Nr. 134 Zweites Blatt
156. Jahrgang
Orföebtf WgHS) mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Wefoencr §avrlllenblatter** werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Ter *1111* taut Wirt** erscheint monatlich einmal.
Gießener Anzeiger
Montag 11. Jnni 1906
Rotationsdruck tmb Verlag der BrüdkNckr» UntverfttätSdruckerei. R. Lang«. ®t«Ne.
Redaktion.Exoedition «.Druckerei: GchulOr.U»
Tel. Nr. öL Te1egr.-Adr. r An-etger
Seneral-Anzeiger, Amts- nnb Anzeigeblatt für Öen Kreis Gießen.
Deutsches Reich.
Berlin, 10. Juni. Kaiser Wilhelm hat auf der österreichischen Rückfahrt von der Grenzstation aus an Kaiser Franz Josef eine Depesche gerichtet, in welcher er diesem in überaus herzlichen Worten für alle Aufmerksamkeiten dankt und von neuem versichert, daß ihm der Besuch in Wien in angenehmster Erinnerung bleiben werde. Wie von diplomatischer Seite verlautet, soll Kaiser Wilhelm Kaiser Franz Josef gegenüber geäußert haben, daß er es niemals vergessen werde, daß sich die Bundesgemeinschaft Oesterreich-Ungarns auf der Konferenz von Algeoiras in so aufrichtiger Weise bewährt habe. Die gleiche Bemerkung hätte dec deutsche Kaiser dem Grafen GoluchowSky gegenüber gemacht und hinzugefügt, er hoffe, daß für längere Zeit keine ernste politische Konfllktsfrage auftauchen werde.
Norderney, 10. Juni. AlS ein gutes Zeichen für das Beftnden des Reichskanzlers darf es angesehen werden, daß Prof. Renvers gestern von dort ab gereist ist.
Düsseldorf, 10. Juni. Im objektiven Verfahren wurde von der hiesigen Strafkammer die bei mehreren Anarchisten beschlagnahmte Broschüren »die Armee und die Streiks" eingezogen.
— Da die hiesigen Metzgermeistcr noch immer keine Anstalten treffen, die Fleischpreise zu ermäßigen, so haben sich eine Reihe von Mitgliedern des hiesigen Allg. Bcamten- vereins an den Vorstand gewandt mit dem Ersuchen, die Gründung einer Genossenschaftsschlächterci in die Wege zu leiten. Der Vorstand soll sich zu diesem Zwecke mit anderen korporativen Genossenschaften in Verbindung setzen und auch den Deutschen Deamtenverein um sinanzielle Unterstützung des Projektes anzugehen.
BreSlau, 8. Juni. Das vor einigen Tagen erschienene Flugblatt des Simplizissim us über den Breslauer Krawall ist heute polizeilich beschlagnahmt worden.
Straßburg, 9. Juni. Der ehemalige Relchstagtz-- abgeordnete und Sozialistenführer Bueb aus Mülhausen, der dort wahrend der letzten Jahre ein flott gehendes Geschäftsbureau hatte, ist spurlos verschwunden.
lürd?c und Schule.
— Lehrer-Orientfahrt en 1906 und 1907. Die in den letzten 5 Jahren ausgeführten 16 Fahrten nach Aegypteii und Palästina werden im Laufe _ dieses Sommers noch zwei weitere folgen. Die nächstjährigen 4 Frühjahrsreisen nach Aegypten beginne,: Mitte Januar, an diese schließen sich denn 3 Sommertouren an, auf denen zwischen Luxor und Assuan ein Spezialdampfer benutzt werden wird. Je nach Umfang und Wahl der Reiseroute ist die Dauer der einzelnen Reisen, an denen auch Damen und Mchttehrer teilnehmen, verschieden. Das ausführliche Programm der Fahrten Nr. 17 bis 25 wird auf Verlangen Interessenten von dem Reiseleiter Herrn Jul. Bolchausen in Solingen kostenfrei zugesandt.
