken, daß eine friedliche Beilegung entstehender Streitigkeiten beiden Teilen förderlich ist.
Der Referent sprach sich grundsätzlich für Arbeits- und gegenArbeiterkammern aus. An der ausgiebigen Debatte beteiligten sich neben dem Vorsitzenden und neben dem Referenten noch verschiedene Herren, die in dec Haiipt- . fache den Leitsätzen zustimmten. In einer mit den Leitsätzen ta gSwahl begonnen, ^n der letzten Partei,itzung zu WormS der Reichsregierung zu übermittelnden Entschließung dazu wurde, laut „Worms. bet ©eroerff^^gft§^e retnr
nmrde noch die dringende Bitte ausgesprochen, es möge end- Engelmann von hier als Relchstagskandidat in Vorschlag lich noch vor dem nächsten christlich-nationalen Arbeiter- gebracht. Die Bestätigung durch das Laudeskomltee für die konqreß der lange versprochene und erwartete Gesetzentwurf sozialdemokratische Partei Hessens steht noch aus
Über die Errichtung von Arbeitskammern den gesetzgebenden — Kirtorf, 9. Juni. Am 7., 8. und 9. Juli d. Faktoren vorgelegt werden, die Regierung werde damit einer I. feiert die hiesige freiwillige Feuerwehr ihr fahrmoralischen Pflicht gerecht. Die Versammlung erklärt ihre iges Bestehungsfest damit verbunden ist Banner- Bustimmuna zu den'Leitsätzen und der Entschließung. weihe (gestiftet von hiesigen Frauen und Jungfrauen.) o ' _ Weilburg, 9. Ium. Ter Kronprinz wird, wie
Gerrchtssaat.
Berlin, 9. Juni. Der Redakteur d e s A n a r chi st e n-> blatt es „Der Revolutionär", Hutmacher Friedrich Müller, wurde heute wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten zu fechs Monaten Ge'fängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte nur zwei Monate beantragt.
Hamburg, 9. Juni. Der Schriftführer der Freidenker- Gesellschaft, der vor dem Schöffengericht den Zeuge neid verweigerte, weil er Atheist sei, wurde zu 50 Mark Gel d- (träfe verurteilt und in Zeugniszwangshaft bis zu sechs Wochen genommen.
Gotha, 10. Juni. Das Schöffengericht verurteilte den sozialdemokratischen Redakteur I 0 0 3 wegen Beleidigung des Redakteurs des „Amtsblattes", Bierbaum, durch die Presse zu 300 Mark Geldstrafe._________________
AllSM svs den ZtlMdesgnilsreyisterll der 31M Gießen.
Aufgebote.
Juni 2. Georg Emil Klein, Privatmann in Marburg, nut Katharine Elisabethe Mathilde Ferdinande Kaletfch dahier. - 5. Rudolf Michael Weil, Kupfertreiber dahier, mit Anna Elisabeth Schweizer in Frankfurt a. M. — Karl Koch, Buchhändler dahier, mit Martha Mayer in Freiburg i. B. — 6. Otto Kruse, Lokomotivheizer dahier, mit Margarete Weil hierseldst. — Dr. ~out§ Ruhl, Großh. Oberlehrer in BenSheim, mit Emma Ritsert dahier.
Eheschließungen.
Juni 2. Heinrich Klöß, Hilfsweichensteller dahier, mit Katharine Lisemer hierseldst. — Karl Schwengber, Maschinenheizer dahier, mit Hedwig Schäfer hierseldst. — Heinrich Friedrich Bernhardt, Steinschleifer dahier, mit Elisabethe Deibel hierseldst. — 5. Dr. Ewald Maximilian Ehiner, prnkt. Arzt in Schornsheim, mit Elisabeth Margarete Sophie Marklein in Insterburg. — 7. Heinrich Höfler, Omnibnskulscher dahier, mit Dorothea Gerlach hierseldst. 8. Benjamin, gen. Benno Weinberg, Bergwerksdirektor in Dresden, mit Rosa, gen. Paula Baer dahier.
Geborene.