Aas parlamentarische Rußland.
Petersburg, 9. Juni.
Der Führer der Arbeitspartei, Anikin, suchte heute in der ReichSduma zu beweisen, daß alle Ländereien Eigentum der Bauern sein sollen; es werde nicht möglich sein, den Willen eines ganzen Volkes zu mißachten. Seit vierzehn Tagen sagen wir den Ministern, sie sollen sich entfernen, aber sie gehen nicht, haben kein Schamgefühl, kein Gewissen; ein Bauer würde in einem solchen Falle nicht hier bleiben.
Der Präsident erhebt sich und will Anikin zur Ordnung rufen, aber das Haus bricht in einen Beifallssturm aus.
Anikin schließt mit den Worten: .Ich wende mich an das russische Volk, das uns hierher gesandt hat, damit wir die Freiheit deS Bodens fordern. Wir haben das Prinzip der Enteignung aufgestellt; aber die Minister weigerten sich dasselbe anzuerkennen; wir sagten ihnen darauf: entfernet Euch." Als Anikin die Rednertribüne verließ, bereitete ihm das Haus eine Ovation.
Der der äußersten Rechten angehörige Bauer Pere-
woschtschikow beantragt, dem Kaiser Dank abzustatten für die dem Volk erwiesene Gnade. (Zischen.)
Da die Duma eS ablehnte, beim Kaiser nachzusuchen, daß Todesurteile nicht mehr zur Ausführung gebracht würden, bis ein entsprechendes Gesetz angenommen sei, hat Profesior Kowalewski eine Bittschrift im Namen der Be- völkerung verfaßt; mit Ausnahme der Arbeitsgruppe wurde sie von den meisten Abgeordneten unterzeichnet, und soll außerdem im ReichSrat, bei den Behörden, Privatinstituten und unter dem Publikum zirkulieren.
»
In Warschau wurde am 9. d. M. der Revolutionär Marczewski hingerichlet. Um diesen zu rächen, wurden zwanzig Monopolläden von den Revolutionären geplündert und angezündet, wobei sechs Personen erschossen und 18 verwundet wurden. DaS Kriegsgericht in Warschau verurteilte ferner am 9. d. M. vier politische Gefangene zur Todesstrafe. Aus dein RawiakgefängniS dort entkain der politische Gefangene Schabaschnikow, der durch seine Mitgefangenen über die Mauer geworfen wurde.
Auf der Weichselbahnstation Skarschisko überfielen bewaffnete Leute die Jnfanteriewache, welche Feuer gab. Ein Mann wurde erschossen, ein zweiter verletzt.
Baron Pinne wurde in der Nähe von BunSke (Kurland) von Revolutionären ermordet. Die intellektuellen Bevölkerungskreise Kurlands haben die Absicht, eine Depesche an den Zaren zu senden, welcher gebeten werden soll, die Behörden anzuweisen, rücksichtslos gegen die Revolutionäre vorzugehen.
Da der Kabinettskanzlei des Zaren anonyme Meldungen zugehen, wonach die Sicherheit des Zaren gefährdet sei, wurde die Bewachung der in Peterhof elntreffenden Fremden wesentlich verschärft. Die Zarenfainilie siedelt demnächst in das Lustschloß Massandra bei Palla über, da alle Gerüchte von einer angeblichen Meuterei in Odessa und in den Küslenstädten der Krim sich als falsch Herausstellen.
Ausland.
London, 9. Juni. Die ,'JJlocning Post" lehnt den Vorschlag betreffs eines Bündnisses zwischen England, Deutschland und Oeste rreich ab. Ein aggressives Bündnis sei unausführbar, weil England keine Ausdehnung, sondern bloß Bewahrung seiner Rechte wünsche; em defensives Bündnisunnötig sei, weil England mit den meisten Großmächten befreundet sei. Auch Deutschland habe seit Rußlands Niederlage keine Gefahr zu befürchten, da Frankreich keinen Angriff beabsichtige, den übrigens abzu- wehren Deutschland gut imstande sei. Ein englisch-dcutsch- österreichischeS Bündnis dürfe sich nicht gegen Frankreich richten, da England ein gutes Einvernehmen mit Frankreich unterhalte.