Mai 27. Dem Ruf er Ludwig Abel eine Tochter Johanna Anna. — 28. Dem Postschaffner Heinrich Schmidt XIV. ein Sohn Heinrich Wilhelm. — Dem Schneider Heinrich Euler eine Tochter Emilie Wilhelmine Elisabethe Luise. — 29. Dem Pferdeknecht Johannes Sohn ein Sohn Otto. — Dem Fuhrmann Adam Horny eine Tochter Emilie. — 30. Dem Glaser Theodor Schäfer eine Tochter Ella Helene Anna. — Dem Steinmetz und Bildhauer Paul Emil Bruno Schober ein Sohn. — 31. Dem Uhrmacher und Goldarbeiter David Kaminka ein Sohn Willy. — Juni 1. Dem Eifenbahn-Wagenwärter Georg Meininger eine Tochter Anna Margarete. — 2. Dem Fuhrmann Ludwig Kloos ein Sohn Johann Ludwig. — 3. Dem Kaufmann Ernst Falk eine Tochter Gertrud Martha. — 4. Dem Agenten Hans Greilich eine Tochter Luise Johanna Erika. — 5. Dem Fuhr- knecht Karl Pitz eine Tochter Katharine Wilhelmine.
Gestorbene.
Juni 1. Heinrich Johannes Kramer, 26 Jahre alt, Bureau- diener dahier. — Margarete Marie Katharine Elisabeth Oestreich, 2 Monate alt, Tochter des Fuhrmanns Heinrich Oestreich dahier. — Schoder (noch ohne Vornamen), 2 Tage alt, Sohn des Steinmetzger und Bildhauers Paul Emil Bruno Schoder dahier. — 2. Paul Hermann Böhling, 1 Jahr alt, Sohn des Tapeziers Wilhelm Böhling dahier. — Babette Silbereisen, geb. Sixt, 67 Jahre alt, Witwe des Kommerzienrats Eduard Silbereisen dahier. — 3. Elisabethe Bechthold, geb. Momberger, 28 Jahre alt, Witwe des Kutschers Heinrich Bechthold dahier. — 6. Johannette Daubert, 63 Jahre alt, Büglerin dahier. — 7. Henriette Hoffmann, geb. Rockel, 85 Jahre alt, Witwe des Kreisarztes Dr. Albrecht Hoffmann dahier.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Wetzlar, 9. Juni. In der heute stattgehabten außerordentl. Generalversammlung der B n d e r u s s ch e n Eisenwerke, die wir schon kurz erwähnt haben, berichtete Generaldirektor Kaiser im Anschluß an seine Darlegungen in der ordentlichen Generalversammlung vom 10. April über die Gründe, welche der Verwaltung einen Erwerb der benachbarten und mit dem eigenen Grubenbesitz der Gesellschaft teilweise markscheidenden Fürstlich Solms-Braunfelsschen Eisensteingruben zweckmäßig und empfehlenswert erscheinen lassen. Die Versammlung beschloß einstimmig, den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorstand zu ermächtigen, zum Ankauf der im Bergrevier Wetzlar gelegenen 60 Fürstlich Solms-Braunfelsschen Erzgruben ein ihnen angemessen erscheinendes Kaufgebot abzugebeu, sowie überhaupt alles zu tun, was den Absichten dieses Beschlusses entspricht. Ferner beschloß die Generalversammlung, zum Zwecke dieses Erwerbes
..M eine hier vom Berliner Hofmarschallamt eingegangene Mit- '
ZIMS NN0 LNNv. Heilung besagt, der Einladung der Stadt zur Teilnahme an
Gießen, den 11. Juni. ^ec Tausendjahrfeier am 19. August Folge leisten.
— In Audienz empfangen wurde von S. K. H. Limburg a. d. Lahn, 10. Juni. Gestern tagte hier dem Großherzog am SamZtag u. a. Kammersekretär der Bezirksverein beider Hessen und Nassau im deutschen Jllig von Büdingen und Oberlehrer Sandmann von Fleischeroerband. Die von etwa 300 Fleischern, auch Laubach. aus Gießen, besuchte Versammlung nahm zu dem Thema
•• ' Zu kalt!" Vor einigen Tagen stand ein Mann über „die Behandlung einsinniger Rinder" folgende, dem mit seinem dreijährigen Töchterchen am Ufer der Lahn und deutschen Fleischerverbande zu unterbreitende Resolution an: fragt seine Kleine: „Nun, Ellichen, soll ich einmal da hinein- „Der deutsche Fleischeroerband möge beim Bundesrate erneut springen?" Ellichen aber ruft ganz ängstlich, indem es den vorstellig werden, daß die einfinnigen Rinder sofort freigegeben Papa am Krosenbein hält: „Nein, nein, Papachen, — werden. Die Freigabe nach 21 Tagen bedeutet eine wesent- Mamachen muß es erst warm machen!" liche Verschlechterung gegenüber dem heutigen Zustande. Der
"Aus der Geschichtsstunde. Ein Lehrer schreibt in Aussicht stehende Antrag der preußischen Regierung ist uns: Der Lehrer einer oberhessischen Dorfschule nimmt mit nicht geeignet, eine Besserung, sondern eine Verschlechterung den Schülern der Oberklasse den Zug Napoleons I. nach herbeizuführen." — Nach einem Referate über „das Schlacht- Rußland durch und erzählt, daß der Korse in Moskau sein haus- und das Kommunalabgabengesetz" nahm die Versamm- Winterquartier aufschlagen wollte. Da bemerkt der Lehrer lang folgende Resolution an: „Der Bezirksverband wolle einen unaufmerksamen Schüler und stellt ihm die Frage: beschließen, die Leitung des deutschen Fleischerverbandes „Was wollte Napoleon in Moskau?" Der Schüler hört, zu ersuchen, erneut und nachdrücklich an den zu- wie man ihm zuflüstert und antwortet mit stockender Stimme: ständigen Stellen auf Aenderung des § 11 des Kom- Napo (en wollte in Moskau sein Hinterguartier munalabgabengesetzes vom 11. Juli 1893 in dem Sinne aufschlagen!" hu wirken, daß die Schlachthäuser gesetzlich als
r~i Leihgestern, 10. Juni. In der Wirtschaft Dern eine Einrichtung anerkannt werden, deren Erbauung und Er- wurde dieser Tage ein Radfahrverein gegründet, der den Haltung im Interesse der Volksgesundheit den Kommunen Namen Schwalbe" führt. 18 Mitglieder haben ihren Bei- zur Last falle. — Weiter verurteile man die Stellungtritt erklärt, den Vorsitz führt Wilh. Brücke!. Der Verein nähme der Reichsregierung während der Fleischmachte bereits eine Radtour von 80 Kilometern, die sich Über teuerung und verlangt dringend eine vermehrte Be- Nauheim durch die Wetterau erstreckte. rücksichtigung der Wünsche des Gewerbes und der
x Großen-Buseck, 9. Juni. Das am 1. und Interessen der Konsumenten, sowie eine Reform 2 l Js hier stattsindende Sängerfest der Ge- der Statistik über die Fleischpreise. Endlich soll bei sangvererne Eintracht und Sangerkranz ver- der Reichsregierung dahin gewirkt werden, bei der Einführung Kunden mit doppelter Fahnenweihe, verspricht,^von Därmen diese auf ihren Salzgehalt zu untersuchen, wenn das Wetter günstig wird, sich, recht großartig zu ---------
gestalten. Alle hiesigen Vereine, Gesangverein Germania, Heiterkeit, Kriegerverein, Turnverein, Radfahrverein, 10- <.