Brüssel, 10. Juni. Ein königliches Dekret betreffend Kongoreformen wurde heute veröffentlicht. Es enthält u. a. die Abschaffung der Zahlung der Steuern in Naturalien. Der König überweist den Eingeborenen den dreifachen Teil der Dörfer, die sie bisher besessen haben, ferner werden die eingeborenen Polizisten abgeschafft, die Rechte und Pflichten der Eingeborenen-Chefs festgesetzt, ferner die Anwerbung von Eingeborenen-Arbeitern auf höchstens 2—3 Jahre gestattet. Sodann wird die Einführung von staatlichen Inspektoren angekündigt.
Paris, 9. Juni. Nach einer der Agence Havas aus Rom zugehenden Meldung sucht die dortige Polizei in den Hotels von Rom nach drei französischen Personen, von denen eine eine Frau ist. Es heißt, sie seien dort eingetroffen, um einen Anschlag auf daS Leben des Papstes am nächsten Sonntag 'während des Gottesdienstes m Sanct Peter auszuführen.
Madrid, 10. Juni. Ein Beamter der Nordbahn hat der Polizei mitgeteilt, daß am 7. Mai ein Unbekannter seiner Frau 10 000 Pesetas angeboten, wenn sie dem König beim Verlaffen der Kirche einen von ihm präparierten Blunienstrauß überreichen wallte. Wenn die Geschichte wahr ist, so war e§ MoraleS nicht, da dieser erst am 22. Mai hier eingetroffen ist.
Aas ZSorWir Rosevfest.
(Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)
R. B. Worms, 10. Juni.
Die afte Nibelungen- und Lutyerstadt Worms mit ihrer: ftoken Ueberresttm aus großer, grauer Vergangenheit ist seit Freitag buchstäblich mit No,en überschüttet. Wohin inan schaut, vom Bahnhof bis zum Rheinufer Rosen, nrchts als Rosen, die zarten, liebeglühenden Lreblrnge unserer Sommerslora. Nicht Tausende, nein Hunderttausende erblickt man an den festgeschmückten Häusern der Sttaßen bis zürn Dach hirranf, wo sie als breite Gurrlanden oder Lrünze farbenprächtige Ballon- und Fensterumrahrnungen bilden oder in üi-efi)tuntigen Zweigen die ganze Häuserfront bedecken. Auch in den Privatgärten und den oisent- licherr Arrlagen sind Bäume und Sträucher nut Rosen durch- slochten, kein Zeitungskiosl oder Seltersrvasserausschanr, kein Wagen auf der Straße ist ohne Rosenschmuck geblieben. Und doch, so schon der Anblick auch dem Auge erscheinen mag, es ist rrur Schein und Flitter kram, nur Papier, das von tausend geschickten Händen mit Drahtgeflecht zu mehr oder minder schwachen Nachahmungen der Natur geformt wurde und somit auch jeden erfrischenden Dustes, jeher belebenden Anmut entbehren mußte; am üppigsten geschmückt sind die großen Villen an der Bismarckanlage und das Valais des Frhrn. v. Heyl, bei dem am Freitag auch der ^ürst und die Fürsttn zu Solms-Lich zur Teilnahme an dem ersten Abschnitt der Festlichkeiten Wohnung genommen batten Unter den Sttaßen zeichnete sich, wie immer, die Zimmerersttaße aus, die Hunderte von prächttgen Guir- landen und Blumenkränzen und -Körben von Haus zu
Haus überspannten. Den Vorabend des Festes bildete eine Hebbel-Feier im Theatersaal des Spiel- und Feft- hauses, die sich zu einer würdigen Ehrung für den Dichter gestaltete. In der mit Orgelvorspiel (Phantasie von Joh. Seb. Bach) eingeleiteten Feier hielt Herr Dr. Hage mann aus Essen, der zukünftige Leiter des Mannheimer Hos- und Nattonalcheaters, den Festvorttag über das Thema: „Hebbels Stellung in der dramatischen Weltliteratur", dem sich eine Anzahl vorttesslicher Deklamationen des Hosschauspielers Pcml Wincke aus Dresden anschlossen. Bei dem späteren geselligen Beisammensein der Hebbelfreunde wurde beschlossen, auch ein Begrüßungstelegramm an die greise Witwe des Dichters abzusenden.