Kappenklub re. haben sich an den Vorarbeiten zum Feste Die Teilnehmer an der Herkomerkonkurrenz traten die beteiligt und sind bemüht zu seiner Verschönerung alles vierte Etappenfahrt Wien-Klagenfurt an. An derselben aufzubieten. Eine große Anzahl auswärtiger Gesang- nahmen 112 Automobile test. Prinz Heinrich von Preußen, vereine haben ihrKommen zugesagt und es stehen noch ver-1 welcher das Automobil selbst renkte, startete als 56. Der schiedene Zusagen zurück. Die Festwirtschaft wurde den letzte Wagen startete um 6 Uhr 51 Min. bekannten^Wirten Gengnagel imb Wagner, übertragen. Bei der Fahrt auf der Semmerlngstraße erlitt beim , 3)ie Festmusik wird von den weithin bekannten Kapellen Passieren der Kurve in der Nähe von Schottmien Wagen Nicolai hier und Sommerlad-Beuern ausgeführt. Der Nr. 3 einen Radbruch. Der nachfolgende Wagen 11 Festplatz ist in der Nähe des Bahnhofs gelegen und wird fuhr den Wagen 3 an und erlitt hierdurch einen Nad- mit seiner Herrichtung in den nächsten Tagen begonnen Achsenbruch. Der nachfolgende Wagen 51 wollte norden. ' " ausmeichen und fuhr in die Böschung. Hierbei erlitt er eine
X Griedel, 10. Juni. Sonntag nachmittag 4 Uhr Beschädigung des Vordergestells. Sämtliche drei sammelte sich vor dem hiesigen neuen Schulhause eine mehr- Wagen dürften die Fahrt aufgeben. Verletzt wurde niemand, hundertköpfige Menge Einheimischer und Fremder, um der Klagenfurt, 10. Juni. Herkorner-Konkurrenz. Als Enthüllungsfeier einer marmornen Gedenktafel mit Erster traf um 12 Uhr 37 Min. Rittmeister Spitzner in aufgesetzter Bronzebüste beizuwohnen. Am 5. Juni 1906 guter Verfassung ein, als Zweiter Weingand um 1 Uhr waren es 100 Jahre, daß der in der hiesigen Gemeinde von 13 Min. Bis 4 Uhr waren 33 Wagen eingetroffen in fol- 1852 — 1879 als Lehrer wirkende Jakob Jost geboren war. genderReihenfolge: Dahmen, Reinhardt, Ladenburg, Mathis, Von seinen ehemaligen Schülern und Schülerinnen wurde Dreher, Miß Maud Manville, Branda, Mathis, Lucke, durch freiwillige Gaben der ansehnliche Betrag von ca. 500 Mk. Ricordi, Janssen, Prinz Heinrich, Flinsch, Opel, Lehmann, zur Stiftung dieser Tafel aufgebracht. Bürgermeister Fenchel Neumayer, Jürgens, Rendle, Plinsch, Hasberg, Schmitz, von hier gedachte der segensreichen Wirksamkeit dieses Lehrers, Berkmann, Aschoff, Pierce, Oppenheimer, Gripp, Schulz, wie derselbe nicht nur sich auszeichnete durch eifrige Lehrtätig- Benker, Luede, Weiß, Wulfen, Wickuuelr. Die Erbtest, sondern auch durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Prinzessin von Sachsen-Meiningen ist infolge Schulrat Süß von Friedberg hob besonders Josts Erfolge seiner Pneumatikdefektes in Leoben zurückgeblieben. Nach Lehrtätigkeit, die heute an den Erwachsenen Griedels zu beob- Mitteilungen der Konkurrenten wurden 16 Wagen während achtende seien, hervor, deren Ursache, nach Josts eigenem Urteil, der Semmeringfahrt ausgeschaltet.
großenteils in deren Sinn für Bildung zu suchen gewesen —
sei und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch der jungen I UCVtttif
Generation, an welche die heutigen Zeitverhältnisie immer ' Berlin, 9. Juni. Eine Automobil-Kata - höhere Anforderungen stelle, ernstestes Streben, Bildung und strophe erfolgte gestern abend am Kurfürstendamm. Der Gesittung sein und bleiben möge. Zur Verschönerung dieser Geh. Hofrat Franz Winter von der Intendantur der Kgl. Feier trug der Schülerchor und der hiesige Gesangverein Schauspiele fuhr mit seiner Gattin in einer Automobildroschke, durch ein gut gesungenes Lied beu Zum Schluffe sprach An der Kreuzung der JoachimSthalerstraße und des Kur- Oberlehrer 9(It von Offenbach im Namen der Angehörigen fürstendamm bremste der Chauffeur des Automobils, welches JostS der Gemeinde herzlichen Dank aus. eine außerordentliche Schnelligkeit entwickelt hatte, plötzlich
fc. Niederweisel, 10. Juni. Vorgestern hielten in mit solcher Gewalt, daß das Automobil gegen die Bord- ber hiesigen Komturkirche die Johanniter aus Hessen schwelle geschleudert und fast vollständig zertrümmert und Hessen-Nassau unter dem Vorsitz des Grafen Schlitz wurde. Die beiden Insassen haben bei dem Unglück erheben. von Görtz ihre Jahresversammlung ab. Einlliche Verletzungen davongetragen.