Das Hauptinteresse der FestteilnehNier nahm der zweite Tag, Samstag, in Anspruch, zu welchem auch S. K. H. der Großherzog mittelst Sonderzugs aus Darmstadt erschien. Der freudigst begrüßte Landesherr wurde um 3/4-1 Uhr am Bahnhof in feierlicher Weise empfangen und begab sich nach kurzen Begrüßungsworten des Ausschuß- Vorsitzenden, Herrn Konrad Fischer, und Anhörung eines von 600 Kindern der Wormser städtischen Volksschulen unter Leitung des Oberlehrers Hambel vorgettagenen Chors „Rosen-Willkomm" nach einer kurzen Stund fahrt durch die .Hauptstraßen ins städttsche Spiel- und Festhaus, wo er von dem Ehrenausschuß empfangen und mit einer Festansprache des Stadtv. Rnd. Heim begrüßt wurde. Im Festhaus war für den Großherzog ein besonderer, rosengeschmückter Pavillon errichtet worden, von welchem aus der Großherzog die Ausführung von Hebbels deutschem Trauerspiel „Die Nibelungen", 1. Teil: Der gehörnte Siegfried und 2. Teil „Siegfrieds Tod" mit großem Interesse verfolgte.
—, Die Blumenschlacht, die Schlußnummer der Hochzeitsfeierlichkeiten, war sehr mittelmäßig. Die königliche Familie blieb fern. Auffallend ist die Mode, daß zu Ehren der blonden Königin die Damen hier ihr Haar blond färben.
Rom, 9. Juni. Wie das Blatt „Vita" meldet, dürfte Kaiser Wilhelm Vlllenbesitzer m Rom werden. Es sollen Verhandlungen im Gange sein, die gegenüber dem Edenhotel gelegene Villa .Malta" in den Besitz des deutschen Kaisers übergehen zu lassen. Die Villa „Malta" war einstmals die Residenz König Ludwigs II. von Bayern.
Petroseny (Komitat Hungad), 10. Ium. Hier wurde eine aus Rumänien cingctroffcne Person verhaftet, bei der anarchistische Schriften, mehrere falsche Pässe und chiffrierte Briefe gefunden wurden. Einer der letzteren war mit der Aufschrift „31. Mai" versehen und scheint sich aus Attentate gegen europäische Herrscher zu beziehen.
Tientsin, 9. Juni. Die chinesische Regierung stellte daS Seebad Peitaiho den deutschen Truppen als Erholungsort zur Verfügung. Der Wunsch hierzu war von Kaiser Wilhelm ausgegangen.
Eine Rede des Kaisers von Oesterreich.
Wien, 10. Juni.
Bei dem heutigen feierlichen Empfang der Mitglieder der Delegationen in der Hofburg beantwortete der Kaiser die Ansprachen der Präsidenten der beiden Delegationen mit einer längeren Ansprache, der wir folgendes entnehmen:
Unsere Beziehungen zu allen auswärtigen Staaten haben während des längeren Zeitraumes, der seit der letzten Tagung der Delegationen verflossen ist, ihren durchaus freundlichen Charakter bewahrt. Das vor mehr als einem Vierteljahrhundert abgeschlossene Bündnis mit dem Deutschen Reiche bewährt sich vermöge seines defensiven und konservativen Gepräges heute wie zuvor als eine wertvolle Friedensbürgschaft, deren Erhaltung und Pflege sich unserer besonderen Sorgfalt erfreut. In dem Besuche, den mir Kaiser Wilhelm vor wenigen Tagen abgestattet hat, ist unser inniges Freundschaftsverhältnis neuerdings zu Tage getreten. Ebenso vertrauensvoll sind die Beziehungen zu unserem anderen Verbündeten, dem Königreiche Italien, mit dem wir uns bezüglich der uns gemeinsam berührenden Angelegenheiten in erfreulicher Uebereinstimmung befinden. Das Einvernehmen, das wir zum Zwecke der Herstellung geordneter Zustände auf der Balkanhalbinsel mit dem uns eng befreundeten Russischen Reiche getroffen haben, besteht auch weiter in voller Kraft und hat gute Früchte getragen. Die Frage der wirtschaftlichen Erschließung Marokkos und des Anteils, welchen die europäischen Staaten daran nehmen sollen, hat während des verflossenen Jahres zu ernsten Verwicklungen zu führe« gedroht. Erfreulicherweise ist es gelungen, auf der zur Austragung dieser Differenzen in Algeciras einberufenen Konferenz eine allseits befriedigende Lösung zu finden, wozu nicht im geringsten Teile unsere vermittelnde Tätigkeit beigetragen hat. So wie bisher, wird auch weiterhin die Erhaltung des Friedens für Europa und vor allem für unsere Monarchie der leitende Gedanke unserer auswärtigen Politik sein.
Ueber Arbeitökammerm
referierte auf der soeben in Freiburg i. B. abgehaltenen Delegierten-Versammlung des GesamtverbandeS der evangelischen Arbeitervereine Deutschlands Redakteur August Jaworski-Frankfurt a. M. an der Hand folgender Leitsätze:
1. Die immer größer werdende Kluft zwischen Arbeitern und Arbeitgebern läßt es notwendig erscheinen, daß Arbeitskammern geschaffen werden, die beide Leite zum friedlichen Ausgleich oft entgegengesetzter Bestrebungen vereinigen und gleichzeitig Einfluß auf die Gefetzgebung gewinnen.
2. Trotzdem bereits vor 21 Jahren seitens der Arbeiterschaft ArbeilSkammern geiorbert, auf ihre Notwendigkeit in den Februar-
Die Darstellung fand unter der künstlerischen Leitung des Hoftheaterregisfeur Schlayer von den Mitgliedern des Mannheimer Hof- und Nationalthecrters statt.
Die künstlerische Wiedergabe des Werkes ließ nach verschiedener Richtung hin zu wünschen übrig; es fehlte den Trägern der Hauptrollen ein König Günther, Hagen, Siegfried u. a. an dem für so scharf ausgeprägten Charakteren nötigen dramatischen Fonds, auch hätten die Kostüme nicht einfach den Figuren des Wagnerschen Nibelungenringes entnommen werden dürfen. Immerhin aber war die dramatische Wirkung der Dichtung durchschlagend und die Darsteller wurden mit reichem Beifall und vielen Kranz- und Bluinen- spenden ausgezeichnet. Nach der Festaufführnng begann in dem bedeutend vergrößerten Festhausgarten bei Konzert der Kapelle des 118. Jnf.-Regts. und festlicher Beleuchtung das allgemeine Rosenfest mit Bazar, dem auch der Großherzog von feiner um 8,50 erfolgten Wiederabfahrt nach Darmstadt einen kurzen Besuch abstattete. Der heutige Z.Festtag hatte viel Fremdenverkehr au5 der Umgegend Mainz,Darmstadt,Mannheim herbeigeführt, der schon am Vormittag die Feststraßen stark belebte. Auch die Aufführung des dritten Teils der Trilogie „K riem- hiloens Rache" fand vor vollbesetztem Hause statt und der Zudrang zu dem Rosenfeste war trotz der ungünstigeren Witterung noch stärker als am Abend vorher. Der finanzielle Erfolg wird demnach aller Wahrscheinlichkeit nach ein recht günstiger fein.


